Seite
  

qaaiag. &• frgg iM

SM(

Nummer 46 — Seite 7

Uftstfc htMan

Vergangenen Freitag, 13. April, feierte das Ehe­paar Alex Heß Und Luise geh. Fürderer, schul- Straße 6 in St. Georgen , das Fest der silbernen Hochzeit.

Am Samstag, 14. April, vollendete Fräulein Alma Müller, Sigsteinsträße 8 , ihr 70. Lebensjahr.

Das 70. Wiegenfest konnte am Sonntag, 15. April, Herr Heinrich Rühm'e'r, Im Wolläwirikel 22. begehen.

Kommenden Sonntag, 22 . April, feiert Herr Gärt­nermeister Heinrich Friedrich H a n dVc h u h , Elsässerstraße 10 , seinen 72. Geburtstag

Allen dublieren gratuliert »Das Volk“ herzllchst.

40 Jahre Elektro-Leber

tiie weit über die Grenzen hinaus bekannte Frei- gyrfer Spezialfabrik für Stahlblech-Schalttafeln und SpMaltschränke, Elektro-Leber, Klarastr. 71, A^i-^^Easn Tagen auf ihr 40Jähriges Bestehen zurück. Die Firma wurde im Jahre 1911 von dem J^lgen Inhabers, Herrn Josef Leber, ln. der Eschholzstraße 22 gegründet.

^ Oründung bis 1934 befaßte sich die Firma mit Großinstallationen und dem Bau von Marnior-

•Schalttafeln und war insbesondere führend ln der Mähtage von NeonlBeleuchtungen.

Äb 1934 begann der Jetzige Inhaber und Sohn des Gründers, Herr Ing. Karl J. L e.b e r, mit der Pro­duktion xpn Stahlblechschalttafeln. Ferner wurde ins Fertigungsprogramm die Produktion von Schalt-' schränke’n, Schaltpulten, Steuerungsanlagen und Hauibnschlußsiäietrungen aufgenommen. 1941 wur­den dann die Installationen vollkommen eingestellt, und von diesem Zeitpunkt an nur noch die Spezial­fabrik mit oben genannten Erzeugnissen betrieben.

Am 27. November 1944 würde der Betrieb, der als der "größte seiner Art in Deutschland galt, und mehr als 200 Arbeiter beschäftigte, total ausgebombt. Nach der Zerstörung wurde der Betrieb ln kleinerem Um­fänge fortgeführt und ist nun, nach mehrjähriger {•Abwesenheit des Jetzigen Inhabers, wieder voll aus- - gelastet und lieferfähig.

Die Erzeugnisse der Firma werden von der zu­ständigen Fächverelnigung als technische Spitzen­leistungen anerkannt, und die Firma wird als wirt­schaftlich wichtig bezeichnet.

Wenn sich nun am kommenden Samstag Betriebs­führung und Gefolgschaft zu einer offiziellen Jubi­läumsfeier vereinen, dann können alle Flrmenange- h'örlge voll Stolz auf das ln vier Jahrzehnten Er­reichte zurückblicken. Ihr Streben wird es sein, Ruf und Bedeutung der Firma im beginnenden Halb­jahrhundert wplter zu steigern und das Werk des Gründers getreu fortzuführen.

Jugendrotkreuz spendet Freude!

Ti Leiter und Helferinnen des Badischen

D'fuiü am Wochenende auf den Straßen und

S,*;**h FreRwrgs eitrigst Spenden sammelten, ver- teilte das Jügendrotkreuz am Samstagnachmittag zahlreiche Spenden. In den Fußspuren des Roten Kteuzes schreitend und der Gesundheit, der Näch- ?tS nl ?ebe und der Völkerverständigung dienend, konnte es dank einer Spende des Amerikanischen Jugendrotkreuzes Hunderten von Flüchtlingskindem eine große Freude machen.

