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Aber auh gu ernften Betrahtungen führt die Lage fo vieler Hülfébedúrftigen, die niht in dem Mafe unz tertügt werden fönnen, wie eg die Rammer wollen muf, weil eg an Mitteln gebricht,— und hoffentlich zu dem Entſchluſſe mit vollſtem Ernſt die höchſte Sparſamkeit, wo nur thunlich, eintreten zu laſſen,

Das zu ſpät hat auch dieſes Haus bitter zu beklagen.

Es muß ſonach einer ſpäteren Periode die Ausführung des Baues überlaſſen bleiben.

§. 19. Straße von Schopfheim nach Wehr.

Die Wichtigkeit der Verbindung des gewerbreichen Wieſenthales mit dem obern Rheinthal iſt anerkannt wor— den von der Kammer und von der Regierung, daher ſchon früher für die Correktion der beſtehenden höchſt gez fährlichen Straße Mittel bewilligt worden ſind,— damals waren die Verhältniſſe der Finanzen beſſer.

Die Gemeinde Schopfheim hat einen weſentlichen Beitrag zum Bau der Straße angeboten—, der Straße, die der Hüttenwerke halber für den Fiskus ſelbſt von hoher Wichtigkeit iſt.— Da wir aber überhaupt nicht in der Lage ſind, für die Correktion beſtehender Straßen jetzt große Summen aufzuwenden, ſofern es durch Con— kurrenzverhältniſſe nicht abſolut geboten erſcheint, ſo müſſen wir uns darauf beſchränken, den Antrag zu ſtellen:

Die Regierung möge den Bau dieſer Straße noch in dieſem Jahre in Angriff nehmen laffen, falls yon den Verwilligungen für andere Bauten noch Mittel verfügbar bleiben.

S- 14. Straße von Engen nach Singen.

Seitdem der Nachtrag zum außerordentlichen Budget übergeben worden iſt, haben die Gemeinden Engen , Mühlhauſen , Singen, Rielaſingen , Arlen, Worblingen , Bahlingen , Wangen , Gaienhofen ꝛe. eine Petition an die Kammer um Herſtellung einer Staatsſtraße von Engen über Singen und Rielaſingen bis an die Schweizergrenze gegen Stein am Rhein gerichtet.

Die Petenten beſchweren ſich darüber, daß, obgleich Kammern und Regierung jeweils anerkannt hätten, wie hochwichtig der Bau dieſer Straße für den Seekreis ſei, dieſelbe dennoch nicht begonnen worden ifte— Das bes zieht ſich namentlich auf die Straße von Engen nach Singen, wofür eine genaue Koſtenberechnung vorliegt, die ſich einſchließlich der Umgehung der Stadt Engen auf 137,800 fl. beläuft.

Ihre Commiſſion erkennt die Wichtigkeit der Sache an, weil diefe Strafe zur Vervollſtändigung der Haupt— landesſtraße als Fortſetzung derſelben nach dem See, Radolfzell und Conſtanz gehört.— Deſſenungeachtet kann ſie nicht beantragen, Mittel zum Beginn dieſes Neubaues zu bewilligen, weil die Finanzverhältniſſe es nicht geſtatten.

Die ſehr gründlich bearbeitete Petition beſagt ferner, daß die neue Straße von Singen bis an die Schweizer — grenze gegen Stein etwa 3/4 Stunden weit fortgefúhrt werden müffe, wenn dieſelbe die gehörige Bedeutung er- langen folle.— Bon Winterthur big Stein führen die Petenten an, ift eine gute Strage hergeftellt, daher duri die Fortfegung der Straße von Singen an die Schweizergrenze die Kinzigthalſtraße in Verbindung mit der inneren Schweiz gebracht würde;— ferner heben ſie die Wichtigkeit der Straße für die badiſchen Fa— briken in Aach , Volkertshauſen , Arlen , Singen und Oberſtaad hervor, welche ſchwer den Mißſtand fühlen, auf Umwegen die Rohſtoffe beziehen und die Fabrikate verſenden zu müſſen; und endlich ſagen ſie, daß der Bau der Straße von Gingen an die Grenze niht theuer fein werde, da das Terrain günſtig iſt, und ſchließen mit der Bitte, Die Kammer wolle die Petition dem Gtaatminifterium dringend empfepten.

Wir beantragen Seitens der Budgetcommiſſion, dieſem Geſuch zu entſprechen in Berückſichtigung der ange— führten Gründe, von welchem beſonders der, die Verbindung der Kinzigſtraße betreffende entſcheidend erſchei— nen wird.