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KULTUR UND LEBEN

Karl Caspar und Maria Caspar-Filser

Religiöse Kunst und Freude am Sichtbaren in Stuttgart

Das Malerehepaar Karl Caspar und Maria Caspar-Filser gehören zu den wenigen Künstlern, die ohne Bruch mit der Tradition ihren Weg zu einer neuen Kunst gegangen sind. Es ist nie viel „Wind“ um sie gemacht worden, sie waren nie Mode — um so über­raschender zeigt eine Kollektivausstellung, die in der Stuttgarter Staatsgalerie gezeigt wird, wie „modern“ die Probleme sind, die sie sich stellen, Karl Caspar in reli­giösen Bildern, Maria Caspar-Filser in Landschaften und Blumenstilleben.

Heitere Strenge Es gehört zu den tragischen Erscheinungen unserer Zeit, daß Caspar als Kirchenmaler, außer einem Auftrag für den Bamberger Dom , so selten an großen Aufgaben beteiligt wurde, denn besonders seine Werke aus den zwanziger und dreißiger Jahren besitzen das. was die moderne religiöse Kunst ver­langt: Ergriffenheit vom Thema, eine kühne und erzählerische Phantasie, strengen Auf­bau und Fehlen aller theoretischen Experi­mente. Wenn er in seinem „Hahnenschrei“ die Verleugnung Petri so .darstellt, daß rie­sengroß und unheimlich im Vordergrund der Hahn sich aus orangeroten Tönen hervor­hebt und Petrus nur als gebückte Schatten­figur am Rande davonschleicht, so ist das

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Was irrst du, o Herz?

Was irrst du vergebens umher, o Herz?

So ruh’ doch ein wenig aus!

Wie alles von selber wird, so wirds,

Und anders wird es doch nimmermehr. Gedenke des Vergangenen nicht,

Schlag dir die Zukunft aus dem Sinn,

Und pflück die Freude, die unverhofft Dir naht und sonst vorübergeht.

(Indisch — 7. Jahrhundert vor Chr.)

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heute so anregend und malerisch schön, wie vor 25 Jahren; im Jahre 1925 erschien es ver­mutlich den „normalen“ Auftraggebern zu „modern“, den modernen Theoretikern zu „zahm“ — man verkannte, daß sich das „Moderne“ im echten Sinn nicht in Schlag­worte fassen läßt. Caspar hat sich um be­stimmte Themen, das Noli me tangere, Geth­semane, die Auferstehung, in immer neuen Fassungen bemüht. Was er als Künstler will, liegt im Keim schon in dem stillen, hellen Bild von „Mutter und Kind“, das 1918 ent­

stand: die Gliederung der Fläche, ihre leben­dige Erfülltheit bis zum Rande mit Formen, die ganz in Farbe umgesetzt sind. Bei aller Strenge seiner Auffassung macht sich bei ihm die Heiterkeit der schwäbischen Land­schaft — er ist in Friedrichshafen geboren — immer wieder geltend, höchst anmutig in dem Paradiesbild, in dem Gottvater Adam und Eva zusammengibt. Das vielfigurige, reich­gegliederte Bild enthüllt seine Stärke am be­sten; nicht immer gelingt ihm die monumen­tale Aufgliederung in zwei oder drei groß­flächige Figuren so wie sie im „Nacht­gespräch“ (Christus und Nicodemus) oder in den „Drei Marien“, gelang. Hier, stößt das Wollen an die Grenzen dessen, was unserer Zeit gegeben ist.

