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Samstag, 5. August 1950

Die „Interzonengeschäfte" des Herrn Horn

Er hatte in Offenburg eine Konkurrenz, die Export in die Schweiz betrieb — 11 Personen, darunter 5 in Offenburg wohnhafte,

werden sich vor der Großen Strafkammer zu verantworten haben

Während Offenburgs traurige Berühmtheit in der Kriminalgeschichte durch die Verhaf­tung mehrerer Angehöriger der Zollfahndungs­stelle gerade wieder im Wachsen begriffen ist, steht der Fall nun vor seiner endgültigen Klä­rung, der vor einem Vierteljahr in ganz West­deutschland nicht unbeträchtliches Aufsehen erregt hat; es ist der Fall des Werkzeugmachers Heinrich Horn.

Er hat sein Handwerk, das ehrbare, nicht das dunkle, das er zuletzt in Offenburg betrieb, in Chemnitz , wo er vor 33 Jahren geboren wurde, erlernt. 1945, als er aus der amerikanischen Gefangenschaft entlassen worden war, tat er, was er besser nicht getan hätte, er machte sich in Offenburg seßhaft und arbeitete in einer französischen Bäckereikompanie.

In dieser Zeit muß es ihm nicht schlecht ge­gangen sein, denn schon nach einem Jahr brachte er das damalige Kunststück fertig, eine Autovermietung zu eröffnen und sie zu betrei­ben. Autos, vor allem Volkswagen, waren sei­ne große Leidenschaft.

Das Geschäft mag vor der Währungsreform mehr floriert haben als nach ihr. Jedenfalls suchte es Horn zu vergrößern und knüpfte im Zeichen des erwachenden Frühlings um die Osterzeit 1949 weitgespannte Geschäftsverbin­dungen an. In dem damals in Offenburg zwei Monate wohnhaften Erich Schräder fand er einen tüchtigen Kompagnon, der zuletzt seinen Wohnsitz in Hamburg -Langenhorn hatte, da­mals jedoch noch hauptberuflich als Einkäufer bei der Firma R. Hilger in Wesermünde tätig war. Was er nebenberuflich leistete, s. u.

Horn und Schräder kamen überein, daß der letztere für den ersteren auch als Einkäufer fungieren sollte, aber auf die billigste Art; sie i?t bekanntlich die, daß es überhaupt nichts kostet, höchstens später, wenn man dabei er­wischt worden ist, dann aber einen Preis, den eine dritte Person bestimmt, die solche Ein­käufe mit dem Begriff Diebstahl zu bezeichnen und als solche einzutaxieren pflegt.

Schräder wollte also für Herrn Horn Volks­wagen „einkaufen“ und tat es denn auch. Er konnte aber bei seinem ungewöhnlichen Ge­schäftsgebaren keine „Kaufverträge“ ab­schließen, weil er seine Ware, die Volkswagen, in Abwesenheit der Lieferanten „erwarb“. Er wußte, Haß er auf die sonst übliche Weise kein gutes Geschäft machen würde.

Da Horn aber wiederum für seine Geschäfte eigentlich Papiere benötigte, wandte er sich an Rudolf Lorenz in Ottenhofen und fragte den langjährigen Industrie- und Handelsver­treter, ob er Volkswagen auch ohne Papiere an den Mann bringen könne. „Kein Problem“ hat Lorenz darauf erklärt; . er könnte selbst einen Wagen gut gebrauchen. In dieser Be­ziehung bestanden also keine Schwierigkeiten. Lorenz hat dann in der Folgezeit Horn 12 Wa­gen abgenommen. Acht vermittelte er an den in Bühl wohnhaften ehemaligen Reg.-Inspek- tor Hauser und zum Teil über diesen an den Bühler Ingenieur Werner Neßler, der auch von Horn Wagen bekam. Bei ihrer Weiterveräuße­rung verdiente Neßler an jedem Wagen rund 800 DM, übrigens die Verdienstspanne, die bei den Rädelsführern dieser Diebesbande allge­mein üblich gewesen zu sein scheint.

