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Heimat such nicht annähernd kennen. Nach Zonnenauf- gsng, der ebenso schnell wie der Untergang vor sich geht, ist er aber rasch wieder verdampft.
Unsere vielen Mußestunden verbringen wir gewöhnlich auf dem Nchterdeck. Nesonders abends sitzen wir da Zusammen, denken an die Heimat, singen Volkslieder und tauschen „öedanken und Erinnerungen" aus. 6eier nähert sich allmählich der öegend, in derwirverabredungs- gemätz mit der Möwe wieder Zusammentreffen sollen.
ver 10. januar 1917 ist für das Stelldichein festgesetzt. 5chon tagelang bildet es unsern hauptgesprächsstoff. Nicht nur, daß wir eine gewisse Zehnsucht nach dem Mutterschiff haben, sondern auch Proviant und lrinkwasser bedürfen der Nuffrischung.
Pessimisten gibt es bekanntlich überall. Nuch auf dem 6eier. Sie bezweifeln, daß die Möwe da fein wird. Und wirklich, der rehnte kommt und vergeht, und trotz schärfsten Nusgucks kommt die Möwe nicht in Zicht! Sie ist wohl durch großes Neutemachen etwas länger sufgehalten worden, Doch auch der elfte vergeht, und die Möwe kommt nicht, wiederholt wird ein observiertes Lesteck gemacht, d. h. der Zchiffsort genau ermittelt. Ja, die Zache stimmt: wir sind an dem verabredeten Ireffpunkt. Mit halber fahrt kreuren wir hin und her. Nachts wird der Nusguck verstärkt und tagsüber beteiligt sich freiwillig jeder daran, der an Deck ist.
Zo gehen die läge dahin und die Nächte: aber die Möwe kommt nicht!
was mag ihr passiert sein? Zollte sie im Kampf mit feindlichen Kreurern ihr ende gefunden haben? Oder sollte sie in Unwetter von schwerem Zchaden betroffen