IfMSlEfc ßUmfUMll
VON SONNTAG, 2 7. AUGUST 1950 BIS SAMSTAG, 2. SEPTEMBER 1950
Südwestfunk
Gleichbleibende Sendungen
Mittwoch, 30. August
(W = werktags, S = sonntags) 5.00 Beginn, Frühmusik (W)
6.00 Nadir., Wetter, Musik (W)
7.00 Nadir., Wetter (W, S)
7.10 Vorschau und Musik (W, S)
7.20 Presseschau (W, S)
7.30 Morgenmusik (W)
7.30 Morgendioral (S)
8.00 Nadir., Wasserstände (W, S)
8.10 Eigenprogramm d. Studios (W)
8.30 Pressestimmen (W)
8.30 Aus der diristlidien Welt (S)
8.40 Musikalisdies Intermezzo (W) 9.00 Für Hausfrau od. Jugend (W)
9.15 Das Unvergängliche (S)
9.30 Eigenprogramm d. Studios (W)
10.30 Universitätsstunde (S)
11.00 Vormittagsmusik (W, S)
11.30 Eigenprogramm d. Studios (W)
11.45 Für den Bauern iS)
12.20 Mittagskonzert (W)
12.45 Nachriditen. Vorschau (W, S) 13.00 Aus Paris (W, S)
13.15 Musik nadh Tisch (W)
14.00 Für die Jugend (W)
15.00 Kinderfunk (S)
15.15 Für Alt- und Neubürger (S)
16.30 Stimme der Heimat (S)
17.45 Franz. Sprachunterricht (W)
18.15 Die Sportreportage (S)
18.20 Aus dem Zeitgeschehen (W)
18.30 Musik zum Feierabend (W) 19.00 Zeitfunk (W)
19.20 Kleine Abendmusik (S)
19.40 Tribüne der Zeit (W, S)
$2.00 Nachriditen (W, S)
24.00 Spätnachrichten (W, S)
Sonntag, 27. August
. ,JX) Festgottesdienst anläßlich des 2. deutschen evangelischen Kirchentages 1950 in Essen-Ruhr
10.15 Orgelmusik von J. S. Bach 14.00 Meister der kleinen Form!
14.15 Frohe Melodien
15.30 Sommerliches Intermezzo mit dem Funkorchester Smola
16.00 Schlußfeier des 2. deutschen Evangelischen Kirchentages 1950
17.30 Das SWF-Unterhaltungsorche- ster spielt
18.00 Zum 50. Todestag Friedrich Nietzsches : „Das Ende der provisorischen Moral“
18.15 Der Landfrauentag des Deut schen Bauernverbandes in Mainz
18.30 Die Sportreportage
20.00 Straßburger Bachfest 1950. Konzert des Städtischen Orchesters von Straßburg . Leitung: Edwin Fischer . Solisten: HClCne Costa, Reine Gianoli und Edwin Fischer
11.45 Wir tanzen
82.45 Funkausstellung Düsseldorf
22.15 Sport und Musik
J.56
15.30 16.15
16.30 17.00
6.50
15.30
*6.15
16.30 17.00
17.15
* 0.00
10.45
Montag, 28. August
Evangelische Morgenandacht Musik am Nachmittag (I)
Zu Unrecht vergessene
Frauenbücher
Musik am Nachmittag (in
Literatur der Landschaft!
Solistenkonzert.
„Kein Feuer, keine Kohle.. Probleme der Zeit „Hanni weint, Hans! lacht“ Beethoven ! Sonate in Es-dur op. 31 Nr. 3. Es spielt Gilbert Schuch ter
„Das Gericht vertagt sich“ — die Problematik der Nürnberger Prozesse
Moderne Unterhaltungsmusik
Dienstag, 29. August
Katholische Morgenandacht Symphoniekonzert des Orche- stre National Paris.
: Ernst Kreuder : „Die beiden Kameraden"
Sang und Klang im Volkston Ein Dorf und seine Künstler: Kampen -Sylt Musik zur Unterhaltung Aus Operetten von Fred Ray mond
Hörspiel „Bunbury “ von Os car Wilde Probleme der Zeit Musik der Welt: Kulturpolitische Glosse Jazz 1950!