Dauer im Augenblick

Die ausgewogene Komposition ist auch Ausgang und Ziel des Schaffens von Maria Caspar-Filser , aber sie komponiert noch stärker als ihr Gatte aus der Farbe heraus. Auf den ersten Blick könnte man die sehr licht, fast aqUarellartig gemalten Bilder ihrer letzten Zeit für reine Impressionen halten, erst allmählich enthüllt sich der strenge Auf­bau. Gelegentlich wird eine Landschaft, wie die vom Ipf bei Bopflngen, oder eine Obst­ernte zu einer teppichhaften Flächenwir­kung verwoben, in anderen Bildern stehen die leuchtenden Farben in beinahe abstrakt gesteigerten Formen, etwa einer Decke oder Schale, gegeneinander. Aber nirgends glei­tet ihre Kunst ins Dekorative ab, auch wenn sie aus Sonnenblumen auf starkfarbigem Hin­tergrund kräftigste dekorative Wirkungen herausholt, so spürt man die gleich fromme Freude an der ganzen Welt wie in dem far­big an Munch erinnernden, sehr verhaltenen Bild der „Drei Könige im Schnee“. Auch wenn sie den flüchtigen Augenblick festhält und Carl Kaspar bei dar Arbeit malt, so ist im Augenblick die Dauer enthalten.

Die'künstlerische Ergänzung der beiden und die Konsequenz, mit der jeder, in Wech­selwirkung mit dem andern, doch seinen eigenen Weg geht, macht diese Ausstellung besonders reich; man muß Mr. Lovegrovve von der Landcommission, der sie mit ermög­lichte, wie den Veranstaltern dankbar für sie sein. Daß sie durch graphische Arbeiten Karl Caspars aus den letzten Jahren im Studien­saal der Staatsgalerie ergänzt wird, ist ein Gewinn für jeden, der sich mit der Entwick­lung des Malers näher beschäftigt.

Dr. Cb Menck

Unbedruckt und unbeschrieben

Papier soll beschrieben und bedruckt wer­den, seit fünfeinhalbtausend Jahren. Weiß und leuchtend liegt es in den Lagerhallen der Papierfabriken, als warte es darauf, von Let- ‘tem übersät zu werden, von Buchstaben, Zahlen, Hieroglyphen. Aus Gewebeabfällen, chemisch aufgeschlossenen Zellstoffen, und mechanisch aufgeschlossenen Holzfasern wird das Papier hergestellt, je nach der Beschaf­fenheit. Es ist sehr teuer geworden im letz­ten Jahrzehnt — und wieder sehr knapp in den letzten Monaten.

Der Käufer im Buchladen läßt prüfend den Finger über die Seiten gleiten, als verrate ihm die Qualität des Papiers etwas über den Inhalt des Buches. Auch dem Schreibenden, dem Schriftsteller, ist das Papier neben der Feder unentbehrliches Handwerkszeug und — Stimulans. Stefan George wählte auserlesenes Bütten für die Niederschrift seiner Verse. Ernst Jünger schreibt am liebsten auf dickes Linienpapier alter Kontorbücher.

Papiermühlen gibt es in Deutschland seit dem fünfzehnten Jahrhundert. Die Ägypter, vor dreieinhalbtausend Jahren, fertigten ihre

Onkel Oskar - sehr begehrt

Alljährlich im Frühjahr geht eine Welle von Hochspannung und Aufregung durch Hollywood . Die Ausläufer dieser Welle ma­chen sich stets auch bei uns bemerkbar: „Die ,Oscars' “ heißt es, „wer bekommt diesmal einen ,Oscar '?“

Im Mai des Jahres 1929 wurde erstmals dieser Preis als ehrende Auszeichnung an hervorragende Schauspieler und Regisseure verliehen. Damals hatte die Statuette keinen Namen, sondern wurde einfach „Preis der Filmakademie“ oder ähnlich genannt. Im Jahre 1931 jedoch engagierte man an der Filmakademie eine neue Sekretärin namens Margaret Herrick — und sie wurde zur „Taufpatin“.

Als Miss Herrick nämlich zum erstenmal die berühmte Bronzestatue sah, die einen Krieger mit Schild darstellt, rief sie spontan aus: „Der sieht ja aus wie der Onkel Oskar!“ Mit Windeseile ging dieses Wort herum und der kleine Krieger wurde bald in ganz Hol­ lywood und ganz Amerika nur noch „the Os­ car “ genannt Unter diesem Namen ist er zu der begehrtesten Trophäe der Filmwelt ge­worden und heute kann man sagen, daß der Ruhm eines Filmkünstlers in den USA erst dann endgültig fixiert ist, wenn er einmal mit einem „Oscar “ ausgezeichnet wurde — und dazu bedarf es nicht nur guter oder sehr guter Leistungen, sondern ganz hervorragen­der Leistungen.

