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Donnerstag, 31. Mai 1961

SÜDKURIER

Nr. 83 / Seite 8

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Sturze Stabtnödjridjtett

Das österreichische Kursschiff „Austria “ stieß gestern nachmittag bei der Einfahrt in den Konstanzer Hafen mit dem Bug gegen die Hafenmauer. Dafoei erlitt das Schiff kleineren. Schaden, der sofort aus­gebessert wurde.

Der zweite neue städtische Omnibus ist dieser Tage eingetroffen und bereits in Dienst gestellt worden.

Die für heute abend vorgesehene Füh­rung der Volkshochschule durch die Aus­stellung im Wessehbenghaus fällt wegen Verhinderung von Dir. Escbweiler aus.

Am Donnerstagabend findet im Stadt­garten ein Konzert der Stadtkapelle unter Leitung von Werner Zimmermann statt. Auf die verbilligten und übertragbaren Zehnerkarten, die zum Besuch fast aller Konzerte berechtigen, wird hingewiesen.

Morgen Freitagabend veranstaltet die Imkona in „St Johann“ (nicht im Bürger- saad, wie ursprünglich vorgesehen war) einen Balladenabend mit Friedrich Läuter (Bariton) und Dr. F. ILirtiLer (Klavier). Zur Aufführung gelangen Balladen von Schu­bert, Löwe, Wolf und F. Hirtler, sowie Klavierwerke von Chopin und Brahms .

Die in Konstanz und Umgebung ansässi­gen Danzdger treffen sich am Samstag­abend im Restaurant „Engstier“ zur Wahl der Delegierten zur Danziger Volksvertre­tung.

Für die Berufskraftfahrer findet am Samstagabend dm „Grüneniberg“ eine Ver­sammlung statt. Es spricht H. Schmidt Stuttgart , über das Thema „Welches Recht und welchen Schutz hat der Berufsfahrer?“

Die Gewerkschaft Bau-Steine-Erden hält am Sonntag, den 3. Juni, im „Bauhof“ eine außerordentliche Jahreshauptversammlung ab.

Das noch vom Internationalen. Trachten­fest her bekannte Jodlertrio Geschwister Wegscheider (Scheidegg ) singt am kom­menden Sonntagabend im „Rößle“-Saal in Wollmatingen .

Der Kirchenchor von St. Martin, Woll­matingen, machte am Wochenende eine Schwarzwaldrundfahrt In bunten Bildern zogen die landschaftlichen Schönheiten der Heimat vorüber: Schaffhausen , der Rhein­fall, das Rheintal bis Waldshut , St. Blasien und Todtnau , wo die Sänger Gast des dor­tigen Kirchenchores waren. Uefoer St Peter, St.Mäigen ging die Fahrt an den See zurück.

Sein 40jähriges Dienstjubiläum feiert am 1. Juni Pflegednspektor August Ehmann, Bleicheniweg 5. Der Jubilar hat am Wie­deraufbau der Heil- und Pflegeanstalt Rei­ chenau maßgebenden Anteil genommen.

SPD -KIage wurde abgewiesen

Das Verwaltungsgericht Konstanz hatte sich dieser Tage mit einer interessanten Klage zu befassen. In der Stadt Rheinfelden galt es, den ersten Beigeordneten durch zwölf Stadträte und den Bürgermeister in freier und geheimer Wahl zu wählen. Die CDU und die SPD hatten als stärkste Par­teien in der Stadt je einen Kandidaten aufgestelit. Im ersten Wahlgang wurden für jeden Kandidaten je sechs Stimmen abgegeben; der 13. Stimmzettel war leer. Im § 31 der Gemeindeordnung heißt es nun, daß bei Stimmengleichheit die Stimme des Bürgermeisters ausschlagge­bend ist. Der Bürgermeister lehnte es je­doch ab, seine Stimme offen abzugefoen, da er auf diese Weise gegen das demokra­tische Prinzip der geheimen Wahl und so­mit gegen die Landeswahlordnung und die

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Allensbach . In der letzten Versammlung des Heimatvertriebenenvereins im Z.v.D. im „Löwen“ erstattete der 1. Vorstand Paul Krug Bericht über die letzte Kreis- Versammlung in Radolfzell . Er gab be­kannt, daß der zurückgetretene 1. Kreis­vorstand, Amtsgerichtsrat Dr. Bogdan, nach der Bereinigung einiger Unstimmig­keiten wieder gewählt wurde. Der Ver­ein wird eine Fahrt nach Stein a. Rh. un­ternehmen, die am 17. Juni stattfinden soll.