6.50 Evangelische Morgenandacht
15.30 Musikalische Teestunde (I) 16.00 Stimme der Heimat
16.30 Musikalische Teestunde (H) 17.00 Bücherschau
17.15 Solistenkonzert. Höller: Trio für Violine, Cello und Klavier op. 34. Es spielt das Raba-Trio
20.00 Hamburg — das Tor zur Welt
20.45 Wandlungen der Familienstruktur
21.00 Das Prisma. Francaix : Streichersymphonie. Cimarosa : Arie des Paolino aus „Die heimliche Ehe". Dvorak : Scherzo capriccioso für großes Orchester op. 66. Boito : Arie d. Faust: „Nicht mehr kann ich entfliehen" a. der Oper „Me- fistofele“. Liebermann: Furioso für Orchester
22.20 Neue Wege in der Farbfotografie
22.30 Klaviermusik. Green: Festival Fugues . Es spielt K. Billing
22.45 Aus Garcia Lorcas Komödie „Donna Rosita bleibt ledig"
23.15 Schlagerrevue am lauf. Band 0.10 Tanzmusik aus Italien
Donnerstag, 31. August 6.50 Katholische Morgenandacht
15.30 Nachwuchs stellt sich vor 16.00 Kunstspiegel v. Leopold Zahn
16.15 Nachmittagskonzert
17.00 Ein Amerikaner in Europa
17.15 Virtuose Unterhaltungsmusik 20.00 Ein Tanzabend im SWF mit
dem Tanzorchester Adalbert Lutter u. bekannten Solisten 21.00 Stimme der Gewerkschaften 21.10 Volksmusik aus Italien
21.80 Palio — d. historische Pferderennen in Siena
22.15 Französisch-deutsch. Gespräch
22.30 Die großen Meister. Dvorak : Konzert für Violine und Orchester in a-moll op. 53. Es spielt die Berliner Staatskapelle. Leitung: Paul van Kem pen . Solist: Vasa Prihoda
23.05 „Karl der Große “, von Ernst Anrich
23.20 Für Kenner und Liebhaber. Werke von Darius Milhaud
Freitag, 1. September
6.50 JSvangelische Morgenandacht
15.20 Musik zur Teestunde
16.15 Chancen des deutschen Kaufmanns in Südamerika
16.80 Klaviermusik. Es spielt Willy Hülser
17.00 Lafcadio Hearn — zum 100. Geburtstag
17.15 Das Schlagerintermezzo
20.00 Unvergängliche Gestalten der englischen Literatur: „Onkel Toby“ aus Laurence Sternes „Tristram Shandy“
20.45 Kammermusik. KabalevskiJ: Lieder. Tschaikowsky : Streichquartett in D-dur op. 11. Ausführende Walter Haudc (Barl- von), Erhärt Ellbogen (Klavier) u. das Köckert-Quartett
21.30 Eröffnungsfeier des 74. deutschen Katholikentages 1950 in
PdSSüll
22.30 Schöne Melodien 23.00 Pariser Leben
23.30 Musik zur Nacht
Samstag, Z. September
6.50 Katholische Morgenandacht 14.00 Wir Jungen Menschen 14.30'Frohes Wochenend 15.00 Der Rechtsspiegel
15.15 Opemmelodien
15.45 Die Briefmarkenecke 16.00 Unser Samstagnachmittag 17.00 BUcherschau
17.15 Sang und Klang im Volkston 20.00 Wir erfüllen Hörerwünsche
22.15 Festversammlung anläßlich d. 74. deutschen Katholikentages 1950 in der Nibelungenhalle in Passau
22.30 Sportrundschau und Musik
22.46 Der SWF bittet zum Tanz! Walter Dobschinski mit seinen Solisten, Tanz-Tumier-Orche- ster Heinz Huppertz , Heinz Munsonius und seine Solisten, das Orchester Adalbert Lutter und Günther Pätzold
Süddeutscher Rundfunk
Radio Stuttgart 522 m = 575 kHz
