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Nummer 179 Freitag, den 4. August 1950 Einzelpreis 15 Pfennig
Moskaus Forderung vom Sicherheitsrat abgelehnt
Scharfe Auseinandersetzungen im Rat — Mit acht zu eins Stimmen gegen Malik
< Lake Suecess (CJP). Der sowjetische Delegierte Malik, eröffnete am Donnerstag die dritte Sitzung des Sicherheitsrates unter seinem Vorsitz. Es ging in dieser Sitzung um die Festlegung der Tagesordnung. Dabei ka- . men die bestehenden Gegensätze mit aller Schärfe zum Ausdruck.
Nachdem der britische Delegierte Sir Jebb gefordert hatte, die amerikanische Resolution als ersten Punkt in die Tagesordnung aufzü- nehmen, richtete Malik einen heftigen Angriff gegen die Vereinigten Staaten , die er als U r - heb er der Aggression im Femen Osten be- «eichnete. Der sowjetische Delegierte vermied sorgfältig jegliche Anpeilung auf die 52 Nationen, die den Sanktionen des Sicherheitsrates ihre Unterstützung zugesagt haben und behauptete, daß der koreanische Krieg auf direkten Befehl General McArthurs begonnen labe. Wie Malik weiter ausführte, sei der Berater im amerikanischen Außenministerium, Dulles, einer der „Hauptanstifter“ des Krieges gewesen. Zur Bekräftigung seiner Feststellung zeigte er Photographien mit Dulles, dem amerikanischen Botschafter Muccio und südkoreanischen Offizieren in Grabenstellungen südlich des 38 Breitengrades. „Ich bezweifle“, sagte der sowjetische Delegierte Wörtlich „ob einer der Anwesenden der Ansicht ist, daß Dulles und Muccio Veilchen gepflückt hätten“.
Malik beschuldigt und droht ;
Wie bei der ersten Sitzung des Rates drängte der Vorsitzende erneut auf die Annahme seiner Tagesordnung, in der die Zulassung des kommunistischen China in die Vereinten Nationen . als . Voraussetzung für eine Beilegung des Koreakonfliktes gefordert wird. Sollte dieser Punkt, fügte er hinzu, ignoriert werden, sei auch jeder Beschluß, der vor irgendeinem Organ der Vereinten Natiö- hen angenommen werde, „illegal“ und ungültig.
„Die UdSSR richtet an die Vereinten Natio nen und den Sicherheitsrat den Appell, der amerikanischea^fAgfression in Korea die Unterstützung ipg, g|^ iiehen und einen Weg •inzuschlagen, der zum Frieden nnd seiner Erhaltung führt“.
„Nur mit einer solchen Maßnahme“, fuhr Malik fort, „kann der Sicherheitsrat in Einklang mit der Charte arbeiten und unter den friedliebenden Nationen der Welt Unterstützung finden. Somit bestehen wir auf unserer Tagesordnung und lehnen die Aufnahme der als Ablenkungsmanöver gedachten .amerikanischen Punkte ab und werden gegen sie stimmen“. Mit erhobener Stimme betonte
Malik, daß „die Vereinten Nationen nur zwei Wege offen haben die zu Krieg oder zum Frieden führen“. -
Dann wurde die in russisch gehaltene Rede ; des Vorsitzenden übersetzt. Während dieser Zeit verließen zahlreiche Sitzungsteilnehmer den Raum.
„Schamlose Entstellung“
Nach Ausführungen des indischen Vertreters, Sir Rau, der forderte, alle drei Punkte in die Tagesordnung aufzunehmen — die beiden Vorschläge des Vorsitzenden und die Resolution des amerikanischen Delegierten —, meldete sich der amerikanische Delegierte Austin und erwiderte den AngriflE Maliks mit derselben Schärfe.
