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Mittwoch, den 16. April 1952

AUS KtAICHGAU UND RRUHRAIM

Das Forum des Lesers:

krilili am verlängerten 8. Schuljahr

So geht es nicht, daß zwei 8. Klassen zusammengeworfen werden!

Aufgeboten sind: Elektriker Albert Adolf Ziglarsch, Jahnstr. 2, und Fabrikarbeiterin Theresia Freidel, Friedenstr. 3; Maurer Josef Klinger, Waghäusler­straße 85, und Zigarrenarbeiterin Maria Kremer, Kronauerstr. 66; Blechschlosser Konrad Stegmüller, Schloßstr. 5, und Näherin Erna Heilig, Werderstr. 14.

Die Kirche erhält eine neue Freitreppe

Obergrombach . Große Sorge und Schwierig­keiten bereitet zur Zeit dem kath. Stiftungrat und der Gemeindeverwaltung die Erstellung einer neuen Frei­treppe an der kath. Pfarrkirche. Die derzeitige Treppe wurde beim Bau der Kirche vor über 100 Jahren aus Natur-Sandsteinen errichtet und ist im Laufe der Jahrzehnte durch natürlichen Verschleiß und Witte­rungseinflüsse derart schadhaft geworden, daß sie jetzt unbedingt erneuert werden muß.

Nach den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen der bis­herigen Besprechungen zwischen dem Erzb. Bauamt und den zuständigen örtlichen Stellen kämen für die Erneuerung der Treppe entweder Natur-Granitsteine oder Kunst-Granitsteine in Frage. Da die Beschat­tung von Natui^Granit infolge der nur in geringen» Umfang zur Verfügung stehenden Geldmittel nicht in Frage kommen kann, hat sich der Stiftungsrat nun­mehr für Kunst-Steintreppenstufen entschieden und läßt zur Zeit über das Erzb. Bauamt Angebote von einschlägigen^ Firmen der näheren Umgebung ein­holen.

Neben dieser internen Aktion wurde am Palmsonn­tag die erste Bauhilfesammlung für diesen Zweck

W«nn Sie schlank bleiben wollen:

Hillen Sie midi vor den drei großen .,S" ...

. . . nämlich Süßigkeiten? Suppe, Salz — Milchprodukte, der Schlüssel zur Gesundheit

Vor einigen Tagen veranstaltete die Karlsruher Milchzentrale einen Vortrags-Abend der Gesund­heitsreferentin Frau Lisa Mar über das Thema „Gesunde Lebensführung zur Bewahrung von Ge­sundheit und Lebens frische".

Die meisten von uns haben nach der Währungsreform an Körperfülle in beängstigendem Maße zugenommen. Zunächst konnte man das als eine gewisse „Mangel­fettsucht“ noch hinnehmen — die Organe waren zum Teil nicht wieder auf Ueberfülle an konzentrierten Nahrungsstoffen eingestellt. Dann aber wurde man sich selbst lästig. Vielleicht hatte man ausgerechnet einen „sitzenden Beruf“, besaß noch dazu ein Motorfahrzeug — und nahm folglich mangels Bewegung immer mehr zu. Was tun? Das Herz war überlastet, die Rheuma­kranken klagten über eine Ueberbeanspruchung ihrer schmerzenden Gelenke. Die Frage war: Wie werden wir unserer wachsenden Körperfülle Herr? Dabei wußten wir: In der Anwendung gewisser

„Radikal-Kuren“ liegt eine Gefahr für die Gesundheit,

da diese Mittel sehr oft Substanzen enthalten, deren dauernder Gebrauch der Gesundheit schaden. Und das Gleichgewicht der körperlichen Kräfte, das Zusam­menwirken aller Drüsen muß durch eine günstig zu­sammengesetzte Nahrung erhalten werden — sonst treten die gefürchteten „Kulturkrankheiten“ auf wie Rheuma , Gicht, Zuckerkrankkeit u. a. m. Leber und Galle sind durch unsere bürgerliche Küche am meisten gefährdet, vor allem durch die % chwe rverdaulichen Schlachtfette, die sich oft als Schweineschmalz und Rindertalg in den Muskeln absetzen. Der Herzmuskel wird dadurch sehr viel mehr belastet und kann diese Anforderungen nicht Ohne Schaden überstehen. Nicht zu Unrecht sagten die alten Aegypter: „Die Menschen leben von einem Viertel dessen, was sie essen, von dem andern leben die Aerzte...“ Und in dieser alten Weisheit liegt der Schlüssel zur Lösung des Uebels. Wir müssen

unsere Ernährungsweise gesünder gestalten.

