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Nr. 33

8ADENEB TAGBLATT

St

Samstag, den 26. April 1947

Kunst und Gefälligkeit

Die neue Ausstellung, die der Baden-Badener Kul­turrat in der Inselstraße mit Bildern von Willi Henselmann eröffnet hat, veranlaßt mich zu einer grundsätzlichen Betrachtung. Ich glaube sie denen schuldig zu sein, die mir durch Briefe Ab­lehnung und Zustimmung zeigten — also ein Inter -

f ise, das sich immerhin-bis zur Abfassung eines rief es ermunterte. Nichts ist erfreulicher als so­viel Anteilnahme — zeige sie sich nun in der Ab­lehnung oder in der Zustimmung.

Auch für den Kenner ist es nicht immer leicht, zwischen Kunst und Nicht-Kunst eindeutig zu un­terscheiden. Ein Grundsätzliches kann uns aller­dings leiten, ein Wissen, was Kunst ihrem Wesen nach ist und was Nicht-Kunst als solche Wesenheit vermissen läßt. Verhängnisvoll war die sehr naive Ansicht, Kunst sei nur Können. Das Können hat mit der Kunst nur insofern eine funktionelle Ver­bindung, als es dazu beiträgt, das Künstlerische überzeugend in Anschauung zu bringen. Es kann gelernt und bis zur Perfektion geübt werden. Es darf darum für sich ein ethisches Verdienst bean­spruchen. Kunst aber ist Empfängnis, Begnadung, vielleicht Behexung. Sie kann mit der mensch­lichen Entfaltung des Künstlers wachsen, mit ihm sich weiten. Sie kann ihm aber auch verloren gehen, von ihm vertan werden bei sichtlichem Wei­terwachsen im Können. Sie ist da oder nicht da, ohne ethisches Verdienst, ohne moralische Schuld.

Ihr Wesen am Grunde ist Neuschöpfung. Das macht sie göttlich. Ihr Wesen im Zenit ist Phantasie. Das macht sie himmlisch. Die Schöpfung kann schön sein — im landläufigen Sinne also schön wie eine Rose. Sie kann häßlich sein — im landläufigen Sinne häßlich gleich einer Spinne. Im höheren Sinn ist Schöpfung immer nur schön, die Spinne so

schön wie die Rose, der Christus von Grünewald so schön wie ein Christus von Guido Reni . Schön und häßlich — im landläufigen Sinne, sind also keine Maßstäbe für Kunst.

Die künstlerische Neuschöpfung kann neu sein im Zeitgeschehen. Dann hat sie soziale Tönung. Dann erschreckt sie die Menschen, die im eingefahrenen Geleise des Alltags' laufen durch den Aufruf des Neuen. So haben Michelangelo , Poussin , Renoir , Böcklin , van Gogh ihre Zeitgenossen erschreckt. Warum erschrecken diese uns nicht mehr!? Nicht wahr, uns erschrecken die Propheten unserer Tage. Die künstlerische Neuschöpfung kann weiterhin auch neu sein in der Erweiterung der bewußten Persönlichkeit über das gewohnte Maß unserer Seelenbezirke hinaus. Eine Biedermeier-Seele un­terscheidet sich von der unsrigen durch größere Enge, kürzeren Wissens- und Erlebensradius, durch eine Naivität, die uns heute kindlich anmutet. Das macht es andererseits verständlich, daß künst­lerische Neuschöpfer über Grenzen hinauswachsen in ein Neuland hinein, das dem Durchschnittsmen­schen noch eine terra incognita ist — eine Welt, die ihn verständlicher Weise erschreckt.

Die Phantasie, als Wesenheit des Künstlerischen im Zenit gibt dem Kunstwerk die Note, die es grundsätzlich von der Nacht-Kunst abhebt. Natur an sich ist niemals Kunst. Ihre genaue Wiedergabe nur durch ein erlernbares Können kann anschaulich, kann gefällig sein, sie kann Erinnerungsbilder wek- ken, die sich eben durch Erinnerung, wohl auch im Gemüt verankern, aber sie kann nicht erschrek- ken, nicht erregen, nicht packen, nicht in die Welt der „wahren“ Wirklichkeiten heben, die ja erst hin­ter den Erscheinungsformen steht. Nicht auf den

Stil kommt es an, der glatt oder rauh sein mag, nicht auf das Temperament, das wild oder sanft sich darstellt. Denken wir angesichts unserer Aus­stellung, die nur Landschaften zeigt, auch nur an die Landschaft; und denken wir nur an deutsche Maler: Böcklin malt eine Böcklin ’Sche Landschaft, d. h. eine subjektiv-künstlerische, genährt aus der eigenen himmlischen Phantasie, keine objektive. Runge, Blechen, Friedrich, Aschenbach, Schirmer, Thema, Liebermann , Pechstein, Corlnth sie alle malen „nach“ der Natur, doch keineswegs malen sie die Natur. Die göttliche Neuschöpfung, gepaart mit der himmlischen Phantasie ist ihnen allen eigen.

