192 Verhandlungen ber Mier Rammèr,
auffallen muͤſſen, und ich muͤßte mich ſelbſt eines wirkli⸗ chen Leichtſinnes ſchuldig erklaͤren, wenn ich auf bie Ueber? nahme ſolcher Poſten als Staatsſchulden antragen koͤnnte. Deswegen habe ich, weil ohnehin liquidirt und dadurch vorerſt ausgemittelt werden muß, welche Schulden ſich als Staatsſchulden herausſtellen werden, geſagt, daß man bis
dahin auch keine einſtweilige Zahlung zum Voraus geben ſoll.
Wenn aber liquidirt ſeyn und Klarheit in der Sache vorliegen wird, dann mag ſichs fragen, was fann mar
mit Recht oder Billigfeit auf der Staat uͤbernehmen oder zahlen.
Unter der jetzt berechneten Hauptſumme ſtecken endlich auch noch die Zinſen vom Jahr 1815 an, welche nah den fruͤheren Beſchluͤſſen wegfallen, mithin erſt vom Juni 1822 verguͤtet wuͤrden. Der Kommiſſionsantrag, 15,000 f. zu
zahlen, beruht alſo hier auf einer nicht richtigen Voraus⸗ ſetzung und Berechnung.
Des Abg. Fecht's Bemerkung, wir ſollten den Abg. Schlund nicht ſo troſtlos in ſeine Heimath zuruͤckkehren laſſen, weil er ſeinen Mitbuͤrgern nur von der Uebernahme anderer Schulden, aber nicht von jenen der Wertheimer ſa⸗ gen koͤnne, iſt zwar aus einem warmen Herzen gefloſſen. Allein! ich kann niht, ebe ih Fiar fehe, Voraus bezahlung dekretiren. Die Wertheimer ſollen ſich noch anderthalb Jahre gedulden und den Erfolg der Liquidation abwarten.