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«erde« kann. Wir -ege« z» unscrm Minister käme- die Zuversicht »aß er xflichtgetreu das begonnene Werk vollenden wird, und wir geloben ihm, daß das badische Volk in der folgerichtigen Durch- m-rung des Gesetzes vom Jahr 1860 ihn mit voller Kraft unterstützt." Unter einem Hoch auf Lame- trennte sich die Versammlung. Ln den Ausgängen des Schlosses waren Büchsen aufgestellt, um die »um Ankauf des Lorbecrkranzes nöthigcn Summen zusammen zu bringen. Das Ergebniß dieser Sammlung soll ein sehr erkleckliches sein.
Fr et bürg, 2. März. tFrb.Z.) Das Groß». Bezirksamt Lörrach ließ uns folgende Mittheilung zur Veröffentlichung zukommen: «Tin Händler aus dem Canton Aargau hat nach zuverlässiger Mttthbilung und amtlichen Erhebungen in jüngster Zeit eine Sendung von ungefähr 160.000 Stück österr. Kupferkreuzcr erhalten. ES liegt die Gefahr nahe, daß diese Münzen, wenigstens tbeilweife. als süddeurfche Kreuzer in Umlauf gesetzt werden. DaS Publikum an der badischen Schweizergrenze, wo diese Münze mitunter für voll im Verkehr angenommen zu werden vstegt, hat daher Ursache, auf der Hut zu sein *
Frankfurt , 4. Mai. Morgen wird eine außerordentliche Sitzung des Bundestags auf Antrag Sachsens stattfinden, welches in Folge des letzten Notenwechsels mit Preußen die Vermittlung des Bundes anrust.
Preuße«. Berlin , 6. Mai. Preußen verfügt die Kriegsbereitschaft für sechs Armeecorps und ein Infanterieregiment, formirt die Ersatzbataillone und setzt die Infanterie auf Kriegsstärke. Die Rekruten werden vorerst noch nicht eingezogen. Die Cavallerie-Regi- menter der ganzen Armee vermehren ihren Pferdestand und formiren die Ersatz-Escadronen zu 150 Pferden. Die Artillerie wird mobilifirt. DaS Gencral-Commando des zweiten preußischen Armeecorps in Ber lin hat bereits eine Anzeige, den Ankauf von Cavallerie-Reit- und Artillerie-Zugpferden betreffend, veröffentlicht. Die übrigen General - Lommando werden Nachfolgen.
Berlin , 5. Mai. Der StaatSanzeiger enthält einen Erlaß rer Ministerien des Kriegs und des Innern, vom 4. Mai, welcher den Erlaß vom 29. März über die Nichtertheilung von Entlassungs- Urkunden, Pässen in das Ausland und von Heimathscheinen an Militärpflichtige in preußisch Sachsen und Schlesien, nunmehr auf den ganzen Umfang der Monarchie ausvehnt.
Oesterreich. Wien , 4. Mai. Der Kaiser hat 40 neue Bri- gadegenerale ernannt.
Wien , 1. Mai. Mir geht soeben eine Meldung zu, welche, wenn sie sich bestätigen sollte, von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein würde. Lord Bloomfield soll hiernach die Weisung erhalten haben, mit der vorangeschickten Bemerkung, daß das englische Kabinct nicht entfernt daran denke, die österreichische Regierung m ihren Entschließungen zu beirren, dem Grafen Mensdorff zu erklären, daß England, ;wenn Oesterreich es mit seiner Sicherheit und Würde vereinbar finde, für seinen von chm (England) niemals bezweifelten ernste» Wunsch, den Frieden aufrecht zu halten, in einer formellen Kundgebung nochmals offen Zeugniß abzulegcn, nicht blos diese Kundgebung unverfälscht a« ihre Adresse zu bringen bereit, sondern auch entschlossen sei, mit dem ganzen Nachdruck seines eigenen Ansehens für ihre volle Würdigung einzutretcn.
— Die Wiener „N. fr. Presse" meldet, am Sonntag werde die Publication der Staatsnoten-Emission im Betrage von 110 Millionen. in Ein- und Fünf-Guldenstückcn erfolgen. Die Emission weiterer 40 Millionen bleibe Vorbehalten.
