Dienstag, den 23. Dezember 1952
Oel für Westdeutschland
USAä
Die Mineralölversorgung Westeuropas hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Von dem Jahresverbrauch 1948 von ca. 33 Mio t wurden 75 % durch Lieferungen aus den USA und den karibischen Fördergebieten gedeckt. Nur ein Virtel des Bedarfs stellte die neuerschlossene Mittelost-Förderung zur Verfügung. 1952 dagegen entfallen von einem Jahresimport von ca. 60 Mio t 82 % auf Mittelostlieferungen, während nur 18 % aus der westlichen Hemisphäre kommen. Zur Verarbeitung dieser großen Menge entstanden in den letzten Jahren in den westeuropäischen Ländern Raffinerien mit einer Jahresleistung von ca. 65 Mio t.
Herausgeber: C. & H. Kruse, Brudisal. Geschäftsstelle u. Redak. tiou: Bruchsal , Wörthstr. 11. Redaktion: Hans Stauder, Bruchsal . Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. April 1952 gültig.
In Anwesenheit hoher amerikanischer Offiziere und deren Gemahlinnen, sowie einem Kreis geladener Gäste aus Bruchsal u. Ubstadt fand am Sonntag nachmittag bei brennendem Weihnachtsbaum die Bescherung der Kinder des Waisenhauses statt.
Voraus ging eine von den Kindern herzig gestaltete weihnachtliche Feier, die sich um ein lebendes Christkindel in der Krippe abspielte. Voll Erwartung des Nikolaus konnten die Kleinen kaum der Weihnachtsgeschichte „Das Peitschchen“ von R. G. Binding folgen. In überreicher Weise beschenkte der St. Claus die Kinder mit den schönsten Gaben, alle gespendet von amerikanischen Soldaten. Der Jubel bei den Kindern und die bereitete Freude waren riesengroß. Mit einem Gebet ,ans Jesuskindlein und einem Vater unser statteten die Kinder den hochherzigen Spendern ihren Dank ab. Auch den Helfern und Schwestern bescherte St. Claus wertvolle Gaben, u. a. zwei wundervolle Rundfunkgeräte. Den Gästen war die Feier eine Stunde ungetrübter Freude und das Erleben reinsten Kinderglücks.
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Am Sonntagnachmittag wurde unter überaus großer Beteiligung der Bevölkerung Frau Elisabeth Beyer geb Bender, Witwe, zu Grabe getragen. Die Verstorbene erreichte ein Alter von 69 Jahren und ist nach längerer Krankheit gottergeben verschieden. Den trauernden Hinterbliebenen wendet sich die allgemeine Teilnahme zu. sch.
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Schwere Verbrühungen
Un teröwisheim. Vor einigen Tagen verbrühte sich die Ehefrau des Philipp Lautenschläger, Luisenstraße, schwer. Frau Lautenschläger schüttete sich während eines Anfalls einen Topf mit heißem Wasser in den Schoß, wobei sie an den Oberschenkeln schwere Verbrennungen davontrug.
Weihnachtsfeier des Turnvereins
Heidelsheim . Zu der Weihnachtsfeier des TV konnte Vorstand Jäger eine große Anzahl von Besuchern begrüßen, unter ihnen auch Pfarrer Ochs. Der erste Teil des Abends war mit Uebungen der Turner und graziösen Reigen der Turnerinnen ausgefüllt. Bei den Turnübungen ernteten Gerhard Schwedes und Werner Ziegler großen Beifall, während bei den Turnerinnen ein Rokokotanz sehr gut gefiel. Eine Urkunde und die goldene Ehrennadel erhielten für 50jährige Mitgliedschaft: Karl Burkhardt und August Metzger; für 40jährige Mitgliedschaft:
Ludwig Spitz, von Büren , Karl Trautwein und Gustav Zickwolf; die silberne Ehrennadel erhielten für 25jährige Mitgliedschaft: Heinrich Eller, Albert Kummer, Heinrich Rieger und Rudolf Kranich, sowie für 20jährige Mitgliedschaft: Anneliese Jäger und Elfrie- de Amend. Bei dem Schauspiel „Das Ehrenwort“ erhielten die Spieler für ihre Mühe großen Beifall, ln die Rollen teilten sich: Herbert Ackermann, Frau Steinbrecher, Herbert Doll, Herwig Durst, Elisabeth Karl, Pauli Spanner, Herbert Durst, Helmut Jäger, Anneliese Kraut und Adolf Metzger. Das Programm war von der Hauskapelle des Vereins umrahmt. Ro,
te seine Kleidung nach den damals herrschenden Witterungsverhältnissen in hohem Grade beschmutzt sein müssen. Beides war nicht der Fall. Daß der Angeklagte im Vollrausch fähig war, das von dem „Unbekannten“ geschenkte Tier in ein Trikothemd einzuwickeln und anschließend mit dem Fahrrad ohne sichtbare Zeichen einer Sinnesstörung den Heimweg anzutreten, schließlich den recherchierenden Beamten durchaus vernünftige Antworten zu geben, das alles konnte das Gericht als Beweise seiner Unschuld nicht anerkennen.
