Montag. 11. Februar 1952
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Heinz Hauser eroberte den „Goldenen Ski"
Riesengebirgler Hermann Möchel wurde 12.Deutscher 18-km-Langlaufmeister — Bayerns Skimannschaft wieder Staifelmeister
Der 40. Wettbewerb um den „Goldenen Ski“ der Kampf um Deutschlands Skimeisterschaft der Nordischen Kombination gab dem Organisator Bürgermeister Thieme vom herrlichen Kurort Braunlage Im Harz Gelegenheit, Wiedersehen mit alten Skihasen zu feiern, die er bereits 1941 bei Deutschen Skimeisterschaftskämpfen als Veranstalter begrüßen durfte. Damals im Riesengebirge , diesmal im Harz. Es waren die gleichen Voraussetzungen. Mitten im schönsten Skigebiet Norddeutschlands wurden 1952 deutsche Skimeister gekürt. Vom Harzkurort Hahnenklee über die Bergstadt Clausthal-Zellerfeld ging der Kurs all der Zehntausende von Zuschauern zum Sonnenberg und von dort nach dem Kurort Brnunlage. Um diesen rundherum lagen die Leipen, knirschten die Bretter durch schneereichen Wald, Start und Ziel hart *m Wurmberg .
Ein Dutzend Titel 18 km-Meister
Wie wird sich der Riesen gebirgl er- Weltm ei • ster Gustl Berauer gefreut haben, als sich bei Vergebung des 12. Titels im 18-km-Langlauf. wieder ein Sohn Rübezahls, ein Riesengebirgler aus Rochlitz . Hermann Möchel, in die Sieaer- liste eintrug. In 1:15:36 Std.. war er zeitmäßig gut vor Bär (Isny ) mit 1:16:03 Std. und dem großen Favoriten der Kombination. Hauser (jetzt Reit im Winkl ), der als alter ..Harzer“ das Gelände wohl am besten kannte. Daß unter den ersten Zehn im Sieger Möchel und in den Brüdern Wilhelm und Karl Ehrenberg (früher Schreiberhau ) gleich drei Riesengebirgler landeten schien Auswirkung des Strebens nach dem Können eines Günther Meergans der bekanntlich noch i950 Kombinationsmeister wurde. Dessen 18-km-Qualitäten hat der 27jährige Hermann Möchel geerbt. Ein jetzt in Mannheim wohnender Schreiner, der im Dreß des „Schwarzwälder Ski-Verbandes“ den Titel des 18-km-Meisters. heimfuhr. Der zähe Bursche aus dem Riesengebirge , der bereits als 16-Jähriger bei den Deutschen Alpinen Meisterschaften am Arlberg mit «einem damaligen ersten Platz eine Rlesen-Ueberraschung brachte. Bisher eroberten den 18-km-Titel: 1900: Nilssen-Norwegen ; 1901: Hoek-Freiburg: 1902: Bache -Norwegen ; 1903: Heyerdahl-Norwegen ; 1904 bis 1937 keine Einzeltitel-Vergebung: 1938: W. Bogner -München ; 1939: A. Burk-Allgäu; 1940: Gustl Berauer-Petzer im Riesen- gebirge; 1941; Gustl Berauer-Petzer; 1942 bis 1948 kein Meister; 1949: Toni Rupp-Sonthofen 1950: Hauser-Altenau ; 1951; A. Mohr-Hindelang: 1952: H. Möchel-Schwarzwald -Skiver- band.
Deutsche Meisterschaft Im 18-km-Langlauf
1. Möchel-Mannheim 1:15,36 Std.: 2. Bär- Iany 1:16.03; 3. Hauser-Reit im Winkl 1:16.27; 4. Preuß-Hannover 1:16,47,5 W. Ehrenberg- Altenau 1:17,07,6. Gehring-Unterjoch 1:17,10: 7. Hug-Schwarzwald 1:17.32; 8. Speicher-Reit Im Winkl
1:17,45: 9. Albert Hitz-Schwarzwald 1:17,56; 10. K. Ehrenberg-Altenau 1:18.11.