Inzwischen war Schräder in Hamburg „auf dem Teppich“. Heber „Willi“, den heute noch •Unbekannten, lernte er Hertel kennen, Rudolf Hertel aus Bremen-Vegesack , zweifellos der versierteste aller Volkswagendiebe. Nicht we­niger als 29 hat er „besorgt“, 15 davon allein in Hamburg . Hannover und Bremen waren sei­ne weiteren Arbeitsgebiete, bis er sich in Ba­ den-Baden , Baiersbronn , Villingen und Frei­ burg zu schaffen machte. Horn, der gelernte Werkzeugmacher, fertigte ihm später ein be­sonderes Werkzeug mit einem Einsteck griff an, mit dem er zuletzt verschlossene Wagen ohne Beschädigung öffnen konnte.

Am Mittwoch unternahm die Bundesbahn in Verbindung mit dem Offenburger Reise­büro ihre erste Gesellschaftsfahrt mit einem neuen, im Aufträge der Bundesbahn gebauten Luxusautobus. Diese Fahrzeuge, die sich durch eine außerordentliche Geräumigkeit auszeichnen, enthalten, obgleich noch weit mehr Platz wäre, 42 Sitzplätze. Einer ihrer großen Vorteile, besonders für Fahrten im Sommer, ist ein eingebauter Kühlschrank, der den Gästen stets den Genuß eisgekühlter Ge­tränke bietet In den Omnibussen befinden sich außerdem — neben einer modernen Ra­dioanlage — Mikrophone. Der Reiseführer kann durch sie den Fahrgästen jederzeit Er­läuterungen jeglicher Art geben. Die bequem gepolsterten Sitze des Wagens sind auf Lücke gestellt so daß auch die Gäste, die nicht am Fenster sitzen, ungehindert Aussicht haben. An den Rücklehnen der Sitze sind einklapp­bare Tischbretter angebracht. Die breiten und hohen Fenster laufen fast ohne Unter­brechung um den ganzen Wagen. Der Zwi­schenraum zwischen den Sitzen ist so groß, daß ein bequemes Sitzen auch bei größten Strecken garantiert ist.

Die erste Fahrt am Mittwoch ging durch das Kinzigtal über Triberg nach Titisee , Feldberg, Todtnau , Kirchzarten , Freiburg und wieder zurück nach Offenburg . Die komfor­tablen Sitzeinrichtungen und die ausgezeich­nete Federung des Wagens ließ bei keinem der Fahrgäste Ermüdungserscheinungen auf-

Am 24. Juni 1949 wurde von ihm in Hamburg der erste Volkswagen gestohlen und zunächst in eine Garage des Schräder in einem Trüm­merviertel untergestellt Schräder verständigte Horn, dieser holte sich bei Lorenz in Otten­ hofen 1500 DM und fuhr mit der Bahn nach Hamburg . Das polizeiliche Kennzeichen seines in Offenburg zugelassenen Wagens nahm er mit, befestigte es in Hamburg an dem gestoh­lenen Wagen und überführte diesen zusammen mit Schräder nach Offenburg . Hier entfernte er fachmännisch die Motor- und Fahrgestell­nummern und ersetzte sie durch neue. Den ersten „umfrisierten“ Wagen bekam, für 4000 DM, ein Kaufmann in Oberkirch , dem mit Hilfe von fingierten Rechnungen einer Dur­ lacher Autoverwertung vorgemacht wurde, daß es sich um einen aus einzelnen Teilen zusam­mengesetzten Wagen handele.

