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Montag. 11. Februar 1952

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Heinz Hauser eroberte denGoldenen Ski"

Riesengebirgler Hermann Möchel wurde 12.Deutscher 18-km-Langlaufmeister Bayerns Skimannschaft wieder Staifelmeister

(Von unserem nach Braunlage entsandten C. L.-Reporter)

Der 40. Wettbewerb um denGoldenen Ski der Kampf um Deutschlands Skimeister­schaft der Nordischen Kombination gab dem Organisator Bürgermeister Thieme vom herrlichen Kurort Braunlage Im Harz Gelegenheit, Wiedersehen mit alten Skihasen zu feiern, die er bereits 1941 bei Deutschen Skimeisterschaftskämpfen als Veranstalter be­grüßen durfte. Damals im Riesengebirge , diesmal im Harz. Es waren die gleichen Vor­aussetzungen. Mitten im schönsten Skigebiet Norddeutschlands wurden 1952 deutsche Skimeister gekürt. Vom Harzkurort Hahnenklee über die Bergstadt Clausthal-Zellerfeld ging der Kurs all der Zehntausende von Zuschauern zum Sonnenberg und von dort nach dem Kurort Brnunlage. Um diesen rundherum lagen die Leipen, knirschten die Bretter durch schneereichen Wald, Start und Ziel hart *m Wurmberg .

Ein Dutzend Titel 18 km-Meister

Wie wird sich der Riesen gebirgl er- Weltm ei ster Gustl Berauer gefreut haben, als sich bei Vergebung des 12. Titels im 18-km-Langlauf. wieder ein Sohn Rübezahls, ein Riesengebirgler aus Rochlitz . Hermann Möchel, in die Sieaer- liste eintrug. In 1:15:36 Std.. war er zeitmäßig gut vor Bär (Isny ) mit 1:16:03 Std. und dem großen Favoriten der Kombination. Hauser (jetzt Reit im Winkl ), der als alter ..Harzer das Gelände wohl am besten kannte. Daß un­ter den ersten Zehn im Sieger Möchel und in den Brüdern Wilhelm und Karl Ehrenberg (früher Schreiberhau ) gleich drei Riesengebirg­ler landeten schien Auswirkung des Strebens nach dem Können eines Günther Meergans der bekanntlich noch i950 Kombinationsmei­ster wurde. Dessen 18-km-Qualitäten hat der 27jährige Hermann Möchel geerbt. Ein jetzt in Mannheim wohnender Schreiner, der im Dreß desSchwarzwälder Ski-Verbandes den Titel des 18-km-Meisters. heimfuhr. Der zähe Bur­sche aus dem Riesengebirge , der bereits als 16-Jähriger bei den Deutschen Alpinen Mei­sterschaften am Arlberg mit «einem damaligen ersten Platz eine Rlesen-Ueberraschung brach­te. Bisher eroberten den 18-km-Titel: 1900: Nilssen-Norwegen ; 1901: Hoek-Freiburg: 1902: Bache -Norwegen ; 1903: Heyerdahl-Norwegen ; 1904 bis 1937 keine Einzeltitel-Vergebung: 1938: W. Bogner -München ; 1939: A. Burk-All­gäu; 1940: Gustl Berauer-Petzer im Riesen- gebirge; 1941; Gustl Berauer-Petzer; 1942 bis 1948 kein Meister; 1949: Toni Rupp-Sonthofen 1950: Hauser-Altenau ; 1951; A. Mohr-Hinde­lang: 1952: H. Möchel-Schwarzwald -Skiver- band.

Deutsche Meisterschaft Im 18-km-Langlauf

1. Möchel-Mannheim 1:15,36 Std.: 2. Bär- Iany 1:16.03; 3. Hauser-Reit im Winkl 1:16.27; 4. Preuß-Hannover 1:16,47,5 W. Ehrenberg- Altenau 1:17,07,6. Gehring-Unterjoch 1:17,10: 7. Hug-Schwarzwald 1:17.32; 8. Speicher-Reit Im Winkl

1:17,45: 9. Albert Hitz-Schwarzwald 1:17,56; 10. K. Ehrenberg-Altenau 1:18.11.

