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Man lernt nie ans im Leben!

Die Brudisaler Volksliodisdiule im Winterhalbjahr 1952/53

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Ein halbes Hundert Kurse und Arbeitsgemeinscbafte n — Für jeden etwas Brauchbares und Lehrreiches

Es ist wieder alles drin in diesem Vorlesungsverzeichnis der Volkshochschule für das Winterhalbjahr 1952/53, für jeden Stand, für jeden Beruf etwas. Die praktischen Fächer dominieren wie üblich, Stenogra­phie, Buchführung, Sprachen usw., aber auch die Gei steswissenschaften kommen zu Wort, die Philosophie, die Soziologie, die Literatur usw.

Anmeldungen für die einzelnen Kurse werden ab so­fort im Sekretariat der Volkshochschule , Baracke an der Unterführung, entgegengenommen. — Die Hörer­gebühr beträgt pro Abend 80 Pfennig, für Schüler, Lehrlinge, Jugendliche bis 18 Jahre und Arbeitslose 50 Pfennig.

Beginn: Montag, 6. Oktober

1. Geschichte der neueren Philosophie, Giordano Bruno , Bacon, Descartes, Hobbes , Spinoza , Dozent: Pfarrer Dr. Seeger, Göbrichen, 10 Abende, alle 14 Ta­ge. — 2. Algebra I, die vier Grundrechnungsarten mit relativen Zahlen, Gleichungslehre usw., Dozent: Dipl. Ing. Hiersche, 10 Abende. — 3. Algebra II, Po­tenzen, Wurzelziehen, Gleichungen zweiten Grades, Dozent: Dipl. Ing. Hiersche, 10 Abende. — 4- Buchfüh­rung für Fortgeschrittene, Dozent: Studienrat Moli-

Scheunenbrand in Helmsheim

Am Freitag, kurz vor 12 Uhr, entstand in der Scheune des Landwirts Michael Häfele III., Ober- grombacherstraße, ein Brand. Die Helmsheimer Feu­erwehr erschien sehr rasch am Brandplatz und konnte das Feuer auf seinen Herd beschränken.

Die Scheune brannte zum größten Teil aus, jedoch konnten der schon in Flammen stehende Dachstuhl des Wohnhauses und das Wohnhaus gerettet werden.

Die alarmierte Bruchsaler Weckerlinie brauchte nicht mehr einzugreifen, blieb jedoch, bis der Brand niedergekämpft war, zur Sicherheit an Ort und Stelle.

Die Brandursache ist noch nicht geklärt, der an­gerichtete Schaden beläuft sich auf etwa 10 000 DM.

tor, 20 Abende. — 5. Stenographie für Anfänger, Fachlehrer Nickolaus, 20 Abende. — 6. Stenographie - Eilschrift, Fachlehrer Nickolaus, 20 Abende. 7. Eng­ lisch für Anfänger, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Aben­de. — 8. Englisch für Fortgeschrittene, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Abende. — 9. Gymnastik für Frauen, Gymnastiklehrerin Schneider, 20 Abende.

Beginn: Dienstag, 7. Oktober

1. Was wollen und können wir aus unserem Leben machen? Dozent: Dr. Krebs , Heidelberg , 8 Abende. —

2. Was bedeutet praktische Psychologie für unsere Arbeit? Dozent: Dr. Krebs , Heidelberg , 8 Abende —

3. Filmkreis, Filmvorführungen mit anschließender Diskussion, 20 Abende — 4. Singkreis für Jugend­liche, Leitung: Hans Erich Keim und örtliche Ge­sangskräfte, 20 Nachmittage. — 5. Wie treibe ich mei­ne Forderungen von säumigen Schuldnern bei? Do­zent: Oberamtsrichter Dr. Ibing, 6 Abende. — 6. Dar­stellende Geometrie, Dozent: Dipl. Ing. Hiersche, 10 Abende. — 7. Trigonometrie I, Dozent: Dipl. Ing. Hiersche, 10 Abende. — 8. Französisch für Anfänger, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Abende. — 9. Franzö­sisch für Fortgeschrittene, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Abende.

