Freitag, 31. Oktober 1952
Nummer 254 /Seit« V
Vollftänöige
üomi.Nooember bte 7. Nooembcr
Senöefolge öee Süööeutfchen Runöfunke Stuttgart
und Ausgewähltes aas dem Programm anderer deotscber Sender
Täglich:
6.40 Südwestd. Helmatpost
Ständig
7.00 Andacht
7.55 Nachrichten
12.00 bzw 12 05 Musik am Mittag 12.30 Nachrichten. Wetterbericht
7.10 Programmvorschau
7.15 Werbefunk mit Musik
0.10 Wasserstandameldungen
8.15 Morgenmusik
9.00 Nachrichten
9.45 Suchmeldungen
10.00 Suchdienst rür Heimkehrer
SwMhq&i
19.30 Nachrichten. Wetterbericht 22.00 Nachrichten. Wetterbericht 24.00 Nachrichten. Wetterbericht
und Kriegsgefangene bezw.
des
Außerdem Jeden Werktag:
Kindersuchdienst
Süddeutschen
4.55 Choral, Morgensprucfa
10.15 Schulfunk
5.00 Frühmusik
12.45 Echo aus Baden
Rundfunks
5.20 Marktrundschau
13.10 Werbefunk
6.00 Frühmusik
Samstag, 1. November
Sonntag,.2. November
Montag, 3. November | Dienstag, 4. November | Mittwoch, 5. November | Donnerstag, 6. November
Freitag, 7. November
6.30 Morgengymnastik
8.00 Die Frau im Beruf und öffentlichen Leben
8.15 Volksmusik
9.15 Katholische Kirchenmusik
10.15 Schöne Melodien
11.00 Katholische Morgenfeier
11.30 Orgelmusik
11.45 Landfunk: Wir pflanzen einen Baum
13.00 Unterhaltungskonzert
14.00 Quer durch den Sport
15.00 .Nun ist es Herbst, die
Blätter fallen'
15.40 Jugendfunk
16.00 Zauber der Musik
17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Bekannte Solisten
19.05 Volksmusik
19.45 2ur Politik der Woche
20.05 ,J1 Guarany'. Brasilianische Volksoper in 4 Aufzügen
21.30 .Heimkehr' — eine Betrachtung
21.45 Sportnradschau
22.15 Carnegie-Hall
22.45 „Licht über der Tiefe"
Aus der religiösen Dichtung Frankreichs
23.15 Geigen erklingen
0.05 Das Nachtkonzert; Werke von Hindemith und Bgk
6.00 Das Wort zum Tag, Choral, anscht. Froher Klans am frühen Morgen
8.00 Landfunk mit Volksmusik
8.30 Aus der Welt des Glaubens
8.45 Evangelische Morgenfeier
9.15 Geistliche Musik
9.45 Der November — Brevier des Monats
10.30 Melodien von Werner Eisbrenner
11.20 Die Kantate
12.00 Musik am Mittag
12.55 Zur Unterhaltung spielt das Rundfunkorchester unter Heinz Schröder
13.30 „Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen"
Hörfolge von Rolf Kleist f4.10 Chorgesang
14.30 Der Kinderfunk
15.00 Turnländerkampf Deutschland gegen Finnland in Karlsruhe
15.15 Der Heimat schönste Lieder 17.00 Hörspiel: „Lot und Lots Weib“ 18.00 'Musik zur Unterhaltung
19.00 Der Sport am Sonntag
20.05 Konzert'des Rundfunk-
SYmphonie-Ordiesters unter
21.45 Sport aus nah und fern
22.15 Solistenkonzert •'
22.45 „Der Christ im Alltag*
jfon .Leben und Gedankenwelt Johann Albrecht Bengels
23.15 Alte Weisen
8.00 Kleine Fibel der Lebenskunst;
Dank und Undank
8.15 Melodien am Morgen
10.15 Schulfunk: Geschichte
10.45 Die Krankenvisite
11.00 Schöne Klänge
11.40 Kulturumschau
12.00 Musik am Mittag
15-00 Schulfunk; Erdkunde
15.30 Kinderfunk
15.45 Aus der |Wirtschaft
16.00 Nachmittagskonifert
16.45 Wir sprechen über neue Bücher
17.00 Konzertstunde
17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Das Orchester Kurt Rehfeld 18.35 Gartenfunk: Garten und Keilet
im Winter
19.00 Musik am Abend
19.45 Von Tag zu Tag
20.05 „Es war einmal . . .*
Ostdeutsche Sagen und Märchen 21.00 Unterhaltungskonzert
22.10 Militärpolitischer Kommentar von Dr. Robert Knauß
22.20 Angewandte Musik der Gegenwart
23.00 Vom Hundertsten ins
Tausendste
23.30 Musik zur Nacht: Serenade, op. 48 von Peter Tschaikowsky
8.00 Frauenfunk: Eine Mutter sucht das Grab ihres gefallenen Sohnes in fremder Erde
8.15 Melodien am Morgen
10.15 Schulfunk: Erdkunde
10.45 Unterhaltungsmusik
dazw. „Der Traum der Woche"
