‘bio Protokolle der Erſten Kammer.
Der Grund, welchen er zum Beweiſe feiner Parados xen, deren dieſe zeitgemaͤße Gedanken ſo voll ſind, aufſtellt, beweisſst gar nichts; tenn fol man deswegen die Pferde— zucht einſchraͤnken, weil in dem verfloſſenen Mißjahre man⸗ che Menſchen waͤren froh geweſen, den Hafer zu genießen, welche in andern Orten die Pferde erhielten, wie wir in die⸗ ſer Brochuͤre leſen? Wahrhaftig, ſolche Schluͤſſe kann man nur in dieſen zeitgemaͤßen Gedanken erwarten. Nicht nach der Arealflaͤche auf dem Papiere laͤßt ſich der Viehſtand ei⸗ ner Gegend beſtimmen, ſondern nach dem Klima, nach der geographiſchen Lage, nach den Lokalverhaͤltniſſen der Ge⸗ genden und den Erzeugniſſen des Bodens. Dieſe ſind es, welche wir in Betrachtung ziehen muͤſſen
Das traurigſte aber bey der ganzen Sache beſteht da⸗ rin, daß unter allen eingefuͤhrten Pferden nicht ein einzi⸗ ges, auch nur von einer halbſchlaͤgigen Race fid befindet Die Wuͤrtembergiſchen Pferde, beſonders jene aus der Ge⸗ gend von Ellwangen , haben alle unfoͤrmlich dicke Koͤpfe, Speckhaͤlſe, und taugen nur zum ſchweren Fuhrwerke; beſ⸗ ſer noch ſind jene Pferde, welche aus den Ausbachiſchen Geſtuͤten eingefuͤhrt wurden, weil ſolche ihren Urſprung je⸗ ner bekannten vortrefflichen Zucht, welche der leztere Her! Markgraf zu Ansbach in Trießdorf mit engliſchen, hannoͤ⸗ verſchen, normaͤnniſchen und andern Pferden von Nace aw legte, zu verdanken haben; die aber leider! wie ſo viele andere, welche ehehin in Deutſchland gluͤcklich beſtanden; zerſtoͤrt ſind
Hiezu kommt noch, daß kein einziges Pferd zur Zucht behalten wird; denn die Hengſt⸗Fuͤllen werden entwedet ſchon, ehe ſie zu Markte kommen, geſchnitten, oder die Kaͤufer laſſen ſolche ſelbſt legen; ſo geſchieht es denn, daß
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