Vierte Sizung vom 3. May, 45

nef: gens auch ſchon die bloge Anſicht der Landcharten ge⸗ waͤhrt, daß ohngefaͤhr die Haͤlfte des Landes aus Waldboden beſteht. Nun haben aber die Kameraliſten ſchon lange her behauptet, daß der fuͤnfte, ja nur der ſechste Theil des vorhandenen Bodens hinrelchend ſey, TA die Holzbeduͤrfniſſe eines Landes zu befriedigen: SR dieſes wahr, ſo wuͤrde noch ohngefaͤhr die Haͤlfte un⸗ ſers jezigen Waldbodens zu dem, um vieles ertraͤgli⸗ chern Feldbau abgegeben werden koͤnnen, und dieſes muͤßte unſern Wohlſtand ſehr bedeutend erhoͤhen. Es it alfo der Mühe werth, die Sache auf das ſorgfaͤl⸗

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tigſte zu pruͤfen, um ihr gaͤnzlich auf den Grund zu

ſehen. Eine vorlaͤufig aus forſtwiſſenſchaftlichen Gruͤn⸗

den angeſtellte Pruͤfung gab das NRefultat, dağ man chwe⸗ in der Regel bey vorausgeſezter guter Forſtwirthſchaft wird auf den badiſchen Morgen weigſtens ein Klafter ſeiner Hol Jaͤhrlichen Ertraͤges rebnen koͤnne; viehaͤhrige v fúr Durchſchnitte aus dem Waldertrag einzelner Gemein— y fch den beſtaͤtigen ſolches, namentlich ber Ertrag der Wal⸗ weyte dung der Stadt Durlach Iſt nun diefed, und vers wird, gleicht man damit die zaͤhrlichen Holzbeduͤrfniſſe des e ſte⸗ Landes, ſo ſtellt ſich die oben angefuͤhrte Behauptung Ho⸗ der Kameraliſten als vollkommen erwieſen var,> und Š uw fie tann gegen jeden, auch den geringſten Zroeifel alg a eine unbeſtreitbare Wahrheit bis zur Evidenz darge— und than werden, Was aber die Hauptſache ift: Sie wird haben durch das Beyſpiel derjenigen Laͤnder Deutſchlands und er er⸗ des uͤbrigens Europens, woruber wir vollſtaͤndige ſtati— zchſteb ſtiſche Nachrichten haben, auf das uͤberzeugendſte bewaͤhrt.

Selbſt die Rheinpfalz, welche nun dieſſeits des Rheins e gel— des Landes ausmacht, hat nicht mehr als soven?— den fuͤnften Theil Waldung, eben ſo das piro" n Herzogthum Württemberg, und vie zu ven , g wieder aufgeloͤsſten Koͤnigreich Weſtphalen gehoͤ⸗