Dazu sollte man vor allem die Kolehydrate meiden, allen voran den weißen Zucker, aber auch Stärkearten, hier wiederum das von Hülle und Keim befreite Ge­treidemehl. Dieses, noch dazu gebleicht, in Form von Brötchen, Bretzeln, Kuchen, Nudeln und „Spätzle“ an- geboten, ist häufig Ursache zur Korpulenz. Vollkorn- oder Schwarzbrot, das die in Keimen und Hüllen ent­haltenen Wuchsstoffe noch enthält, stärkt dagegen Knochen, fördert den Zahnwuchs und die Nerven, regt vor allem aber die Verdauungstätigkedt an. Fette Wurst und fettes Fleisch (mageres kann ohne Beden­ken verwendet werden) schließen den Kreis der sich verhängnisvoll auswirkenden Zugeständnisse an das Schlemmertum. Und dabei ist ein „Bibbeleskäse“ mit 20 Prozent Sahne doch auch eine Delikatesse, nicht wahr? Ueberhaupt ist

Oberhausen . Die ersten 12 Fahrschüler, die ihre Ausbildung durch die Fahrschule Blattner er­halten haben, legten jetzt ihre Prüfung mit bestem Erfolge ab. Bei der Abnahme der Prüfung wurde festgestellt, daß man bei jedem einzelnen eine her­vorragende Schulung erkennen konnte.

Nach langem, schwerem Leiden ist Herr Oskar Kull- mann, Kirchstraße, verstorben. Der MGV „Fidelia“ widmete seinem heimgegangenen, langjährigen San­gesbruder einen erhebenden Grabgesang und ließ an seinem Grabe einen Kranz niederlegen. ue.

Schweres Autounglück bei Neulußheim

Am Karfreitag vormittag wurde ein kleiner Per­sonenwagen auf der Straße zwischen Neulußheim und Waghäusel von einem amerikanischen Fahrzeug schwer beschädigt Die beiden Insassen wurden mit Schädelbrüchen ins Heidelberger Krankenhaus ver­bracht. Der Personenwagen wurde schwer demoliert.

Unbekannter Soldat identifiziert

Z e u t e r n. In den verhängnisvollen Ostertagjen des Jahres 1945 mußten in Zeutern 5 deutsche Soldaten ihr Leben lassen. Einer davon konnte nicht identi­fiziert werden, und so stand 7 Jahre lang das er­schütternde Wort — Unbekannt — auf seinem Kreuz. Jetzt ist es Venvaltungsinspektor Dreher vom Stan­desamt Bruchsal in dreijähriger unermüdlicher Ar­beit gelungen, festzustellen, wer der junge Soldat war. In Anwesenheit seiner Angehörigen — Mutter und Braut —, ade aus der Schweiz gekommen waren, wurden vergangene Woche die sterblichen Ueberreste aiusgegrafoen. Am künstlichen Gebiß und an einer früheren Knochenverletzung erkannten die Angehö­rigen, daß es ihr Sohn, bzw. Bräutigam war. Ein Trost wird ihnen sein, daß das Grab in guter Obhut ist und manches stille Gebet dort verrichtet wird.

Uefoer die Osterfeiertage zeigten die Elsenzer Licht­spiele im Saale der Bahnhofswirtschaft die spannen­den Filme „Der schwarze Korsar“ und „Der König der Bettler“. Ri.

Eine neue Dreschmaschine

Neuenbürg . Der Spar- und Darlehenskassen­verein hielt in der letzten Woche in der „Traube“ eine Mitgliederversammlung ab. Verbandsprüfer Schaber-Karlsruhe berichtete über die Ergebnisse der vergangenen Jahre. Die Versammlung beschloß einstimmig, alsbald eine neue Dreschmaschine anzu­schaffen.

