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Freitag, den 24-JMärz 1950

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Brand. In einem Haus der Kaiserstraße er­eignete sieb am Dienstag ein Stubenbrand, der durch ein defektes Heizkissen verursacht wur­de. Der Sachschaden beträgt etwa 190.— DM.

Teufel Alkohol. Am 23. März schlug ein Be­trunkener auf der Büchenauer Brücke Lärm und verursachte einen Auflauf. Der Betrun­kene wurde von der Stadtzolizei in Gewahr­sam genommen.

Sonntags - Nachmittags - Fremdenmiete des Staatstheaters. Wie uns mitgeteilt wird, fin­det die nächste Vorstellung am Sonntag, den 2. April 1950, nachmittags 14.30 Uhr, statt Zur Aufführung gelangt die Operette „Der Bettel­ student “ von Millöcker . Die Karten wollen unter Bezahlung der 5. Rate möglichst um­gehend im Musikhaus Müller. Kaiserstr. 21, abgeholt werden.

Film schau. In den Europalichtspielen läuft bis einschließlich Montag der englische Farb­film „Die roten Schuhe “ in deutscher Sprache. Der Film schildert die dramatische Liebes­geschichte eines Künstlerpaars, der Tänzerin Viktoria Page und des jungen Musikers und Komponisten Julian Craster. Beide stehen vor der Wahl, ob sie ihrer Kunst oder der eigenen Person zu dienen haben. Eine Reihe von her­vorragenden Darstellern geben dem Film das eindrucksvolle Gepräge. — Als Kulturfilm zei­gen die Europalichtspiele am Samstag, 14.30 Uhr, und am Sonntag, 10.30 Uhr, den großen Dschungelfilm „Leuisiana Legende“, der über­all, wo er aufgeführt wurde, als außerordent­liche Leistung bezeichnet wurde.

Ileimatvertriebene treffen sich. Am Montag, den 27. März, 20 Uhr, treffen sich die Heimat- vertriebenen im Gasthof zum Engel. Auf der Tagesordnung steht eine wichtige Aussprache. Ausgabe der Mitgliedskarten sowie die vor­bereitenden Maßnahmen zur Ausgestaltung des Sommertagszuges. Es wird daher pünkt­liches und vollzähliges Erscheinen aller Mit­glieder erwartet Gleichzeitig wird darauf hin­gewiesen, daß jeden Donnerstag, 20 Uhr, im Gasthof zum Engel eine Singstunde zur Pflege der heimatlichen Lieder stattfindet. Dazu wer-. den alle Mitglieder mit ihren Angehörigen herzlich eingeladen. Auch Gäste sind bei den jeweiligen Veranstaltungen herzlich will­kommen.

Schöffengericht Das Schöffengericht Bruch­ sal verurteilte den 52 Jahre alten A. D. von Ubstadt , wegen einer Reihe von Diebereien, zu einer achtmonatigen Gefängnisstrafe. U. a. hatte der Angeklagte im Bahnhof Ubstadt- Ort 49.— DM aus der Kasse genommen. In einer Gastwirtschaft erbeutete er 19.— DM und im Zug der Nebenbahn einen Geldbeutel mit 165.— DM. Da D. den angerichteten Scha­den fast vollständig wieder gut gemacht hatte, Meß das Gericht eine gewisse Milde walten.

Kolpingfamilie Bruchsal . Am Sonntagabend 20 Uhr bringt die Kolpingfamilie Bruchsal ln der Aula des St. Paulusheims das Schauspiel „Ben Hur“ von Houben zur Aufführung. Die Bevölkerung ist zu dieser Veranstaltung herz­lich eingeladen. Karten sind im Vorverkauf bei: A. Frittel, Bäckerei, Ecke Zollhallen-Wil- derichstraße, Anna Bannholzer, Lebensmittel, Sahnenstr., und im Gasthaus am letzten Brun­nen, Württembergeretraße, erhältlich. Am Nachmittag um 14.30 Uhr wird das Stück für die Kinder aufgeführt.