Nachdem' 13 Volkswagen auf diese Weise und zum Teil auch über Helmut Schreiber in Süd-Winsen im Kreis Celle mit dessen polizei­lichen Kennzeichen nach Offenburg verbracht worden waren, spaltete sich die Autodiebes­bande. Schräder machte seinen eigenen Laden auf. Durch den 38 Jahre alten Maler Hubert Wedekind von Offenburg kam er über einen Bildhauer mit dem Schweizer Hugelshofer ins Geschäft, das mehr einbrachte, als das bis­herige mit Horn, zumal der Maler und der Bildhauer sich mit verhältnismäßig geringen Beträgen zufrieden gaben. In diesem Filial- betrieb, der in Offenburg in entgegengesetzter Richtung zur Werkstätte Horn lag, wurden aber nur fünf Volkswagen „umfrisiert“. Vier davon gingen vermutlich in die Schweiz und einen lieferte die Firma am Rande der Süd­oststadt an den Hauptbetrieb am Rande der Nordoststadt ab. Das Geschäft mit dem Schwei­zer Hugelshofer war insofern etwas schwierig, als er nur resedagründe Exportwagen, die unter 5000 km gefahren waren, wünschte. Außerdem

Die gemeinnützige Baugenossenschaft „Neue Heimat“ des Landkreises Offenburg als Trä­gerin des Stundenlohnopfers berichtet uns:

Als wir vor etwa einem halben Jahr mit etwa 200 treuen Helfern und Helferinnen die Durchführung des Stundenlohnopfers über­nahmen, haben wir versprochen, über die Verwaltung der Gelder öffentlich Rechenschaft zu geben, was hiermit geschehen soll.

Es gebührt zuerst den etwa 2 200 Spendern der Stadt Offenburg und aus den 11 Ge­meinden des Kreises, das Renchtal aus­genommen, das sein Stundenlohnopfer in eigener Regie durchführte, ganz beson­derer Dank. Bis 30. Juni wurden 23 122.80 D-Mark zusammengebracht, ein ehrenvol­les Zeugnis, um so mehr, als der Kreis Offenburg als einziger der Erzdiözese das Stundenlohnopfer durchgeführt hat.

Aus dem Gesamtergebnis wurden folgende Unkosten bestritten: Druckkosten für Werbung und technische Durchführung 691,90 DM, son­stiges Büromaterial 24,90 DM, Portoauslagen und Telefongebühren 35.40 DM, im ganzen 752.20 DM. Somit standen uns bis 30. Juni 22 370.60 DM zur Verfügung.

Heber die Verwendung der Gelder entschei­det ein von der katholischen Aktion gewähl­ter Verwaltungsausschuß. Diesem waren bis­her neun Anträge zugegangen, wovon zwei vorerst abgelehnt werden mußten, weil die Voraussetzungen für ein Darlehen nicht ge­geben sind, ein Antrag kann erst demnächst entschieden werden. Genehmigt wurden zwei Anträge mit langfristigen zinslosen Darlehen

kommen. Die Bundesbahn stellt in der näch­sten Zeit noch mehr dieser speziell für sie gebauten Wagen ein. Das Offenburger Reise­büro wird weitere Fahrten mit diesen Wa­gen ausschreiben. Die Teilnehmer der ersten Fahrt, unter denen auch Holländer waren, äußerten sich einstimmig lobend über die luxuriösen Bequemlichkeiten des Wagens und die Schönheit der Fahrt, die den landes­unkundigen Gästen eilen willkommenen Ein­druck des südlichen Schwarzwaldes bot

Achtung yor unbewachten Bahnübergängen

Es wurde in letzter Zeit wiederholt festge­stellt, daß die vor unbewachten Bahnübergän­gen gegebenen Läute- und Pfeifsignale der Züge von vielen Kraftfahrern nicht beachtet werden. Sehr häufig werden diese Bahnüber­gänge in unverantwortlicher Weise noch kurz vor einem herannahenden Zuge überquert, so daß der Lokomotivführer seinen Zug durch Schnellbremsung anhalten muß. um folgen­schwere Zusammenstöße zu verhindern.

Die Eisenbahndirektion Karlsruhe richtet deshalb an alle Kraftfahrer die ernste Mah­nung, sich mit der notwendigen Vorsicht den unbewachten Bahnübergängen zu nähern, be­sonders dann, wenn durch Motorengeräusch die Warnsignale des Zuges schwer wahrzuneh­men sind.

mußten sämtliche Nummern auf seine Kraft­fahrzeugpapiere übereinstimmend umgeändert werden. So war es bei der vorausgegangenen Besprechung im Oktober 1949 im Offenburger Schwarzwald -Hotel vereinbart worden. Schrä­der beauftragte Hertel und dieser schickte prompt reseda-grüne Exportmodelle aus Nord­deutschland für die Schweiz .

