Freitag, 31. Oktober 1952

Nummer 254 /Seit« V

Vollftänöige

üomi.Nooember bte 7. Nooembcr

Senöefolge öee Süööeutfchen Runöfunke Stuttgart

und Ausgewähltes aas dem Programm anderer deotscber Sender

Täglich:

6.40 Südwestd. Helmatpost

Ständig

7.00 Andacht

7.55 Nachrichten

12.00 bzw 12 05 Musik am Mittag 12.30 Nachrichten. Wetterbericht

7.10 Programmvorschau

7.15 Werbefunk mit Musik

0.10 Wasserstandameldungen

8.15 Morgenmusik

9.00 Nachrichten

9.45 Suchmeldungen

10.00 Suchdienst rür Heimkehrer

SwMhq&i

19.30 Nachrichten. Wetterbericht 22.00 Nachrichten. Wetterbericht 24.00 Nachrichten. Wetterbericht

und Kriegsgefangene bezw.

des

Außerdem Jeden Werktag:

Kindersuchdienst

Süddeutschen

4.55 Choral, Morgensprucfa

10.15 Schulfunk

5.00 Frühmusik

12.45 Echo aus Baden

Rundfunks

5.20 Marktrundschau

13.10 Werbefunk

6.00 Frühmusik

18.45 Die stimme Amerikas

Samstag, 1. November

Sonntag,.2. November

Montag, 3. November | Dienstag, 4. November | Mittwoch, 5. November | Donnerstag, 6. November

Freitag, 7. November

STUTTGART

6.30 Morgengymnastik

8.00 Die Frau im Beruf und öffentlichen Leben

8.15 Volksmusik

9.15 Katholische Kirchenmusik

10.15 Schöne Melodien

11.00 Katholische Morgenfeier

11.30 Orgelmusik

11.45 Landfunk: Wir pflanzen einen Baum

13.00 Unterhaltungskonzert

14.00 Quer durch den Sport

15.00 .Nun ist es Herbst, die

Blätter fallen'

15.40 Jugendfunk

16.00 Zauber der Musik

17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Bekannte Solisten

19.05 Volksmusik

19.45 2ur Politik der Woche

20.05 ,J1 Guarany'. Brasilianische Volksoper in 4 Aufzügen

21.30 .Heimkehr' — eine Betrachtung

21.45 Sportnradschau

22.15 Carnegie-Hall

22.45 „Licht über der Tiefe"

Aus der religiösen Dichtung Frankreichs

23.15 Geigen erklingen

0.05 Das Nachtkonzert; Werke von Hindemith und Bgk

STUTTGART

6.00 Das Wort zum Tag, Choral, anscht. Froher Klans am frühen Morgen

8.00 Landfunk mit Volksmusik

8.30 Aus der Welt des Glaubens

8.45 Evangelische Morgenfeier

9.15 Geistliche Musik

9.45 Der November — Brevier des Monats

10.30 Melodien von Werner Eisbrenner

11.20 Die Kantate

12.00 Musik am Mittag

12.55 Zur Unterhaltung spielt das Rundfunkorchester unter Heinz Schröder

13.30 „Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen"

Hörfolge von Rolf Kleist f4.10 Chorgesang

14.30 Der Kinderfunk

15.00 Turnländerkampf Deutschland gegen Finnland in Karlsruhe

15.15 Der Heimat schönste Lieder 17.00 Hörspiel: „Lot und Lots Weib“ 18.00 'Musik zur Unterhaltung

19.00 Der Sport am Sonntag

19.40 Die Woche in Bonn

20.05 Konzert'des Rundfunk-

SYmphonie-Ordiesters unter

Carl Schuricht

21.45 Sport aus nah und fern

22.15 Solistenkonzert •'

22.45 „Der Christ im Alltag*

jfon .Leben und Gedankenwelt Johann Albrecht Bengels

23.15 Alte Weisen

STUTTGART

8.00 Kleine Fibel der Lebenskunst;

Dank und Undank

8.15 Melodien am Morgen

10.15 Schulfunk: Geschichte

10.45 Die Krankenvisite

11.00 Schöne Klänge

11.40 Kulturumschau

12.00 Musik am Mittag

15-00 Schulfunk; Erdkunde

15.30 Kinderfunk

15.45 Aus der |Wirtschaft

16.00 Nachmittagskonifert

16.45 Wir sprechen über neue Bücher

17.00 Konzertstunde

17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Das Orchester Kurt Rehfeld 18.35 Gartenfunk: Garten und Keilet

