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VON SONNTAG, 9. JULI 195©
BIS SAMSTAG, 15. JULI 1950
Südwestfunk
Süddeutscher Rundfunk
Gleichbleibende Sendungen
(W-werktags, S “sonntags)
5.00 Beginn, Frühmusik (W)
6 .Q 0 Naehr., Wetter, Musik (W)
7.00 Nadir. Wetter (W, S)
7.10 Vorschau und Musik (W, S)
7.20 Presseschau fW, S)
7.30 Morgenmusik (W)
7.30 Morgenchoral (S)
8.00 Nadir., Wasserstände (W, S)
8.10 Eigenprogramm d. Studios (W)
8.30 Pressestimmen (W)
8.30 Aus der christlidien Welt (S)
8.40 Musikalisches Intermezzo (W) 9.00 F. d Hausfrau od. Jugend (W)
9.15 Das Unvergängliche (S)
9.30 Eigenprogr der Studios (W)
10.30 Universitätsstunde (S)
11.00 Vormittagsmusik (W, S)
11.30 Eigenprogr der Studios (W)
11.45 Für den Bauern (S)
12.20 Mittagskonzert (W)
12.45 Nachrichten, Vorschau (W, S) 13.00 Aus Paris (W, S)
13.15 Musik nach Tisch (W)
14.00 Für die Jugend (W)
15.00 Kinderfunk (S)
16.30 Stimme der Heimat (S)
17.45 Franz Sprachunterricht (W)
18.15 Die Sportreportage (S)
18.20 Aus dem Zeitgeschehen (W)
18.30 Musik zum Feierabend (W) 19.00 Zeitfunk (W)
19.20 Kleine Abendmusik (S)
19.40 Tribüne der Zeit (W, S)
22.00 Nachrichten (W, S)
24.00 Spätnathriditen fW, S)
Sonntag, 9. Juli 1950
8.45 Evang. Morgenfeier 10.00 Kath. Morgenfeier 12.00 Eigenprogramm der Studios
12.20 Volksmusik und Chorgesang
13.30 Opernkonzert des SWF-Orche- sters. Leitung: Hubert Reichert. Solist O. V. Rohr (Baß)
14.00 Plauderei über Badeanzüge
14.15 Frohe Melodien
15.30 Jedem das Seine! Viel Musik und wenig Worte
16.30 „Kalte Dusche", HörberiCht aus Bad Wörrishofen
17.00 Koblenz: Das SWF -Unterhal- tungsorehester spielt, Leitung Otto Gerdes 18.00 Kritik der Zeit 20.00 Konzert des OrChestre National Paris unter Leitung von Serge Koussewitzky.
22.15 Sport und Musik
23.30 „Im Rhythmus der Freude"
Montag, 10. Juli 1950
6.50 Evang Morgenandacht
15.30 Musik am Nachmittag (I).
16.30 Musik am Nachmittag (II) Reinl: Exotisches Bilderbuch
17.00 Literatur der Landschaft
17.20 Solistenkonzert. Jarnach: Sonatine für Flöte u. Klavier. Brunner: Sonatine für Flöte und Klavier
20.00 Musik für Dich — Eine kleine Serenade
20.50 Probleme der Zeit 21.00 Aus der Welt der Oper. Konzert des SWF -Orchesters. Leitung: Hans Rosbaud . Solisten: Nata TüsCher, Eduard de Dek- ker und Petre Munteanu
22.20 Wirtschaftsfunk
22.30 Cembalomusik. Kuhnau : Sonate Nr. 1 „David und Goliath" aus den biblischen Historien Es spielt Gunhild Stappenbeck
22.45 „Gefährdete Jugend"
23.15 „Tausend bunte Noten"
