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Reform der Aufnahmeprüfung dnrdi Sdiüler Tests

T*st. statt Wissensprüfung — Geht es da mit besser? — Anlage, nicht Gelerntes, soll besser e rfaßt werden

Die bisherigen „Prüfungen“ der Zehnjährigen zur Aufnahme in die höheren Schulen sind mit Recht um­stritten. Körperlich und geistig noch völlig „unentfalte te“ Wesen werden nach einem Lern-Schema einer Probe auf ihre „Eignung“ unterzogen, von der ihr y ganzes weiteres Lebensschicksal abhängen kann, und bei der es oft nur vom Zufall abhängt, ob sie „bestanden“ wird oder nicht. Im folgenden wird auf die Be­deutung der Test-Prüfung hingewiesen, die den Weg zu einer besseren Lösung des Problems zeigen will.

Unsere Filmsihau

„Sündige Grenze“ im Schloßtheater

Ein anklägerischer Film! In seinem Hintergrund steht die erschütternde Zahl von 70 000 sittlich be­drohten Jugendlichen, die entlang der deutsch -belgi­schen und deutsch -holländischen Grenze als Schmugg­lerbanden, sogenannte „Rabatzer“, ein gefährliches und gefährdetes Leben führen.

R. A. Stemmle (Buch und Regie) hat das Schick­sal einer solchen Bande S chulpflichtiger und Halb­wüchsiger mit dokumentarischer Aufrichtigkeit fest­gehalten. Im Dreiländereck, am Westwall, hat er sie aufgestöbert: die Frühreifen, Zynischen, die sich nächtens in den Wäldern herumtreiben, Kaffee und Lebensmittel schmuggeln, Bronzeinschriften von den

(Photo: Prisma) Jan Hendrik als „Rabatzer“

Grabsteinen montieren und über Stacheldraht und fahrende Züge flüchten, die Zöllner raffiniert über­listen. in der Schule einschlafen und vom kleinen Schmuggel bis zum Kirchenrau'b „avancieren“. Sie wissen gar nicht mehr, daß sie Böses tun, und der Staat hat keine andere Mittel einzusetaen als Zöllner und Hunde. Erschreckend und 1 mitleiderregend vor allem das seelische und körperliche Unbehütetsein dieser Jugend, die, von keiner Atelierluft beeindruckt, lebendig vor die unbestechliche Käme® gekommen ist.

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„Kätchen für Alles“ im Casino

Kätchen will durchaus Schauspielschülerin werden und schwört auf ihr Talent. Regisseur Vorster ist allerdings anderer Meinung. Kätchen beschließt, sich an Vorster zu rächen und ihn von ihrem Talent zu überzeugen. Die Gelegenheit ergibt sich bald: Ein Pärchen hält das vor Vorsters Tür stehende Kätchen für das Dienstmädchen und übergibt der Ueber- raschten einen wohlverpackten Säugling; er soll hier bei den vermeintlichen Verwandten aüfbewahrt wer­den, bis die Zustimmung der Schwiegereltern zur (verspäteten) Heirat erlangt ist. Daß inzwischen Vor­ster diese Wohnung bezogen hat, ist dem Pärchen unbekannt.

Kätchen ergreift diese Gelegenheit, schmuggelt sich als angebliche Kindesmutter ins Haus und spielt dem ahnungslosen Vorster die Komödie einer unglück­lichen Ehefrau vor, inacht ihm das Leben sauer, ekelt seine Freundinnen hinaus usw. Am Ende klärt sich alles auf, und Vorster kapituliert vor Kätcherts Ta­lent und Charme.

Die Beurteilung lautet: Eine bezaubernde Leistung Hannelore Schroths, deren anmutiger, vielseitiger Schalk die fadenscheinige Konstruktion der Handlung beinahe vergessefl läßt. Die Handlung ist gewürzt mit unwiderstehlichem Humor, dem leider ein frivoler Dialog manchmal seine letzte Frische nimmt.

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„Weißes Gift “ im Europakino

Die Tochter eines Rauschgiftschmugglers, der zu 20 Jahyen Zuchthaus verurteilt wurde, läßt sich als Agentin für die Bekämpfung dieser Verbrecher ge­winnen. Sie will gutmachen, was ihr Vater verbro­chen hat, und geht in ihrem Eifer so weit, eines der Häupter der Bande zu heiraten, um hinter die Ge­heimnisse der Bande zu kommen, woraus sich Kon­flikte zwischen Pflicht und Liebe ergeben.