Vom Brudualer Schöffengericht;
„Fuchs, du hast die Gans gestohlen!”
Vier Monate Gefängnis für Geflügeldiebstahl — Auch hartnäckiges Leugnen hatte keinen Zweck
Gestern vormittag verurteilte das Schöffengericht Bruchsal den 38jährigen Rentner Sch. wegen schweren Diebstahls im Rückfall zu 4 Monaten Gefängnis.
Das von Staatsanwaltschaft und Verteidigung beantragte Sachverständigen Gutachten, das die Frage Rausch oder Vollrausch? klären sollte, fiel zu ungun- sten des Angeklagten aus. Der Sachverständige verneinte die Frage des Vollrausches, räumte aber ein, daß nach dem erheblichen Alkoholgenuß Sch. diese Tat nur ohne Vorbedacht habe ausführen können, daß man ihm also den Schutz des Paragraphen 51, 2 (verminderte Zurechnungsfähigkeit im Augenblick der Tat) gewähren müsse.
Der Angeklagte blieb bis zum Schluß der Verhandlung dabei, daß er die Gans von einem Unbekannten geschenkt bekommen habe. Und er blieb auch dabei, so betrunken gewesen zu sein, daß er ohne sein Dazutun in, den Fall verwickelt worden sei.
Die Version mit dem Unbekannten änderte er dreimal im Verlauf der polizeilichen Vernehmungen. Die letzte Version dieser mysteriösen Angelegenheit, die für das Gericht weit weniger mysteriös schien als für den Angeklagten selbst, der bereits in früheren Verhandlungen mit dem „großen Unbekannten“ ergebnislos operiert hatte, wurde Stück für Stück entkräftet. Wenn Sch. tatsächlich auf der Heimfahrt von dem Trinkgelage in einer Wirtschaft des Bruch- saler Westens infolge seiner Trunkenheit vom Rad gefallen und eingeschlafen war, dann hätte eine Polizeistreife, die zur fraglichen Zeit in derselben Gegend Dienst tat, ihn sehen müssen, schließlich hät-
Der Staatsanwalt betonte in seinem Plaidoyer, die Tat müsse auch ohne Geständnis des Angeklagten als erwiesen gelten, da die Beweise für die Tat erbracht seien. Zu Gunsten des Angeklagten spreche nur der Umstand, daß er betrunken gewesen sei und so den Geflügeldiebstahl nicht mit Ueberlegung ausgeführt habe. Der Diebstahl könne als Gelegenheitstat gewertet werden. Mildernde Umstände wurden dem Angeklagten zugute gehalten, erschwerend jedoch müsse gewertet werden, daß er gerade bei Geflügeldiebstählen Praxis habe. Demgegenüber wies die Verteidigung mit Nachdruck darauf hin, die Beweiskette sei nicht lückenlos geschlossen. Und wenn nur „ein Gramm am Pfund fehle“, dann müsse das Gericht den Angeklagten freisprechen. Das Urteil nahm der Angeklagte gelassen auf. ()
Wie arbeitet der Landtag?