Dienstag, 11. Juli 1950
6.50 Kath. Morgenandacht
15.30 Sinfoniekonzert.
16.15 K. Munk: „Brief eines Jägers"
16.30 Sang und Klang im Volkston 17.00 Die Liebe zum Paradoxon
17.15 Musik zur Unterhaltung 20.00 Operetten-Konzert
20.45 Hörsp.: „Nicht zuhören, meine Damen!“ von Sascha Guitry
22.20 Probleme der Zeit
72.30 Musik der Welt. Britten: Variationen u, Fuge f. Streichorchester über ein Thema von Frank Bridge Ferroud : Fou- les (Ballettmusik)
23.25 „Jazz 1950!" Die Violine ln der Jazzmusik
Mittwoch, 12. Juli 1950
6.50 Evang. Morgenandacht
15.30 Musikalische Teestunde (I) 16.00 Stimme der Heimat
16.30 Musikalische Teestunde CH ) 17.00 Bücherschau
17.15 Solistenkonzert. Lieder von Othm. SchoeCk. Ausführende: Margit vaterlaus (Sopran), Maria Bergmann (Klavier)
20.00 Die bunte klingende Filmschau des SWF
20.45 Um Ehe und Familie
21.00 Konzert des SWF -Orchesters. Leitung: Jean Meylan. Weber: Aufforderung zum Tanz. Cha- brier: Suite pastorale. Schoedc: Sommernacht. Smetana : Bla- nlk sinfonische Dichtung aus dem Zyklus „Mein Vaterland "
22.20 Wissenschaft und Technik
22.30 Liszt: Zweite Ballade. Es spielt Marie-Aimöe Warrot
22.45 „An uns ist es, die Wolken zu zerteilen“: Der Briefwechsel George Sand — Gustave Flaubert
23.15 Tanzmusik z. Tagesausklang 0.10 Swing-Serenade. 1. Kommentare zur Jazzmusik von Dr. Jan Slawe. 2 Die Swing-Besetzung d SWF -Tanzorchesters
Donnerstag, 13. Juli 1950
6.50 Kath. Morgenandacht
15.30 Nachwuchs stellt sich vor: E. Maas (Violine). H. Thürwächter (Klavier)
16.00 Aloysius Bertrand : Gedichte
16.15 Nachmittagskonzert
17.15 Musik zur Unterhaltung 20.00 Ein Tanzabend im Südwestfunk mit dem Rias -Tanz-Or- chester unter Leitg. von Wer ner Müller , dem Orchester A. Wreege und dem Kurt-Dra- beck-Sextett
21.00 Stimme der Gewerkschaften
21.10 Für den Schaliplattenfreund
22.15 Französ.-deutsches Gespräch
22.30 Internationale Musikfestwoche in Ascona . Mozart : Davidde penitente, Oratorium für Soli, Chor und Orchester KV 469
23.20 Herder entdeckte d. Volkslied 23.35 Für Kenner und Liebhaber.
Freitag, 14. Juli 1950
6.50 Evang Morgenandacht
15.30 Musik zur Teestunde
16.15 Vom bösen BliCk zur Psychoanalyse
16.30 Werke von Brahms und Liszt . Es spielt Maria Bergmann
17.00 Brice Parain , ein französischer Philosoph
17.15 Das Schlager-Intermezzo 20.00 Bach: Zum 200. Todestag. Aria
m 30 Veränderungen genannt „Die Goldberg-Variationen “. Es spielt Edith Picht-Axenfeld (Cembalo)
20.45 „Peter Cornelius, Musiker und Poet aus Mainz “
21.30 Volksmusik und Chorgesang
22.20 Probleme der Zeit
22.30 Schöne Melodien
23.00 Unterm Lampenschirm, allerlei Diskretes wird ausgeplaudert
23.30 Musik zur Nacht; das Große Hamburger Rundfunk-Orchester, Kurt Wege mit seinen Solisten und Sven Olaf-Sandberg (Gesang)
Samstag, 15. Juli 1950
6.50 Kath. Morgenandacht 14.00 Wir jungen Menschen
14.30 Frohes Wochenend 15.00 Der Rechtsspiegel
15.15 Opernmelodien
15.45 Die Briefmarkenecke 16.00 Unser Samstagnachmittag 17.00 Bücherschau
17.15 Sang und Klang im Volkston 20.00 Vater und Sohn Strauß
