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Dienstag, 24. Juni 1952

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Nuimner T8 — Seite 5

Südbadens Handballer ausgespielt

Mit 12:19 Toren gegen das Rheinland klar unterlegen

Das fünfte Treffen der beiden Rivalen endete in Triberg mit einer hohen aber verdienten Niederlage der Südbadener, die in den früheren Spielen dreimal erfolgreich geblieben waren Die südbadische Ver­tretung, die in der Hauptsache aus Spielern der Ver­eine Lörrach und Schutterwald bestand, fand keinen Zusammenschluß und lieferte Ihr bisher schlechtestes Spiel. Insbesondere versagte die Hintermannschaft völlig und ließ sich durch die schnellen Rheinländer mühelos ausspielen. Der Sturm operierte viel zu um­ständlich, um sich gegen die massive Abwehr der Gegner durchsetzen zu können. So fielen auch nur drei Spieltore durch Junker, Mozer und Wagner. Alle anderen Treffer resultierten aus Strafwürfen, von denen Junker sechs und Mozer zwei verwandelten. Schon in der ersten Halbzeit zogen die Rheinländer auf 8:1 davon, ehe Südbaden bis zur Halbzeit auf 8:4 verkürzen konnte.

Auch in der zweiten Spielhälfte änderte sich das Bild kaum. Immer wieder fanden die Westdeutschen Lücken in der gegnerischen Verteidigung. Auch der südbadische Innensturm war ein glatter Ausfall. Le­diglich die beiden Außenstürmer Junker und Mozer brachten etwas Leben in den Angriff, so daß durch deren Einzelleistungen das Ergebnis bis zum Schluß­pfiff etwas freundlicher gestaltet werden konnte.

Die südbadischen Offiziellen werden noch manche Arbeit leisten müssen, wenn die Mannschaft beim Rückspiel im Herbst im Rheinland nicht eine ähnliche Niederlage erleben soll.

Singen — Sduffhansen 16:14 (8:8)

Zum Rüdekampf traten die Handball-Städte mann- schaften Singen und Schaffhausen am Samstagnach­mittag auf dem Waldeck in Singen an. In dem sehr schnellen Spiel wurde ein guter Handball gezeigt.

Die Deutschen gewannen verdient mit 18:14 und re-, Oberrhein.

vanchierten sich damit für die 18 : 18 -Gliederläge im Vorspiel in Schaffhausen .

Freiwillig abgestiegen SV Han Ingen — SV Schottern 19:14

Im letzten Spiel der südbadischen Handball-Landes­klasse siegte der SV Hauingen gegen SV Schottern mit 18:14 (7:8) Toren.

Aus finanziellen Gründen muß der SV Haulngen in der kommenden Verbandsrunde auf die Teilnahme ln den Rundenspielen der badischen Landesklasse ver­zichten. Hauingen hat 3500 Einwohner, ist eine Ar­beite rwohngemeinde und verfügt nicht über die Mittel, um die weiten Fahrten nach Rastatt , Schutterwald usw. finanzieren zu können. Haulngen spielt in der kommenden Saison freiwillig in der Bezirksliga

RSC Freiburg badisdier Mannschahsmeister

Erste gesamtbadische Meisterschaften der Radamatenre

Dl« ersten gesamtbadischen Meisterschaften im , wickelte sieb zwischen den als Favoriten gestarteten

tag über 114 Kilometer ln der Junioren- und über 42 Kilometer in der Jugendklasse, beachtliche Erfolge der südbadischen Radsportler. Ein harter Kampf ent-

