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kich die Stadt Durlach und das benachbarte Breiten ein, und trieb alsdann die Schweden wieder zu ihrer Armee zurück.*) Sobald aber die Nach, rieht davon ankam, daß der König Ferdinand von Ungarn und Böhmen am 27. August 1634 in der Schlacht bei Nördlingen einen vollkommenen Sieg über die schwedische Armee erfochten habe, breiteten sich die Kaiserlichen durch ganz Franken und Schwaben aus, und überschwemmten insbesondere das Herzogthum Würtembcrg und die Markgrafschaft Durlach, wo viele Unterthanen von den Soldaten in der ersten Wuth gleich niedergehauen, andere hingegen äußerst mißhandelt wurden. Viele derselben hatten sich im Winter darauf in den Wäldern unterm Schnee verborgen, sie wurden aber von den Soldaten mit Jagdhunden ausgesucht.
So war denn Durlach bald den ergrimmten Kaiserlichen und bald den Schweden zur Beute.
Die Kaiserlichen, aus Glaubenshaß und Rachlust, verheerten fürchterlich; die Schweden zwar als Freunde, aber aus Zügellosigkeit des Krieges, machten's nicht besser.
Noch weiß der gemeine Mann von seinen Vorfahren her gar viel zu erzählen, wie „der Schwed" so grausam gehaußt hat, und noch sind davon die Knittelreime geblieben, der Schwed ist kommen mit Pfeiffen und Trommen r hat Alles wegg'nommen, hat Fenster 'nausg'schlagen, das Blei 'rausgraben, hat Kugeln d'raus gossen, und d'Baucrn tod g'schossen.
Siehe Sachs Bad. Gesch., Thl. IV., Seite ;zo— Gehreö Durlachec Chronik. 8