21.10 Klingende Rhythmen: darin:
„Der Angelhaken", Sketsch von Helene Schmoll
22.15 Sportrundschau und Musik
22.30 Der SWF bittet zum Tanz — Tanzmusik für Junge und Junggebliebene
0.10 Sie tanzen nach Ihren Wünschen! Die Telefon-Sendung des Südwestfunks
Gleichbleibende Sendungen
(W-werktags, S-sonntags)
5.00 Beginn, Frühmusik (W)
6.00 Morgenchoral, Musik (W, S) 6.40 Südwestd. Heimatpost (W)
7.10 Programmvorschau (W, S)
7.15 Werbefunk mit Musik (W)
7.15 Sonntagsmusik (S)
7.55 Naehr., Wetter (W, S)
8.00 Allerlei vom Tage (W)
8.00 Landfunk mit Volksmusik (S)
8.10 Wasserstände (W)
8.15 Morgenmusik (W)
9.30 Aus der Welt d. Glaubens (S) 9.00 Nachrichten, Musik fW)
9-35 Suchmeldungen 'Wl
10.15 Schulfunk (W)
11.45 Kulturumschau od. Landf. fW) 12.00 Musik am Mittag (W, S)
12.45 Nachrichten, Wetter (W. S) 13.00 Echo aus Baden (W)
13.00 Programmvorsch. u. Musik (S) 13.10 Werbefunk mit Musik (W)
13.30 Aus unserer Heimat iS)
14.00 Schulfunk (W)
14.30 IRO-Suchdienst W)
14.30 Kinderfunk (S)
15.45 Aus der Wirtschaft (W)
17.40 Südwestd. Heimatpost (W) 18.00 Allerlei aus unserer Zeit (W) 18.55 Toto-Ergebnisse (S)
19.00 Die Stimme Amerikas (W, S)
19.30 Wirtsch. od. Polit (W), Sport (S)
19.45 Naehr., Wett., Komment. (W, S)
21.45 Naehr., Wetter (W, S)
23.45 Letzte Nachrichten (W, S)
23.50 Zum Tagesausklang (W)
Sonntag, 9. Juli 1950
7.00 Andacht der ev Gemeinschaft
8.45 Kath. Morgenfeier
9.15 Geistliche Musik
9.45 Ein Künstlerleben. Karl Erb singt und erzählt
11.00 Universitätsstunde
11.20 Musikalische Tagesfragen
11.30 Bach: Kantate Nr 88: „Sieh, ich will Fischer aussenden“. (Lilo Rolwes, Sopran; Ingrid Lorenzen, Alt; Helmut Krebs , Tenor; Dietrich Fischer-Dies kau , Bariton; der RIAS -Kam- chor und das RIAS -Kammer- orchester. Ltg.: K. RIstenpart )
13.30 „Verwehte Klänge" — Aus der baltischen Heimat
lf.00 Stunde des Chorgesangs. Sän- gergesellseh. „Teutonia“ Ulm 15.00 Herausgefischt und aufgetischt 17.00 „Robinson und das Ringelspiel" — Hörspiel von Helene Schmoll
17.45 Monique Haas spielt Klavierkompositionen von Rameau und Debussy
18.05 Ein bunter Melodienstrauß 20.05 Aus Konzert und Oper 22.00 Virtuose Unterhaltungsmusik
22.20 Im Rhythmus der Freude — Tanzmusik
24.00 Schwedenpunsch.
Montag, 10. Juli 1950
7.00 Kath Morgenandacht 16.00 Nachmittagskonzert des Pfalzorchesters Ludwigshafen
16.45 Über neue Bücher 17.00 Werke alter Meister
20.00 Fröhlich fängt die Woche an 21.00 Blick in die politische Zukunft
21.15 Rendezvous bei Paul Lincke
21.50 Schicksale dieser Zeit
22.00 Muslca viva. Igor Sfrawinsky
23.15 Liederstunde m. Balladen von .Carl Loewe
Dienstag, 11. Juli 1950 7.00 Kath. Morgenandacht 16.00 Nachmittagskonzert 17.00 Frauenfunk
17.15 Cellomusik moderner Komponisten. Hans Hendrik Weh ding : Impression Hans Löw- stein Musik für Violoncello und Klavier. Hans Striehl: Zwei Tanzstücke (Fritz Sommer, Violincello und Hans Striehl, Klavier)
20.00 „Schön ist die Welt“. Operette in 3 Akten von Franz Lehär 21.50 Blick in die Welt 22.00 „Indizien“, ein Kriminalhörspiel von J. F. Meyer