(Photo: RKO)

Ingrid Bergmann als junge Frau *

„Endstation Mond“ in Kirrlach

Der mit einem „OSCAR “ ausgezeichnete Farbfilm wurde bei seiner deutschen Uraufführung auf dem Festival Berlin 1951 preisgekrönt. Der Bildstreifen, der die erste Weltraumreise von vier Wissenschaft­lern zum Mond behandelt, verschlang 2,2 Millionen Dollar. Er stürzt sich auf eine Elite amerikanischer Astrophysiker. Der Besuch des Filmes bedeutet mehr als ein gewöhnliches Kinoerlebnis. Das Werk, das mi; wissenschaftlichem «Emst gestaltet wurde, geht uns alle an und wird uns noch lange beschäftigen.

Das es mit der Wissensprüfung, so wie sie bisher ent- entscheidend war für die Aufnahme der Volksschüler in die Mittel- und Oberschulen, nicht immer gut ging, das hat sich herumgesprochen und man braucht gar nicht erst die berühmten Beispiele der „Durchgefal­lenen“, heißen sie nun Bismarck oder Röntgen, zu zi­tieren, um den Wert oder Unwert mancher Prüfungen ins rechte Licht zu stellen. Schließlich sieht man dem Wissen, das so ein Zehnjähriger bei der Aufnahme­prüfung zeigt, nicht an, wie es erworben wurde, — durch Begabung und Fleiß, durch Pauken und Auswen­diglernen oder gar durch elterliche oder fremde Nach­hilfe.

Man weiß auch, daß nicht wenige Lehrer ein halbes Jahr vor der Prüfung ihre ganzen Bemühun­gen auf jene Auserwählten konzentrieren, die in die höheren Schulen übertreten wollen, um mit deren Kenntnisse Staat machen zu können.

Nicht können, sondern Anlage

versucht haben. Solchen Drill wird man zwar schnel­ler entdecken als das Einpauken von Wissen, aber das Wort Tesi wird' doch gemindert. Eine zweite Voraus­setzung wurde ebenfalls nicht strikt eingehalten: den Test als normale Schularbeit und nicht als Prüfung erscheinen zu lassen, um so die „Examennervosität“ der Kinder auszuschalten. Wahrscheinlich wird dieses erstrebenswerte Ziel überhaupt nie gänzlich erreicht werden

Eines freilich schafft auch der Test nicht und kann es nicht schaffen: die latente, noch unerkennbare Be­gabung sichtbar zu machen. Das Kind mit angeborener Begabung, das am Tage des Tests noch nicht die not­wendige Reife besitzt, die seine Begabung erkennbar macht, wird auch nicht durch den Test nicht als begabt entdeckt. Die Unterschiede der individuellen Alters­entwicklung bleiben unberücksichtigt, ein Problem, das schon beim Schuleintritt im Zusammenhang mit der „Schulreife“ eine Rolle spielt.

Daß die IJrenmersche Prüfungsreform — Testprü­fung neben der auch weiterhin beibehaltenen Wissens­prüfung — die vorhandene Begabung besser erfaßt als bisher, ist ohne Zweifel, ebenso aber auch, daß sie nicht der Weisheit letzter Schluß "ist. Die Vielfalt der Persönlichkeit wird auch der Test nicht restlos erfassen und der hessische Versuch, durch Probeunter­richt während einer gewissen Zeit die Begabung, und Eignung der Schüler festzustellen, wird ihr vielleicht • mehr gerecht als der Test allein.

Reform der Lehrpläne!

Im übrigen müßte die Abkehr von der ausschließ­lichen Wissensprüfung bei der Schüliaufnahme auch eine Abkehr von der Wissensüberfülle der Lehrpläne an den Oberschulen nach sich ziehen. Die Ueberforde- rung der Kinder durch den immer mehr anschwellen­den Lehrstoff macht sie letztlich zu gehetzten Nerven­bündeln. So wenig wie bei der Prüfung eine Fülle an- lemten Stoffes das Wesentliche sein darf, so wenig darf im Unterricht die selbst erarbeitete Bildung durch einen Ballast von Einaelkenntnissen erdrückt werden. Schließlich soll die höhere Schule zum Denken und nicht zum Auswendiglernen anleifen.

Dr. Fr.-K. Ingelflnger.

