Mittwoch, den 30. Juli 1952
Die schöne Eisenbahnreise:
Mit der Bundesbahn nadi Triberg und Konstanz am Bodensee
Zwei-Tage-Fahrt mit einem Verwaltungssonderzug — großes Seenacfatsfest in Konstanz — herrliche Bodenseefahrten mit Besuch der Mainau
Die 'große Urlaubszeit ist wieder einmal gekommen Wer es sich irgend leisten kann, entflieht für ein paar Tage oder Wochen dem grauen Alltag. Bekannte Kurorte und Bäder, der Schwarzwald mit seinen Höhen und lieblichen Tälern, die gigantische Welt der Alpen und der herrliche Bodensee laden den Besucher ein. Wer das ganze Jahr über arbeitet, hat sich ein paar Wochen der Erholung redlich verdient. Aber nicht jeder kann sich eine große Reise leisten, nicht jeder hat die Zeit dazu. Aber jeder möchte gerne einmal aus seinen vier Wänden heraus, möchte auch einmal in eine- Gegend, von der die andern schwärmen, möchte ein paar wenige, unbeschwerte U rlaustage in einer unbekannten Gegend verleben. Für all diese Leute, auch für diejenigen, die ihren Urlaub nicht im Sommer nehmen können und ein fröhliches Wochenende verleben wollen, ist solch eine billige und doch sehr schöne Gesellschaftsfahrt mit der Bundesbahn eine willkommene Abwechslung.
Ueber das vergangene Wochenende führte die Bundesbahn ihre erste diesjährige Zwei-Tage-Fahrt nach Triberg und Konstanz durch.
Die Fahrt nach Triberg und Konsta nz
Ober die landschaftlich reizvolle Schwarzwaldbahn wurde zu einem Erlebnis. Der Zug kam pünktlich aus Mannheim und die zahlreichen Bruchsaler Fahrtteilnehmer nahmen ihre Plätze ein. Nach einem kurzen Halt in Karlsruhe ging es über Offenburg direkt in die Berge des Schwarzwaldes. Bereits im Zuge wurden Quartierscheine für die Uebernachtung in Konstanz oder Radolfzell ausgegeben. So lange der Zug durch die RKeinebene brauste, war im Tanzwagen Betrieb: alt und jung genoß die prickelnde Atmosphäre geselliger Unterhaltung. Aber bald rückten die Berge des Schwarzwaldes näher. Und dann hingen die Augen der Ausflügler gebannt an den Riesen des Südsehwarzwaldes, und der schönste Teil der
Nachdem wir unser Quartier und am Nachmittag die alte Reichsstadt am Bodensee . besichtigt hatten, besuchten wir am Abend
das Seenacfatsfest in Konstanz
Es war eines jener traditionellen Volksfeste, die eine große Anziehungskraft haben. Es war sehr schwer zu schätzen, wieviel Personen das Fest im Stadtgarten besuchten, wer jedoch die unübersehbaren Mengen sah, wird begreifen, daß es keines der alltäglichen Sommemachtsfeste- war. Was geboten wurde, war wirklich erstklassig, denn der Stadtgar
Reise, die Fahrt von Hausach nach Triberg , begann.
Prachtvoller Sonnenschein ließ die Berge mit den ten und der See bilden eine natürliche Kulisse. Im
schwarzen Tannen in ihrer ganzen Pracht erscheinen. Tunnel reihte sich an Tunnel, zur Freude der Lie- bespärchen! —
Wenn man zwei Tage vor sich hat, die Sonne lacht, und man in bequemen Schnellzugwagen durch die schönsten Gegenden Süddeutschlands fährt, ja, dann ist das Leben lebenswert, die Sorgen sind vergessen und nach zwei Tagen geht es mit neuer Kraft an die Arbeit.