22.30 Unterhaltung und Tanz. Die Rundfunktanzkapelle, Leitg. Paul Wehrmann.
Mittwoch, 12. Juli 1990
7.00 Kath. Morgenandacht
14.50 Unterhaltungsmusik
15.15 Kinderfunk
16.00 Von Dichtern und Dichtung; Gerh. Schäke: „Hans Sachs “
18.15 Konzertstunde
17.00 Für Eltern und Erzieher
17.15 Volksweisen im Jahreslauf — „Ich ging durch einen grasgrünen Wald“
20.00 „Unsterblicher Eulenspiegel“. Hörfolge zum Eulenspiegel- Jahr
20.50 Ludwigsburger Schloßkonzert
21.50 Wir denken an Mittel- und Ostdeutschland
22.00 „Tobias Knopp “, Melodien aus dem Wilhelm-Busch-Film von Martin Majewski
22.30 Programm nach Ansage 23.00 Max Reger : Variationen und Fuge über ein lustiges Thema von Hiller füu Orchester, op. 100 (das Symphonieorchester, Ltg.: Hans Müller-Kray 0.05 Jazz im Funk mit Dieter Zimmerle
Donnerstag, 13. Juli 1950
7.00 Kath. Morgenandacht 16.00 Nachmittagskonzert
16.50 „Wehr und das Wehratal“. — Eine Hörfolge
17.10 Hausmusik. Chor u. Orchester der Landwirtsch. Hochschule Hohenheim
20.00 Frohes Raten — gute Taten
20.45 Aus der Wunschmappe
22.00 Cäsar *Franck: Sonate für Violine und Klavier in A-dur Gerhard Taschner und Cor de Groot )
22.30 Die Lyrik d. letzten 100 Jahre. Ein Überblick
23.15 Paul Hindemith : Sinfonia Serena (das Symphonieorchester des Südd. Rundfunks. Leitg.: Hans Müller-Kray
Freitag, 14. Juli 1950
7.00 Andacht der Altkatholiken 16.00 Nachmittagskonzert
16.45 Über neue Bücher
17.00 Froh u. heiter; das Orchester Mario Traversa - Schoener — Ruth Zillger , begleitet von W. Geri (Klavier) — die 3 Nickels 20.00 Symphoniekonzert. — Zoltan Kodaly : Variationen über ein ungarisches Volkslied. Carl Goldmark : Violinkonzert von Ruggiero Ricci . Friedr. Sme tana : „Die verkaufte Braut“, Ouvertüre (das Symphonieorchester, Ltg.: Hans Müller- Kray
21.15 „Eugenia“, Legende von Gottfried Keller
22.00 Melodien von Franz Grothe und Theo Mackeben
22.45 Dreißig Minuten Kleinkunst mit Irene de Noiret und Gert Fröbe , am Flügel: Fr. Zubai
23.15 Tanzmusik. Es spielen das Orchester Jo K. Weber, Heinz Henkel mit seinen Solisten u. das Kay-Korten-Trio
Samstag, 15. Juli 1950 7.00 Junge Christen sprechen
13.45 Sportrundschau
14.00 Was die Woche brachte 14.55 Programmvorschau 15.00 Unsere Volksmusik
15.40 Jugendfunk 16.00 Nachmittagskonzert
16.45 Filmprisma
17.00 Frohes Raten — gute Taten 20.00 „Alphorn, Halszither und Po- licalami“. Zwei heitere Lektionen über die Schweizer Volksmusik
21.15 Erinnern Sie sich? Filmschlager von gestern u. vorgestern
22.00 Schöne Stimmen. — Hilde Scheppan , Walter Ludwig , Käthe Nentwig, Ake Collet, Trude Eipperle
22.30 Tanzmusik (das Tanzstreichorchester Walter Friedr. Ruff, die Gibaks, das Leimstoll-Trio 23.00 Melodie zur Mitternacht
23.50 Heute wollen wir tanzen und fröhlich sein
Hessischer Rundfunk
Radio Frankfurt 208,47 m •* 1439 kHz
Gleichbleibende Sendungen
(W—werktags, S—sonntags)
5.30 Wetter, Naehr., Musik (W) 6.00 Wetter, Morgenmusik (S)
8.30 Naehr., Wetter (W)
6.40 Morgenständchen (W)
7.00 Nachrichten, Wetter (S)
7.15 Frühkonzert (W)
7.20 Musik, Progr.-Hinweise (S) 8.00 Nachrichten, Wetter (W)