Darf man sich von den Testprüfungen, die bisher an rund 18 000 Schülern der Volksschulen durchgeführt wurden, mehr versprechen? Die vom Psychologischen Institut der Universität Tübingen nach amerikanischen Erfahrungen ausgearbeiteten, in Versuchsprüfunigen an 1200 Schülern erprobten. Teste sollen Lernfähigkeit, Abstraktionsfähigkeit, Auffassungsgabe, Sprachver­ständnis, logisches Denken, Dauer ged ächtnis und Aus­dauer der Kinder, der Wartegg-Zeichentest auch cha- rakteriologische Anlagen erkennbar machen. Es geht also nicht um das Können, sondern um die Anlage, die Begabung, um die Grundfunktioneii der Intelligenz. (Daß gleichzeitig soziologische Erhebungen angestellt werden, die das Statistische Landesamt auswerten wird berührt die hier gestellte Frage nicht, wenn auch die dabei zutage tretenden Zusammenhänge zwischen Milieu, Begabung u. Schulleistung bedeutsame sozial- und kulturpolitische Konsequenzen denen Schulen möglich wird, daß alle Schüler ihre Fähigkeiten zei­gen können und daß der Test nicht nur eine negative Auslese der Unbegabten zuläßt, sondern auch auf ver­borgene Begabung aufmerksam macht. (Es wurden ja nicht alle Schüler der vierten Voiksschulklasse ge­testet.) Vor allem aber soll eine Beeinflussung das Er­gebnis durch einen besonderen „Examensdrill“ un­möglich sein.

Auch Tests haben Grenzen

Hier sei vor allzu großem Optimismus gewarnt. Ob­wohl die Teste noch nicht gänzlich ausgewertet sind, scheint es sich doch jetzt schon zu zeigen, daß einzelne Lehrer in Verkennung der Sachlage Tests zu üben

JCceuz und quet ducchs Sladtqeschehm

Konzert der Musikschule. Die staatlich anerkannte Musikschule Bruchsal veranstaltet am morgigen Sonn­tag, 15 Uhr, im Hotel „Friedrichshof“ ein Konzert. Ausführende sind Schüler und Schülerinnen des Ka­pellmeisters Fritz Barth (Klavier) und und Edwin Grüneberg (Violine). Zum Vortrag gelangen u. a. Werke von yivaldd, Hydn, Mozart und Mendelssohn .

Verein der Hundefreunde. Am Montag, 17. März, 20 Uhr, findet in der Brauerei Denner eine Mitglie- deversämmlung des Vereins der Hundefreuhde e. V. statt.

Geburten: Claudia, V. Zugschaffner Emil BeiCrle, Württemtoergerstr. 114; Michael-Maria, V. Kaufmann Albert Buchmüller, Sötemstr. 16; Ottmar, V. Polizei­wachtmeister Adam Häcker, Klosterstr. 52; Christa, V. Gartenmeister Alfons Doll, Friedrichstr. 84; Hel­mut; V. Landarbeiter Emil Rehl, Waldstr. 7; Johannes, V. Angestellter Herbert Friedrich , Holzmarkt 45.

Heiraten: Fuhrunternehmer Otto Kneppeir, Rhein­straße 37, und Lotte Konrad, Postangestellte, Ufer­weg 12; Techniker Gregor Kallenbach und Anna Ge­bert, Birkenweg 6.

Blinder Alarm. Gestern morgen gegen 9.30 Uhr wurde durch die Sirenen Feueralarm gegeben. Es hieß, daß im Kammerforst ein Waldbrand ausgebro­chen sei. Alsbald rückte die Bruchsaler Weckerlinie

Jahreslianpluerisaniiiilnng der Hodieyspieler

Erfreulicher Aufschwung im Bruchsaler Hockeysport

Die Hockeyabteilung der TSG versammelte sich am Dienstag zu ihrer Jahreshauptversammlung, wo­bei neben Neuwahlen eine Reihe wichtiger Punkte Gegenstand einer recht ersprießlichen Debatte wur­den. Dem umfassenden Rückblick auf das abgelau­fene Jahr war zu entnehmen, daß unsere Hockey­spieler einen erheblichen Zuwachs, insbesondere an Jugendlichen, zu verzeichnen haben, und daß der Spielverkehr im vergangenen Jahr verdoppelt wer­den konnte. Mit sechs aktiven Mannschaften hat Bruchsals Hockeysport einen nicht unerheblichen Auf­stieg zu verzeichnen.

Höhepunkte blieben neben den insgesamt 84 ausge­tragenen Spielen aller ■ Mannschaften das vergangene Pfingst-Hockey-Tumier mit internationaler Beset­zung, die erfolgreiche Osterreise, sowie der dritte Tabellenplatz in der Punkteserie. Einige Aktive konnten bei repräsentativen Spielen innerhalb des Landesverbandes Verwendung finden.

Daß Hockeyspieler wahre Amateure sind, bewiesen die Kassengeschäfte, die sparsamste Haushaltung verrieten. Kein Wunder, zumal die Spieler ihre Aus­lagen selbst zu bestreiten haben.