Ilse Amann holt Titel zum Unterjoch

Erstmals kämpften die Skiamazonen um Meisterehren über die lange Strecke. Obwohl die beste deutsche Läuferin. Johanna Gering, bereits rin Oslo weilt, setzte sich eine Vertrete­rin der Allgäuer Skischule durch. Ilse Amänn- Unterjoch war ihren Mitbewerberinnen klar überlegen. Sie triumphierte i)ber die 10-km lange Strecke in 46:06 Minuten vor der Schwarzwälderin Gisela Dubac (49:19) und den beiden Andreasbergerinnen Elfriede Breust, und Ursula Urban. Mit der württembebgischen Meisterin Martha Keck-Baiersbronn setzte sich noch eine weitere Schwarzwälderin auf den vordersten Plätzen durch. Ergebnis:

Deutsche Meisterschaft für Damen über 10 km:

1 . Ilse Amann-Unterjoch 46:06 Minuten; 2. Gisela Dubac-Schwarzwald 49:19; 3. El friede

Breust-Andreasberg 49:45: 4. Ursula Urban-

Andreasberg 51:24, 5. Martha Keek-Baiere-

bronn 51:48 Minuten.

Heinz Hauser fährt als Deutscher Meister

Von der nordischen Garde der deutschen Olympia-Skiläufer beteiligte sich nur Heinz Hauser an der Deutschen Meisterschaft. Der heute 32jährige Hauser, der bei der Grenzpoli­zei in Bayern Dienst tut und für den SV Reit im Winkl startet, fühlt «ich mit dem Harz besonders eng verbunden, hat er doch hier nach dem Kriege in Altenau zuerst Fuß fassen und sich eine Existenz gründen können.

Heinz Hauser, der sich bereits vor zwei Jahren jn Isny den deutschen Meistertitel in der Nor­dischen Kombination holte, darf sich erneut mit dem Goldenen Ski schmücken und fährt nun zusammen mit den Spezialspringem nach Oslo .

Heinz, Hauser hat bereits als Jugendlicher im Zittauer Mittelgebirge seine ersten Ski-Siege, gefeiert. Während des Krieges diente er bei den Alpenjägern und wurde nach Rückkehr aus der Gefangenschaft in Altenau im West­harz ansässig, wo er auch heiratete. Von Be­ruf ist er gelernter Tischler.

Sehr knappe Entscheidung

Nach dem Ergebnis des Langlaufes (hier wurde Heinz Hauser hinter den Speziallang- läufem Möchel-Mannheim und Bär-Isny Drit­ter) schien es so, als wäre die Favoritenstel­lung Hausers unangetastet. Aber beim Kombi­nationssprunglauf, der bei böigem Wetter und Schneetreiben vor 5000 Zuschauern auf der Brockenwegschanze aus getragen wurde, er­standen Hauser hartnäckige Konkurrenten in Max Helmer-Füssen und Hofmann-Gmund in Bayern . Helmer stand 53 und 54 m und er­reichte so die größten Weiten, während Hauser bei seinem vorsichtigen ersten Sprung 44 m erreichte und sich dann auf 49 m verbesserte. Der dritte Sprung Hausers fiel für die Wer­tung aus. da er stürzte. Der Vorjahresmeister Andreas Hecheriberger, der in der Altersklasse siegte, wäre in der Gesamtwertung auf den siebten Rang gekommen.

Ergebnis der Deutschen Meisterschaft Nor­dische Kombination: 1. Heinz Hauser-Reit im Winkl Note 425,9; 2. Max Helmer-SC Füssen 419,9; 3. Hofmann-Gmund 412.9; 4. Reinhold

Karg-Hindelang 409.8; 5. August Hitz-Schwarz­ wald 407,5; 6. Heiß-Partenkirchen 407,4; 7.

Fütterer-Reichenhall 405. Altersklasse I: An­dreas Hechenberger-Oberaudorf 405,8; 2. Win- disch-SC Partenkirchen 397,4.

Ergebnis des Kombtnationssprunglaufes: 1. Max Helmer-Füssen 21.7,7 (53 und 54 m): 2.

Hofmann-Gmund 189,2 (47 und 46 m); 3. Hauser-Reit i. W. 188,6 (44 und 49 m); 4. Karg 183,4 (42,5 und 44,5); 5. Klotz-Warmensteinach 179,7 (44 und 45 m); Altersklasse I. 1. Hechen- berger 181,3 (42 und 43 m); 2. Windisch 181.3 (42 und 43 m); 3. Otto Mayer-Harz 169,8 (39 und 43,4 m).