_ Dorade ln den Tagen, in denen in Hannover die internationale Rot-Kreuz-Flüchtlings- und Vertriebe- nen-Konferenz stattfindet, gelangten viele von ame­ rikanischen Angehörigen des JRK individuell zu­sammengestellte GeschenksChaChteln zur Verteilung an Flüchtlings- und Vertrlebenenkinder im Alter von 7.bis 12 Jahren. Sie sind ein Teil der von amerikani­ schen Kindern aus eigenen Mitteln aufgebrachten und in Westdeutschland verteilten 425 000 Geschenkschach­

teln mit einem Durchschnittswert von Je etwa 5 DM. zur Entgegennahme ihfer Päckchen versammelten sich am Samstagnachmittag einige hundert Kinder in der Turnhalle der Lessingschule. Hier erfreute sie zu­nächst die Sanitätskapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Willmann mit flotten Weisen. Dann sprach der JRK-KrelssaChbearbelter, Lehrer Hintz, über die Bedeutung der Spenden als Zeichen der Nächstenliebe und Bausteine der Völkerverständigung und forderte Buben und Mädels auf, aus freiwilligem Entschluß heraus im Sinne der Idee des Jugendrot­kreuzes zu leben und zu wirken. Begreiflicherweise war inzwischen die Spannung der Kinder auf den Inhalt der Päckchen so gestiegen, daß sie den Emp­fang kaum abwarten konnten. Als sie dann die schachteln endlich in Händen hatten, sah man es den strahlenden Augen an, daß Jedenfalls eine der Auf­gäben dieser Geschenkaktion, nämlich Freude zu be­reiten, vollauf gelungen war.

Warnung an AltmetalkSchwarzhändler

Die wie eine Seuche um sich greifenden Diebstähle von Altmetall erfordern beson­dere Maßnahmen, um den räuberischen Gesel­len den Absatz des gestohlenen Gutes nach Möglichkeit zu erschweren. Die Polizei­direktion Freiburg hat nun allen Alt­händlern ein Rundschreiben zugehen lassen, in dem auf das im Jahre 1926 erschienene Ge­setz über den geschäftlichen Verkehr mit Alt­metallen hingewiesen wird. Sicherlich beab­sichtigt die Polizei damit nicht, jene Firmen zu warben, die als reelle und traditions- reicfye Üiiiternehmen auf diesem Gebiet bei uns bewährt und geschätzt sind und deren Ge­schäftsführung von vornherein einen Schwarz­handel mit Altmetall ausschließt. — Es mag aber angebracht erscheinen, dieses Gesetz jenen in Erinnerung zu bringen, die „die Konjunktur“ ausnützen möchten und versuchen, Geschäfte mit Altmetall zu machen, deren Her­kunft nicht einwandfrei erwiesen ist.

In dem Gesetz heißt es unter anderem: Wer im Inland Altmetall, Metallbruch oder altes Metallgerät ohne besonderen Kunst- oder Al­tertumswert aus unendlen Metallen oder un­edle Metalle In rohem oder umgeschmolzenem Zustand zu gewerblichen Zwecken aufkaufen will, bedarf dazu der Erlaubnis. Es ist verboten, Gegenstände der bezeichneten Art von Minderjährigen zu erwerben. In dem Ge­werbebetrieb müssen Bücher geführt werden, in denen sämtliche Aufkäufe im einzelnen fort­laufend numeriert, sofort nach Abschluß des

mann der Vertreter des Versorgungsamtes Frei­ burg , Regierungsrät Dr. R1 e g e r t. Er Umriß die Gründzüge des Versorgungswesens im allgemeinen und die Entwicklung u'n<d Bestimmungen des Buriäes- versorgungsgesetzes. weiterhin wurden die Ansprüche der kriegsbeschädigten Heimkehrer erläutert und ln einer freien Aussprache bestehende Unklarheiten er­örtert.

Landesverbandsvorsitzender Schlaget er vom Verband der Körperbeschädigten unterstrich die ge­meinsame Arbeit der beiden Verbände. — Anschlie­ßend wurden der Versammlung der neue Kreisvor­sitzende Rusch und dessen Stellvertreter Herr­mann vorgestellt. Der Verband ist Jetzt auch im Bewilligungsausschuß des Landesamtes für Soforthilfe vertreten.

Dr. M u r m a n n richtete sodann einen Appell an die Frauen, sich für die Paketäktion für die noch nicht Heimgekehrten zür Verfügung zu stellen. Wie im ganzen Bundesgebiet, soll auch hier am 4. Mai der Tag der Kriegsgefangenen begangen werden.

Kultureller Arbeitskreis Heimatvertriebener

Die zweite Tagung des „Arbeitskreises für lands- mannschaftlicbe Kulturarbeit“ im LVD stand im Rei­chen der zukünftig zu leistenden Arbeiten. Pfarrer P a u s t wies nochmals auf die Dringlichkeit dieser Kulturarbeit hin. Uber die bisher durchgeführten Arbeiten und Veranstaltungen berichteten Frau Dr. Laslowskl und Paust Jun„ wobei das Entgegen­kommen des Ministeriums für Kultus- und Unterricht und der Volkshochschule besondere Erwähnung fand.