8.10 Wasserstände (W, S)
8.15 Morgenmusik (W)
8.15 Aus dem religiösen Leben (S) 9.00 Naehr., Wetter, Musik (W)
9.15 Für die Frau (S)
11.00 Hess. Landbote (S)
11.15 Schulfunk (W)
11.45 Hessischer Landbote (W)
12.00 Musik am Mittag (W)
12.30 Vorschau u. Rundschau (8) 12.35 Hessen-Rundschau (S)
12.45 Naehr., Wetter (W, 3)
13.00 Musik nach Tisch (W, S)
13.30 Unsere Wiederhol.sendung (S) 13.50 Pressestimmen (W)
14.00 Interessantes und Musik (W)
14.15 Schulfunk 'W)
14.30 Kinderfunk (S)
15.15 Börsenberichte (S)
17.45 Nachrichten i W)
18.00 Was alle angeht (W
18.30 Abendmusik IW)
19.00 Die Stimme Amerikas (W, S)
19.30 Naehr. (W, S) Sport (Si 22.00 Nachrichten, Wetter (W, S) 22.10 Sportberichte (S)
24.00 Spätnachrichten (W, S)
- Sonntag, 9. Juli 1950
8.30 Evang. Morgenfeier
9.15 „Tut die Familien auf“
9.30 „Vorwiegend heiter“
10.00 Kammermusik-Matinee. Luigi Boccherini : Sonate C-dur — Camille Saint-Saens : Phantasie op 124
11.15 Volkstümliches Konzert
15.00 „Der gemeinsame Weg“, eine Sendung f. Alt- u. Neubürger
15.15 Stunde des Chorgesangs
15.45 Frauen und Feste in Wilhelmsthal
16.00 Tanztee mit Willy Berking 17.00 Gute Unterhaltung, liebe Hö- ner! Dazwischen: Sportreportagen
20.00 Operettenrevue; alte u. neue Weisen
21.00 „Der Engel“, Hörspiel von Frank Thiess
21.25 Isaac Albeniz : Iberia-Suite — Das Sinfonie-Orchester von Radio Frankfurt unter Leitg. von Kurt Schröder 22.80 Einmal so und einmal so — Tanz für Alt und Jung
Montag, 10. Juli 1950
16.00 Tanzrhythmen — sinfonisch
18.45 Albrecht Goes : „Begegnung in Ungarn “
17.00 Unterhaltungskonzert 20.00 Gut aufgelegt! Neues und Bewährtes aus d. Plattenalbum 21.00 Probleme d. deutschen Politik
21.15 Aus der Welt der Oper.
22.15 „Brüderlein fein “; eine Hörfolge um Ferdinand Raimund
23.00 Tanzmelodien zur Nacht, gespielt von den Orchestern Tex Benneke, Frankie Carle , Ch. Foster und Ted Weems
Dienstag, 11. Juli 1950
16.00 Orchesterkonzert. Winfr. Zil- lig: Lustspiel-Suite; C. Saint- Saens: Konzert für Violoncello und Orchester; G. Bizet : Arie aus „Djamileh"; J. Massenet : Arie der Heriodade; Johannes Brahms : 5 ungarische Tänze 17.00 Bücherstunde
17.15 Kaffeegesellschaft mit Musik 20.00 Ein Tanzpotpourri mit Willi Berking
.
21.00 Kommentar von Mr. Boerner 21.05 Volkstümliche Unterhaltung — Musik der Heimat
22.15 Das Abendstudio. „Haus und Interieur in Ostasien und bei uns“. Symphonische Musik v. Hindemith u. Strawinsky , gespielt vom Philadelphia-Orchester, Ltg.: Leopold Sto- kowsky und Eugen Ormandy
Mittwoch, 12. Juli 1950
15.00 Ständchen für die Hausfrau
15.45 Eine Sendung für die Kleinsten
16.00 Stefan Zweig : Bildnis eines Europäers
16.15 Promenadekonzert aus dem Frankfurter Palmengarten
17.00 Aus der Landeshauptstadt
17.15 Geh' aus mein Herz u suche Freud ’ “. — Eine musikalische Hörfolge mit Sommerliedern aus alter und neuer Zeit .
20.00 Sinfoniekonzert. Mozart : Sinfonie in Es-Dur KV 543; Jos. Haydn; Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur; Mozart : Konzert für Klavier und Orchester In A-Dur KV 488; Beethoven : Sinfonie Nr. 7
22.15 „Mit Musik, mit Gesang, mit Humor“.
