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Drei Medaillen für Deutschlands Kanufahrer
Die kleine Kanu-Abordnung die bis fetzt relativ erfolgreichste deutsche Sportvertretung
Me deutsche Kanu-Mannschaft von nur zehn Wettkämpfern, darunter einer Frau, hat nach Abschluß ihrer neun olympischen Wettkämpfe eine Erfolgsbilanz aufzuweisen, die der Präsident des NOK für Deutschland , Dr. Karl Ritter von Halt, am Spätnachmittag des Montags im Kanu-Stadion von Hel- sinki/Taivallahti mit den Worten umriß: „Me kleine Kanu-Mannschaft ist die relativ bis jetzt erfolgreichste deutsche Sportvertretung in Helsinki gewesen.“
eingesetzt. Der sechste Platz in dem 19-Boote-Feld war für die deutsche Vertretung ein großer Erfolg, wie auch Miltenberg über die Kurzstrecke im Einer-
Der 42jährige Wilfried Soltau schloß seine 25jähri- ge Betätigung im Canadier-Rennsport mit zwei olympischen Siegen ab: Im Zweier-Canadier über die lange Strecke und im Zweier-Canadier über 1000 Meter errang er zusammen mit seinem jungen Hambur ger Partner Egon Drews zwei Bronzemedaillen. Mit seinen physischen Reserven und einem beispielhaften Kampfgeist sicherte der Kaiserswerther Michel Scheuer im Endspurt der Einer-Kajaks über 10 000 m hinter dem schwedischen Olympia-Sieger Gert Fre- dricksson und dem finnischen Weltmeister Stroem- berg die Bronzemedaille für Deutschland . In einem Weltklassefeld kam die deutsche Kombinationsmann- schaft Helmut Noller (Mannheim )/ Gustav Schmidt (Duisburg ) überraschend auf den vierten Platz. Eine andere deutsche Zusammensetzung starker Einer- Fahrer wurde mit Karl-Heinz Schäfer (Kiel )/ Mein rad Miltenberger (Herdecke ) über die lange Distanz
Hesselmann wuchs über sich selbst hinaus
Einen gigantischen Kampf lieferten sich, die Weltbesten im 3 000 Meter-Hindernislauf, der am Freitag in Helsinki entschieden wurde. Wenn auch die Medaillen an Ashenfelter (USA ), Kasantzew (UdSSR ) und Siely (England) fielen, so konnten die Deutschen doch einen Achtungserfolg erringen. Günter .Hesselmann wuchs über sich selbst hinaus und behauptete sich in dem Feld der Weltbesten als Sechster, wobei er seine persönliche Leistung um fast zehn Sekunden steigerte. Unser Bild zeigt Hesselmann (345) dicht hinter dem Silbermedaillen-Gewinner Kasantzew (436) beim Nehmen des Wassergrabens.
Kajak hinter den beiden • starken Nordländern und den Landesmeistern von Frankreich und Holland einen sehr beachtenswerten fünften Rang einnahm. Alle deutschen Kanu-Sportler kämpften sich auf Hel sinkis Regattabahn bis in die Endläufe durch.
Die Erfolge der deutschen Kanu-Sportler haben allgemein überrascht. Die Bilanz wäre gewiß noch günstiger ausgefallen, wenn die kleine Gruppe von zehn Wettkämpfern nicht, um alle neun Wettbewerbe besetzen zu können, in zwanzig Stunden drei schwere Rennen hätte bestreiten müssen.
Olympischer. Goldpokal für Oslo
Der „Olympische Pokal“ 1952 wurde der Stadt Oslo für die mustergültige Organisation der letzten Olym pischen Winterspiele zuerkannt, gab der Kanzler des CIO-Exekutiv-Komitees, Otto Mayer (Schweiz ), am Montag in Helsinki bekannt. Das Exekutiv-Komitee verlieh auf seiner letzten Sitzung den „Taher-Pa- scha-Pokal“ der Holländerin Fanny Blankers-Koen für ihren bedeutenden Beitrag, den sie dem olympischen Sport geleistet hat. Der „Fearnley-Cup“ wurde dem isländischen Sportklub überreicht.
CIO gegen Nationenwertung
Das Internationale Olympische Komitee (CIO ) nahm am Montag zu den täglichen inoffiziellen Nationenwertungen Stellung, die in allen Ländern üblich sind. Das CIO meint dazu, daß eine Punktwertung, die den Stan# der teilnehmenden Länder wiedergebe, den Regeln und dem Sinn der Olympischen Spiele nicht entspreche.