Nordbaden hatte ein Uebergewidit

Badische Meisterschaften der Leichtathletik-Jugend in Donaneschingen

Wenn man einen Vergleich zwischen den letztjäh­rigen und den am Wochenende in Donaueschingen ausgetragenen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften zieht, dann kommt diesmal leider die südbadische Ju­gend nicht so gut weg. Es bestand heuer das um­gekehrte Verhältnis zu Karlsruhe wie im vergangenen Jahr: dort hatten die Südbadener nicht nur die grö­ßere Teilnehmerzahl, sondern sie konnten 11 Meister­schaften mit nach Hause nehmen. Im herrlich gele­genen Stadion von Donaueschingen mußten sie sich mit drei Titeln bescheiden, zwei bei den Jungens und einem bei den Mädchen. Die nordbadische Equipe war nicht nur zahlenmäßig überraschend stark vertreten, sondern rückte auch leistungsmäßig stark ln den Vor­dergrund. Die. Hauptzentren Heidelberg , Mannheim und Karlsruhe schöpften den Rahm ab, wobei aller­dings nicht immer die Höhen, Weiten und Zeiten des Vorjahres erreicht wurden. Im Hochsprung und Stab­hochsprung Ist ein erfreulicher Fortschritt zu verzeich­nen, auch die 4 X 100-m-Zeit ist besser als im vergange­nen Jahr, selbst Phönix, das diesmal den zweiten Platz belegte, blieb noch unter 46 Sekunden. Im Ver­gleich zum Vorjahr waren die Ergebnisse im Weit­sprung nur wenig befriedigend. Der Karlsruher Kuß­maul benötigte bei den vorjährigen Meisterschaften 8,54, um den zweiten Platz zu belegen, ln diesem Jahr genügten ihm für die gleiche Placierung bereits 5,98 m, nachdem sein Vereinskamerad Koücky mit 8,23 m Mei­ster geworden war. Die tiefere Ursache dieses Rück­ganges liegt wohl darin, daß die beiden Phönixler noch in der Staffel eingesetzt waren und daß Kußmaul außerdem noch den 100-m-Lauf und das Kugelstoßen in sein „Programm“ aufgenommen hatte, so daß er gewissermaßen von einem Startplatz an den anderen eilen mußte. Das muß sich natürlich auf die Leistun­gen auswirken. Das mäßige Ahschneiden der südbadi­schen Jungens und Mädchen dürfte wohl mit darauf zurückzuführen sein, daß die Im Vorjahr noch bei den Jugendmeisterschaften Gestarteten inzwischen die Altersgrenze erreicht und in das Lager der Aktiven übergewechselt sind. Der neue Nachwuchs muß nun erst wieder herangezogen werden, und es ist zu hof­fen, daß Südbaden, das schon bekannte Leichtathleten hervorgebracht hat, lm kommenden Jahr wieder den Anschluß findet.

Männliche Jugend: 100 m: Kußmaul, Phönix Karls­ruhe, 11,4 Sek. 400 m: 1. Schnurr, TV Rastatt, 53,5 Sek. 1000 m: 1. Ronellenfitsch, SV Rettigheim, 2.45.2 Min.; 2. Englert, MTG Mannheim, 2.47.6 Min.; 3. Neu, TV Überlingen, 2.50.0 Min.; 4. Kreher, SV St. Blasien 2.50.3 Min.; 5. Arnold, ETuSV Weil a. Rh., 2.54.8 Min. 3000 m: 1. Becker, Phönix Karlsruhe 10,02,4 Min.; 2. Basler, Phönix Karlsruhe, 10.03.4 Min.; 3. Wedel , Ski-Club Friedenweiler , 10.09.4 Min.; 4. Bartenstein, TV Offenburg, 10.12.8 Min.; 6. Tzeschlock, FV St. Bla­sien, 10.19.8 Min. 4 X 100 m: 1. TV Mannheim 45,6 Sek.;

2. Phönix Karlsruhe, 45,8 Sek.: 3. TV Offenburg , «fi.7 Sek. Olympia-Staffel: 1. TV 46 Mannheim , 3.55.2 Min.; 2 TV 46 Offenburg , 3.59.4 Min.; 3. TSG Hei­ delberg , 3.59.6 Min.; 6. Freiburger FC 4.06.4 Min. 110-m-H ü r d e n : 1. Beinert, TSG Heidelberg, 16.7 Sek. Weltsprung: 1. Kouckoy, Phönix Karlsruhe, 6,23 m. Hochsprung: 1. Gemming, TV Heidel­berg, 1,73 m: 2. Hornung, TV Uberlingen, 1,60 m; 5. Ko­rinth, SV Waldkirth, 1,60 m. Stabhochsprung: 1. Hausmann, Phönix Karlsruhe, 2,90 m. Kugel­stoßen : 1. Wunsch, TV Heidelberg, 12,15 m; 2. Kuß­maul, Phönix Karlsruhe, 12,10 m; 3. Korinth, SV Wald-