11.15 Kleines Konzert
11.45 Landfunk: Herbstarbeiten im Weinberg
13.45 Jugendfunk: Wie entsteht ein Buch?
15.00 Schulfunk: Die Zeit von
15.30 Julius Bassler am Klavier
15.45 Aus der Wirtschaft
16.00 Nachmittagskonzert
16.50 Frauenfunk« Große Persönlichkeiten der deutschen Frauenbewegung
17.05 Zum Fünf-Uhr-Tee
17.40 Südwestdeutsdie Heimatpost 18.00 Klänge der Heimat
19.00 Musik am Abend
19.45 Von Tag zu Tag
20.05 Das Filmmagazin: „Stars über Stars“
21.00 Bücher, die uns angehen
21.15 Opernkonzert
22.20 Tanzmusik
22.45 Programm nach Ansage
23.15 Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzor ehester
0.05 Unterhaltungsmusik vom
siuttgart
6.30 Morgengymnastik
8.00 Der Frauenfunk gibt Rat
8.15 Melodien am Morgen
10.15 Schulfunk: Die Zeit von
10.45 Die Krankenvisite
11.10 Kleines Konzert
11.45 Landfunk: Tiergesundheit und ihre wirtschaftliche Bedeutung
14.00 Frauenfunk; Das persönliche Eherecht
14.15 Unterhaltungsmusik
14.30 Kinderfunk
15.00 Schulfunk: Zoll —• wichtig für die Wirtschaft
15.30 Walter Dürr am • Klavier
15.45 Aus der Wirtschaft
16.00 Pietro Sissa — ein junger italienischer Schriftsteller
16.15 Unterhaltsame Weisen
17.15 Junge Künstler stellen sich vor
17.40 Südwestdeutsche Heimatpost 18.00 Erwin Lehn und sein
Südfunk-Tanzorchester
19.00 Musik am Abend
19.45 Von Taq zu Tag
20.05 Willi Mattere dirigiert das Große Rundfunkorchester
20.45 „Kampf gegen den Tod"
22.20 Kay Korten mit seinem
Ensemble
22.40 Byzanz und das Abendland
23.10 „Geh ich nachts durch die Straßen"
0.05 Unterhaltungsmusik vom
SIUTTGART
8.00 Frauenfunk: Was hier und dort geschieht
8.15 Melodien ans Morgen
10.15 Schulfunk: Zoll — wichtig für die Wirtschaft
10.45 Opemmelodien
11.45 Lapdfunk: Futter und Leistung
12.00 Musik am Mittag '•15.00 'Schulfunk
15.30 Hans Günther Bunz am Klavier
15.45 Aus der Wirtschaft
16.00 Konzertstunde
16.45 Studenten zu aktuellen Problemen: Universitas — heute?
17.10 Leichte Unterhaltungsmusik
17.40 Südwestdeutsdie Heimatpost 18.00 Das Rundfunk-
Unterhaltungsorchester
18.30 Sport gestern und heute
19.00 Musik am Abend
19.45 Von Tag zu Tag
20.05 „Viel Glück, wir machen alle mit!'