An den beiden Ostertagen führte der Musikverein im „Ritter “ das Theaterstück „Zwei Spitzbuben er­ster Klasse“ auf. Die einzelnen Spieler ernteten für ihre Darstellungskunst lebhaften Beifall. k.

Untergrombacher Chronik

Untergrombach . Der Schachklufo konnte bei den Mannschaftskämpfen des Kreises Bruchsal die Meisterschaft erringen. Er wird daher an den Spie­len um den Aufstieg in die Schiach-Bezirksklasse teil­nehmen.

Am Ostermontag hatte der MGV Bruderbund eine öffentliche Tanzveranstaltung. Es spielte die Kapelle des Handharmonika -Clubs.

Die Capitol-Lichtspiele, deren Geschäftsführung seit 1. April 1952 in Händen von Richard Stoll und Franz Zoller ist, zeigen am Mittwoch und Donnerstag den Revue-Film „Hallo, Janine“ mit Marika Rökk .

Am Ostermontag konnte der Zweitälteste Einwoh­ner Untergrombachs, Schuhmachermeister J. Becker, seinen 89. Geburtstag feiern. Wir gratulieren.

Kirrlacher Allerlei

Kirrlach. Die Landespolizei warnt vor einem Wäschedieb. Die Bevölkerung wird gebeten, keine Wäschestücke die Nacht im Freien hängen zu lassen. * Einen Verkehrsunfall verursachte ein Landfahrer mit seinem Wohnwagen und Anhänger in der Wag­häuslerstraße. Dieser hatte seine Fahrzeuge am rech­ten Straßenrand abgestellt und ging anschließend in eine Gastwirtschaft. Das Pferd* batte vermutlich Hun­ger und zog di© beiden Wagen quer über die Straße. Gleich darauf fuhr ein PKW in das Fuhrwerk hin­ein. Der PKW wurde erheblich beschädigt, der Fah­rer erlitt einige Verletzungen.

Gegen mehrere Radfahrer mußte eingeschritten werden, weil sie bei Dunkelheit ohne Licht oder ohne rotes Schlußlicht fuhren.

Beilagenhinweis. Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Wettschein des Württemberg-Badischen Totos im West-Süd-Block bei. Die 12er-Wette brachte bisher die höchsten Quoten, die leichte lOer-Wette viele leimende Gewinne,

• Ein mit dem Leben der Volksschule eng verbun­dener Vater schreibt uns:

Als mein Junge, der mit Beginn der diesjährigen Sommerferien im sogenannten „verlängerten“ 8. Schul­jahr zur Schulentlassung kommt, im Katastrophenjahr 1944 in die Volksschule eintrat, war von einem ge­regelten Schulbetrieb keine Rede mehr. Das erste Schuljahr fiel aus und in den Jahren 1945, 1946 1947 war auch nicht viel los, denn es setzte neben allen zeitbedingten Mängeln die große „politische“ Säube­rung ein. Der hierdurch bedingte Lehrermangel ließ es kaum zu, daß das „ABC“ und das „Einmaleins“ den Jahrgängen meines Buben beigebracht wurde.

Nach meiner Rückkehr aus Gefangenschaft war der Schulbetrieb in meiner Gemeinde, wie auch in den meisten übrigen sehr notdürftig, ich hatte den Ein­druck, als wollte man über die Zeit kommen. Erst als ein Teil der alten erfahrenen Lehrer wieder in den Dienst kam, bemerkte ich ein Aufholen des bis dahin versäumten Schulwissens. Dank sei den Lehrern ge­sagt, die mit unverdrossenem Eifer in den letzten Jah­ren immer wieder neben dem laufenden Unterrichts­stoff die aufgetretenen Lücken schlossen, Versäumtes nachholten und eigentlich einen Wissensstand bei meinem Jungen und wahrscheinlich auch bei seinen Mitschülern erreichten, der mich mit Respekt erfüllt.

