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BLICK INDIE WELT

Wann wird der deutsche Segelflugsport xugelassen?

16000 Mitglieder des Aero-Clubs warten auf die Aufhebung des alliierten Verbotes

Die deutschen Segelflieger glauben, daß die Aufhebung des Segelflugverbotes in greif­bare Nähe gerückt ist. Ankündigungen maß­gebender alliierter und deutscher Stellen lassen sie auf eine Wiederzulassung Deutsch­ lands zum Segelflug — vielleicht noch in die­sem Frühjahr — hoffen. Die deutschen Segel­flieger bedauern aber, daß die Lockerung der alliierten Luftfahrtbestimmungen zu eng mit der Frage des deutschen Verteidigungsbei­trages verknüpft wird.

Die Bestimmungen des Potsdamer Abkom­mens und die Direktive Nr. 23 des alliierten Kontrollrates verboten nach dem Krieg den deutschen Segelflug. Man war bei den Sieger­mächten der Ansicht, daß der Segelflug eine „Vorschule“ der Militärluftfahrt darstellt, und daß der rasche Aufstieg der deutschen Luft­waffe ohne die gründliche Ausbildung der deutschen Jugend im Segelflug unmöglich gewesen wäre. Die deutschen Segelflieger be­tonen, daß diese These für die heutige Zeit nicht mehr zutreffe: die sprunghafte tech­nische Entwicklung der Militärluftfahrt und die heute viel kompliziertere Flugzeugführer­ausbildung würden die befürchtete „geheime Planung und Aufrüstung einer deutschen Luftwaffe“ völlig unmöglich machen.

Auch die ausländischen Segelflieger und Freunde des Segelfluges rufen immer wieder

nach Zulassung ihrer deutschen Sportkame­raden und zeigen damit zur Genüge, wie international der Segelflug ist und von welch' fairem, sportlichem Geist er getragen wird.

Die beiden populären Segelflieger Ernst Jachtmanr^, Inhaber des tatsächlichen Dauer­segelrekords (der nach dem Kriege „aner­kannt“ wurde) und sein französischer Freund und offizieller Rekordinhaber Guy Marchand kämpfen seit langem gemeinsam für die Zu­lassung des Segelfluges in Deutschland . Aus­ländische Segelfliegerkreise haben mehrfach Schritte in dieser Richtung bei der alliierten Hochkommdssion unternommen.

Eine Gesetzesveröffentlichung der alliierten Hochkommission vom 5. September 1950 brachte gewisse Erleichterungen in der Be­schäftigung von Deutschen auf dem Gebiet der Luftfahrt. Man erlaubte unter anderem den Modellflugsport und das 'Chartern ausländi­scher Flugzeuge durch die Bundesregierung. Man hatte damals in deutschen Segelflieger­kreisen schon mit der Aufhebung des Verbots des Segelfluges gerechnet, da seit Anfang 1950 auch den Österreichern durch einen gemein­samen Beschluß des Alliiertes Rates der Se­gelflug wieder erlaubt wurde. In letzter Zeit gab Ernst Jachtmann mehrfach bekannt, Bun­despräsident Heuß habe ihm versichert, daß in verschiedenen Verhandlungen mit den

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t wei deutsche Kleinst-U-Boote wurden kürzlich in der Echernförder Bucht bei Kiel gehoben.

ie besitzen heute nur noch Schrottwert. Die Boote, die einmal eine Besatzung von zwei Mann hatten und drei Torpedos mitführen konnten, gehörten einst zu den „Wunderwaffen“, von deren Einsatz man sich eine Wendung im Seekrieg versprach. (AP-Foto)

Als QeuUnn eine (Heise nach Amecika

Jugend-Preisausschreiben zum Thema „Leben in Freiheit“

Die Vereinigung „Freedoms Foundation“ in Valley Forgo (Pennsylvanien ) veranstaltet für die Jugend in der Bundesrepublik ein Aufsatz-Preisausschreiben über das Thema „Leben in Freiheit“.

