teil im Thale, zur Frühlings- und Sommers­zeit von Saaten waltend, oder mit dem Grün der Wiesen wie mit einem Schmelz überzo­gen, worin in stillem Laufe die Pfinzbach sich ergießt. Die Stadt selbst bildet gleichsam die Pforte des anmuthigen wein-, gras-- und getreidereichen Psinzthals, und zählt im Durchschnitt bei 4000 industriöser Menschen, an denen das Gepräge des alten deutschen Bürgersinnes nicht zu verkennen ist.

Durlach hat in verschiedenen Perioden Männer gezeugt, die entweder in stillen Krei­sen die höchsten Tugenden übten, oder auf dem blutigen Schlachtfelde Thaten des ruhm­vollsten Heldenmuths vollbrachten, oderinder Literatur der Deutschen als Sterne erster Größe leuchteten.

Die erstem leben nur noch im dankbaren Andenken derer, auf die sie wohlthätigen Ein­fluß hatten; die letztem werden in chronolo­gischer Ordnung im zweiten Theil dieser Chronik beschrieben werden, wogegen dieser erste Theil das Schicksal Durlachs von seinein Ursprung an bis auf gegenwärtige Zeit enthält.