In Triberg verließen uns die ersten Fahrtteilnehmer, um das Wochenende im Hochschwarzwald zu verleben. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es weiter gen Süden, Villingen , Donaueschingen , Singen (Hohentwiel) waren unsere nächsten Stationen und dann Radolfzell am Zeller See . Weiter ging die Fahrt am herrlichen See entlang zu unserem Endziel, nach Konstanz .
Kirrladier BKnmensdian begeisterte
Kirrlach. Die Blumenschau des Obst- uncf Gar- teijbauvereins war ein voller Erfolg. Es muß anerkannt werden, daß sich der Verein die allergrößte Mühe gegeben hat, um die Ausstellung wirklich nur mit dem Besten vom Besten zu beschicken. Es waren nicht nur die üblichen Topfpflanzen in den verschiedensten Variationen vertreten, sondern man bemerkte auch einige Garten- und Zimmerpflanzenspezialitäten. Einem kleinen unscheinbaren Kaktus hätte man es nicht angesehen, daß seine Majestät nur alle 80 Jahre geruhen zu blühen. Andere Kakteen, wie z. B. der „Felsenkaktus“, flößten dem Beschauer nicht weniger Respekt und Achtung vor der Allmacht. Natur, ein. Mächtige Oleanderbäume und einige prächtige Phönix- bezw. Eispalmen waren im Saal geschickt verteilt und gaben für die ganze Ausstellung eine gute Kulisse ab. In der Saalmitte wogte ein Meer von Schnittblumen. Große Beachtung fanden hier die Lilien und Rosen. Drei Aquarien mit Fischen aus Südamerika , China und Japan bildeten ebenfalls einen besonderen Anziehungspunkt. In einer anderen Ecke‘wiederum erregten mehrere farbenprächtige Wellensittiche große Aufmerksamkeit. Die Gärtnerei Oechsler war mit einigen seltenen Topfpflanzen auf der Schau vertreten. Malermeister Valentin Würges bewies mit seinen Aquarellen, daß er nicht nur den Maler-, sondern auch den Zeichenpinsel meisterlich zu führen versteht. Seine Blumenstilleben fanden große Beachtung.
Geburtstage: Am 30. Juli feiert Frau Anna Wühler, Kronauer Str. 31, ihren 74. und Arbeiter , Ludwig Scheurer, Rosenstr. 3, seinen 73. Geburts- 'tag. Am 31. Juli wird Maurer Ferdinand Heiler, Kronauer Str. 72, 72 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch.
Geburt — Hochzeit — Tod v Kronau . Geburten: Erhard, V. kaufmännischer Angestellter Paul Just, Löhlstr. 21; Erhard, V. Bauarbeiter Alfons Moch, Hauptstr. 14; Werner, V. Werkmeister Alfred Notheisen, Seestr. 1; Anna V. Bankangestellter Stefan Schimmel, Kirrlacherstr. 19; Ilse, V. Tabakarbeiter Werner Just, Kirrlacherstr. 42; Edgar, V. .Holzarbeiter Josef Dämmert, Hintergasse 4; Alois, V. Bauarbeiter Thomas Knaus, Seestr. 39; Wilhelm, V. Maschinenformer Alexander Mächtel, Bahnhofstraße 21.
Hochzeit: Betonarbeiter Otto Lumb aus Min- golsheim, mit Näherin Elisabeth Marterer, Robert- straße 11; Kaufm. Angestellter Helmut Bechtler, St. Leonerstraße 37, mit Tabakarbeiterin Rosa Fuchs, Kfonenstr. 8; Schlosser Rob. Frank, St. Leonerstr. 72, mit Näherin Frieda Zimmermann, St. Leonerstr. 28; Postbediensteter Josef Firnkes aus Forst mit Stenotypistin Alma Rösch, Ludwigstr. 2; Fabrikarbeiter Bruno Pleger, St. Leonerstr. 59, mit Fabrikarbeiterin kitä Marterer, Seestr. 4; Metzger Leonhard Ritschel mit Zigarrenmacherin Rosa Kehrer, Hintergasse; Maurer Walter Rau, Friedhofstr. 19, mit Fabrikarbeiterin Hermine Fuchs, St, Leonerstr. 38; Kraftfahrer Walter Vogelbacher aus Kirrlach, mit Wickelmacherin Rosa Mächtel, Göbenstraße 3.
