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istag, 21. Februar 1060
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Nr. 22 / Seite 7
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Schweix muß nach Abflauen der Konjunktur ausländische Arbeitskräfte entlassen
Z ii r t ch. (p.-Eigenbericht.) Seitdem im Sommer 1949 die ersten Anzeichen für ein Abflauen der Ueberkonjunktur der Nachkriegsjahre aufgetreten sind, verfolgen die an den sozialen Verhältnissen in erster Linie beteiligten Behörden und Verbände der Schweiz mit wachsender Aufmerksamkeit die statistischen Berichte vom Arbeitsmarkt. Noch sind zwar die wichtigsten Fabrikationsunternehmungen des Landes voll beschäftigt, und in der Maschtnenindustrie reichen die erheblichen Aufträge sicherlich noch weit in das Jahr 1951 hinein; aber es gibt kaum ein Unternehmen, das nicht gelegentlich die Frage prüfen muß, wie lange es die Gesamtzahl . seiner Arbeiterschaft noch voll beschäftigen i kann, bis die Entwicklung der Konjunktur »ntweder Arbeiterkündigungen oder Kürzung der Arbeitszeit notwendig macht.
Dabei muß man sich daran erinnern, daß die Beschäftigung im Durchschnitt in allen Produktionszweigen (außer dem Fremdenverkehr) über dem Normalen liegt. Der größte Teil der Schweizer Industriezweige beschäftigte noch Anfang 1949 wesentlich mehr Arbeitskräfte als zehn Jahre vorher; in der Maschinenindustrie betrug die Beschäftigten- tahl 1948/49 rund 132 000 (gegenüber 76 000 vor Kriegsausbruch), in der Uhrenindustrie 50 000 (37 000), in der Textilindustrie 66 000 (57 000), ln der chemischen Industrie 26 000 (13 000).
Dieses gewaltige Anschwellen der Beschäftigtenzahlen setzte vor allem nach Kriegsende ein, als der Ansturm der durch den Krieg von allen Vorräten entblößten Länder auf die Exportfabrikätion der Schweiz begann. Dabei zeigte sich bald, daß das Inland, obgleich die ungelernten Arbeitskräfte in Massen vom Lande in die Fabriken strömten, nicht genügend Nachwuchs zur Verfügung hatte. Unter Zurückstellung der noch aus dem Kriege übernommenen politischen und psychologischen Bedenken erteilten die Fremdenpolizei-Behörden schließlich ihr Einverständnis, daß ausländische Arbeitskräfte in größeren Massen hereingelassen wurden, um in fast allen Industriezweigen die leeren Arbeitsplätze zu besetzen.
Der Widerstand gegen die Zulassung von ausländischen Facharbeitern ging vor allem von den Gewerkschaften aus, die ihre in den Kriegsjahren errungene Position im Lohn
kampf nicht durch ausländische „Preisdrük- ker“ gefährden lassen mochten. Es kam dann schließlich zu einer Verständigung, indem sich die Arbeitgeber verpflichten mußten, ihren ausländischen Arbeitskräften niedrigere Löhne als den schweizerischen zu bezahlen. Auch wurde stillschweigend zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Verbänden im Einvernehmen mit der Fremdenpolizei vereinbart, daß bei einem Rückgang der Konjunktur unter allen Umständen zuerst die Ausländer zu entlassen seien, bevor irgendwelche Entlassungen oder Lohnbeeinträchtigungen gegenüber schweizerischen Arbeitnehmern wirksam werden dürften. Aeußerungen au* Verbandskreisen lassen darauf schließen, daß dieser kritische Punkt der schweizerischen Arbeitsmarkt-Politik nun gekommen ist
Zwar kann man noch nicht ernstlich von einer beginnenden Kündigungswelle sprechen, aber die im Herbst noch ganz bescheidene Zahl der gänzlich Arbeitslosen von 6000 ist Ende Januar auf 30 000 gesprungen. Der größte Teil davon stammt zwar aus der vom Wetter abhängigen Bauwirtschaft, aber es mehren sich in bedenklicher Weise auch die Stellensuchenden in den anderen Industriezweigen, so namentlich in der unter Auftragsmangel leidenden Baumwollindustrie, die namentlich aus Italien und Oesterreich Arbeitskräfte eingestellt hatte. In mehreren größeren Betrieben der Textilindustrie hört man bereits von umfangreichen Rückwanderungen ausländischer Arbeiter, aber die Unternehmer zögern doch mit allgemeinen Entlassungen. Teils hoffen sie, daß die Konjunktur sich doch noch halten werde, teils haben sich gerade die aus dem Auslande hereingelassenen Kräfte inzwischen ungewöhnlich gut an ihre neue Umgebung und an die Besonderheiten der in der Schweiz üblichen Arbeitsweisen und Maschinen gewöhnt, so daß eine bürokratische Handhabung fremdenpolizeilicher Rechte von beiden Seiten als eine unerwünschte Härte empfunden werden würde. Erst wenn eine wirklich kritische Situation auf dem Arbeitsmarkt auftreten sollte, sollen Landesverweisungen auch gegen den Widerstand der betroffenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ausgesprochen werden.