Die ausgeschriebenen Preise umfassen 550 Geldbelohnungen und vier völlig kostenfreie, sechzig Tage dauernde Reisen nach den USA . Das Programm, das in Zusammen­arbeit mit dem amerikanischen Hohen Kom­missar. für Deutschland und der westdeut­schen Regierung durchgefüfart wird,* beginnt am 9. März und endet am 23. März 1951 Alle westdeutschen Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren können an diesem Wettbe­werb teilnehmen, indem sie eine Schreibseite lang über die Vorzüge des „Lebens in Frei­heit“ schreiben. Der Aufsatz muß sich auf -den Grundsätzen der “Freedoms Foundation“ aufbauen, zu denen gehören: ein fundamen­taler Glaube an Gott ; die Anerkennung einer verfassungsmäßigen Regierung, die dem Volke dienen soll, und gewisser unteilbarer persön­licher, wirtschaftlicher und politischer Frei­heiten, welche die Würde und Freiheit des Einzelnen schützen sollen.

Singschwäne im Schwarzwald -Eine Familie der seltenen Singschwäne aus dem Nordpolargebiet hat ihr Winterquartier in der Nähe von Geisingen am Südrand des Schwarzwalds aufgeschlagen. Die Gäste, die offenbar durch außerordentlich niedrige Tem­peraturen zum Verlassen ihrer Heimat ver­anlaßt wurden, „Winterurlaub“ in wärmeren Regionen zu nehmen, bestehen aus einem Elternpaar und drei Jungen.-Ihr „Gesang“ klingt ähnlich wie eine Autohupe älteren Modells.

Silberschatz aus der „Franzosenzeit“

In Fuhlen an der Weser in der Grafschaft Schaumburg wurde beim Abbruch eines Bauernhauses ein Silberschatz gefunden, der vor etwa 140 Jahren zur Franzosenzeit vom damaligen Besitzer des Hofes versteckt wor­den ist. Der wertvolle Schatz enthält unter anderem tausend alte Silbermünzen aus Hol­ land , Schweden , Hessen , Brandenburg und Sachsen , darunter zahlreiche 30 Gramm schwere Reichstaler.

Ein Superdüsenflugzeug Die BELL-Flugzeugwerke in Buffalo bauen zur Zeit ein neues „Superdüsepflugzeug“, das eine Weiterentwicklung der letzten Typen der deutschen Messerschmittjäger ist. Das neue Flugzeug, die Bell X 5, soll eine Stun­dengeschwindigkeit von etwa 1200 Kilometern erreichen.

Deutsche Jugendliche können die Anmelde­formulare durch ihre Lehrer, Jugendring- Leiter, das nächste Amerika-Haus oder GYA- Club-Haus erhalten.

Fünfhundert Arbeiten werden mit Gewin­nen belegt. Jeder der 500 Gewinner wird 20 Mark und ein Anerkennungsschreiben erhal­ten. Fünfzig der besten Aufsätze werden dann aus den fünfhundert ausgewählt und erhalten zusätzlich einen Gewinn von je zweihundert D-Mark.

Von den Preisträgern werden vier Studen­ten ausgewählt, die eine etwa sechzig Tage dauernde, kostenlose Reise nach den USA machen können. Jeder der vier Auserlesenen wird außerdem einen Geldgewinn von 500 Dollar erhalten.

Alle Anfragen in Bezug auf das „Freedoms Foundation“-Programm sollten an folgende Adresse gerichtet werden: Freedoms Founda­tion,. Frankfurt/Main, Postamt 1, postlagernd.

Alliierten das Thema des Segelfluges ange­schnitten worden sei. Er rechne noch in die­sem Jahr mit seiner Freigabe. Auch Bundes­verkehrsminister Seebohm erklärte in öffent­lichen Reden und Briefen an Segelflieger, er hoffe, eine baldige Aufhebung des Verbots erwirken zu können.

Der Bundestag für Jugendfragen brachte kürzlich beim Bundestag einen Antrag ein, mit allem Nachdruck für die Aufhebung des Segelflugverbotes zu arbeiten. Schließlich erklärte ein maßgebender Beamter der Abtei­lung Zivilluftfahrt beim US -Hochkommisear dieser Tage in Wiesbaden , daß dieser „Fra­genkomplex“ bei den Besprechungen über die deutsche Verteidigungsbereitschaft (!) gelöst würde.