■ kirch, 11,85 m. Diskuswerfen: 1. Kahrmann, Tumerschaft Durlach, 36,37 m; 2. Korinth, SV Wald- kirch, 35,97 m. Speerwerfen: 1. Senger, SV Frei­ste«, 49,54 m; 2. Wunsch, TV Heidelberg, 47,23 m;

3. Korinth, SV Waldklrch, 45,49m. Fünfkampf: 1, Kouckoy, Phönix Karlsruhe, 3211 Punkte, 2. Schmidt, TV Bühl, 3036 Punkte, 3. Zimmermann, TV Emmen­dingen, 2945 Punkte, 5. Hentz. TV Meßkirch,. 2699 Pkte. Mannschaftsmeister: 1. TV 46 Mannheim , 12 582 Punkte; 2. TV Meßkirch , 9005 Punkte.

Weibliche Jugend: 100 m: 1. Werner, TV Schwetzin­gen, 13.0 Sek.; 2. Hermann, TV Heidelberg, 13.0 Sek. 80 m Hürden: 1. Zimmermann, TV Pforzheim, 13.5 Sek.; 2.. Kämmerer, TV St. Georgen 1. Schw., 15.1 Sek.: 3. Bauer, TV Heidelberg, 16.0 Sek.; 4. Tzechlock, TV St. Blasien, 17.0 Sek. 4 X 100-m-S t a f f e 1 : 1. TV 1846 Mannheim , 52.7 Sek.; 2. TV 46 Heidelberg , 52.8 Sek.: 3. TV Schwetzingen , 53.8 Sek.; 1 Spvg Ottenau, 54.5 Sek.; 5. PTSV Jahn Freiburg , 55.3 Sek. Hoch- Sprung: 1. Eich, Phönix Karlsruhe, 1,40 m; 2. Käm­merer, TV St. Georgen 1. Schw., 1,35 m; 3. Becker, TV Rastatt, 1.35 m. Weltsprung: 1. Martin, TV Hei­ delberg . 5.07 m. Kugelstoßen: I. Kärcher. SC Pforzheim, 10.18 m: 2. Hof. TV 46 Mannheim, 10.08 m; S. Zahn, TV 46 Heidelberg, 9.82 m; 4. Galser, SV Do­

naueschingen, 8,71 m. Diskuswerfen: 1. Kärcher, SC Pforzheim, 30,45 m; 2. Kaltreuter, MTG Mannheim, 28,44 m; 3. Zahn, TV Heidelberg, 27.66 m; 4. Stadel, SV Donaueschingen, 24,03 m; 5. Gaiser, SV Donau­eschingen, 23,94 m. Speerwerfen: 1. Gaiser, SV Donaueschingen, 38,24 m; 2. Kaltreuter, MTG Mann­heim, 27,80 m; 3. Zahn, TV Heidelberg, 24,92 m; 4. Kehl , TV St. Georgen 1. Schw., 24,90 m; 5. Stadel, SV Donau­eschingen, 34,09 m. Fünfkampf: 1. Kärcher, SC Pforzheim, 3529 Punkte; 2. Kaufmann, TV Heidelberg, 3171 Pkte.; 3. Keller, TuS Meersburg, 2921 Pkte.; 4. Püls, Schule Gaienhofen , 2716 Punkte; 5. Förg, TuS Meersburg, 2685 Pkte.; 8. Trautwein, TV St. Georgen 1. Schw., 2612 Pkte. Mannschaftsmeister: 1. TuS Meersburg , 11 736 Punkte.

Italien 51:42 besiegt

Deutschlands Frauen gewannen am Sonntag den Leichtathletik-Länderkampf gegen Italien in Mailand mit 51:43 Punkten. Der deutsche Erfolg Ist um so höher zu bewerten, weil die deutsche Mannschaft sich durchweg nur aus süddeutschen Leichtathletinnen zusammensetzte.

Wohl gab es fünf deutsche Siege gegenüber vier italienischen, aber die beste Leistung ging auf das Konto der Gastgeberinnen. In der «xioo-m-Staffel liefen die Italienerinnen mit

47.0 Sekunden eine neue Jahres-Weltbestleistung, mit der sie ihre großen Chancen bei den Olym­ pischen Spielen in Helsinki erneut unterstrichen.