23.00 Nachtkabarett mit Max Moll
23.15 Willy Berking spielt zum Tanz
Donnerstag, 13. Juli 1950
15.30 Freistehende Künstler Hessens vor dem Mikrophon 18.00 Hausfrauenkonzert
16.50 Mädchen unserer Zeit 17.00 Unterhaltungskonzert mit den Solisten: Coba Wackers ,Sopr„ Franz Fehringer und Willy Hofmann , Tenor, Karl Kleber (Klavier)
20.00 Der Wunschzettel: Wir spielen Ihre Lieblingsmelodien 21.00 BliCk auf Europa
21.10 Unterhaltungsmusik v. heute. Kompositionen von Herbert Jarczyk . Ausführende: Unterhaltungs-Orchester von Radio Frankfurt und Studio-Orchester von Radio München unter Leitung von H. Jarczyk , Orchester Adalbert Lutter und der Philharm Chor Radio München, Inge Noll, Rosl Seegers, Hans Difflipp, Rudi SChurieke (Gesang). Franz Si- monyi (Violine)
21.45 Passiert — glossiert
22.15 Werke von Mozart . Violin- sonate e-moll KV 304; Menuett D-Dur; Klavierquart. Es-Dur
23.00 Märchen. Eine Legende von Georg Rehm
23.10 Tanzmusik
Freitag, 14. Juli 1950
16.00 Klavier- und Violinmusik — Klavierwerke von Chopin , Weber und Ravel ; Schumann : Violinsonate a-moll
16.45 Für unsere Jugend 17.00 Froh und heiter 17.40 „Man spricht von. . .“
20.00 So ein Zufall! Der kleinen Melo-Diebereien 11. Folge
21.10 Kommentar von Mr. Boerner
21.15 „Die Frau des Potiphar “; ein Hörspiel nach der Komödie von Alex. Lernet-Holenia
22.15 Frankfurter Komponisten — Paul Zoll , Franz Xaver Zintl, Hans Kracke
23.00 Briefmarkenplauderei
23.15 Swing Cocktail; Tips für Plattensammler
Samstag, 15. Juli 1950
14.15 Eins für dich und eins für mich — 12 Musikstücke
15.00 „Das aktuelle Interview"
15.10 Musik an zwei Klavieren 15.30 Volkstümliches Wissen
16.00 „Alles kommt einmal wieder!" Ein fröhliches Comeback von WeltsChlagern 17.00 Deutsche Volkslieder und Tänze
20.00 „Mein Herz ist in Musik verliebt“ — Operette, Tonfilm und Tanz
21.15 1000 Worte Hessisch herausgegeben von Wolf Schmidt , illustriert mit Musik
22.10 Sportergebnisse
22.20 „Am offenen Fenster". — Erlauschtes in einer Sommernacht 23.00 „Heyt’ will ich tanzen und fröhlich sein“
0.30 Barmusik gespielt von Paul Kuhn und Helmut Zacharias . Es singt: Detlev Lais
Das oernachläffigte Lied
Gedanken znr Vertonung der Lyrik
Das Lied ist eine Schwester der Quelle, und das Gedicht ist der Halbbruder des Liedes.
Wenn Schubert ein gutes Gedicht von Goethe vertont, anverwandelt er sich aus Freude und Drang das Gedicht und verleiht ihm die Familienähnlichkeit seiner quelleige- nen Sprößlinge.