Erste Frauen-Schwimm-Medaille an Ungarn
Die erste Goldmedaille der Frauen holte sich die Schwimmerhochburg Ungarn. Ueber 100 m-Kraul siegte Katalin Szoke vor der Holländerin Termeulen und ihrer Landsmännin Temes, die in den Vorläufen den olympischen Rekord auf 1:05,5 Minuten gedrückt hatte.
Olympischer Rekord fiber 400 m Kraul
Als letzter Wettbewerb im Schwimmstadion wurden die Vorläufe über 400 m Kraul für Männer ausgetragen. Hier sehwamm der Schwede Oestrand im sechsten Vorlauf mit 4:38,6 Minuten neuen olympischen Rekord (alter olympischer Rekord, seit 1948 auf 4:41,0, gehalten von Walter Smith (USA ). Zweitschnellster war der Japaner Furuhashi, der überlegen gewann, ohne sich voll auszugeben. Fachleute erwarten, daß im Endlauf über diese Strecke der Weltrekord des Australiers Marshall (4:26,9) in Gefahr gerät.
Japans Kraulstaffel schwamm neuen Rekord
Beim Ausscheidungsschwimmen für die 4x200 m- Kraulstaffel erzielte die japanische Staffel mit 8:42,1 Minuten am Montag eine neue olympische Rekordzeit. Die bisherige Bestleistung wurde von den USA mit 8:46,0 Minuten seit 1948 gehalten. Die amerikanische
Staffel gewann ihren Vorlauf in 8:50,9 Minuten. Für den Endlauf qualifizierten sich Japan , USA , Schwe den , Ungarn , Frankreich , Südafrika , Argentinien und England- Deutschland ist an diesem Wettbewerb nicht beteiligt
Im Kunstspringen der Männer gewannen die USA alle drei Medaillen. Nachdem die drei amerikanischen Schwimmer bereits nach der Pflicht in Führung lagen konnten sie diese in den sechs Kürsprüngen des Montag behaupten. Die beiden deutschen Kunstspringer Europameister Hans Aderhold (Gronau ) und Werner Sobeck (Berlin ), nahmen auf Grund ihrer schlechten Placierung nach der Pflicht am Kürspringen nicht mehr teil.
Ohne große äußerliche Formalitäten wurde im vollbesetzten Schwimmstadion die Siegerehrung vorgenommen. Der Gewinner der Goldmedaille, Browning, stieg in einen weißen Bademantel gehüllt, auf sein Ehrenpodest, während seine beiden Landsleute noch schnell ihre blauen Trainingsanzüge übergezogen hatten. Lächelnd nahm der mittelgroße Blondschopf Browning seine Medaille entgegen, während Anderson ihm zur Rechten auf dem zweiten Platz und der sehr junge Clotworthy kräftig in die Hände klatschten. Der deutsche Kunstspringer Hans Aderhold meinte zu den Leistungen der Amerikaner, daß niemand in Europa gewußt habe, wie schwierig und wie gekonnt die drei Medaillenträger ihre Kürübungen springen würden. Die Amerikaner hätten ihr Geheimnis bis zum letzten Augenblick wahren können. Er habe mit großem Erstaunen beobachtet, daß ein solcher Schwierigkeitsgrad in Europa noch niemals angewandt worden sei
Im 80 Meter-Hürdenlauf am Donnerstag gewann Maria Sander eine weitere Medaille für Deutschland . Sie belegte hinter Shirley Strick land (Australien ) und Maria Golubichnaja (UdSSR ) den dritten Platz und holte sich damit die zweite „ Bronzene “ auf diesen Olymp. Sommerspielen.
