Amtliche Verkündigungen.
Ministerium des Innern.
Die Führung der Gebäudef.uerversicherungsbücher betr.
Ltr. 3379/86. An sämintliche Großh. Bezirksämter.
Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß bei Führung der Feuerverstcherungsbücher der diesseitige «Erlaß vom 24. Juni 1864 Nr. 16713 (Central-Verord.-Blatt Nr. 10 — Die Versicherung von Gebäuden und Gebäudetheilen bei Privatfeuerversicherungsgesellschaften betr.) nicht überall gleichmäßig und richtig an- .gewendet worden ist. Man sieht sich veranlaßt, iiz dieser Beziehung folgende nähere Bestimmung zu treffen:
Bei dem Eintritt deS Wechsels von Gebäuden im Eigenthum hat der Gemeinderath, wenn der von der Staats-Feuerversicherungsanstalt ausgeschlossene Theil des Gebäudes von dem früheren Eigenthümer bei einer Privatfeuerversicherungsgesellschaft versichert war, nöthigenfalls durch Einvernahme der Betheiligten festzustellen und gleichzeitig mit der Anzeige der Besttzveränderung nach 8 19 der Jnstr Hl. zum Feuerver- sicherungsgesetz dem Bezirksamt nachzuweisen, ob der neue Eigenthümer in Folge einer Uebereinkunft mit der betr. Privatgesellschaft in den von dem früheren Eigenthümer abgeschlossenen Versicherungsvertrag eingetreten äst oder nicht.
Nur in dem ersten Falle ist der Eintrag der Privatversicherung in dem Feuerverstcherungsbuch unv er- Lndert zu lassen, in letzterem Falle dagegen ist die vorgemerkte Versicherung in beiden Exemplaren des Buches /zu streichen. I. A. d. Pr.
sgez.j M. Frey.
Beschluß.
Nr. 4986. Wir bringen vorstehenden Erlaß zur Kenntniß der GemeinderLthe des diesseitigen Bezirkes /zur Darnachachtung.
Offenburg , den 13. Marz 1878.
Großh. Bezirksamt.
Baader.
M.
lin
st', d
Förderung der Pferdezucht betr.
Nr. 5187. Mittelst Erlasses Gr. Handels-Ministeriums vom 8. d. M. veranlaßt, bringen wir in ^Nachstehendem ein Verzeichniß über die mit Staatsmitteln unterstützten Zuchthengste zur Kenntniß der Pferdezüchter. Offenburg , den 14. März 1878.
Großh. Bezirksamt.
Baader. Diersperger.
Verzeichniß
Her mit Staatsmitteln unterstützten Zuchthengste, welche während der laufenden Deckperiode im
O.-
Z.
Stationirungs-
Ort.
Namen des Hengstes.
Namen des Eigenthümers bezw. des Hengsthalters.
Schlag.
Gezüchtet
in
Farbe.
TT
2.
3.
Altenheim.
dtv.
Ajar
Elu
Ertase
Bierbrauer Junker. Pferdezuchtverein Karlsruhe , dtv.
Reitschlag.
dtv.
leichter Wagenschlag.
Normandie.
dto.
schwarzbraun.
Fuchs.
braun.
Die Be gebuaa der Aussieuervreise ans der Georg-Eisabelhen-Stiftung in Baden betr.
Nro. 1798. Aus der Georg-Elisabethen-Stiftung in Baden sind für den 23. April 1877/78 drei Aussteuerpreise mit je 333 fl. 20 kr. = 571 M. 42 Pf. an verwaiste arme Mädchen katholischen Bekenntnisses aus der vormaligen Markgrafschaft Baden-Baden zu vergeben.
Nach der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern vom 7. April 1820 im Anzeigeblatt Nro. 33 für den damaligen Kinzig-, Murg - und Pfinz-Kreis vom Jahre 1820 soll diese Stiftung an verwaiste «der vaterlose arme Töchter von öffentlichen Dienern oder von sonstigen Angehörigen markgräflich Baden- Badeu'scher Orte katholischer Confession verwendet werden/ welche sich mit einem katholischen Unterthan oder Diener verehelichen und über einen stets ehrbaren und untadelhaften auch arbeitssamen Lebenswandel obrigkeitliche Zeugnisse beibringen.