Die große Südfunk-Lotterie
21.30 „Vom Mayer zum Trassier — von Stuttgart nach Wien "
22.20 Hörspiel von Arthur Adamov : Das Fest der Unabhängigkeit*
23.20 Orchesterkonzert
0.10 Unterhaltungsmusik vom
8.00 Frauenfunk: Unser Kind hat Scharlach
8.15 Melodien am Morgen
10.15 Schulfunk
10.45 Die Krankeavisite
11.00 Schöne Klänge
11.40 Kulturumschau
12.00 Musik am Mittag
15.00 Schulfunk; Die Hugenotten kommen
15.30 Kinderfunk
15.45 Aus der Wirtschaft
16.00 Nachmittagskonzert
16.45 Neue Bücher über di« Antike
17.00 Zum Fünf-Uhr-Tee
17.40 Südwestdeutsche Heimatpost
18.15 Das Hobby-Ring-Sextett
18.35 Jugendfunk: Der Film des
Monats
19.00 Hermann Mostar : Im Namen des Gesetzes, anschl. Gerhard 6« i, Gregor an der Hammond-Orael 19.45. Von Tag zu Tag
20.05 Das Rundfunk-
Symphonieorchester
20.45 Filmprisma
21.30 Der Mensch und die Spracht 22.20 Tanzmusik
22.45 Programm nach Ansage
23.15 ETuke Ellington und sein Orchester
20.00 Musik, die unsere Hörer wünschen mit Horst Uhse
22.30 Klaviermusik von Hermann Reutter
23.00 Besinnliche Weisen
23.30 Zeitgenössische Orgelmusik
FRANKFURT
2Q.00 Wer gegen wen? — ein Preisraten zwischen 30 hess. Städten
21.30 Walzerklänge
23.00 Opernmelodien
0.05 Musik zur guten Nacht
20.05 „La Traviata“
Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
22.30 Nocturne
0.05 Zum Tagesausklang
N WDR
20.00 „Das Bild des Menschen*
Gespräche einer letzten Nacht
21.30 Klaviermusik
22.10 „Die Waldtaube' von Anton Dvoräk
22.30 Musik zu Zweien
23^00 Konzert des Kölner
Rundfunk-Orchesters
0.10 Geistliche Musik von Mozart
SÜDWESTFUNK
20.00 Berliner Festwochen 1952 „König David"
21.35 Das Kl. Unterhaltungsorchester des SWF
23.10 Ausklang
0.10 Nachtkonzert
1.15 Musik bis in die Früh
20.00 Familie Hesselbach „Das Wegerecht "
20.45 Der Einsame v. Torre del Lago Giacomo Puccini
22.30 In buntem Wechsel Tanz- und Schlagerschallplatten
20.05 Musik zum Sonntagabend
22.45 Streicher-Serenade
0.05 Ganz unter uns bei leichter Musik
N WDR
20.00 Am Reformationsfest
20.35 Die Mär^eafeutsdie mit Pelz von Felinau
22.13 Von Melodie zu Melodie
0.10 Nachtkonzert: Jean Sibelius und Zoltän Koldäly
1.15 Musik bis morgen früh!
20.00 Deutsche und europäische Volkslieder
20.50 Das Gr. Unterhaltungsorchester des SWF
22.20 Klaviermusik von Deodat de S6verac
23.00 Besinnliche Weisen
0.15 Unterhaltungsmusik
1.15 Musik bis in die Früh
20.00 Hörspiel: „Verschüttete Liebesbriefe"
21.00 Die Musiktruhe —* Schöne Melodien
22.20 Musik aus Ungarn , den USA und der Türkei
23.00 Paris — Frankfurt : Gespräch über kulturelle Fragen
23.20 Stille Weisen
20.00 Saitenspiel
21.00 Abendkonzert
21.3(^ Auferstehung der Toten
22.30 Musik zur späten Stunde
0.15 Zeitgenössische Kammermusik
N WDR
20.00 Symphoniekonizert
22.1-0 Hubertus zu Ehren
22.30 Nachtprogramm .
0.30 Georg Haentzschel und sein kleines Tanzstrekhorchester
1.15 Musik bis morgen früh!
SUDWESTFUNK
20.00 Das Orchester Kurt Edelhagen
20.30 Hörspiel: „Die begnadete
21.30 Musikalisches Zwischenspiel
22.30 Donaueschinger Musiktage
23.30 Jazz 1952 ,
21.00 Die bunte Folge
22.20 Das Abendstudio:
' Von Judas Ischariot bis Klaut
Fuchs
23.00 Kammermusik von Matyas Seiber
und Boheslav Martinu
0.02 Vom 9. Internat. Sechstagerennen in FrankfurtyMain
21.00 Premiäre schöner Melodien
22.30 „Der weiße Fächer' von