Die deutsche Staffel mit Arenz—Klein—Seonbuchner— Knab benötigte 47,8 Sekunden. Allerdings fehlten hier von der deutschen Olympia-Staffel Frau Peter- sen und Frau Sander.

RSC Freiburg. Bel der Wendemarke in Memprechts- hofen lagen die Mannheimer noch klar in Führung, hatten aber bereits zwei Fahrer durch Reifenschaden verloren. Kurz vor dem Ziel in Karlsruhe-Grün­ winkel mußte ein weiterer Fahrer wegen Reifen­schadens ausscheiden. Glücklicher war der Sieger RSC Freiburg, der alle seine sechs Fahrer in der Zeit von 2.47.28 Stunden über das Ziel brachte. Mit Lang, den Gebrüdern Ehret, Lienert, Benz und Münchbach hatte damit der RSC Freiburg die erste badische Meisterschaft im Mannschaftsfahren er­rungen.

Das Dreier-Mannschafts-Fahren der Jugend über 42 Kilometer sicherte sich der „Endspurt“ Mannheim in einer Zeit von 1.00.45 Stunden vor der zweiten Mannschaft des BSC Freiburg.

Fornara gewann die »Tour de Suisse “

Der Italiener Pasquale Fornara gewann mit 48.13.25 Stunden die „Tour de Suisse “ nach Erledigung der 8. Etappe, die am Samstag auf der 241 km langen Strecke Arosa—Zürich ausgefahren wurde. Mit etwa 5 Minuten Abstand und einer Gesamtfahrzeit von 48.18.22 Stunden belegte Ferdinand Kübler (Schweiz ) den 2. Platz vor dem Italiener Carlo Cleripi. Den Etappensieg holte sich Emilie Crocl-Torti (Schweiz ) in 6.53.06 Stunden vor Serge Meneghetti (Frankreich ) in 6.54.38 Stunden und Kübler ln 6.56.30 Stunden. Von den deutschen Teilnehmern wurde Ludwig Hör­mann (München ) mit der gleichen Zeit 8. der Etap­penwertung.

Mit Pasquale Fornara hat ein unbekannter Italiener gewonnen, der auf der Schweizer 8-Etappen- Radrundfahrt das Rennen seines Lebens und eine mächtige Popularität herausfuhr. Den großen Assen Kohlet, Kübler (beide Schweiz ) und Roblc (Frankreich ) nahm er auf der 4. Etappe drei und noch mehr Minu­ten ab. In der 7. Etappe schlug der Italiener nochmals zu und zwang den sich zunächst heftig wehrenden Weltmeister Kübler schließlich zur Resignation.

I Das in Zürich gestartete deutsche Trio Pfannen- i müller, Hörmann und Theißen erreichte nicht mehr vollständig den Ausgangspunkt. Rudi Theißen fand den Simplon unüberwindlich und stieg aus dem Ren­nen. Die Leistungen Hörmanns und Pfannenmüllers muß man anerkennen, denn von 75 gestarteten Fahrern schieden 30 während des achttägigen Wett­bewerbs aus, darunter auch berühmtere Namen als die der Deutschen.

Badischer Sportound tagte

Auf seiner Mitgliederversammlung am Samstag- abend in Freiburg erörterte der Badische Sportbuna die Frage der Unfallversicherung der einzdnen Mit­glieder seiner Fachverbände. Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, beim Gerling-Konzern eine so­genannte Kollektiv-Versicherung abzuschließen, wie sie bereits die Landessportbünde von Wür tte mbe rg. Hessen, Rheinland und Nordrhein-Westfalen aoge-

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Buchholz deutscher Tennismeister

Deutschlands Davis-Pokal-Spieler Ernst Buchholz (Köln gewann in Gelsenkirchen zum dritten Male hintereinander die nationale deutsche Tennis-Meister­schaft. Im Endspiel wurde Karlheinz Sanders (Rheine ) mit 6:1, 5:7, 8:1, 7:5 geschlagen. Im ersten Satz gab Buchholz souverän mit harten und langen Schlägen den Ton an. Später verdarb ihm Sanders durch töd­liche Flugbälle am Netz etwas das Konzept. Im drit­ten Satz ließ sich der Kölner auf nichts mehr ein, ging selbst ständig ans Netz und schmetterte placiert. Im vierten Satz entbrannte nochmals ein harter Kampf, ehe Buchholz sich den Titel endgültig sichern konnte.