„Nicht nur wir“, sagte er, „ich glaube die ganze Welt ist dieser offensichtlichen und schamlosen Entstellungen der Jatsachen müde, mit denen wir uns in diesem Raum befassen
sollen.“ Mit erhobener Stimme fuhr Austin fort: „Wir sind an der Unterstützung der Grundsätze interessiert, die auch die Unterstützung aller Nationen genießen, die dieser großen, freiwilligen Organisation von Staaten angehören.. Ausgenommen davon- sind solche Mitglieder, die Behauptungen Vorbringen, wie wir sie heute hören mußten."
Malik entgegnete auf die Worte Austins, daß sie nur darauf abgestellt seien, die So wjetunion zu „erpressen“. „Hysterie und Hilfeschreie“, fügte er hinzu, „sind keine sachlichen Argumente.“
Mit acht gegen eine Stimme lehnte dann der Sicherheitsrat die Forderung des sowjetischen Delegierten Malik ab, die Frage der Vertretung Chinas vor dem Problem der Wiedererstellung des Friedens in Korea zu behandeln. Jugoslwaien und Indien enthielten sich der Stimme. (Bei Redaktionsschluß ging die Sitzung noch weiter.)
Schlacht an der Küstenstraße nach Pusan
Yongdok zurückerobert — Mit Riesenschritten der Entscheidung entgegen
Tokio (UP). Eine Schlacht, von der das Schicksal der Interventionsstreitkräfte der UN vielleicht abhängen wird, wütete am Donnerstag an der südlichen Küstenstraße, . keine 50 km von dem Landungshafen Pusan c entfernt.
•' Die Kommunisten haben zwei, möglicher- “ weise drei Divisionen in den Kampf gewor-
- fen. Den letzten Berichten zufolge ist es aber ' der 24. Infanterie-Division unter Generalmajor ' Church gelungen, dem nördkoreanischen Ver- 7 such, über das flache Küstenland nach Pusan
- durahzüstoßen, bisher standzufratten. Alle Zivilisten sind aus dem Kampfgebiet evakuiert worden. Allgemein wird erwartet, daß die neugelandete 1. Marine-Division, die als Elitetruppe gilt, in dieser einzigen Lücke in der neuen Verteidigungslinie an dem Naktong eine Gegenoffensive einleiten wird. Diese Verteidigungslinie, die sich auf den Fluß stützt, ist ungefähr 140 Kilometer lang und 80 Kilometer breit.
Truppenstärke verdoppelt Wenn es den Amerikanern gelingt, die Südküste zu halten, wo augenblicklich die Städte Masan und Chinhae von den Kommunisten bedroht werden, sind die Chancen, den Krieg in Korea siegreich zu beenden, gut. Die Stärke der amerikanischen Truppen hat sich in der vergangenen Woche nahezu verdoppelt, nachdem die 2. Infanterie - Division, eine
Milliarden-Rüstung Großbritanniens
Erhöhung der Verteidigungsausgaben — Truman hat um eine Übersicht
London (UP). Großbritannien teilte den Vereinigten Staaten mit, daß es bereit ist, für den Ansbau seiner Verteidigung in den kommenden drei Jahren einen Betrag von 1,4 Milliarden Pfund auszugeben, falls die iJSA es „wesentlich unterstützen“.
In einem Memorandum, das Ministerpräsident Attlee dem amerikanischen Botschafter Douglas überreichte, wird angekündi'gt, daß Großbritannien bereit sei, seine Ausgaben für die Verteidigung von beinahe 8 Prozent des Nationaleinkommens auf 10 Prozent zu •rhöhen. Es ergibt sich folgendes Bild der Anstrengungen Großbritanniens, seine Verteidigung auszubauen:
Verteidigungs-Budget: Großbritannien gibt cur Zeit 780 Millionen Pfund jährlich für seine Verteidigung aus. Das Parlament ist aufgefordert worden, eine zusätzliche Summe tron 100 Millionen Pfund zu bewilligen, die über verschiedene Jahre verteilt werden soll. Mit amerikanischer Unterstützung ist die britische Regierung bereit, die für die Zeitspanne von drei Jahren für Verteidigung ausgeworfene Gesamtsumme von 2 Milliarden 440 Millionen Pfund auf 3,4 Milliarden Pfund zu erhöhen.