Bis dahin möchte man versuchen, inner-
Margarine, Schmalz und Oelknchen
Oelmühlen gegen Subventionierungen Gewerkschaftsbund für Senkung der Preise
Düsseldorf . Zum Schutz der deutschen Margarineindustrie gegen ausländische Unterbietung soll die Bundesregierung ersucht werden, illegale Margarineimporte durch verstärkte Grenzkontrollen zu erfassen. Wegen der großen Einfuhren der vergangenen Wochen hat die deutsche Margarineproduktion ohnehin praktisch nahezu stillgelegt werden müssen. Die Absatzmöglichkeiten haben sich zwar durch eine Abnahme der Vorräte des Handels wieder etwas gebessert, doch bereiten die für das laufende Quartal angekün- digten Schmalzimporte in Höhe von 55 000 Tonnen bereits wieder neue Sorgen.
Der deutsche Margarineverband hat ferner 'beschlossen, die Bundesregierung zu ersuchen, die Rohstoffkontingentierung für die Margarineindustrie wieder einzuführen, da etwa 20% der importierten Fettrohstoffe zu doppelten Weltmarktpreisen aus den Ver einigten Staaten bezogen werden müssen. Eine kontingentmäßige Verteilung dieser überteuerten Rohstoffe auf die einzelnen Margarinehersteller sei somit unerläßlich geworden.
Die deutsche Oelmühlenindustrie will bei der Bundesregierung die Aufhebung der Subventionierungsbestimmungen erwirken. Den Anlaß hierzu gaben verstärkte Absatzschwierigkeiten bei Oelen für die Margarineherstellung. Die Oelmühlen haben die Auflage, gewisse Nebenprodukte wie Oel- kuchen der Landwirtschaft als Kraftfutter zu stark verbilligten Preisen zu überlassen. Sie können daher nicht so günstig kalkulieren wie die ausländischen Oelmühlen und liegen mit ihrem Oelpreis um 20 DM je hundert kg über dem Weltmarktpreis. Deswegen sind die Margarinefabriken in größerem Maße dazu übergegangen, billige Auslandsöle einzukaufen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine Senkung der Margarinepreise um 20%. Dabei wird auf die erhebliche Erhöhung der Produktion und die damit verbunden günstigere Ausnutzung der Kapazität im Durchschnitt des letzten Jahres hingewiesen. Außerdem wird erklärt., daß in dem derzeitigen Margarinepreis ein Betrag von sle -
Die neuen Zigarrenpreise
Nach Senkung der Steuer ist eine wesentliche Preisermäßigung für Zigarren und Stumpen in Kraft getreten. Vom 20. Februar ab gelten neue Kleinverkaufspreise. Nachstehend werden die alten und neuen Preise einander gegenübergestellt:
Früher:
12 und 15 Dpf.
18 Dpf. 20 und 22 Dpf. 25 Dpf. 30 Dpf. 35 Dpf. 40 Dpf. 50 Dpf. 60 Dpf. 70 Dpf. 80 Dpf. 1.00 DM 1.50 DM 2.00 DM
Es ist damit zu
Jetzt:
10 Dpf.
12 Dpf.
15 Dpf.
17 Dpf.
20 Dpf.
25 Dpf.
27 Dpf.
35 Dpf.
40 Dpf.
50 Dpf.
60 Dpf.
80 Dpf.
1.20 DM 1.50 DM
rechnen, daß diese
ben Pfennig je kg enthalten sei, der als Stützung der Preise für Futterölkuchen der Landwirtschaft zugute komme. Die Margarineindustrie arbeite also Hand in Hand mit der Landwirtschaft, die gleichfalls an hohen Margarinepreisen interessiert sei, um den Drude auf die Butterpreise abzufangen.