Dingelsdorf . Max Fretz feierte am Dienstag seinen 76. Geburtstag. Frau Maria Baumann, geb. Braunbart, Frau des Altbürgermeisters, begeht am 1. Juni ihren 75. Geburtstag.

Verfassung verstoßen würde. Der Stadtrat faßte darauf den Beschluß, die Wahl zu wiederholen. SPD und KP protestierten gegen diesen Beschluß und verließen die Sitzung. Die anderen Stadträte, die zum größten Teil der CDU angehörten, und der Bürgermeister hielten sich trotzdem für beschlußfähig und führten die Wahl durch. Dabei wurde mit 6:1 Stimmen der CDU - Kandidat zum 1. Beigeordneten gewählt. Die SPD -Fraktion von Säckingen klagte nun auf Anfechtung des Stadtratsbeschlus­ses nachdem ein zweiter Wahlgang ange­ordnet worden war. Die Fraktion kam je­doch mit ihrer Klage nicht durch. Das Verwaltungsgericht war der Auffassung, daß der Bürgermeister bei einer geheimen Wahl bei Stimmengleichheit seine Stimme nicht bekanntgeben dürfe. In diesem Fall werde die Gemeindeordnung durch die Landeswahlordnung außer Kraft gesetzt

neu. Sämtliche Unterabteilungen werden ihr Können ln den verschiedenen Sport­arten zeigen. Den Höhepunkt dürften die Freiübungen, Gymnastik und das Barrgp- turnen der Turner und Turnerinnen für das Lamdestumfest in Offenburg bilden. Hüpfspiele, Tauziehen, Medizinballspiele und ein Faustballspiel zwischen dem VfL und dem Turnverein Allmannsdorf ergän­zen das Programm, an dem sich auch die kleinsten Turner und Turnerinnen betei­ligen werden.

Gehaltserhöhung der Beamten

Die Ankündigung einer Gehaltserhö­hung von 20% für alle Beamten hat stel­lenweise zu der Auffassung geführt, es handle sich hier um eine neue zusätzliche Erhöhung zu den bereits in Aussicht ge­nommenen 15%. Der Beamtenausschuß des Deutschen Gewerkschaftsbundes , Kreisausschuß Konstanz, legt Wert auf die Feststellung, daß diese Auffassung irrig ist. In Wirklichkeit besteht lediglich bei den maßgebenden Stellen die Absicht, statt der Gehaltserhöhung von 15°/o eine solche von 20°/o durchzuführen. Daß auch dieser Prozentsatz in keiner Weise der Notlage der Beamten, vor allem der un­teren und mittleren Gehaltsstufen ge­recht wird, geht schon daraus hervor, daß die heutigen Gehaltssätze seit 1927 in Geltung sind.

Trinkerffirsorgestelle eingerichtet

Mit der Bezeichnung „Kreisstelle der Suchtkrankenfürsorge, Staatliches Gesund* heitsamt Konstanz“ hat der Landesver­band gegen den Alkoholismus in Konstanz eine Trinkerfürsorgestelle eingerichtet. Leiter der Kreisstelle ist der Leiter des Staatl. Gesundheitsamtes, Medizinalrat Dr. Reitze. In Konstanz finden für die Rat­suchenden regelmäßig Sprechstunden statt Vor allen Dingen soll der Alkoholmiß­brauch, nicht der vernünftige Genuß von Alkohol schlechthin, bekämpft werden. Man hofft dies durch die Erfassung und Behandlung der Trunksüchtigen und Trunkgefährdeten, sowie durch die Be­wahrung der Kinder und Jugendlichen vor Alkohol und durch Einführung und För­derung der Süßmostbereitung in der Fa­milie zu erreichen.