23.20 Nachtkonzert unter Leitung von Eugen Jochum
0.05 Tanzmusik
20.00 Woher kennen wir uns bloß?
20.50 Barocker Nachklang
22.10 Der Jazz-Club
23.00k Tanzmusik
23.30 Adrian und Alexander
0.30 Musik deg 18. Jahrhunderts
20.00 Gestatten Sie: „Südwestfunkl* Horst und Horst besuchen unsere Hörer
21.00 ODernkonzert des SWF-Orchesters
22.30 „Wer schön sein will, muß leiden*
23-00 Orchester Kurt Edelhagen
23.30 Tanzmusik zum Tagesausklang
0.10 Wir tanzen weiter . . .
20.00 Oeffentliches Symphoniekonzert
23.05 An zwei Klavieren
23.15 Erich Börschel spielt zur Unterhaltung
0.02 Vom 9. Internat. Sechstagerennen in Frankfurt
20.15 Sie wünschen . . .? Wir spielen ihre Lieblingsmelodien
21.45 Die tönende Leinwand Filmberichte — Filmmusik
22.30 Mit Siebenmeilenstiefeln
23.05 Nachtstudio: Muße oder
Freizeit?
0.05 Jazz um Mitternacht
20.00 Unter der Gaslaterne — Verklungene Melodien aus Großmutters Zeiten
21.00 Im Rhythmus des Tanzes
22.10 Joseph' Haydns Streichquartette
22.30 Claire Waldoff hält Zwiesprache ..mit ihren Schallplatte»
23.30 Zehn Lieder ohne Worte
0.30 Tanzmusik
20.00 Beliebte Melodien
21.00 Das Prisma
22.30 Gedichte von Erich Kästner — Musik von Erwin Mausz
23.15 Musik für Kenner und
Liebhaber
20.00 Lfeblingsmelodien unserer
Hörer
21.00 Orchesterkonzert
22.50' Willy Berking spielt zum Tanz
23.30 Guten Abend, gute Nacht Wiegenlieder aus 2 Jahrhunderten
0.02 Vom 9. Internat. Sechstagerennen in Frankfurt
20.00 Sympboniekonzert
21.15 Melodien von Fred Raymond 23.00 Wohl bekomm’*!
Musikalische Leckerbissen
23.30 Gäste im Cabaret
0.15 Tanzrhythmen
19;30 Salto ln die Seligkeit
20.35 Stranitzky und der Nationalheld
22.10 Das Abendlied
22.40 Aus der Sdiallplattentüte
23.10 Von Neuer Musik
0.30 Tanzmusik
SODWESTFUNK
i
20.00 Operettenklänge
20.45 „Die Frau hohen Alters*
21.00 Die großen Meister
22.20 Kleine Melodie
23.30 Ganz leis’ erklingt Musik
20.00 Großes Tamtam — Ansichten vom Kongo
22.20 Auf zum Endspurt!
Flotte Weisen und Berichte vom Finale des 9. Internat. Sechstagerennens
0.30 Holiday for strings
115 Immer lustig Blut
2.00 Musik bisfmorgen früh
MÖNCHEN
20.00 Neue Unterhaltungsmusik
21.45 Meister ihres Instruments
22.35 25 Minuten Jazz mit Kurt Edelhagen
23.15 Musik zur Unterhaltung
0.05 Bei zärtlicher Musik
Oper ln 3 Akten von Georg Friedrich Händel
22.30 Nachtprogramm
0.30 Holiday for strings
1.15 Musik bis morgen früh!
HANDEL UND WIRTSCHAFT
Allsparerentschädigung rückt näher
Bis zum März 1953 soll ein Gesetz zur Altsparerentschädigung verabschiedet sein. Voraussetzung für diese Altsparerentschädigung ist, daß es sich um bei der Geldumstellung erlittene Verluste, nicht schlechthin um Kriegsverluste, handelt, die ja durch das Lastenausgleichsgesetz geregelt werden. Als Altsparerguthaben wird das am 1. 1. 1940 vorhandene Guthaben anerkannt werden, und zwar insoweit, als dieses Altguthaben in dem am 21. 6. 1948 abgewerteten Guthaben enthalten ist. Das so ermittelte Altguthaben soll nach den derzeitigen Plänen mit rund 10 Prozent entschädigt werden. Diesen Zeitpunkt hat man gewählt, weil man in ihm am besten die Grenze «wischen dem guten alten Geld und dem neueren „schlechteren“ Geld sah. Die Finanzierung der Entschädigung erfolgt grundsätzlich aus Mitteln des La- st.enausgleiches. Insgesamt rechnet man mit einer Anforderung von 2 bis 2,5 Milliarden Mark. Bl.