Hessischer Rundf unk
Radio Frankfurt 308,47 m = 1439 kHz
Gleichbleibende Sendungen
5.00 Beginn, Frühmusik (W)
6.00 Morgenchoral, Musik (W, S)
6.40 Südwestd. Heimatpost (W)
7.10 Werbefunk mit Musik (W)
7.15 Sonntagsmusik (S)
7.55 Nachr., Wetter (W, S)
8.00 Landfunk mit Volksmusik (S)
8.10 Wasserstände (W)
8.15 Morgenmusik (W)
8.30 Aus der Welt des Glaubens (S) 9.00 Nachrichten, Musik (W)
9.35 Suchmeldungen (W)
10.15 Schulfunk (W)
11.45 Kulturumschau od. Landf. (W) 12.00 Musik am Mittag (W, S)
12.45 Nachrichten, Wetter (W, S) 13.00 Echo aus Baden (W)
13.10 Werbefunk mit Musik (W)
13.30 Aus unserer Heimat (S)
14.00 Schulfunk (W)
14.00 Stunde des Chorgesangs (S)
14.30 IRO-Suchdienst (W)
14.30 Kinderfunk (S)
15.45 Aus der Wirtschaft (W)
17.40 Südwestd. Heimatpost (W)
18.00 Allerlei aus unserer Zeit (W)
18.55 Toto-Ergebnisse (S)
19.00 Die Stimme Amerikas (W, S)
19.30 Wirtsch. od. Polit. (W), Sport (S)
19.45 Nachr., Wett., Komment. (W,S)
21.45 Nachr., Wetter (W, S)
23.45 Letzte Nachrichten (W, S)
23.50 Zum Tagesausklang (W)
Sonntag, 27. August 7.00 Andacht der Methodisten 9.00 „Rettet den Menschen“. Festgottesdienst vom Deutschen Evangelischen Kirchentag 1950 in Essen
10.15 Schöne Opernmelodien 11.00 Lebendige Technik
„Elektrizität in jedem Gerät"
11.20 Musikalische Tagesfragen
11.35 Salzburger Festspiele 1950.
Requiem von W. A. Mozart. Das Mozarteumorchester. Der Salzburger Domchor Dirigent: J. Messner
15.00 Deutsche Funkausstellung 1950 Düsseldorf: Unterhaltungskonzert vom SWF
16.00 „Rettet den Menschen". Übertragung v. der großen Schluß- feier des Deutschen Evangelischen Kirchentages 1950 aus dem Essener Stadion
17.30 J. S. Bach: Kantate Nr. 137 „Lobe den Herren, den mäch tigen König der Ehren "
18.00 Aus dem Programm der kommenden Woche
18.20 Unterhaltungskonzert
20.00 Deutsche Funkausstellung 1950 Düsseldorf : FunkbaU Montag
, 28. August
7.00 Katholische Morgenandacht
15.30 Kinderfunk
16.00 Nachmittagskonzert
16.45 Über neue Bücher
17.00 Haydn ’sche Kostbarkeiten. 20.00 Fröhlich fängt die Woche an 21.00 „Die große Verantwortung der Presse“
21.16 Rendezvous am Montagabend. Das Unterhaltungs-Orchester, Leitung Heinz Schröder
21.50 Schicksale dieser Zeit
22.00 Musica viva. Boris Blacher : 4 Lieder, op. 25 nach Texten v. Friedrich Wolf - Kirschkerne; Das Zirkuspferdchen; Herzensverstand; Die Hexe (Franz Fehringer , Tenor; am Flügel Carl Caelius). Hans Werner Henze : „Jack Pudding“, Ballettsuite in drei Teilen f. kleines Orchester (Uraufführung in Konzertform)
23.50 „Furcht und Angst ", eine Diskussion
Dienstag, 29. August
7.00 Katholische Morgenandacht
10.45 Schwäbisches Liedschaffen 11.00 Konzertstunde
16.00 Nachmittagskonzert.
17.00 Frauenfunk
17.15 Humor im Lied
20.15 Salzburger Festspiele 1950: „Romeo und Julia “, Oper von Boris Blacher . Die Wiener Philharmoniker . Dirigent: J. Krips
22.00 Wir bitten zum Tanz
22.45 „Der schwarze Jahrmarkt".