v. Gerlach/Jencquel Doppelmelster

Den Titel lm Damendoppel sicherten sich erneut die Vorjahresmeisterinnen Frau v. Gerlach/Frau Jencquel (Wiesbaden ) mit einem 6:4-, 2:6-, 6:2-Erfolg über Frau Kramer/Frau Müller (Augsburg/Bamberg ). Das neue und alte Meisterpaar spielte über Kopf bedeutend besser, was ausschlaggebend für den Sieg war. In der Vorschlußrunde hatten die Endsiegerinnen das Paar Frau Pohmann /Frau Vollmer (Düsseldorf/Hamburg ) mit 6:3, 6:4 ausgeschaltet.

Im gemischten Doppel erreichten Vollmer/Henkel ohne Spiel die Schlußrunde, da das Ehepaar Sanders

nach seinem 8:2-, 5:7-, 6:3-Sieg über v. Oerlach /Hel- merich zurückzog.

Frau Vollmer entthronte Frau Pohmann

Bei den Damen wurde erstmals die Hamburgerin Frau Erika Vollmer durch einen 8:4-, 6:3-Sieg über die Titelverteidigerin Frau Inge Pohmann (Düssel­ dorf ) Meisterin. Frau Pohmann führte im ersten Satz bereits mit 4:1, da bis zu diesem Zeitpunkt Frau Voll­

schlossen haben. Diese Versicherung sieht Global­prämien von 1.80 DM für Erwachsene, 1.50 DM für jugendliche von 14 bis 18 Jahren und 52 Pfennig für Kinder unter 14 Jahren vor. Bei Todesfall werden an Erwachsene 5000 DM und an Jugendliche 1000 DM ge­zahlt. Bel dauernder Invalidität erhalten Erwachsene 15 000 DM und Jugendliche 10 000 DM.

Professor Glaser, der Vorsitzende des Badischen Sportbundes teilte mit, daß in nächster Zeit Bespre­chungen über die Bildung eines Gesamtbadisch-würt- tembergischen Sportbundes zwischen Vertretern des Badischen Sportbundes und des Sportbundes Würt­temberg geführt werden.

Italiens Fechter temperamentvoller

Italien gewann in Frankfurt den Fecht-Länderkampf gegen Deutschland mit 12:4 Siegen und 71:46 Treffern. Im Degenfechten gaben die Gäste keinen Sieg ab. Im Säbel erkämpfte der Hannoveraner rascher einen deutschen Sieg und im Degen Norman Casimir (Frank­ furt ). Bei den Damen waren Lilo Allgayer (Frankfurt ) und Ilse Keydel (Hannover ) je einmal erfolgreich. Beide Staffeln traten nicht in der besten Besetzung an.

Sfidbadlscher Rekord im Diskuswerfen

Bei einem Abendsportfest des Leichtathletikverban­des Oberrhein am Samstag in Lörrach gab es folgende Ergebnisse: Diskuswerfen: 1. Neuberth (Lörrach ) 43,24 m (neuer südbadischer Rekord); Kugelstoßen :

1. Eckert (Wehr) 13,56 m; 100-m-Lauf: 1. Meyer (Lör­ rach ) 11.3 Sek.; 200-m-Lauf: 1. Grünewald (Lörrach ) 23.7 Sek.; 10 OOO-m-Lauf: 1. Bartnik (Well) 36.19 Min.; Hochsprung: 1. Knespel (Frankfurt ) 1,64,5 m: Kugel­ stoßen (Frauen): 1. Heim (Lörrach ) 11,84 m; Diskus­werfen (Frauen): 1. Heim (Lörrach ) 32,84 m.

mer die häufig angewandten Stoppbälle nur schlecht gelangen. Dagegen diktierte Frau Pohmann das Spiel, und ihr glückte am Netz fast jeder Flugball. Als jedoch Frau Vollmers Rückhand schneller und genauer wurde, konnte sie Frau Pohmann wiederholt pas­sieren. So schaffte sie den Ausgleich und den ersten Satz. Bei 4:1 im zweiten Satz wechselte die neue Mei­sterin ihre Taktik, ging ans Netz, wo Ihre Schmetter- und Flugbälle durch die Titelverteidigerin meist nicht mehr erreicht wurden. Einmal im Rückstand, ver­schlug Frau Pohmann viele leichte Bälle.