Freiburger Weinniarkt
Freiburg . Vom Bodensee bis in die Ortenau waren auf dem 12. Weinmarkt in Freiburg fast alle badischen Weinorte vertreten. Von 160 Ausstellern wurden 366 Weine angeboten. In der Hauptsache schwankten die geforderten Preise zwischen 3 und 4 DM pro Liter. Einzelne Spitzenweine, wie Ru- länder Spätlese und Spätburgunder, wurden zu 6 bis 12 DM die Flasche angeboten. Den Höchstpreis von 30 DM für die Flasche wies eine Trockenbeerenauslese der Winzergenossenschaft Varnhalt auf.
Von einem erheblichen Rückgang der Weinpreise war auf dem Freiburger Weinmarkt nichts zu merken. Nur bei den geringeren Weinen waren die Preise etwas niedriger gegen voriges Jahr, aber die Preise der besseren Sorten blieben stabil.
Getreidescbauen in Sfidwfirttemberg
Tübingen. Um den Erzeugern und Abnehmern von Getreide einen Ueberblick über die besten Züchtungen des letzten Jahres aus Nord- und Südwürttemberg zu geben, veranstaltet das Landwirtschaftsministerium von Württemberg-Hohenzollern am 25. Februar in Rottweil , am 4. März in Tübingen und am 6. März in Ehingen Getreideschauen, auf denen die besten Proben von Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Hülsenfrüchten, Oelfrüchten und Futtersämereien mit Preisen ausgezeichnet werden. Das Preisgericht setzt sich aus Vertretern der Erzeuger, der verarbeitenden Industrie, der Genossenschaften, des Handels und der Landwirtschaftsämter zusammen.
„Imme^-Exportroodell för Deutschland
Wie die Riedel-Motoren-AG. Immenstadt mitteilt, ist das nach den Vereinigten Staaten gelieferte Exportmodell der „Imme“ R 100 nun auch auf dem deutschen Markt lieferbar.
Preisermäßigung' den Zigarrenabsatz stark beleben wird. Gerade in der südwestdeutschen Zigarrenfabrikation war infolge der überhöhten Steuer die Arbeitslosigkeit besonders stark.
halb der einzelnen Branchen und Landschaften einen Ausgleich zugunsten derjenigen Orte und Industriezweige einzuleiten, die im Verlaufe der Ueberkonjunktur viele Arbeitskräfte verloren hatten. Grundsätzlich zeigen sich aber die fremdenpolizeilichen Organe der Kantone und der Eidgenossenschaft und einige Gewerkschaftsleitungen fest entschlossen, bei einer drohenden Ueberbelastung des Arbeitsmarktes zunächst einmal „ausländischen Dampf abzulassen“. Freilich Ist man sich bewußt, daß solche autonomen Maßnahmen eines reichen Landes, falls sie vom Mutterland der ausländischen Arbeiter als unbillig empfunden werden sollten, vielleicht nicht unbeantwortet bleiben.
Im Verhältnis Deutschland-Schweiz wird dieses Problem vermutlich keine große Rolle spielen, da in der beiderseitigen Grenzwirtschaft keine nennenswerte Aufblähung der Grenzgängerei vorliegt, im übrigen aber infolge der noch bestehenden alliierten Bestimmungen nur in Ausnahmefällen deutsche Arbeitskräfte, außer Dienstboten, in die Schweiz ziehen konnten.
Vieh- and Schweinemärkte
Ravensburg . 72 Stück Nutzvieh wurden am letzten Samstag aufgetrieben und 49 verkauft. 7 Farren (530 bis 850 DM) wurden zugeführt und 5 gingen ab. Von 13 Arbeitsochsen (650 bis 980 DM) sind 10 verkauft worden, von 8 Milchkühen (550 bis 800 DM) 5. 12 hochträchtige Kalbeln kamen auf den Markt und 9 wurden abgesetzt (670 bis 1000 DM). Von 7 fühlbar trächtigen Kalbeln (450 bis 650 DM) wurden 4 an den Käufer gebracht, von 14 Anstell-Rindern (200 bis 330 DM) sind 8 zum Verkauf gekommen und von 11 Anstell-Rindern, 12 bis 24 Monate alt, i 8. — Das gesamte Angebote von 287
Ferkeln wurde zum Stückpreis von 55 bis 67 DM abgesetzt.