Gehaltszahlung bei wiederholter Erkran­kung. Erkrankte Angestellte haben beim Vor­liegen der gesetzlichen Voraussetzungen für die Dauer von sechs Wochen einen Anspruch auf die ihnen vertragsmäßig zustehenden Ge­haltsbezüge aus dem Arbeitsverhältnis. Kehrt der Arbeitnehmer nach einer längeren Krank­heitsdauer auf seinen Arbeitsplate zurück und erkrankt er dort nach einiger Zeit erneut, so kann der Anspruch auf Gehaltszahlung für 6

Wochen jeweils erneut geltend gemacht wer­den, wenn es sich bei der wiederholten Er­krankung nicht um einen einheitlichen Krank­heitsfall handelt. Voraussetzung für den neuen Gehaltsanspruch ist also ein neuer, selbststän­diger Krankheitsfall und damit ein neuer Ver- sicherungsfall. Handelt es sich jedoch um die gleiche Krankheit wie zuvor, so ist dies unver­züglich der Krankenkasse zu melden, die dann feststellen kann, ob ein neuer Yersicherungsfall vor liegt oder nicht Liegt kein neuer Versi­cherungsfall vor, erhält der Angestellte von der Krank enka sse Krankengeld und die Verpflich­tung des Arbeitgebers zur Gehaltszahlung ent­fällt dabei.

Jugendurlznb. Am Montag veröffentlichten wir eine Resolution des Jugendrings, der sich gegen die vorgeschlagene Herabsetzung des Jugendurlaubs wandte. Dabei wurde verse­hentlich die katholische Jugend, die stärkste Jugendgruppe der Stadt, nicht genannt. Wie die andern Gruppen, christliche Arbeiterju­gend, CVJM, Falken, Gewerkschaftsjugend, Pfadfinder und Naturfreunde, steht die katho­lische Jugend voll und ganz hinter der Reso­lution und fordert die Beibehaltung des 24- tägigen Jugendurlaubs.

Ein großer Tag liir Rot

TSV Bot feiert die Badische HandbaUmetetersdiatf

Die Feier des Badischen Handballmeisters fand .am Sonntagmorgen ihren Auftakt in einem gemeinsamen Dankgottesdienst und einer gleichzeitigen Ehrung der Gefallenen des Vereins. Kaplan Booz wußte diese schöne Geste in seiner Predigt zu würdigen und wünschte dem Verein für seine weitere Zu­kunft alles Gute und vielen Erfolg.

Am Nachmittag waren nun gegen 17 Uhr fast alle Einwohner des Dorfes am Ortsausgang nach St. Leon versammelt, um seinen Meister feierlich zu empfangen, der von seinem letzten Meisterschaftsspiel aus Bretten erwartet wurde. Die Blaskapelle des Musikvereins Rot und sämtliche Vereine der Gemeinde waren ange­treten, um der siegreichen Mannschaft ihre ersten Glückwünsche zu entbieten. Die Dorf­jugend brach in lauten Jubel aus, als der Om­nibus, geziert mit großen Transparenten und Fähnchen in Sicht kam. Die Musikkapelle spielte beim Eintreffen einen Tusch und, an­geführt von drei Reitern, der Musikkapelle, umgeben von den Mitgliedern des Radfahrer­vereins mit ihren schön gezierten Rädern, und gefolgt von den Vereinen des Ortes, ging es in einem Festzug durch das Dorf J e

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Gastepiei des Volkstheaters Heidelberg . Am

Samstag, den 25. März, 20 Uhr, gastiert das Volkstheater Heidelberg zu einem einmaligen Gastspiel in der Philippsburger Festhalle. Auf­geführt wird die Operette „Paganini“ von Fr. Lehar . Die Partie des Paganini singt Hans Tytko vom Operettentheater Stuttgart . In den weiteren Rollen Ly Brühl als Anna Elisa, Hannelore Sturm als Bella und Conny Oerlein als Pimpinelli. Die Inszenierung liegt in Hän­den von Conny Oerlein. Vorverkauf bei Fri­seur Bischoff.

Generalversammlung des FV 09. Am Sams­tag, den 25. März, findet im Gasthaus zum Schwanen die Generalversammlung des Fuß- ballvercäns statt. Beginn 20.30 Uhr. Anträge, die in der Generalversammlung behandelt werden sollen, müssen bis spätestens Sams­tag, 12 Uhr, eingegangen sein.

Versammlung des Kaninchen- und Geflügel­zuchtvereins. Der Kaninchen- und Geflügel­zuchtverein lädt auf Samstagabend, 20 Uhr, seine Mitglieder zu einer wichtigen Versamm­lung in der Brauerei Vögtel ein.