Ilse Amann holt Titel zum Unterjoch
Erstmals kämpften die Skiamazonen um Meisterehren über die lange Strecke. Obwohl die beste deutsche Läuferin. Johanna Gering, bereits rin Oslo weilt, setzte sich eine Vertreterin der Allgäuer Skischule durch. Ilse Amänn- Unterjoch war ihren Mitbewerberinnen klar überlegen. Sie triumphierte i)ber die 10-km lange Strecke in 46:06 Minuten vor der Schwarzwälderin Gisela Dubac (49:19) und den beiden Andreasbergerinnen Elfriede Breust, und Ursula Urban. Mit der württembebgischen Meisterin Martha Keck-Baiersbronn setzte sich noch eine weitere Schwarzwälderin auf den vordersten Plätzen durch. Ergebnis:
Deutsche Meisterschaft für Damen über 10 km:
1 . Ilse Amann-Unterjoch 46:06 Minuten; 2. Gisela Dubac-Schwarzwald 49:19; 3. El friede
Breust-Andreasberg 49:45: 4. Ursula Urban-
Andreasberg 51:24, 5. Martha Keek-Baiere-
bronn 51:48 Minuten.
Heinz Hauser fährt als Deutscher Meister
Von der nordischen Garde der deutschen Olympia-Skiläufer beteiligte sich nur Heinz Hauser an der Deutschen Meisterschaft. Der heute 32jährige Hauser, der bei der Grenzpolizei in Bayern Dienst tut und für den SV Reit im Winkl startet, fühlt «ich mit dem Harz besonders eng verbunden, hat er doch hier nach dem Kriege in Altenau zuerst Fuß fassen und sich eine Existenz gründen können.
Heinz Hauser, der sich bereits vor zwei Jahren jn Isny den deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination holte, darf sich erneut mit dem Goldenen Ski schmücken und fährt nun zusammen mit den Spezialspringem nach Oslo .
Heinz, Hauser hat bereits als Jugendlicher im Zittauer Mittelgebirge seine ersten Ski-Siege, gefeiert. Während des Krieges diente er bei den Alpenjägern und wurde nach Rückkehr aus der Gefangenschaft in Altenau im Westharz ansässig, wo er auch heiratete. Von Beruf ist er gelernter Tischler.
Sehr knappe Entscheidung
Nach dem Ergebnis des Langlaufes (hier wurde Heinz Hauser hinter den Speziallang- läufem Möchel-Mannheim und Bär-Isny Dritter) schien es so, als wäre die Favoritenstellung Hausers unangetastet. Aber beim Kombinationssprunglauf, der bei böigem Wetter und Schneetreiben vor 5000 Zuschauern auf der Brockenwegschanze aus getragen wurde, erstanden Hauser hartnäckige Konkurrenten in Max Helmer-Füssen und Hofmann-Gmund in Bayern . Helmer stand 53 und 54 m und erreichte so die größten Weiten, während Hauser bei seinem vorsichtigen ersten Sprung 44 m erreichte und sich dann auf 49 m verbesserte. Der dritte Sprung Hausers fiel für die Wertung aus. da er stürzte. Der Vorjahresmeister Andreas Hecheriberger, der in der Altersklasse siegte, wäre in der Gesamtwertung auf den siebten Rang gekommen.
Ergebnis der Deutschen Meisterschaft Nordische Kombination: 1. Heinz Hauser-Reit im Winkl Note 425,9; 2. Max Helmer-SC Füssen 419,9; 3. Hofmann-Gmund 412.9; 4. Reinhold
Karg-Hindelang 409.8; 5. August Hitz-Schwarz wald 407,5; 6. Heiß-Partenkirchen 407,4; 7.
Fütterer-Reichenhall 405. Altersklasse I: Andreas Hechenberger-Oberaudorf 405,8; 2. Win- disch-SC Partenkirchen 397,4.
Ergebnis des Kombtnationssprunglaufes: 1. Max Helmer-Füssen 21.7,7 (53 und 54 m): 2.
Hofmann-Gmund 189,2 (47 und 46 m); 3. Hauser-Reit i. W. 188,6 (44 und 49 m); 4. Karg 183,4 (42,5 und 44,5); 5. Klotz-Warmensteinach 179,7 (44 und 45 m); Altersklasse I. 1. Hechen- berger 181,3 (42 und 43 m); 2. Windisch 181.3 (42 und 43 m); 3. Otto Mayer-Harz 169,8 (39 und 43,4 m).