Uber den Ausbau der zukünftigen Arbeit referierte K. Friedrich Witt , der zunächst die geschäftlichen Probleme umriß, wobei nochmals auf die Raum- und Finanzfrage hingewiesen wurde. Die speziellen Refe­rate fanden nach kurzer Diskussion die Zustimmung aller anwesenden heimatvertriebenen Kulturschaffen­den- In (lern Programm wurde der Ausbau einer Bühnenspielschar, eines Literaturkreises sowie eine intensiv« Vortragstätigkeit mit Film- und Bildgut be

Die K.nsJtetk:

„Drei kefert&n keim“

Ein Film, den jeder sehen sollte!

In einer Welt, in der haltlose und verbrecherische Elemente ganz offen von def Notwendigkeit eines

driften Weltkrieges sprechen und sehr viele Men- Hiroshima verlor (hier denken die Amerikaner aucn sehen die Barbarei des letzten „Stahibades“ schon einmal an das von ihnen selbst wahrend des Krieges

spräch zwischen der weißen Gefangenen und dem Japanischen Obersten, der seine Angehörigen auf Hiroshima verlor (hier denken die Amerikaner auch

Geschäfts mit Tinte oder Tintenstift und nach rücksichtigt und gefordert. Die Planungen Ende Mai

Ort, Zeit, Art, Gewicht, Preis oder Gegenwert einzutragen sowie auch die Person des Ver­äußerers (Name, Familienstand, Wohnung, Alter, Beruf oder Gewerbe) nachzuweisen sind. Von allen Personen, die ihm nicht zweifelsfrei bekannt sind, muß sich der Aufkäufer einen amtlichen Ausweis vorlegen lassen.

In dem Rundschreiben wird ferner auf die Strafvorschriften des Gesetzes hingewiesen: Wer in seinem Gewerbebetriebe Altmetalle der bezeichneten Art, von denen er aus Fahrlässig­keit nicht erkannt hat, daß sie mittels einer strafbaren Handlung erlangt wurden, aufkauft, verheimlicht, verkauft, zum Pfände nimmt oder sgnst an sich bringt, oder zum Absatz bei an­dern beiträgt, wird mit Gefängnis bis zu e)In e m Jahr und mit Geldstrafe oder mit einer dieser beiden Strafen belegt.

Die Polizei ist angewiesen, scharfe Kontrollen durchzuführen und bei Verstößen gegen das erwähnte Gesetz Strafanzeige vorzulegen.

Die Strafe für Altmetalldiebe

Als die Gebrüder Friedrich und Egon im Begriff weifen, an einem Dezemberabend aus einem Schup­pen im bahneigenen Gelände von Freiburg mit Blei ui&i Kupfer durchgezogene Kabelstücke zu stehlen, um sie; auf einem Handwagen fortzuschaffen, wurden, sie von der Bahnpolizei festgehalten. Die Hoffnung ajjff den Gelderlös aus dem Verkauf der gestohlenen Käbel'zerrann unter diesen Umständen in ein Niehls.

Beil der' ersten- richterlichen Vernehmung zeigte eich der ältere der beiden Brüder von einer widerspensti­gen Seite. Von ihm war der Plan zu dem Diebstahl äRsgegarigen, sein Bruder war als Mitläufer anzu- sefien. Friedrich erhielt nun wegen versuchten Dieb- sjghls.und Widerstands sechs Monate Gefängnis, Egon zwei'Monate Gefängnis zugemessen.

Das Ende eines Hütten-Idylls

Am le.tztjährigen zweiten Weihnachtstag wurde in elMf Wochenendhütte in der Gegend des Dorfes Wiiatal von den Teilhabern der Hütte ein junger Mensch angetroffen, der durch eine Dachlucke ein- gedrüngeh war, um sich häuslich einzurichten. Bel der Prüfung des Unbekannten ergab sich, daß es sich um einen aus dem Allgäu stammenden 20jährl- gep.Burschen handelte. '

Der Eindringling hatte in der Hütte nicht schlecht genaust; zur Füllung des Hüttenofens zerhackte er Stühle un'd hölzerne Wandverkleidungen zu Brenn- njalerial; was er an Eßbarem vorfand, wurde ver­speist; zur Bereicherung der Mahlzeiten holte er als Einbrecher aus zwei Anwesen in Wildtal einen Schin­ken, Schwarzwurst. Teigwaren, 40 bis 50 Eier und gefüllte Sterilisiergläser.

