Verhandlungen der Erften Rammer. 6.
der ſtellt
Diener bei der Geſandtſchaft in Berlin etatmäßig ange mit Rückſicht auf die teure Lebenshaltung in 450 M.
und ihm
als
Ortszulage gewährt werden.
Bei Beratung dieſes Punktes wurde, wie dies auch in der
Zweiten Kammer geſchehen war, die Vertretung der badiſchen
y% er 5$; N a v. Intereſſen auf dem Gebiet von Induſtrie, Handel, Handwerk
und Landwirtſchaft in Berlin in der jetzigen Kriegsgeit, wie namentlich auch in der Übergangsgeit einer eingehenden Er In der Zweiten Kammer war insbeſon
das
orterung unterzogen. dere darüber geklagt worden, daß Baden und beſonders badiſche Oberland bei Verteilung von Heereslieferungen nicht
temberg hätten durch Entſendung beſonderer Bevollmächtigter
ker zu wahren gewußt, als dies uns gelungen ſei, da der ba
diche Gefandte und der ftellv. Bundesratsbevollmächtigte im
Hinblick auf ihre ſonſtige Inanſpruchnahme, die während des Kriegs auch ſonſt beſonders groß ſei, ſich dieſer Aufgabe nicht
in dem wünſchenswerten Umfang widmen könnten; deshalb
ſei auch für Baden die Anſtellung eines beſonderen Bevoll
mächtigten für dieſe Angelegenheit nötig. Bur Gen beſteht
— ihr wirtſchaftlichen Maßnahmen während des Kriegs auf Seite
Ja, wie in der Denkſchrift der Großh. Regierung über
52/53 mitgeteilt wird, eine bom Kriegsminiſtertum geſchaffene amtliche Heeresliefe
rungen“
„Ausgleichsſtelle der Bundesſtaaten für
lichſt gleichmäßigen Berückſichtigung der eingelnen Bundes ſtaaten bei der Vergebung der Heeresaufträge iſt, und in der Baden durch ein ſtändiges Mitglied in der Perſon des Ritt meiſters d. R. Vögele, eines Mannheimer Großinduſtriellen, vertreten iſt, dem in der Perſon des Gerichtsaſſeſſors Dr. Dornheim von der Sunlight-Fabrik in Mannheim ein Ver
treter beſtellt iſt; das Ergebnis der bisherigen Feſtſtellungen
hinſichktlich der verhältnismäßigen Beteiligung Badens an den Heereslieferungen wird in der Denkſchrift als befriedigend
bezeichnet. Daneben beſteht, wie an der gleichen Stelle der
R ro y— 53 5 g u roie nBadifhen Verteilungsftele für Qeeresheferungen. Dieje
badiſche Verteilungsſtelle hat ihre Hauptgeſchäftsſtelle in
MA y x Š— ç$:: Pannheim; fie wurde im Jare 1915 auf Grund emer im
Minis— Miniſterium des Innern veranſtalteten Beſprechung mit Ver
tretern der Handelskammern, der Handwerkskammern und des
J Da: s x—— verbands ſüdweſtdeutſcher Induſtrieller errichtet, und hat
nah den Satzungen die Aufgabe, Badens Induſtrie, Handel,
Handwerk und Landwirtſchaft in der Erlangung Von Auf
trägen auf Heereslieferungen zu unterftügen, die Vergebung|
nig Eu$ N~ e-$ n ſolcher Lieferungen auf die Induſtrie, Handel und Handwerk
und auf die eingelnen Betriebe zu verteilen, ſowie in Ange legenheiten, welche die Beſchaffung von Heeresbedarfgegen
ſtänden betreffen, Auskünfte zu erteilen. In den Organen
` IÈ ay—* e~ i fori 1 dieſer Verteilungsſtelle, der durch eine Staatsminiſteridlent
ſchließung vom 17. November 1916 Dte Rechtsfähigkeit ver
) liner GefHäftsitelle der Verteilungsfteen, dre von Oberſt
leutnant v, Brockhuſen geleitet wird, pflegt den perſönlichen
öffentliche Sitzung vom 18. März 1918.
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Verter mit den VefHaffungsftelen in Berlin und Umgegend, bemüht fi um die Griangung von Aufträgen und wirkt bei der Auskunftserteilung über Heereslieferungsangelegenheiten mit. Im ähnlicher Weiſe hat ſich auch der badiſche Bauern verein eine Vertretung ſeiner Intereſſen in Berlin , namentlich wegen des Bezugs künſtlicher Düngerſtoffe geſchaffen. Endlich hat das Miniſterium des Innern in der Perſon des
Oberregierungsrat Dr. Michelmann, eines früheren Direktors
bei Benz, einen beſonderen Vertreter in Berlin beſtellt mit der Aufgabe, unter ſtändiger Fühlung mit dem Miniſterium und den badiſchen Bundesratsbevollmächtigten dafür tätig zu ſein, daß die Intereſſen des badiſchen Gewerbes und Handels auf bem Gebiet der Kriegs- und Übergangswirtſchaft bei den damit befakten Behörden und fonftigen Stelen in Berlin Be achtung finden. Dieſer Beauftragte ijt bom Reichsamt des
Innern zum Kommiſſär der badiſchen Regierung für den Bei
rat des Reichskommiſſars für Übergangswirtſchaft beſtellt
worden.
itber die Tätigfeit des badijhen Vertreters in der Aug gleichsſtelle der Bundesſtaaten, des Rittmeiſters Vögele wie des badiſchen Bevollmächtigen Dr. Michelmann iſt Ihrem
Ausſchuß ſowohl ſeitens eines Regierungskommiſſärs als auch von einem den Angelegenheiten beſonders naheſtehenden Aus worden.
die
ſchußmitglied nur durchaus Günſtiges berichtet
Immerhin glaubt Ihr Ausſchuß im Hinblick auf Aus
führungen dieſes ſeines Mitglieds ſich mit dem auch in der
Zweiten Kammer erörterten Ausbau unſerer Vertretung in
klären zu ſollen. In Betracht käme die Ernennung eines wei teren ſtellbertretenden Bundesratsbevollmächtigten für die Zeit
virtſchaft, dem die übrigen aus der
der Kriegs- und Übergang
tellen wären. Dabei fäme in Frage, ob nikt Wer
tretern aug der Induſtrie zu gewährende Vergütung etwa
von andel und Jnduftrie felbjt aufzubringen wäre.
Bayern hat den früheren Referenten für Handel und Ge werbe im auswärtigen Miniſterium als weiteren ſtellvertre tenden Bundesratsbevollmächtigten nach Berlin entſendet mit der Aufgabe, die Angelegenheiten der Ubergangswirtſchaft zu bearbeiten, und dieſem Bundesratsbevollmächtigten einen ſach kundigen Gehilfen in der Perſon des bisherigen Syndikus der Handelskammer in Nürnberg beigegeben, deffen Begüge
die Dauer von 8 Jahren von der baheriſchen Induſtrie
für aufgebracht wurden.
Das Königreich Sachſen hat ebenfalls einen weiteren Bundesratsbevollmächtigten, den früheren Oberbürgermeiſter von Chemnitz , Dr. Dähne, zur Bearbeitung der Fragen des
Württemberg ift neben dem Gefandten m Berlin noch durch 2 ſtellvertretende Bundesratsbevollmächtigte vertreten und hat
und Landtags
außerdem für die Kriegszeit den Reichstags
Lieſching als„Ver
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abgeordneten Oberregierungrat Dr.