Waldshut . Auf dem Nutzvieh- und Schweinemarkt am Donnerstag wurden 142 Schweine und kein Nutzvieh aufgetrieben. Verkaufspreise: 4—6 Wochen 45 bis 55 DM, 6—8 Wochen 60 bis 70 DM, 8—10 Wochen 70 bis 90 DM, Läufer 100 bis 120 DM, jeweils das Paar. Von den 4—6 Wochen alten Tieren wurden 25 Stück, von den 6—8 Wochen alten 25 Stück, von den 8—10 Wochen 16 Stück und von den Läufern 6 Stück aufgetrieben. Alle Tiere wurden verkauft.
Schopfheim . Der Schweinemarkt am vergangenen Mittwoch hatte wieder einen ansehnlichen Auftrieb mit 62 Schweinen zu verzeichnen. Leider war diesmal im Gegensatz zur vorhergehenden Woche der Marktverlauf nur flau und am Schluß verblieb wieder ein größerer Ueberstand. Für 5—8 Wochen alte Milschweine wurden 50—55 DM verlangt und 6—8 Wochen alte Milchschiweine wurden für 55—65 DM verkauft. Läufer waren keine angefahren.
Freiburg . (W. S.-Eigenbericht.) Ein badischer Beauftragter für das öffentliche Auftragswesen ist im Einvernehmen mit dem Wirtschaftsministerium, den Industrie- und Handelskammern und den in Frage kommenden Wirtschaftskreisen nach Bonn gefahren, um dort bei den auftraggebenden Stellen die Interessen der badischen Betriebe bei der Vergebung von Aufträgen wahrzunehmen.
Industrieerzeugnng - Preise - Export
Freiburg . (W. S.-Eigenbericht.) In den ersten Wochen des neuen Jahres war die Kapazitätsausnutzung der Industriebetriebe des Landes Baden nach einem Bericht der badischen Industrie- und Handelskammer größer als im Durchschnitt der zweiten Hälfte 1949. Es scheine jedoch, daß diese Entwicklung, die nicht nur in den einzelnen Industriezweigen, sondern euch in den Unternehmen der gleichen Branche recht unterschiedlich sei, bereits Ihren Höhepunkt erreicht habe. Produktionssteigerungen könnten nur noch durch straffe Rationalisierungsmaßnahmen ermöglicht werden.
Uneinheitlich gestaltete sich in den letzten Wochen die Entwicklung im Textilsektor. Vorwiegend Dienstbekleidungsstücke herstellende Betriebe erhalten keine Aufträge, da der Etat der Behörden für diese Zwecke zur Zeit kein Mittel freiläßt Die meisten Betriebe der lederverarbeitenden Industrie sind unter dem Durchschnitt beschäftigt Da bei den hohen Rothautpreisen nicht mehr der notwendige Lederpreis erzielt werden kann, haben einzelne Betriebe bereits die Verarbeitung neuer Rohware eingestellt. In der metallverarbeitenden Industrie zeigt sich, daß Spezialerzeugnisse krisenfest sind, während der Existenzkampf in einer Reihe anderer Unternehmen schärfere Formen annimmt In der Uhrenindustrie gab es, mit Ausnahme der Kuckucksuhrenherstellung, den erwarteten Rückgang. Die Auftragsbestände sind zurückgegangen. Die Betriebe arbeiten vielfach auf Lager. Die Lage der Sägewerke hat sich weiter gebessert. Die Betriebe der Papierindustrie sind durchschnittlich etwa zu siebzig Prozent, zum Teil sogar zu hundert Prozent ausgenutzt
Die Bauindustrie hat einen nicht nur sai- j sonbedingten Produktionsrückgang zu ver- j zeichnen. Durch den Kreditmangel waren I die Aufträge der öffentlichen Hand und die j private Bautätigkeit so gering, daß die Betriebe schon vor Einbruch des Frostwetters schlecht beschäftigt waren, In der Nahrungs
mittelindustrie wird zum erstenmal über stärkere Rückgänge der Umsätze geklagt Bei den Mühlen ist durch den Weizenmangel die Produktion unterbrochen worden. In der Tabakindustrie sind immer noch stärkste Produktionsdrosselungen notwendig, weil die Aufträge ausbleiben und schon bedeutende Lager vorhanden sind.