Die 99 Medaillen der Leichtathletik
Deutschland erhielt keile Goldmedaille, erreichte aber den 4. Platz
,n D £„Ä n ? *,2 er R ?. ed ,o 111 S, n T er l un f der Jeten sieht bei den Männern klar USA mit 68 Punkten
se^iter* SteUe J ™nüt mlt U * Sow l etunion mH 10, Ungarn mit 7 und Deutschland — an
7. Kugel-Fr.: Zybina-UdSSR 15,28 m (Andrejewa 15,02, 1951)
8. 3000 m-Hi.: Ashenfelter-USA 8:45,4 (Kasanzev-UdSSR 8:49 8)
9. 4x100 m Fr.: USA u. Deutschi, je 45,9 (Deutschi. 46,4, 1936)
10. 50 km Gehen: Dordini-Ital. 4:28:07,8 (Roka-Ung. 4:31:21,6)
Weitete 15 Olympia-Rekorde
10 000 m: Zatopek -CSR 29:17,0 (Zatopek-CSR 29:59,6, 1948) Hochsprung: Davis-USA 2 04 m (Johnson-USA 2,3* 1936) Stabhoch: Bob Richards -ÜSA 4,55 (Meadows-USA 4,35, 1936) Kugel: O'Brien-USA 17,41 m (Thompson-USA 17,12 m, 1948) Diskus: Iness-USA 55,03 m (Consolini-Italien 52,78, 1948) Speer: Young-USA 73,78 m (Järvinnen-Finnl. 72,71 m 1932) 5 000 m Zatopek -CSR 14:06,6 (Reiff-Belgien 14:17,6, 1948)
110 m Hü. : Dillard -USA 13,7 (Forter-USA 13,9, 1948)
400 m: Rhoden -Jamaica 45,9 (Carr-USA und Wint.-Jam. 46,2) 1 500 m: Barthol-Luxemburg 3:45,2 (Lovelock-Neuseel. 3:47,8) Diskus Fr.: Romaschkowa-UdSSR 51.42 m (Mauermeyer-D.) Weit Frauen: Williams-Neuseel. 6,24 m (Gyarmati-Ung. 5,695) Speer Fr: Zatopekova-CSR 50,47 m (Bauroa-Oesterr. 45,57 m) Marathon: Zatopek-CSR 2:23:03,2 (Son-Japan 2:29:19,2, 1936) 10 km Gehen: Mikaelsson-Schwed. 45:02,8 (Mikaelsson 45:13,2)
Männer:
3. Tschechoslowakei
4. Sowjetunion
5. Ungarn
6. Deutschland
7. Italien
8. Schweden
9. Brasilien
12. Luxemburg
15. Neuseeland
Gold
14
2
3
Silber
9
3 1
4
1
1
Bronze
6
Punkte 66 12 11 10 7 6 5 5 4 4 4 3 2 2 1 1 1
Bei den Frauen hat die Sowjetunion mit 19 Punkten am besten abgeschnitten vor Australien mit 10 Südafrika und Deutschland mit Je 5 Punkten.
Frauen:
4. Deutschland
5. Großbritannien
6. Neuseeland
7. Tschechoslowakei
8. USA
9. Holland
Gold
2
3
1
Silber
4
Bronze
5
1
Punkte
Olympisches Boxturnier hat begonnen
Zum Auftakt ein Punktsieg des Deutschen Leichtgewichtsmeisters Edgar Basel
Am Montagnachmittag begannen in der großen M essehalle I die ersten Ausscheidungskämpfe des olympisdien Boxturniers. Die Messehalle hatte abermals ihr Gesicht gewandelt, und in der Mitte waren zwei Ringe aufgebaut, über denen jeweils 15 hodlkerzige Tiefstrahler hingen. Die Punkt- und Ringrichter waren alle in dem vom Internationalen Amatenr-Boxverband (AIBA) vorgeschriebenen Anzug erschienen, einer grau-weißen Hose, blütenweißem Hemd, und ei ner schwarzen Fliege.
Im Fliegengewicht besiegte der Deutsche Meister Edgar Basel (AC Weinheim), den Polnischen Meister Henryk Kukier nach Punkten. Basel trifft nunmehr in der nächsten Runde auf den italienischen Europameister Pozzali, der den Iren Reddy ebenfalls nach Punkten schlug.
Basel war für Kukier zu schnell Der Deutsche Fliegengewichtsmeister Basel hielt sich in seinem Kampf genau an die Instruktionen des deutschen Chefsekundanten Oskar Sänger und steigerte sich in der zweiten und dritten Runde. Der körperlich stärkere Pole lag zwar zunächst im Angriff .doch Basel fing ihn mit seiner Linken konternd ab. Der Deutsche war für den Polen zu schnell. So verpufften die meisten Angriffe des Polnischen Meisters wirkungslos. In der zweiten Runde ging Basel zur Offensive über, schob seine linke Gerade sichernd vor und bearbeitete den Polen mit kurzen, trockenen Haken auf die Rippen. In der letzten Runde überschüttete er dann Kukier mit beidhändigen Schlagserien. Sein Punktsieg stand nie in Frage.
Auch Willi Roth gewann nach Punkten Auch der zweite deutsche Boxer, der am Montag in den Ring kletterte, beendete seinen Kampf siegreich.
Der Heidelberger Willi Roth besiegte im Federgewicht den Australier Mc Donnell knapp nach Punkten.