Bürgermeister Prof. Bläsi beim Kirrlacher Jungmännerverein
Im letzten Vortragsabend, den der Kirrlacher Jungmännerverein in diesem Jahre abhielt, sprach der Landtagsabgeordnete des Kreises Bruchsal , Bürgermeister Prof. Bläsi über das interessante Thema: „Wie arbeitet der badisch-württembergische Landtag?“. — Der Redner verstand es meisterhaft, seinen Hörem die Arbeit des Parlaments so nahe zu bringen, daß jeder spürte, hier spricht der Mann vom Fach, der weiß, welche Verantwortung für die Gemeinschaft auf ihm lastet.
Zunächst erläuterte Prof. Bläsi die Begriffe wie Demokratie, Parlament, Regierung, u. a. m. Fünf Parteien hätten im badisch-württembergischen Landtag ihre Abgeordneten sitzen: Die CDU , die SPD , die DVP , der BHE und die KPD . Als Präsident walte der Oberbürgermeister von Heidelberg , Dr. Neinhaus, der der CDU angehöre.
Die meiste Arbeit werde in den einzelnen Ausschüssen des Landtages bewältigt. Hier würden die Gesetzentwürfe, die nachher vor das Plenum kämen, zuerst bearbeitet und eingehend beraten. Jede Partei komme in den Ausschüssen zu Wort, schon hier bestünde die Möglichkeit, bestimmte Forderungen durchzudrücken. Die meisten Ausschüsse seien mit 15 bis 20 Mitgliedern besetzt, durchweg Abgeordneten, die Fachleute seien, d. h. die die zu behandelnde Materie vollauf kennen würden.
In diesem Zusammenhang gefaßte sich Prof. Bläsi mit der Aufgabe der Opposition. Eine negative Kritik an allem und jedem, das sei keine Opposition, sondern Demagogie, d. h. Verhetzung. Die CDU als Oppositionspartei in Baden-Württemberg sähe ihre
Bremer Sladlmnsilianteii in tfnteröwisheim
Stimmungsvolle Weihnachtsfeier des Vereinigten Männergesangvereins
Im überfüllten Saale des Gasthauses zum Bahnhof fand am Samstagabend eine Weihnachtsfeier von Format statt. Neben den vielen Mitgliedern und deren Angehörigen waren geladene Gäste anwesend, u. a. aus Bruchsal und Spöck . Der Musikverein Stettfeld der gerne in hiesiger Gemeinde weilt, spielte unermüdlich mit solidem Können auf. Der Männerchor sang sich unter trefflicher Leitung von Chormeister Linnebach wieder einmal so recht innig und beglückend in die Herzen der Zuhörer ein. Nach einem Musikstück sang der Chor „Weihnachtsglocken“ von Sonnet und „Die Nacht“ von Schubert. Vorstand Reinhard Lautenschläger begrüßte recht herzlich die große Sängerfamilie und hieß noch im besonderen die auswärtigen Gäste und den Vorstand des Kraich- gaü-Sängerbundes Eugen Kücherer-Unteröwisheim, willkommen.
Nach der Begrüßung hörte man den prächtigen, neu einstudierten Männerchor „Pförtners Morgenlied“ von Geilsdorf und das nicht minder eindrucksvolle, öfters schon vorgetragene „Riport ’ a me“ von Löffler. Das gemeinsam gesungene „Stille Nacht “ beim brennenden Christbaum ließ alle Herzen höher schlagen.
Mit dem Singspiel „Die Bremer Stadtmusikanten“ wurde den Anwesenden durch das jugendfrische, heitere Spiel recht viel Freude bereitet. In die Rollen des Singspiels teilten sich mit bestem Erfolg Hans Schadt. Emst Maurer, Ewald Metzger, Herrn. Glück, Fried- bert Becker, Otto Oberst, Edgar Häuser, Otto Hagemeier, Hans Feil, Günther Müller, Hildegard Dieterle
Aufzügen war der wohlverdiente Lohn für die lange Einstudierung des Singspiels. Chormeister Linnebach begleitete gewandt und flott am Klavier. Mit den Männerchören „Heilig Heimatland“ von Weis und „Ich hört ein Vöglein pfeifen“ von Schauß zeigte der Chor abermals seine gepflegte Gesangskültur, die sich in feiner Dynamik und in der Geschlossenheit des Chorkörpers offenbarte.