Bayerns Skimannschaft wieder Staffelmeister
Titelverteidiger Bayern holte sich am Sonntag bei den deutschen Skimeisterschaften in Braunlage erwartungsgemäß wieder den Sieg in der 4XlO-km-Staffel. Der Sieg fiel allerdings nicht so überlegen wie erwartet aus. Das spannende Duell auf der letzten Strecke entschied Kombinationsmeister Heinz Hauser gegen den Langlaufmeister Hermann Möchel (Schwarzwald ) für die Bayern . Ergebnisse: 1. Bayern I (Vogel, Speicher, Gehring, Hauser) 2:54:13 st; 2. Schwarzwald I (Grieshaber, Hug, Hitz, Möchel) 2:55:42 st; 3. Bayern II; 4. Schwarzwald II; 5. Schwaben I; 6. Schwaben II.
Sprunglauftitel nicht vergeben
Bei den deutschen Nordischen Skimeisterschaften in Braunlage wurde wegen der Unzulänglichkeit der Kampfansage u. Schwierigkeit der Witterung, auf Beschluß des Kampfgerichtes der für Sonntagnachmittag ausgeschriebene Titel des deutschen Sprunglaufmeisters 1952 nicht vergeben.
Ulzheimer lief 1:55,5 Minuten in der Halle
Sieben Nationen beim Internationalen Leiditathletik-Sportfest in Frankfurt
Vor 4000 Zuschauern beteiligten sich Athleten aus sieben Nationen am internationalen Leichtathletiksportfest am Sonnabend in Frankfurt a. M. Die herausragende Leistung des Abends war der 800-m-Lauf des Frankfurters Heinz Ulzheimer , der seine Spezialstrecke in kraftvollem Stil vom Start bis ins Ziel führend in der ausgezeichneten Hallenzeit von 1:55,5 Min. gewann. Bonah (Werder Bremen ) kam mit 20 Meter Rückstand in 1:58,4 Min. auf den zweiten Platz vor Baeslack (Eni' por Leipzig) mit 2:00,0 Min. Der Luxemburger Barthel, der 1948 in London im Endlauf stand, kam über den sechsten Platz nicht hinaus.
Die Sprinterelite traf sich in Dreikämpfen über 50, 60 und 70 m. Bel den Männern gewann der deutsche 100-m-Meister Ftttterer (Phönix Karlsruhe) überlegen mit siebzehn Punkten vor Geister (Krefeld ) mit 12 und John Brooks (US-Army ) mit ebenfalls 12 Punkten.
Bei den Frauen setzte sich Irmgard Piep (Empor Leipzig ) durch, die erst seit zwei Jahren Leichtathletik betreibt. Mit 14 Punkten fiel Ihr Sieg nur knapp aus, da Margot Ulz- heimer-Glöekner (Frankfurt a. M.) auf 13 Punkte kam. Die deutsche Meisterin Marga Petersen (Bremen ) wurde mit 11 Punkten Dritte.
Die übrigen Ergebnisse:
Hürden-Zweikämpfe (Männer): 1. Troßbaeh (Berliner SC ) 11 Punkte; 2. Theilmann (Frank furt 11; 3. Schmolinsky (Stahl Erfurt ) 6.
(Frauen): 1. Seonbuchner (1. FC Nürnberg) 8; 2. Wackersreuther (1. FC Nürnberg) 6.
3000 m-Lauf: 1. Lüg (Gevelsberg ) 8:44,4 Min.; 2. Müller (München 60) 9:06,4 Min.; 3. Eberlein (München 60) 9:06,6 Min.
1500 m-Lauf: 1. Kluge (Werder Bremen ) 4:04,6 Min.; 2. Schlegel (TSV Esslingen)) 4:05,2 Min.; 3. Dohrow (SC Charlottenburg ) 4:05,6 Min.
400 m: 1. Miedecke (Krefeld 10) 52,0 Sek.; 2. Jones (US-Army ) 52,3 Sek.; 3. Rederscheid (Berliner SO 52,5 Sek. •
Stabhochsprung: 1. Scheurer (Schweiz ) 4,12 m; 2. Milakov (Jugoslawien ) 4,10 m; 3. Fritz (Oesterreich ) 4,10 m.