23.15 Unterhaltungsmusik
Mittwoch, 30. August
7.00 Katholische Morgenandacht
15.15 Kinderfunk
16.00 Jules Romains zu seinem 65. Geburtstag
16.15 Konzertstunde.
17.00 „Der deutsche Katholikentag im Heiligen Jahr"
17.15 Kleines Orchesterkonzert 20.00 „Arzt wider das Gesetz“, ein
Hörspiel von Wolfgang Loh meyer
21.00 Neue unterhaltsame Orchestermusik. Das Große Rundfunkorchester. Leitung: Fritz Ma- reczek
21.50 Wir denken an Mittel- und Ostdeutschland
22.00 Das Streichorchester Heinz Hoffmann-Glewe spielt 22.30 Programm nach Ansage 23.00 Ant. Dvorak: Streichquartett d-moll, op. 34. Yrjö Kilpinen : „Die Ebene“. Liederzyklus
Donnerstag, 31. August 7.00 Katholische Morgenandacht
10.45 Schweizer Komponisten 16.00 Nachmittagskonzert
.16.50 „Die Flucht in die Tablette" 17.05 Hausmusik. Studierende der Musikhochschule Stuttgart musizieren
20.05 Salzburger Festspiele 1950:
8. Orchesterkonzert. J.S. Bach: Brandenburgische Konzerte Nr. 3 und 5. L. v. Beethoven : IH. Symphonie (Eroiea). Ausführende: Die Wiener Phil harmoniker . Dirigent: Wil helm Furtwängler 22.05 Blick auf Europa
22.15 Beliebte Tanzmelodien
22.45 „Der Böhmische Jahrmarkt",
23.15 Der Liebsten ein Ständchen 0.05 Jazz im Funk
Freitag, 1. September
7.00 Katholische Morgenandacht 16.00 Nachmittagskonzert
16.45 Über neue Bücher
17.00 Frohe und heitere Weisen
17.40 „Vom Hammeltanz“
20.00 Ein Tanzabend
21.10 Zoltan Kodäly. Badaväri Te Deum für Soli, Chor und Orchester (Erna Bassler, Sopran; Hetty Plümacher , Alt; Stefan Schwer , Tenor; Arno Schel lenberg , Bariton ; der Philharmonische Chor und das Würt- tembergisehe Staatsorchester. Leitung: Heinz Mende)
21.30 Deutscher Katholikentag 1950 in Passau : Bericht von den Eröffnungsfeierlichkeiten
22.15 Musik aus London . Das Orchester Michael Krein
22.45 „Die bessere Hälfte“, Groteske von W. v. Stollberg
23.15 Tanzmusik. Has Alt und seine Solisten; das Geller-Sextett u. das Mundharmonikatrio „Harmonie“
Samstag, Z. September 7.80 Junge Christen sprechen
10.45 Virtuose Cellomusik v. David Popper
11.00 Fr|d£ric Chopin: Lieder und Kammermusik
13.45 Sportrundschau 14.00 Der Zeitfunk 14.55 Programmyorschau 15.00 Unsere Volksmusik
15.40 Jugendfunk 16.00 Teekonzert
16.45 Filmprisma
17.00 SChlagerpotpourrl 20.00 800 Jahre Rottweil — das Bild einer schwäbischen Stadt 21.00 Volkstümliche Weisen 22.00 Die schöne Stimme:
Enzio Pinza
22.15 Deutscher Katholikentag 1950 in Passau : Bericht von der Festversammlung in der Nibelungenhalle
22.30 Kammertanzorchester Conzel- mann und Wolfgang Gerl, Klavier.
23.00 Wer soll das bezahlen? Alles singt und schunkelt!
23.50 Wir schalten um — Sie hören: Aus Berlin das RIAS-Tanzor- chester, aus London Geraldo und sein Orchester, aus Paris neue Chansons
Gleichbleibende Sendungen
5.30 Wetter, Nachr., Musik (W) 6.00 Wetter, Morgenmusik (S)
6.30 Nachr., Wetter (W)
6.40 Morgenständchen (W)
7.00 Nachrichten, Wetter (S)
7.10 Vorschau und Musik (W, S)
7.15 Frühkonzert (W)
7.20 Musik, Progr.-Hinweise (S) 8.00 Nachrichten, Wetter (W)
8.10 Wasserstände (W, S)
8.15 Morgenmusik (W)
8:i5 Aus dem religiösen Leben (S1 9.00 Nachr., Wetter, Musik (W)
9.15 Für die Frau (S)
11.00 Hess. Landbote (S)
11.15 Schulfunk (W)
11.45 Hessischer Landbote (W)
12.00 Musik am Mittag (W)
13.30 Vorschau u. Rundschau (S)
12.35 Hessen-Rundschau (S)
12.35 Hessen-Rundschau (S)
12.45 Nachr., Wetter (W, S)
13.00 Musik nach Tisch (W, S)
13.30 Unsere Wiederhol.sendung(S).
13.50 Pressestimmen (W)
14.00 Interessantes und Musik (W)
14.15 Schulfunk (W)
14.30 Kinderfunk (S)
15.15 Börsenberichte (S)
17.45 Nachrichten (W)
18.00 Was alle angeht (W)
18.30 Ahendmusik (W)
19.00 Die Stimme - Amerikas £W, S)
19.30 Nachr. (W, S) Sport (S)
22.10 Sportberichte (S)
24.00 Spätnaehrichten (W, S)
22.00 Nachrichten, Wetter (W, S)
7.10 Vorschau und Musik (W, S)
Sonntag, 27. August 9.00 „Rettet den Menschen“, Festgottesdienst vom Deutsch. Ev. Kirchentag in Essen
10.15 Kammermusik-Matinöe
J. S. Bach: Sonate F-Dur für Violine u. obligates Cembalo; Kantate Nr. 203 „Amore tradi- tore“ für Baß und Cembalo
11.30 Unterhaltungsmatinöe
15.15 Das Schneiderhan-Quartett
15.45 „Katharina Belgica , Gräfin v. Hanau "
16.00 „Rettet den Menschen" Übertragung der großen Schlußfeier des Deutschen Evangelischen Kirchentages aus dem Essener Stadion
17.30 Gute Unterhaltung, liebe Hörer! — dazw. Sportreportagen
20.00 Fuakball 1950 — Übertragung von der Deutschen Funkausstellung
22.30 Schnappschüsse von der Deut schen Funkaüsstellung
22.45 Funkball 1950 (Fortsetzung)
Montag, 28. August .
16.00 Berühmte Orchester spielen.
16.45 „Betrachtungen eines Kranken“ von E. Heimeran
17.00 Das vergessene Lied 20.00 „Gut aufgelegt!" — Aus dem Plattenalbum
21.18 Sommer, Sonne, Badefreuden
22.15 Goethe im Spiegel der musikalischen Romantik
23.80 Zärtliche Musik
Dienstag, 29. August 16.00 Cantilene — Opernarien gesungen von Maud Cunitz , Trude Eipperle , Aga Joesten, Annelies Küpper, Günter Ambrosius, Heinrich Bensing, Franz Fehringer, Kurt Gester, Walter Ludwig und Otto von Rohr.