Todesfälle: Kath. Stellberger geb. Volk, Löhl- straße 8, 87 Jahre alt; Kind Willibald Fellbermeter, Hauptstraße 2, 3 Monate alt; Anna Moch, geb. Fuchs, Kirrlacherstr. 16, 66 Jahre alt; Hauptwachtmeister a. D. Pius Knaus, Waldstr. 9, 53 Jahre alt. Werkmeister a. D. Wilhelm *Vocke , Kronenstr. 2, 88 Jahre alt; Landwirt Friedr. Kehrer, Ludwigstr. 13, 51 Jahre.
Nach langem, unheilbarem Leiden starb am vergangenen Mittwoch Landwirt Friedrich Kehrer, Ludwigstraße 15. Eine große Trauergemeinde geleitete den erst im 51. Lebensjahr stehenden Mitbürger am Freitagabend zur letzten Ruhestätte. -t-
Konzertpavülon, im Rondell am Gondelhafen und in der Seestraße wurden gleichzeitig vier Konzerte gegeben. Auf dem See sah man Wellenreiter, Wasserskiläufer und -Springer. Bei einbrechender Dunkelheit begeisterte die Illumination der Seefront. Eine Augenweide: die Auffahrt der Schauboote, wunderbare Bilder lösten Beifallsstürme aus. „Venezianischer Musikpavillon“, „Rebenblut vom Bodensee “, „die Fischerin vom Bodensee “ und „Seeungeheuer“, um nur einige zu nennen. Die Einfahrt der beleuchteten Bodenseeschiffe in der Konstanzer Bucht und die Bengalbeleuchtung der Seefront boten prachtvolle Anblicke. Ein einzigartiges Feuerwerk auf dem Wasser ließ den See und die Uferpromenade in magischem Licht erscheinen.
Am nächsten Morgen machten wir eine Bodenseefahrt mit Besuch der Insel Mainau
Zu den schönsten Erlebnissen dieser Fahrt gehörte neben der Bodenseefahrt mit der „Mainau “, die uns bis Friedrichshafen und dann durch den Ueberlin- ger See führte, der Besuch der Insel Mainau , jener reizvollen Insel. Palmen-, Apfelsinen-, Bananen- und Zitronenbäume lassen den Besucher die tropische Pracht des Südens ahnen.
Die Rückfahrt" nach Bruchsal führte uns noch einmal durch die Höhen des Schwarzwaldes. Wenn wir nun zum Abschluß eine Bilanz aufstellen und unsere Ausgaben gegen das Erlebte stellen, dann gibt es nur eine Antwort: was man gesehen hat und erlebt hat, das hält man für alle Zeiten in Erinnerung fest. Materielle Güter können verloren gehen, das Erlebte aber nicht. —o—
Jubiläumsfeier der Städt. Sparkasse Philippsbiirg
Festlich geschmückter Bürgersaal — Hohe Gäste
Aus Anlaß des 100jährigen Bestehens der Städtischen Sparkasse Philippsburg fand am vergangenen Wochenende im geschmackvoll ausgestatteten Bürgersaal des Rathauses eine Feierstunde unter Teilnahme des Verwaltungsrates, der Mitarbeiter der Sparkasse und hoher Gäste der Sparkassenzentrale, Giroverband usw. statt. Es waren anwesend Verwaltungsdirektor Geier für den Bad. Sparkassen- und Giroverband, Generaldirektor Krieger von der Bad. Kommunalen Landesbank Mannheim, Direktor Deuble von derselben Bank in Karlsruhe und Direktor Wenzel von der Landeszentralbank in Bruchsal .