Aufgabe viel mehr darin, die Arbeit der Regierung zu kontrollieren und zu überprüfen, ob die von ihr getriebene Politik tatsächlich dem Wohl aller diene.
Abschließend erläuterte der Redner die Entstehung eines Gesetzes, d. h. die Bedeutung der ersten, zweiten und dritten Lesung. Abgestimmt werde entweder über den gesamten Entwurf eines Gesetzes oder über einzelne Teile. Gesetzeskraft erlange ein Gesetz mit der Verkündigung im Staatsanzeiger,
Prof. Bläsi durfte für seine instruktiven Darlegungen den herzlichen Beifall seiner Hörerschaft entgegennehmen. W.
Weihnachtsoratorium in Maulbronn
Heinrich Schütz vertonte als erster die ganze Weihnachtsgeschichte
Maulbronn . Kantor Süße hat sich und seinein Chor für dieses Weihnachtsfest eine große Aufgabe gestellt; Es wird dieses Jahr das Weihnachtsoratorium von Heinrich Schütz aufgeführt, ein Werk, das sehr selten aufgeführt worden ist, da es wegen seiner mannigfaltigen Instrumentierung schwierig zu besetzen ist. Kantor Süße hat für Instrumente, die im Seminarorchester nicht gespielt werden, auswärtige Solisten gewonnen. Das Werk selbst wurde von Schütz im" hohen Alter geschrieben. Es geriet jedoch nach «einem Tode in- Vergessenheit und nur ein Teil blieb bekannt. Erst im Jahre 1908 wurde das ganze Werk in der Universitätsbibliothek Upsale aufgefunden. Die verdorbene Abschrift wurde durch den schon bekannten Teil zu seiner heute vorliegenden Form ergänzt und verbessert. Dieses Werk wird als das erste deutsche Oratorium überhaupt bezeichnet. Auch hat Schütz wahrscheinlich als erster die ganze Weihnachtsgeschichte vertont. Bisher war sie immer mir teilweise vertont worden. Schütz hat sein Oratorium in 10 Teile geteilt, Eingangschor, 8 Intermedien und Schlußchor. Jedes Intermedium behandelt eine Szene der Weihnachtsgeschichte. Die Vokalstimmen werden jeweils mit charakteristischen Soloinstrumenten begleitet, so die Hirten mit der lieblichen Flötenmusik, der Engelschor mit den jubelnden Violinen, der Verkündigungsengel mit den Violen u. a. m.
Die Besalzungszeit in Oeslringen
Verkehrsverein debattiert über die Errichtung eines Kriegerdenkmals
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und Margot Pflaum. Der starke Beifall nach den 3 bar waren.
In der letzten Woche beendete Bürgermeister Bender im vollbesetzten Bürgersaal des Rathauses seine Vortragsreihe über das örtliche Geschehen von 1945. Auf Grund genauer und objektiver Aufzeichnungen des Referenten erlebte jeder Zuhörer nochmals im Geiste die schlimmen Tage der Besatzungszeit mit all ihren einschränkenden Anordnungen und Repressalien. Selbst mehrere Todesopfer hat die Gemeinde zu beklagen, und in heimatlicher Liebe wurde ihrer von der Versammlung gedacht. Großen Dank schulden die Oestringer Bürger ihren damaligen Gemeindevätern und ihrem Oberhaupt, denn es wurde auf Grund des Gehörten deutlich ersichtlich, wie oft die damaligen verantwortlichen Männer Entscheidungen trafen, welche ausschließlich dem Wohl ihrer Mitbürger dienten, die aber mit den strengen Befehlen der Besatzungsmacht nicht vereinbar und daher straf-
Weihnadilen beim Sängerbund Wiesenlai
.Mit geistlichen und weltlichen Chorwerken und mit Volksliedern
Am Samstagabend hatte sich die große Sängerfa- milie des MGV „Sängerbund“ mit den aktiven und passiven Mitgliedern unter dem Weihnachtsbaum versammelt. Es war eine harmonische Feierstunde, die so recht die brüderliche Eintracht dieses Vereins zum Ausdrude brachte.