Film Vorschau der Gloria-Lichtspiele. Von Freitag bis einschldeßiich Montag das Farb- fibn-Wunder „Der Dieb von Bagdad “. An­fangszeiten: werktags 20 Uhr, sonntags 16.30, 19 und 21 Uhr. — „Der Dieb von Bagdad “, einer der ungewöhnlichsten Filme, die bisher gedreht wurden, eine pausenlose Fol^e von Abenteuern und Sensationen — Der fliegende Teppich, Das Wunderpferd, Der Wunderpfeil, Der Riese in der Flasche, Der Kampf mit der

„Blot über Japan ” in Oberhausen

Am kommenden Montag, 27. März, läuft im Saale der Einigkeit der Film „Blut über Ja­ pan “. Der Bildstreifen Ist hergestellt und be­arbeitet nach den Urkunden und Akten aus der Verfolgungszeit der japanischen Christen. Es waren dies die Jahre 1590 bis 1640. In die­ser Zeit mußten viele um ihres Glaubens wil­len ihr Leben lassen, fast alle Missionare, die ja alle Ausländer waren (meist waren es Spa­nier und Portugiesen) wurden in kurzer Zeit hingerichtet, sie konnten sich ja nicht als Ja­paner ausgeben, weil ein Europäer in der mongolischen Kleidung ebenso auffällt, wie ohne dieselbe. So dürfte der Film vor allem für die ein Ereignis und ein Erlebnis sein, die noch ein klein wenig Heldengeist und Chri­stusliebe in sich tragen.

Riesenspinne — doch über allem eine der schönsten Liebesgeschichten im Kampf mit ge­heimnisvollen Kräften. Und all das vor ctem märchenhaften Hintergrund des Orients, da, wo er am schillerndsten ist, in der Märchenstadt aus 1001 Nacht — in Bagdad . — Im neuen Programm bringen die Gloria-Lichtspiele dann den köstlichen Lustspielfilm „Die drei Dorf­heiligen.“ Spielzeiten Dienstag und Mittwoch jeweils 20 Uhr.

Geburtstage. Am 22. März feierte Frau Mina Brecht, geb. Würfel, ihren 84. Geburtstag. Am gleichen Tag beging Edmund GilHar sein 72. Wiegenfest. Heute begeht der ehemalige Bür­germeister von Philippsburg , Franz Götzinger, seinen 70. Geburtstag. Den Jubilaren unsere herzlichsten Glückwünsche.

Tabakschlußverwiegung. Am Montag, den 27. März, 10 Uhr, gelangen die Restbestände der Tabakernte zur Verwiegung. -

Der eigentliche Festakt wurde am Abend im großen Saalbau des Gasthauses „Zum Hirsch“ begangen. Der herrlich ausgesdimückte Saal whr bis zum letzten Platz von den Mitgliedern des Sportvereins und den zahlreich erschiene­nen Ehrengästen besetzt. Nach derrf Eingangs­marsch der Musikkapelle und einem gut vor­getragenen Prolog der kidinen Anneliese Klee begrüßte der Vorstand des Vereins, Harr Mein­rad Hoffmann, die Anwesenden. Bürgermeister Vetter übernahm anschließend das Wort und beglückwünschte den Verein als Vertreter der Gemeinde. Zum äußeren Zeichen seiner An­erkennung überreichte er unter großem Bei­fall der Mannschaft einen kompletten Sport- Dreß. Als Vertreter des Handballkreises Hei­ delberg sprach Herr Karl Weiß und gratulierte der Mannschaft und dem Verein.

Landtagsabgeordneter Ruppert aus Heidel­ berg überbrachte die Wünsche und Grüße des Landrats. Im Namen der Toto-Hauptstelle in Heidelberg überreichte er zwei Handbälle. Selbst Geistl. Rat Pfarrer Müller ließ es sich nicht nehmen, der Mannschaft zu gratulieren. Er schloß seine Ausführungen mit der Auf­forderung, weiterhin einsatzbereit zu sein, um letzten Endes vielleicht noch den höchsten und größten Sieg, die süddeutsche up-* deutsche Meisterschaft zu erringen.

Der Vertreter des Badischen Handball-Bun­des, Herr Friedrich aus Karlsruhe , war eben­falls erschienen. Er überreichte unter großem Jubel und Beifall den errungenen Badischen Handball-Pokal und ein Ehrendiplom für die Badische Meisterschaft. In seinen Ausführun­gen wies er darauf hin, daß Rot als erster Verein des Kreises Heidelberg die Badische Meisterschaft erringen konnte. Torwart Walter Thome dankte im Namen der ganzen Mann­schaft für die vielen Glückwünsche.

i/ereinskalender

Liederkranz Bruchsal . Am Dienstag, 28. 3., im Anschluß an die Chorprobe (21 Uhr) all­jährliche Mitgliederversammlung. Bekanntga­be der Tagesordnung erfolgt in der Versamm­lung.

TV Naturfreunde Bruchsal. Am Sonntag, 26. März, Programmwanderung: Grombacherhohl- Michaelsberg—Naturfreundehütte. Abmarsch* 13 Uhr, Prinz Max.