Der Einbrecher war am 7. Dezember nach Ab­büßung einer Strafe aus dem Gefängnis entlassen worden. Die neue Straftat ahndete das Schöffengericht , Freiburg wegen Rückfalldiebstahls. Hausfriedens­bruchs und Devisenvergehens mit einem Jahr drei Monaten Gefängnis und wegen Mundraubs mit zwei' Wochen Haft.

Verband der Heimkehrer

Auf der Monatsversammlung des Kreisverbandes Freiburg der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Ver- •üßtenangehörjgen sprach diesmal nach einer Begrü- Ifcgg'durch Landesverbandsvorsitzenden Dr. Mar-

sehen einige Lichtbildervorträge in größeren Städten vor und eine Lichtbildvortragsreihe in den Schulen Freiburgs . In der Volkshochschule Freiburg werden vom Arbeitskreis ab 24. April drei Vorlesungsreihen über den deutschen Osten durchgeführt. Daneben soll gegen Ende des Monats Mai die erste kulturelle Groß­veranstaltung der Heimatvertriebenen stattfinden.

Ebenso dringlich wurde eine größere Ausbreitung des ostdeutschen Kulturgutes in der badischen Tages­presse, im Südwestfunk und nicht zuletzt in den Schu­len des badischen Landes gewünscht. Kein Kultur­schaffender sollte und darf sich dieser gesamtdeut­schen Verpflichtung entziehen, das ostdeutsche Kul­turgut zu erhalten und zu fördern. Die nächste Ta­gung des Arbeitskreises findet am 20. April statt.

Kreisverband der Helmatvertriebenen

Die Yierjahresversammlung, die der Kreisverband der Heimatvertriebenen im Feierlingsaal abhielt, war leider nicht übermäßig stark besucht. Als Haupt­themen standen auf der Tagesordnung die Rechen­schaftsberichte über das erste Vierteljahr 1951 und der Bericht über die Tagung der Landesvertreter, die vor einer Woche stattgefunden hatte.

Der Referent des Reichenschaftsberichtes stellte fest, daß das Freiburger Soforthilfeamt in der Betreuung der Heimatvertriebenen wesentlich schneller gearbei­tet habe, als die Ämter der anderen Länder, was von den anwesenden Heimatvertriebenen voll anerkannt wurde. Trotz der großen Schwierigkeiten, die auf dem Wohnungssektor bestehen, wurden für Vertrle-

fast vergessen haben, ertönt die harte, nichts ver­schweigende und nichts schönfärbende Melodie dieses amerikanischen Films wie ein letzter Warnruf an die Vernunft und das Gewissen der Menschheit. Nur einen Film gab es vor diesem Werke, der mit der gleichen Leidenschaft und Kömpromißlosigkeit gegen den Krieg auftrat: „Im Westen nichts Neues“, von einem Deutschen geschrieben und ebenfalls in Amerika gedreht. Er wurde verboten, da er dem ver- lo'geh’en „Heldentum“ jener Jahre das wahre Gesicht des Krieges und das Bekenntnis zür Menschlichkeit elitgegensfelite. Der Centfox - Film „Drei kehrten heim“ freilich, der zwei Jahrzehnte später geschaffen wurde, ist noch um vieles realistischer und scho­nungsloser als sein Vorgänger. Er umschließt die in der Demaskierung der Kriegsbestie grausamsten Szenen, die jemals über die Leinwand liefen; aber er Ist in der unerbittlichen Verfolgung eines hohen Zieles zugleich eine der menschlichsten Schöpfungen der internationalen Filmkunst. Es mag sein, daß mancher, der bislang nur die verzuckerte filmische „Hausmannskost“ unserer Tage kennenlernte, vor dem grauenhaften Antlitz des Krieges, das sich ihm hier nackt und ln all seinen entscheidenden Phasen darbietet, zurückschreckt; aber es Ist dennoch nötig, daß jeder reife Mensch, der sich Gedanken über das Leben — und Uber den Tod macht, diesen Film sieht und sich ernsthaft mit ihm auseinandersetzt.