Vorstand Rupert Baumann dankte in selber Weihnachtsansprache allen Vereinsmitgliedem, vor allem Chorleiter Brücker und der unermüdlichen Aktivität, für ihren in diesem Jahr anläßlich des 90jährigen Vereinsjubiläums geleisteten Einsatz. Erfreulich vor allem auch der fast 100 %ige Singstundenbesuch der aktiven Sänger. Er appellierte an alle Mitglieder auch weiterhin fest zusammenzustehen und dem Verein in Treue zu dienen.
Der erste Teil des umfangreichen Programms wurde vom Mannerchor des Vereins unter der Leitung von Chormeister Brücker bestritten. Dabei kamen geistliche und weltliche Chorwerke sowie Volkslieder zum Vortrag. In Rhythmus und Harmonie bildete der Chor einen wohlabgestimmten Klangkörper, bei dem «ich vor allem die jugendlichen Sänger sehr wirkungsvoll einfügten. Eine gelungene Überraschung bildete der Vortrag einiger neueinstudierter Chorwerke, wie „Schlummerlied“ von C. M. von Weber und „Der träumende See“ von Robert Schumann . — Eine besondere Bereicherung fand das Programm durch die Gesangseinlagen des Tenors Herbert Un- ger, der die Rezitative einer Arie aus Händels „Messias“ und die Arie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ aus der „Zauberflöte “ von W. A. Mozart zu Gehör brachte. Seinem geschulten, weh labgerundeten Gesang wurde begeisterter Beifall dargebracht. — Auch Frau Spitza (vom Konservatorium Heidelberg ) Klavier und Wilhelm Jedlitschka-Violine, die das „Wiegenlied“ von Cui und eine Mozartsonate vortrugen, wurden begeistert gefeiert. — Für die Volksliedeinlage „Am Holderbusch“ erhielten Hildegard Gentner und Otmar Day lebhaften Applaus. — Mit dem Volkslied „Wenn alle Brünnlein fließen“ fand dar •rste Teil seinen Abschluß.
Im zweiten Teil folgte das weihnachtliche Volks Stück „Und vergib uns unsere Schuld“. Es ist allgemein bekannt, daß gerade der „Sängerbund“ über pW ausgezeichnete Laienspielgruppe verfügt, die auch diesmal voll zu überzeugen wußte. Alois Gund. der dieses Stück einstudierte, gebührt Dank und Anerkennung, aber auch die Spielschar, vor allem die
tur Mail, wurden für ihre wirklichkeitsnahe Darstellung und Rollenbeherrschung lebhaft gefeiert. — Zum Abschluß der Weihnachtsfeier stimmte alles beim „O du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit“ mit ein.
Diese Weihnachtsfeier wird allen Mitgliedern zu einem schöner) Erlebnis geworden sein.
Die Volksschule Wiesental eröffnete am Freitagabend im „Badischen Hof“ den Reigen der diesjährigen Weihnachtsfeiern, die durch ihre vom christlichen Geist durchdrungene Linie, bei allen Anwesenden ein echtes Weihnachtsgefühl aufkommen ließ. — Rektor Kerner begrüßte zu Beginn die Geistlichkeit, Pfarrer Brenzinger und Kaplan Hemberger, die Vertreter des Gemeinderats und die zahlreich erschienenen Eltern. Bei der Erklärung zu dem von der Schülergruppe aufgeführten Krippenspiel „Der König von Bethle
hem“ von Ernst Jungklaus, ging er besonders auf die unangenehmen Zeiterscheinungen zum Weihnachtsfest ein. Es sei die eindringlichste Aufgabe aller christlichen Menschen, das Weihnachtsfest wieder seiner ursprünglichen Bedeutung zuzuführen. Im Mittelpunkt der Weihnachtsbetrachtungen muß wieder das „Kind in der Krippe“ stehen und nicht der gabenbringende Weihnachtsmann. — Das aufgeführte Krippenspiel wurde zu einem schönen Erfolg. Die kleine Laienspielschar hatte ihre Rollen wirklich gut einstudiert und war mit Begeisterung dabei. Dankbarer Beifall belohnte die jugendlichen Spieler für die schöne Aufführung. — Die Liedbeiträge des Schülerchors umrahmte diese.Weihnachtsfeier sehr harmonisch.