Bayerns Skimannschaft wieder Staffelmeister

Titelverteidiger Bayern holte sich am Sonn­tag bei den deutschen Skimeisterschaften in Braunlage erwartungsgemäß wieder den Sieg in der 4XlO-km-Staffel. Der Sieg fiel aller­dings nicht so überlegen wie erwartet aus. Das spannende Duell auf der letzten Strecke entschied Kombinationsmeister Heinz Hauser gegen den Langlaufmeister Hermann Möchel (Schwarzwald ) für die Bayern . Ergebnisse: 1. Bayern I (Vogel, Speicher, Gehring, Hauser) 2:54:13 st; 2. Schwarzwald I (Grieshaber, Hug, Hitz, Möchel) 2:55:42 st; 3. Bayern II; 4. Schwarzwald II; 5. Schwaben I; 6. Schwa­ben II.

Sprunglauftitel nicht vergeben

Bei den deutschen Nordischen Skimeister­schaften in Braunlage wurde wegen der Unzu­länglichkeit der Kampfansage u. Schwierigkeit der Witterung, auf Beschluß des Kampfge­richtes der für Sonntagnachmittag ausgeschrie­bene Titel des deutschen Sprunglaufmeisters 1952 nicht vergeben.

Ulzheimer lief 1:55,5 Minuten in der Halle

Sieben Nationen beim Internationalen Leiditathletik-Sportfest in Frankfurt

Vor 4000 Zuschauern beteiligten sich Athleten aus sieben Nationen am internationalen Leichtathletiksportfest am Sonnabend in Frankfurt a. M. Die herausragende Leistung des Abends war der 800-m-Lauf des Frank­furters Heinz Ulzheimer , der seine Spezial­strecke in kraftvollem Stil vom Start bis ins Ziel führend in der ausgezeichneten Hallen­zeit von 1:55,5 Min. gewann. Bonah (Werder Bremen ) kam mit 20 Meter Rückstand in 1:58,4 Min. auf den zweiten Platz vor Baeslack (Eni' por Leipzig) mit 2:00,0 Min. Der Luxemburger Barthel, der 1948 in London im Endlauf stand, kam über den sechsten Platz nicht hinaus.

Die Sprinterelite traf sich in Dreikämpfen über 50, 60 und 70 m. Bel den Männern ge­wann der deutsche 100-m-Meister Ftttterer (Phönix Karlsruhe) überlegen mit siebzehn Punkten vor Geister (Krefeld ) mit 12 und John Brooks (US-Army ) mit ebenfalls 12 Punkten.

Bei den Frauen setzte sich Irmgard Piep (Empor Leipzig ) durch, die erst seit zwei Jahren Leichtathletik betreibt. Mit 14 Punkten fiel Ihr Sieg nur knapp aus, da Margot Ulz- heimer-Glöekner (Frankfurt a. M.) auf 13 Punkte kam. Die deutsche Meisterin Marga Petersen (Bremen ) wurde mit 11 Punkten Dritte.

Die übrigen Ergebnisse:

Hürden-Zweikämpfe (Männer): 1. Troßbaeh (Berliner SC ) 11 Punkte; 2. Theilmann (Frank­ furt 11; 3. Schmolinsky (Stahl Erfurt ) 6.

(Frauen): 1. Seonbuchner (1. FC Nürnberg) 8; 2. Wackersreuther (1. FC Nürnberg) 6.

3000 m-Lauf: 1. Lüg (Gevelsberg ) 8:44,4 Min.; 2. Müller (München 60) 9:06,4 Min.; 3. Eberlein (München 60) 9:06,6 Min.

1500 m-Lauf: 1. Kluge (Werder Bremen ) 4:04,6 Min.; 2. Schlegel (TSV Esslingen)) 4:05,2 Min.; 3. Dohrow (SC Charlottenburg ) 4:05,6 Min.

400 m: 1. Miedecke (Krefeld 10) 52,0 Sek.; 2. Jones (US-Army ) 52,3 Sek.; 3. Rederscheid (Berliner SO 52,5 Sek.

Stabhochsprung: 1. Scheurer (Schweiz ) 4,12 m; 2. Milakov (Jugoslawien ) 4,10 m; 3. Fritz (Oesterreich ) 4,10 m.