Der kostbare Hugo Wolf , ein rasend Getriebener, vertonte seinen Mörike preziös. Er saß nicht immer an einer Quelle, aber er füllte sieh dähn und wann einen reichlichen Becher dort, lief schnell nach Hause und zauberte sich die Quellgeister aus der Luft her. So füllte sich sein Liederband mit Mörike , so wuchs das „italienische Liederbuch.“
Das Geistertreffen war stürmisch. Wolf tränkte seine Gesellen mit Quelle und Blut, Mörike und Goethe saugten sich an sein Fleisch an, sie nährten ihn aber auch. So verschieden kann es zugehen, wenn Gedicht und Ton sich finden. Niemand kann das wollen. niemand kann es verhindern.
Wie das wahre Gedicht Seele und Figur hat, eigene Lautmusik, das Weiterschwingende aus sich selbst und das Einfallstor für den starken Musiker — so hat der wahre Liedkomponist die fast weibliche Duldung für alles Besondere des Gedichtes, die Anfühlung und die geniale Empfänglichkeit für das Elementare wie für das Geistige des Dichters.
Das ist beute so und morgen. Es geschieht
Soll man Lyrik vertonen?
Echte Lyrik muß man vertonen!
Aber wo ist denn unser heutiges Lied?
Man enschuldige: Es ist im Augenblick geflohen. Das Walzengeräusch mit den unterirdischen Knällen, die Jazzmusik, welche ganz bestimmte Herz- Leiden (!) verursachen soll, hat unser Lied in eine vorübergehende Bedrängnis gebracht Ferner hat das heutige Jjed noch eine kleine, madamenhafte Konkurrenz, es ist das die fette Lappigkeit und triviale Heiserkeit des Kinoliedchens, das sich knallfarbig und geschmacklos kleidet, um Sonntagnachmittags ein. wenig aufzufallen.
Auch der Herr Bänkelsang , leicht literarisch, der zur Abwechslung einmal das Messer im Maul hat, möchte dem Lied Schaden bringen.
Flüchten wir zum Lied auf seine Insel: Wir begegnen dort den frischen Grabmälem der soeben verstorbenen Richard Strauß und Hans Pfitzner , die gute, alte und moderne Gedichte vertont haben — ganz meisterhaft — und von den Lebenden treffen wir Othmar Schoeck , der den Hermann Hesse , und Mark Lothar , der jüngere Dichter betreut.
Diesen Wunsch äußerte bei der Hörerbefragung eines großen deutschen Rundfunksenders die überwiegende Mehrheit der Befragten. Schon seit Jahren besteht der Kampf zwischen den Jüngern leichter und den Anhängern schwerer Musik; das Ergebnis der Befragung bestätigte, was die Freunde der leichten Muse schon immer behauptet hatten: daß die Hörer schwerer Musik sehr in der Minderheit sind. Um dieses etwas erstaunliche Verhältnis — da doch gerade Deutschland eine so große und reiche musikalische Tradition hat — näher zu erklären, muß eine Grenze zwischen leichter und schwerer Musik gezogen werden; zwar wird mancher Anhänger der einen und der anderen Richtung sich gegen eine Grenzziehung, die ja nie ganz objektiv sein kann, auflehnen. Doch kann wohl gesagt werden, daß das Gebiet der „leichten“ Musik in der Hauptsache unterhaltende Weisen, Operettenmelodien, Tanzmusik umfaßt, ferner Volksmusik und verschiedene Singspiele. Zum Gebiet der „schweren“ Musik gehört dann alle andere Musik, in erster Linie die Kompositionen unserer Klassiker, die Werke der Modernen und die Oper. So grob dieser Umriß der beiden Musikgattungen sein mag, genügt er doch zur Untersuchung, woher die „Scheu vor schwerer Musik“ kommt.