Ob ein Kunstwerk sich naturnah oder absolut, d. h. von der Natur unabhängig gibt, ist unwesent­lich. Wesentlich ist, daß es ausstrahlt in geheim­nisvoller Magie, in erhitzender Verzauberung, daß ein Etwas uns anregt, anfaßt, das unser innerstes Geheimnis trifft, das uns vielleicht sogar er­schreckt, uns womöglich abstößt, ja, uns Mord und Zeter schreien läßt. Seht euch doch den Grüne- waldschen Christus an. Dieser eitergrüne, verzerrte, verunstaltete, ganz richtig' „falsch“ gemalte Körper ist ein einziges Mord- und Zetergeschrei über die Menschheit.

Und nun zu Willi Henselmann! Jeder, der mit offenen Augen diese Ausstellung erlebt, weiß nach dem Gesagten, wohin diese Bilder gehören. Ein geübtes Können erreicht eine Gefälligkeit, die ein großes Publikum angenehm berührt und die dem Maler einen guten Absatz sichert.

Herbert Tjadens

Furtwängler dirigiert erstmalig wieder in Berlin

Ziim ersten Male seit Kriegsende wird der bekannte deutsche Dirigent Wilhelm Furtwängler am 22. Mai ein Konzert der Berliner Staatskapelle dirigieren.

Regensburger Domspatzen kommen nach Baden "

Eine Konzertreise wird die Regensburger Dom­ spatzen im Oktober dieses Jahres in die französisch besetzten Teile von Württemberg und Baden führen--

Keine Tübinger Kunstwochen Nach einer Mitteilung der Abteilung Kunst des Staatssekretariats Tübingen, werden die für diesen Sommer geplanten Tübinger Kunstwochen wegen der Schwierigkeiten, die auswärtige Besucher verpflegen zu können, nicht stattfinden. Dagegen sollen die Marktplatzfreiltchtaufführungen, die im vergangenen Jahr mit Shakespeares „Othello “ ein unbestreitbarer Erfolg waren, nicht fallengelassen werden. Intendant Paul Rose hat für dieses Jahr Shakespeares ..Was ihr wollt“ vorgesehen.

In der Bficfaerecke

Brennendes Leben

Johanna Moosdorf : Brennendes Leben, Gedich­te, Verlag Dietz Nachf., Berlin . Druck: Wilhelm Limpert, Berlin SW 68.

„Es fiel ein Wort — und riß den Abgrund auf - . “ Mit dieser Gedichtzeile charakterisiert die Dich­terin sich selbst und die Art ihrer Dichtung. Es ist kein Ineinanderfließen von Worten zu ausdruck­gebendem Gefühl, wohl aber ein Punktieren von Wortprägungen, die Abgründe menschlichen Seins urplötzlich aufreißen, um vor dem geistigen Auge immer neue Phasen pulsierenden Lebens vorbei­ziehen zu lassen. ^

Johanna Moosdorf beleuchtet durch diese Form ihrer Dichtung Geschehnisse aus jüngster Vergan­genheit mit einer taufrischen Einfachheit, die ihnen dennoch oder besser gerade deshalb Gehalt geben und die Menschen der Gegenwart tief berühren.

H. S.

AMTUCHE BEKANNTMACHUNGEN

Lebensmiftelaufruf

J. Butter: Karte E, Jgd 2, Jgd l 50 g auf Kleinab­schnitte. Karte K 2 100 g auf Abschnitt 25 50 g, auf Kleinabschnitte 50 g. Karte K 1 und Sgl. 100 g auf Abschnitt 10. Schwerarbeiter Gruppe I 100 g aut Ab­schnitt 59 und 71 je 50 g, Gruppe N 230 g auf Abschnitt 159 Find 171 Je 75 g, auf Abschnitt 183 80 g, Gruppe III 420 g auf Abschnitt 259 120 g, auf Abschnitt 271 u. 283 je 150 g. 8 4325

2. Speiseöl (zu beziehen ab Montag, den 28. 4. 1947). Kprte E, Karte Jgd 2, Karte Jgd 1 80 g auf Abschnitt 25* Und 28 je 40 g.