Der deutsche Meister Schneider (Pforzheim ) scheiterte bei 4 m und wurde Vierter.

Hochsprung. 1. Wahli (Schweiz ) 1,85 m; 2. Bähr (Neumünster ) 1,85 m.

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Schweiz I schneller als Ostler

Beim Training für die olympischen Zweier­bobrennen erreichte der Bob Schweiz I am Sonntag in Frognerseteren mit 1:23,60 Minuten die schnellste Zeit. Weltmeister Ändert Ostler war mit 1:23.61 Minuten nur eine Hundertstel Sekunde langsamer. Die übrigen Zeiten waren: Schweiz II 1:24,42 Minuten, USA I 1:24,70 Minuten.

Kleiner Tabellenspiegel

I. Liga Nord:

Viktoria Hamburg St. Pauli 1:1; Concordia Hamburg Hannover 96 0:0; Bremer SV gegen Arminia Hannover 3:2; Braunschweig gegen HSV 0:1: VfL Osnabrück Eimsbüttel 4:2; Göttingen 05 Eintracht Osnabrück 2:1; Lüne­burger SK Bremerhaven 93 1:2.

Hamburger SV

22

66:31

33:11

VfL Osnabrück

23

61:35

33:13

Holstein Kiel

22

49:33

28:16

Göttingen 05

23

46:39

27:19

Bremerhaven 93

23

43:34

28:20

Eimsbüttel

23

56:49

25:21

Arminia Hannover

23

49:52

25:21

Werder Bremen

23

60:42

24:22

St. Pauli

21

42:30

23:19

Bremer SV

22

40:38

22:22

Hannover 96

24

41:43

21:27

Concordia Hamburg

22

41:42

20:24

Eintracht Osnabrück

23

43:56

18:28

Eintracht Braunschweig

23

29:53

15:31

Victoria Hamburg

23

29:64

12:34

Lüneburger SK

22

30:84

10:34

II. Liga Süd:

Wacker München

TSG Ulm

46 1:3;

ASV

Feudenheim ASV Darmstadt 98 1 : 1 ; FC Freibnrg ASV Durlach 1:0; FC Singen 04 Jahn Regensbure 3:1; TSG Straubing FC Bamberg 5:2; SV Wiesbaden Bayern Hof$:l BC Augsburg ASV Cham 8:0: VfR Aalen 1. FC Pforzheim ausgef.; Hessen Kassel SSV Reutlingen 2:2.

TSG Ulm 46

23

16

5

2

60:24

37:9

BC Augsburg

23

12

5

6

70:43

29:17

Hessen Kassel

23

13

3

7

38:28

29:17

Bayern Hof

23

13

2

8

45:28

28:18

ASV Durlach

23

10

7

6

42:33

27:19

TSV Straubing

23

9

9

5

34:35

27:19

SV 98 Darmstadt

23

10

6

7

47:32

26:20

1 FC Bamberg

23

11

3

9

36:38

25:21

1 FC Pforzheim

22

10

4

8

52:35

24:20

SV Wiesbaden

23

9

6

8

42:35

24:22

SSV Reutlingen r

23

8

7

8

44:41

23:23

Jahn Regensburg

23

9

4

10

40:38

22:24

ASV Cham

23

7

7

9

35:44

21:25

Freiburger FC

23

6

5

12

40:51

17:29

FC Singen 04

23

5

7

11

27:47

17:29

ASV Feudenheim

23

7

3

13

29:51

17:29

Wacker München

23

3

5

15

30:64

11:35

VfR Aalert

22 2

*

4 16

23:67

8:36

Berliner Pokal

SC Charlottenburg Nordstern 0:3; Tennis/ Borussia Spandauer SC 13:0; Tasmania Viktoria 89 2:4; VfL Nord Südstern 5:2; FC Lichterfelde Union 06 2:3; Spandauer SV Staaken 7:0; Hertha/Zehlendorf Westend 5:4; Wacker 04 Stern 89 6:2; Blau­weiß Rehberge 3:2; Hertha BSC Preußen 8 : 0 .

n Amateurliga, Staffel 1 Bühl Kappelrodeck 1:1*, Oberachem. Mörsch 2:3; Wolfach Hornberg (ausgef.); Bietigheim Gengenbach 2:1; Oetigheim Haslach 3:2; Ottenau Ettenheim 6:0; Müg-

gensturm Bühlertal 0:2.