Rückläufige Preisentwicklung
F r e i b u r g. (W. S.-Eigenbericht.) Allgemein besteht auch in Baden die Tendenz einer rückläufigen Preisentwicklung; die Ursachen sind verschieden. Im Handel liegen große Posten von Baumwollgewebe noch unverkauft und lösen einen spürbaren Preisdruck aus. In der Elektroindustrie sind die Preise durch die starke Konkurrenz so sehr gedrückt, daß sie kaum noch die Herstellungskosten decken. Lediglich bei Spezialmaschinen und im Apparatebau ist eine merkliche Preisstabilität eingetreten.
Schwierigkeiten im Export
F r e i b u r g. (W. S.-Eigenbericht.) Die Bemühungen vieler Industriegruppen, Auslandsaufträge zu bekommen, haben nach einem Bericht der Industrie- und Handels kammer , von Ausnahmefällen abgesehen, noch keinen Erfolg gehabt. Immer wieder werde darauf hingewiesen, daß die erste Voraussetzung für den Export die Reisemöglichkeit ins Ausland sei. Bereits seit längerem exportierende Firmen der Textilindustrie berichten neuerdings über Schwierigkeiten, die wegen der Zollvorschriften beim Verkauf nach Südamerika aufgetreten sind. Dort wird der Zoll vom Bruttogewicht berechnet, und es ist bis jetzt noch nicht gelungen, eine geeignete leichte Verpackung zu schaffen. Die metallverarbeitende Industrie klagt darüber, beim Export wenig günstige Preise zu erzielen, der Landmaschinenexport wird durch Zollerhöhungen in einzelnen europäischen Ländern erheblich beeinträchtigt.
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Immer noch Wohnungsnot in Winterthur
Winterthur. Während. in der jüngsten schweizerischjein Volksabstimmung die Forderung des Wohnungsbaues durch dien Bund abg*eiebnt worden ist, müssen die Kantone und besonders die entwicklungsfähigen gröberen Städte in der Schweiz sich immer wieder zu weiteren Subventionen für Neubauten entschließen, weü die Wohnungsnot hier immer noch anhält. So sind m Winterthur 70 Familien mit rund ISO Erwachsenen und 180 Kindern noch in Notwohnungen untexgebracht, und zahlreiche neuvermählte Ehepaare warten auif die Möglichkeit, eine eigene Wohnung zu beziehen. Der nichtsubventionierte Wohnungsbau kann der Nachfrage nicht in genügendem Maße entsprechen. Der Stadtrat hat daher deim Großen Gemeinderate zu Händen der Stimmberechtigten ein achtes Kreditbegehxen zur Förderung des privaten Wohnungsbaues unterbreitet. Es handelt sich um die Fortsetzung der 1943 eingedeiteten Aktion, ihr die insgesamt 7,5 Mili. Franken vom Volk zur Verfügung gestellt wurden. Diese Kredite sind heute aufoiebTaucht: 2138 Wohnungen wurden damit subventioniert. Der neue Kredit von einer halben Million Franken soll erlauben, die weitere Bautätigkeit sidierzustellen.
Deutscher Experte für Züricher Bahnhofsausbau
Zürich . Der Regierungsrat und der Stad trat von Zürich sowie die Schweizerischen Bundes bahnen haben im Vorjahr beschlossen, das von den SBB. in engem Einvernehmen mit den Behörden des Kantons und der Stadt Zürich aufgestellte Rahmemiprojekt für den Ausbau des Bahnhofes Zürich durch einen neutralen Ver- kehrsfadilmann begutachten zu lassen. Als Experte wurde der bisherige Verkehrsdiiektor der Bi-Zone Deutschlands . Professor Dr. Frohne, Of fenbach , bestellt. .Er hat diesem Rufe Folge geleistet und den Auftrag vor kurzem angenommen. Prof. Dr. Frohne ist ein Verkehrsfachmann von europäischem Ruf.