Noch niemals wurde die Wehrlosigkeit gefangener Männer und Frauen im Machtbereich einer vertier­ten Soldateska in einem Film so unbarmherzig echt geschildert wie hier. Aber auch das stille Heldentum und die ungeheure Leidensfähigkeit der Frauen fand noch nie eine derart erschütternde Würdigung wie Hier — und das alles ohne Jedes Pathos, auf eine ganz schlichte, von tiefem Mitempfinden kündende Weise. Daß es sich in diesem Falle um Weiße auf der einen und um Gelbe auf der anderen Seite handelt, ist im Grunde gleichgültig; entscheidend allein ist, daß es hier um einen immerwährenden Kampf zwi­schen den Prinzipien der Gewalt und der Freiheit geht. Gewiß sind die Gegensätze sehr kraß gezeich­net worden, und es erhebt sich sehr ernsthaft die Frage, ob hierdurch nicht gerade dem Gedanken der .Völkerverständigung, der doch das Ziel eines den Krieg verdammenden Films sein muß, Abbruch ge­tan wird. Aber man kann sofort die Gegenfrage stellen, t$e man denn sonst die Menschen ln aller Welt aufrütteln und zu einer Ächtung des Krieges aufrufen soll — wenn nicht durch eine ungeschminkte Darstellung seine? verbrecherischen Charakters, die in Jedem Falle irgendeine Nation belasten muß. Im übrigen wurde auch auf der japanischen Seite — in der Gestalt des Obersten Suga — ein Mensch gezeigt, der, wenn auch nur wenig erkennbar, Mitgefühl be­weist und ejrie innere Wandlung durchmacht.

Jean Negulesco hat den Film mit Jener unerhörten künstlerische)! Intensität inszeniert, die schon seine „Schwelgenden Lippen“ („Johnny Belinda") zu einem unvergeßlichen Erlebnis machten. Erschütternd und bedrückend zugleich die Lebensnähe, in die hier Jede Szene gerückt wurde, und bewundernswert' die Echtheit, mit der das Milieu — die Männer- und Frauenlager auf der Insel Borneo — getroffen wurde. Szenen wie der nächtliche Besuch der Frau im. Lager Ihres Mannes, wie die Begegnung der durch einen Graben voneinander getrennten Männer und Frauen und wie das ganz * schlichte und menschliche Ge-

angerichtete Unheil) — wird man sie Je vergessen

k Claüdette Colberts Frau und Mutter steht für Millionen Frauen und Mütter in aller Weit. In dieser Gestalt sind alle Leiden und Demütigungen gesam­melt, die Frauen während des Krieges ertragen mußten. Sie ist Anklage und Warnung, Bekenntnis und Aufruf an alle, die sich — jenseits aller poli­tischen Erwägungen — ein Gewissen bewahrt haben. Eine Frauengestalt, die sich uns unauslösch­lich einprägt, weil sie erlebt, nicht gespielt wurde. Von der gleichen Erlebniskraft künden Patnc Knowles’ gefangener britischer Offizier, der japa­nische Oberst und Lagerkommandant Sessue Haya- kawas, der seit Jahrzehnten das Bild des modernen Japaners auf der Leinwand prägt, und die hilfs­bereite Kameradin Florence Desmonds

Seht euch diesen Film an, die ihr mutig genug seid, der Wahrheit ins Antlitz zu schauen! Seht ihn euch an, Staatsmänner und Parlamentarier aucr Nationen — und lernt aus ihm! **•

„Der Wolf der Sila-Berge“

Bemerkenswert ist die Konsequenz, mit der hier der italienische Nachkriegsfilm das Thema von der Rache eines Mädchens aus dem Heere der Armen an dem reichen Manne, dessen Standesdünkel ihm die Mutter und den Bruder rauhte, behandelt. Da gibt es kein Ausweichen vor der Härte des Lebens, keine ver­schwommene „Gartenlaube“-Romantik mit einer fu­schen Gefühlsskala, unechtem Humor und einer gro­ßen Verbrüderungsszene am Schluß, sondern — mit gelegentlichen Auflockerungen wie etwa in den ur­sprüngliches Volkstum offenbarenden Jahrmarkts­bildern und im sportlichen Wettstreit der Bäume- fäller — ein unerbittliches Festhalten an der drama­tischen Konzeption bis zum bitteren Ende, das frei­lich betont sensationell gestaltet wurde. Unter der Landschaft, Menschen und Geschehen wunderbar miteinander verschmelzenden Spielleitung Dulllo co- lettis ist Silvano Mangano ganz das leidenschaftliche, Vater und Sohn entflammende Mädchen aus dem Volke; ihr herbes, trotziges Gesicht ist hier noch aus­drucksvoller als im „Bitteren Reis“. Ebenso über­zeugend in ihrem Realismus: Amedeo Nazzari als vitaler Mann und der sehr begabte Jacques Semas als Sohn. — Eine Filmballade mit eigener Note. (Zen­tral.) «. S.

