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Anekdoten.
Rührender Zug einer Mutter, bei der Trennung von ihrem Sohne.
Ein Deutscher kaufte sich in dem ehemaligen Süd- preußen an. Er besah seine neue Besitzungen, und wünschte einen Knaben, einen seiner Unterthanen zu sich zu sich zu nehmen/um ihn erziehen zu lassen. Es fand sich bald eine Bäuerin, eine Mutter mehrerer Kindar, welche ihren zehnjährigen Sohn gerne dem neuen Herrn überließ. Als der deutsche Guts- besitzer in sein Vaterland zurückkehrte, nahm die Mutter Abschied von ihrem Sohne. Jezt erwacht das mütterliche Gefühl in seiner vollen Kraft; gern überläßt sie *„ seinem bessern Geschick, aber ein Andenken wollte sie ihm doch gern mitgeben. Kostbarkeiten besaß sie nicht. Da füllt sie ein Beutelchen mit Erde, , drückte den Knaben mit Innigkeit an daS Mutterherz, küßte ihn feurig, und gab ihm den Beutel, als ein Andenken, an Mutter, Geschwister und Vaterland.
Ein dicker Mann war schonest mit der Dittigence von O — nach H —, aber immer sehr unbequem sitzend, gereiset. Um es bequemer zu haben, miethete
er sich nun auf dem Postamte zwei Plätze. Man fragte ihn, ob er sie im Dilligencewageu selbst, oder auf dem Beiwagen haben wolle ‘i und er erklärte, daß ihm dieß gleichgültig sey. — Der Tag der Abreise erschien, und der arme Betrogene fand einen Platz in der Dilligence und den zweiten auf dem Beiwagen für sich leer.
Ein auf der Thal ertappter Dieb wurde dahin. verurtheilt, daß ihm die Ohren abgeschnitten werden sollten. Zu dem Ende wurde er auf dem Richtplatz geführt, und dem Scharfrichter überliefert. Als dieser dem Verbrecher die Kappe vom Kopfe zog, rief er ärgerlich aus: Vexir er mich nicht! “ Denn der Dieb hatte keine Ohren. Kaltblütig versetzte dieser:
„Das ist nicht meine Schuld. Alle vier Wochen können mir nicht neue wachsen. "
Ein in der Stadt ... erzogenes junges Mädchen heirathete einen reichen Mann vom Lande. Mit Eifer nahm sie sich der Landwirthschaft an, schrieb nach einigen Wochen einer Freundin, daß sie es darin schon sehr weit gebracht habe, und bat diese zugleich, sie möchte ihr mit nächster Gelegenheit Sauerkaut- Saamen übersenden.
Frucht - Brod - und Fleisch-Preise.
Frucht-
Preise.
S
v.
amstag 37. Merz.
Dienstag v. 3 o. Merz.
Fleisch - Taxe v. 29. Dez.
Brod -Taxe vom 21. Nov.
> Fiertel
fl.
kr.
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W e i ß bro d:
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Waizen . . .
10
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Ochsenfleisch .
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5 r/2 Loth für . .
1
Halbwaizen .
7
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»» Loth für . . .
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Korn ....
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Kuhfleisch . .
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Halbweiß: 2 & für .
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Gerst....
6
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6
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—
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Kalbfleisch . .
6
detto 4 für .
>4
Hammelfleisch
9
Schwarz: 2 & für .
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Haber 7 S. .
4
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4
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4 .
24
4
—
Schweinefleisch
12
detto 4 % für .
10
(Viktualien - Preise vom 3 o. Merz.) Rindschmalz daS Pfund 3 o kr. —• Schwemeschnkalz ?.(> kr. Butter 23 kr. — Lichter 24 kr. — Saife 24 kr. — 7 Eyer für b kr.
Offenburg, gedruckt und v«rlegt von Andreas Patsch.