Beginn: Mittwoch, 8. Oktober

1. Aktuelle Fragen der Sozialpolitik und des Ar­beitsrechts, Dozent: Oberregierungsrat Dr. Sturn, Karlsruhe , 10 Abende, alle 14 Tage. — 2. Aus der Welt hinter Gittern, Strafvollzug, Strafanstaltsseel­sorge, Dozent Strafanstaltspfarrer Schulz, 3 Abende. 3. Schriftzeichnen und Einführung in die Graphik, Dozent: Graphikerin Marie Luise Schneider, 20 Aben­de. — 4. Fachzeichnen und Fachrechnen für Maschi­ nenbau , Dozent: Ing. Leitz, 10 Abende. — 5. Buch­führung für Anfänger, Dozent: Studienrat Karl, 20 Abende. — 6. Spanisch für Anfänger, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Abende. — 7. Spanisch für Fortgeschrit­tene, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Abende.

Beginn: Donnerstag, 9. Oktober 1. Praktische Menschenkennntnis I, Einführung in die moderne Charakteriologie, Dozent: Carl Wohler,

Karlsruhe , 10 Abende. — 2. Praktische Menschen­kenntnis II, Vertiefung in die Naturell-Lehre, hoch- und minderwertige Naturelle, Dozent: Carl Wohler, Karlsruhe , 10 Abende. — 3. Deutsch, Stükunde, Do­zent: Stud. Rat Dr. Claus , Karlsruhe , 10 Abende. —

4. Deutsch , Rechtschreibung, Dozent: Stud. Rat Dr. Claus , Karlsruhe , 10 Abende. — 5. Rechenschieber­rechnen, Dozent: Dipl. Ing. Hiersche, 8 Abende. — 6. Stenographie für Fortgeschrittene, Fachlehrer Nik- kolaus, 20 Abende. — 7. Italienisch für Anfänger, Do­zent Prof. Dr. Uhler, 20 Abende. — 8. Italienisch für Fortgeschrittene, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Abende.

Beginn: Freitag, 10. Oktober

1. Graphologie I, wissenschaftliche Grundlagen, Do­zent: Hermann Fischer, Heidelberg , 10 Abende. — 2. Charakterkundel, die praktische Bedeutung der Ty­pologien, Dozent: Hermann Fischer, Heidelberg , 10 Abende. — 3. Das Konkurs- und Vergleichsverfah­ren, Dozent: Oberamtsrichter Dr. Ibing, 6 Abende. — 4. Geometrie der Ebene, Dozent: Dipl. Ing. Hiersche, 10 Abende. — 5. Geometrie der Körper, Dozent: Dipl. Ing. Hiersche, 6 Abende. — 6. Wie werde ich bilanz­sicher? Dozent: Stud. Rat Karl, 20 Abende. — 7.

Französische Konversation, Dozent: Prof. Dr. Uhler, 20 Abende.

Beginn: Mittwoch, 29. Oktober

1. Menschen am Rande der Gesellschaft, das Be­mühen um die gefährdete Jugend, der Jugendliche und Erwachsene im Gefängnis, im Zuchthaus, in der Sicherungsverwahrung, Dozent: Strafanstaltspfarrer Schulz, 3 Abende, abschließend Führung durch die Landesstrafanstalt.

Beginn, Donnerstag, 6. November

1. Der Christ in der ■ Wirtschaft, Sinn und Zweck der Wirtschaft, Ethik in der Wirtschaft, der Lohn als Entgelt, Privatdozent Dr. Marx , 3 Abende. Beginn: Montag, 5. Januar

1. Freie Rede, die Fähigkeit der treffsicheren For­mulierung von Gedanken, Dozentin: Anneliese Lütt- ke, Heidelberg , 12 Abende. — 2. Rezitation und Lesen von Prosa, Dozentin: Anneliese Lüttke, Heidelberg , 8 Abende.

Mit dem „Bruchsaler Schloßkurier“ unterwegs. Am

Sonntag, 28. September, veranstaltet das Reisebüro Herberger eine Fahrt in die Pfalz . Besucht werden u. a. Kandel , Annweiler mit dem Trifels , Edenkoben , Maikammer usw. — Am 11. und am 12. Oktober wer­den Fahrten in das Elsaß durchgeführt, nach Straß­ burg , Colmar und Mühlhausen . Das Reiseb"--' Her­berger bittet um rechtzeitige Anmeldung.

„midil iso knapp messen!”