P e st h, 4. Mat. Der „Magyar Vilag" sagt: „Treue, Ritterlichkeit und Selbsterhaltungstrieb ermahnen uns, d. h. die ungarische Ration, daß sie — ohne auf ihre berechtigten Forderungen zu verzichten, ja diese vorbehaltcnd, bis das Umgestaltungswerk in Erfüllung gehen kann — zum Schutz der Monarchie herbeicile. Die durch die pragmatische Sanction gebotene gemeinschaftliche Bcrtheidigung allein ist es, durch welche wir unsere Pflicht gegen Kaiser und Vaterland in einem Augenblick wie der gegenwärtige erfüllen können."
Frankreich . Paris , 3. Mai. In der heutigen Sitzung des Gesetzgeb. Körpers kam cs zur Discussion des Contingentsgesetzes und bei Eröffnung derselben zu der seit 8 Tagen schon mit großer Spannung erwarteten Erklärung des Staatsministers über die Stel- lmrg Frankreichs in der gegenwärtigen Verwicklung. Er führte unter gropem Beifall der Versammlung aus, daß die französische Politik sich tu 3 Punkten zusammenfaßt: sie ist friedfertig, sic ist neutral, und sie bewahrt sich ihre volle Freiheit zu handeln. Die Hauptstelle lautet, wie folgt: Besondere Pflichten waren uns in Bezug auf eine Nation auferlegt, mit der wrr durch überlieferte Sympathien und jüngste militärische Verbrüderung verbunden find. Italien kann sich berufen glauben, thätia t» den Eonflict cinzugreifcn, der sich zwischen Preußen mW Oesterreich zu erheben droht. Jede Nation ist die Nichterin über ihre eigene Interessen, und wir wollen keineswegs eine Vormund
schaft über Italien ansüben, das frei feint Entschlüsse faßt, well *t allein dafür verantwortlich ist. (Zustimmung.) Allein das Interesse, das wir für dasselbe hegen, verpflichtet unS za einer kategorisch« Erklärung ihm gegenüber. Run aber weiß Italien an» unseren wt»» verholten Erklärungen, daß wir, so wie wir jeden Angriff Oesterreich « gegen eS höchlich mißbilligen würden, auch förmlich entschlossen strw, alle Wagnisse und Gefahren eines jeden, von ihm gegen Oesterresit
t erichteten Angriffs ihm zur Last zu lassen. (Beifall.) Während der Verhandlung meldeten officielle Telegramme, Italien verpflichte fich. Oesterreich nicht anzugreiftn. Daraufhin ward die Verhandlung M» Gesetzgeb. Körpers hierüber fallen gelassen.
Frankreich . Paris , 4. Mai. Im gesetzgebenden Körper sprach gestern Thiers über das Verfahren Preußens und verlangt», daß Frankreich ein energisches Votum gegen den Krieg nach Berlk und Florenz schicke. Jules Favre verlangt desgleichen, mit Bord»- halt jedoch bezüglich Italiens . Staatsministcr Rouher wünschte wt Namen der Regierung die Beendigung der Debatte. Telegramme meldeten, Italien verpflichte sich, nicht anzugreiftn. Olivier verzichtet daraufhin auf das Wort. — Die „Paine" sagt, die Rüstungen Sachsens seien viel bedeutender, als man glaubte.