FTC-Junioren In Lörrach erfolgreich

Im Rahmen der südbadischen Henner-Henkel -Spiele traf am Sonntag die erste Juniorenmannschaft des Freiburger Tennisclubs auf die Junioren des TC Lör­rach. Die Freiburger Jungens siegten mit 4:2 Punk­ten und treffen damit in der nächsten Runde auf den TC Gaggenau, der die Junioren des TC Rot-Weiß Lörrach ausgeschaltet hat. Ergebnisse, Freiburg zu­erst genannt:

Einzel: Bengel — Vortisch 3:6, 5:7; Krebs — Edel­mann 6:1, 6:0; Ftek — Sven Schräder 6:4, 6:4; Nischwltz — Jochen Schräder 6:3, 6:3.

Doppel: Bengel/Krebs — Vortlsch/Wintzer 4:6, 6:8; Fiek/Nischwitz — S. Schrader/J, Schräder 6:3, 6:3.

Leistungssteigerung der Schwimmer

SSVF und FFC in harten Duellen um die Bezirksmeister

Ein Blick auf die Ergebnisse der Bezirkswettkämpfe in Emmendingen zeigt, daß sich der Leistungsstand im Bezirk Freiburg sichtlich hebt. Erstmalig waren auch die Kunstspringer mit einem größeren Auf­gebot am Start und zeigten von Brett und Turm

ihre ersten Früchte. Dabei waren es nicht nur alte Hasen, die ihre Kunst zeigten, sondern beachtlich auch der junge Nachwuchs, der im Leistungsvergleich nicht nachstand.

lm Schwimmen gab es auch dieses Jahr einige

beachtliche Leistungen, die sie mit Hoffnungen auf Überraschungen. So mußten sich favorisierte Leute

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die Meisterschaften in Offenburg blicken lassen. Die Springerschule von Erhard Weis zeigt in Freiburg

Ascari gewann großen Preis von Europa

Den 13. Großen Freie von Europa für Rennwagen der Formel H gewann auf dem 14,12 km Dreieekskurs von Spa-Francorchamps der Italiener Alberta Ascari auf Ferrari vor seinem Landsmann und Marken­gefährten Dr. Giuseppe Farins. Ascari legte die 36 Runden (320 km) in 3.03.46 Stunden (165.964 kmst) zurück. Der Sieger, der ln den Jahren 1050 und 1951 den Großen Preis von Deutschland gewann, konnte sich mit diesem neuen Erfolg nach seinem Sieg 1949 in Monza zum zweiten Male in die Slegerliste des Großen Preises von Europa eintragen. Er revanchierte sich gleichzeitig für die lm Vorjahre beim Großen

Starke ASV-Boxer

Rottweil mit 13:5 Punkten geschlagen

Zum ersten Male seit längerer Zelt kämpfte die Box-Staffel des ASV Freiburg wieder im eigenen Ring. Als Gegner war mit dem BSV Rottweil eine als sehr kampfstark bekannte württembergische Mannschaft verpflichtet worden. ‘ Obwohl der Abend im gesamten gesehen, nicht alle Wünsche voll be­friedigen konnte, gelang den Freiburgern ein kla­rer 13:5-Erfolg. Die Gäste verfügten zweifellos über die größere Härte im Nehmen und besaßen auch die bessere Kondition. Sie mußten sich aber der reiferen Technik der Einheimischen beugen.

Zu Beginn der Kämpfe im gut besuchten Paulus­saal wurden die südbadischen Meister Günter Hu­ber, Brokopp und Bäuerle, sowie der südbadische Zweite, Palm, besonders geehrt. Huber, Denker und der neu zum ASV gestoßene Berthold, erhielten außerdem eine Anerkennung für ihren 50. Kampf.