Die Neuwahlen brachten insofern eine Aenderung, als der langjährige verdiente Abteilungsleiter Fritz Brod aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegen mußte. Nachdem die Abteilung ihn einstimmig zum Ehren-Abteilungsleiter ernannt hatte, wurde als Nachfolger Edi Barth gewählt. Stellvertreter ist R. Hude. Die Kassengesdiäfte führt Egon Oehm. Des weiteren wurden Frau Hanisch, Frl. Sondheimer,

Werner Fierhauser, Heinz Döhlke und Wilfried Heid mit internen Funktionen betraut. Grüße und Dank für die geleistete Arbeit überbrachte für den Haupt­verein Oberturnwart Hamminger.

Der vorbildliche Verlauf der Versammlung zeigte, daß die TSG-Hockeyspieler auf dem richtigen Wege sind. Man hat sich auch für dieses Jahr wieder aller­hand vorgenommen. Im übrigen sprechen eine vor­bildliche Kameradschaft dafür, daß man die gesteck­ten Ziele erreichen wird. ck.

aus. Es stellte sich aber heraus, daß es sich um einen blinden Alarm handelte. Im Kammerforst übte eine amerikanische Einheit, die Vernebelungsgeräte ver­wendete. Der aufsteigende Nebel wurde von Karls­ dorf aus für Rauch gehalten. Wünschenswert wäre, daß bei derartigen Uebungen amerikanischer Einhei­ten vorher die Polizei verständigt würde, dann lie­ßen sich eventuelle Irrtümer von vornherein unter­binden.

Ärztlicher Sonntagsdienst. Am Sonntag, .16. März, haben Dienst: Dr. Nowacki, Württeimlbergerstr. 2, Tel. 2116 und Dr. Matthis, Schillerstr. 14, Tel. 2346. Zur Abgabe von Arzneimitteln ist die Mohrenapo­theke, Ecke Hottenegger- und Kaiserstraße geöffnet.

Omnibusfahrt nach Unt e rstmatt. Am Sonntag, dem 16. März, Abfahrt 6.30 Uhr vom Bahnhof. Anmel­dungen nehmen Reisebüro Herberger, Tel. 2673, und Sporthaus Silberer, Bahnhofplatz, entgegen.

VfB Bruchsal. Die Fahrt nach Eggenstein am Sonn­tag, 16. März, wird mit Omnibussen durchgeführt. Es ist für Schlachtenbummler reichlich Gelegenheit zur Mitfiahxt gegeben. Abfahrt des ersten Wagens um 12 Uhr, die weiteren Fahrten jeweils alle 30 Minu­ten. Der Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt be­trägt 1,70 DM. Die Abfahrt erfolgt vor dem Vereins­lokal zum goldenen Lamm.

Photo-Club Bruchsal . Der nächste Clubabend fin­det am Dienstag, 18. März, 20 Uhr, im „Roten Hahn“ statt. Projektion von Farta-Dias. Photofreunde will­kommen.

Treffen ehemaliger Soldaten. Die Angehörigen der ehemaligen 25. Infanterie-Division, der späteren 25. Panzer-Grenadier-Divisiion veranstalten am 22'. und 23. März in Stuttgart ein Kameradschaftstreffen. Das Treffen dient in erster Linie dem Zweck, möglichst viele Vermdßtenschicksale beim Wiedersehen der Heimkehrer aufzuklären. Diese Aufgabe ist deshalb besonders dringlich, weil die Division im Sommer 1944 in Rußland völlig vernichtet wurde und bis heute das Schicksal von 5000 Menschen noch ungeklärt ist. Auskünfte, in welchen Lokalen sich die einzelnen Einheiten treffen, werden im Stuttgarter Hauptbahn- hof erteilt.

Fliegen - weldie Lust, welche Freude!

Die ersten Flugtage auf dem neuen Bruchsaler Segelfluggelände

Heute und morgen finden die ersten Flugtage auf dem neuen ßegelfluggelände des Flugsportvereins Bruchsal statt. Hoffentlich gibt der Wettergott den beiden Tagen den richtigen Rahmen, damit die Arbeit der Flieger Bruchsals nicht umsonst war.

Mit großen Schwierigkeiten hatten unsere Flieger diese Woche noch zu kämpfen und erst in letzter Mi­nute gelang es, den Transport wenigstens einer Ma­schine, der zweisitzigen „Goevier“, durchzuführen. Diese Maschine hat immerhin eine Spannweite von etwa 16 m und eine länge von 5 m, also keine Kleinig­keit. Die Fluggruppe von Mühlacker hat inzwischen auch fest zugesagt, so daß im schlimmsten Fall immer­hin eine Hochleistung®- und eine Schulmaschine (SG 38) am Start sind.