Verwaltungsratsvorsitzender, Bürgermeister Oden wald sprach Worte der Begrüßung. Geschäftsleiter Beiz von der städt; "Sparkasse behandelte in seiner Festrede die Entwicklung der Sparkasse Philipps burg seit der Gründung im Jahre 1852 bis heute. Als erster Gratulant überbrachte Generaldirektor Krieger die Glückwünsche der Girozentrale und ging in seinen Ausführungen auf die Entwicklung der Geldinstitute, speziell der Sparkassen ein. Verwaltungsdirektor Geier überreichte namens des Verbandes eine Ehrenurkunde mit herzlichen Glückwünschen und betonte besonders die Notwendigkeit der Sparkassen innerhalb der Volkswirtschaft. Direktor Wenzel überbrachte die Glückwünsche der Landeszentralbank Bruchsal . Sämtliche Herren überreichten der Jubilarin prachtvolle Blumengebinde. Glückwunschadressen und -Schreiben waren von den Verwaltungsbehörden und benachbarten Sparkassen zahlreich zugegangen.
Schwerer Verkehrsunfall auf dem Marktplatz
Am frühen Morgen ereignete sich auf dem Marktplatz, am Schwaneneck, ein schwerer Verkehrsunfall. Ein mit Kies beladener LKW erfaßte einen Motorradfahrer am Hinterrad. Die Soziusfahrerin erlitt schwere Verletzungen, die ihre Ueberführung ins Krankenhaus nach Bruchsal erforderlich machten. Die Schuldfrage wird z. Zt. untersucht.
Sterbefall
Fräulein Hilda Reiß, Rotetorstraße, ist gestern im
Alter von 67 Jahren verstorben. Herzliche Anteilnahme den Leidbetroffenen.
Werbeschau der Polizeihunde
Oberhausen . Bei der Werbeschau des Hundesportvereins Oberhausen-Rheinhausen auf dem Fußballplatz Rheinhausen waren die Vereine Walldorf , Wiesental , Neulußheim , Hockenheim , Rheinsheim sowie Verein der Hundefreunde und Schutzhundeverein Kirrlach mit bestem Tiermaterial vertreten. Insgesamt wurden 84 Hunde, in der Mehrzahl Schäferhunde, vorgeführt. Aber auch Airedale-Terrier, Dobermänner und Neufundländer zeigten ihre Künste. Die Leistungen der Tiere waren trotz der starken Hitze, die naturgemäß den Arbeitswillen der Hunde ein wenig lähmte, ganz erstklassig. An die wohlgelungene Schau schloß sich ein gemütliches Beisammensein auf dem Festplatz bei der Oberhäuser Waldfähre an.
Ein schwerer Unfall ereignete sich in der Philippsburger Straße. Ein Motorradfahrer fuhr auf einen Erntewagen auf. Hierbei erlitt der Kraftradfahrer schwere Verletzungen. Das Motorrad wurde stark beschädigt.
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Aus Neuthards Chronik
Neuthard . Vergangene Woche machten dieNeut- harder Ministranten gemeinsam mit den Karlsdor- fern mit ihren Pfarrherren eine Omnibusfahrt ins schöne Neckartal. Brennpunkte für diese Fahrt waren die Abtei Neuburg bei Heidelberg und das alte, von den Benediktinermönchen der Abtei Grüssau wieder zum neuen Leben erweckte Kloster Wimpfen.
Sommerfest des Vereins der Kleintierzüchter
Letzten Samstag/Sonntag veranstaltete der Verein für Kleintierzüchter sein diesjähriges Sommerfest. Besonders interessant war die im Schulhof stattfindende Ausstellung von Kleinvieh, Hühner und Hasen, die sich eines regen Besuches erfreute; Dem Vorstand des Vereins, Herrn Hugo Baumgärtner, dem der Verein und mit ihm die hiesige Bevölkerung viel zu danken hat für Beibringung von immer neuen Rassen und Arten von Kleinvieh, ist auch diese wohlgelungene Veranstaltung zu danken.