Bei dem Traditionstreffen der deutschen Segelflieger auf der Wasserkuppe im vergan­genen Jahr (6. 8. .1950) wurde der „Deutsche Aero-Club “ gegründet. Für den Zusammen­schluß war vor allem maßgebend, daß eine anerkannte deutsche Fachorganisation schon jetzt die Fragen des Luftrechtes vorbereitet, Verbindung mit dem internationalen Luft- sportverband (FAI ) aufnimmt und der deut­ schen Forderung nach Wiederzulassung ver­stärkten Nachdruck verleiht. Der Präsident dieses Luftsportverbandes ist Wolf Hirth . dessen segeIfliegerische Leistungen ihn nicht nur in Deutschland , sondern auch in Nord- und Südamerika sowie in Japan berühmt gemacht haben.

Viele Gruppen betreiben heute nicht nur Modellbau, sondern erwerben sich theoreti­sche Kenntnisse im Segelflug. Auf die Praxis warten neben den über 16 000 Mitgliedern des deutschen Aero-Clubs noch tausende alter Segelflieger. Wann wird das Verbot endlich aufgehoben werden? Hoffen wir, daß dies nicht in Zusammenhang mit dem deutschen Verteidigungsbeitrag geschieht, denn Segel­flug ist nur Sport .und sollte nur als solcher behandelt werden.

Jedem das Seine: Hungerkünstler Peter Geb- hardy, der in Köln mit 53 Tagen einen Welt­rekord im Hungern auf stellte, will jetzt 60 Tage lang fasten und damit seinen eigenen Rekord brechen. Am 1. März bestieg er im Metropol­palast in Stuttgart seinen Glaskasten. In diesen 60 Tagen will Gebhardy nur Cannstatter Schwa­bensprudel trinken. Sein täglicher Zigaretten­verbrauch wird sich auf rund 50 Stüde belaufen. Gebhardy ist 25 Jahre alt. Bei seinem letzten Hungerexperiment verlor er 75 Pfund. Am 1. März wog der „Sportler“ 186 Pfund. Man kann darüber denken wie man will, aber man­chem wird dabei die Hungerration nach dem Kriege einfallen, die er sich nicht wieder wünscht. (dpa -Bild)

OB tadelnde Quellen und singende (Becge

Merkwürdige Naturphänomene in Deutschland

(ONA) Die Zahl der Naturmerkwürdigkei­ten in Deutschland ist recht beträchtlich. Sie sind wohl nur darum so wenig bekannt, weil sie nicht gesammelt werden können wie Briefmarken oder ähnliche Dinge. Sie werden uns nicht angeboten, im Gegenteil, man muß sie suchen, indem man ihnen auf Reisen und Wanderungen nachspürt.

So gibt es am Bilstein, einem Berg unweit von Witzenhausen in Hessen , einen roten See. Sein Wasser wird von einem feinen ziegel­roten. Ton gefärbt. Eine Sehenswürdigkeit die jeden überrascht und fesselt. Einen zweiten roten See finden wir bei Denz (Kreis Roten­burg) in Hessen . Hier sind es die Wasser­flöhe, die in ungeheuren Mengen den See be­völkern und ihm seine rote Farbe geben. Der See weist aber 1 noch ein zweites Kuriosum auf. Er ist zu regenreichen Zeiten wasserarm, bei Trockenheit dagegen wasserreich! Ein Gegenstück zu Hessens roten Seen ist der Bluttedch in Oberkirnach im Schwarzwald . Er „errötet“ zeitweise, und zwar, wenn eine be­stimmte Alge, die in seinen Gewässern wächst, blüht.

Ein weiteres Farbwunder ist der Blautopf bei Blaubeuren . Sein Wasser ist, wie alle Schwaben wissen, so unwahrscheinlich blau, daß die Bläue des Himmels nicht damit kon­kurrieren kann. Von der Donnerlochquelle bei Eschweilerhof in der Rheinpfalz sagt man wie vom Blautopf, daß sie mitunter brodelt. Von Zeit zu Zeit verstopft sich ihr unter­irdischer Ausfluß; dann stauen sich die Was­sermassen, um plötzlich mit starkem Druck hervorzubrechen. Unweit Berlinchen in der Neumark gibt es eine ähnliche Quelle. Sie heißt bezeichnender Wei-se „Großmutter* Wassertopf“.