3. Eler: Eierkarte sämtlicher Altersgruppen 2 Stück gUf Abschnitt 7 und 8 je 1 El. Zu beziehen bei denje­nigen Geschäften, bei welchen der Vorbestellabschnitt A abgegeben wurde.

4. Fische: Verbrauchergruppen E, Jgd 2, Jgd I 500 g, K1 K 2, Sgl. 250 g auf Abschnitt 17 des Beiblattes zum Haushaltausweis für die Verbraucher der Buchstaben A—2, soweit noch nicht beliefert. Nachdem inzwi­schen die zur Verteilung benötigte Menge vollständig eingetroffen ist, muß der Samstag, der 28. 4. 1847, als letzter Ausgabetag für diesen Aufruf festgesetzt wer­den. Verbraucher, die am 26. 4. noch nicht bezogen haben, haben keinen Anspruch mehr auf Belieferung. Im Anschluß an diese Zuteilung erfolgt eine weitere Ausgabe in Höhe von 250 g Fisch für Gruppen E, Jgd 2, Jgd 1 auf Abschnitt 19 des Beiblattes zum Haus­haltsausweis. Die Fischgeschäfte geben die Ausgabe­zeiten durch Aushang bekannt.

5. Weinverteilung zum 1. Mal. Anläßlich des 1. Mai erhalten Normalverbraucher und Schwerarbeiter eine Zuteilung von Wein, welcher bei nachstehend aufge­führten Geschäften zu beziehen ist: Josef Bayer , Lan- gestr. 89a; Gemeinschaftswerk, sämtliche Filialen, El­sa Haynmüller, Ooser-Hauptstr. 17; Anton Jörger, Lan- gestr. 27; Adolf Kuhn, Lichtentalerstr. 9; Frjtz Macher, Kl. Dollenstr. 12; Messmer Nachf., Gemsbacherstr. 22; Wilh. Schloß, Hauptstr. 54; Leop. Schulmeister, Lange­st!*. 9; Karl Wolff , Langestr. 42. Die Verkaufstage sind: für Buchstabengruppe A—G Montag, 28. 4. 47, H—O Dienstag, 29. 4. 47, P—Z Mittwoch, 30. 4. 47. Diese Ab­gabetage wollen unbedingt eingehalten werden. Leere Flaschen sind mitzubringen. Näheres ist aus dem Aus­hang bei den Verteilern zu ersehen.

Baden-Baden , den 25. April 1947.

Ernährungsamt

Rauchwaren-Aufruf.

Ab Samstag, den 26. April 1947 können in den ein­schlägigen Tabakgeschäften Tabakwaren für den Mo­nat April bezogen werden: Männer: 40 gr. Tabak­waren und zwar: 20 Zigaretten und 5 Zigarren oder 10 Stumpen, oder 10 Zigarillos, oder 40 gr. Feinschnitt oder 60 gr. Krüllschnitt. Frauen: 20 gr. Tabakwaren und zwar: 20 Zigaretten oder 5 Z'garren oder 10 Stum­pen, Sonderzuteilung für den 1. Mai 1947, nur für Männer Abschnitt A 20 Zigaretten oder 5 Zigarren oder 10 Stumpen. Die freie Auswahlmöglichkeit für den Monat April ist aufgehoben. Sonderzuteilung für Männer nur bis 3. 5. 47 zulässig, später vorgelegte Baucherkarten werden nicht mehr beliefert. S 4287 Der Oberbürgermeister — Wirtschaftsamt

Waschmittelaufruf April 1947.

Das Wirtschaftsamt ruft auf die Lebensmittelkarte Nr. 24 (April 1947) und des Beiblattes Nr. 27 zum Haushaltsausweis folgende Seite und Waschmittel auf: Für Normalverbraucher: 0—3 Jahren Abschnitt VI Waschpulver, 3—10 Jahren Abschnitt II Waschpulver, 10—18 Jahren und darüber Abschnitt III Waschpulver. VoIIselbstversorgcr sämtlicher Altersgruppen: Ab­schnitt I Waschpulver. Für Kinder 0—3 Jahren ge­langen 500 gr. Waschpulver oder Vorwaschmittel und

1 Stück Kinderfeinseife auf Beiblatt Nr. 27, für alle übrigen Altersstufen 250 gr. Waschpulver und I Stück Einheitsseife auf Beiblatt Nr. 27 zut Ausgabe. Tüten sind unbedingt mitzubringen. Die vom Gouvernement Militaire ausgestellten Lebensmittelkarten (doppelte Lebensmittelkarten) haben zum Bezug von Wasch­mitteln keine Gültigkeit. Die abgetrennten Abschnitte sind von den Verkaufsstellen für sich getrennt, auf­geklebt zu je 100 Stück, dem Wirtschaftsamt bis zum 16 Mai 1947 spätestens elnzuretchen. Weiter macht das Wirtsehaftsamt darauf aufmerksam, daß April- Abschnitte nach dem 15. Mai 1947 ihre Gültigkeit ver­lieren. Wirtschaftsamt.