Grenzverkehr Deutschland—Schweiz
Z ü r i ch. Die Devisenbestimmungen im Kleinen Grenzverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland sind seit Kriegsende so vielfach geändert worden, daß sich die Beamten selbst nicht mehr durchfinden konnten und eine völlige Unsicherheit entstand. Wie die Schweizerische Deipaschenagentur nun mitteilt oder bestätigt, sind zur freien Ein- und Ausfuhr 5 Mark und 4,20 Franken oder D-Mark zugelassen. Auch das kann natürlich selbst für kurze Ein- oder Zweitagsreisen deutscher Grenzanwohner in die Schweiz nicht genügen: wünschenswert wäre ein Mindestbetrag von etwa 30 DM im Monat.
Internationales Kinderheim
Appenzell . Das am Sitze der UNESCO versammelte Exekutivkomitee der ..Föderation Internationale die6 Communautds d’Enfants" hat beschlossen, in der 6chweiz und in Luxemburg je ein Kinderheim zu gründen. Dementsprechend soll in Trogen, dem Orte des Pestalozzidorfes. ein internationales Haus eröffnet werden, für dessen Bau che UNESCO einen vom
kanadischen Wiederaufbaiurat gestifteten Betrag von 2ö 000 Dollars ziur Verfügung stellen wird.
Volksbad und Volkspark ln Basel Basel . Einem im Großen Rat eingereichten Anträge entsprechend, gibt die Regierung von iBasel-Stadt ihre Pläne zur Umgestaltung des gegen. 100 000 gm umfassenden Areals des Kan- nemfeld-Gottesackers bekannt. Die Regierung schlägt die Schaffung eines Volksbades und eines Volksparkes vor. Ein Plamwettbewerb mit 20 000 Fr. Preisen soll der endgültigen GeMnrie- aufteilung voraufgehen.
Sittliche Verfehlungen eines Lehrers Basel. Vor dem baseWanöscfaaftikhen Strafgericht hatte sich ein 29 Jahre alter Lehrer wegen fortgesetzter unzüchtiger Handlungen, mit Kindern zu verantworten. Der Angeklagte hat in den letzten Jahren gegenüber mehr als einem Dutzend seiner Schüler sich sittlich schwer vergangen. Das Gericht berücksichtigte aber den
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unseres großen Roman - Preisausschreibens ■werden etwa innerhalb der nächsten 8 Tage zuqesandit. Die Namen der ersten 50 Gewinner veröffentlichten wir bereits am Samstag- Alle anderen, die richtig gelöst haben, über 8000 an der Zahl, erfahren den. Lohn ihrer Bemühungen in aller Kürze.
ausgezeichneten Leumund, den der Angeklagte im übrigen sowohl als Lehrer wie auch als Mensch genoß. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe von 20 Monaten verurteilt.
Ein Buch von Degrelle vor der Beschlagnahmet Bern. Der ehemalige belgische Resisten» fü'hrer Leon Degrelle hat in der Schweiz ein Buch „La cohue de 1940) drucken lassen, das angeblich gegen Staatsoberhäupter und Regierungen (nicht schweizerische) Angriffe enthält und deswegen in Belgien beschlagnahmt worden ist. Auf belgischen Antrag sind vorläufig die Druckplatten in der Schweiz beschlagnahmt worden. An sich würden Angriffe auf fremde Staatsoberhäupter und Regierungen kaum eine Handhabe zur Beschlagnahme eines Buches in der Schweiz bieten, doch prüft die Bundesamwaltschaft z. Zt., ob in dem Buch Degrelles, der 6icb in Spanien aufhalten soll, auch Angriffe gegen die demokratische Staatsordnung enthalten sind, was dann allerdings zur Beschlagnahme führen könnte.
Trio von Taschendieben
Genf . Der Untersuchungsrichter nahm ein Trio von italienischen Taschendieben ins Verhör, die im Januar nach zahlreichen Taschen- diebstählen verhaftet wurden. Sie haben 35 Diebstähle in Bern , 8 in Zürich , 6 in Lausanne und 15 in Genf auf dem Gewissem und dabei etwa 3000 Franken erbeutet. Es handelt sich un einen älteren Italiener und dessen lTjährigei Sohn sowie um einen dritten Komplizen. Du Bande war ähnlicher Diefostähle halber bererti in Paris einmal verurteilt worden.
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