Östlich von Berlin gibt es einen Fluß, der nach zwei Seiten fließt. Die Stoberow in der

Eine Elektro-Lunge hat der Arzt Dr. Hofmann entwickelt. Durch kleine muskelreizende Strom­stöße werden die Atmungsorgane der an Atemnot leidenden Patienten (Asthma, Rauchver­giftung, spinale Kinderlähmung) zur Tätigkeit gezwungen. Das Gerät wiegt 15 Kilogramm und ist bei einem Anschaffungspreis von 1500 DM weit billiger als die bisher gebräuchlichen Eisernen Lungen, die 8000 DM kosteten. (AP-Foto)

Nähe von Müncheberg fließt einerseits der Oder, andererseits der Elbe zu.

Eine der stärksten Quellen Deutschlands ist die Rühmesquelle im Südharz, die in jeder Minute 240 000 Liter Wasser liefert. Was Quellen zu leisten vermögen, zeigt der Jor­danssprudel in Bad Oeynhausen , der als größ­ter Thermalsol-sprudel der Welt aus 725 Meter Tiefe und mit einem Druck von 7,3 Atmo­sphären in jeder Minute 7000 Liter ThÄrmal- sole 42 Meter hoch emporschleudert.

Als Natursehenswürdigkeit ist auch der periodische See bei Schopfheim im südlichen Schwarzwald anzusprechen. Er hat nämlich die Eigenschaft, zeitweilig zu verschwinden. Ein seltsamer See ist auch der Bauerngraben bei Roßla im Südharz, der ebenfalls in regen­reichen Jahren austrocknet, in dürren Jahren sich hingegen mit Wasser füllt. Zu den Se­henswürdigkeiten unserer Landschaft sind auch die erloschenen Vulkane zu zählen, deren Krater sich mit Wasser gefüllt haben. Es seien hier erwähnt der Vogelsberg in Hessen , de * bereits erwähnte Bilstein, die „Maare “, der Eifel , die Berge des Hegau » im südlichen Württemberg u. a. m.

Vulkanischer Glut' verdanken die drei warmen Quellen des Kai-serstuhls ihre Eigen­art. Ihr Wasser ist immer so warm, daß die in ihm lebenden Salamander auf den Winter­schlaf verzichten können. Merkwürdig, wenn auch nicht naturgewollt, ist ferner der bren­nende Berg bei St. Ingbert in der Saarpfalz Es handelt sich hier um ein Kohlenflöz, das vor 250 Jahren in 300 Meter Tiefe in Brand geriet und seitdem brennt. Als eine Folge vulkanischer Einwirkungen ist wohl jene merkwürdige Naturerscheinung anzusehen, die man in verschiedenen Gegenden Deutsch­ lands beobachten kann, nämlich die magneti­schen Berge, auf denen die sonst zuverlässige Kompaßnadel streikt. Schon Alexander von Humboldt beobachtete das 1795 auf dem 695 Meter hohen Heidberg im Fichtelgebirge . Hier ist sogar jeder Stein magnetisch. Ähnlich ist es auf dem Wachtknüppel, einem Berg der Rhön , auf dem Ilsenstein und den Schnarcher­klippen im Harz, wo Goethe einst entspre­chende Untersuchungen vomahm, und in den Eishöhlen auf der Dornburg bei Hadamar im Westerwald , wo unterirdische Magneteisen­steinlager die Ursache sein sollen.

Außerdem gibt es noch einige Merkwürdig­keiten, die physikalisch gesehen, mit der Luft Zusammenhängen. Bekannt dürfte vielen be­reits das phänomenale 17fache Echo bei Char­lottenbrunn in Schlesien sein und das für Unvorsichtige leicht verhängnisvoll werdende Flüsterecho auf dem Mellensee bei Lychen in der Uckermark, das so hellhörig ist, daß es von einer Seite des Sees zur anderen gehört werden kann. Selbst leise geflüsterte Worte sind auf der anderen Seite deutlich vernehm­bar. Nicht unerwähnt soll das Brocken­gespenst im Harz bleiben. Namentlich zur Zeit der Herbstnebel sieht man von der Höhe des historischen Hexenberges aus urplötzlich weit drüben in den Nebelwolken über dem Tal seinen eigenen Schatten in gigantischer Vergrößerung, dazu die Schatten des Berges selbst und der Gebäude auf ihm. Bei Arnstadt in Thüringen gibt es sogar einen singenden Berg. An Sommerabenden vernimmt man m seiner Nähe ein seltsames Tönen, das ent­fernt an das Zirpen der Grillen erinnert. Man sagt, es käme von dem Rieseln ungezählter Wasserläufe, die durch den porösen Kalk­grund sickern.