Der deutsche Meister Schneider (Pforzheim ) scheiterte bei 4 m und wurde Vierter.
Hochsprung. 1. Wahli (Schweiz ) 1,85 m; 2. Bähr (Neumünster ) 1,85 m.
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Schweiz I schneller als Ostler
Beim Training für die olympischen Zweierbobrennen erreichte der Bob Schweiz I am Sonntag in Frognerseteren mit 1:23,60 Minuten die schnellste Zeit. Weltmeister Ändert Ostler war mit 1:23.61 Minuten nur eine Hundertstel Sekunde langsamer. Die übrigen Zeiten waren: Schweiz II 1:24,42 Minuten, USA I 1:24,70 Minuten.
Kleiner Tabellenspiegel
I. Liga Nord:
Viktoria Hamburg — St. Pauli 1:1; Concordia Hamburg — Hannover 96 0:0; Bremer SV gegen Arminia Hannover 3:2; Braunschweig gegen HSV 0:1: VfL Osnabrück — Eimsbüttel 4:2; Göttingen 05 — Eintracht Osnabrück 2:1; Lüneburger SK — Bremerhaven 93 1:2.
22
66:31
33:11
23
61:35
33:13
22
49:33
28:16
23
46:39
27:19
Bremerhaven 93
23
43:34
28:20
23
56:49
25:21
23
49:52
25:21
23
60:42
24:22
St. Pauli
21
42:30
23:19
Bremer SV
22
40:38
22:22
24
41:43
21:27
Concordia Hamburg
22
41:42
20:24
23
43:56
18:28
23
29:53
15:31
Victoria Hamburg
23
29:64
12:34
Lüneburger SK
22
30:84
10:34
II. Liga Süd:
Wacker München —
TSG Ulm
46 1:3;
ASV
Feudenheim — ASV Darmstadt 98 1 : 1 ; FC Freibnrg — ASV Durlach 1:0; FC Singen 04 — Jahn Regensbure 3:1; TSG Straubing — FC Bamberg 5:2; SV Wiesbaden — Bayern Hof$:l BC Augsburg — ASV Cham 8:0: VfR Aalen — 1. FC Pforzheim ausgef.; Hessen Kassel — SSV Reutlingen 2:2.
TSG Ulm 46
23
16
5
2
60:24
37:9
BC Augsburg
23
12
5
6
70:43
29:17
23
13
3
7
38:28
29:17
Bayern Hof
23
13
2
8
45:28
28:18
23
10
7
6
42:33
27:19
TSV Straubing
23
9
9
5
34:35
27:19
SV 98 Darmstadt
23
10
6
7
47:32
26:20
23
11
3
9
36:38
25:21
22
10
4
8
52:35
24:20
SV Wiesbaden
23
9
6
8
42:35
24:22
SSV Reutlingen r
23
8
7
8
44:41
23:23
Jahn Regensburg
23
9
4
10
40:38
22:24
23
7
7
9
35:44
21:25
Freiburger FC
23
6
5
12
40:51
17:29
FC Singen 04
23
5
7
11
27:47
17:29
ASV Feudenheim
23
7
3
13
29:51
17:29
Wacker München
23
3
5
15
30:64
11:35
VfR Aalert
22 2
*
4 16
23:67
8:36
SC Charlottenburg — Nordstern 0:3; Tennis/ Borussia — Spandauer SC 13:0; Tasmania — Viktoria 89 2:4; VfL Nord — Südstern 5:2; FC Lichterfelde — Union 06 2:3; Spandauer SV — Staaken 7:0; Hertha/Zehlendorf — Westend 5:4; Wacker 04 — Stern 89 6:2; Blauweiß — Rehberge 3:2; Hertha BSC — Preußen 8 : 0 .
n Amateurliga, Staffel 1 Bühl — Kappelrodeck 1:1*, Oberachem —. Mörsch 2:3; Wolfach — Hornberg (ausgef.); Bietigheim — Gengenbach 2:1; Oetigheim — Haslach 3:2; Ottenau — Ettenheim 6:0; Müg-
gensturm — Bühlertal 0:2.