Tag der Inneren Mission — Die nächste Woche Opferwoche

Der Geamtverband der Inneren Mission in Baden hat den kommenden Sonntag, den 28. September, zum Tag der Inneren Mission erklärt und die darauf fol­gende Woche als Opferwoche bezeichnet. Beide ste­hen unter dem Losungswort „Bleibet fest in der brü­derlichen Liebe!“ Landesbischof D. Bender weist in einer Botschaft darauf hin, daß die Innere Mission innerhalb der Vielfalt ihrer einzelnen Werke der Nächstenliebe, trotz der Verbesserungen ihrer Ein­richtungen seit Kriegsende, immer noch vielen Men­schen, die sich in ihrer „herzzereißenden Not“ an kirchliche Anstalten wenden, zu helfen habe. Dies sei aber nur möglich, wenn die zur Hilfe bereiten Hän­de auch über Mittel zum Helfen verfügen. Er macht auf einen Zeugen der Erweckung in unserem Lande aufmerksam, den Pfarrer Rein aus Nonnenweier, der, als er dazukam, wie sein Knecht beim Verkauf des Kleesamens das Maßgefäß sorgfältig glattstrich, aus­rief: „Nicht so knapp messen! Gott hat uns auch ein

vollgerüttelt Maß gegeben!“ Das war vor hundert Jahren.

Zur Inneren Mission im Bundesgebiet gehören über 2200 Anstalten und Heime mit 155 000 Betten, die sich auf die drei großen Fürsorgegebiete verteilen: Ge­sundheitsfürsorge mit 276 Krankenhäusern und Heil­stätten und 50 Anstalten für geistig und körperlich Behinderte, 24 Siechenheime, 70 Heime für Mutter und Kind, 282 Erholungs- und Freizeitheime; Er­ziehungsfürsorge: 362 Erziehungsheime und eine Viel­zahl von Uebergangs- und Bewahrungsheimen, Lehr­lingsheime und dergleichen mehr; Wirtschaftsfürsor­ge: 673 Altersheime und Feierabendhäuser, Wohn­heime, Arbeiterkolonien und vieles andere mehr. Die segensreiche Arbeit der weiblichen und männlichen Diakonie konnten schon viele Menschen an sich selbst verspüren. Nahezu 90 Mutterhäuser und 14 Bruder­häuser sind Heimat der Diakonissen und Diakonen.

Gottesdienste am Sonntag

Katholische Gottesdienste

Stadtkirche: 6 Uhr Frühmesse; 8.15 Uhr Hauptgot­tesdienst mit Predigt und Frauenkommunion; 11 Uhr Singmesse mit Predigt; 17 Uhr Firmunterricht; 18 Uhr Andacht zum Hl. Geist mit Segen und Ansprache an die Frauen, besonders die Mütter der Firmlinge. Notkirche: 7 Uhr Frühmesse mit Monatskommunion der Frauen; 9.15 Uhr Hauptgottesdienst mit Predigt, nachher Christenlehre.

Hofkirche. Patrozinium: Fest des hl. Damian und Hugo. 7 Uhr Frühmesse; 8 Uhr Schülergottesdienst; 9 Uhr Festgottesdienst: Predigt, lev. Hochamt vor ausgesetztem Allerheilgsten. Der Kirchenchor singt die Messe in B-Dur mit Orchester von A. Mozart; 10.30 Uhr Singmesse mit Predigt. 14 Uhr Feierliche Kirchweihvesper mit Segen; 14.30 Uhr Versammlung der Frauen und Mütter in der Kirche.

St. Peter: 7 Uhr Frühmesse mit Monatskommunion der Frauen und Mütter; 9 Uhr Hauptgottesdienst mit Predigt; 11 Uhr Christenlehre der männlichen Ju­gend; 14 Uhr Andacht zum Hl. Geist; 14.30 Uhr Ver­sammlung der Frauen und Mütter im Jugendheim.

St. Paul: St. Lioba-Frauentag, Monatskommunion für Frauen und Mütter; 7.30 Uhr Frühmesse; 9 Uhr Schülergottesdienst; 10.30 Uhr Pfarrgottesdienst; 18 Uhr Firmunterricht und Seelsorgestunde für alle Kin­der; 19.30 Uhr Andacht zu Ehren der hl. Lioba mit Segen, anschließend Christenlehre für die Mädchen. Notkirche St. Antonius: 8 Uhr Singmesse mit Predigt. Donnerstag, 2. 10.: 19.30 Uhr Andacht mit Vortrag.

St. Paulusheim: 7 Uhr hl. Messe; 9 Uhr Hochamt mit Predigt; 20.30 Uhr Segensandacht.

