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«chafft das überflüssige baare Geld aus dem Hause!
(Schluß.)
Neuerdings führen mehr und mehr auch die Deutschen Vorschußvereine namentlich in Gegenden, wo die laufende Rechnung schon bei den Privatbankiers üblich ist, z. B. in Südwest deutschland , neben der eigentlichen Gewährung Pütt Vorschüssen und neben dem Ankauf von Geschäftswechseln, dem Wechsel-Diskonnren, das Darlehn in laufender Rechnung als besonderen Geschäftszweig ein. Von ihnen muß man erwarten und verlangen, daß sie dieses schwierige Geschäft, wo sie es einführen, bald ebenso gut wie die Schottischen Banken erlernen. Vor den großen Gefahren desselben und namentlich vor dem Mißbrauche, welchen die Mitglieder damit treiben können, ist außer in den Schriften und Aufsätzen von Schulze-Delitzsch , Sörgel und Anderen, auch durch die Verhandlungen des letzten allgemeinen Vereinstages eindringlich gewarnt worden. Dort sind Anträge des Pfälzischen also desjenigen Verbandes, welcher mit diesen Geschäften am vertrautesten ist, zum Beschluß erhoben. Darnach wird der Kontokorrentverkehr zwar da empfohlen, wo die noth- wendigen Voraussetzungen vorhanden sind, insbesondere auf einen regelmäßigen Umschlag gerechnet werden kann, aber es wird auch dringend auf die möglichen Bedenken und Nachtheile hin-
Bekanntmachungerr.
O f f e n b u r g.
Die Bestätigung als Agent betr.
Nro. 4009. An Stelle des F. Anselm >. in Altenheim wird Buchbinder Michael Spengler von da als Agent der Feuerversicherungsgesell- schast „Moguntia" in Mainz für den diesseitigen Amtsbezirk bestätigt.
Offenburg , den 20. April 1869.
Großh. Bezirksamt.
1349. _ Mont fort. __
Gewerbschule Offenburg.
Den 25. und 26. April
Ausstellung der Zeichnungen und Modelle.
Preise, Ehren-Diplome u. Belobungen.
Erster Preis:
Zweiter Preis:
Ehren-Diplome erhalten:
Karl Heberle von Ettenheimweiler,
Im Modelliren werden belobt:
Karl Heberle von Ettenheimweiler,
Friedrich Stigler von Kippenheim ,
Ferdinand Keßler von Hünfeld ,
Bernhard Kordes von Rammersweier,
August Moppert von Offenburg ,
>avid W alter von Neumühl,
Bernhard Heizmann von Kappelrodeck ,
Franz Dengler von Bohlsbach,
Heinrich Müller von Offenburg .
Im Zeichnen werden belobt:
Karl Heberle von Ettenheimweiler,
August Moppert von Offenburg ,
Johann Nothweiler von Aasen,
Bernhard Heizmann von Kappelrodeck ,
Freiwillige:
Ferdinand Keßler von Hünfeld ,
Bernhard Kordes von Rammersweier,
Karl Spiesberger von Gengenbach , Bartholomäus Junker von Schutterwald ,
gewiesen. Da die Vorschußvereine aus vielen gleichberechtigten für die Vereinsverpflichtungen haftenden und durch schlechte Geschäftsführung gleichbedrohten Mitgliedern bestehen, da ferner ihre ganze Geschäftsgebahrung sich in ziemlicher Oeffentlichkeit vollzieht, so werden die Mißgriffe, welche Vorsteher einer Genossenschaft machen sollten, durch die Mitglieder schneller ibemerkt und an das Licht gezogen werden können, als bei anderen Bankinstituten.
Von größter Wichtigkeit für das ganze Vaterland aber wäre es, wenn es den Vorschußvereinen gelänge, ihre gewerblreibenden Mitglieder — fei es im Anschluß an die Kreditgewährung in laufender Rechnung oder auf andere Weise — daran zu gewöhnen, daß sie gleich den Schotten und Engländern einen großen haaren Kaffenbestand halten, aber nicht in der eigenen Wohnung , sondern bei ihrer Bank, bei dem Vorschußvereine. Mag auch zur Zeit die Zahl derjenigen gering sein, welche soviel Kaffe halten können und halten, daß sich die Aufbewahrung und Verwaltung durch den Vorschußverein lohnt, — immerhin wird ihre Zahl wachsen, und gute wirthschaftliche Gewohnheiten müssen stets erst von Einzelnen mit Erfolg angenommen werden, wenn sie sich nach und nach allgemein einbürgern sollen. Jeder Genossenschaftsmann, welchem dieses Blatt zu Gesicht kommt, möge sich und seinen Vereinsge-
Quirin Ritter von Schutterwald,
Gustav Schirrmann von Durbach ,
Andreas Schäfer von Schutterwald ,
Johann Bäuerle von Furtwangen .
Das neue Schuljahr
beginnt auf 3. Mai, Morgens 8 Uhr.
Der Vorstand:
__ Schaible. _
Aecordvergebung.
Zur Erbauung eines neuen Schulhauses dahier werden nachstehende Arbeiten vermittelst schriftlicher Soumissionen in^ Accord gegeben, und zwar:
im Anschlag von
1) Die Maurer- u. Erdarbeiten fl. 15,157.
2) „ Steinhauerarbeiten . „ 8097.
3) „ Gypsarbeiten . . „ 2644.
4) „ Zimmermannsarbeiten „ 5186.
5) „ Schreinerarbeiten . „ 3437.
6) „ Glaserarbeiten . . „ 1320.
7) „ Schlosserarbeiten. . „ 1150.
