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imgen drS BundesrathS gar nicht mit bcize- wohnt hat.

Wim, 18. Juni. Dir „Pol. Korr." meldet aus Konstantinopel vom 17. d.: Der türkische Aufstand erstreckt sich über den Balkan hinaus bis in die Bezirke von Gabrowa und Lowatz. — Bei Bulair sind russische Verstärkungen eln- getrosten. — Die britische Flotte wird morgen bei den Prinzeninseln ankern. — Dieselbe Kor­respondenz meldet aus Ragusa: Die Montene­griner räumten einige Ortschaften bei Popovo- polje, wodurch das jüngste Zerwürfniß mit der Türkei beseitigt ist.

Wim, 19. Juni. Die Presse folgert aus den Enthüllungen des Globe: Rußland habe einen englischen Freibrief für alle Friedenspunkte in der Tasche, welche nicht unmittelbar die eng­lischen Interessen berühren. Der Vorgang Eng­lands sei ein ungeheuerlicher; demgegenüber werde Oestreich auf seinem bisherigen Standpunkte der Loyalität, offenen Verhandlung und einer festen Lösung beharren. — Das Fremdenblatt betont gleichfalls, für Oestreich handle es sich nicht um einen Nothbau, sondern um eine auf festen natür­lichen Grundlagen beruhende Neugestaltung, welche an seinen Grenzm den Frieden verbürgt. — Das Tagblatt meint, gegen Oestreich hätte man maß­lose Anklagm erhoben, wenn es getrennt von Europa auf Wahrung seiner Interessen bedacht gewesen wäre. Es sei gewiß, daß Oestreich eine Bedrückung seiner Interessen nicht ruhig anneh­men werde.

Konstantinopel , 19. Juni. Der Zwischenfall in Betreff der von den Ruffen errichteten Obser­vatorien wurde beigelegt. Demungeachtet be­treiben die Ruffen auf's thätigste ihre Vorbe­reitungen. Die Positionen derselben in der Richtung gegen Bujukdere wurden verstärkt. Gestern trafen in San Stefano zwei russische Truppentransporte ein. Die Ruffen erneuern die Forderung der Räumung Darna's.

Paris , 18. Juni. Das Leichenbegängniß des ehemaligen Königs von Hannover verlief pro­grammgemäß; eine Division erwies die militäri­schen Ehren; der Sohn Mac-Mahons, der Prinz von Wales, König Franz de Assist von Spa­ nien , das diplomatische Korps und alle Militär­bevollmächtigten wohnten der Feierlichkeit persön­lich bei.

Paris , 19. Juni. Der Agence Havas wird aus Ragusa gemeldet: Bei dem Couflikt in der Kraina wurdm 12 Türken und 3 Montenegri­ner getödtet, mehrere verwundet. Der Senator Verbitza ist mit dem Gouverneur von Albanien beschäftigt die Ordnung wieder herzustellen. Die Albanesen verlangen, daß die Montenegriner mehrere strategische Stellungen räumen.

Brüssel , 19. Juni. Wie der „Moniteur" meldet, ist das Kabinet nunmehr zusammenge­setzt: Frsre-Orban, Präsidium und Auswärti­ges; Bara, Justiz rc.

London , 18. Juni. Unterhaus. Campell kün­digt' an, er werde demnächst Betreffs der beffa- rabischen Angelegenheit beantragen, daß das

mein lieber Junge?" Sehr schlechte, oder — wie die Welt sagen würde — »sehr gute," antwortete .er ganz traurig.

„Mein Onkel wünscht, daß ich gleich zu ihm hinaus komme und hat mehr als halb versprochen, mich zu sei­nem Erben zu machen. Aber alle solche Aussichten würde ich gerne aufgeben, wenn es mir erlaubt wäre, 2 bis 3 Jahre noch in England zu bleiben."

(Fortsetzung folgt.)

— Heidelberg , 13. Juni. (H.Z.) AuS Altenbach sind 10 Personen wegen Brandstiftung gefänglich ein- gezogen und gestern wurden wieder 2 junge Burschen wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit verhaftet; es scheint der genannte Ort eine traurige Berühmtheit er­halten zu sollen.

— Prag , 17. Juni. (D.Z.) In Karolinenthal wur­dm 8 junge Handwerkslehrlinge wegen versuchter An­stiftung eines verbrecherischen, Eigenthum und Leben bedrohenden Bundes verhaftet und eine strenge Unter­suchung eingeleitet.

— Dessau , 12. Juni. Die Familie Nobiling in Anhalt hat den Beschluß gefaßt, den Herzog zu bitten, daß sie den Namen Nvbllivg gegen einen andern Um­tauschen dürfe.