im Winter

19.00 Musik am Abend

19.45 Von Tag zu Tag

20.05 „Es war einmal . . .*

Ostdeutsche Sagen und Märchen 21.00 Unterhaltungskonzert

22.10 Militärpolitischer Kommentar von Dr. Robert Knauß

22.20 Angewandte Musik der Gegenwart

23.00 Vom Hundertsten ins

Tausendste

23.30 Musik zur Nacht: Serenade, op. 48 von Peter Tschaikowsky

STUTTGART

8.00 Frauenfunk: Eine Mutter sucht das Grab ihres gefallenen Sohnes in fremder Erde

8.15 Melodien am Morgen

10.15 Schulfunk: Erdkunde

10.45 Unterhaltungsmusik

dazw. „Der Traum der Woche"

11.15 Kleines Konzert

11.45 Landfunk: Herbstarbeiten im Weinberg

13.45 Jugendfunk: Wie entsteht ein Buch?

15.00 Schulfunk: Die Zeit von

Händel und Bach

15.30 Julius Bassler am Klavier

15.45 Aus der Wirtschaft

16.00 Nachmittagskonzert

16.50 Frauenfunk« Große Persönlich­keiten der deutschen Frauen­bewegung

17.05 Zum Fünf-Uhr-Tee

17.40 Südwestdeutsdie Heimatpost 18.00 Klänge der Heimat

19.00 Musik am Abend

19.45 Von Tag zu Tag

20.05 Das Filmmagazin: „Stars über Stars“

21.00 Bücher, die uns angehen

21.15 Opernkonzert

22.20 Tanzmusik

22.45 Programm nach Ansage

23.15 Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzor ehester

0.05 Unterhaltungsmusik vom

RIAS Berlin

siuttgart

6.30 Morgengymnastik

8.00 Der Frauenfunk gibt Rat

8.15 Melodien am Morgen

10.15 Schulfunk: Die Zeit von

Händel und Bach

10.45 Die Krankenvisite

11.10 Kleines Konzert

11.45 Landfunk: Tiergesundheit und ihre wirtschaftliche Bedeutung

14.00 Frauenfunk; Das persönliche Eherecht

14.15 Unterhaltungsmusik

14.30 Kinderfunk

15.00 Schulfunk: Zoll —• wichtig für die Wirtschaft

15.30 Walter Dürr am • Klavier

15.45 Aus der Wirtschaft

16.00 Pietro Sissa — ein junger italienischer Schriftsteller

16.15 Unterhaltsame Weisen

17.15 Junge Künstler stellen sich vor

17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Erwin Lehn und sein

Südfunk-Tanzorchester

19.00 Musik am Abend

19.45 Von Taq zu Tag

20.05 Willi Mattere dirigiert das Große Rundfunkorchester

20.45 „Kampf gegen den Tod"

22.20 Kay Korten mit seinem

Ensemble

22.40 Byzanz und das Abendland

23.10 „Geh ich nachts durch die Straßen"

0.05 Unterhaltungsmusik vom

RIAS Berlin

SIUTTGART

8.00 Frauenfunk: Was hier und dort geschieht

8.15 Melodien ans Morgen

10.15 Schulfunk: Zoll — wichtig für die Wirtschaft

10.45 Opemmelodien

11.45 Lapdfunk: Futter und Leistung

12.00 Musik am Mittag '•15.00 'Schulfunk

15.30 Hans Günther Bunz am Klavier

15.45 Aus der Wirtschaft

16.00 Konzertstunde

16.45 Studenten zu aktuellen Prob­lemen: Universitas — heute?

17.10 Leichte Unterhaltungsmusik

17.40 Südwestdeutsdie Heimatpost 18.00 Das Rundfunk-

Unterhaltungsorchester

18.30 Sport gestern und heute

19.00 Musik am Abend

19.45 Von Tag zu Tag

20.05 „Viel Glück, wir machen alle mit!'