„Rebellion im Grauen Haus*

Im Stil einer packenden Reportage wird hier der erst wenige Jahre zurückliegende Ausbruch von zwölf Schwerverbrechern aus dem Gefängnis von Cafion City im Staate Kolorado geschildert. Der Realismus, mit dem das geschieht, könnte namentlich im Hin­blick auf Junge Menschen bedenklich stimmen, weißt nicht immer wieder mit aller Eindringlichkeit auf die Verpflichtung des Staates, seine Bürger gegen asoziale Elemente zu schützen, hingewiesen und über­zeugend dargelegt würde, daß auch der schlaueste Verbrecher der Polizei mit ihren weit größeren Machtmitteln von vornherein unterlegen ist und des­halb mehr oder weniger schnell zur Strecke gebracht wird. Es wäre allerdings gut, wenn diese begrüßens­werte Tendenz noch durch persönliche Aussprachen zwischen den Erziehungsberechtigten und den ihnen anvertrauten Jugendlichen unterstützt und verstärkt würde. (Kandelhof.) R. B.

Beifallsstürme im Großen Kaus

„Wir zaubern frohe Laune!“, hieß die vielverspre­chende Losung der Publikumslleblinge, die sich den Freiburgern im überfüllten Großen Haus verstellten; und man muß feststellen, daß dieses Versprechen auch in vollem Umfange eingelöst wurde. Die Jeden­falls, die an diesem Abend kein anderes Ziel hatten, als einmal ihre Sorgen zu vergessen und kräftig zu lachen, wurden ln keiner Weise enttäuscht (irp Ge­genteil!); die anderen freilich, die von dieser Veran­staltung geschliffene Kleinkunst etwa im Stile des erfreulichen Abends mit Maria von Schmedes und Laie Andersen erwarteten, empfanden sehr deutlich den weiten Abstand zwischen diesen beiden Dar­bietungen. Da im Zuschauerraum die jüngere Gene­ration — im doppelten Sinne — den Ton angab, so hatte die überaus kräftige musikalische Kost, von Helmut Zacharias , der sich auch als ausgezeichneter, temperamentvoller Geiger bewährte, und seinen glänzend trainierten Instrumentalsolisten, die mit allerlei lustigen Clownerien eine Varittvorstellung

benenwohnungen vom Land und den einzelnen Bau­genossenschaften bisher 650 000 Mark zur Verfügung gestellt, mit denen bis Ende 1950 177 Wohnungen er­stellt werden konnten.

Eindringlich wies Baureferent N1 e ß 1 e r auf die großen Schwierigkeiten gerade im Wohnungsbau hin, wodurch das Geleistete besonders an Bedeutung ge­winne. Um noch besser die Belange der Heimatver­triebenen wahren zu können, sei es erforderlich, daß auch ein Vertreter in den Wohnungsausschuß, und nicht nur in den Beschwerdeausschuß, berufen werde

Der bisherige Vorsitzende, Pfarrer Kiefer, der aus Gesundheitsrücksichten von seinem Amt zurück­trat, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der neue Vorsitzende Werbelo umriß in einem kurzen Re­ferat dann die kommenden Aufgaben und Ziele der Organisation. Wichtig sei vor allem, die Jugend im Gedanken an die alte Heimat zu erziehen, denn nie­mand wisse, wie lang es noch dauert, bis die Vertrie­benen wieder zurückkehren können.

In einem Bericht über die Tagung der Landesvertre­ter, die im allgemeinen fruchtbar verlaufen sei, wurde vor allem bemängelt, daß sich aus den Reihen der Vertriebenen nicht genügend Menschen zur positiven Mitarbeit zur Verfügung stellten. So seien von 122 000 registrierten Heimatvertriebenen in Baden nur 12 000 Mitglieder des Verbandes. -tz.