8) „ Eisen- und Gußwaaren „ 1226.
9) „ Blechnerarbeiten. . „ 1692.
10) „ Schieferdeckerarbeiten . „ 760.
11) „ Anstreicherarbeiten . „ 757.
12) „ Tapezierarbeiten . „ 76.
13) „ Pfläjtererarbeiten . „ 106.
Die Soumisstonen sind verschlossen und mit der Aufschrift versehen, längstens bis
Mittwoch den 5. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr,
auf der Bürgermeisteramtskanzlei abzugeben, um welche Stunde dieselben eröffnet werden, wobei die Soumittenten anwohnen können.
Fremde diesseits unbekannte Handwerksmeister haben gut legalisirte Vermögenszeugnisse von ihren reop. Ortsbehörden den Soumissionen beizulegen.
Der Bauplan, der Ueberschlag und die Accord- bedingungen sind inzwischen auf dem Geschäftszimmer des Architekten Armbruster in Offenburg in den üblichen Stunden zur Einsicht aufgelegt, woselbst auch über dieses Geschäft nähere Auskunft ertheilt wird.
Offenburg , den 22. April 1869.
Das Bürgermeisteramt.
_ Schaible. _
Vergebung von Maurerarbeit.
1339.2.2. Die Herstellung einer 12 Fuß langen gewölbten Brücke über den Dantersbach zunächst beim Schulhause in Schwaibach wird nächsten Montag den 26. d. M., Nachmittags 4 Uhr, auf der Baustelle öffentlich versteigert.
Der Ueberschlag beträgt. . . 540 fl.
noffen klar machen, welchen großen Nutzen die zinsbare Hinterlegung der überflüssigen Gelder bei sicheren, soliden Bankinstituten nicht bloß für den einzelnen Geschäftsmann, sondern für die Gesammtheit mit sich führt. Sie nimmt dem Einzelnen, um es nochmals zu wiederholen, die Arbeit der Kassenführung ab, sichert ihn gegen Diebstahl, erzieht ihn zu größerer Wirtschaftlichkeit und macht, wenn sie allgemein üblich wird, das gesammte Geschästsleben solider. Sie bewirkt, daß die kleinste Summe, welche in die Kasse des Geschäftsmannes eingeht und sonst müßig daliegt, sogleich für ihn zinstragend angelegt wird.
Und diese kleinen Summen, welche dadurch zum Besten der nationalen Arbeit dem umrollenden Kapitale zugeführt werden, sind sie etwa gering? — Wahrlich nein! — Wenn von 500,000 großen und kleinen Gewerbtreibenden Deutschlands zur Zeit ein Jeder in seiner Geschäftskasse durchschnittlich nur 100 Thlr. behält, welche in England oder Schottland zur Bank abgeführt wären, so macht dies 50 Millionen Thaler aus — fünfzig Millionen Thaler entzogen dem zinstragenden werbenden Kapitale, aus welchem sich in fleißigen deutschen Händen der Wohlstand der deutschen Nation auferbaut!
L. P a r i s i u s.
und können Plan und Berechnung auf dem
Sectionsbureau in Gengenbach bis dahin eingesehen werden.
Offenburg , den 20. April 1869.
Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection.
Hofgutsverpachtung.
1346.2.1. Das kirchenärarische Hofgut Wolfersbach , Gemarkung Wittelbach bei Lahr , soll auf 12 Jahre verpachtet werden.
Dasselbe besteht in einem zweistöckigen steinernen Wohnhaus mit Scheuer, gewölbten Stallungen, Schopf, Schweinställen und zwei gewölbten Kellern, einem besonders stehenden Back- und Waschhaus; 1 Morgen 20 Ruthen Hof- raithe und Garten; 34 Morgen 91 Ruthen Ackerland; 36 Morgen 243 Ruthen wässerbaren Wiesen; 4 Morgen 53 Ruthen Gebüsch und Rainen. Auf dem Hofe stehen mehrere hundert Stück tragbare Obstbäume.
Die Pachtbedingungen können jeden Dienstag und Samstag aus unserem Geschäftszimmer eingesehen werden. Waldhüter Gerhardt auf dem Schäferhos in Schutterthal zeigt das Hofgut auf Verlangen vor.
Angebote sind bis Samstag den 45. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, verschlossen bei uns einzureichen. Zur Soumissionseröffnung, welche um diese Zeit stattfindet, wollen die Pachtliebhaber die Zeugnisfe über ihre Vermögensverhältnisse und ihre Befähigung beibringen.
Offenbnrg, den 20. April 1869.
Eo. Kirchenschaffnei Rheinbischofsheim.
Sprenger.
Zell a. H.
Liegenschaftsversteigerung.
1347.3.1. Am Dienstag den 11. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Rathhause zu Zell a. H. aus der Verlassenschaft der verlebten Bernhard Schoch Wwe. in Neuhaufen, der Erbtheilung wegen, nachstehende Liegenschaften öffentlich versteigert, wobei der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird:
1) Ein einstöckiges Wohnhaus in Neuhausen mit Scheuer, Stallung und Schopf unter einem Dach an der Thalstraße.
2) Ein besonders stehendes Wasch- und Backhaus daselbst, von Stein gebaut.
3) Ca. 3 Sester Mattfeld beim Haus.
4) Ca. 1% Sester do. beim Haus.
5) Ca. 67* Sester Mattfeld auf der Langmatte.
Anschlag für Ziff. 1,2,3,4u. 5. 2100 fl.
‘ 6) Ca. 3% Sester Ackerfeld in 4 Betten auf dem Tenenfeld. Anschlag . 500 fl.