Während Oldenburger (F) lm Kampf gegen Stell­ macher in der dritten Runde eine Verwarnung wegen zu tiefen Abduckens einstecken mußte, trotedem aber noch zu einem knappen Punktsieg kam. erreichte Handschuh (F) trotz sichtbarer Konditionsschwächen gegen den harten Huber noch ein Unentschieden. Auf das Debüt Bertholds mußten die Freiburger ver­zichten, da er durch Übergewicht seines Gegners kampflos zu einem Sieg kam. Billmann (F), der gegen Stellmacher H in der dritten Runde stark abbaute, kam über ein von den zahlreichen Zu­schauern allerdings nicht verstandenes Unentschie­den nicht hinaus Sehr schmeichelhaft war dasselbe Urteil des Kampfgerichtes für Palm (F), der gegen Stumpp eine recht schwache Leistung zeigte. Den besten Kampf lieferten sich Brokopp (F) und Arm­leder. Der Rottweller erwies sich jn diesen harten Fuß-an-Fuß-Feight überaus hart lm Nehmen und überließ dem Freiburger nur einen knappen Punkt­

sieg. Kaltenbach (F), der »eit langer Zeit ZUM ersten Male wieder im Ring stand, hätte gegen Fischer überhaupt nichts zu bestellen, so daß Ringrichter Molinaro, Offenburg , den Kampf wegen zu großer Überlegenheit des Gastes abbrechen mußte. Nicht sehr schön zog sich der Rottweiler Koch gegen den aus Bayern zum ASV gekommenen und sehr schlag- starken Reiß aus der Affäre. In der zweiten Runde reklamierte er einen Tiefschlag und gab den Kampf auf. Nach der Feststellung des Ringarztes lag aber kein Tiefschlag vor Auch der letzte Kampf endet* vorzeitig. Nach einem Niederschlag in der ersten Runde ließ sich Wiek, der von G. Huber einen Haken auf die Halsschlagader erwischt hatte, offen­sichtlich gerne auszählen.

Preis von Belgien auf der gleichen Strecke durch Farina erlittene Niederlage.

Dreifacher Porsche-Sieg ln Schweden

Bel der internationalen Rallye „Zur Mitternachts­sonne“, die von Stockholm aus auf 3500 km langer Geblrgsstrecke bis über den Polarkreis hinausführte, belegte der Schwede Olog Persson auf, einem 1500-ccm- Porsche-Coupe nicht nur den ersten Platz in der 1500- ccm-Klasse, sondern gewann auch das Gesamtklasse­ment unter 109 zum Teil dreimal stärkeren Fahrzeu­gen. Auf den schmalen Bergstraßen in Nordschweden mit teilweise Gerölluntergrund erwiesen sich die Forsche-Wagen bet den Sonderprüfungen als un­schlagbar. Auch der zweite Platz wurde von Porsche durch einen schwedischen Fahrer belegt, an dritter Stelle lag — als bester Ausländer — der bekannte deutsche Langstreckenfahrer Huschke von Hanstein . Damit gewann Porsche auch den Mannschaftspokal.

Loigi Fagioli gestorben

Einer der besten italienischen Autorennfahrer, Luigi Fagioli, verstarb an den Nachwirkungen eines Ende Mai beim Training in Monte Carlo erlittenen Sturzes. Fagioli war bereits am 6. Juni als tot gemeldet wor­den, jedoch entsprach die damalige Meldung nicht den Tatsachen. Sein Zustand besserte sich nach einer Operation zunächst, dann aber erwies sich eine zweite Operation als notwendig. Die Todesursache war ein schwerer Gehirnschock als Folge der zweiten Opera­tion nach einer durch den Sturz erlittenen schweren Gehirnerschütterung.

Stark verbesserte Turnerinnen

Hanna Grages siegte ia der Olympiaausscheidung

Um Zehntelpunkte ging es bei den Ausscheidungs- wettbewerben der Turnerinnen für Helsinki am Sonntag in Berlin . 18 Bewerberinnen stellten sich dem ' Kampfgericht. Wesentliche Fortschritte haben die Turnerinnen vor allem am Schwebebalken er­zielt. In der Kür zeigten hier vor allem die Siegerin Hanna Grages, aber auch Inge Sedlmaier und Lydia Zeitlhofer hervorragend« Leistungen. Auch am Bar­ren war die Leistungssteigerung unverkennbar. In der Gesamtpunktzahl setzte sich Hanna Grages vom TM Verden (Aller) an die Spitze, die sie bereits nach den Pflichtübungen übernommen hatte.