Der lange Australier war Roth an Reichweite klar überlegen und punktete in den ersten Minuten mit seiner rechten Geraden am Kopf des Heidelbergers.
Roth, der ständig im Angriff lag, mußte erst auf Halbdistanz gehen, um mehr vom Kampf zu haben.
Sein rechter Haken wurde jedoch zu offensichtlich angesetzt, so daß der Australier mehrere Treffer vermeiden konnte. Die Schlußrunde gehörte Roth, der mit einer überfallartigen Serie aus seiner Ecke startete. Als er dazu noch Uppercuts einstreute, war ihm der Sieg sicher.
Wohlers wurde klarer Punktsieger
Im Leichtgewicht lieferte der Hamburger Hans Werner Wohlers dem Bulgaren Lioubomir Markoff einen ausgezeichneten Kampf und wurde sicherer Punktsieger. Der Hamburger kam, ermuntert durch die Erfolge von Basel und Roth, äußerst selbstsicher in den Ring und boxte systematisch den Bulgaren aus. Pausenlos kam die lange Linke des deutschen Boxers zum Kopf und Körper seines Gegners durch, und ebenso pausenlos folgten rechte Haken auf die Rippenpartie des Bulgaren . Die rechten Haken Mar- koffs, der weitaus muskulöser wirkte als Wohlers, wurden von dem Hamburger geschickt geblockt. Mit
Wertet man Männer und Frauen in allen 33 Wettbewerben, so ergibt sich folgende Rangliste: 1. USA_69 Punkte; 2. Sowjetunion , 29 P.; 3. Tschechoslowakei , 14 P.; 4. Deutsch land , 11 P.; 5. Jamaika , 10 P.; 6. Großbritannien , 8 P.;
7. Ungarn , 7 Punkte usw. Mit diesem vierten Platz darf Deutschland zufrieden sein, auch wenn es insgesamt „nur“ zu drei Silber- und fünf Bronzemedaillen gereicht hat und eine Goldmedaille ausgeblieben ist.
Die größten Medaillen-Sammler 1948/1952
Erstaunlich, wieviele Medaillengewinner von 1948 in Lon don auch diesesmal wieder zu Erfolgen kommen konnten. Sie vermochten sich also über einen Zeitraum von vier Jahren auf der Höhe ihrer Form zu halten Emil Zatopek , Malvin Whitfield und Shirley Strichland stehen in der Gesamt-Rangliste der letzten beiden Olympischen Spieie von London und Helsinki mit je fünf Medaillen an der Spitze:
1948 in London 1952 in Helsinki Gold Sil. Bron. Gold Sil Bron. Zus.
3. M. Strickland (Austr.)
1
Zehn Weltrekorde und weitere 15 Olympiarekorde Nicht weniger als 25 Olympiarekorde wurden während der Leichtathlet'k-Wettkämofe in Helsinki verbessert, davon sind allein zehn neue Weltrekorde.
Die zehn Weltrekorde und Weltbestleistungen
1 . Dreisprung: da Siiva-Bras. 16,22 (bisher da Silva 16 01. 1951'
2. Hammerwerf.: Csermak-Ung. 60.34 (Nemeth-Ung 59.86, '95"' ;
3. Zehnkamof: Mathias-TJSA. 76R7 Pkt. cMath'as 7825 Pkt. 1950) 4.4x400 m: Tamaika 3:039 (USA 3:08.3. 1932)
5. 80 m Hü. Fr.; Strickland-Austr. 10.9 (Blankers-Koen Ho. 11.0)
6. 200 m-Fr.: Jackson-Austr. 23,4 (Walasiewiec-Pol. 23,6, 1935)
Zielbild vom 400 m- Lauf
Hier passiert Rhoden soeben die Ziellinie. Von links nach rechts: Rhoden, McKenley, Matson, Haas u. Wint.
Der 5 000 m-Lauf — das Rennen der Olympisdien Spiele Wohl kein Rennen der Olympischen Spiele zog die Zuschauer im Stadion und die Zu - hörer am Lautsprecher so in seinen Bann wie der Endlauf über 5 000 Meter. Zatopek vor Mimoun u. Schade hieß die Reihenfolge im Ziel. Unser BUd zeigt (v. l.n, r.) Schade - Deutschland, Chataway-Eng- land, Zatopek-Dfche- choslowakei, Reiff- Belgien und Mimoun- Frankreidi auf der Strecke.
60:54, 60:55 und 60:51 gingen die drei Runden ganz klar an den Deutschen .