Neutharder Kirchenuhr erneuert
Neuthard . Die hiesige Kirchenuhr konnte mit dem Pfarrherrn auch ihr 40jähriges Dienstjubiläum begehen. Sie wurde im Jahre 1912 bei der Firma Hubert Schneider & Söhne in Schonach angeschafft. Die Zifferblätter aber wurden im Laufe der 4 De- zenien von den Unbilden der Witterung so hergenommen, daß sie erneuerungsbedürftig wurden. Und dies um so mehr, als die arbeitende Bevölkerung jeden Tag und jegliche Stunde auf die hochragende Uhr angewiesen ist. Die politische Gemeinde hat nun diese Zifferblätter mit Zeigern und Räderwerk in dankenswerter Weise wieder herstellen lassen. Die Turmuhr- und Apparatefabrik Josef Schneider in’ Schonach hat die Reparaturen zur größten Zufriedenheit der Gemeinde durchgeführt. Die 4 Zifferblätter, deren Innenfelder tiefblau gehalten wurden, und deren Außenseite schwarz ist, haben einen Durchmesser von 150 cm. Die vergoldeten Zahlen sind 23 cm groß; der Minutenzeiger — ebenfalls in Gold — hat eine Länge von 95 cm, und der*Sekundenzeiger eine solche von 80 cm. So grüßt denn die auf dem hohen Neutharder Kirchturm angebrachte Uhr nach den 4 Windrichtungen hin und kündet den Einwohnern von Neuthard und seinen Gästen, mögen sie sich hier befinden oder von auswärts kommen, die Zeit, während die klangvollen Glocken der Uhr an- zeigen, wieviel es geschlagen hat.
Vielleicht interessiert die Leser, etwas zu hören aus der Chronik der Neutharder Kirchturmsuhren überhaupt. Die alte 16 0 2 erbaute Kirche hatte keine Uhr. Im Jahre 17 4 3 muß eine da gewesen sein, denn damals wurde sie laut Chronik des damaligen Pfarrers Hebenstreit um 17 Gulden repariert. 17 91: kam neue Uhr auf den Kirchturm, und zwar eine gebrauchte von Wiesental ; Kostenpunkt: 44 Gulden; Herrichtung: 100 Gulden. 18 41: Wiederanschaffung einer neuen Uhr mit einem Kostenaufwand von 1100 Gulden. 1912: Wiederum Uhrenerneuerung wie oben angegeben.
Beilagenhinwels
Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Wettschein des Württemberg-Badischen Totos im West-Süd-Block bei. Wir empfehlen die Beilage ihrer besonderen Aufmerksamkeit. Die 12er-Wette brachte bisher die höchsten Quoten, die leichte lOer-Wette viele lohnende Gewinne.
Amerika-Gasl herzlich begrüßt
Obergrombach . Zu einer eindrucksvollen Feierstunde ganz besonderer Art gestaltete sich für sämtliche Teilnehmer das Schul jahrgangstreffen, welches der Geburtsjahrgang 1905/06 anläßlich des Wiedersehens mit ihrem ehemaligen Mitschüler Heinrich Lindenfelser in der „Krone“ begingen, der vor 25 Jahren als junger Bursche nach Amerika ausgewandert war und jetzt zum ersten Mal wieder in seiner alten Heimat weilt. Die Musikkapelle „Eintracht“, deren aktiver Mitspieler und steter Förderer Heinrich Lindenfelser war, benutzte die Stunde, ihrem Kameraden Anerkennung und Dank abzustatten und die Feier durch eine Fülle guter Musikvorträge unter der Stabführung von Walter Eustachi zu verschönern. Vorstand Franz Josef Morlock machte
Wenn Jäger Matz im Wald umgeht
• • •
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Ein jedes Tierlein jäh erstarrt
Und nicht das kleinste
Xstcfaen knarrt.