Insgesamt sind es 11 Personen, darunter 5 in Offenburg wohnhafte, die sich wegen Banden­diebstahls, gewerbsmäßiger Hehlerei usw. zu verantworten haben werden. Außer den be­reits genannten war auch noch der Schwager von Heinrich Horn, Rolf Neurohr, mit von der Partie. Er hat seine Kenntnisse als Elektro­monteur bei der Umänderung von etwa 20 Wa­gen außergewöhnlich angewandt. Außerdem beteiligte er sich an der Ueberführung meh­rerer Wagen nach Karlsruhe und ihrer Um- frisierung in der dortigen Garage von Hans Bröcker, der in Offenburg auch kein Unbe­kannter ist:

Die Verbindung zwischen Horn und Bröcker stellte der Vertreter Willi Teegelbeckers von Offenburg her. Bröcker kaufte von Horn neun Volkswagen zum Preise von 2500 DM. Einen behielt er für sich und ließ ihn auf den Namen seiner Frau zu, die anderen acht verkaufte er für etwa 3300 DM pro Stück. Innerhalb von einem Vierteljahr verdiente er damit 6400 DM, sicherlich mehr, als ihm die Teilhaberschaft an einem Architekten- Büro für den Bau von Eigenheimen ein­brachte.

Um die Wagen leichter absetzen zu können, fertigte er Rechnun'gen an, die die Wagen zu sogenannten Aufbauwagen deklarieren sollten und unterschrieb sie selber mit dem Namen „Grafe“. Er bestreitet aber die Hehlerei und gibt an, der Meinung gewesen zu sein, bei den ganzen Diebstählen habe es sich um „In­terzonengeschäfte“ gehandelt, „bei denen viel-

zu je 500 und ein Antrag zu 1600 DM, fer­ner drei Anträge auf kurzfristige zinslose Darlehen zu 5 000, 7 000 und 10 000 DM. Im übrigen arbeitet das gesammelte Geld dauernd in der Art von Zwischenfinanzierungen zu­gunsten der Siedlungsgemeinschaften der „Neuen Heimat“ innerhalb unseres Kreis­gebietes. Zu diesem Zweck wurden bereits, wie oben erwähnt, 22 000 DM zur Verfügung ■gestellt, von denen 5 000 DM zurückgezahlt werden konnten. Dabei ist zu bemerken, daß bei Nachweis der Unmöglichkeit der Rückzah­lung der Darlehen darauf von Fall zu Fall verzichtet werden kann.

Wir können nicht das ganze Guthaben schon jetzt in langfristige Darlehen ausgeben, weil wir dringend Reserven benötigen; denn man­cher Siedler wird durch unvorhergesehene Wechselfälle des Lebens,- wie Krankheit, Un­fall usw. vielleicht zeitweise die Belastung seines Heimes nicht mehr ganz tragen können. Er wird es dann dankbar begrüßen, wenn er sich aus dem Stundenlohnopfer zinslos Geld leihen kann. Im übrigen hat der Verwal­tungsausschuß in einer seiner bisherigen vie­len Arbeitsbesprechungen beschlossen, zugun­sten des Katholikentagdorfes, für welches auf dem Bochumer Katholikentag gesammelt wurde, 5 Prozent des Jahresergebnisses an Stundenlohnopfer Nikolaus Ehlen zur Verfü­gung zu stellen. Wer ihn vor kurzem im Saal des „Römischen Kaisers“ in Offenburg erlebt hat, weiß, daß bei diesem Mann unser Opfer in beste Hände gelegt ist. Den anderen aber, die Nikolaus Ehlen nicht hören konnten, dür­fen wir zum besseren Verständnis “unseres Beschlusses sagen, daß diese 5 Prozent, die wir also außerhalb unseres Kreises geben werden, unser Opfer als Ausdruck der Verbun­denheit mit unseren Brüdern und Schwestern in Deutschland sein sollen; denn das Werk unserer Liebe soll keine Grenzen kennen, erst recht keine territorialen.