— Der längste Mann Berlins ist gegenwärtig ein Porte peefähnrich des erst seit zwei Monaten dort gar-

HauS, obwohl eS das Recht brr Regierung, sich von Einzelkämpfen zur Sühnung des Rumänien zugefügten Unrechts fernzuhalten, anerkenne, doch tief bedauere, daß die Regierung sich durch ein vorheriges Abkommen zum Mitschuldigen an der Wegnahme rumänischen Gebiets gegen den Wil­len des englischen Volkes gemacht habe.

London , 19. Juni. Der deutsche Botschafter, Graf Münster , hat eine mit 217 Unterschriften bedeckte Adreffe von Deutschen Ost-London? ent- grgengenommen, worin dieselben ihrem Entsetzen über die Exceffe der Sozialdemokratie, welche ihren AuSgang in wiederholten Attentaten gegen das Leben deS Kaisers gefunden, Ausdruck geben und gegen jedweden Convex mit den Soziali­sten protestiren. — Bei dem gestrigen Jahres- feste der deutschen WohlthätiqkeitS-Gcfellschaft wurde der vom Grafen Münster ausgebrachte Toast auf den Kaiser mit größter Begeisterung ausgenommen.

Washington, 20. Juni. Das Repräsentanten­haus nahm eine Bill an, wodurch vom 1. Okt. ab die Zahlung der Zölle mittels Papiergeldes (Legal tender) gestattet wird. — Der Kon­greß hat seine Vertagung bis auf Weiteres ver­schoben.

Telegraphische Nachrichten.

Berlin , 20. Juni. Die Zulaffung Griechen­ lands zum Congreffe zur Aeufferung seiner Wünsche in den das griechische Interesse betref­fenden Fragen wird als gesichert bezeichnet. Der dahin gehende Antrag wurde von England und Frankreich getrennt, aber in ziemlich ähnlicher Weise gestellt. Ander« Mächte hätten dem An­träge beigestimmt, nur von den türkischen Dele- girten seien Bedenken geäussert worden. Zu wel­chen Sitzungen Griechenland zuzuziehen sei, hätte das Präsidium nach Maßgabe der Sachlage zu entscheiden.

Berlin , 20. Juni. Die türkischen Bevollmäch­tigten machen Schwierigkeiten und drohen mit Abbruch der Verhandlungen auf dem Kongreß. England tritt mäßigend auf. Die gestrigen Ver­handlungen sind ohne Abschluß geblieben. (F.J.)

Berlin , 21. Juni. Der Kräftezustand Sr. Maj des Kaisers und Königs schreitet stetig vor. In dem Heilungsvorgang der Verletzungen ist keine Störung eingetreten.

gez. Dr. v. Lauer. Dr. v. Langenbeck. Dr.Wllms.

Vermischte Skachrtchte«.

— Karlsruhe , 18. Juni. Der Staatsan­zeiger Nr. 27 für daS Großherzogthum Baden vom Heutigen enthält die Ernennung der Wahl- kommiffäre für die am 30. Juli d. I. stattfin­denden ReichstagSwahlen, darunter: für den 6. Wahlkreis Oberamt mann Wallau in Lahr ; für den 7. Wahlkreis Oberamtmann Baader in Offenburg ; für den 8. Wahlkreis Stadt­direktor Richard in Rastatt .

O Offenburg, 21. Juni. In Folge vor­gestern Abends eingetretener Gewitter und Re­gens, der, an manchen Orten wolkenbruchartig,

nisonirenden 3. Garderegiments zu Fuß, welcher bin­nen Kurzem zum Offizier ernannt werden wird. Der­selbe mißt 6*/, Fuß und ist nicht etwa spindeldürr, sondern proportionirt gebaut. Sein Erscheinen auf der Straße erregt jedesmal großes Aufsehen, nament­lich wenn er sich in Gesellschaft anderer Militärperso­nen befindet, welche er bei weitem überragt.

— (Eine Schulreife um die Welt.) Am 30. d. wird von Marseille auS ein geographisches Lehrschiff eine in­struktive Reise um die Erde beginnen, an welcher die Schüler sich mit einem Honorar von 15 bis 20,000 Francs betheiligen können.

— Rom , 16. Juni. Der Prozeß der Gräfin Lam- bertini gegen die Erben des Cardinals Antonelli spielt noch immer. Kürzlich ist die Hebamme, welche bei der Geburt der Gräfin zugegen war, vernommen worden. Ihre Aussagen wurden in Gegenwart der Anwälte beider Parteien bei verschlossenen Thüren gemacht. Wie man sagt, sollen sie der Klägerin günstig sein, auch soll sie eingeräumt haben, daß Agenten der Brüder Anto­nelli versucht haben, sie zu bestechen. (Frkf.J.)

Vom Büchertisch.

