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Beilage

zu Mo. 30 . des Wochenblatts für Offenburg und Lahr .

Mittwoch, den 15. Avril 18 18.

Bekanntmachungen.

2. sVächer feil.] Durch Unterzeichneten sind folgende Werke um beigcsetzte höchst wohlfeile Preise, gegen frere Einsendung des Geldes, zu besehen:

Hu me, Geschichte von GroSbrittanien. Frau, kenthal 1785. 20 Bande.

Cumigham, Fortsetzung dieser Geschichte. Ebend. 1789. S Bände. Ppdb. Alle 25 Bände zu 12 fi. 30 kr.

Schiller, Geschichte des Niederländischen Kriegs, l rer Theil, iter und 2ler Band. Leipzig . 1800 und I80t. Ortginal-Ansgabe, und die Fortsetzung von CurthS. 2ker und 3ter Tbeil. Leipzig 1808. 3 fi. 24 kr.

Hildebrand, Encyclopädie der Chemie. »16 Hefte, (die ersten von der 2ten Auflage.) Erlangen . 1809. Ppdb., nebst Abbildungen. i Band quer n°- und i Heft Erklärungen. (Ladenpreis 25 fl.) 12 fl. 30 kr.

HiidebrandS MertaUurgie (macht von obj. gem das I3te und late Heft aus, ist aber rin für sich bestehendes Werk.) 1 fl. 12 tr.

Mahlberg den 10. April ir»l8.

L e m b k e.

2. Lahr. fDungfeil? JakobKünzle, Beck, hat einen Haufen Dung zu verkaufen.

2. L a b r. (Wohnung zu verlehnen? Johann Georg Schnitzler hat in seinem Garten eine ganz neue Wohnung zu verlehnen, bestehend in 5 neuen tapezierten »nd 2 ohntapeziertcn Zim. niern- nebst Küche. Holzplay, Bübne und Keller, weiche iogielch oder bis Johann« bezogen werden kann. Bei demselben stndct man auch besten Lu. zerner, oder fogenannlen ewigen Esperftk und dreiblättrigen Kleesaamen in bester Qualität und billigstem Preise.

Labr. ^Kirschenqeistre.feil? Zinngieffer A«. lenr irlb har 40 Maas alten, extra feinen Dur. bacher Kirfchengrist, die Maas zu 2 fl. 24 kr.

(nicht 24 Batzen, wie es irrig km vorige» Blatte steht) zu verkaufen. Auch hat derselbe einen Han­sen Kühdnng feil.

2. L a hr. ^Jagdflinte feil? ES ist eine schöne neue Jagd-Fnme billigen Preises zu verkaufen. Ausgeber dieses sagt bei wem?

2. Lahr. sZimmer z« verlehnen? Siebmacher Karl Re sch hat auf Johanni ein möblirtes Zim- mev für einen ledigen Herrn zu verlehnen.

2. Lahr . Wohnung zu verlehnen? Friedrich Fink hat eine Wohnung zu verlehnen, welche jetzt gleich oder bis Johanni bezogen werden kann.

Charade.

Des Geistes Sklavin ist die Erste nur.

Doch seine Hern» auch in der Nattir,

Denn ohne sie muß er der Welt entschweben, Unv ohne ihn kann sie nicht sepn und leben.

Sie trägt ihn über Berg und Thal und Flur, Und zeigt ihm überall des Schöpfers Spur, Doch er hat ihr die Krait dazu gegeben.

Und nur durch ihn kann sie enwor sich heben. — Die lebten Drei besitzt im grossen Ring Der unbegränzten Schöpfung jedes Ding.

Gott brauchte sie beim grossen Wort: Es werde Da ward gemacht der Himmel nnd die Erde, Gesegnet mit den schönsten >ener Drei.

Der Teufel braucht sie au», doch nur zn stören Die Seligkeit, selbst in des Himmels Chören. Wohl gibt es if rer viel und mancherlei. Darunter sind viel böse und viel gute.

Beim Menschen hängen meist sie ab vom Blute, Zum Dummkopf mache« bald den einen Je,

Den andern bald zum glänzendsien Genie.

Sie führen den Gelehrten anj's Katheder,

Des Autcrs flinke Hand zu Dint' und Feder, Zum Richterstuhl ber Themis ernsten Sohn,

Des Dichters Phantasie zum Sitz der Musen, Den Minnesänger aus dm Helikon,

Den Deißverliebre» an des Mädchens Busen, Den Seladon zu Venns hilienthrvn.

Den kühlern Eh'mann hinter die Gardine,

Den Phvsiker zu des Gewitters Btiy,

Den Bürgermeiüer aus des Rathes Sitz,

Dm Pfarrer auf die hohe Nednerbühne,

Len MöSner, daß die Kirch' er wohl dedieue.