Vereinfachtes Verfahren bei Lohnsteuerpauschbeträgen
Um das Verfahren bei der Lohnsteuer zu vereinfachen, wollen die Finanzbehörden mehrerer Bundesländer bestimmte steuerfreie Pauschbeträge schon vor der Aushändigung der Lohnsteuerkarten 1953 auf Grund der bei den Finanzämtern vorhandenen vorjährigen Unterlagen eintragen. So werden zum Beispiel Vertriebene, Totalgeschädigte und Körperbeschädigte in diesen Ländern auf ihrer neuen Lohnsteuerkarte bereits den für sie in'-Betracht kommenden steuerfreien Pauschbetrag eingetragen vorflnden. Sie haben einen besonderen Antrag beim Finanzamt nicht mehr nötig. In den Bundesländern, in denen dieses vereinfachte Verfahren aus organisatorischen Gründen noch nicht möglich ist, muß die Eintragung zwar nach wie vor beim Finanzamt beantragt werden, doch soll ein persönliches Erscheinen nicht mehr erforderlich sein.
40 Millionen Ost-Schulden im Interzonenhandel
Die Sowjetzone war per 10. Oktober 1952 im Interzonenhandel mit 41,7 Millionen Verrechnungseinheiten an die Bundesrepublik verschuldet, gab das Bundeswirtschaftsministerium bekannt. Die Behörden der Sowjetzone haben, wie das BWM weiter mitteilt, die zuständigen Behörden der Bundesrepublik darüber unterrichtet, daß sie angesichts dieser Lage für die Unterkonten II und III (weiche Waren und Dienstleistungen) die ausgegebenen Zahlungsgenehmigun- ken für Bezüge aus der Bundesrepublik vorübergehend blockieren. Alle Sendungen, die bis zum 31. Ok- tobe^ 24 Uhr, zum Versand gebracht worden sind, Weräen noch von den Währungsgebieten der DM-Ost Übernommen.
Konsumanten-Gütezeichen umstritten
~ Mit der Schaffung eines einheitlichen Konsumen- tengütäzeichens, das den Verbraucher über die Qualität der Ware besser orientieren soll, beschäftigt sich gegenwärtig der Verbraucherausschuß beim Bundeswirtschaftsministerium, wie VWD erfährt. Der Ver
braucherausschuß vertritt dabei den Standpunkt, daß ein unabhängiges Konsumentengütezeichen nicht nur erwünscht, sondern sogar notwendig ist. Der Gesamtverband des deutschen Groß- und Außenhandels steht den Plänen des Verbraucherausschusses ablehnend gegenüber. Auch die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels weist darauf hin, daß es unmöglich sei, den objektiven Gebrauchsnutzen der Ware festzustellen. Die Einführung eines allgemeinen Gütezeichens sei auch deshalb schwierig, weil die laufende technische Ueberprüfung der Qualität auf erhebliche kostenmäßige und organisatorische Hemmnisse stoßen würde. Für eine Verbrauchererziehung sei eine entsprechende Unterrichtung in Schule und Fachschule, eventuell auch durch die Gewerkschaften, zweckmäßig.
Die Leistungen der Berufsgenossenschaften
Die gewerblichen Berurfsgenossenschäften im Bundesgebiet haben 1951 441 Millionen DM an Renten oder sonstigen Entschädigungen an ihre Versicherten gezahlt, wie der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Dr. Lauterbach, in Berlin auf einer Pressekonferenz mit
teilte. Einschließlich der Ausgaben für die Unfallverhütung sowie für Verfahrens- und Verwaltungskosten wurden insgesamt 508 Millionen DM aufgewandt gegenüber 453 Millionen DM im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheitsfälle stieg von 984 000 1950 auf 1,1 Millionen 1951, während die tödlichen Arbeitsunfälle von 3564 auf 3466 zurückgingen.