Die neuen Filme

Anturnen auf der Jahnwiese

Die Turnabteilung des VfL Konstanz veranstaltet am kommenden Sonntag- nachmittag auf der Jahnwiese ihr Antur-

Von Freitag bis Montag zeigt das Gloria den letzten Film Ernst Lubitschs , des Mei­sters der Filmoperette: „Die Frau im Her­melin“, ein Farbfilm in Technicolor, — das Capitol die Reportage einer Zuchthaus­revolte „Zelle R 17“, und das Scala-Theater ein neues Lustspiel aus dem Wintersport­paradies „Nacht ohne Sünde“. Sondervor­stellungen finden statt im Gloria mit dem Murnau -Film „Tabu“ und im Capitol mit dem Film „Autobanditen“. — Das Roxy zeigt ab morgen den neuen deutschen Kri­minalfilm „Mordprozeß Dr. Jordan“. In den Hauptrollen spielen Rudolf Fernau , Maria Holst , Dorothea Wieck und Theodor Loos .

Vom Herz zum Herzen Oer JugenO

Gedankenaustausch deutscher und schweizerischer Lehrerverbände

In einer Wochenendtagung trafen sich im Seminar in Kreuzungen Vertreter der schweizerischen und deutschen Jugendschrif­tenkommissionen, um die Lage ihres Jugend­schrifttums zu erörtern. Warum gerade diese beiden Länder zu solchem Thema sich zu­sammenfanden, ergibt sich aus ihrer frühe­ren innigen Pflege deutschsprachigen Jugend­schriftgutes. Vor dem ersten Weltkrieg über­wog in der Schweiz das deutsche Jugend­buch im Verhältnis 7:1; 1924 stand es noch 2:1; mit dem zweiten Weltkrieg trat es zu­gunsten des schweizerischen Jugendbuches ganz zurück. Um so dankbarer wurde es deshalb begrüßt, daß diese Tagung vom Schweizer Lehrerverein ausging, dessen Präsident Hans Egg sie in der Begrüßung als das „literarische Gewissen der Lehrer­schaft“ bezeichnete.

Zunächst referierte der Präsident der Jugendschriftenkommission des SLV, Cor- nioley, Bern , über „Die Lage im Schweizer Jugendschrifttum“. Eine beinahe hundert­jährige kontinuierliche Arbeit wurde hier vollbracht. Die positive Leistung besteht vor allem in der Pflege des guten Jugendbuches; dieses wird nach seiner (von großem er­zieherischen Verantwortungsbewußtsein ge­tragenen) Bewertung durch die Jugendbuch­kommission in der „Jugendwarte“ — der Beilage der Schweiz . Lehrerzeitung — be­sprochen und dann in den zweijährlich er­scheinenden Katalog „Das gute Jugendbuch“ aufgenommen. Konservativ, einfach und klar ist das Ziel dieser Schweizer Kommission: „Für das Gute — gegen das Schlechte“.

Anschließend referierte Rektor Türk, Mün­ chen , Vorsitzender des bayerischen Jugend- schriften-Ausschusses, als Vertreter der Ver­einigten Jugendschriften-Ausschüsse West­deutschlands, über „Die Lage des deutschen Jugendschrifttums und der Aufgabenbereich der Vereinigten Jugendschriften-Ausschüsse“. Aus einem Ueberblick über die Geschichte des deutschen Jugendschrifttums und der Jugendschriftenbewegung ergab sich, daß im Grundsätzlichen und Gelegentlichen die po­larsten Forderungen an das deutsche Jugend­buch gestellt wurden. Vor allem seine tra­gende Idee der allgemeinen Menschenbildung ließ es 1933 für das völkische Erziehungsziel unbrauchbar erscheinen, so daß es unter­ging und bis 1945 einem Dornröschenschlaf verfiel. Was nach den beiden Säuberungen 1933 und 1945 noch übrig blieb, war herzlich wenig. Dennoch verzeichnen wir heute be­reits wieder 600—700 Neuerscheinungen deut­scher Verlage. 13 Landesverbände mit 128 Arbeitsgemeinschaften und zahlreichen Ein- zelmitarbeitem betätigen sich wieder in der Sichtungs- und Prüfungsarbeit des Jugend- schrifttums. Der Referent betonte, daß der

Feind der Vereinigten Jugendschriften-Aus­schüsse jeder sei, der den Geschmack und die Gesinnung unserer Jugend verderbe und daß Buchhändler, Erzieher und Eltern Mit­streiter zum Wohle unserer Jugend sein müssen.