Wenn Jäger Matz im Wald nmgeht,
Denn er schießt tot, was er erspäht.
Zumeist von Schießinst
ganz erfüllt Wird er sofort fast
engelsmild,
Wenn ihm ein hübscher Sitzplatz winkt, Wo seine Frühstücksmilch er trinkt,
Der Fncfas erklärt nun in der Nacht, Was daraufhin er ausgedacht:
Wo er such hinblickt,
, findet Matz
Jetzt Milch auf jedem
Ruheplatz.
Und statt zu jagen,
schwelgt zum Schluß Er in Natur und Milchgenuß.
So hat, was unversöhnlich scheint,
Die Zauberkraft der Milch vereint.
sich zum Sprecher der Kapelle und ernannte unter dem Jubel alter Anwesenden den Gast im Auftrag des Musikvereins zum Ehrenmitglied.
Schulkamerad Johann Morlock gab die sehr bewegte Chronik des Jahrgangs, der in den beiden Weltkriegen Schweres erlebte. Das so unerwartet gekommene Wiedersehen sei leider nur von kurzer Dauer, denn der Veranstalter müsse sich bei dieser Gelegenheit auch schon wieder verabschieden. Als Andenken an die gemeinsam verlebten frohen Stunden überreichte der Sprecher dem Gast ein Bild seiner Heimatstadt Obergrombach mit Widmung. . g.
Vorläufig kein Wassermangel zu erwarten
Untergrombach . Im vergangenen Monat wurde wiederum eine Quellmessung der „Dimpfelder“ Quelle durchgeführt. Hierbei wurden 41 Sekunden- Liter gemessen. Trotz der anhaltenden Trockenheit in diesem Sommer ist diese Schüttung sehr beachtlich, wenn man die Ergebnisse aus den gleichen Monaten des Jahres 1949 zum Vergleich heranzieht. 1949 waren es 19 sek/1 und 1950 25 sek/1. In diesem Sommer hat das Oberdorf noch keinen Wassermangel zu beklagen. Allerdings wird von Fachleuten angenommen, daß die Bodenschichten im Innern der Erde eine große Speicherfähigkeit haben, die aber. rasch verschwinden kann, so daß die Quelle in den kommenden. Jahren einen plötzlichen starken Rückgang erfahren könnte. Ma.
Am Wochenende großes Sportfest
Stettfeld . Der Heimkehrerverband Ortsgruppe Stettfeld hielt am Sonntag im „Ritter “ eine Mitgliederversammlung ab, bei der Vorstand Georg Schaff die Mitglieder über den Stand der laufenden Landesverbandsgeschäfte unterrichtete.
Ebenfalls am Sonntag hatte der TSV int der „Krone“ anläßlich des für kommenden Samstag, Sonntag und Montag geplanten Sportfestes eine Besprechung. Vorstand Josef Spandowski begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und gab u. a. bekannt, daß ’ zahlreiche Vereine ihre Teilnahme bereits zugesagt haben: TSV Wiesental, SV Mingols- heim, TSV Langenbrücken, FC Ubstadt, FC Weiher und FC Zeutem. Folgendes Programm wurde festgelegt: Samstag, um 18 Uhr, Auftakt mit der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr, Mars'ch zum Festplatz. Sonntag, Beginn der Turnierspiele um 13 Uhr. Anschließend Sommemachtsfest mit Tanz. Montag um 18 Uhr ist allgemeine Volksbelustigung auf dem Platz anschließend Spiel der 1. Mannschaften Stettfeld- Weiher und Fortsetzung des Sommernachtsfestes. Für den musikalischen Teil sorgen die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Stettfeld und Radio-Bühler, Rheinhausen . Die Bevölkerung ist herzlich willkommen.
Die Getreideernte kann als abgeschlossen betrachtet werden. Das Druschergebnis war im allgemeinen zufriedenstellend. Die Gurkenemte läßt durch die anhaltende Trockenheit sehr zu wünschen übrig.
D.