Freiburger Vorsdtau

Dienstag, 17. April

Städtische Bühnen , Großes Haus; 20 Uhr Meister­abend froher Unterhaltung.

Städtische Bühnen, Kammerspiele: 15 Uhr Max und Moritz.

Filmtheater; Casino ; „Jede Frau hat ein süßes Ge­heimnis“, Die Kurbel „Drei kehrten heim“, Fried­richsbau „Sonderbare Flitterwochen“, Kandelhof Rebellion im grauen Haus“, Harmonie „Der Mor­gen gehört uns“, Union „Der Flüchtling aus Chikago“, Zentral „Wolf der Sila-Berge“.

British Information Centre: 15.30, 17.30 Uhr Filme in Deutsch „London geht Ins Grüne“, „Jack baut ein Haus“, „Mehrfelderwirtschaft“. „Schienen für den Strom“. — 20 Uhr englisches Filmprogramm

Kaufhaus: Tagung der Leiter der Erziehungsheime in Baden.

Mittwoch, 15. April

Städtische Bühnen , Großes Haus: 20 Uhr Ballett­abend-

Städtische Bühnen, Kammerspiele: 15 Uhr Max und Moritz.

Filmtheater: wie am Dienstag.

Junge Filmfreunde: 20 Uhr lm Centre, Friedrichs­bau, Ausspracheabend.

British Inf. Centre: 15.30, 17.30 und 20 Uhr Filme ln Deutsch wie am Dienstag.

An allen Tagen

auf dem

Festhallen-

Marshall - Plan - Ausstellung gelände.

Wanderausstellung „Europa ruft* Friedrichsbau im 2 . stock.

Casino-Klubräume: Neue Arbeiten Thiel, jaeger- Schmidt, Vetter,

Kunstbaus Siegmund Dufner: Aquarelle und Zeich­nungen von Sulamith Wülfing .

Augustiner-Museum: Mittelalterliche klrchl. Kunst.

Freiburger Zunftaltertümer.

Museum für Naturkunde : Badische und andere

Mineralien.

Casino-Restaurant: Kabarett

Jedermann-Wettsdireiben

Der Stenografenverein Freiburg , die Volkshoch­ schule und das Jugendbildungswerk Freiburg bringen ln gemeinsamer Zusammenarbeit ein Jedermann- Wettschreiben in Kurzschrift und Machinenschreiben zur Durchführung. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Hoffmann werden die Wett­kämpfe am Sonntag, 22. April, 9 Uhr. in der Lesslng- schule ausgetragen, und es werden dabei folgende Titel vergeben: Allgemeiner Mehrkampfmeister: All­gemeiner Mehrkampfjugendmeister: Kurzschriftmei­ster; Kurzschriftjugendmeister; Maschinenschreibmei­ster; Maschinenschrelbjugendmeister. Mit diesen Wett­bewerben sind auch Mannschaftskämpfe verbunden.

Das Kurzschriftwettschreiben beginnt bei 60 Silben, um Je 20 Silben steigend. In jeder Gruppe dürfen zwei verschiedene Geschwindigkeiten mitgeschrieben, Jedoch nur eine Aufnahme übertragen werden.

Auf der Schreibmaschine werden drei Leistungs­gruppen (Anfänger, Praktiker, Meister) durchgeführt. Es sind zwei Aufgaben zu lösen: Gestaltung eines unterschriftreifen Briefes und Zehnminuten-Schnell- schreibprobe!

Teilnahmeberechtigt sind alle Freunde der Kurz­schrift und des Maschinenschreibens.

Die Siegerehrung und Preisverteilung ist anläßlich des 63. Stiftungsfestes des „Stenografenvereins Frei­burg von 1888 e. V.“ am Samstag, 28. April, 20 Uhr, dm Heimatsaal der Harmonie. 1