Im Anschluß an die beiden Referate wurde eine Ausstellung Schweizer Jugendbücher ge­zeigt, die anschaulich die Ausführungen des Schweizer Referenten unterstrich und reiche Auswahl, klare Uebersicht und wertvolles Buchmaterial zeigte.

Am Sonntag traten die Tagungsteilnehmer vormittags in Konstanz im „Deutschen Haus“ zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Der Vertreter des bad. Landesverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft berichtete zunächst, daß im vordringlichen äußeren und inneren Aufbau der Schulen Südbadens bisher Spezialaufgaben zurück­treten mußten. Der Vertreter der Arbeits­gemeinschaft für Jugendschrifttum der Stadt Konstanz , Rechtsrat Kirehgäßner. berichtete aus dem lokalen Gebiet über die positive Förderung des guten Buches durch verschie­dene Ausstellungen sowie über Maßnahmen gegen Schund und Schmutz, die leider noch einer öffentlich-rechtlichen Basis entbehrten. Eine Begrenzung der Gewerbefreiheit auf dem Gebiet der Druckerzeugnisse wäre aber dort am Platze, wo das verderbliche Gift der Schund- und Schmutzliteratur hem­mungslos auf die Jugend losgelassen werde.

Doch vielleicht hilft auch bei uns eines Tages in diesem Kampf das von Cornioley, Bern , praktizierte und empfohlene Mittel, nach den Drahtziehern dieser verderblichen Literatur zu forschen und ihre Namen zu veröffentlichen.

Olga Meyer , die gefeierte schweizerische Jugendschriftstellerin, beschloß die an­regende und fruchtbringende Aussprache mit einem Dank für die Arbeit für das gute Jugendbuch, das nicht nur Bewahrer ehr­würdigen Kulturgutes, sondern ebenso vom Herz zum Herzen der Jugend gehen müsse. Wer als Schriftsteller im Sinne Ernst Wie- cherts die Herzen bewege, bewege die Welt.

Zum Abschluß der Tagung vermittelte die Städt. Bibliothek im Ratssaal aus eigenen Beständen eine gediegene Schau deutscher Jugendbücher. Oberbürgermeister Knapp er- öffnete diese Ausstellung, begrüßte vor allem die interessierten Schweizer Gäste und be­tonte, daß Konstanz als geographische Brücke zwischen der Schweiz und Deutschland da­mit auch die geistige Brücke von Land zu Land schlagen wolle und wünschte den Tagungsteilnehmern und der zahlreich er­schienenen Lehrerschaft guten Erfolg in ihrem Bemühen, diese geistige Brücke durch die Tagung wieder aufzubauen.

131er Gefeß ln Kraft getreten

Entscheidendes Votum der badischen Landesregierung

Auf einer Versammlung des Allgemeinen Beamtenschutzbundes im „Alemanne“ in Konstanz gab Reg.-Direktor a. D. Frhr. von Edelsheim aufschlußreiche Mitteilungen über das erbitterte Ringen um das Unterbringungs­und Versorgungsgesetz für die verdrängten Angehörigen des öffentlichen Dienstes und die ehemaligen Berufssoldaten. Die verschie­denen Versuche, zunächst durch die SPD und in letzter Minute über den Deutschen Städte­ tag , den Bundesrat und gar den Bundesprä- sidenten die für die Unterbringung entschei­denden Bestimmungen des Gesetzes zu Fall zu bringen, sind, wie der Redner mitteilte, gescheitert. Das Gesetz ist nunmehr in Kraft getreten und gilt rückwirkend ab 1. April ds, Js. Bei aller gebotenen Reserve hinsicht­lich der zahlreichen Mängel und Rechtsbeu­gungen, die Um Gesetz leider noch inne- wohnen, müsse doch festgestellt werden, daß ein entscheidender Schritt vorwärts getan sei. Endlich sei eine feste gesetzliche Plattform vorhanden, von der aus weiter für die Durchsetzung von Recht und Gerechtigkeit gekämpft werden könne.