Steigende Nachfrage nach Kleinbildkameras
Der Absatz von Fotoapparaten im Bundesgebiet übertraf bis einschließlich September 1952 das entsprechende Vorjahresergebnis um rund 40 Prozent. Besonders stark gefragt sind Kleinbildkameras, deren Umsatz ständig steigt. Während noch vor zwei Jahren Kameras niedriger oder mittlerer Preisklassen bevorzugt wurden, werden gegenwärtig überwiegend hochwertige und relativ teure Apparate gekauft, obwohl die Preise durchweg 80 Prozent höher liegen als 1938. Sogenannte Box-Fotoapparate finden kaum noch Interesse. Der Absatz von Spezialgeräten für die Entwicklung und Vergrößerung hat ebenfalls zugenommen. Diese Angaben machte der Inhaber der Firma „Foto-Porst“, Hans Porst , Nürnberg . Die-
Wohnungsbau auf fester Grundlage
13,4 Milliarden Bundesmittel - Ein Schänheitsfehler in der Deckungsklausel
Das zweieinhalb Jahre alte, aber durch die Entwicklung teilweise überholte Erste Wohnungsbaugesetz soll durch eine Novelle verbessert werden, die soeben die Zustimmung des Bundeskabinetts gefunden hat. Da der Inhalt des Entwurfs geeignet erscheint, den sozialen Wohnungsbau in freiere und gesündere Bahnen zu lenken, ist eine baldige Verabschiedung der Novelle durch das Parlament wünschenswert.
In der Frage der Bereitstellung öffentlicher Mittel ist gegenüber dem bisherigen Zustand insofern ein großer Fortschritt zu verzeichnen, als künftig nicht mehr um jeden Teilbetrag mit dem Finanzministe»' gerungen zu werden braucht. Hierdurch sind in der Vergangenheit manchmal erhebliche Verzögerungen in der Bautätigkeit entstanden. Um diesem Mangel abzuhelfen, sollen in den Bundeshaushalten der nächsten vier Jahre jeweils 500 Millionen Mark zur Förderung des sozialen Wohnungsbaues eingesetzt werden. Leider ist der Entwurf in diesem Punkt nicht absolut eindeutig; denn er enthält die Einschränkung, daß dieser Betrag nur nach Maßgabe der vorhandenen Mittel zur Verfügung gestellt wird. Wenn jedoch der Bundesminister für Wohnungsbau, wie es die Novelle will, die halbe Milliarde Mark im Vorgriff auf den nächstjährigen Haushalt jedesmal bis zum 1. Dezember verteilen soll, damit sie im kommenden Baujahr auch rechtzeitig eingesetzt werden kann, so wird sich der Finanzminister, wenn einige Monate später die Haushaltsberatung stattfindet, der hierin liegenden Verpflichtung kaum entziehen können. In der parlamentarischen Behandlung der Vorlage sollte deshalb die Unklarheit in dieser Deckungsklausel beseitigt werden.
Nach dem Aenderungsgesetz sind die 500 Millionen Mark „in erster Linie für den überregionalen Woh
nungsbau“ gedacht, also für die Umsiedlungsprogramme, womit der Bundesfinanzminister offenbar der Notwendigkeit enthoben sein möchte, für diesen Sonderzweck Gelder „außer der Reihe“ zur Verfügung zu stellen. Wenn bedacht wird, daß die Verteilung der Bundesmittel von der Bereitstellung von Ländermitteln „entsprechend der Finanzkraft“ abhängig gemacht werden soll, so muß — jedenfalls bis zum Abschluß der Umsiedlung —• mit regionalen Verschiebungen gerechnet werden. Allerdings soll der Bundesminisjer für Wohnungsbau in seinem Verfügungsrecht mit weitgehenden Vollmachten ausgestattet werden, die eine elastische und faire Anwendung dieser Bestimmung erwarten lassen. Nachdem das Bundesverfassungsgericht vor einigen Monaten in einem Rechtsstreit entschieden hatte, daß nach dem Ersten Wohnungsbaugesetz alle Länder dem jeweiligen Verteilungsplan zustimmen müssen, will die Novelle eine gesetzliche Neuregelung schaffen, wonach der Bundesminister für Wohnungsbau eine Entscheidung treffen kann, falls ein Einvernehmen mit sämtlichen Ländern nicht möglich ist. Soweit die Umsiedlung der Flüchtlinge in Betracht kommt, soll dieser Zwang überhaupt ganz fallen.