Die große Südfunk-Lotterie

21.30 „Vom Mayer zum Trassier — von Stuttgart nach Wien "

22.20 Hörspiel von Arthur Adamov : Das Fest der Unabhängigkeit*

23.20 Orchesterkonzert

0.10 Unterhaltungsmusik vom

RIAS Berlin

STUTTGART

8.00 Frauenfunk: Unser Kind hat Scharlach

8.15 Melodien am Morgen

10.15 Schulfunk

10.45 Die Krankeavisite

11.00 Schöne Klänge

11.40 Kulturumschau

12.00 Musik am Mittag

15.00 Schulfunk; Die Hugenotten kommen

15.30 Kinderfunk

15.45 Aus der Wirtschaft

16.00 Nachmittagskonzert

16.45 Neue Bücher über di« Antike

17.00 Zum Fünf-Uhr-Tee

17.40 Südwestdeutsche Heimatpost

18.15 Das Hobby-Ring-Sextett

18.35 Jugendfunk: Der Film des

Monats

19.00 Hermann Mostar : Im Namen des Gesetzes, anschl. Gerhard 6« i, Gregor an der Hammond-Orael 19.45. Von Tag zu Tag

20.05 Das Rundfunk-

Symphonieorchester

20.45 Filmprisma

21.00 Stars aus Frankreich

21.30 Der Mensch und die Spracht 22.20 Tanzmusik

22.45 Programm nach Ansage

23.15 ETuke Ellington und sein Orchester

SÜDWESTFUNK

20.00 Musik, die unsere Hörer wünschen mit Horst Uhse

22.30 Klaviermusik von Hermann Reutter

23.00 Besinnliche Weisen

23.30 Zeitgenössische Orgelmusik

FRANKFURT

2Q.00 Wer gegen wen? — ein Preis­raten zwischen 30 hess. Städten

21.30 Walzerklänge

22.30 Carnegie Hall

23.00 Opernmelodien

0.05 Musik zur guten Nacht

MÜNCHEN

20.05 „La Traviata“

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi

22.30 Nocturne

23.30 Wunschkonzert aus USA

0.05 Zum Tagesausklang

N WDR

20.00 „Das Bild des Menschen*

Gespräche einer letzten Nacht

21.30 Klaviermusik

22.10 „Die Waldtaube' von Anton Dvoräk

22.30 Musik zu Zweien

23^00 Konzert des Kölner

Rundfunk-Orchesters

0.10 Geistliche Musik von Mozart

SÜDWESTFUNK

20.00 Berliner Festwochen 1952 „König David"

Oratorium v. Arthur Honegger

21.35 Das Kl. Unterhaltungsorchester des SWF

23.10 Ausklang

0.10 Nachtkonzert

1.15 Musik bis in die Früh

FRANKFURT

20.00 Familie Hesselbach „Das Wegerecht "

20.45 Der Einsame v. Torre del Lago Giacomo Puccini

22.30 In buntem Wechsel Tanz- und Schlagerschallplatten

MÜNCHEN

20.05 Musik zum Sonntagabend

22.45 Streicher-Serenade

0.05 Ganz unter uns bei leichter Musik

N WDR

20.00 Am Reformationsfest

20.35 Die Mär^eafeutsdie mit Pelz von Felinau