Britisches Heer: Die Dienstpflicht ist seit dem letzten Krieg in Großbritannien eingeführt und beibehalten worden. Seit Ende des Krieges in Europa sind ungefähr eine Milhon Mann militärisch ausgebildet worden. Seit Juni 1949 müssen alle Männer, die ihrer Dienstpflicht genügt haben, in den Reservedienst übertreten. „Daher besteht,“ so fährt das Memorandum fort, „eine beachtliche und ständig sich erhöhende Reserve junger ausgebildeter Männer zusätzlich zu der regulären Heeres-Reserve und zu den mehr als vier Millionen älterer Männer, die in dem letzten Krieg militärisch ausgebildet wurden."
Waffen: Die „vordringliche Notwendigkeit“ Großbritanniens sei aber, so betont das Memorandum, eine Erhöhung seiner Verteidigungsrüstung.
Das Memorandum wurde den USA übermittelt, da Präsident Truman um eine Über
sicht über die europäische Verteidigungser- fordemisse und -ziele gebeten hatte.
Acheson und Johnson treten nicht zurück
Washington (UP). Präsident Truman sagte auf seiner Pressekonferenz, er hoffe, daß der Kongreß den Zusatz zu der Vorlage über die Marshallplan-Bewilligüngen streichen werde, der vorsieht, Spanien eine Anleihe von 100 Millionen Dollar zu gewähren. Der Präsident betonte, Spanien könne um eine Anleihe auf regulärem Wege nachsuchen und sicher sein, daß diese auch günstig beurteilt werde, falls es in der Lage sei, gute Sicherheiten zu bieten.
Truman sagte weiter, er sei sehr erfreut über den aus London eingegangenen Bericht, daß Großbritannien ein Wiederaufrüstungsprogramm plane. Großbritannien zeige die richtige Einstellung zu diesem Problem. Er hoffe, daß alle anderen Alliierten sie auch haben werden.
Zu einem von dem demokratischen Abgeordneten Priest gemachten Vorschlag, daß der Verteidigungsminister Johnson und der Außenminister Acheson zurücktreten sollten, stellte Truman fest, daß, solange er im Amte sei, diese beiden Männer nicht zurücktreten würden.
Truman gab weiter bekannt, daß er erwäge, einen ständigen amerikanischen Botschafter beim Vatikan zu ernennen.
Französische Truppen für Korea ?
London (ZSH). Wie aus Paris gemeldet wird, erwägt die französische Regierung jetzt die Entsendung eines Verbandes von Landstreitkräften nach Korea . Es dürfte jedoch kein Beschluß gefaßt werden, ehh Außenminister - Schuman aus Straßburg zurückgekehrt ist und eine Kabinettssitzung über diese Frage stattgefunden hat. Im Augenblick sieht es so aus, als ob das französische Kabinett die Entsendung von etwa einer Brigade genehmigen werde.
Kampfgruppe des 5. Infanterie-Regiments und die 1. Marine-Division in Korea gelandet wurden.
Aus General MäcArthurs Kommunique vom Donnerstag ging hervor, daß die Südkoreaner den Hafen Yongdok an der Ostküste mit Unterstützung-der Flotte, die mit schweren Geschützen in den Kampf eingriff, zurückerobert haben. In dem Kommunique wurde betont, daß die Eroberung von Yongdok und die Schlacht an der Südfront 1km Donnerstag die einzigen bedeutsamen Kampfhandlungen in Korea darstellten.