17.00 Bücherstunde
17.15 Im Volkston — unterhaltsame Weisen
20.00 Ein Tanzpotpourri 21.00 Kommentar von Mr. Boerner 21.05 Heitere u besinnliche Kleinkunst in Wort und Ton
21.80 Ping — Pong , ein Quiz aus dem Stegreif zwischen Rias Berlin und Radio Frankfurt
22.15 Das Abendstudio: Der deutsche Widerstand gegen Hitler und seine Probleme. — Komponisten der Gegenwart. 1. Hindemith : „Hörodiade“, R6- citation orchestrale für elf Soloinstrumente. 2. Distier: Chöre. 3. Günther Raphael: Sonatine für- Klarinette und Klavier (1948)
Mittwoch, 30. August
15.00 Kanadische Sendung
1. „Ergo Bibamus“, Frohes Leuchten in Augen und Gläsern (Die Geschichte des kanadischen Weins)) 2. „Rendezvous in den Provinzen", eine kanadische Chronik
15.20 Ständchen für die Hausfrau
15.45 Unser Purzelbriefkasten 16.00 Schule und Elternhaus
16.15 Unterhaltungskonzert mit dem Hessischen Philharmonischen Orchester
20.00 Aus den Salzburger Festspie len 1950: „Messias “, Oratorium von G. Fr. Händel . Solisten: A. Küpper, R. Anday , L. Fe- henberger, J. GreindL
22.45 Nachtkabarett mit den „Drei Rulands“
23.00 Willy Berking spielt zum Tarn
Donnerstag, 31. August
15.30 Freistehende Künstler Hessens vor dem Mikrophon
16.00 Hausfrauenkonzert 17.00 Unterhaltungskonzert- 1. Neue Arrangements. 2. Neue Schla- germelodten
20.00 Der Wunschzettel — Wir spielen Ihre Lieblingsmelodien
21.10 Unterhaltungsmusik v. heute: Kompositionen von M. Schön herr
21.45 Passiert — glossiert
22.15 Musik von Chopin , Schumann und Manuel, de Falla
23.00 Tanzmusik. Es spielen das Tanzorchester Werner Müller , das große Tangoorchester H. Carste und Paul Kuhn mit seinen Solisten.
Freitag, 1. September
16.00 Junge Solisten musizieren. 17.00 Frohe und heitere Weisen
17.40 „Man spricht von . .."
20.00 Volkstümliches Konzert —
Musik der Heimat. Traute Rose (Sopran), Kurt Wolinski (Tenor), Günter Ambrosius u. Heinz Rehfuß (Bariton), der Dresdener Mozartchor, der Chor der Christian - Wirth- Sehule in Usingen u. .a 21.05 Kommentar von Mr. Boerner
21.10 „Leuchtturm 7", Hörspiel von Hansulrich Röhl
22.15 Deutscher Katholikentag ln Passau
22.45 Aus Operetten von Leo Fall . Betina Brücker, Maria Madien Madsen, Charlotte Schütze, Franz Fehringer , Aug. Heim- pel, Willy Hofmann , Eugen Willmann und das Symphonieorchester von Radio Frankfurt unter Leitung von Kurt Schröder
Samstag, Z. September
14.15 Klingendes Wochenendbrevier mit kleinen Winken für den Ausflügler
15.60 Das aktuelle Interview
15.10 Unterm Erntekranz — ein musikalischer Reigen
15.30 Volkstümliches Wissen
16.00 Treffpunkt: Offenbach . Aufnahmen von einem großen öffentlichen Konzert am 23. August 1950. Es spielt das Unterhaltungsorchester von Radio Frankfurt unt. Erich Börschel 20.00 Operettenrevue. Alte u. neue Weisen u. Ac. von Paul Abra ham , Nico Dostal , Leo Fall , Rudolf Kattnigg , E. Künneke, Franz Lehär, Oskar Nedbal , Willy Richartz und Ludwig Schmidseder
20.55 „Familie Hesselbach". 13. Kapitel: „Nachtleben'*. Eine hessische Alltagschronik von und mit Wolf Schmidt
21.30 Von der Zither bis zum Dudelsack. Lieder und Tänze. Eine Gemeinschaftssendung v. BBC London u. Radio Frank furt mit Barbara McFadyea-> und Hans-Otto Grünefeldt
22.10 Sportergebnisse
22.15 Deutscher Katholikentag in Passau (die Festversammlung)
22.80 Zwischen heute und morgen. Tanz zum Wochenende
„Ehe ich daran gebe, einen Vers zu machen,
S i eine Szene zu entwerten, bin ich bereits von em musikalischen Duft meiner Schöpfung berauscht Dazu müssen aber allerdings nur Stoffe gewählt werden, die keiner Behandlung Bis nur zur musikalischen fähig sind; nie würde ich einen Stoff wählen, der von einem geschickten Theaterdichter ebenso gut zum rezitierenden Drama benützt werden könnte.“ Diese Gedanken notierte Richard Wagner im Jahre 1844, sechs Jahre vor der Uraufführung seines „Lohengrin “. Am 28. August 1950 wurde dann im Opernhaus zu Weimar das Werk aus der Taufe gehoben, wobei Franz Liszt den Dirigentenstab führte.