Aus diesem Bericht mögen die Leser nun ersehen haben, daß mit diesem Stundenlohn- pfer viel guter persönlicher Wille von Sied­en und Siedlungsgemeinschaften wirksam nterstützt wird, denn die Finanzierung unse-

Kleine Stadtchronik

Durch die Regengüsse in den letzten Tagen wurden verschiedene Wege, die zur Linden­höhe führen, ausgespült und grundlos. Der städt Bauhof hat bereits 30 cbm Erdmassen abgeführt, aber es bleibt doch noch mehr zu tun.

Zum Schauinslandrennen um den „Großen Bergpreis 1950“ werden morgen sämtliche Frühzüge ab Offenburg auf höchstzulässige Belastung verstärkt und sind für alle Renn­besucher mit 50prozentiger Fahrpreisermäßi­gung benutzbar.

Die Briefkasten werden ab sofort auch morgens zwischen 6 und 7 Uhr geleert. Das war bisher nur bei einigen Kasten der Innen­stadt der Fall.

Das Möbelhaus Kühn, mit dem Stammhaus in Rastatt , hat im Zähringerhof, wo es bisher schon Möbel ausstellte, eine Filiale eröffnet.

Hermann Klaiber Straßburger Str. 18, Sohn des Gerichtsvollziehers J. Klaiber, bestand

Buba fährt mit Luxusomnibussen

Eingebauter Kühlschrank und Mikrophone als neueste Errungenschaften

250 Familien finden eine neue Heimat

Im ersten Halbjahr 23122,80 DM aus dem Stundenlohnopfer

leicht die Ein- und Ausfuhrgenehmigung for­mell nicht beschafft worden sei“. Man sollte ihm das nicht übel nehmen, denn er ist als ehemaliger Direktor in der französischen Zo­ne einer allerdings 1947 liquidierten „Indu­strie- und Handelsdienst GmbH-Celle“ in die­ser Beziehung etwas befangen.

Und in einem anderen Sinne hat er ja auch recht. Die Diebesbande hat wirklich Inter­zonengeschäfte, ja sogar internationale Ge­schäfte ohne Ein- und Ausfuhrgenehmigung getrieben. Aber das nicht nur allein. Sie hat in zwei Offenburger und in einer Karlsruher Garage Umarbeitungen an insgesamt 38 Volks­wagen vorgenommen, die mit Recht verdienen, besonders gewürdigt zu werden — demnächst von der Großen Strafkammer des Landgerichts Offenburg.

rer vielen Siedlungsstellen ist keine so ein­fache und mühelose Angelegenheit, wie sich dies vielleicht von außen betrachtet, ansehen mag. Im gesamten Landkreis Offenburg sind z. Z. in folgenden Gemeinden unsere Sied­lungen im Entstehen:

Offenburg Eiserne Hand und Hildbolts­weier mit 62 Häusern, Oberkirch mit 34,

Hofweier mit 13, Niederschopfheim mit

11, Zusenhofen mit 3, Zunsweier mit ?,

Schutterwald mit 25 und Ortenberg mit 7.

Für diese insgesamt 162 Siedlerhäuser ist mit einem Kostenaufwand von ungefähr 15 000 D-Mark je Haus ein Kapital von 2 430 000 DM erforderlich. 10 Prozent dieser Summe sind von den Siedlern selbst aufgebracht worden, bis auf ganz wenige Ausnahmen, denen mit dem Stundenlohnopfer geholfen werden soll. Insbesondere werden oft durch langwierige Verhandlungen durch Bausparverträge über die Landeskreditanstalt die notwendigen Mit­tel beschafft. In diesen 162 Siedlungshäusern werden etwa 250 bis 270 Familien ihre neue Heimat finden. Etwa 30 Prozent dieser Woh­nungen sind für Heimatvertriebene vor­gesehen.

