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Verhandlungen der
Ich möchte alſo davor warnen, daß man jetzt, nachdem Jungbaden erſt ſeit zwei Jahren beſteht, ſeinen vollen Befähigungsnachwe is noch nicht erbracht hat, daß man jetzt ſchon ihm dieſe ganzen Mittel in die Hand gibt, und daß damit jener Druck ausgeübt wird, den ich für ver— werflich und für verkehrt halte. Wenn die Leute des— halb patriotiſch ſind und ſich dem Jungdeutſchlandbund anſchließen, um die paar lo tun fie mir Tei, mir Teid, wenn er fi dazu hergibt. berfebrt, Mus inneren Gründen müſſen die Vereine ſich anſchließen. Der
hundert Mark zu bekommen, und der Jungdeutſchlandbund täte Das Halte iH für
Jungdeutſchlandbund wird, wenn ihm die Mittel in die Hand gegeben werden, einzelnen kleinen Shy 5 2
Seretnhen da und dort cine Summe zuwenden.
SN jener Zuſchrift, die ich bekommen habe, wird z. B. darüber Klage geführt, das Miniſterium habe das Geld nicht richtig angewendet, ſo ſei das Unterſtützungsgeſuch des katholiſchen Jünglingsvereins Zähringen abſchlägig beſchied en worden, während doch dieſer Verein die Unter— ſtützung dringend nötig gehabt hätte. Das iſt ein ver— kehrter Zweck, wenn ſo die Unterſtützungen verwendet werden. Dagegen begrüße ich es, daß, wie ich von dem Durchl auchtigſten Herrn Präſidenten heute morgen er— fahren h habe, in erſter Linie die Mittel dazu beſtimmt ſollen, bleibende Werte zu ſchaffen, Spielplätze ein— zurichten, die für alle dienen ſollen, Jugendheime zu er—
ſein
ſtellen, die nicht einer beſonderen Gruppe oder einem be- 9 a À y ſonderen Verein gehören, ſondern die möglichſt weit— geh
End alfen Verbandsmitgliedern zugänglich gemacht werden ſollen. Ich bin gewiß damit einverſtanden, daß — Jungdeutſchlandbund ſich zu dieſen Zwecken um Mitt tel an das Miniſterium und die Kammern gewendet
Da t- Mber dag„Unterſtützen“ von Vereinen fol nian unterlaſſen.
In den Ausführungen des Herrn Freiherrn von Stot— zir angen in Bez aug anf Die fogzialbemotlrâtij ýe J e⸗ gung war vieles enthalten, worin ich
M get NN ge wih recht gebe.
Ich habe aber die ſozialdemokra— tehe
y Jugendbewegung immer nur in der Weiſe indirekt e ampft, dah iģ mið den nationalen Vereinen zuge- iven y
det habe, freilich— um irgend einer Konfeſſion
oder jp t irgend iſchen Richtung
im geringſten 3
izuführen und auch ohne den Ausſchluß einzelner Sozialdemokraten ich wußte, die jungen Leute neigten
zuweifſo
— der aus dem
einer poli
Sozialdemokratie zu— Verein
Erſten Kammer. 14.
Im Gegenteil,
öffentliche Sitzung vom 13. Juni 1914. 557
um ihrer Geſinnung willen jemals geduldet zu haben. ich habe danach geſtrebt, ſie bei uns zu be halten, habe darauf geſehen, daß ſie bei uns eintreten, um auch einmal etwas anderes zu hören, als was ihnen in der Arbeitsſtätte von dem Nachbar vorerzählt wird oder was ſie ſonſt in ihren Kreiſen allein erfahren. Alſo keine Feindſeligkeit, glaube, daß die ſer Weg der richtige iſt, wie überhaupt dieſe Jugendbe hingerichtet ſein ſollten,
ſondern Duldung! Ich
wegungen alle derauf dah man die Kreiſe, die vaterländijŲý und national gefinnt find nach Möglichkeit zuſammenfaßt, nicht duldet, daß poli tiſche oder konfeſſionelle Schranken ſich dazwiſchen auf türmen. Und in dieſem Sinne möchte ich dem Herrn
Vorredner entgegnen: Wenn die Führer der ſozialdemo— kratiſchen Jugendbewegung ſolche Vorwürfenl ſolche Kritik erfahren, wie
zum Ausdruck
ſören und ſie von dem Herrn Vorredner k gebracht worden iſt, ſo werden fie fagen: „Genau dasſelbe will ja die katholiſche Jugendbewegung. In euren katholiſchen Jünglingsvereinen wird genau ſo Politik getrieben, wie bei uns. patriotiſche ſondern viel mehr der Nachwuchs der
Sie verfolgen nicht nur politiſche Zentrumspartei , der dort groß gezo gen werden ſoll.“ Ich identifiziere mich in dieſem Augen blicke nicht damit. Ich hebe das nur hervor, daß das die Antwort ſein könnte. Denn wie man in den Wald hin— einruft, und in dieſem Falle nicht ſ mit Unrecht, aus dem Walde wieder
Zwecke; es iſt
ſo ſchallt es, ſo ganz
heraus.
Wenn Sie mir endlich geſtatten, daß ich zu der frei
deutſchen Bewegung ein Wort ſage, ſo kann ich freilich nur die eine Berechtigung dafür geltend machen, daß ich abſolut gar nichts davon weiß(Heiterkeit), durch meine Schuld, ich habe mich nicht darum gekümmert. Ich habe geſtern zum erſtenmal von dem Herrn Vorredner von dieſer gefährlichen Bewegung gehört.
wenn all das,
Nun muß ich mitgeteilt hat Tat das ungereimeteſte, unreifſte, törichtſte lächerlichſte Zeug geweſen iſt, was ich ſeit langem gehört habe, ſo iſt mir nur eines dabei unverſtändlich,
geſtehen was er uns hier
auch in der
wie es kommt, daß in dieſer Bewegung auf der einen Seite Na— men wie Ludwig Gurlitt und Wyneken ſtehen und auf der anderen Seite ſolche wie Kerſchenſteiner und Natorp . Daraus werde ich wirklich nicht klug. Die herausgegrif Wynekens Buch, die uns hier mit—
N
fenen Säge aus Dr. geteilt wurden, ftimmen wieder mit vielem gar niðt zu
fammen, was Dr. Wynefen felbft und was namentlich