Die Flügleitung für die beiden Tage hat der Referent für Segelflug vom WBLV, Herr Dipl. Ing. Baur, über-

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„Die begnadete 4ng$r

Acht Vorstellungen in den Bruchsaler E uropalichtspiel e n vom 25. bis 31. März

Gertrud von Le Forts be­kannte Novelle „Die letzte am Schafott “ wurde von dem französischen Dichter Georges Bernanos in dramatischer Form bearbeitet und kommt jetzt unter dem neuen Titel „Die begnadete Angst“ wieder zu uns zurück. Das Werk wird unter der Direktion von Gg.

Fastnacht-Freiburg durch Be­rufsschauspieler vom 25. bis 31.’ März in den Bruchsaler '

Europalichtspielen aufgeführt.

„Die begnadete Angst“ be­handelt die Geschichte der 16 Karmeliterinnen von Com- piegne, die in der Französischen Revolution zum Tode verur­teilt wurden und singend das Schafott bestiegen. In diesem historischen Ereignis aberliegt die Dichtung von der kleinen Blanche eingebettet, die als junges von Weltangst gequäl­tes Mädchen in das Kloster eintritt und aus Angst vor dem Martyrium wieder in die

Welt zurückflieht, bis die Gnade Gottes ihre "diwache besiegt und Blanche freiwillig das Blut­gerüst besteigen läßt.

Wohl liegt diese Handlung 150 Jahre zurück, aber

Gertrud von Le Forts und Georges Bemanos wollen sie auf unsere Zeit bezogen wissen: Als Zeichen da­für, daß unsere Daseinsangst, die Angst des moder­nen Menschen, nur von Gott her aufgehoben werden kann.

nommen, der auch bei dem großen Segelflugtag im vergange»en Jahr auf dem Homberg die technische Leitung hatte.

Die Hauptaufgabe der beiden Tage wird essein, die etwa 25 eintreffenden Fluglehrer Nord- und Süd­badens zu überprüfen, damit diese wieder mit ihren Fluggruppen zuirn Fliegen kommen, denn ein Flugtag darf nur von einem überprüften Fluglehrer durchge­führt werden.

Mancher Bruchsaler wird sich gedacht haben — die vielen Fragen beweisen es — „wie kommen diese gro­ßen Dinger denn in die Luft? Da ist doch gar kein Hügel und gamichts dergleichen.“ Aber zur Beruhigung der Fragesteller kann gesagt werden, daß das neueste Schleppverfahren zur Anwendung kommt. t

Eine Motorwinde zieht die Maschine mit einem etwa 1200 m langen Seil,das am Schwerpunkt der Maschine befestigt wird, auf eine Höhe von etwa 300 bis 600 m. Diese Schleppart nennt der Fachmann „Schwerpunkt­schlepp“.

Die aktiven Flieger von Bruchsal hoffen natürlich alle auf einen Start, um erstmals nach dem Kriege unsere Stadt Von oben betrachten zu können und wir glauben, auch die älteren „Flughasen“ werden zum neuen Segelflugplatz hinauswandern, um endlich mal wieder richtige Maschinen aus der Nähe betrachten zu können.

Der Flugsportvereiri Kreis Bruchsal bittet die Be­völkerung beim Besuch der ersten Flugtage etwas Dis­ziplin zu bewahren und den Anordnungen der Polizei und der Absperrung Folge zu leisten, damit Flurscha­den unddamit verbundene Schwierigkeiten vermieden werden. Der Segelflugplatz befindet sich auf dem Wie­sengelände rechts vom Kändelweg — Richtung Karls­ dorf . B. G.

G e schäftliches

Werbung verbillig! die Ware

Daß Werbung die Ware verbilligt, ist für den Kauf­mann zwar eine Binsenwahrheit, jedoch die Ver­braucherin will es meist erst am handfesten Beispiel bewiesen sehen, ehe sie es blind glaubt.

Ein überzeugendes Beispiel dieser Art wurde jetzt von der ARWA-Feinstrumpfwirkerei GmbH., Back­ nang (Württ.) bekannt.

AR WA hatte bereits vor zwei Jahren im März den Preis für ein Paar Strümpfe um DM 2.— senken können, weil eine systematisch durchgeführte Wer­bung stürmische Nachfrage und eine Erhöhung der Produktion ersprach. Der Erfolg blieb nicht aus und brachte infolge der Qualität der ARWA-Strümofe eine Verzigfachung des Umsatzes. Der V.rkEuifspreis kann nunmehr erneut gesenkt werden.