Die Pointe der ganzen Geschichte aber haben die Chronisten erst viel später ausfin­dig gemacht: Miss Herrick hatte nämlich in ihrer Familie und in ihrem ganzen Bekann­tenkreis gar keinen Onkel Oskar. Sie hatte bloß irgendetwas gesagt, was Ihr eben gerade einfiel . ,. Dr. H. S

Blätter aus der Papyros-Pflanze. Etwas von dieser Tradition atmet noch die moderne Pa-, pierfäbrik. Gerade biegt eine Fuhre Holz in den Hof. Die Zerkleinerungsmaschine im Schuppen schluckt Balken für Balken. Späne fliegen, Holzstaub legt sich auf die Kleider, die Luft, die aus den großen Kochern kommt, ist scharf und schmeckt nach Säure und Harz.

Der Anblick des chemischen Prozesses, der Holzschliff und Holzfaser „aufschließt“, ist fast beklemmend. Was gestern noch lebender Wald war, ist heute bereits eine knisternde Papierbahn am Ende der Rundsiebmaschine. In unaufhörlichem Fortgang wird die Papier­schlange über die rotierenden Walzen ge­schickt. So begegnet sie auch dem Besucher der Papierfabrik am Ende der Naßpartie, wo die dahinwallende feuchte Masse, ähnlich dem süßen Brei im Märchen, die Trockenpartie er­reicht. Die Hand tastet diesen Brei ab und spürt noch die Faser, die langsam trocknet.

Endlich dort, wo Frauen das Papier schnei­den, es herrichten und verpacken, in diesem Raum, in dem eine merkwürdig trockene, „papieme“ Luft ist: hier endet der Arbeits­gang, das Papier wird gestapelt und auf Tische gelegt, wo nackte Arme in die Bögen greifen und sie mechanisch zählen, unter dem Rascheln und Knistern des noch warmen Papiers. Von drüben, von den Kochern und aus der Heizanlage, dringt anhaltendes Sum­men und das Hacken der Zerkleinerungs­maschine im Schuppen. Noch unbedruckt und unbeschrieben sind die Papierstapel, die sich in den Lagerräumen türmen, die Rollen, den Kabelwinden der Telegrafenarbeiter ver­gleichbar. Alles Geschriebene wird klein da­vor. Wolfgang Schwerbrock.

Carl Caspar : Die Begegnung mit der Schwester

Gibt es heutzutage noch glückliche Ehen?

Der Arzt und seine Assistentin

„Es ist mir geradezu ein psychologisches Rätsel“, sagte die Arztfrau, die im Sprech­zimmer ihres Mannes einen Krankenbefund aufnimmt, „weshalb heute so erschreckend viele Eheri zerbrechen. Müßten denn nicht

gerade schwere Zeiten Menschen-fester

apeinanderketten?“ Aus ihren Augen leuch­tet ein glücklicher Ernst, jede ihrer Bewe­gungen ist ruhig, < gewissenhaft, bestimmt. Man spürt es: ein Mensch, auf den man sich verlassen kann. „Wir arbeiten seit Jahr und Tag miteinander“,, erzählt der Arzt, „meine Frau ist mir in meiner Praxis unentbehrlich; sie besitzt ein tiefes Einfühlungsvermögen und ihre nimmermüde Hilfsbereitschaft be­stärkt das Vertrauen, das mir meine Patien­ten entgegenbringen. Unsere Kinder müssen wir leider dem Personal überlassen und wir versäumen dadurch manches Schöne, aber der Dienst am Kranken geht vor. IJa muß selbst die Mutter zurücktreten. Oft haben wir bis in den späten Abend zu tun, und nachts, wenn ich in schweren Fällen bis in die entle­gensten Dörfer gerufen werde, ist sie mein Kamerad und fährt mich im Wagen zu den Patienten. Unser Tageslauf fordert den gan­zen Menschen, wir haben kaum Mußestunden für uns selber, aber die gemeinsame Verant­wortung bindet uns vielleicht stärker anein­ander, als wenn uns ein sorgloses Leben ver­gönnt wäre.“

