Phiosophische Untersuchungen über das Wesennschlichen Freyhéit können theils den richti-gen Begriff derselben angehien; indem die Thatsacheder Freybheit, 30 unmittelbar das Gefühl derselbendoch keineswegs 80 sehrder meeinem jeden eingeprägt ist,an der Oberfläche liegt, daſs nicht, um sie auch nurin Worten auszudrücken, eine mehr als gewöhnlicheReinheit und Tieſe des Sinns erfordert würde; ſheilskönnen sie den Zusammenhang dieses Begriffs mitdem Ganzen einer Wissenschaſtlichen Weltansichtbetreflen. Da jedoch kein Begriff einzeln bestimmtWerden kann, und die Nachweisung seines Zusam-menhangs mit dem Ganzen ihm auch erst die letatewissenschaftliche Vollendung giebt; welches bei demBegriff der Freyheit vorzugsweise der Fall seynmuls, der, Wenn er überhaupt Realität hat, keinplofs untergeordneter oder Nebenbegriff, sonderneiner der herrschenden Mittelpunkte des Systemsseyn mufs: 60 fallen jene beiden Sciten der Unter-suchung hier, wie überall, in Eins zusammen. Eineralten, jedoch keineswegs verklungenen, Sage zuſolgeS0ll zwar der Begriff der Freyheit mit dem Systemüberhaupt unverträglich seyn, und jede auf Einheitund Ganzheit Anspruch machende Philosophie aufLäugnung der Freyheit hinauslaufen. Gegen allge-meine Versichrungen der Art ist es nicht leicht zudenn wer weifs, Welche beschränkendestreiten;