Evangelische Gottesdienste

Evang. Stadtpfarramt Bruchsal . Tag der Inneren Mission. 8.30 und 9.30 Uhr Gottesdienst (mit Kirchen­chor). Pfr. Dr. Scheuerpflug; 10.45 Uhr Kindergottes­dienst; 20 Uhr Monatsabendmahl. Mittwoch, 1. Okt.: 7.15 Uhr Morgenwache. Donnerstag, 2. Okt.: 20 Uhr Abendsegen.

Forst: Sonntag, 28. 9.: 9 Uhr Gottesdienst. Vik. Oeß.

Liebenzeller Gemeinschaft (Baracke am Gymna­siumsplatz): Sonntag, 28. 9.: 16 Uhr Gemeinschafts­stunde.

Evang. Gemeinschaft, Moltkestr. 3: 9.30 Uhr Predigt.

StadtuMschau

Samstag, den 27. September 1952

Aerztlicher Sonntagsdienst. Am Sonntag, 28. Sept., haben Dienst, sofern der Hausarzt nicht erreichbar ist: Dr. Matt , Kaiserstr. 83, Tel. 2430 und Dr. Valen­tin, Mozartweg 45, Tel. 2732. Zur Abgabe von Arznei­mitteln ist die Hirschapotheke, untere Kaisersträße, geöffnet.

Winterfahrplan ab 5. Oktober. Zum Winterabschnitt des Jahresfahrplans 1952/53, der vom 5. Oktober 1952 bis 16. Mai 1953 gilt, werden die Kursbücher, Taschenfahrpläne und das Reise-Fernplanheft wie bisher herausgegeben. Die Fahrpläne enthalten alle während der Sommerfahrplanabschnitte eingetretenen sowie die zum Winter im Zusammenhang mit dem Ausfall von Saisonzügen vorgenommenen Änderun­gen. Die neuen Kursbücher, Taschenfährpläne u. das Reise-Fernf^hrplanheft sind bei den Fahrkartenaus­gaben, den Reisebüros sowie bei den Bahnhofs- und sonstigen Buchhandlungen erhältlich.

Bundesjugendspiele 1952. Sämtliche schulentlasse­nen Jugendliche bis zum Jahrgang 1933 haben noch­mals Gelegenheit, sich an den Wettkämpfen für die Bundes-Jugendspiele 1952 zu beteiligen. Die Wett­kämpfe werden am Sonntag, vorm. 10 Uhr, letztma­lig auf dem TSG-Platz im Unteren Schloßgarten ab­genommen. Die Jugendlichen wollen die Wettkampf­karten hierzu mitbringen.

Kursbeginn der Volkshochschule . Der Winterab­schnitt der Volkshochschule beginnt am Montag, den 6. Oktober. Kostenlose Kursverzeichnisse sind er­hältlich bei: Buchhandlung Waas, Schillerstr.; Buch­handlung Otto und Braunbarth, Kaiserstr.; Stempel- Klein, Kaiserstr.; Zigarrenhaus Kussmann, Bahn­hofsplatz und beim Sekretariat der Volkshochschule , Baracke Unterführung.

Luftsportverein Bruchsal. Die Mitglieder werden gebeten, sich heute nachmittag zum Bau der Winde und zur Werkstattarbeit einzufinden. K.

Abschied von Oberingenieur Adolf Härter. Unter überaus großer Anteilnahme, insbesondere der Bruch­ saler Feuerwehr, wurde am gestrigen Freitag Ober­ingenieur Adolf Härter zur letzten Ruhe gebettet. Die kirchlichen Zennonien und Gebete verrichtete Pfarr- verweser Müßle von St. Peter. Regierungsrat Dr. Jost vom Landrätsamt Bruchsal gedachte der großen Verdienste, die sich der Verstorbene um das Feuer­löschwesen im Kreis und in der Stadt Bruchsal er­worben hat. Im Namen des Landrats und der Frei­willigen Feuerwehr Bruchsal legte er als letzten Gruß einen Lorbeerkranz am Grabe nieder. Für den Lie­derkranz dankte Hptl, Mehl dem Toten für die lang­jährige treue Mitarbeit. Für die Siemenswerke legten Abteilungsleiter Reich und für die VES Oberingenieur Heft mit ehrenden Worten Kränze nieder. Lieder­kranz und Feuerwehrkapelle umrahmten die Trauer­feier mit Liedern und Chorälen.