Der Männergesangverein veranstaltet am ersten Feiertag in der Rosenhalle seine diesjährige Weihnachtsfeier, zu der alle aktiven und passiven Mitglieder eingeladen sind.
Am Stephanstag, dem 26. Dez., hat der Kraftsportverein im Vereinslokal zur Rosenhalle, seine Weihnachtsfeier. Alle Mitglieder sind hierzu herzlichst eingeladen. -AP-
Die SPORT Die HEIMAT
KSV Wiesental — RSC Viernheim 4:4
Obwohl die Wiesentaler Staffel durch Verletzung verschiedener Ringer nicht komplett antreten konnte, kam sie gegen die kampfstarken Gäste aus Hes sen zu einem verdienten Unentschieden. Die zahlreichen Zuschauer hekamen einen herrlichen Kampf zu sehen, der von beiden Staffeln mit restlosem sportlichem Einsatz geführt wurde. Bei etwas mehr Glück wäre die Varkampfniederlage wettgemacht worden.
In den einzelnen Gewichtsklassen nahmen die Kämpfe folgenden Verlauf:
Fliegengewicht: Roth (W) mußte sich dem wesentlich stärkeren Benz (V) bereits in der 1. Minute durch einen Hüftschwung beugen.
Bantamgewicht: Kurzenhäuser (W) lieferte gegen Müller (V) einen schönen Kampf, wurde jedoch in der 10. Minute durch einen Hüftschwung geschultert. Da Kurzenhäuser Uebergewicht hatte ging der Punkt schon am Anfang an die Gäste, so daß er den Kampfverlauf nicht beeinflußte.
Federgewicht: Ehmann (W) konnte seine Vorkampfniederlage gegen Götz jun. (V) durch einen verdienten und einwandfreien Punktsieg revidieren. Schon in den ersten sechs Minuten dieses technisch hervor-
SSler: Irma Gumi. Tmiei ktein, Alfred j ragenden Kampfes holte sich Ehmann einen sicheren Retzbach, Herbert Gutting, Reinhard Heissler und Ar-1 Punkt und kam auch in den letzten drei Minuten, in
denen er der angriffsfreudigere Ringer war, nochmals zu einem Zähler, während die Bodenrunden ausgeglichen verliefen. — Unverständlich waren die Proteste der Viernheimer Zuschauer und einiger., Ringer bei der Verkündung des Kampfergebnisses.
Leichtgewicht: Schäfer (W), der mit beständigste Ringer der KSV-Staffel, zeigte gegen Mayer (V) einen hervorragenden Kampf, bei dem die Griffkombinationen nur so wechselten. Die Kampfrichterentschei- dung: Mayer Punktsieger, entspricht nicht dem Kampfverlauf.
Weltergewicht: Hubert Mayl (W) bot gegen den starken Lang (V) einen aufopfernden Kampf und konnte trotz Verletzung einen Punktsieg erringen.
Mittelgewicht: Gentner (W) beherrschte seinen Gegner, Gallei (V), einwandfrei, daran änderte auch der Selbstwurf des Gastes in der 2. Minute nichts.
Halbschwergewicht: Adolf Mayl (W) mußte gegen Götz sen. (V) in der 8. Minute eine recht zweifelhafte Schulterniederlage hinnehmen.
Schwergewicht: Maier (W) kam gegen Rieß (V) nach überlegenen Kampf in der 5. Minute durch einen Hammerlock zum Schultersieg.