— Für die Beschickung der landwirthschastl. Kreisausstellung zu Straßburg sind für die Aussteller aus Baden , Württemberg »nb Rhcinbapern besondere Preise zur Bewerbung ausgeschrieben, und zw« für Feld- und Wiesengeräthe und -Maschinen 3 goldene, 3 fllvemr und 3 broncene Medaillen; für landw. Maschinen und Gerüche zur Hofarbeit (Dreschmaschinen, Futterzubereitungsmaschinen bc.) gleichüM 3 goldene, 3 filbcrne und 10 broncene Medaillen; für landw. Schriften, Karten, Baupläne und Modelle 1 silberne, 2 broncene Medaillen; für künstlichen Dünger u. dergl. 1 silberne und 1 broncene Medaille; für landw. Produkte (Getreide, Gemüse, Obst, dürr ober frisch, Käse«., Wolle, Seide, Blättertabak, Hopsen, Krapp) 1 goldene, 2 silberne und 2 broncene Medaillen. Außerdem find dem Preisgericht noch 1 goldene, 2 silberne und 10 broncene Medaillen zur besondem Beifügung gestellt. — Die Ausstellung der Geräthe ist am 23. und Dt. Mai, die ganze Aiisstellnng vom 25. bis 27. Mai Abends 5 Uhr d«n allgemeinen Zutritt geöffnet. Der Eintrittspreis ist am 23., 24. «nd 25. Mai 1 Francs, später 50 Cent, für die Person. Der letzte kür Anmeldung wiederholt festgesetzte Termin ist der 10. Mai.
Zwei im strvro Iorlaad brrühmt grwor-ror Vsslvdvrgn.
Die Thaten eines Sigel, S ch u rz, W illi ch u. A. erscheine» in den Zeitungen und sprechen für sich selbst; die nicht Minder dewunde- rungswerthen Leistungen Anderer in den verschiedensten Beruftgebiete» laufen Gefahr, ln Amerika vergessen zu werden, weil sie von Deutschen vollbracht wurden, und in Deutschland — «eil sie von deutschen Amertka- ncrn vollbracht wurden. Wnhrtich, die Welt ist «ft ungerecht gegen wahres Verdienst!
Welcher Deutsche drüben — und welcher Amerikaner hüben, «nßer ganz wenigen, denkt wohl im Traume daran, daß seit Jahren die große Mehrzahl aller Lcuchtthürme und Baken, welche die Schifffahrt in den Gewässern der Union erleichtern, die Schiffbrüche vermindern, zahlreiche Verluste an Menschenleben verhüten und das Gefühl der Sicherheit in der Brust Tausender erwecken, welche diesen gefährlichen Küsten entlang schwimmen, daß diese zahlreichen Leuchtthürme von zwei Deutschen erbaut find und neue von ihnen immer noch erbaut «erdenk E« gehört keine gewöhnliche Sachkcnntiilß zu solchen Bauten, sondern in vielen Fälle» ein Jngenleurtaleiit, ein Rctchthum an geistlgcn HütfSmtttelu und ein« Hartnäckigkeit in der Ueberwiudung von Schwierigkeiten, wie alle» diese« nur großen Erfindern eigen ist. Es gehören außcrkem, wenn der Betreffende ein amerikanischer Deutscher ist, Noch ganz besondere Stärk des sittlich«!! Charakters und geschäftliche Gewandtheit dazu, um eingcborne Mitbewerber um solche Aufgaben auszustechen, die Verleumdungen Brodncldsscher zu entwaffnen, die oft wunderlichen Vorurtheilc der Aufsichtsbehörden gegen „europäische Neiicrungen" zu besiegen und bet alledem von dem Schandfleck der Corruptivn unberührt zu bleiben, dcr fast allen amtlichen Verhältnissen hier zu Lande anhangt. Solche Männer sind die Brüder Anton und Joseph Ledcrlc, geborene Offenburgcr, welch» in: Dienste der Vereinigte» Staaten und unter specteller Aussicht der dem Flotlen-Dcpartement untergeordneten „Lcuchtbaus-Vchörde" zu Washington den Neu- »nd Umbau, die Verbesserung und Unterhairung der Lcuchtthürme und Signalfcucr — der Elftere an den fünf großen Sern de» Rorbwe- stcn«, der Letztere am Hudfoufliisse und an der atlantische» Küste von Malnc' bis Florida hinab — besorgen.
Durch die Revolution von 1848 nach der Uuton verschlagen, habe» sie ihre jetzige verautwortliche und bedeutende Stellung lediglich sich selbst zu verdanken, haben sich durch ruhige Beharrlichkeit und ll»übertr«ffe«e Tüchtigkeit »nd Biederkeit die Bahn zu Posten gebrochen, welche Fteintz-