Orschweier 4:1;

Oberkirch

Ottenau

21

14

5

2

64:26

33:9

Kappelrodeck

21

14

5

2

59:35

33:9

Mörsch

21

14

4

3

71:42

32:10

Bietigheim

19

12

5

2

54:24

29:9

Bühl

21

8

10

3

41:30

26:16

Muggensturm

20

8

5

7

60:46

21:19

Bühlertal

21

9

3

9

49:50

21:21

Oberkirch

20

8

4

8

49:43

20:20

Oetigheim

20

9

2

9

48:44

20:20

Oberachem

21

9

2

10

39:38

20:22

Wolfach

20

8

3

9

61:58

19:21

Homberg

18

6

3

9

51:54

15:21

Gengenbach

20

6

3

11

35:47

15:25

Haslach

20

4

1

15

34:72

9:31

Ettenheim

20

3

2

15

29:77

8:32

Orschweier

21

1

1

19

30:89

3:39

H. Amateurliga, Staffel 3:

Sämtliche Spiele in dieser Klasse fielen den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer.

SV Ottenau wieder an der Spitze

Das Charakteristische von den Spielen am Sonntag

Achertol-Abfahrtslauf ein voller Erfolg

Skiclub Seebach gewann den Wanderpokal Erich Schmelzer Tagesbester

Zum ersten Male führte der Skiclub See­bach am Sonntag seinen Achertalabfahrtslauf durch. Wie stark das Interesse an diesem Wettbewerb, für den der Skiclub Seebach für die beste Vereinsmannschaft einen Wander­pokal ausgeschrieben hatte, ist, bewies das unerwartet starke Meldeergebnis. Ueber 150 Läufer und Läuferinnen hatten ihre Nennung abgegeben. Darunter waren die Karlsruher und Mannheimer mit über 30 Teilnehmern und die Bühlertaler besonders stark vertreten.

Gleich nach dem Start an der Allerheiligen­straße stellte eine steile Waldschneise be­trächtliche Anforderungen an die Läufer, die auf einem offenen Steilhang unterhalb des Kemhofes noch erhöht wurde. Am Gegen­hang entlang gab es dann eine kleine Schnauf- pause, bevor eine weitere Waldschneise wieder die volle Konzentration erforderte. Obwohl die Strecke am Zielhang wieder über freies Gelände führte, war sie gerade hier nicht frei von Tücken und eine starke Gelfindewelle etwa 300 m vor dem Ziel beim GasthausZum Adler in Winterseebach wurde noch manchem Läufer zum Verhängnis.

Als erste gingen die Damen in Start. Von äo Teilnehmerinnen war die Baiersbronnerin Martha Schnürring in der hervdtragenden Zeit von 1,45 Min. vor der Bezirksmeisterin Elisabeth Birk, Seeh?ch "nd der Kari=ru--rin Fecht die Schnellste. In der Mädchenklasse

glückte der Schwarzwaldmeisterin Sonja Fritz vom Skiclub Bühlertal in 2,03 Min. mit 1 Sek. Vorsprung vor Brigitte Herzog, Hunsbach ein knapper Sieg. In der anschließend startenden- Leistungsklasse II legte der Baden-Badener Erich Weber eine eminent schnelle Fahrt vor und holte mit 1,32 Min. eine ausgezeichnete Zeit heraus. In der Altersklasse siegte Eduard Schnurr vom Skiclub Hunsbach mit 1,49 Minuten vor Lutz, Karlsruhe . Besondere Anerkennung verdient die Leistung des ein­zigen Läufers der Versehrtenklasse, de9 ein­armigen Karlsruher Kiesel, der die Strecke in 2,13 Min. bewältigte.