Mit „Lohengrin “ vollzog Wagner eine Tren- bung in seinem Schaffen. „Tannhäuser “ und „Lohengrin “ sind nämlich die ersten Werke, bei denen Oper- und Wortdrama sich trennen und beide eine eigene Richtung einschlagen. Diese Schaffensrichtung Wagners brachte einen neuen Faktor hervor: Das Tragische. Weder Spontini noch Weber, die Romantiker, schrieben eine tragische Oper; selbst bei tiefernstem Inhalt mußte der Spielcharakter des Ganzen gewahrt bleiben. Wagner erklärte: „Charakter und Situation meines .Lohengrin * sind der Typus des eigentlichen tragischen Stoffes. Lohengrin überhaupt entspricht der Tragik des Lebenselementes der modernen Gegenwart.“ Damit meinte Wagner zweifellos das Verlangen nach Liebe und Verstandensein durch die Liebe. In „Lohengrin “ gestaltet er dann den Wunsch der Übematur (Lohengrin ) nach Verstandensein durch die Liebe (Elsas), dem aber nach menschlicher Bedingtheit und Veranlagung keine Erfüllung werden kann. In der Unentrinnbarkeit dieses Konfliktes liegt das entscheidende Steigerungsmoment „Lohengrin “ wird stets mit großen Ehren empfangen, wo immer das Werk aufgeführt wird. Lohengrin , der Gralsritter, die liebliche Elsa, der gewalttätige Telramund und sein
bösartiges Weib Orfcrud sind die vier Pfeiler, auf denen das Ganze ruht Der zeitlose Charakter dieser Gestalten beruht in ihrer Symbolik: Das Tapfere, Ehrliche und überirdisch Gute verkörpert Lohengrin , die Reinheit und Wahrheit Elsa; Telramund ist der Gewaltmensch, ja sogar der Bösewicht, Ortrud Sinnbild der Falschheit, Heuchelei und Mißgunst Aber — Wagner und sein Werk in Ehren — wuchs „Lohengrin “ im Laufe der letzten hundert Jahre nicht ein Bart?
Der Streit um Lohengrins Bart tobt seit der Uraufführung des Werkes. Die teilweise einschläfernde Langatmigkeit einzelner Szenen, die Eintönigkeit vieler musikalischer Stellen, die übertriebene Sentimentalität um nicht zu sagen Gefühlsduselei werden nicht zu Unrecht als schwache Punkte dieser Oper bezeichnet. Die objektiv Kritisierenden stellen fest: „Lo hengrin “ ist weder Fisch noch Fleisch, weder Drama noch Oper, weder Romantik noch Mystik und ganz und gar nicht eine Realität. An diesem Punkt gehen die Erörterungen dann in musikwissenschaftliche Diskussionen über: Der Laie jedoch sagt sich: Man kann „Lohen grin “ unmöglich nur noch als romantische Oper gelten lassen, denn tatsächlich setzt sich das Werk aus verschiedenen inneren Bestandteilen zusammen: Romantik mit der Hervorhebung des ritterlichen Charakters, Mystik — denn „Lohengrin “ steht ganz in der Nähe der Wunderwelt „Parsifals “ — und ein geringes dramatisches Element bilden ein Gesamtwerk, wie es vor Wagner kein Komponist schuf. Abgesehen davon spielt ja bei Wagner immer di« Besonderheit eine Rolle, daß er der Dichter des Librettos und Schöpfer der Komposition zugleich war.
Diese innere Zwiespältigkeit bedingt, wi« aus den meisten Lohengrin-Aufführungen ersichtlich ist, eine Gefährdung der äußeren Einheit des Ganzen. Gleich, welcher Auffassung ein Regisseur ist: Eher findet man sich mit
einem Verzicht auf opemmäßige Behelfsmittel ab, als daß man roh mit einem Übersehen des ernsten und feierlichen Grundcharakters der Oper einverstanden erklärt. In dem Moment, da „Lohengrin “ seines mystischen und getragenen Grundtons beraubt wird, verliert diese Oper, sprechen wir es ruhig aus, jeglichen Wert.