Insgesamt werden im kommenden Jahr rund 13,4 Milliarden Mark an Bundesmitteln zur Verfügung stehen, nämlich aus dem Haushalt 500 Millionen, aus der Hypothekengewinnabgabe 350 Millionen, aus der Kohlenabgabe für Bergarbeiterwohnungen 240 Millionen, aus der Aufbauhilfe des Lastenausgleichs mindestens 100 Millionen und endlich weitere 150 Millionen aus sonstigen Quellen. Mit dieser Gesamtsumme ist die Weiterführung des sozialen Wohnungsbaues vorerst gesichert, zumal auch von Länderseite noch 400 Millionen Mark erwartet werden dürfen. L.
se Weltfirma beschäftigt in ihrem Foto-Versandhaus 500 Personen und tätigt zehn Prozent des Fotoapparateumsatzes in Deutschland . In diesem Jahre erwartet die Firma einen Umsatz von 20 Millionen DM.
Kurze Wirtschaftsnotizen vom Tage
Der Wirtschaft des Bundesgebietes sind nach Mitteilung des ERP-Ministeriums bis 30. Juni 1952 aus Gegenwertmitteln 4 106,8 Millionen DM zugeflossen. Bis Ende dieses Jahres sind weitere 307,35 Millionen DM für Investitionen vorgesehen.
Die Stundung von Einfuhrzöllen für Eisen und Stahl und Erzeugnisse daraus läuft am 31. Oktober ab. Das Bundeskabinett hat daher am Dienstag eine Verfügung erlassen, nach der die betreffenden Waren jetzt endgültig zollfrei eingeführt werden. Audi die Wertzollsätze werden nicht erhoben.
Die Versorgung der Bundesrepublik mit Brot- und Futtergetreide kann für das laufende Wirtschaftsjahr als gesichert angesehen werden, stellte der Verwaltungsrat der Einfuhr- und Vorratsstelle für Getreide und Futtermittel am Montag in Frankfurt fest. Die inländische Getreideernte entspricht im Gesamtergebnis fast vollständig der außergewöhnlich günstigen vorjährigen Getreideernte.
Das Bauvolumen in der Bundesrepublik hat sich im August und, soweit übersehbar, auch im September weiter ausgedehnt, wie aus dem neuesten Lagebericht des Bundeswohnungsbauministeriums hervorgeht. Bei den Arbeitsämtern waren Anfang Oktober nur noch rund 87 70tf unbeschäftigte Baufach- und Bauhilfsarbeiter registriert. Damit hat die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe den niedrigsten Stand seit der Währungsreform erreicht.
Die Möbelwirtschaft bildete auf der Bundestagung des Möbelfachverbandes in der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels in Stuttgart eine „Leistungsgemeinschaft des Möbelhandels“, deren Aufgabe es sein wird, die moderne Wohnkultur und die Herstellung zweckmäßiger Möbel zu fördern.
Die Bundesrepublik liegt in der Ausfuhr von Maschinen, verglichen mit der Entwicklung anderer großer Maschinenexportländer, trotz der Steigerung in den letzten zwei Jahren noch immer empfindlich zurück. Die Wettbewerbsfähigkeit leide u. a. unter Kapitalknappheit, Materialmangel und Überalterung des Maschinenparks.
In Bonn wurde nach mehrwöchigen Verhandlungen eine Zusatzvereinbarung zum deutsch -italienischen Handelsabkommen unterzeichnet. Auf der Einfuhr- seite wurde entsprechend dem Beschluß des Bundes« kabinetts vom 27. Oktober das Kontingent für italienische Gartenbauerzeugnisse mit Ausnahme von Aepfeln und Birnen um 3,5 Millionen Dollar aufgestockt. Die Sperrfrist für die Einfuhr von Aepfeln und Birnen wird bis zum 30. November verlängert.
Die Sparkonten der Geldinstitute in Baden-Würt temberg wiesen Ende September 1952 einen Einlagenbestand von insgesamt rund 1036 Millionen Mark auf. Wie aus einem Bericht des „Instituts für südwestdeutsche Wirtschaftsforschung“ hervorgeht, betrug di« Sparquote je Kopf der Bevölkerung in Baden-Würt temberg Ende Juli dieses Jahres 148 Mark gegenüber 121 Mark im Bundesgebiet.