Als Vater dachte ich mir nun, daß in diesem letzten Vierteljahr der Schulzeit sich der Lehrer seiner Klasse nochmals voll widmen könnte. Neben noch notwen­diger Wissensübermittlung könnte ich mir vorstel­len, daß auch über Zeitprobleme gesprochen wird, z. B. über Jugendgesetz, Berufslenkung, Verhalten in der Umwelt, Jugendorganisationen, Film, Schmutz- und Schundliteratur, es gäbe ja so viele Fragen mit der heutigen Jugend zu erörtern. An einen Lehrplan dürfte dabei der Lehrer bei solcher Unterrichtsge­staltung freilich nicht gebunden sein.

Aber, o weh, mein Bub teilte mir mit, daß seine Klasse nach Ostern mit der neuen 8. Klasse vereinigt würde. Ich frage mich, welchen Nutzen haben die zur Entlassung kommenden Schüler von einem solchen zwiespältigen Unterricht? — Geht es hierbei wirklich

um die Förderung der Entlaßschüler. oder will man nur mit viel gutem Willen seitens der Schule diese nur wiederum über die Zeit bringeh, weil wahrschein­lich am grünen Tisch fernab jeder Praxis, dieses Schul­verlängerungsgesetz entstanden ist?

Ist es nicht so, daß an den Schulen ab Ostern plötz­lich eine Schulklasse mehr vorhanden ist, ohne daß für diese zu leistende Mehrarbeit auch zusätzliche Arbeitskraft gestellt ist? Wird es nicht allmählich Zeit, unseren so tatkräftigen und daher mit Recht geachteten Lehrern nicht zuviel Idealismus zuzutrauen in unserer'sonst so realen Welt? —

Manchem Leser dieser Zeilen mag es klargeworden

Mozart hatte mit seiner Oper „Figaros Hochzeit “ glänzende Erfolge auf ausländischen Bühnen gehabt, ehe diese auch heute noch sehenswerte und ob ihrer volkstümlichen Musik immer wieder gern gehörte Lustspiel-Oper an dem damals schon bedeutenden Mannheimer Hoftheater zum ersten Male aufgeführt wurde. Man hatte-hier bereits 1784 die „Entführung aus dem Serail“ und 1789 „Don Juan“ in den Spielplan eingefügt, und am 24. Oktober 1790 öffnete sich der Vorhang vor der wichtigsten Neuerscheinung jenes Theaterjahres, der Erstaufführung von „Figaros Hochzeit “. Mozart kam selbst nach Mannheim , wo er schon als Wunderkind am kurfürstlichen Hof ge­spielt hatte, und beaufsichtigte die letzten Proben. Mannheim hatte sich sehr verändert, vor allem durch den Wegzug des Hofes, bei dem Mozart im Winter 1777/78 vergebens eine Anstellung erwartete. Der Meister fand nicht mehr die einst in ganze Europa berühmte Hofoper Karl Theodors vor. und das Or­chester war ebenfalls nicht mehr auf der Höhe. In den Proben mußte Mozart erst einmal die Zeitmaße richtigstellen, die der Kapellmeister, ein bequemer

durchgeführt, über die am Ostermontag Stadtpfarrer Albietz während des Hauptgottesdienstes Bericht er­stattete. Das Ergebnis dieser ersten Spendenaktion ist unerwartet gut ausgefallen und hat die Möglich­keit geschaffen, mit der Erneuerung der Treppe sofort zu beginnen. Das ganze Bauprojekt dürfte auf etwa 10 000 DM zu stehen kommen, wovon rund die Hälfte aufgebrächt sind.

Osterkonzert in Weiher

Weiher. 'Am Ostersonntag veranstaltete der Musikverein vor dem Rathaus ein Konzert zur allge­meinen Freude der Dorfbewohner. Märsche, Walzer­potpourris und Volkslieder kamen zum Vortrag, die von den zahlreich Erschienenen befällig aufgenommen wurden.

