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Die sehr annehmbare Bedingnisse wird man bei der Steigerung selbst bekannt machen.

Lahr den 10 . Mai 1816.

Großherzogl. Amtsrevisorat.

G reiffenberg.

3. sRheinwein-VersteigerungZ Donnerstags d. 16. May 1816. werden zu Rastatt in dem Keller d. kachol. SchulhauseS, Herrengaffe No. 96. d. Mor­gens frühe 10 Uhr nachfolgende, bestens gehal. reue vorzügliche Rheinwerne, nebst mehreren in Eisen gebundenen wemgrünen Stück- und andern Fässern, gegen gleich baare- oder auch auf eine halbjährige verzinsliche Zahlung, Ohmweis, so wie auch rn Boutetllcn-Particn, an die Meistbie­tenden öffentlich versteigert werden, als: so Ohm Hochheimer 1794er 14 Ohm Niersteiner 1794er 25 Ohm Warkenbronner 1802«

25 Ohm RüdcSheimer I 811 «

Bei der Versteigerung werden die Proben obi­ger Weine an den Fässern gegeben.

Bekanntmachungen.

Subscriptivns-Anzeige.

Vor etwa mehr als .2 Jahren fing ich an, Anakreon's Lieber, trotz der vielen Uebersetzungen, und, um aufrich­tig zu seyn, gerade deswegen ut unsere Sprache neuer­dings übcrzutragen. Es war reine Liebhaberei, gar kei­ne Absicht auf künftige Herausgabe, ivas mich anfangs dazu reizte; mir fiel nur ein, zu versuchen, ob sich nicht doch noch etwas voükommneres dieser Art hcrvorbrjngen ließe, als wir bis dabin besaßen. So wie mich das ei­ne oder andere Lied eben lebhafter ansprach, ward es in meine» heitersten und freyesten Stunden con amore Über­sicht. Meine Aufgabe war: Inhalt und Lon dieser Lie­der so treu, ungezwungen, rein und lebendig, und doch so worrlichgenau als nur immer möglich, im Deutschen wiederzugebcn. Die schönsten Tage vieler folgenden Früh- Imqe zumal, wurden sorgsamer Feile gewidmet. Die Uebersetzung ward gleich vom Anfang thcilweise, nachher öfters im Ganzen der strengsten Prüfung kritrischer und geschmackvoller Freunde, -Kenner des Orgtnals unterwor­fen. So gewann ich das Unternehmen allgemach lieb; ich durfte Hose», meiner Uebersetzung eine höhere Vol­lendung zu geben, als bisher kaum irgendwo der Fall sevn mag. An dieser Absicht sammelte, las, verglich ich so ziemlich veilstandia alles, was wir in den gebildeten, al­tern uud neuern Sprachen, an Uebersetzungen, Nachah­

mungen und Erörterungen des Dichters überall besitzen. Daraus erwuchs mir natürlich zweperlev: eine kleine anakreotische Liederbiblio thek, uud ein mastiger C 0 m m e n t a r Dieser sollte -uf eine nicht er­müdende Weise das Wahreste, Sinnreichste und Trefftich- ste, so wie d. Abgeschmackteste, was über d. alten Dich­ter gesagt worden, verwebtmit meinen eigenen, oft genug abweichenden Ansichten und Bemerkungen darüber, der Beurtheilung prüfender Leier treu und offen darlegen. Bis bep den »och fortdauernden Bedrängnissen des Buch­handels, zumal in unfern Gegenden, die vollständige Ausgabe Anakreon's zu Tage gefördert werden kann, habe ick auf mannigfaltige Aufforderung, mich entschlos­sen , einen Auszug derselben, nemlich nur die Ueberse­tzung mir den nothigen Ansichten und Erörterungen der einzelnen Lieder, aus Subscriptivn, herauszugeben. Die Ausgabe wird unter meinen Augen auf schönem Schreib­papier in kl. 8 . artig, wie es diesem Dichter ziemet, mit deutschen Lettern, gedruckt; sic dürfte is oder höchstens 20 Bogen betragen. Sobald eine zur Dekung der Unkcsten hinlängliche Anzahl von Sub- scribentc» sich meldet, beginnt der Druck. Eine kleinere Anzahl Eremplare wird auf Velinpapier abgezogen; wer ein solches zu besitzen wünscht, wird ersucht, es gleich gefällig anzuzeigen. Man kann sich an Herrn Buchdru­cker Thomann m Landshut , oder geradezu an mich wen­den. Der Preis eines Eremplars auf Schreibpapier wird für die Subsrribenie» in keinem Fall > fl. 36 kr. auf Ve­linpapier z fl. übersteigen. Die Eremplare werden bro- chirr an sie abgescndet Für den Buchhandel wird der Preis erhöht. Wer o Eremplare nimmt, erhält das ute frey. Die Subscriptivn bleibt btö den i. Zunius of­fen.

Landshut den 22. März isi6.

Ant. Drexel, Prof. re.

Bestellungen können gemacht werden bei der Redac- tion oder bei der Grvßhcrzoglichen Postverwaltung in Offcnburg.

(Anzeige.) Nachdem mir vorige Woche am obern Weg an der Bannscheide neben Raths- Herr Knodercr^ eine beträchtliche Strecke Klee rnedergemähr und gestohlen worden- so macheich hicmit den KlccDicbcn wohlmeinend die Anzeige, daß auf besagtem Äleeackcr mehrere schwere Fuß- Eisen ge.egt sind, damit sic sich fernerhin vor Schaden u. Unglück hüten können.

Borell, Seiler.

(Armen-Kasse.) Von einem Ungenannten wur­de unserer« Kaße als Eefchenk 2 fl. 42 kr. zuge­stellt , welches wir dankbar bescheinigen.

Lahr den 10. Mai 1816 .

Armen-Depntation.