Beflaggung am 1. Mai

Die Militärregierung wünscht, daß die Stadt am 1. Mai in den bädischen Farben beflaggt wird. Ich bitte die Einwohnerschaft, diesem Wunsche der Mili­tärregierung zu entsprechen. S 4296

Der Oberbürgermeister

Achtung ! Neue Verkaufszeiten !

In Abänderung des Runderlasses Nr. 13 des Bad. Wirtschaftsministeriums Freiburg vom 17. 6. 1946 und dessen Ergänzung vom 26. 7. 1946 sowie meiner Be­kanntmachung vom 23. 11. 1946 (bekanntgegeben Im Badener Tagblatt Nr. 96 vom 23. 11. 1946) Betr. Ver­kaufszeiten ln offenen Verkaufsstellen und F'riseurge- schäften werden nachstehend die Verkaufszeiten nach Genehmigung durch die Militärregierung Baden-Ba­ den und mit Zustimmung des Bad, Wirtschaftsmini­steriums Freiburg bekanntgegeben: a) Für den ge­samten Einzelhandel mit Ausnahme der unter b—f be- zeichneten Betriebe von 9—12.30 und 14—18 Uhr, ge­schlossen: pienstag und Donnerstag nachmittag; b) Bäckereien: 7—12 und 15—18 Uhr, geschlossen: Mitt­woch nachmittag, c) Metzgereien: Nur geöffnet Mitt­woch von 7—12 Uhr. Freitag von 15—18 Uhr, Samstag von 7—12 und 15—18 Uhr; d) Lebensmittelgeschäfte: 9—12.30 und 14—18 Uhr, geschlossen: Montag und Mitt­woch nachmittag; e) Milchgeschäfte: 7—12 und 15—18 Uhr, Sonn- und Feiertags von 7—10 Uhr, geschlossen: bjontag und Mittwoch nachmittag; f) Friseurgeschäfte: 9—12.30 und 14—18 Uhr, geschlossen: Montag nachmit­tags Die vorgeschriebene Arbeitszeit der Angestellten wird hierdurch nicht berührt. Vorstehende Verkaufs­zeiten treten mit Wirkung vom 28. 4. 1947 in Kraft. Zu­widerhandlungen gegen diese Bekanntmachung werden bestraft.

Baden-Baden , den 22. April 1947 Der Polizeidirektor

Bestandsaufnahme sämtlichen Wohnraumes und aller gewerblichen und sonstigen Räume im Stadtkreis Baden-Baden !

Die ln Vollzug der Anordnung Nr. 4 durch den Herrn Oberbürgermeister vom 1. März 1947 (veröffent­licht Im Badener Tagblatt am 23. 4. 1847) zwecks Aus­händigung der Erhebungsformulare und Belehrung anberaumten Versammlungen in den Außenstadtteilen (Schulhaus Oos, Balg, Geroldsau und Gemeindehaus Lichtental) finden nicht statt. Neue Termine werden noch bekanntgegeben. S 4321

Baden-Baden , 25. April 1947.

Der Oberbürgermeister — Wohnungsamt —

Landwirtschaftliche Unfallversicherung.

Das Verzeichnis der land- und forstwirtschaftlichen Betriebsunternehmer für 1946 für die ganze Gemarkung liegt während zwei Wochen beim Städt. Liegenschafts­amt, Sophienstr. 1 — Palais Hamilton — Zimmer 7, zur Einsicht der Beteiligten auf. Während dieser Zeit und einer weiteren Frist von einem Monat kann beim Städt. Liegenschaftsamt schriftlich oder mündlich Wider­spruch erhoben, dieser aber nur darauf gestützt wer­den, daß der Betrieb in das Verzeichnis aufgenommen wurde oder nicht, oder daß die Abschätzung der Ar­beitstage eine unrichtige ist. S 4169 -

Baden-Baden , den 23. April 1947.

Städt. Liegenschaftsamt.