Es ist tatsächlich so, daß einer gewissen Anzahl von Hörern die Ankündigung von „Opus- Musik“ oder „Symphonie-Konzerten“ gleicfa-
Sie halten den preziösen Stil, sind beide sehr tänzerisch — und da sie gottlob wissen, was ein Gedicht sein muß, ist uns nicht bange um Morgen. Leider sei die Rhetorik der Vor- und Nahkampfdichter, die im Tagesinteresse stehen wollen und mit ihrer Zeltseele trumpfen, gar nicht zu vertonen... Mit den Pfaufedem der Rednerei kann das Lied nicht fliegen. Das Lied ist nämlich ein kleiner Vogel. Wunderbar singt er, kurz und bezaubernd, schon ist er weg! Georg Schwarz
bedeutend ist mit dem Abstellen des Rundfunkgerätes. Nun ist es aber völlig verfehlt, diesen Menschen das Gefühl für gute Musik absprechen zu wollen, wie es überhaupt falsch ist, gute Musik nur mit schwerer Musik gleichzusetzen, denn jede Kunstgattung hat ihre eigenen Werte, die die Bezeichnung „gut“ verdienen. Man findet bei vielen, die schwere Musik äußerlich ablehnen, das Bedürfnis und den Wunsch, sich mit einer Oper oder Symphonie zu beschäftigen, „wenn man sie nur verstünde“. Daraus geht hervor, daß es vielfach an einer geeigneten Anleitung zum Verstehen dieser Musik fehlt, und aus dem Empfinden dieses Mangels heraus entsteht wiederum das Gefühl, schwere Musik sei nur für eine exklusive Gruppe gedacht. Es ist falsch, einem auf leichte Musik Eigeschworenen oder einem musikalischen Laien mit musikwissenschaftlichen Erörterungen zu kommen. In der Regel wird ein solchermaßen „Aufgeklärter“- nur noch unzugänglicher für eine Beleimung sein. Statt der Belehrung muß eine Erläuterung gegeben werden, der Versuch einer Verdeutlichung der in einer Komposition ausgedrückten Gedanken und Empfindungen. Schließlich wird es jedem einleuchten, daß so, wie der Dichter in seinen Werken seine ganzen Anschauungen, Gefühle und Empfindungen niederlegt, der Komponist dies in den von ihm geschaffenen Melodien tut Gelingt es nun, dem jeweiligen Charakter eines Musikstückes
ein menschliches Gefühl, eine Regung zu unterlegen, wie Leid und Freude, Schmerz und Lust, so wird doch zweifellos nicht nur die Neugier, sondern sogar das Interesse wachgerufen, einmal eine solche Komposition zu hören.
Wer zum Beispiel in Carl Maria von Webers „Freischütz “-Ouverture den Zauber des Waldes, in den Motiven der Wolfsschluchtszene den Kampf des Guten mit dem Bösen und endlich den strahlenden Sieg des Guten eingefangen weiß, wird dieses Werk kaum achtlos überhören. Nun ist natürlich nicht jede Musik von so ausgeprägt erzählender Art wie die genannte, vielmehr sind die Verdeutlichungsmöglichkeiten oft recht verschieden. Eine Erleichterung für das Verständnis schwerer Musik dürfte auch das Vertrautsein mit der Person des Komponisten bedeuten. Wer sich die Mühe nimmt, etwas über Beethoven zu lesen oder im Rundfunk zu hören, bevor er in eine Aufführung der 9. Symphonie geht, dem erschließen sich die Wunder der Klangwelt leichter, als dem gänzlich Unwissenden.
Ein kritischer Punkt ist die Überwindung, abends einmal statt Unterhaltungsmusik ein Symphoniekonzert zu hören, denn das bedeutet, den Verzicht auf die gleichzeitige Lektüre der Abendzeitung. Wie 'ein gutes Buch den ganzen Menschen erfordert, so‘muß der ganze Mensch den Klängen einer Symphonie oder einer Oper lauschen. Doch wird nach einiger Zeit, falls das „Hörenlernen“ nicht übertrieben wird, der Verzicht auf eine Nebenbeschäftigung beim Hören von Musik sehr leicht fallen, dann nämlich, wenn das erklingende Musikwerk nicht nur erfaßt wird, sondern von sich aus Gedanken und Empfindungen des Hörenden voll beschäftigt.
Zwar wird es, solange Musik erklingt, immer getrennte Lager geben, doch sollten Freunde der einen Richtung versuchen, die andere Seite zu verstehen, deren Ansicht zu würdigen, und nicht zuletzt die Probe aufs Exempel machen, ob die vom andern bevorzugte Musik nicht doch hörenswert ist. Ein Kompromiß auf diesem Gebiet würde das gegenseitige Verständnis auf anderer Ebene zweifellos sehr fördern. P. Stähle
„Mögllchft Diel leichte Mufikl"
Warum wird häufig die leichte der schweren Musik vorgezogen?