für sich darboten, den weitaus stärksten Erfolg, der nur durch einige Zugaben mühsam beschwichtigt wer­den konnte. Die 3 Nickels, die Kontrabaß, Gitarre und Akkordeon mit der gleichen musikalischen Zünd­kraft handhabten, standen ihnen mit ihren frisch und fröhlich gesungenen und gespielten Rundfunk- Paradestücken, was die Lautstärke des Beifalls be­traf, kaum nach, und Lujjwig Manfred Lommel ver­setzte das Publikum mit seinen Sketchen und seinen ofterprobten Geräuschimitationen ebenfalls in die heiterste Stimmung. Auch Magda Schneider , die lm Leben noch reizender als lm Film wirkt, hatte es nicht schwer, sich in die Gunst der Zuschauer einzu­schmeicheln. „Die Seine“ freilich hat man schon wesentlich parlserischer singen hören, aber ihr Zither­lied, frei nach Anton Karas , war ein sehr hübscher Spaß. Schade, daß die charmante Künstlerin nichts Wienerisches (das ihr doch am besten liegt) mitge­bracht hatte! Herzlicher Beifall auch für die berük- kend gewandeten Schwestern Hedi und Margot Höpf- ner, denen, wie ihr Angel-Steptanz bewies — abge­sehen von dem duftig getanzten Kaiserwalzer — die rein kabarettistische Note am besten liegt, für Rupert Glawitsch , der mit großer Routine, aber ohne den letzten Schmelz Beliebtes von Johann Strauß und Lehär sang, und auch für Robert Grüning, den „hei­teren Lebensbetrachter“ und lustigen Alphabetiker.

R. B.

Gesangsabend Gertrud Birmele Am Freitag, 20 . April, gibt Gertrud Birmele, Leipzig , einen Lieder- und Arienabend unter Mitwirkung von Professor U. Grehling , Violine, und W. Femow, Kla­vier. Die Künstlerin,, die durch die Aufführungen des Freiburger Bachchors sich viele Freunde erwor­ben hat! wird ihre Hörer an diesem Abend durch ein auserlesenes Programm erfreuen.

Tanzstücke durch drei Jahrhunderte Die im 'Deutschen Musikerverband zusammen­geschlossenen Lehrkräfte setzten ihre regelmäßig am 2 . Mittwoch jeden Monats stattflndenden Schülervor­spiele mit einem Abend „Tanzstücke durch drei Jahr­hunderte“ am Mittwoch, 18. April, 20 Uhr, im Ruck- michsaal, fort.

Ein Millionär am Steuer

Der von früheren motorsportlichen Veranstal­tungen des Pollzeisportvereins Karlsruhe her be­kannte, jetzige Garagenmeister des Ministers des Innern, Ludwig G a m e r , fuhr unlängst seinen einmilllonsten Kilometer auf dem „Wagen mit dem Dreizackstem“. Gamer, der es bereits 1938 auf 600 090 Kilometer gebracht hatte, erfuhr ln der vergangenen Woche eine besondere Ehrung durch die Mercedes - Werke.

Tennis

TC Rot-Weiß Freiburg

Am Samstagnachmittag gab der Vorsitzende des Tennisclubs Rot-Weiß, Professor C. Schilling, die in neuem Glanz strahlenden Platzanlagen für den Spiel­betrieb frei. Es war eine feierliche Stunde, mit Wor­ten des Dankes an alle, die mit so viel Freude und Eifer an der Wiederherstellung und Verbesserung der Plätze mitgearbeitet haben. Während ein Teil der Freiburger Sportler noch den Feldbergschnee von den Skiern klopft, eilen die anderen bereits auf die Sommersportanlagen. Der weiße Ball auf den roten Plätzen bringt alt und junge wieder ln Bewegung, und wenn am Samstag Irgendwo eine große Familie glück­lich war, so war es bei — „Rot-Weiß“.

Fußball

Reute — Denzlingen 2:1 ( 1 : 1 )

Im letzten Pflichtspiel der Bezirksliga Gruppe Nord mußte Denzlingen , der Meister der Gruppe ln Reute antreten. Obwohl beide Mannschaften mit Ersatz an­getreten waren, bekamen die Zuschauer und Schlach­tenbummler ein schönes und faires Spiel zu sehen. Lange Zeit wogte der Kampf hin und her; erst etwa in der Mitte der ersten Halbzeit gelang es dann der Platzelf in Führung zu gehen. Bei diesem Stand blieb es bis kurz vor Seltenwechsel als es den Gästen ge­lang, den Ausgleich herzustellen. Die zweite Halb­zeit brachte ein ziemlich ausgeglichenes Kräftever­hältnis. Beide Mannschaften versuchten, den Sieg an sich zu bringen, doch wurden beiderseits gute Chancen vergeben. Dann war es wiederum Reute, dem etwa in der 80. Minute ein zweites Tor gelang. Damit war das Spiel zugunsten der Platzelf entschieden.