Vummern 20, 35,§9 und trägt jetzt die Nr.§8. In dem gangloſenGrundriß ſind die Jimmer ohne direkten zugang aneinandergereiht.Der außen angehängte Abort iſt von einem an der Südfront angehängten Laubengang erreichbar geweſen. 387) iſt hier eine Wohnung für Sandelsmann Wolf Ettlinger, den Schwager Elkan Reutlingers, eingerichtet worden. Wach dem aus dieſem Anlaß eingereichten, von J. Arnold““e am 28. Auguſt 1873 geprüften Baugeſuch iſt damals in der dritten Achſe von Oſten her bei A. eine Eingangstür in ein Fenſter verwandelt worden. Ein ſpäterer Ladeneinbau hat an dieſer Stelle des Zauſes den urſprünglichen Zuſtansverwiſcht. Die i. J. 38jj in ein Fenſter verwandelte Tür läßerkennen, daß aus urſprünglich zwei Häuſern eines geworden iſtGleichzeitig wurde um die Genehmigung zur Serſtellung einer„Laubenhütte Lit. A. B. C.“ nachgeſucht. Da die Juden am Laubhüttenfeſt zur Erinnerung an den zug durch die Wüſte ſieben Tage de—Feſtes in Laubhütten wohnen,“ iſt es nicht verwunderlich, daß bedieſer Laubhütte, die hier als feſter Bau mit„von Stein bis untedie Förſt aufgeführten Gränzmauern“ erſtellt wurde, ein beſondereAbort Bedürfnis geweſen iſt. Wicht alle Laubhütten werden ſo komfortabel geweſen ſein wie dieſe. Und vielleicht iſt das hier vorliegendBaugeſuch für eine Laubhütte einzig daſtehend. Es darf wohl angenommen werden, daß der Eingang zum Hauptraum, alſo der Teizwiſchen den beiden punktierten Unterzügen, pergolaartig nach obeoffen war, um ſo den Charakter einer Laubhütte vorzutäuſchenReſte des kleinen Bauwerkes ſind, eingekapſelt in einem ſpätereHintergebäude, noch vorhanden. Im Jahre 3818 hat Löw Auerbacher nach einem von der Baucommiſſion des Finanzminiſterium—(gez. Weinbrenner, Frommel) vorgenommenen Augenſchein die Genehmigung zur Erbauung der Waſchküche im Hof bekommen, nachdem eine Übereinkunft zwiſchen L6öw Auerbacher und der GroßhGberpoſtdirection getroffen war, nach der die Holzwandung am Hintergebäude der Gberpoſtdirection(heute ſtehen hier die HäuſerAdlerſtraße Nr. j8 und Zähringerſtraße Nr.§za) durch eine zweSchuh ſtarke Brandmauer erſetzt werden mußte. Hauseigentümerwar immer noch Wolf Ettlinger. Nach den Adreßbüchern folgendann als Beſitzer bis 1829 Elkan Reutlingers Witwe, von 3828 bit1864 Seifenſieder A. Soder, von 3864—1880 Sofbildhauer Stöve—ſand, von 5880-i894 Kaufmann Julius Dehn, von 3898—7190lasa Johann Jakob Chriſtoph Arnold hat ſich hier„J. Arnold“ unterſchrieben.10 5. Moſ. 25, 55—ga.— 260—