Beginn der Tischtennis-Verbandsrunde. Am Sonn­tag beginnt auch das Tischtennis mit den Verbands­spielen. In der Bezirksklasse kommt es zu folgenden Paarungen: Freie Turner Karlsruhe — Freie Turner Söllingen, TTC Graben — VfB Bruchsal, TSG Bruch­sal — SV Blankenloch. In der Kreisklasse treffen im ersten Spiel folgende Mannschaften aufeinander: Die- delsheim II — Obergrombach, Wiesental — Heidels­heim, Huttenheim — TSG Bruchsal II, Knittlingen gegen Untergrombach .

Herausgeber! C. & H. Kruse, Bruchsal . Geschäftsstelle und Redak­tion: Bruchsal , Wörtbstr. 11. Redaktion: Haus Stander. Brncbssl. Verantwortlich für Anaeigen: Reinhold Bork, Bruchsal . Z. Zt. ist Preisliste Nr. 3 com 1. April 1952 gfiltia.

Vor der flimmernden Leinwand:

„Tausend rote Rosen blühen” im Europa

die rabiate „Dame“ rauft, schießt, ohrfeigt, daß die Männer' verstummen.

Im „Sturz in den Abgrund“ verrichten der Cowboy- Star Ken Maynard und sein Pferd Tarzan Wunder-

Wieder ein Heimatfilm im Stil von „Grün ist die Heide“ und „Wenn die Abendglocken läuten!“ — Auf einem großen Rosenfest tanzen Ebba und Andreas nach der Melodie der „1000 Rosen“. Der Abschied ist schwer, Andreas geht als Brückenbauingenieur für 3 Jahre nach Mexiko . Ebbas Vater unterschlägt die aus Mexiko kommenden Briefe, so heiratet Ebba schließ-

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Ebba und Hannes sind glücklich geworden in ihrer Ehe. Gemeinsame Arbeit und die Liebe zu ihrem Bfed haben sie zu einem neuen, schönen Leben ver­eint.

Jkh ihren Jugendfreund Hannes. Jahre vergehen, da kehrt Andreas zurück, es kommt zum „Krach“. Ebba verläßt ihren Gatten und ihr Kind und folgt Andreas in die große Welt. Die Sehnsucht nach ihrem kleinen Claus aber ist stärker als Reisen, Konzerte und Bälle. Andreas überhäuft Ebba mit Vorwürfen, schließlich kehrt sie kl die Heimat zurück. Aber erst am Kran­

kenlager ihres verunglückten Kindes erkennt Ebba, wo ihre Heimat und der wirkliche Platz ihres Le­bens ist. — In den Hauptrollen: Rudolf Prack , O. W. Fischer, Winnie Markus und Maria Holst .

„Piratenbraut“ im Casino

Ein handfester, groß aufgemachter Abenteurer­film nach bewährten Rezepten!

„Revolverlady“ und „Sturz in den Abgrund“ Beides Wildwester, „Revolverlady“ in Technicolor,

dinge.

„Tal der Leidenschaften“ im Schloßtheater

Eine der fesselndsten Episoden der amerikanischen Geschichte, die Weigerung eines Tales in Mississippi , „Lebanon “, sich im beginnenden Bürgerkrieg den Südstaaten anzuschließen, gibt den fesselnden Hin­tergrund für eine farbige Handlung. Sie ist ein wenig mit dem großen Roman „Vom Winde verweht“ zu vergleichen und in der Intensität der Darstellung — die Amerikaner können wie niemand sonst eine

„Hinter Klostermauern” im Sdiloßtheater

Die neuen deutschen Filme haben immer wieder Ueberraschungen in sich: entweder sind sie so be- stürzend primitiv, daß wir glauben möchten, sie stam­men noch aus der Zeit der Jahrmarktsfilmbuden oder sie sind plötzlich von einer so großartigen Klarheit, daß wir doch noch an die Möglichkeiten des deut­schen Films zu glauben wagen. „Hinter Kloster- mauem“ ist ein solcher Film.

Er bringt die Geschichte eines haltlos gewordenen Mannes von 1950, der am Leben und Gott verzwei­felt, der mit seiner Geliebten und einem Kinde woh- nungs- und arbeitslos, keinen Raum findet, wo er leben kann. In ein verlassenes Nonnenkloster nistet er sich ein und als die Nonnen aus dem Exil heim­kehren, weigert er sich, mit seiner Familie das Klo­ster zu verlassen. Die Oberin (Olga Tschechowa ) ver­stößt gegen die Ordensregel und beläßt das Paar im Kloster, in der Hoffnung, einen verlorenen Menschen zu gewinnen.