Im Laufe der hundert Jahre, während der „Lohengrin " ungezählte Male über viele große und kleine Bühnen der alten und neuen Welt ging, wurde im allgemeinen eines anerkannt: Die Harmonie zwischen Musik und Handeln: Eine Harmonie insofern, als auch die Partitur „Lohengrins “ eine Anzahl von Zwiespältigkeiten aufweist und so wenig in sich geschossen ist, wie das Libretto. Beides, Musik und Handlung, sind geschickt ineinander- gefügt; wird dagegen die Musik ohne die Handlung und deren Träger, die Stimmen, zu Gehör gebracht, so hat man den Eindruck einer Monotonie mit einem gelegentlichen Aufflackern übertriebener Gefühle. Ein Beweis dafür ist, daß „Lohengrin “ eine der wenigen Opern ist, deren Musik im Rundfunk fast nie ohne die dazugehörenden Stimmen zu Gehör gebracht wird, während dies bei anderen Wagner-Opem, zum Beispiel den „Meistersingern “ und dem „Fliegenden Hol länder “ durchaus der Fall ist
Hans Pfitzner , der Komponist scharte Musikkritiker und große Wagner -Kenner, schrieb einmal: „Mit ,Lohengrin * machte Wagner den Schritt vom Opernlibretto zur Dichtung. Das Ideal des Musikdramas ist zum ersten Mal in .Lohengrin * erfüllt.“ Hier ist es wieder gesagt! Die Musik bedingt di« Handlung, eines wirkt imerträglich ohne das andere, nötig ist ein« feste Bindung beider Teile aneinander.
Es ist interessant, festzustellen, daß die Gesangspartien aus „Lohengrin “, der Tenor des Gralsritters, der Sopran der Elsa von Brabant der Bariton Friedrichvon Telramunds und der Alt Ortruds mit zu den beliebtesten gehören und von Sängerinnen und Sängern gerne als Glanzrollen bevorzugt weiden. Der Grund
hierfür Hegt in der Möglichkeit, eine ganze Skala von Gefühlen abzuspielen, eine Vielfalt menschlicher Empfindungen zum Ausdruck zu bringen und ferner in der Möglichkeit, die Wandlungsfähigkeit von einem Gefühl zum andern zu beweisen.
Das Wort „Gefühl“ bringt wieder die Entgegnungen der „Nicht-Wagnerianer“ in Erinnerung, denen man recht geben muß, wenn sie sagen, daß Richard Wagner im „Lohengrin “ Herz und Sinn des Publikums durch sentimentale musikalische Zugeständnisse einfängt, und nicht etwa durch brillante Kompositionstechnik oder besondere Feinheit des Librettos. Das wiederum ist auch die Erklärung für die große Beliebtheit Wagners gerade in Deutsch land : In jedem Deutschen hat sich ein Stück Romantik erhalten, das bei den meisten Menschen auf den leisesten Zuspruch reagiert. Richard Wagner hat nicht nur in „Lohengrin " diese in uns schwingende gefühlvolle Sait« entdeckt und sie manchmal zu ausgiebig berührt.
Es ist selber jetzt, da das Werk 100 Jahre alt ist, schwierig, ein endgültiges Urteil über „Lohengrin “ zu fällen, weil die Oper mehrere Seiten aufweist, die den einen ansprechen, den anderen abstoßen. Fest steht, daß „Lo hengrin “ zu den Weriren gehört, die den Ruf großer deutscher Musiktradition fortsetzten und auf ihre Weise versuchten, die Höhe unseres Kunstschaffens sinnfällig aufzuzeigen. Im Widerstreit der Meinungen über Wagner und seinen „Lohengrin “ sollte dieser Gedanke, vor allem nach hundert Jahren Beständigkeit des Werkes, über jede Diskussion gestellt werden. Das einzige gültige Urteil «Ult immer di« Zeit. P. Stähle