22.13 Von Melodie zu Melodie

0.10 Nachtkonzert: Jean Sibelius und Zoltän Koldäly

1.15 Musik bis morgen früh!

SUDWESTFUNK

20.00 Deutsche und europäische Volkslieder

20.50 Das Gr. Unterhaltungsorchester des SWF

22.20 Klaviermusik von Deodat de S6verac

23.00 Besinnliche Weisen

0.15 Unterhaltungsmusik

1.15 Musik bis in die Früh

FRANKFURT

20.00 Hörspiel: „Verschüttete Liebesbriefe"

21.00 Die Musiktruhe —* Schöne Melodien

22.20 Musik aus Ungarn , den USA und der Türkei

23.00 Paris — Frankfurt : Gespräch über kulturelle Fragen

23.20 Stille Weisen

MÜNCHEN

20.00 Saitenspiel

21.00 Abendkonzert

21.3(^ Auferstehung der Toten

22.30 Musik zur späten Stunde

23.30 Musik aus London

0.15 Zeitgenössische Kammermusik

N WDR

20.00 Symphoniekonizert

22.1-0 Hubertus zu Ehren

22.30 Nachtprogramm .

0.30 Georg Haentzschel und sein kleines Tanzstrekhorchester

1.15 Musik bis morgen früh!

SUDWESTFUNK

20.00 Das Orchester Kurt Edelhagen

20.30 Hörspiel: „Die begnadete

Angst" von Georges Bernanos

21.30 Musikalisches Zwischenspiel

22.30 Donaueschinger Musiktage

23.30 Jazz 1952 ,

FRANKFURT

20.00 Am hohen Vogelsberg

21.00 Die bunte Folge

22.20 Das Abendstudio:

' Von Judas Ischariot bis Klaut

Fuchs

23.00 Kammermusik von Matyas Seiber

und Boheslav Martinu

0.02 Vom 9. Internat. Sechstage­rennen in FrankfurtyMain

MÜNCHEN

21.00 Premiäre schöner Melodien

22.30 „Der weiße Fächer' von

Hugo von Hofmannsthal

23.20 Nachtkonzert unter Leitung von Eugen Jochum

0.05 Tanzmusik

NWDR

20.00 Woher kennen wir uns bloß?

20.50 Barocker Nachklang

22.10 Der Jazz-Club

23.00k Tanzmusik

23.30 Adrian und Alexander

0.30 Musik deg 18. Jahrhunderts

SÜDWESTFUNK

20.00 Gestatten Sie: „Südwestfunkl* Horst und Horst besuchen unsere Hörer

21.00 ODernkonzert des SWF-Orchesters

22.30 „Wer schön sein will, muß leiden*

23-00 Orchester Kurt Edelhagen

23.30 Tanzmusik zum Tagesausklang

0.10 Wir tanzen weiter . . .

FRANKFURT

20.00 Oeffentliches Symphoniekonzert

23.05 An zwei Klavieren

23.15 Erich Börschel spielt zur Unterhaltung

0.02 Vom 9. Internat. Sechstage­rennen in Frankfurt

MÜNCHEN

20.15 Sie wünschen . . .? Wir spielen ihre Lieblingsmelodien

21.45 Die tönende Leinwand Filmberichte — Filmmusik

22.30 Mit Siebenmeilenstiefeln

23.05 Nachtstudio: Muße oder

Freizeit?