Orschweier 4:1;
Ottenau
21
14
5
2
64:26
33:9
21
14
5
2
59:35
33:9
Mörsch
21
14
4
3
71:42
32:10
19
12
5
2
54:24
29:9
21
8
10
3
41:30
26:16
Muggensturm
20
8
5
7
60:46
21:19
21
9
3
9
49:50
21:21
20
8
4
8
49:43
20:20
Oetigheim
20
9
2
9
48:44
20:20
Oberachem
21
9
2
10
39:38
20:22
20
8
3
9
61:58
19:21
Homberg
18
6
3
9
51:54
15:21
20
6
3
11
35:47
15:25
20
4
1
15
34:72
9:31
20
3
2
15
29:77
8:32
21
1
1
19
30:89
3:39
H. Amateurliga, Staffel 3:
Sämtliche Spiele in dieser Klasse fielen den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer.
SV Ottenau wieder an der Spitze
Das Charakteristische von den Spielen am Sonntag
Achertol-Abfahrtslauf ein voller Erfolg
Skiclub Seebach gewann den Wanderpokal — Erich Schmelzer Tagesbester
Zum ersten Male führte der Skiclub Seebach am Sonntag seinen Achertalabfahrtslauf durch. Wie stark das Interesse an diesem Wettbewerb, für den der Skiclub Seebach für die beste Vereinsmannschaft einen Wanderpokal ausgeschrieben hatte, ist, bewies das unerwartet starke Meldeergebnis. Ueber 150 Läufer und Läuferinnen hatten ihre Nennung abgegeben. Darunter waren die Karlsruher und Mannheimer mit über 30 Teilnehmern und die Bühlertaler besonders stark vertreten.
Gleich nach dem Start an der Allerheiligenstraße stellte eine steile Waldschneise beträchtliche Anforderungen an die Läufer, die auf einem offenen Steilhang unterhalb des Kemhofes noch erhöht wurde. Am Gegenhang entlang gab es dann eine kleine Schnauf- pause, bevor eine weitere Waldschneise wieder die volle Konzentration erforderte. Obwohl die Strecke am Zielhang wieder über freies Gelände führte, war sie gerade hier nicht frei von Tücken und eine starke Gelfindewelle etwa 300 m vor dem Ziel beim Gasthaus „Zum Adler“ in Winterseebach wurde noch manchem Läufer zum Verhängnis.
Als erste gingen die Damen in Start. Von äo Teilnehmerinnen war die Baiersbronnerin Martha Schnürring in der hervdtragenden Zeit von 1,45 Min. vor der Bezirksmeisterin Elisabeth Birk, Seeh?ch "nd der Kari=ru’--rin Fecht die Schnellste. In der Mädchenklasse
glückte der Schwarzwaldmeisterin Sonja Fritz vom Skiclub Bühlertal in 2,03 Min. mit 1 Sek. Vorsprung vor Brigitte Herzog, Hunsbach ein knapper Sieg. In der anschließend startenden- Leistungsklasse II legte der Baden-Badener Erich Weber eine eminent schnelle Fahrt vor und holte mit 1,32 Min. eine ausgezeichnete Zeit heraus. In der Altersklasse siegte Eduard Schnurr vom Skiclub Hunsbach mit 1,49 Minuten vor Lutz, Karlsruhe . Besondere Anerkennung verdient die Leistung des einzigen Läufers der Versehrtenklasse, de9 einarmigen Karlsruher Kiesel, der die Strecke in 2,13 Min. bewältigte.