Der Obsthändler und seine Frau

„Unglücklich zu sein, du meine Güte, dazu habe ich gar keine Zeit“, erklärt die reso­lute Frau des Obsthändlers und sortiert Zitronen und Orangen in bereitstehende Ki­sten. „Unser Leben ist ein erbitterter Kampf ums tägliche Dasein. Was sollte mein Mann anfangen, wenn ich ihn im Stich ließe oder dumme Gedanken im Kopf hätte? Morgens in aller Frühe gehts los. Um 5 Uhr fährt er mit dem kleinen Lieferwagen zum Güter­bahnhof, Ware einkaufen, gegen sieben holt er mich ab, dann fahren wir raus über Land. Überall in den Vororten haben wir unsere Kundschaft. Wir verkaufen in Wind und Wetter, kommen oft bis auf die Haut durch­näßt am Nachmittag heim. Manchmal, wenn das Geschäft schlecht geht, verdirbt die Ware, dann and die Verluste größer als der Ver­dienst und wenn mein Mann mißgestimmt ist, spielt er bis in die Nacht Karten an sei­nem Stammtisch.

Abends bereite ich das „Essen vor für den nächsten Tag, damit ich*'nur noch wärmen

Geistige Krise in Oesterreich ?

Viele Gelehrte wandern ins Ausland ab

Auch in Österreich hat das Wort „Krise“ höchsten Kurswert. Es soll hier nicht unter­sucht werden, welche Gründe zu der kata­strophalen Lage auf fast allen Gebieten führten. Tatsache ist, daß die Zukunft be­ängstigend und trübe erscheint, und daß die österreichische Regierung vor geradezu fau­stischen Aufgaben steht, deren befriedigende Lösung außerordentlicher Maßnahmen und politischer Geschicklichkeit bedarf. Ob es ge­lingen wird, die Lage zu meistern, bleibt der Zukunft überlassen.

Neben den wirtschaftlichen Schwierigkei­ten, die auf die allgemeine Weltkrise zurück­geführt werden, leidet Österreich an einer geistigen Misere, die letztlich mit der wirt­schaftlichen in 'engstem Zusammenhang steht. Ganz besonders sind davon auch die Univer­sitäten, Technischen Hochschulen und die Hochschule für Welthandel in Wien betrof­fen. Der Staat ist nicht in der Lage, große Beträge zur Verfügung zu stellen, um die

Lehrkräfte so zu bezahlen, daß eine Abwan­derung der Professoren in das Ausland ver­hindert werden kann. Wie ^vieles in Wien , zehrt auch die Universität von der Tradition. Bezeichnend dafür ist, daß die weit über Europas Grenzen hinaus berühmte Bibliothek für Mathematik an der Wiener Universität — für die es in der Welt keinen Vergleich gibt — vor einem Jahr schließen mußte. Sie war nicht mehr in der Lage, den Bibliothekar zu bezahlen, der ein monatliches Einkommen von etwa 120 DM hatte!

Wohnungsmangel, Mangel an Forschungs- instituten, Laboratorien, wissenschaftlicher Literatur und schlechte Bezahlung sowie poli­tische Gründe veranlassen die Abwanderung vieler Gelehrter. So verlor Österreich gerade in jüngster Zeit den weltbekannten Kunst­geschichtler und Direktor der Albertina , Dr. Benesch, nach Basel. Der Bienenforscher Prof. Dr. Karl Frisch und der bekannte Tierpsy­chologe Konrad Lorenz nahmen eine Beru­fung nach Deutschland an.

muß, und am frühen Morgen gehts dann wie­der an die Arbeit. Unterkriegen lassen gilt nicht“, lacht sie. „Im Winter haben wir einen Stand in einer belebten Straße und verkau­fen heiße Maroni, da blüht das Geschäft und seine Laune ist sonnig, auch wenn die Füße kalt werden. Ja — — so schaffen wir das ganze Jahr zusammen, wir gehen durch dick und dünn miteinander und unsere Ehe bleibt in, allen Stürmen-wetterfest.“