Europameister Schilling geschlagen
Nach dem guten Start der deutschen Boxer in Hel- slnki bereitete der Europameister Herbert Schilling (Frankfurt ) den deutschen Schlachtenbummlern eine Enttäuschung. Er unterlag in seinem ersten Kampf im Halbweltergewicht ganz klar gegen den Südafrikaner Alexander Webster. Schilling fand in keiner Runde die richtige Einstellung auf den starken Südafrikaner, der schon in der ersten Runde den Deut schen mit sauberer Linksarbeit auf die Verlierer- straße schickte. Erst in der Mittelrunde versuchte der Frankfurter , seinen rechten Haken an den Mann zu bringen, doch Webster blockierte mit dem linken Oberarm immer ab. Auch die letzte Runde brachte keine Wendung. Schilling versuchte, den Kampf zu machen, doch der Südafrikaner steckte ihm dauernd seine Linkskonter ins Gesicht, die Schilling voll nehmen mußte.
' Segler im Wettstreit
Die olympischen Segelregatten fanden am Montag in Harmaja/Liuskasaari mit der siebenten und letzten Wettfahrt ihren Abschluß. In der 6m-R.-Klasso hielt die Berliner Jacht Nirwana auch in diesem Rennen den 9. Platz. Argentinien legte einen Protest ein. Von den 7 Regatten werden in allen Klassen nur die besten sechs zur Ermittlung der Sieger und nächstplacierten gewertet.
In der Finndinghi-Klasse segelte Wem. Krogmann (Ham burg ) seine bisher schwächste Regatta und endete nur. aqf dem 18. Platz. Portugal , Grie chenland und Japan gaben auf. Proteste wurden von Por tugal , England, Finnland , den USA , Jugoslawien und der Schweiz bei der Wettfahrtsleitung eingereicht.
Von dein deutschen Booten hielt sich wiederum „Gustl“ in der Drachenklasse am besten und beendete die letzte Wettfahrt als Zweite. Mit einem vierten, achten, siebenten, dritten, ersten, dritten und zweiten Platz hat sich „Gustl“ in diesem Klassefeld außerordentlich gut behauptet.. In der Startklasse segelte Bimmy Fischer mit „Paka V“ am Montag seine beste Regatta und belegte den fünften Platz, nachdem zwei Wettfahrten wegen Wantenbruchs abgebrochen werden mußten.
Ungarn qualifizierte sich fürs Endspiel
Im ersten Vorschlußrundenspiel des olympischen Fußballturniers überfuhr Ungarn am Montagabend im Olympiastadion vor 30 000 Zuschauern die Schwe den mit 6:0 (3:0) Toren. Gegen das von Einfällen sprühende Spiel der Ungarn wirkten die Skandinavier primitiv. Da die Ungarn auch schneller waren und besseres Stellungsspiel zeigten, blieb alle Tapferkeit der Schweden vergeblich. Nach 20 Sekunden hatte Pqskas, der beste ungarische Stürmer, seine Elf bereits in Führung gebracht. Während der Ball bei den Ungarn von Mann zu Mann lief, fanden die Schwe den keinen Zusammenhang und wurden allmählich in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt. Palotas (16. Minute) und Kocsis (35. Minuten) erhöhten auf 3:0. Zwischendurch hielt der schwedische Torhüter Svensson zwei harte Schüsse von Hidegkute und Puskas . Nach der Pause trat keine Aenderudg im Spielgeschehen ein. Hidegkuti schoß in der 58. und 60. Minute zwei wertere Treffer, denen drei Minuten später Kocsis mit einem 16-Meter-Schuß das sechste Tor folgen ließ. Im Gefühl des sicheren Sieges begnügten sich die Ungarn in den letzten 25. Minuten mit dem Halten des Ergebnisses. Ungarns Elf trifft im Endspiel des olympischen Fußballturniers auf den Sieger des heutigen Spiels Jugoslawien — Deutschland . Schwe den hat im Spiel gegen den Verlierer des zweiten Vorschlußrunden-Treffens noch die Chance, die Bronremeaaille zu gewinnen.
^52 erfolgreichste Gewichthebemation
P.r' 1 Hauptanteil der Medaillen im Gewichtheben erkämpften sich die amerikanischen Schwerathleten, die vier goldene und zwei silberne Medaillen gewannen. Die Sowjetunion als nächstbeste Nation in der Gesamtwertung sicherte sich drei Goldmedaillen, “ rei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille Die persischen Heber entführten eine Silber- und eine Bronzemedaille.