Hohe amerikanische Gewinne mit deutschem Kopien

Deutsche Brauereien müssen minderwertige englische Ware importieren

Wir entnehmen der Augsburger „Deutschen Tagespost“: Die deutschen Hopfenexporteure wurden beim Verkauf der vorjährigen Ernte beispiellos von amerikanischen Spekulanten übervorteilt, hört man aus dem Bundes­ernährungsministerium. Von der gesamten deutschen Hopfenernte von 120 000 Zentnern wurden 61 000 Zentner exportiert. Da der deutsche Hopfen neben dem tschechischen zu den roeistbegehrten Qualitäten auf dem Welt­markt gehört, gestaltete sich der Absatz sehr flüssig. Fast sämtliche Ausfuhren wurden be­reits im September bis November 1949 - zu einem Durchschnittspreis von 130 bis 150 Dol­lar getätigt, was einem Preis von höchstens 600 DM pro Zentner entspricht. Zu der Zeit der deutschen Verkäufe war. aber bereite offensichtlich, daß durch eine Mißernte auf der ganzen Welt Hopfen zu einem der begehr­testen Spekulationsobjekte der Saison werden würde. So werden jetzt bereits 2000 DM für den Zentner Hopfen von den deutschen Brau­ereien geboten.

Wie nun bekannt wird, hat eine amerika- nissche Firma durch ihre deutschen Einkäufer den Hauptteil der deutschen Hopfenexport­quote aufgekauft und inzwischen wieder auf dem Weltmarkt Angeboten. Dabei wurden Er­

löse bis zu 500—600 Dollar pro Zentner erzielt. Da die deutsche Eigenerzeugung zur Beliefe­rung der Brauereien nicht mehr ausreicht, mußte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bereits die Elinfuhr von 8000 Ztr. Hopfen aus England genehmigen. Diese Importe sind nach Ansicht von Fachleu­ten minderwertig und entsprechen keinesfalls den Wünschen der Brauwirtschaft. Für die Einfuhr von deutschen Hopfen, der auf dem Weltmarkt angeboten wird, werden jedoch in. •folge des überhöhten Preises keine Devisen zur Verfügung gestellt Nach überschlägigen Be­rechnungen haben die amerikanischen Hopfen­spekulanten an den deutschen Exporten min­destens 15 bis 18 Millionen Dollar verdient, eine Summe, die unserer Devisenbilanz durch die voreiligen deutschen Verkäufe verloren­gegangen ist.

Im nächsten Jahr soll die Marktbeobach­tung soweit ausgedehnt werden, daß derartige Spekulationsgeschäfte ausländischer Firmen weitgehendst ausgeschaltet werden. Ferner ist die Erhöhung der Anbaufläche für Hopfen um rund 20 Prozent geplant, was jedoch erst in drei Jahren zur Auswirkung kommt, da die Pflanzungen eine längere Wachstumszeit be­nötigen.

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Deutsche , die sich vorübergehend in der Türkei aufhalten wollen, bedürfen eines Einreisevisums. Hierzu sind folgende Unterlagen erforderlich:

a) ein Vorläufiger B c te e a u awete mit Exit Permit, der zur Wiedereinreiee in das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gültig sein muß.

b) Spruchkammerbescheid;

c) den zur Deckung der Reisekosten notwendigen Devieen- betrag in Form von Bargeld oder Travelle-Checks oder in Form eines Bankschreibens oder

ein notariell beglaubigtes Garantieschreiben eines in der Türkei wohnhaften Verwandten, aus dem hervorgeht, daß der Verwandte sowohl für die Hin- und Rückreise­kasten als auch für di« Kosten des Aufenthalts des Rei­senden aufkommt.

d) 2 Lichtbilder, auf deren Rückseite die Identität von dem zuständigen Bürgermeisteramt (Amt für öffentliche Ord­nung) bestätigt sein muß.

Weiters Auskunft erteilt da* LandrateamA

Bruchsal, den 10. März 1960

Der Landrat — VC — L. Weiß

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„Das Volk fragt — die Beamten antwortest“ am Donnerstag, den 30. Mürz 1950 um 20 Uhr im Gasthaus „zum Sternen* in Odenbehq,

Der Bürgermeister wird um ortsübliche Bekanntgabe ersucht.

Abfahrt: 19.90 Uhr bei der LencBxeteeeHbrtverwaitu ng, WUdericfastarafle 6.

Bruchsal, den 22. März I960

Der Landrat — 1/A — L. Weiß