Dabei ist vorgeschrieben, daß dieser Stiftungsgenuß vorzugsweise an Bezirke der damaligen Oberämtern Rastatt , Mahlberg u d Eberstein nach ihrem Bestände von 1771 mit jährlicher Abwechselung unter den darin befindlichen Kirchspielen zuzuwenden sei. Auch soll zwischen sog. Diener-, Waisen- und andern eitern- oder vaterlosen Mädchen bei der Preisvertheilung abgewechselt werden, so daß der Reihenfolge nach sämintliche -ansprucksberechligte Orte Berücksichtigung erlangen.
Die nach der Stiftungsurkunde in erster Reihe bedackten Kirchspiele sind folgende:
A. Aus dem vormaligen Oberamte Rastatt :
1. Au a./Rh., 2. Bietigheim , 3. Durmersheim mit den Filialen Bickesheim, Würmersheim : 4. Elchesheim, 5. Haueneberstein, 6. Kuppenheim mit den Filialen Oberndorf und Rauhenthal; 7. Niederbühl mit dem .Filial Förch; 8. Oberweier 'mit dem Filial Niederweier; 9. Oetigheim , 10. Rastatt mit dem Filial Rheinau ; 11. Rothenfels mit den Filialen Bischweier , Gaggenau und Winkel; 12. Steinmauern, 13. Waldprechtsweier.
8. Aus dem vormaligen Oberamte Mahlberg :
1. Friesenheim mit dem Filial Heiligenzell; 2. Ichenheim mit dem Filial Dundenheim; 3. Kippenheim mit Kippenheimweiler; 4. Kürzell mit dem Filial Schutterzell ; 5. Mahlberg , 6. Oberschopfheim, 7. Oberweier , 3. Ottenheim, 9. Sulz mit dem Filial Langenhard; 10. Wagenstadt.
6. Aus dem vormaligen Oberamte Eberstein:
1. Forbach mit den Filialen Bermersbrch und Gausbach; 2. Freiolsheim mit dem Filial Mittelberg; 3. vom Pfarrbezirke Gernsbach die Filialen Hilpertsau, Hördten, Lautenbach und Obertsrath; 4. Michelbach, 5. Muggensturm , 6. Ottenau, 7. Selbach, 8. Waisenbach mit den Filialen Au, Langenbrand und Reichenlhal.
Außer den Angehörigen der hier aufgeführten Kirchspiele sind den stifterischen Bestimmungen gemäß »nebenbei" — also nur in zweiter Reihe — auch katholische Waisen aus den übrigen Baden-Baden 'schen Städten und Landorten zum Stiftungsgenusse berufen, diese kommen aber jedenfalls erst dann an die Reihe, -wenn bei einem der genannten drei Oberämter „alle Kirchspiele durchlaufen" sind, oder sofern aus den con- currirenden Kirchspielen keine des Aussteuerpreises würdige Bewerberinen auftreten.
Bewerbungen um diese Aussteuerpreise sind innerhalb 14 Tagen bei dem Armenrathe des Heimaths- -ortes unter Anschluß von Zeugnissen über Geburt, Confession, sittliches Wohlverhalten und treue Dienstleistung der Bittstellerin einzureichen, worauf die OrtSbchörde die bei ihr eingekommenen Verleihungsgesuche sammt Beilagen innerhalb weiterer 14 Tagen dem Großh. Bezirksamte mit begründetem Anträge vorlegen, «uch über die Vermögens- und Familienverhältnisse der einzelnen Bewerberinen sich berichtlich äußern wird.
Karlsruhe , den 11. März 1878.
Großh. Verwaltungshof:
. _ v. Seyfried. _ Trenkle.
Bekanntmachungen.
Gant-Ebict.
Nro. 3513. Gegen Kaufmann C. Otto von Dorf K.hl haben wir Gant erkannt, und «s wird nunmehr zum Richtigstellungs- und Vorzugsverfahren Tagsahrt anberaumt auf Montag den 8. April d. I.,
Vorm. 9 Uhr.