Kampfrichter Heidt-Ziegelhausen machte zwar einige Schnitzer, doch brachte er den Kampf gut über die Zeit
Durch die 4 Vorträge wurde von Bürgermeister Bender die Geschichte Oestringens von seiner Entstehung bis zur jüngsten Zeit ausführlich und erschöpfend behandelt. Allen Heimatfreunden waren diese Vorträge ein großes inneres Erlebnis, und sie sagen dem Referenten für diesen geistigen Genuß den herzlichsten Dank.
Bei der Viehzählung wurden folgende Tierbestända festgestellt: 86 Pferde, 415 Stück Rindvieh, 445 Ziegen, 784 Schweine, 5795 Hühner, 129 Gänse, 61 Enten, 78 Schafe und 68 Bienenstöcke. Auf die Haushaltungen verteilt, ergibt sich folgendes Bild: 58 Haushaltungen besitzen Pferde, 155 halten Rindvieh, 554 mästen Schweine und 3 treiben Schafzucht.
Das stürmische Wetter der letzten Tage verursachte in den Fichtenbeständen der „Brett“ große Schäden. Es wurden zwischen 400—500 Festmeter Fallholz festgestellt.
Die Sparkasse Oestringen hatte nach dem Bericht der Bezirkssparkasse Bruchsal am 30. 9. 1952 folgende Einlagen u. Investitionen zu verzeichnen: Ausleihungen: Schuldscheine 20 500.— DM, Giro und CC- Einlagen 127 900.— DM, Hypotheken 37 000.— DM, Wechselkredite 127 200.— DM. Einlagen: Spareinlagen 288 700.— DM, Giro- und CC Einlagen 132 600.— DM.
Der Brieftaubenverein „Wandervogel" beendete im. Grünen Hof sein Preisschießen und Preiskegeln, Erster Sieger im Schießen wurde Richard Baumaiin, erster Sieger im Kegeln war Werner Reichling.
Der Verkehrsverein hielt im Löwen seine Monatsversammlung ab, in deren Verlauf die Gestaltung des kommenden Faschings besprochen wurde. Ferner wurde über die Möglichkeit der Errichtung eines Kriegerdenkmals diskutiert. A.
Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche
Mingolsheim. In der Gemeinde Mingolsheim ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Es werden daher folgende Anordnungen getroffen: Die Gemeinde Mingolsheim bildet einen Sperrbezirk. Die Gemeinden Kronau , Langenbrücken und Oestringen bilden das Beobachtungsgebiet. In die 'Schutzzone (15 km-Umkreis) fallen alle übrigen Gemeinden des Landkreises Bruchsal .
Eine Togelschaa In Kirrlach
Kirrlach. Der KanaiMhzucht- und Vogelschutzverein tritt über die Weihnachtstage mit einer Vogelschau im Gasthaus zur „Sonne “ vor die OeffentlidS» keit. Zu sehen sind u. a. Kanarienvögel in Farbeifc Finken, exotische Vögel u. a. m. Hauptattraktion der. Schau dürfte die naturgetreue Nachbildung eines Vogelwildparkes von den kanarischen Inseln sein.
Der Verein der Hundefreunde hielt im „Dreikönig“ seine erste Weihnachtsfeier ab. Ein gut durchdachtes und wohl vorbereitetes Programm ließ bei den Versammelten echte Weihnachtsstimmung aufkommen.
Am Stephanstag, 26. Dez., vollendet Stefan Geier, Werderstr. 24, sein 80. Lebensjahr. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute. w.
Krippenspiel in Gölshausen
Gölshausen. Die kirchlichen Weihnachts ver* anstaltungen begannen mit einer Feier des Kindergottesdienstes am Abend des 4. Advent. Der hellstrahlende Christbaum in der sonst stark verdunkelten Kirche schuf die rechte Stimmung. In Gedichten und Liedern verkündeten die Kinder vom ersten Schuljahr an das kommende Weihnachtswunder. — Nach einem Gemeindegesang sah dann die andächtige Gemeinde das wundersame Geschehen der Weihnacht in einem von den älteren Schülern aufgeführten Krippenspiel „Licht und Finsternis“. Ergriffen folgte die Gemeinde von der Verkündigung an Maria bis zur Krippe zu Bethlehem .
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