Es ist erfreulich zu sehen, wie die Siedler teilweise mit ihren Angehörigen nach Feier­abend z. B. ausschachten und auf diese Weise durch Selbsthilfearbeit die Baukosten wesent­lich verringern. Die beteiligten Baufirmen wollen es ermöglichen, daß die Heime noch vor Wintersbeginn bezogen werden können. Mit diesem Bauprogramm leistet die „Neue Heimat“ nicht nur einen guten Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot, sondern sie hilft den Siedlungswilligen zu einem Heim, das einmal ihnen gehören soll, wenn zwei Dflttil der Baüsumme durch laufende monatlkhe Ab­zahlung getilgt sind, was etwa einem an­gemessenen, jetzt noch nicht genau feststell­baren Mietzins gleichkommt.

Wir können den Lesern abschließend ver­sichern, daß uns das Stundenlohnopfer namentlich durch Zwischenfinanzierungen sehr gute Dienste geleistet und schon manche finanzielle Sorgen abgenommen hat. Am Jah­resende werden wir wieder der Oeffentlich- keit über die Geldeingänge und die Verwen­dung der Stundenlohnopfergelder Rechen­schaft geben. Die Männer und Frauen, die aus irgendeinem Grund in unserer im Januar- Februar dieses Jahres durchgeführten Stun­denlohnopferaktion nicht angesprochen wurden oder sich damals zu einem laufenden Opfer nicht entschließen konnten, können jederzeit ihre Spende auf das Konto Nr. 800 der „Neuen Heimat“, Abteilung Stundenlohnopfer bei der Bezirkssparkasse Offenburg oder auf das Postscheckkonto Freiburg Nr. 2420 der Be­zirkssparkasse Offenburg zugunsten unseres oben bezeichneten Girokontos das ganze Jahr hindurch selbst einzahlen. B.

Badisdie Romptlger im Südwestfunk

Am morgigen Sonntag, in der Zeit von 9.45 bis 11 Uhr, überträgt der Südwestfunk Baden-Baden einen Ausschnitt von dem Pilger­zug der Erzdiözese Freiburg in der Zeit vom 29. Mai bis 7. Juni d. J. nach Rom , an dem sich bekanntlich auch einige Männer und Frauen aus Offenburg beteiligt haben. In dieser Sendung wird auch die Ansprache zu hören sein, die Papst Pius XII. an die badi­schen Pilger richtete.

das Staatsexamen als Diplom-Dolmetscher an dem Auslands- und Dolmetscherinstitut der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit gutem Erfolg. Wir gratulieren.

Apotheken-Sonntagsdienst. Dienstbereit ist ab heute 12 Uhr die Einhorn-Apotheke.

Mütterberatungsstunden

Das Staatl. Gesundheitsamt Offenburg hält im Monat August 1950 in nachstehenden Ge­meinden die Mütterberatungsstunden wie folgt ab: Berghaupten am 25. 8. nachm. 5 Uhr Rat­haus; Diersburg am 10. 8. nachm. 2 Uhr Rat­haus; Durbach am 21. 8. nachm. 2 Uhr Rathaus; Ebersweier am 7. 8. nachm. 2 Uhr Rathaus; Elgersweier am 9. 8. nachm. 2 Uhr Schulhaus; Gengenbach am 23. 8. nachm. 4 Uhr Rathaus; Bad-Griesbach am 21. 8. nachm. 2 Uhr Schul­haus; Griesheim am 22. 8. nachm. 2 Uhr Rat­haus; Hofweier am 2. 8. nachm. YtZ Uhr Schul­haus; Lautenbach am 7. 8. nachm. 2 Uhr Schul­haus; Niederschopfheim am 17. 8. nachm. 2 Uhr Kochschule; Oberkirch am 2. 8. nachm. 2 Uhr Berufsschule; Ohlsbach am 29. 8. nachm. 5 Uhr

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