Die „Neue Deutsche Dichterhalle" (Redaktör Rudolf Fastenrath ; Expedition C. G. Thell«, Buch­handlung in Leipzig bringt in ihrer Nr. 10, Jahr­gang H, folgenden Inhalt:

biS gestern Nachmittag anhielt, sind, wie ma» hört, Rench und Stangenbach ausgetreten und haben Verwüstungen angerichtet; in Faulenbach soll das Waffer Schweinställe fortgeriflen haben und in untere Wohnungen eingedrungen sein. Hier sank aus der sonst trockenen Kinzigmatte ein dreispänniger Heuwagen, schon dem Wege nahe, derart ein, daß man ihn bis zu befferem Wetter im Stiche laffen mußte. Die Hoffnungen auf endliche Beständigkeit befferer Witterung und ein noch einigermaßen gesegnetes Jahr schwinden so natürlich immer mehr, die Aussichten vieler Landleute werden immer trostloser und die edle Menschensorte der Wucherer macht die besten Geschäfte.

* Offenburg , 21. Juni. Dem Vernehmen nach werden die Schwurgerichtssitzungen bei hie­sigem Gerichtshof für das II. Quartal d. I. voraussichtlich 4 Tage in Anspruch nehmen.

X Hohnhurst, 20. Juni. Gestern, im Laufe deS Nachmittag?, machte Georg Beinert von hier einen Selbstmordversuch, indem er mit einem Revolver sich eine Kugel in den Kopf schoß. Derselbe lebt noch, die Verwundung ist jedoch lebensgefährlich. Geistesstörung ist wahrschein­lich der Beweggrund dieser traurigen Thal.

— Weinheim , 17. Juni. (B.L.) Im Bad. Beobachter Nr. 103 widersprechen Korresponden­ten aus Heidelberg und Bruchsal meinen neu- lichen Mittheilungen über Herrn Pfarrer Feig. Da Schreiber dieses sehr häufig mit Pfarrer Feig, zuletzt noch vorgestern, zusammenkommt, soll dem Bad. Beobachter doch erklärt werden: 1) daß Herr Pfarrer Feig zwar vom Mann­ heimer Pfarrer Kcch und einem hiesigen Geist­lichen besucht worden ist, daß beide aber an einen Uebertritt des Herrn Feig wohl selbst nicht glau­ben; 2) daß Herr Feig als altkath. Geistlicher am 5. Juni an Bischof Reinkens ein Schreiben abgeschickt hat, daS die «ltramontanen Nachrich­ten Lügen straft; 3) daß Herr Feig in den letz­ten Tagen Schritte gethan hat, in eine Stadt, wo eine altkatholische Gemeinschaft ist, überzu- stedeln, um dort, soweit eS feine Gesundheit zu­läßt, den Religionsunterricht für altkatholische Kinder za geben. Danach möge man den Werth ultramontaner Behauptungen beurtheilcn.

— Konstanz , 16. Juni. (Schwurgericht.) Anklage gegen den 48 Jahre alten Taglöhner Hilar Gleichauf von Füetzen wegen vorsätz­licher Tödtung seines noch nicht 2 Jahre alten Stiefsohnes. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, worauf der Gerichtshof, in Anbe­tracht der großen Rohheit und Grausamkeit, die der Angeklagte an den Tag gelegt, eine Zucht­hausstrafe von 12 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte aus acht Jahre auS- fprach.

— Konstanz , 18. Juni. (Schwurgericht.) Der ledige 20jährige Dienstknecht Heinr. Seim von Storndorf wurde wegen Majestätsbeleidig­ung zu 6 Monaten Gefängniß weniger 1 Mo­nat Untersuchungshaft verurtheilt.

Der erste Traum von Emil Frller. — Ltebltngsstät" ten von F. A. Voibrodt. — Erwachen von Heinrich Zeise . — Im Zirkus von E. Lotter. — Nie kehren jene Tage wieder von H. Stetnhener. — Aristides von Rein­hold Fernau. — Zu Schillers Gedicht: Die Ideale von Dr. Friedrich Sehrwald. — Offener Sprechsaal. — Dio­nysius LonginuS. Oder: Ueber den ästhetischen Schwulst in der neuern deutschen Literatur. Von Karl Gutzkow . Besprochen von Wilhelm Kunze. — Briefkasten.

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Wocträthfel.

Lustig küadct's uns den Morgen, Ruft am Tag auch ohne Sorgen, Schreitet gar so stolz einher; Aber sprnnens Bösewichter,

Wie jüngst in Berlin Gelichter, Gibt es Leid und Klage schwer; Lieber wollen wir eS drehen» Wenn am edlen Bor» wir stehe». Daß wir Freude trinken draus Und die Sorge treiben auS t