Im Haiuptreferat befaßte sich der Vor­sitzende des Landesverbandes Baden im Beamtenschutzbund, Stadtdirektor z. Wv. Stender, eingehend mit den beiden Haupt­teilen des neuen Gesetzes, der Versorgung and der Unterbringung. Von einer versor- gungsreditlichen Gleichstellung der 131er mit den Westbeamten könne, so betonte der Red­ner in Widerlegung einer vielfach verbreite­ten irrigen Meinung, noch nicht die Rede sein. Auch die Pensionäre sind, materiell nur zum Teil wirklich gleichgestellt und wer­den in vielen Fällen erheblich geringere Ruhegehälter beziehen als ihre glücklicheren Kollegen aus dem Westen Deutschlands . Weit größere Sorge als die Ruhegehaltsempfänger bereiten dem Beamtenschutzbund jedoch die restlichen etwa 70 Prozent des unter Art. 131

fallenden Personenkreises. Von diesen {m ein erheblicher Teil durch die Einführung der sehr harten Mindestdienstzeitklausel vjJJ 10 Jahren bei den Beamten bzw. Offizieren und 18 Jahren bei den Berufsunteroffizieren sowie als Widerrufsbeamte und Angestellte von einer beamtenrechtlichen Versorgung überhaupt ausgeschlossen. Diese Menschen bei denen es sich überwiegend um Frontgeneration bzw. um Familienväter mit minderjährigen Kindern handelt, untere«, bringen, sei daher eine der vornehmsten Pflichten. „Wir wollen keine Almosen, kein sog. Uebergangsgehalt, wir wollen Arbeit, 1 wollen als treue Diener des Staates endlich wieder eingegliedert werden und unseren Mann stehen dürfen.“ Im Lande Baden könn- ten bei Erfüllung des gesetzlichen Solls von 20 Prozent alle hier ansässigen 131er, und zwar sowohl die vertriebenen wie auch die einheimischen wieder ( in Stellung gebracht werden.

Als eine besondere Pflicht, bezeichnete es Stadtdirektor Stender der badischen Regie­rung namens der 131er dafür zu danken, daß sie sich unter Hintanstellung von mancher­lei Bedenken im Bundesrat für die sofortige Verabschiedung des Gesetzes und damit für eine schnelle Hilfe eingesetzt habe. Ohne die Stimmen der Länder Baden und Bayern , die beide ihre bisherige oppositionelle Haltung äufgaben, wäre das Gesetz im Bundesrat zu Fall gekommen bzw. an den Vermittlungsaus­schuß überwiesen und damit weiterhin ver­zögert worden.

Zum 1. Vorsitzenden des neugeschaffenen Ortsverbandes Konstanz — umfassend die Zweigstellen Altstadt, Petershausen und Wollmatingen — wurde Reg.-Dir. Frhr . von Edelsheim gewählt, zu seinem Stellvertreter und gleichzeitig als juristischer Beirat des Ortsverbandes Landrat a. D. Dr. Kauffmann.

Lokale Sportumschan

Konstanzer spielten gegen englische Profis Der englische Cup-Finalist Bladtpool startete

seine Schweizer Reise, wie kurz berichtet, mit einem sicher errungenen 2:0-Erfolg gegen den ver­stärkten Nationalliga B-Dritten FC St. Gallen . Die erste Enttäuschung: Matthews, der unbestrittene König der 'Rechsaußen, dessentwillen auch viele Sportfreunde aus dem deutschen Grenzbezirk er­schienen waren, mußte wegen Verletzung aus­setzen. Enttäuschung Nr. 2: aus noch ungeklärten Gründen ließen die Grashoppers die angekündig­ten Verstärkungen (Bickel usw.) nicht nach St. Gallen fahren. Die Ueberraschung war die Mit­wirkung Klöklers vom VfL Konstanz, der sich mit der neuen Aufgabe, im Schweizer Riegelsystem als ungebundener Mittelläufer zu wirken, zunehmend besser abfanef und nicht nur überall im Mittelfeld auftauchte, sondern auch in der Deckung dem be­rühmten englischem Internationalen Mortensen manchen Sipielzug verdarb. Daß Vögele (aus ihm ist bereits ein Schweizer „Vögeli" geworden) ohne genaue Paßbälle bei dem englischen Deckungs­schema schwer zu schaffen hat, stand zu erwarten. Immerhin stammten die beiden einzigen gefähr­lichen Schüsse von ihm. Die Engländer bereiteten dem Kenner manchen Genuß. Diese Schüsse aus dem Kniegelenk, ohne erkennbaren Ansatz, dieses wuchtige oder placierte Köpfen, die Annahme härtester «Bälle mit allen Körperteilen, die athleti­sche Durchbildung jedes einzelnen, das alles sind Merkmale, die den Inselfußball noch vorteilhaft von dem des Kontinents unterscheiden.