0.05 Jazz um Mitternacht

NWDR

20.00 Unter der Gaslaterne — Ver­klungene Melodien aus Großmutters Zeiten

21.00 Im Rhythmus des Tanzes

22.10 Joseph' Haydns Streichquartette

22.30 Claire Waldoff hält Zwiesprache ..mit ihren Schallplatte»

23.10 Kurt Wege spielt

23.30 Zehn Lieder ohne Worte

0.30 Tanzmusik

SUDWESTFUNK

20.00 Beliebte Melodien

21.00 Das Prisma

22.30 Gedichte von Erich Kästner — Musik von Erwin Mausz

23.15 Musik für Kenner und

Liebhaber

FRANKFURT

20.00 Lfeblingsmelodien unserer

Hörer

21.00 Orchesterkonzert

22.50' Willy Berking spielt zum Tanz

23.30 Guten Abend, gute Nacht Wiegenlieder aus 2 Jahr­hunderten

0.02 Vom 9. Internat. Sechstage­rennen in Frankfurt

MÜNCHEN

20.00 Sympboniekonzert

21.15 Melodien von Fred Raymond 23.00 Wohl bekomm’*!

Musikalische Leckerbissen

23.30 Gäste im Cabaret

0.15 Tanzrhythmen

NWDR

19;30 Salto ln die Seligkeit

20.35 Stranitzky und der Nationalheld

22.10 Das Abendlied

22.40 Aus der Sdiallplattentüte

23.10 Von Neuer Musik

0.30 Tanzmusik

SODWESTFUNK

i

20.00 Operettenklänge

20.45 „Die Frau hohen Alters*

21.00 Die großen Meister

22.20 Kleine Melodie

23.00 Wiener Weisen

23.30 Ganz leis’ erklingt Musik

FRANKFURT

20.00 Großes Tamtam — Ansichten vom Kongo

22.20 Auf zum Endspurt!

Flotte Weisen und Berichte vom Finale des 9. Internat. Sechs­tagerennens

23.20 Musik aus Rußland

0.30 Holiday for strings

115 Immer lustig Blut

2.00 Musik bisfmorgen früh

MÖNCHEN

20.00 Neue Unterhaltungsmusik

21.45 Meister ihres Instruments

22.35 25 Minuten Jazz mit Kurt Edelhagen

23.15 Musik zur Unterhaltung

0.05 Bei zärtlicher Musik

NWDR

20.00 „Julius Cäsar *

Oper ln 3 Akten von Georg Friedrich Händel

22.30 Nachtprogramm

0.30 Holiday for strings

1.15 Musik bis morgen früh!

HANDEL UND WIRTSCHAFT

Allsparerentschädigung rückt näher

Bis zum März 1953 soll ein Gesetz zur Altsparer­entschädigung verabschiedet sein. Voraussetzung für diese Altsparerentschädigung ist, daß es sich um bei der Geldumstellung erlittene Verluste, nicht schlecht­hin um Kriegsverluste, handelt, die ja durch das Lastenausgleichsgesetz geregelt werden. Als Altsparer­guthaben wird das am 1. 1. 1940 vorhandene Gut­haben anerkannt werden, und zwar insoweit, als die­ses Altguthaben in dem am 21. 6. 1948 abgewerteten Guthaben enthalten ist. Das so ermittelte Altgut­haben soll nach den derzeitigen Plänen mit rund 10 Prozent entschädigt werden. Diesen Zeitpunkt hat man gewählt, weil man in ihm am besten die Grenze «wischen dem guten alten Geld und dem neueren „schlechteren“ Geld sah. Die Finanzierung der Ent­schädigung erfolgt grundsätzlich aus Mitteln des La- st.enausgleiches. Insgesamt rechnet man mit einer An­forderung von 2 bis 2,5 Milliarden Mark. Bl.

Vereinfachtes Verfahren bei Lohnsteuerpausch­beträgen

Um das Verfahren bei der Lohnsteuer zu verein­fachen, wollen die Finanzbehörden mehrerer Bundes­länder bestimmte steuerfreie Pauschbeträge schon vor der Aushändigung der Lohnsteuerkarten 1953 auf Grund der bei den Finanzämtern vorhandenen vor­jährigen Unterlagen eintragen. So werden zum Bei­spiel Vertriebene, Totalgeschädigte und Körperbeschä­digte in diesen Ländern auf ihrer neuen Lohnsteuer­karte bereits den für sie in'-Betracht kommenden steuerfreien Pauschbetrag eingetragen vorflnden. Sie haben einen besonderen Antrag beim Finanzamt nicht mehr nötig. In den Bundesländern, in denen dieses vereinfachte Verfahren aus organisatorischen Gründen noch nicht möglich ist, muß die Eintragung zwar nach wie vor beim Finanzamt beantragt wer­den, doch soll ein persönliches Erscheinen nicht mehr erforderlich sein.