Philfppsburger Stadtnotfzen

Die Geburtstagsjubilare der Woche

Gestern vollendete Augiust. Blattner das 70. Lebens­jahr. Am 17. April wird Frau Elise Fank geb. Schlu- mer 79, Theresia Reiß geb. Müller 76, und Josef Odenwald 1 V. 71 Jahre alt. Unsere herzlichsten Glück­wünsche.

25jähriges Arbeitsjubiläum

Der Biersieder Albert Braun beging am gestrigen Tage sein 25jähriges Arbeitsjuibiläum bei der Firma Löwenbrauerei Philippsburg. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch.

Milcheiweiß in jeder Form leicht verdaulich

und verhältnismäßig billig. Milch z. B. enthält dazu noch Milchzucker und Mineralien, die die Nieren zur Ausscheidung des Wassers anregen. Unverhältnis­mäßig viel Wasser aber nimmt der Körper auf, wenn man Kochsalz über Gebühr zu sich nahm: Denn es bilden sich Wasser„komplexe“. Sauermilch , Milch, Yoghurt u. a. m. entwässern also. Eine ganz beson­dere Bewandtnis aber hat es mit Yoghurt , einer Sauermilchart. Grundsätzlich sind

Alle Sauermilcharten noch bekömmlicher als süße Milch.

Neben ‘der leichteren Verdaulichkeit regt die Milch­säure die Verbrennung in den Zellen und die Ver­dauungsarbeit ganz allgemein an und vertreibt so das Fett; Yoghurt nun läßt sich mit den schmackhaftesten Dingen vorsetzen: z. B. mit Sanddorn-Extrakt, einer deutschen Wildpflanze, die sechsmal soviel Vitamine besitzt, als die Zitrone, Leinsamenzusätze — magen- und darmschonend, Brunnenkresse, Gurkenstückchen u. a. m. können beigegeben werden. Im Verein mit einem guten Stück Schwarzbrot, Obst und anderen Dingen, lassen sich die delikatesten Gerichte zube­reiten. Dabei ist aber zu beachten: Nicht mehr als 50 g Fett im Tag zu sich zu nehmen und immer daran denken, daß 50 g Salz zuviel 7,5 Liter Wasser im Kör­per binden! Suppen schwemmen auf und Zucker (in jeder Form) macht dick, ebenso das gebleichte Weiß­mehre und natürlich seine sämtl. Produkte. Wenn sie so leben, dann wird Ihnen eine Gewichtsabnahme von vier und fünf Pfund pro Woche gewiß sein!

Die Hockey-Mannschaften der TSG Bruchsal weil­ten über die Osterfeiertage beim Jubiläumsturnier des HC Frankfurt-Fechenheim und konnten dabei ausgezeichnet bestehen. So blieb die erste Herrenelf ungeschlagen, wobei man folgende Ergebnisse er­reichte:

HC Fechenheim — TSG Bruchsal 1:1 THC Limburg — TSG Bruchsal 2:2 Weiß-Blau Frankfurt — TSG Bruchsal 0:0

Die erzielten Resultate sind um so bemerkenswer­ter, wenn man berücksichtigt, daß die Mannschaft nicht mit ihrer kompletten ersten Garnitur antreten konnte. Man hatte einige Nachwuchsspieler mit rin­gesetzt, die sich ausgezeichnet bewährten. Die Tref­fer erzielten Barth E., Heid und Hug. Auch die Da­

sein, daß ich nicht nur als Vater, sondern auch als Freund der Schule und besonders der Lehrer dieses geschrieben habe, erstlich, weil ich als Volksschüler vor 40 Jahren selbst gute Lehrer mein eigen nennen durfte, und zweitens, weil meine Kinder zu den 90 Prozent derjenigen gehören, die sich ihr schulisches Rüstzeug aus der „Volks“-Schule holen und ich weiß, wieviel Liebe, Geduld und Wissen tun das Volk die Lehrer der Volksschule besitzen.