SV Dettingen—VfL Konstanz „Tradl" 1:10 (1:4).

Zu einem Freundschaftsspiel empfing Dettingen die Traditionself des VfL. Die junge eifrige Mann­schaft des Gastgebers konnte der überlegenen. Technik der Konstanzer nichts entgegensetzen.

Turnerinnen übten für das Landesturntest

Von Samstag- bis Sonntagnachmittag fand in der Turnhalle in St. Georgen ein Lehrgang des Turnerbundes Südbadeo für Turnerinnen der Lan­desriege mit über 30 Teilnehmerinnen als Schu­lung und Vobereitung für das Landesturnfest in Offenburg statt. Die Leitung lag in Händen von Landesfrauenturnwart Boos (Freiburg ) unter Mit­hilfe von Gaufrauenturnwart Häusler (Uebertin- gen) und von Landesfrauenturnwart für volkstüm­liche Uebungen Adolf Weißer (St. Georgen/Schw.) und von Gaufrauenturnwartin Käthe Weißer (St. Georgen ). Gauvorsteher Wunderlich (Villingen ) wohnte dem Lehrgang bei. Der Samstag brachte die Einführung im die mittleren und schwierigen Uebungsformen an den Geräten, das Durchturaen der Pflicht- und Kürübungen für dasLandesturnfest. Der Sonntag war der Einführung in Gymnastik und dem Durchturnen der Festgymnastik, dem Boden­turnen und dem Festtanz gewidmet. Es war ein schönes und lebendiges Bild, das sich in der ge­räumigen und gepflegten Turnhalle dem Betrach­ter bot, und die vorgeführten Uebungen lassen ausgezeichnete Leistungen beim Landestumfest erwarten.

Hodcey: VfL Jagend—VH. Stuttgart Jugend 2:0.

In einem schnellen, technisch gewandten Spiel distanzierte die Jugendmannschaft der Hodcey- Abteilung des VfL Konstanz die Hockey-Jugend des VfB Stuttgart klar mit 2:0 Toren. Taktisch wurde zwar noch zu durchsichtig ugd engmaschig gespielt-, auch blieben viele Torchancen und

Strafecken ungenützt. Allgemein diktierten die Konstanzer aber das Spielgeschehen und buchten mit diesem Spielergebnis einen schönen Erfolg eifrigen Trainings und freudigen Einsatzes.

Um die Fecht-Bezlrksmannschaftsmelsterschaft

Lokaltreffen der Boxer

Am Samstag um 20.30 Uhr treffen sich auf dem Stefanstumplatz der „Rheinstrom" und der „Bor- Ring" zum fälligen Rückkampf. Bekanntlich konnte der „Rheinstrom" den ersten Kampf zu seinen Gunsten entscheiden, so daß der „Box-Ring" be­strebt sein dürfte, diese Scharte wieder auszu­wetzen. Beide Mannschaften treten mit ihren der­zeit stärksten Aufstellungen an.

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Tischtennis-Freund scüatfsspfel

in Konstanz standen sich die Tischtennisabtei­lungen des TSV 1848 Tettnang und des VfL Kon­stanz in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Während Tettnang in stärkster Aufstellung antrat, war Konstanz gezwungen, mit zwei Mann Ersatz anzutreten. Es entwickelten sich eine Reihe von ausgeglichenen und spannenden Kämpfen. Ke Einzelspiele konnte die Mannschaft des VfL Kon­stanz mit 7:5 Punkten für sich entscheiden, wäh­rend Tettnang die Doppelspiele mit 3:1 Punkten gewinnen konnte. Im Gesamtergebnis trennten sich beide Mannschaften mit 8:8 Punkten unent­schieden.