40 Millionen Ost-Schulden im Interzonenhandel

Die Sowjetzone war per 10. Oktober 1952 im Inter­zonenhandel mit 41,7 Millionen Verrechnungseinhei­ten an die Bundesrepublik verschuldet, gab das Bun­deswirtschaftsministerium bekannt. Die Behörden der Sowjetzone haben, wie das BWM weiter mitteilt, die zuständigen Behörden der Bundesrepublik darüber unterrichtet, daß sie angesichts dieser Lage für die Unterkonten II und III (weiche Waren und Dienst­leistungen) die ausgegebenen Zahlungsgenehmigun- ken für Bezüge aus der Bundesrepublik vorüberge­hend blockieren. Alle Sendungen, die bis zum 31. Ok- tobe^ 24 Uhr, zum Versand gebracht worden sind, Weräen noch von den Währungsgebieten der DM-Ost Übernommen.

Konsumanten-Gütezeichen umstritten

~ Mit der Schaffung eines einheitlichen Konsumen- tengütäzeichens, das den Verbraucher über die Quali­tät der Ware besser orientieren soll, beschäftigt sich gegenwärtig der Verbraucherausschuß beim Bundes­wirtschaftsministerium, wie VWD erfährt. Der Ver­

braucherausschuß vertritt dabei den Standpunkt, daß ein unabhängiges Konsumentengütezeichen nicht nur erwünscht, sondern sogar notwendig ist. Der Ge­samtverband des deutschen Groß- und Außenhan­dels steht den Plänen des Verbraucherausschusses ablehnend gegenüber. Auch die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels weist darauf hin, daß es unmöglich sei, den objektiven Gebrauchsnutzen der Ware festzustellen. Die Einführung eines allgemei­nen Gütezeichens sei auch deshalb schwierig, weil die laufende technische Ueberprüfung der Qualität auf erhebliche kostenmäßige und organisatorische Hemm­nisse stoßen würde. Für eine Verbrauchererziehung sei eine entsprechende Unterrichtung in Schule und Fachschule, eventuell auch durch die Gewerkschaf­ten, zweckmäßig.

Die Leistungen der Berufsgenossenschaften

Die gewerblichen Berurfsgenossenschäften im Bun­desgebiet haben 1951 441 Millionen DM an Renten oder sonstigen Entschädigungen an ihre Versicherten gezahlt, wie der Hauptgeschäftsführer des Hauptver­bandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Dr. Lauterbach, in Berlin auf einer Pressekonferenz mit­

teilte. Einschließlich der Ausgaben für die Unfallver­hütung sowie für Verfahrens- und Verwaltungs­kosten wurden insgesamt 508 Millionen DM aufge­wandt gegenüber 453 Millionen DM im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheitsfälle stieg von 984 000 1950 auf 1,1 Millionen 1951, wäh­rend die tödlichen Arbeitsunfälle von 3564 auf 3466 zurückgingen.

Steigende Nachfrage nach Kleinbildkameras

Der Absatz von Fotoapparaten im Bundesgebiet übertraf bis einschließlich September 1952 das ent­sprechende Vorjahresergebnis um rund 40 Prozent. Besonders stark gefragt sind Kleinbildkameras, de­ren Umsatz ständig steigt. Während noch vor zwei Jahren Kameras niedriger oder mittlerer Preisklas­sen bevorzugt wurden, werden gegenwärtig über­wiegend hochwertige und relativ teure Apparate ge­kauft, obwohl die Preise durchweg 80 Prozent höher liegen als 1938. Sogenannte Box-Fotoapparate finden kaum noch Interesse. Der Absatz von Spezialgeräten für die Entwicklung und Vergrößerung hat ebenfalls zugenommen. Diese Angaben machte der Inhaber der Firma „Foto-Porst“, Hans Porst , Nürnberg . Die-

Wohnungsbau auf fester Grundlage

13,4 Milliarden Bundesmittel - Ein Schänheitsfehler in der Deckungsklausel

Das zweieinhalb Jahre alte, aber durch die Ent­wicklung teilweise überholte Erste Wohnungsbauge­setz soll durch eine Novelle verbessert werden, die soeben die Zustimmung des Bundeskabinetts gefun­den hat. Da der Inhalt des Entwurfs geeignet er­scheint, den sozialen Wohnungsbau in freiere und ge­sündere Bahnen zu lenken, ist eine baldige Verab­schiedung der Novelle durch das Parlament wün­schenswert.