Bekanntmachung

des Staatskommissariats für politische Säuberung Im Amtsblatt der Landesverwaltung Baden Nr. 14 vom 15. 4. 1947 Ist die Landesverordnung zur Befrei­ung vom Nationalsozialismus und Militarismus (sog. Säuberungsgesetz) verkündet. Hierdurch können die bisher im Säuberungsverfahren ergangenen Entschei­dungen von dem Betroffenen nach Maßgabe des Art. 37 durch Revision angefoehten werden. Der Betroffene, der im Rahmen der Zulässigkeitsbestimmungen Beru­fung elnlegen will, muß die dazu notwendigen Formu­lare (3 Meldebogen und 4 Berufungsanträge) bei den Untersuchungsausschüssen der Landkreise bezw. bei den Bürgermeisterämtern der Stadtkreise Baden- Baden , Freiburg und Konstanz ab I. Mai 1947 abholen. Die Revisionen der Betroffenen sind bei dem örtlichen Untersuchungsausschuß bei den Landratsämtern bezw. bei den Bürgermeisterämtern der Stadtkreise Baden- Baden , Freiburg i. Br. und Konstanz einzureichen. Die Revisionsfrist läuft am 16. luni 1947 ab. Die bis­her bei dem Staatskommissariat für politische Säube­rung, bet den Landesreinigungskommissionen, bei den

Ministerien oder bei sonstigen öffentlichen Stellen eingelegten Revisionsanträge sind gegenstandslos. Sie müssen spätestens bis 16. Iunl 1947 nochmals an die obengenannten örtlichen Untersuchungsausschüsse ein­gereicht werden. Der Staatskommissar und der politi­sche Beirat können auch in den Fällen, in denen den Betroffenen kein Recht auf Revision zusteht, von Amts wegen Revision zu Gunsten oder Ungunsten der Be­troffenen ohne zeitliche Beschränkung elnlegen. Dies gilt für die Fälle von Entscheidungen übermäßiger Härte oder Milde, die an sich nicht in den Rahmen der Zulässigkeitsvoraussetzungen fallen und die dem Staatskommissar oder dem politischen Beirat durch die Vorsitzenden der Untersuchungsausschüsse oder irgend einer Behörde zur Kenntnis gebracht werden. Der Staatskommissar für die politische Säuberung und der politische Beirat haben ihren Sitz in Freiburg 1. Brsg-, Goethestr. 7. 4203

Freiburg i. Brsg., den 16. April 1947.

Der Staatskommissar für politische Säuberung.

GOTTESDIENSTE

Evangelische Landeskirche. Jugendsonntag, 27. 4. 1947: Kollekte für den Ausbau der Jugendarbeit der Landes­kirche. Altstadt: 9 Uhr Festlicher Hanptgottesd. mit Jugendliturgie, 15 Bibelgemeinsch. 1. Marthahaus, 16 Elternnachmittag i. Gemeindehausgarten. Lichtental :

8.30 Hanptgottesd., Gedächtnisfeier f. d. Gef., Gußmann, 10.45 Jugendgottesd., 19.30 Bibelgemeinsch. Im Kinderg. Weststadt: 10 Festl. Hanptgottesd., Boeckh. Oos: 8.30 Hanptgottesd., Boeckh. Montag, 28. 4., Altstadt: 20:00 1. Vortrag für die kommende Kirchenwahl, ln der Stadtkirche: „Der Kampf der Kirche um Ihr Bekennt­nis“, Brandl. Dienstag, 29. 4.: Lichtental 20.00 L Vor­trag in der Kirche: „Der Kampf der Kirche um Ihr Bekenntnis", Brandl. Mittwoch. 30. 4.: Lichtental 17.00 Bibelst. im Kindergarten. Weststadt: 20.00 1. Vortrag in der Kirche: „Der Kampf der Kirche um ihr Be­kenntnis, Brandl. Donnerstag, 1. 5.: 20.00 Zusammen- \ kunft des Deutseh-Evang. Frauenbundes Im Gemein­dehaus: Maria Kayser ließt aus ihren Dichtungen; Ge­sang: Marianne Herrmann.

Christuskapelle (Missionskirche), Lichtentalerstr. 77a.

10 Uhr Predigtgottesdienst Sees, 11 Uhr Klndergottesd.

Ev. lutherische Gemeinde (im Pfarramt, Fremersberg- str. 41). Sonntag, den 27. April 9V». Andacht (Pfarrer v. Gertzen). Mittwoch, den 30. April 15Vt Bibelstunde.

