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xx. oͤffentliche Sitzung der zweiten Kammer der Landftánde,

Carlsruhe ,

den 3. Mai 1837.

In Gegenwart der Herren Regierungs-Commiſſaͤre: Staatsminiſter Winter, Obriſt v. Laſſolaye und Geheimer Kriegsrath Vogelz

ſodann:

ſaͤmmtlicher Mitglieder der zweiten Kammer mit Ausnahme der Abgeordneten Armbruſter, Bader, Grimm, Greiff,

Lang,

Magg, Moͤrdes, Mittermaier, Mohr, Obkircher, Regenauer und Trefurt.

Unter dem Vorſitz des erſten Vicepraͤſidenten Duttl inger.

Das Secretariat maht eine neue Eingabe be- fannt, und gwar:

1) der beiden HofgutSbefiger Thomas Steyert und Andreas Hummel in Efpah, im Bezirfe deg Land- amts Freiburg , die Errichtung einer Haus- und Hofmuͤhle auf ihrem Cigenthum betreffend.

Der Abgeordnete Shaaff úbergibt:

2) eine Petition Der Gemeinderåthe zu Aglaſterhauſen , Breitenbronn, Dautenzell, Hochhauſen, Kaͤlberts— hauſen, Neckarkatzenbach, Asbach , Diedesheim , Neckarelz , Obrigheim , Bargen , Helmſtadt , Binau und Moͤrtelſtein , in den Aemtern Mosbach und Neckarbiſchofsheim , die Rechtsverhaͤltniſſe der Schul— lehrer und den Aufwand fuͤr Volksſchulen, insbe— ſondere die Zuſchuͤſſe der Gemeinden zu den Lehrer⸗ gehalten betreffend.

Die Petitionen werden der Petitions⸗Commiſſion zum Bericht zugewieſen.

Hierauf wird die Redaction des Geſetzesentwurfs uͤber das Verfahren in Steuerſtrafſachen vorgetragen und genehmigt.

Die Tagesordnung fuͤhrt nunmehr zur Diskuſſion des Berichts des Abgeordneten Hoffmann uͤber den Ge— ſetzesentwurf, die Ruhegehalte der Unterofſiziere und Soldaten betreffend.

Der Praͤſident eroͤffnet zufoͤrderſt die Discuſſion uͤber das Allgemeine.

Geh. Kriegsrath Vogel: Im Allgemeinen, meine Herren! habe ich nur Weniges zu bemerken. Die Com— miſſion, welche uͤber den Geſetzesentwurf den Bericht erſtattet hat, der heute Ihrer Berathung unterliegt, hat im Ganzen auf eine anerkennungswerthe Weiſe den Grundſaͤtzen, auf welche dieſer Geſetzesentwurf geſtuͤtzt iſt, ihre Zuſtimmung ertheilt. Wenn die Commiſſion gleichwohl am Schluſſe ihres Berichtes als Reſultat ihrer Antraͤge auseinander ſetzt, daß ſowohl die Saͤtze des Geſetzes, als die Betraͤge, die in den Tarifen ſich finden, hierdurch weſentlich ermaͤßigt werden duͤrften, ſo darf ich hoffen, daß aus Ihren Berathungen und Bez ſchluͤſſen, meine Herren! ein Reſultat hervorgehen werde, das mit den Grundſaͤtzen, worauf der Geſetzesentwurf der Regierung beruht, und mit den anliegenden Tari— fen uͤbereinſtimmen wird. Ich darf dieß gerade darum hoffen, weil die Grundſaͤtze die Zuſtimmung Ihrer Com— miſſion erhalten haben, und weil auch ſchon auf dem Landtage von 1835, obgleich die Sache ſelbſt damals nicht mehr zur Berathung kommen konnte, die Commiſ— ſion den, mit dem Wunſch der Regierung ganz uͤberein— ſtimmenden Wunſch ausgeſprochen hat, daß das Loos der Leute, von denen der Geſetzesentwurf handelt, ver—⸗ beſſert werden ſolle. Dieß geſchieht durch den Entwurf, deſſen Berathung Sie nun beginnen. Der Koſtenbetrag iſt von der Commiſſion auf ungefaͤhr 12000 fl. jaͤhrlich angenommen, das heift: fúr den Zeitpunft, wann ein-

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