Ich bitte die Stellen, die es in diesem Falle angeht, laßt in Zukunft die Hände weg von halben Maß­nahmen. wie sie die Schuljahrsverlängerung darstellt. An den weitaus meisten Schulen, scheint mir, bedeutet die Verlängerung um ein Vierteljahr den betr. Kin­dern nichts Positives und dient darum auch nicht dem Volkswohl. Vielleicht findet sich nächstes Jahr, wenn der Fall durchexerziert ist, eine bessere, vielleicht überraschende Lösung dieses Problems.

alter Herr allzu langsam einstudiert hatte. Sonntags fand die erste Aufführung statt; das Stück vom Publi­kum sehr gut auf genommen, aber der Erfolg war doch nicht so groß wie bei der „Zauberflöte “, an deren theatralischen Effekten sich die Mannheimer nicht sattsehen konnten. So wurde denn auch die „Zauber­flöte“ bis zum Beginn des neuen Jahrhunderts gut fünfzigmal gegeben, der „Figaro “ nur viermal! Später hat sich das gebessert. Das Theater bewahrte noch lange Jahrzehnte einen Dirigentenstuhl als Mozart­andenken auf, dessen sich der Komponist bei jeder Aufführung bedient hatte. 178 Gulden und 54 Kreu­zer brachte die Erstaufführung des „Figaros“ als Ein­nahme. Eine ansehnliche Summe. Bei einer der letzten Proben stand der Schauspieler Backhaus, der den Antonio mimte, am Bühneneingang, um etwas frische Luft zu schnappen.- Da näherte sich ein ein­facher Mann, den er für einen Schneidergesellen hielt und fragte, ob er der Probe zusehen könne. Backhaus wies ihn entrüstet zurück. Darauf sagte der andere: Sie werden doch dem Kapellmeister Mozart erlauben, daß er sich seinen „Figaro “ anhört!*

OfüsAqenqz&et

O wunderbares, tiefes Schweigen,

Wie einsam ist's noch auf der Welt!

Die Wälder nur sich leise neigen,

Als ging‘ der Herr durchs stille Feld.

Ich fühl' mich recht wie neu geschaffen,

Wo ist die Sorge nun und Not!

Was mich noch gestern wolW erschlaffen,

Ich schäm’ mich des im Morgenrot.

Die Welt mit ihrem Gram und Glücke Will ich, ein Pilger, frohbereit Betreten nur wie eine Brücke Zu dir, Herr, über’n Strom der Zeit.

Und buhlt mein Lied, auf Weltgunst lauernd, Di schnöden Sold der Eitelkeit:

Zerschlag' mein Saitenspiel, und'schauernd Schweig' ich vor dir in Ewigkeit.

Joseph Eidiendorff.

Badisdies Staafstheater

Spielplan vom 16. bis 20. April Großes Haus;

Mittwoch, 16. 4., 20 Uhr: „Die Jüdin “, Große Oper von J. F. Halevy .

Freitag, 18. 4., 20 Uhr: „Maske in Blau “, Große Re­vue-Operette von Fred Raymond .

Samstag, 19. 4., 20 Uhr: Zum letzten Male: „Miartha“, Komische Oper von Friedrich v. Flotow .

Sonntag, 20. 4., 20 Uhr: „Ein Maskenball “, Oper von Giuseppe Verdi .

Montag, 21.4., 20 Uhr: Gastspiel des Theaters der Stadt Baden-Baden „Die Cocktail Party", Komödie von T. S. Eliot.

Schauspielhaus:

Donnerstag, 17. 4., 20 Uhr: „Komödie der Irrungen“ von William Shakespeare .

Sonntag, 20. 4., 20 Uhr: „Ein heiterer Abend“ mit Jo­ seph Plaut . Humor aller Länder.

IHafionaltheater ffannheiu

Spielplan vom 16. bis 20. April

Mittwoch, 16. 4., 19.30 Uhr: .Salome“, Oper von Rieh. Strauß.

Donnerstag, 17. 4., 19.30 Uhr: „Ein Tal wie alle“, Schauspiel von Richard Billingier.

Freitag, 18. 4., 10.30 Uhr: „Pygmalion “, Komödie von B. Shaw .

Samstag, 19. 4., 19.30 Uhr: „Rigoletto “, Oper von G. Verdi.