Vorher hatten sich die amerikanischen Truppen an der Westfront in Korea an einzelnen Stellen um etwa 25 Kilometer vom Gegner abgesetzt und neue Verteidigungsstellungen am Naktong-Fluß bezogen. Dieser Fluß entspringt knapp westlich Taegu , verläuft in allgemein südlicher Richtung bis etwa 15 Kilometer nördlich Masern, biegt dann in östlicher und später wieder in südlicher Richtung ab und mündet bei Pusan in den Ozean. Zu dieser neuen Verteidigungslinie am Naktong, äußerte ein Sprecher von MäcArthurs Hauptquartier, der zugab, daß 90 Prozent von Korea verloren gegangen seien, „ich gebe zu, die Lage sieht auf der Landkarte schlecht aus, aber tatsächlich sind wir heute in der besten Stellung seit Beginn des Krieges. Die Amerikaner und Südkoreaner“, so fügte der Sprecher hinzu, „haben heute kürzere Fronten, die sie mit weit größerer Stärke verteidigen können. Die nichtvorhandene Drohung einer roten Luftstreitmacht“, so betonte er, „lasse den kleinen Brückenkopf weit weniger gefährdet erscheinen.“
Der Naktong, der an manchen Stellen über viereinhalb Kilometer breit und zehn Meter tief ist — an anderen Stellen ist er allerdings nur 100 Meter breit und etwas über einen Meter tief — ist nach allgemeiner Ansicht die beste, aber auch letzte natürliche Verteidigungsstellung über die die Amerikaner und Südkoreaner seit Aufgabe der Stellungen am Kumfluß verfügen. An einer Stelle allerdings macht er eine Biegung, die nur ungefähr 12 Kilometer von der neuen provisorischen südkoreanischen Hauptstadt Taegu entfernt liegt. Es besteht die Möglichkeit, daß die Kommunisten nahe genug an diese Stadt mit ihren 300 000 Einwohnern herankommen werden, um sie unter das Feuer ihrer Artillerie zu nehmen.
Die Kommunisten rücken zur Zeit den Truppen der 1. Kavallerie-Division nach, die sich 24 Kilometer zurückgezogen hat und bei Waegwan, ungefähr 30 Kilometer nordwestlich von Taegu , die letzte Brücke über den Naktong sprengte. Bisher ist es den Kommunisten gelungen, die UN -Stellungen am Han und Kumfluß zu stürmen. Werden sie auch die am Naktong nehmen? Gelingt ihnen das nicht, dann glaubt man noch eine Woche zu brauchen, bis die Verbündeten sich auf eine Gegenoffensive vorbereitet haben. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Verteidigungslinien gehalten werden.
U-Boote unbekannter ^Nationalität
Vor Australien , Neu-Gninea nnd Neuseeland
Canberra (UP). In den letzten zwei Monaten wurden verschiedentlich U-Boote imbekannter Nationalität vor den Küsten Austra liens und Neu-Guineas gesichtet. Man nimmt an, daß es sich um sowjetische AufklärungsU-Boote vom Marinestützpunkt Wladiwostok handelt. Gleichzeitig teilte die neuseeländische Marine mit, daß sie die Berichte untersuchen lasse, wonach ein unbekanntes Unterseeboot an der neuseeländischen Westküste gesichtet worden sei.
Ende der Diplomatie ?
Von Thomas Brandstetter
Die nach mehr als einem Jahr plötzlich erfolgte Rückkehr Rußlands in den Sicherheitsrat ist von der westlichen Presse zunächst mit einiger Genugtuung verzeichnet worden. Einige Kommentatoren vertreten die Ansicht, der Kreml kehre zu den Spielregeln der Diplomatie zurück, wolle also zumindest im gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Krieg. Sogar ein so guter Kenner der politischen Taktik der Russen wie James Byrnes äußerte sich spontan dahingehend, daß nunmehr der Friede gerettet sei.