Stiftskirche. 6 hl. Messe, 7 hl. Messe und Monatskom. der Hausangestellten, s /i8 Schülergottesd. m. Predigt,

10 Feierl. Hauptgottesd. zu Ehren d. hl. Josef mit Fest- pred-, 11 Singm. m. Fred. i. d. Klosterk. z. Hl. Grab, */«lg Christenl. f. d. weibl. Jugend i. d. Klosterk. z. Hl. Grab, 19.30 Herz-Jesu-And. m. Segen, 20 Singmesse. — Montag: >/«7 f. Geistl. Rat K. Marbe, 7 f. Lina Kirch- gäßner, >/-7 nach d. Mein. d. Pfarrangeh. — Dienstag: */«7 M. Görger, Kapl. A. Schäfer, W. Röll, J. Horcher, 7 f. Anton Metzmaier, Schülergottesd., >/-9 S.A. f. Prof. Franz Staerk. — Mittwoch: V*7 v. Götz, K. Kah, D. Ganter, M. Jörger, 7 Gemeinschaftsm. d. Jug., f. Gef. Bernh. Steinle, V:9 S.A. f. Anton Hischmann. — Don­nerstag: V-7 Austeilg. d. hl. Kom„ 7 f. Elisabeth Maria Fischer, V-9 S.A. f. Katharina Wengenmayr, 16—19 Beichtgel., 20 Feierl. Eröffnung der Maiand. m. Prozes. u. sakram. Segen und Sühnebetstunde. Herz-Jesu-Frei- tag: */»7 E. Bisehoff, H. Baumann, K. V. Zeppelin, P. Stöber u. Großeltern. 7 Herz-Jesu-Amt m. Segen f. d. Kriegsgef. u. Vermißten d. Pfarrei, Schülergottesd., Vs9 S.A. f. Paula Mannherz, 20 Maiand.. 20 Männer­predigt 1. d. Kapelle d. Vinzentiush. Prlesters-mstag: S U7 1. d. Pfarrgemeinde, 7 f. Emilie Förster — Gemein­schaftsm. d. Müttervereins, Vi9 S.A. f. Ottilie Hornung, 20 Maiandacht.

Kloster vom Hl. Grab . Sonntag: Vs9 Uhr Amt mit Fred. Lichtental . Sonntag: Gottesdienste um 8, >/-9, V»M und

11 Uhr. Komm. d. Knaben u. Christenl. d. männl. Ju­gend. 16.30 Uhr Gedächtnisfeier für die Gefallenen unserer Pfarrei.

St. Bernhard. >/,? hl. Messe, V-8 Singm. m. Predigt u. Monatskom. d. Mütter, 9 Amt m. Predigt u- Korn., 11 hl. Messe mit Predigt, 19.30 Andacht.

Baden-Oos. Sonntag, 23. 4.: 6 Beicht. V-7, V-8, Vs9 und VtlO Gottesdienst. V-ll Christenlehre f. d. Jünglinge. Nachm. 3 Vers. d. Frauen u. Mütter i. Schwcsterhhau se m. Vortrag. Abds. 8 Andacht. Ansehl. St. Hildegar­disgruppe im Schwestemhause.

Alt-kathol. Kirche, Gerasbaeher Str. Sonntag 20 Uhr liturgische Abendandacht mit Predigt.

Cbristl.-Wissehschaftl. Vereinigung. Christliche Science Albrecht Dürerstraße 4. Sonntag, 10, Uhr Gottesdienst außerdem jeden zweiten und letzten Mittwoch im Mo- nat abends 8 Uhr. * 1 __

VERANSTALTUNGEN

Bäder- und Kurverwaltung Baden-Baden

Sonntag, den 27. April 1947 „Ein Sommernachtstraum “ — Lustspiel in 5 Akten von William Shakespeare . Kleines Theater (f5—17 Uhr: 1-8 RM). Außer Miete!

„Sinfonie-Konzert des Großen Orchesters des Süd­westfunks Baden-Baden . Leitung: GMD Bruno Von- denhoff , 1 Frankfurt — Solist: Carl Seemann , Klavier. Kurhaus, Gr. Bühnensaal (20.30—22.30 Uhr; 1-6 RM).

Gastspiel Margot Pfeiffer „Meine Nichte Susanne“ — musikalische Komödie in 3 Akten von Hans Adler , Mu­sik von Alexander Steinbrecher . Kleines Theater "(21— 23 Uhr; 1-8 RM). Außer Miete!

Montag, den 28. April 1947 Einmaliges Gastspiel! W1U Höhne mit seiner Gitarre singt aus seinem Repertoire. Es spielt: Lazio von Wel- merth mit Kleinem Orchester. Kleines Theater (21—28 ‘ Uhr; 1—8 RM).

Dienstag, den 29. April 1947 Vortrag des Direktors des Züricher Schauspielhau­ses Dr. Oscar Waelterün „Das Theater von heute und morgen“. Kleiner Bühnensaal (29—22 Uhr; 2 u. 4 RM).