So gut war die Tschechowa seit Jahren nicht: Ne­ben ihr Frits van Dongen , etwas zu hart, etwas zu laut: seine Film-Reden wirkten intensiver, wären sie kürzer, knapper. Dies ist aber auch der einzige schwache Punkt des Films, in dem die Darstellerinnen überwiegen: die Mayberg als ein junges klares, wirk­sam neues Gesicht, neben ihr Hanna Ralph , die un­vergeßliche Brunhilde des stummen Nibelungenfilms, Dorothea Wieck , Margarete Hagen und noch eine große Zahl bemerkenswerter Schauspielerinnen in den Nonnen-Rollen.

Ein guter Film! Ein im Vergleich zu dem, was sonst geboten wird, ausgezeichneter Film, in dem so gut wie keine falschen Töne angeschlagen werden und in

dem wir spüren, daß es sich hier um ein großes, ech­tes menschliches und gütiges Anliegen handelt.

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Verzweifelt versucht Kathrin (Katharina Mayberg ) ihren Geliebten (Fritz van Dongen ) von seiner Spiel­leidenschaft abzubringen. Es kommt zu heftigen Aus­einandersetzungen, als sie ihn dem Einfluß seiner Zechkumpanen entziehen will.

(V enus-Delta-N ational)

„story“ erzählen — zweifellos gleichwertig. Die Far­ben, die in so vielen Filmen gerade diese echte Inten­sität verhindern, sind von Regisseur und Kamera mitreißend eingesetzt. Der interessante Van Heflin , die schöne Susan Hayward und Boris Karloff spie­len die Hauptrollen.

„Hölle am Weißen Turm“ in Philippsburg

Das prächtige Gebirgsmassiv des Mont Blanc ist die Naturkulisse zu diesem amerikanischen Bergfilm, erstmals in Technicolor. Eine junge Bergsteigerin, deren Vater beim Versuch einer Erstbesteigung des „Weißen Turms“ sein Leben einbüßte, wagt eine neue Expedition, an der sich geübte und weniger er­fahrene Bergsteiger aus den verschiedensten Län­dern beteiligen und die einen dramatischen Verlauf nimmt. Die Kennzeichnung des deutschen Begleiters dieser manchmal in unglaubwürdiger Unkamerad­schaftlichkeit rivalisierenden Bergsteigergruppe ist als mißglückt zu beurteilen.

„Maria Theresia “ in Odenheim

Der menschlichsten, der mütterlichsten aller Herr­scherinnen wurde dieser Film gewidmet. Ihr, die das Wort sprach: „Besser ein mittelmäßiger Friede als der ruhmreichste. Krieg“. Der Glanz einer vergan­genen Epoche ersteht wieder, das Leben am Hof zu Wien , der damals doch einer der unkonventionellsten war. Es ist die Zeit des ausgehenden Siebenjährigen Krieges. Dem Ringen um den Völkerfrieden verbindet sich als anderes Motiv das Ringen um das Glück der Ehe, das eine schöne junge Hofdame stört. Paula Wessely gestaltet eine ihrer bedeutendsten Rollen.

„Mutter sein dagegen sehr“ in Wiesental

„ ... Mutter sein dagegen sehr!“ ist ein Lustspiel mit Herz und Musik, das Viktoria Tourjansky mit Ilse Werner , Paul Klinger , Paul Kemp , Erika von Thellmann und den Kindern Alex Firsow, Saskia Daniel und Dagmar Jansen in den Hauprollen insze­nierte. Peter Igelhoff komponierte dazu den Schla­ger „Verliebt muß man sein“ und das „Märchen von den Dächern“.

Der Inhalt ist schnell erzählt: Ein begüterter, hüb­scher und junger Architekt lernt eine ebenso begü­terte, hübsche und junge Witwe kennen und ... lie­ben. Er erfährt, daß sie schon drei Kinder hat, will sie aber trotz ihres „Fehltrittes“ heiraten. Schließlich stellt sich heraus, daß das „kinderliche Kleeblatt“ aus einem Waisenhaus stammt. Selbstverständlich, daß nun alles zu einem guten Ende kommt.

Die Beurteilung der Filmliga lautet: Eine hübsche, besonders in den Kinderszenen recht nette Unter­haltung für alle, ob Groß oder Klein.