Im Gesamtergebnis ist die Reihenfolge der ersten zehn (Pflicht und Kür zusammen): 1. Hanna Gra­ges 75 Punkte. 2. Brigitte Kiesler (TG Bielefeld) 73,00 Punkte. 3. Inge Sedlmaier (TG Landshut) 73,60 Punkte. 4. Lydia Zeitlhofer (TV Neuöttlng) 73,40 P.

5. Elisabeth Seeling (TV Mettmann) 73,20 Punkte.

6. Wolfgard Voß (Oldenburger Turnerbund) 73,10 P.

7. Irma Walter (TV Nürnberg) 72,60 Punkte. 8. Ursula Niekerken (Elmsbütteier Tumverband) 72,50 Punkte. 9. Gisela Wolf (TC Hannover) 72,40 Punkte. 10. Magda Richter (TV Nürnberg 71,80 Punkte.

wie Bauer und Stoffel, FFC, über 100 Meter Brust und 200 Meter Kraul gegen Adam und Diehr, SSVF, geschlagen bekennen. Stoffel revanchierte sieh aber über 100 Meter Kraul und siegte um Handschlag ln einem aufregenden Rennen vor Ulbrich und Peus, SSVF, während Bauer die 4X100-Meter-Bruststaffel erfolgreich für den FFC als Schlußmann beenden konnte. Die erste Mannschaft des FFC siegte in der Lagenstaffel vor den beiden folgenden Vertretungen des SSVF.

Neben beachtlichen Einzelleistungen und Staffel­zeiten der Herren, wobei in den Klassen auch TB Emmendingen, 1844 Freiburg und SV Waldklrch auf den ersten Plätzen zu finden sind, zeigten die Damen des SSVF gute Leistungen. H. Jaegle, Wetzel und Füßlin beendeten ihre Läufe jeweils mit Tagesbest­zeiten. Zwei Staffelsiege sicherte sich lm Wettbewerb der SSVF, während die Damen des FFC im Allein­gang die 4X100-Meter-Kraul nach Hause schwammen.

Di« Wettkämpfe zeigten, daß im Bezirk Freiburg sich das Schwimmerlager tüchtig regt, und es Ist zu hoffen, daß bis zu den Südbadischqp Meisterschaf­ten ln Offenburg noch einige Leistungen verbessert werden können, so daß. Konstanz nicht mehr allzu leicht zu Siegen kommen dürfte. Damit würde auch der Anschluß an die übrigen Schwimmverbände in Deutschland bald gefunden werden. Ga.

So gebt es siebt!

Wegen versuchter Bestechung wurde dem SC Victoria Hamburg auf die Dauer von zwei Jahren die Vertrags-Liga-Lizenz versagt. Das Mitglied Wenzien dieses Vereins wurde, aus dem Norddeutschen Fuß­ballverband ausgeschlossen. Außerdem sperrte das Verbandsgericht des NFV den Spieler Sonnenberger (Lüneburger SK) für ein Jahr. Zwischen den Ver­einen bzw. von Mitgliedern beider Vereine waren Ver­handlungen gepflogen worden, die darauf abzielten, die Fußballoberliga-Spiele zugunsten der abstiegs­bedrohten Hamburger Victoria zu beeinflussen.

Sdmtz den Singvögeln!

Seit der Freigabe von Luftgewehren hat das Abschießen von Singvögeln in erschreckender Weise zugenommen. Es gehört schon eine große Roheit dazu, diese Sänger zu töten, noch dazu in einer Zeit, in der die jungen Vögelein im Neste auf die Nahrung angewiesen sind, die ihnen die Alten zubringen. Ganz abgesehen davon, daß die meisten Singvögel die wert­vollsten Schädlingsbekämpfer sind.

Es ergeht daher an alle Eltern und Erzieh­ungsberechtigten die Aufforderung, ihre Kin- | der aufzuklären und mit der notwendigen 1 Strenge gegen diese Unsitte vorzugehen.