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Sie wird nun nah einem zweckmäßigern Kulturſyſtem umgearbeitet und dag Wafer fo geleitet, Dağ alle

einzelnen, rückenartig gelegten Wieſentheile von demſelben überſtrömt werden können.

Dadurch hoffen die Finanzbehörden und die mit der Ausführung beauftragten Sachverſtändigen für die Zu kunft einen doppelten Ertrag zu erzielen. Was die Koſten betrifft, ſo zeigen die Akten, daß durch den der Sache kundigen Wieſenbaumeiſter Schmidt eine doppelte Berechnung geſtellt wurde,— nämlich eine für die weniger vollfommene Wäfferungseinrihtung zur Shlangenberiefelung auf 4470M. 49 fr., und eine ſolche für den

vollkommenen Umbau auf Rücken 14,119 fl. 15 kr. Dieſe würde alſo 9648 fl. mehr koſten, aber auch der

Mehrertrag, abzüglich der Zinſe des Mehraufwandes, würde ein doppelter ſeyn, nämlich 2915 fl., während

er nach der minder vollkommenen Bewäſſerung nur auf 1457 fl. kommen dürfte.

Das Finanzminiſterium, und auf deſſen empfehlende Vorlage an das hohe Staatsminiſterium, auch Letzteres ent ſchieden ſich für die vollkommenere Einrichtung, durch deren berechnete Ertragserhöhung das aufgewendete Kapital in zehn Jahren getilgt wird, wobei noch der weitere Vortheil zu beachten iſt, daß die Unterhaltungs- und Bewäſſe— rungskoſten durch die Herſtellung des Rückenbaues nur zwei Drittel der Koſten betragen, welche bei der Schlan— genberieſelung jährlich erwachſen.

Die Wieſen ſind zum Abſatze des darauf zu erzielenden Futters ſehr gut gelegen, nämlich nur eine halbe Stunde von den Orten Sandhauſen , St. Ilgen , Leimen , Rohrbach, Kirchheim , Nußloch , und zwei Stunden von Heidelberg. — Es iſt daher vorauszuſehen, daß zur Verwerthung des Futtererzeugniſſes in der Regel eine ſtarke Konkurrenz vorhanden ſeyn dürfte.

Daß die Mittel für dieſe große Verbeſſerung dieſer Wieſen, als den Ertrag und den Werth der Liegen— ſchaft erhöhend, aus dem Grundſtockvermögen zu ſchöpfen ſind, unterliegt wohl keinem Zweifel, und iſt von dem hohen Staatsminiſterium bereits ausgeſprochen.

Daher geht Der Antrag der Budgetcommiſſion dahin:

„die Kammer wolfe für den Neubau der Probftei Waldwieſen bei Sandhaufen und Herſtellung der Waäfferungseinrihtung die Summe von 14,119 f. aus dem Grundſtockvermögen bewilligen.“

Der dritte Ausgabepoſten, welcher dem Ausgabebudget des Grundſtockvermögens nachgeſchoben wird, um ihn jenem Budget einzuverleiben, gehört zu dem Etat des Staatsminiſteriums und betrifft den Aufwand, wel— cher durch die Einfaſſung des botaniſchen Gartens wegen Niederreißung der alten Hofgärtnerwohnung entſtanden iſt. Die dafür berechneten Koſten ſollen 2896 fl. betragen.

Es iſt dieß eine ſtarke Summe für ein eiſernes Gitter mit einigen neuen ſteinernen Pfeilern und dem untern Theile der Mauer.

Indeſſen geht Der in den Akten befindliche Ueberſchlag neben Benutzung der alten Materialien, ſo weit ſie brauchbar waren, auf dieſe Summe, und konnte, ungeachtet nochmaliger, durch die Behörde veranlaßter Prü— fung des Ueberſchlages nicht gemindert werden, wenn das Gitter, die Pfeiler und die Mauer, auf welche ſich das Gitter ſtützt, dem Zwecke und dem Platze, wo ſie ſtehen, entſprechen ſollten.

Die Regierung begründet die verlangte Bewilligung der Mittel aus dem Grundſtock damit, daß ſie ſagt: „Die Koſten werden ebenſo, wie der Aufwand für das Akademiegebäude und die neue Hofgärtnerwoh— nuͤng, auf den Grundſtock zu übernehmen ſeyn, weil der botaniſche Garten durch die Abreißung des

alten Hofgärtnergebäudes ſeinen Schluß verloren habe.“