Die Fechtmannschaften von Konstanz und Sin­gen kämpften in Konstanz um die Teilnahme­berechtigung an der Endrunde um die Bezirks- mannschaftsmeisterschaft, die am 10. 6, in Singen ausgetragen wird. — Die Kämpfe im Herren-Flo- rett erbrachten folgende Ergebnisse: 1. Mann­schaft Konstanz — 2. Mannschaft Singen 10:6 1. Mannschaft Singen—2. Mannschaft Konstanz 14:2; 1 . Mannschaft Singen — 1. Mannschaft Kon­stanz 11:5, 2. Mannschaft Singen — 2.Mannschaft Konstanz 11:5, woraus sich folgende Rangordnung ergibt: 1. 1. Mannschaft Singen, 2. 1. Mannschaft Konstanz , 3. 2. Mannschaft Singen, 4. 2. Mann­schaft Konstanz .

Da am Nachmittag die Säbelmannschaft der Sin- gener nicht antrat, gilt dieser Mannsdiaftskampf als für Konstanz kampflos gewonnen. Das an Säbel­fechten immer interessierte Publikum kam dafür bei dem als Schaukampf ausgetragenen Treffen der beiden Konstanzer Säbelmannschaften auf seine Kosten.

Das Ergebnis der Florettfechterinnen dürfte wohl den Leistungen der Konstanzer Damen nicht ganz gerecht werden. Sie mußten, von der Macht des Zufalls (Kampfgericht) bezwungen, eine knappe 9:7-Niederlage hinnehmen. In der Einzel­wertung belegten sie mit Frau Linsin den zweiten und Frl. Lude den vierten Platz.

Das Gesamtergebnis des Turniers hat einmal mehr bewiesen, wie sehr die Fechtabteilung de» VfL Konstanz unter dem Mangel an Fechtlehrern leidet. Die Verhältnisse erlauben es der jungen Abteilung nicht, einen Fechtmeister zu engagie­ren. Es erhebt sich also die Frage: gibt es in Kon­ stanz keine alten Fechter oder Fechterinnen, viel­leicht gar Fechtlehrer, die gewillt sind, sich des talentierten Nachwuchses anzunehmen? Ferner, wo sind alte «Fechter, die der Abteilung Waffen oder sonstige Schutzgeräte zur Verfügung stellen können? Hier wäre eine Gelegenheit, alter Fecht­kameradschaft Ausdruck zu geben.

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TODESANZEIGE und DANKSAGUNG

In den frühen Morgenstunden des Samstags, den 26. Mal, ■wurde mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter, treu­besorgter Vater, Bruder. Schwiegersohn, Schwager u. Onkel

Otto Trunz

Kaufmann

mitten aus seinem arbeitsreichen Leben, im Alter von 57 Jahren, unerwartet in die Ewigkeit abberufen. Sein Beruf und die Sorge für seine Lieben waren ihm Lebensinhalt und Erfüllung zugleich.

Wir haben den lieben Verstorbenen am S*. Mai zur letz­ten Ruhe gebettet.

Für die uns in so reichem Maße erwiesene Anteilnahme sowie für die vielen schönen Kranz- und Blumenspenden danken wir auf diesem Wege aufrichtig und von ganzem Herzen. Ein herzliches Vergelts Gott der hochw. Geistlich­keit, sowie allen Freunden und Bekannten, die dem lieben Verstorbenen das letzte Geleit gaben und dem Seelenopfer beiwohnten.

Radolfzell , den 51. Mal 195L Schützenstr. 9—11

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Hilde Trunz. geb. Jöchle mit Kinder Otto und Werner,

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TODESANZEIGE und DANKSAGUNG

Nach langer, mit größter Geduld ertragener Krankheit nahm der Herr über Leben und Tod am 19. Mai meine liebe Gattin, unsere unvergeßliche, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante

Marie Klaiber

geh. Huger

wohlvorbereitet, ln ihrem 68. Lebensjahre zu sich in die ewige Heimat. Wir danken allen, die unserer lb. Mutter während ihrer Krankheit Gutes erwiesen haben und ihr beim Heimgang das letzte Geleit gaben. Besonderen Dank Herrn Stadtpfarrer Adolph, den Ärzten vom Arlener Kran­kenhaus und den ehrw. Schwestern für ihre zahlreichen Kankenbesuche sowie für die vielen Kranz- und Blumen­spenden. Wir haben die liebe Verstorbene am 21. Mai in Rielasingen zur letzten Ruhe gebettet.

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