Gastspiel Margot Pfeiffer „Meine Nichte Susanne“ — Kleines Theater (21—23 Uhr; 1—8 RM). 12. Vorstellung der Mietgruppe E und Freiverkauf.

Mittwoch, den 30, April

Uraufführung „QUEL BEAU VOYAGE“ (Herz auf Reisen), Operette in 2 Akten u. 17 Bildern von Pascal Bastla. Kleines Theater (21—23 Uhr; 2—8 RM). Donnerstag, den 1. Mai

Kammerspiele im Kleinen Bühnensaal „Zwei Dutzend Rote Rosen“ — Lustspiel in 3 Akten von Aldo de Be- hedetti. (20—22 Uhr; 1—6 RM).

„QUEL BEAU VOYAGE“ (Herz auf Reisen). Kleines Theater (21—23 Uhr; 2—8 RM).

Freitag, den 2. Mai

Kammerspiele im Kleinen Bühnensaal „Zwei Dutzend rote Rosen“ (20—22 Uhr: 1—6 RM).

„QUEL DE s u VOYAGE “ 'Herz auf Reisen). Kleines Theater (21—23 Uhr; 2—8 RM).

Samstag, den 3. Mai

Gastspiel Margot Pfeiffer „Meine Nichte Susanne“. Kleines Theater (21—23 Uhr; 1— 8 RM). Außer Miete! Sonntag, den 4. Mal

„Ein Sommeraachtstraum“ — Lustspiel ln 5 Akten von William Shakespeare . Kleines Theater (20—22 Uhr; 1—8 RM). Außer Miete.

Festkonzert des COLONNE-Orcbesters Paris , Leitung: Gaston Poulet unter Mitwirkung des CALVET-Quar- tetts, Kurh., Gr. Bühnensaal (20.30—22.30 Uhr; 2-8 RM'.

Der Vorverkauf für den 27. April hat bereits begon­nen: Vorverkauf für den 28. April bis 4. Mal ab 27. April an der Kurhauskasse und der Kasse des Kleinen Theaters. Sämtliche Veranstaltungen mit Genehmigung der französischen Milltärbesatzungsbehörden,

Wir weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, daß der Beginn der Sinfonie-Konzerte des Großen Orche­sters des Südwestfunks ab Sonntag, den 27. April auf

20.30 Uhr festgesetzt ist.

»ureiia - Lichtseite e

Täglich 14.30 und 17.00 Uhr, Donnerstag auch 19.00 und 21.03 Uhr, sonntags keine Vorstellungen — In den eher Sprache Liebesheirat“. Ein liebenswürdiges Fiim- iustspiel s 4256

Kino des Westens

Täglich (auch Sonntags) 15, 17, 19 und 21 Uhr Johannes Heesters , Rudo’f Platte in „Die lustigen Vagabunden" 1 . Jugendfrei — Wochenschau — s 4269

Film-Palast üch'enialerstrafje 50 Täglich, außer Sonntags und Donnerstags 15 30 und

17.30 Uhr bis einschließlich Mittwoch — Karin Hardt ,

Ernst v. Klipstein in „Schicksal am Strom“ — Jugend­frei — s 4255

Im Kinder - Krankenhaus In Karlsruhe starb unser Kleiner Cornelius Rainer unerwartet am 15. 4. 47 im Alter von 4 Monaten. In großem Leid: Otto Schmitz und Frau Hildegard geh. Wolf, Peter Hans Jürgen. Baden-Baden, ' Hotel „Kaiserin Elisabeth “. S 42 77

Werner Barth, geh. 30. 11. 08, gefallen ln den letzten April­tagen 1945 ln Berlin . In tiefer Trauer Familie Carl Barth , Baumeister , B.-Baden, Lange Str. 81. Seelenamt 8.30 Uhr, Mittwoch, 7. Mai in der Stifts­kirche. s 4237

Jakob Großkinsky, Sehreiner geb. 13. 10. 69, gest. 22 4. 47. Im Namen der Hinterbliebe­nen: Friedrich Großkinsky,

Höllhäuserweg 35. S 4252

Frau Rosa Ruf, geb. Velten, geb. 28. 8. 1873. gest. 20. 4. 1947. In tiefer Trauer: Job. Gustav Ruf, Kinder und Enkel. Für Teilnahme all. best. Dank. S4219

Otto Mltzel, geb. 21. 1. 88, gest. 21. 4. 47. In tiefem Leid: Frau Emilie Mitzel geb. Schweikart, Kinder, Geschwister und An­gehörige. Baden - Lichtental , Beuernerstr. 60. S 4186

Witwe Pauline Reich geb. Arndt, geb. 24. 3. 65, gest. 23. 4. 47. In tiefer Trauer: Hedwig Baselt geb. Reich mit Familie, B.-Baden, Schwarzyaldstr. ig; Frida Groß geb. Reich mit Familie, Berlin - Finkenkrug. Beerdigung: Samstag, 26. 4.,

vorm. 10.30 Uhr. S 4285

Ihre Verlobung ceben bekannt

Friedei Mürsdt S4250 Arthur ernst Hutt

Breslau B.-Baden

27. April 1747

Ihre Vermäh'ung geben bekannt

Alfred Bernbadi

Bankdirektor i. R.