Dann kam das Feld der allgemeinen Mön- nerklasse. Schon als einem der ersten Läufer gelang es dem Seebacher Erich Schmelzer, die schnellste Zeit Webers in einer schneidigen Fahrt zu unterbieten und mit 1,30 Min. die Tagesbestzeit herauszuholen. Für den ausgeglichenen Leistungsstand dieser Klasse spricht der Umstand, daß es noch einer ganzen Reihe von Läufern gelang, die Zeit von 1,40 Min. zu unterschreiten, so dem Baiers- bronner Finkbeiner, dem Bühlertaler Krämer, Dr. Braun, Mitteltal-Obertal und Dr. Lang vom Skiclub Achem. In der Gesamtwertung holte sich der Skiclub Seebach ln der Gesamtzeit von 4 Min. 54 Sek. den Wanderpokal Ivor der Mannschaft des Skiclubs Baden-Baden und Hunsbach. aki
Ex-Landesligist Ottenau übernahm auf Grund besseren Torverhältnisses vor seinem punktgleichen Rivalen Kappelrodeck die Tabellenspitze. Nicht zuletzt hatte der VfB Bühl hieran seinen besonderen Anteil, der durch sein 1:1- Unentschieden gegen den ewigen Widersacher der Murgtaler. Kappelrodeck , für die Seyfried- Elf aus Ottenau spielte.
Das zweifellos mit der Tendenz eines Lokaltreffens von etwa 1200 Zuschauern mit großer Spannung erwartete Meisterschaftsspiel zwischen dem VfB Bühl und dem SV Kappelrodeck endete mit einem gerechten 1:1 remis. Die Stärke beider Mannschaften lag in diesem durchaus kampfbetonten Spiel in Abwehrblöcken. Die Stürmerreihe konnte auf beiden Seiten nur hie und da durch besondere Leistungen einzelner Spieler gefallen. Nachdem es den Gästen gelang, bereits kurz nach Spielbeginn die Führung zu erzielen, war es den Platz- besitzem Vorbehalten, noch vor Halbzeitpfiff die Führung zu egalisieren. Dies war auch gleichzeitig der Endstand, da beide Stürmerreihen nicht in der Lage waren, die bestgegebenen Chancen für ihre Vereinsfarben auszunützen.
Ein grober Schnitzer unterlief dem Schiedsrichter im Spiel Oberachem gegen Mörsch. Er unterließ es. nach der regulären Spielzeit beim gerechten Stand von 2:2 abzupfeifen; indes sprach er den Gästen einen Strafstoß (Elf) zu, der für den vorzüglichen Schlußmann der Einheimischen unhaltbar zum Siegestreffer für die Morscher verwandelt wurde. Wie gesagt, dieser Führungstreffer der keineswegs unsympathischen Gäste resultierte aus einem Eckball 2 Minuten nach Schluß der normalen Spielzeit (!).
Lediglich der hervorragenden Stürmerleistung der Seyfried-Elf aus Ottenau war es zu verdanken, daß der einstige Ex-Landesligist seinen Ettenheimer Gast gleich mit 6:0 Toren aus dem Rennen warf. Das gesamte Spiel stand eindeutig unter der Regie des Ottenauer Spielmachers Seyfried, der allein 3 saubere Tore schoß.
Einen erbitterten Kampf erlebten die Bietig- heimer Fußballfans beim Spiel ihrer Elf gegen Gengenbach . Erst im letzten Augenblick dieses an dramatischen Höhepunkten reichen Spiele» konnten die Bietigheimer die knappe 2:1-Füh- rung Sickerstellen.
In Haslach sicherten sich die spielstarken, technisch und taktisch gut versierten Gäste aus Oetigheim Sieg und Punkte. Wenn das Spiel auch ausgeglichenen Charakter hatte, so verstanden es immerhin die Oetigheimer. im 2. Durchgang eine Chance gut auszunützen, die ihnen den entscheidenden und verdienten Treffer einbrachte
Bühlertal war in seinem Auswärtsspiel gegen Oberkirch anfangs nicht sonderlich gut aufgelegt. Erst kurz vor Halbzeitpfiff, als die Gastgeber nach bislang ausgeglichener Partie durch Verletzung einen ihrer besten Männer verlor, glückte den Bühlertälem der Führungstreffer. Im zweiten Durchgang dominierte di« Routine der Mittelbadener, die dann auch mit dem Endstand von 2:0 den verdienten Sieg mit nach Hause nehmen konnten.
Der Träger der Schlußlateme, Orschweier , war auch in Muggensturm keineswegs vom Glück begünstigt. Die gut disponierten Mannen aus Muggensturm entschieden das Spiel in überlegener Manier mit 4:1 Toren, dem bereit« ein 2:1-Halbzeitstand zugrunde gelegen hafie-