Dann kam das Feld der allgemeinen Mön- nerklasse. Schon als einem der ersten Läufer gelang es dem Seebacher Erich Schmelzer, die schnellste Zeit Webers in einer schneidigen Fahrt zu unterbieten und mit 1,30 Min. die Tagesbestzeit herauszuholen. Für den aus­geglichenen Leistungsstand dieser Klasse spricht der Umstand, daß es noch einer gan­zen Reihe von Läufern gelang, die Zeit von 1,40 Min. zu unterschreiten, so dem Baiers- bronner Finkbeiner, dem Bühlertaler Krämer, Dr. Braun, Mitteltal-Obertal und Dr. Lang vom Skiclub Achem. In der Gesamtwertung holte sich der Skiclub Seebach ln der Ge­samtzeit von 4 Min. 54 Sek. den Wanderpokal Ivor der Mannschaft des Skiclubs Baden-Baden und Hunsbach. aki

Ex-Landesligist Ottenau übernahm auf Grund besseren Torverhältnisses vor seinem punkt­gleichen Rivalen Kappelrodeck die Tabellen­spitze. Nicht zuletzt hatte der VfB Bühl hieran seinen besonderen Anteil, der durch sein 1:1- Unentschieden gegen den ewigen Widersacher der Murgtaler. Kappelrodeck , für die Seyfried- Elf aus Ottenau spielte.

Das zweifellos mit der Tendenz eines Lokal­treffens von etwa 1200 Zuschauern mit großer Spannung erwartete Meisterschaftsspiel zwi­schen dem VfB Bühl und dem SV Kappelrodeck endete mit einem gerechten 1:1 remis. Die Stärke beider Mannschaften lag in diesem durchaus kampfbetonten Spiel in Abwehr­blöcken. Die Stürmerreihe konnte auf beiden Seiten nur hie und da durch besondere Leistun­gen einzelner Spieler gefallen. Nachdem es den Gästen gelang, bereits kurz nach Spielbe­ginn die Führung zu erzielen, war es den Platz- besitzem Vorbehalten, noch vor Halbzeitpfiff die Führung zu egalisieren. Dies war auch gleichzeitig der Endstand, da beide Stürmer­reihen nicht in der Lage waren, die bestgege­benen Chancen für ihre Vereinsfarben aus­zunützen.

Ein grober Schnitzer unterlief dem Schieds­richter im Spiel Oberachem gegen Mörsch. Er unterließ es. nach der regulären Spielzeit beim gerechten Stand von 2:2 abzupfeifen; indes sprach er den Gästen einen Strafstoß (Elf) zu, der für den vorzüglichen Schlußmann der Ein­heimischen unhaltbar zum Siegestreffer für die Morscher verwandelt wurde. Wie gesagt, dieser Führungstreffer der keineswegs un­sympathischen Gäste resultierte aus einem Eck­ball 2 Minuten nach Schluß der normalen Spiel­zeit (!).

Lediglich der hervorragenden Stürmerlei­stung der Seyfried-Elf aus Ottenau war es zu verdanken, daß der einstige Ex-Landesligist seinen Ettenheimer Gast gleich mit 6:0 Toren aus dem Rennen warf. Das gesamte Spiel stand eindeutig unter der Regie des Ottenauer Spiel­machers Seyfried, der allein 3 saubere Tore schoß.

Einen erbitterten Kampf erlebten die Bietig- heimer Fußballfans beim Spiel ihrer Elf gegen Gengenbach . Erst im letzten Augenblick dieses an dramatischen Höhepunkten reichen Spiele» konnten die Bietigheimer die knappe 2:1-Füh- rung Sickerstellen.

In Haslach sicherten sich die spielstarken, technisch und taktisch gut versierten Gäste aus Oetigheim Sieg und Punkte. Wenn das Spiel auch ausgeglichenen Charakter hatte, so ver­standen es immerhin die Oetigheimer. im 2. Durchgang eine Chance gut auszunützen, die ihnen den entscheidenden und verdienten Tref­fer einbrachte

Bühlertal war in seinem Auswärtsspiel ge­gen Oberkirch anfangs nicht sonderlich gut aufgelegt. Erst kurz vor Halbzeitpfiff, als die Gastgeber nach bislang ausgeglichener Partie durch Verletzung einen ihrer besten Männer verlor, glückte den Bühlertälem der Führungs­treffer. Im zweiten Durchgang dominierte di« Routine der Mittelbadener, die dann auch mit dem Endstand von 2:0 den verdienten Sieg mit nach Hause nehmen konnten.

Der Träger der Schlußlateme, Orschweier , war auch in Muggensturm keineswegs vom Glück begünstigt. Die gut disponierten Mannen aus Muggensturm entschieden das Spiel in überlegener Manier mit 4:1 Toren, dem bereit« ein 2:1-Halbzeitstand zugrunde gelegen hafie-