Emmy Bernbach verw. Gies

Baden-Baden , den 24. Llchien’alerstr. 58

April 1947 S3945

Weibliche Arbeitskräfte für sitzende Der SCDWESTFUNK sucht: Tüchtige Verloren am Montagabend 21.00 Uhr ' ' ‘ " . 1 Schlafanzug (rot) u. blauweiß ka­

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Farn. Ferd. Blank, Weinbergstr. 11, Farn. Schweigert,. Claus, Hlnker.

S 4282

Frau Eva Hischmann, Witwe, Ba­ den-Baden , Lange Straße 70. See­lenamt für den Verstorbenen Mitt­woch, den 30. 4. 1937, 8.30 Uhr in der Stiftskirche. S 4227

Frau Mimi Staerk und Angehörige Gut Schafberg, B.-Baden. S 4242

Familie Großkinsky und Josef Fritsch. S 4253

Farn. Adolf lauer, Baden-Oos Rheinstraße 208. S 4249

Steuerkarte für PKW 21-»115, An­schrift Fahrbereitschaft Rathaus Baden-Baden auf der Sofienstr. (vor Caf6 Röhrle) verloren Wegen gro­ßer Wichtigkeit sehr gute Beloh­nung zugesichert. Abzugeben bei; Bärr Sofienstraße 13. S 4329

Männliche und weibliche Hilfskräfte gesucht für Montag, Mittwoch und Freitag, jeweils nachmittags. Ab­holung erfolgt per Auto Straßen-- : ; —-———~i

bahnhaltestelle Sinzhe'mer Str., 12 Verloren auf dem Wege von Rastatt

Uhr mittags. Sulzer . Hofgut Tiefe-] nach Baden-Baden Zeltplane und

nau s 4187. Schutzhose. Gegen sehr gute Be-

- —-—— ; lohnung abzugeben bei Vf enger

ichanzcige Horst Schleicher, Baden- Leopoldstr. 5, Baden-Baden . LS 4243,

Baden . Der Kamerad, von welchem die Bleistiftnotiz auf der Suchen Et: Haufen zeige im Bahnhof Baden-Baden:;

„gefallen bei Weinheim “ stammt, wird dringend gebeten, sich zu mel- denl Schultz und Riedel, Hamburg - Groß Flottbek, Adickestr. 154. 416C

am 2. 4 Bernhardstraßei Airedale-Terrier, Körper schwarz, i Kopf und Pfoten gelb. Gegen Be lohnung abzugeben Mlllet, Bern­hardstraße 29. S 427c

Eine Sonnenbrille am 13. 4. 47 im Kurgarten verloren. Abzugeben ge­gen gute Belohnung Im Fundbüro.

_ S 4'85

Am 13. April v. d. Morgenröte bis Landesbad br. Damenpelz verloren. Geg. Belohnung nach Vereinbarung abzugeben. Adr. zu erfragen unter S 4184 im BT.

Gliickskäf'rchen mit kl. Steinen am 22 . vormittags im Zentrum verloren. Gegen hohe Belohnung abzugeben. V. Mosch, Baden-Baden Liehten- taler Straße 104, U s 4224

r usikvercin Bad.-Lichtental. Freunde und Gönner des Musikvereins wer­den zur Gründungsvers' , mmlung am Sonntag, 27. 4 1947 nachm. 14 30

Uhr im Gasthaus z. „Grüner Ei am“

eingeladen. Der Gründung?-*.-huß:

T. A.: F. Fritz. S 4122

adwirtssohn sucht Jazztrommel m. Schlagzeug zu kaufen. Adr. zu er-l fragen unter S 3954 im BT. I

eige Lederhandschuhe am Sonntag, in der Fremersbergstraße gefunden.! Abzuholen im Verlag „Bad. Tagbl.“

S 4246

ovas Zeugen, intern. Bibelforscher- Vereinigung. Vortrag: Wird der Mensch als Welterbauer Gelingen haben? Sonntag, 27. 4., V-6 Uhr Abend ln der Mädchenschule Eäh- rlngerstr. Eintritt frei! S 4157

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