Sonntag, 20. 4., 14.30 Uhr: „Eine Nacht in Venedig “, Operette von Johann Strauß . — 20 Uhr: „Salome “ Oper von Richard Strauß .

Studio des Nationaltheaters in der KunsthaUe

Samstag, 19. 4., 19.30 Uhr: Uraufführung: „Früchte des Nichts“, Schauspiel von Ferd. Bruckner. Sonntag, 20. 4., 19.30 Uhr: „Früchte des Nichte“.

• ^riteg, 25. April, findet im Nationaltheater em Gastspiel des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg , Ferdinand Bruckner „Heroische Komödie“ mit Hermine Kömer statt.

menmannsebaft hielt sich gegen die starken Gegner vorbildlich und kam nur durch Fehlentscheidungen der Unparteiischen um zwei verdient gewesenen Un­entschieden. Die Spiele brachten folgende Ergeb­nisse:

FSV Frankfurt — TSG Bruchsal 1:0 Weiß-Blau Frankfurt — TSG Bruchsal 1:0 Eintracht Frankfurt — TSG Bruchsal 4:0

Bereits am Karfreitag konnte che TSG-Juigend 1 als Gäste der Frankfurter Eintracht, die sich in vorbild­licher Weise um die Bruchsaler Jungens angenom­men, und mit der Besichtigung von Flüghafen und Zoo den Gästen eine besondere Freude bereitet hatte, zweiter Tumiersieger werden. Folgende Spiele wur­den ausgetragen:

Eintracht Frankfurt — TSG Bruchsal 3:0 Frankfurt-Höchst — TSG Bruchsal 0:2 Weiß-Blau Frankfurt — TSG Bruchsal 0:1 Limburg — TSG Bruchsal 0:3

Leider hatte Bruchsals Nachwuchs das Pech, sofort nach Ankunft in Frankfurt gleich gegen die starke Eintracht-Elf antreten zu müssen. In der Gesamtwer­tung blieben die Bruchsaler nur um einen Punkt hin­ter der Siegerelf Eintracht, die gegen Limburg nur zu einem Remis kam. Es hätte also beinahe zum Turniersieg gereicht.

Sport-Nachlese

Fußball

FC Heidelsheim _ Obergrombach 7:2 (3:1)

Heidelsheims Fußballelf hatte in dem benachbarten Obergrombach eine recht faire Mannschaft zum Geg­ner, so daß die Freundschaftsbegegnung einen sport­lich vorbildlichen Verlauf nahm. Die Gäste hatten zwar einen beachtlichen Kampfgeist mitgebracht, der aber nicht ausreichte, um die technisch klar überlege­nen Gastgeber zu gefährden. In dem vor zahlreichen Zuschauern abgewickelten Spiel wechselte man beim Stande von 3:1 die Seiten. Das schnelle und flüssige Spiel der Heidelsheimer führte später zu vier weite­ren Treffern, währen Obergrombach nur noch einmal erfolgreich war. .

Rheinhausen — Ubstadt 0:0

Das Verbandsspiel war trotz der fast hochsommer­lichen Hitze sehr schnell und brachte guten Sport, der mit einem gerechten Unentschieden endete. Wohl hatten beide Seiten Torchancen, aber die Hinter­mannschaften, vor allem die Torsteher, verhinderten jeden Erfolg.

Ubstadt — Oberöwisbeim 8:0

Zu Ostern hatte Ubstadt Ofoeröwisheim zu Gast und konnte einen sicheren, auch in dieser Höhe ver­dienten Sieg landen. Die Gastgeber waren technisch überlegen u. ließen die Gäste nie zum Zuge kommen.

Schadiecke. Die Schadwereinigung Bruchsal weist nochmals auf das heute abend, 20 Uhr, im „Fried­richshof“ beginnende Turnier um die Stadtmeister­schaft hin. Interessenten können sich noch vor Spiel­beginn zur Teilnahme melden.

Die Mannheimer Figaro-Premiere im Jahre 1790

Mozart überwachte die letzten Proben an der Hofoper

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Erfolgreiche Hockeyspieler der TSG

Glänzendes Abschneiden bei Frankfurter Oste r turniere n

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