Eine derartige Auffassung ist gefährlich.’ Sie zeigt, daß der Westen noch immer bereit ist, ein Lächeln Stalins als großartige Geste, ja sogar als eine politische Handlung des Entgegenkommens zu werten. Dabei sollte es den westlichen Politikern allmählich klar sein, daß der Kreml sein großes Ziel unverrückbar im Auge hat, und dieses Ziel wird mit gewaltiger Energie angesteuert, wobei lediglich taktische Umwege in Kauf genommen werden. Und diese taktischen Umwege nennt der Kreml Diplomatie. So wird man sehr gut daran tun, die Rückkehr Rußlands in den Sicherheitsrat als ein taktisches Manöver zu betrachten, das die weltpolitische Situation nicht im geringsten verändert. Man kann vier Schlüsse aus diesem Schritt ziehen:
1. Die Russen sehen die koreanische Angelegenheit als abgeschlossen, also in ihrem Sinne als gelöst an. Sie sind überzeugt, daß die Amerika -er nicht in der Lage sein werden, Korea zurückzuerobern.
2. Der Kreml verspricht sich von der Rückkehr der russischen Delegation in den Sicherheitsrat ein neues „München ", das heißt, er nimmt an, die Amerikaner würden bereit sein, das koreanische fait accompli mit dem Hinweis hinzunehmen, daß es aber wirklich das letzte Mal gewesen sei, daß eine vollzogene Eroberung anerkannt werde.
3. Die theoretische Mitarbeit Rußlands im Sicherheitsrat gibt Stalin die Möglichkeit, durch Anwendung des Vetorechts weitere Beschlüsse zu blockieren.
4. Hinter dem Schleier der gespielten Rückkehr zur Diplomatie kann Rußland die weiteren Schritte vorbereiten, die es zur Erreichung seines großen Zieles für zweckmäßig erachtet.
Kann man unter diesen Umständen von einer Rückkehr zur Diplomatie sprechen, wie es zum Teil geschieht? Es hat viel eher den Anschein, als habe die gesamte Nachkriegsdiplomatie vollkommen Schiffbruch erlitten. Zumindest seit der Viererkonferenz in Lon don vom Dezember 194? hat es praktisch keine echten diplomatischen Beziehungen zwischen dem Westen und dem Osten mehr gegeben. Das Wort hatten die Propagandisten und die Experten des Nervenkrieges, und zwar auf beiden Seiten. Daran wird sich auch nichts ändern. Es ist lediglich eine neue und sehr gefährliche Note in diesen Kampf gekommen: die Schüsse in Korea und der Rüstungswettlauf zwischen Ost und West, der nun in sein Endstadium eingetreten ist. Kein Mensch spricht heute mehr von Abrüstung und damit ist die Diplomatie kein Band mehr, das Ost und West verbindet, sondern nur noch ein ganz dünner Faden, der jeden Tag reißen kann. Und weil dem so ist, ist der Westen gezwungen, seine militärische Bereitschaft in einen Stand zu versetzen, der allen Eventualitäten gewachsen ist, um sich das Gesetz des Handelns nicht ewig von Stalin vorschreiben zu lassen.
Niemand wird bestreiten wollen, daß sich der Westen hier in einem schwerwiegenden Dilemma befindet: Die Demokratie muß, soll der Glaube an die freie Wirtschaft nicht erschüttert und damit das politische Fundament zerstört werden, imstande sein, den Menschen nicht nur Sicherheit, sondern auch einen gesunden Wohlstand zu garantieren. Sicherheit aber setzt zur Zeit sehr hohe Rüstungsausgaben voraus. Rüstungsausgaben sind unproduktiv und schmälern früher oder später den Konsumgütermarkt und damit den Lebensstandard. Wird hier der Ausgleich gelingen? Er kann nur gefunden werden, wenn die USA ihre gewaltige Leistungsfähigkeit erhalten können. Die Amerikaner sind Einschränkungen auf dem Sektor des privaten Verbrauchs nicht gewohnt, Europa hat sie so lange und nachhaltig gehabt, daß es genug davon hat. Eine Rückkehr zu den Maßnahmen der Kriegszeit würde in Europa zweifellos zu einer Radikalisierung der Anschauungen führen, di£