Es werden alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, aufgefordert, solche in i»er angesetzten Tagsahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch
gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich, irnzumelden und zugleich ihre etwaigen Vorzugsoder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, sowie ihre Beweisurkunden vorzulegen oder den Beweis durch andere Beweismittel anzutreten.
In derselben Tagfahrt wird ein Masiepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt und ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht werden, und es werden in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Massepflegers und Gläubiger- ausschusses die Nichterschcinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden.
Die im Auslande wohnenden Gläubiger haben längstens bis zu jener Tagsahrt einen dahier
wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen zu bestellen, welche nach den Gesetzen der Partei selbst geschehen sollen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn ste der Partei eröffnet wären, nur an dem Sitzungsorte des Gerichts angeschlagen, bezw. denjenigen im Auslande wohnenden Gläubigern, deren Aufenthaltsort bekannt ist, durch die Post zugesendet würden.
Großh. Amtsgericht.
1215. Ramstein.
Holzversteigerung.
1162.3.2. Die Stadtgemeinde Offenburg läßt Mittwoch den 20. d. M.,
Vorm. 9 Uhr
beginnend, im Wirthshause zu Langhurst öffentlich versteigern:
1 Eiche (0,53 Fest«.) aus Schlag 25 b.; 407* Ster gemischtes Scheit- und Prägelholz aus den Schlägen 2, 3, 4, 9, 13, 25a. u. 25b.;
28950 Stück gemischte Wellen aus den Schlägen 2, 3, 4, 5a., 7a., 9, 13, 22, it» 25b
17- Ster Stockholz aus Schlag 25b, ca. 500 Gebund Zumachreisig aus Schlag 20 und
700 Stück sorlene Wellen aus Schlag 19. Bei guter Bürgschaftsleistung wird Borgfrtst bis 1. Scptbr. d. I. gewährt, im Uebrigen ist Baarzahlung vor der Abfuhr bedungen. Offenburg , den 12. März 1878.
Der Gemeinderath.
F. Volk. Miltner.
Holzverstetgeruug.
1205.21. Nach obiger städtischer Holzverstei- gerung läßt der St. Andreas Hospitalfond das im Spitalwald bei der Ziegelschmer lagernde Holz, als:
1 Stcr gemischtes Scheitholz und 4075 Stück gemischte Wellen mit Borgfrist versteigern.
Ofienburg, den 13. März 1878.
St. Andreas- Hospitalfondsverrechnunq.
Holzversteigerung.
1136.2.2. Aus dem Domänenwald „Lautenbacher Herrschaftswald" werden mit Borgfrtst- bewilligung bis 1. Septbr. d. I. versteigert:
Montag den 18. März d. I.
5 Eichen-Nutzholzklötze, 9 Nadelholz-Bauholzstämme, 10 Nadelholz-Sägklötze, 24l Ster buchenes Scheitholz, 44 Ster buchenes Klotzholz, 18 Ster eichenes, 7 Ster fichtenes Scheitholz, 134 Ster buchenes, 15 Ster eichenes, 14 Ster gemischtes und 47 Ster fichtenes Prügelholz, 825 buchene Prügelwellen und 7 Loose Schlagraum.
Das Holz lagert aus den Holzplätzen bei der Renchmatte und beim Hubackerhof.
Zusammenkunft im Gasthaus zum Schwanen in Lautenbach , Morgens 107- Uhr.
Holz-Bersteigerung.
1208. Die Gemeinde Diersburg versteigert Montag den 18. März d. I.,
Morgens 8 Uhr,
beim breiten Stein ansangend, das Dürrständerund Windfallholz aus dem Gemeindewald, worunter sich 1 Eichenklotz, 1,5 Festmcter messend, sowie ein Ahornstamm, 1,5 Festmeter messend, befindet.
Diersburg, den 13. März 1878.
Der Gemeiuderath.
_ Seger, Bürgermeister. _
Stammholzversteigerung.
1188. Die Gemeinde Oberweier (Amts Lahr ) versteigert am
Mittwoch den 20. März d. I.,
Morgens 8 Uhr
anfanzend, in ihrem Gemeindewald folgendes Stammholz:
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