In der Frage der Bereitstellung öffentlicher Mittel ist gegenüber dem bisherigen Zustand insofern ein großer Fortschritt zu verzeichnen, als künftig nicht mehr um jeden Teilbetrag mit dem Finanzministe»' gerungen zu werden braucht. Hierdurch sind in der Vergangenheit manchmal erhebliche Verzögerungen in der Bautätigkeit entstanden. Um diesem Mangel abzuhelfen, sollen in den Bundeshaushalten der nächsten vier Jahre jeweils 500 Millionen Mark zur Förderung des sozialen Wohnungsbaues eingesetzt werden. Leider ist der Entwurf in diesem Punkt nicht absolut eindeutig; denn er enthält die Ein­schränkung, daß dieser Betrag nur nach Maßgabe der vorhandenen Mittel zur Verfügung gestellt wird. Wenn jedoch der Bundesminister für Wohnungsbau, wie es die Novelle will, die halbe Milliarde Mark im Vorgriff auf den nächstjährigen Haushalt jedesmal bis zum 1. Dezember verteilen soll, damit sie im kommenden Baujahr auch rechtzeitig eingesetzt wer­den kann, so wird sich der Finanzminister, wenn ei­nige Monate später die Haushaltsberatung stattfin­det, der hierin liegenden Verpflichtung kaum entzie­hen können. In der parlamentarischen Behandlung der Vorlage sollte deshalb die Unklarheit in dieser Deckungsklausel beseitigt werden.

Nach dem Aenderungsgesetz sind die 500 Millionen Mark „in erster Linie für den überregionalen Woh­

nungsbau“ gedacht, also für die Umsiedlungspro­gramme, womit der Bundesfinanzminister offenbar der Notwendigkeit enthoben sein möchte, für diesen Sonderzweck Gelder „außer der Reihe“ zur Verfü­gung zu stellen. Wenn bedacht wird, daß die Vertei­lung der Bundesmittel von der Bereitstellung von Ländermitteln „entsprechend der Finanzkraft“ ab­hängig gemacht werden soll, so muß — jedenfalls bis zum Abschluß der Umsiedlung —• mit regionalen Verschiebungen gerechnet werden. Allerdings soll der Bundesminisjer für Wohnungsbau in seinem Ver­fügungsrecht mit weitgehenden Vollmachten ausge­stattet werden, die eine elastische und faire Anwen­dung dieser Bestimmung erwarten lassen. Nachdem das Bundesverfassungsgericht vor einigen Monaten in einem Rechtsstreit entschieden hatte, daß nach dem Ersten Wohnungsbaugesetz alle Länder dem je­weiligen Verteilungsplan zustimmen müssen, will die Novelle eine gesetzliche Neuregelung schaffen, wo­nach der Bundesminister für Wohnungsbau eine Ent­scheidung treffen kann, falls ein Einvernehmen mit sämtlichen Ländern nicht möglich ist. Soweit die Umsiedlung der Flüchtlinge in Betracht kommt, soll dieser Zwang überhaupt ganz fallen.