Die Künstlerehe

Es riecht nach Farben, nach Terpöntin und inmitten eines Gewirrs von Tuben, Krügen. Pinsein steht der Maler vor seiner Staffelet Und arbeitet. Mit einer Leidenschaft, als war­teten die kauflustigen Kunstkenner bereits vor seiner Ateldertür. Drüben am Fenster rattert eine Mähmaschine, sehr irdisch, sehr ernüchternd angesichts soviel künstlerischer Hingabe. Ein blonder Frauenkopf beugt sich über die Arbeit und von flinken Händen ge­näht, stapeln sich die blauen, roten und bunt­getupften Kücherischürzen. Ab und zu schaut die Frau prüfend zur Staffelei hinüber, auf der ein neues Stilleben entsteht. „In der Komposition ists geglückt“, sagt sie froh, aber die Töne müssen noch farbiger, noch sprühender aus dem Hintergrund wachsen; die Blumen da müssen leben!“

„Mein künstlerischer Beirat“ klärt mich der Maler auf, „und oft genug auch noch mein kaufmännischer! Sie hat geradezu einen sech­sten Sinn, uns immer wieder aus der schwie­rigsten Lage herauszuhelfen!“

„Immer war ich nicht, so geschäftstüchtig“, lächelt die junge Frau und rattert eifrig auf ihrer Maschine weiter. Bin eigentlich Kunst­gewerblerin, aber heutzutage ists zu schwer damit geworden; da hab ich mich umgestellt und reise alle zwei Wochen mit meinen Schürzen aufs Land. Manchmal gelingt« mir auch, einen Bildverkauf zu vermitteln, zu mäßigen Preisen natürlich, die Leute haben einfach kein Geld mehr für die Kunst Lei­der! Aber er muß doch in Ruhe Schaffen kön­nen, unter der ewigen Sorge ums tägliche Brot geht ja ein Künstler sonst zugrunde!“ In ihrem Gesicht steht entschlossene Tapfer­keit, das Leben in jedem Fall zu meistern. Über dem bescheidenen Wohnatelier liegt ein Schimmer herzlichen Einvernehmens ...

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Wirklich, es gibt heutzutage noch-

glückliche Ehen! Allen Scheidungsbilanzen zum Trotz. Wie Inseln ragen sie aus dem Meer des Unfriedens und man darf Mut schöpfen, darf noch an Treue, an Beständig­keit glauben. Und die es noch vor sich ha­ben, sollen wissen, daß Alltagssorgen, die man gemeinsam auf sich nimmt, gute Wegbereiter für eine Ehe sein können; denn sie fügen zwei Menschen, 'die füreinander einstehen; auf Gedeih und Verderb zusammen; sie las­sen ihnen, wenn sie sich wirklich lieben, und . von ehrlicher Verantwortung erfüllt sind, überhaupt keine Zeit — — zum unglücklich - 9ein ... Lotte Lenschau

Mammutskelett in der Ukraine

London . In einer Meldung der amtlichen so­wjetischen Agentur Tass, die am Samstag vom Moskauer Rundfunk- verbreitet wurde, heißt es, sowjetische Wissenschaftler hätten in der Ukraine das größte Mammutskelett gefunden, das der Wissenschaft bisher bekannt sei. In der Meldung heißt es weiter, der Direktor des zoo­logischen Museums in Leningrad , V. B. Dubinin, habe das Skelett untersucht, das bei einem Erdrutsch in der Südukraine zutage gekommen sei und dabei festgestellt, daß das gewaltige Tier vor etwa zwei bis drei Millionen Jahren gelebt habe. Bei einer Rekonstruktion des Knochengerüsts zeigte es sich, daß der große Dickhäuter von der Erde bis zum Nacken etwa 3,40 m gemessen hat. Seine Stoßzähne haben etwa die doppelte Länge und an ihrer Wurzel den vierfachen Umfang der Stoßzähne heutiger Elefanten.