Insgesamt werden im kommenden Jahr rund 13,4 Milliarden Mark an Bundesmitteln zur Verfügung stehen, nämlich aus dem Haushalt 500 Millionen, aus der Hypothekengewinnabgabe 350 Millionen, aus der Kohlenabgabe für Bergarbeiterwohnungen 240 Mil­lionen, aus der Aufbauhilfe des Lastenausgleichs mindestens 100 Millionen und endlich weitere 150 Millionen aus sonstigen Quellen. Mit dieser Gesamt­summe ist die Weiterführung des sozialen Woh­nungsbaues vorerst gesichert, zumal auch von Län­derseite noch 400 Millionen Mark erwartet werden dürfen. L.

se Weltfirma beschäftigt in ihrem Foto-Versandhaus 500 Personen und tätigt zehn Prozent des Fotoappa­rateumsatzes in Deutschland . In diesem Jahre er­wartet die Firma einen Umsatz von 20 Millionen DM.

Kurze Wirtschaftsnotizen vom Tage

Der Wirtschaft des Bundesgebietes sind nach Mit­teilung des ERP-Ministeriums bis 30. Juni 1952 aus Gegenwertmitteln 4 106,8 Millionen DM zugeflossen. Bis Ende dieses Jahres sind weitere 307,35 Millionen DM für Investitionen vorgesehen.

Die Stundung von Einfuhrzöllen für Eisen und Stahl und Erzeugnisse daraus läuft am 31. Oktober ab. Das Bundeskabinett hat daher am Dienstag eine Verfügung erlassen, nach der die betreffenden Wa­ren jetzt endgültig zollfrei eingeführt werden. Audi die Wertzollsätze werden nicht erhoben.

Die Versorgung der Bundesrepublik mit Brot- und Futtergetreide kann für das laufende Wirtschaftsjahr als gesichert angesehen werden, stellte der Verwal­tungsrat der Einfuhr- und Vorratsstelle für Getreide und Futtermittel am Montag in Frankfurt fest. Die inländische Getreideernte entspricht im Gesamter­gebnis fast vollständig der außergewöhnlich günsti­gen vorjährigen Getreideernte.

Das Bauvolumen in der Bundesrepublik hat sich im August und, soweit übersehbar, auch im Septem­ber weiter ausgedehnt, wie aus dem neuesten Lage­bericht des Bundeswohnungsbauministeriums hervor­geht. Bei den Arbeitsämtern waren Anfang Oktober nur noch rund 87 70tf unbeschäftigte Baufach- und Bauhilfsarbeiter registriert. Damit hat die Arbeits­losigkeit im Baugewerbe den niedrigsten Stand seit der Währungsreform erreicht.

Die Möbelwirtschaft bildete auf der Bundestagung des Möbelfachverbandes in der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels in Stuttgart eine „Lei­stungsgemeinschaft des Möbelhandels“, deren Auf­gabe es sein wird, die moderne Wohnkultur und die Herstellung zweckmäßiger Möbel zu fördern.

Die Bundesrepublik liegt in der Ausfuhr von Ma­schinen, verglichen mit der Entwicklung anderer großer Maschinenexportländer, trotz der Steigerung in den letzten zwei Jahren noch immer empfindlich zurück. Die Wettbewerbsfähigkeit leide u. a. unter Kapitalknappheit, Materialmangel und Überalterung des Maschinenparks.

In Bonn wurde nach mehrwöchigen Verhandlungen eine Zusatzvereinbarung zum deutsch -italienischen Handelsabkommen unterzeichnet. Auf der Einfuhr- seite wurde entsprechend dem Beschluß des Bundes« kabinetts vom 27. Oktober das Kontingent für italie­nische Gartenbauerzeugnisse mit Ausnahme von Aepfeln und Birnen um 3,5 Millionen Dollar auf­gestockt. Die Sperrfrist für die Einfuhr von Aepfeln und Birnen wird bis zum 30. November verlängert.

Die Sparkonten der Geldinstitute in Baden-Würt­ temberg wiesen Ende September 1952 einen Einlagen­bestand von insgesamt rund 1036 Millionen Mark auf. Wie aus einem Bericht des „Instituts für südwest­deutsche Wirtschaftsforschung“ hervorgeht, betrug di« Sparquote je Kopf der Bevölkerung in Baden-Würt­ temberg Ende Juli dieses Jahres 148 Mark gegenüber 121 Mark im Bundesgebiet.