SÜDKURIER
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Nr. 1« / Seite 5
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beit 20 . Septembee 1951
Kleine herbllUche Spinnerei
Es läßt sich ja wohl nicht länger leugnen, daß der Herbst seinen Einzug gehalten hat. Allzudeutlich mahnen uns dichte Nebelschwaden, tortziehende Vogelscharen und blühende Herbstzeitlosen daran, daß das Jahr zur Neige geht. Noch einige Wochen, und wir werden am Ofen goldene Fäden der Erinnerung an schöne Sommertage spinnen.
Spinnen! Der September ist ja hier am Bodensee der Spinnenmonat. Jeden Mor- ,gen kann die Hausfrau Jagd auf diese, zweifellos sehr nützlichen, aber in ihrer Vielzahl doch ziemlich unangenehmen, Tierchen machen. Der Erfolg ist allerdings gleich Null, denn ehe der Abend naht, haben sie an anderer Stelle ihre Netze gesponnen. Man wundert sich nur, wieviel Arten Spinnen hier vertreten
sind. Da gibt es die winzigklednen die man nur bemerkt, wenn sie im Begriff sind, einem eingefangenen Insekt den Lebenssaft' auszusaugen, dann die langbeinigen, die in dem Beschauer immer ein leichtes Ekelgefühl wachrufen, die Kreuzspinnen, kurzum Spinnen in allen Größen und Gattungen.
Ein Gutes hat der Spinnenmonat allerdings. Er ist dazu angetan, abergläubische Gemüter für alle Zeiten zu kurieren, denn soviel an Kummer, Freude oder Erquickung wie die Spinnen diesen Menschen morgens, mittags oder abends verheißen, kann kein Tag in sich Ofcrgen.
Die Hausfrauen aber nehmen, trotz aller Bewunderung für diese fleißigen Tiere, mit Besen und kühner Entschlußkraft bewaffnet, unermüdlich den Kampf mit den Eindringlingen in ihrem trauten Heim auf, ab und zu allerdings innehaltend in Ehrfurcht vor den Kunstwerken, die die Natur durch ein so kleines Tier schafft und dem menschliches Wirken noch nichts Ebenbürtiges entgegenstellen kann. I. W.
OtnnibU0*Warteballe ungeeigneter Aufenthaltsort
Es sind dort oft zweifelhafte Elemente anzutreffen
In unserem Bericht über den Autodieb- , hofwartesaal
stahl in Konstanz und die anschließende verwegene Fahrt nach Böhringen war auch der Satz enthalten, daß drei der jungen Leute mitten in der Nacht aus dem Warteraum der städtischen Omnibusse am Bahn- hofplatz gekommen seien. Dieser Warte- raum ist — das wurde uns schon verschiedentlich bestätigt und jetzt wieder aufs neue von Taxi-Chauffeuren bekräftigt — in den letzten Monaten ein beliebter Aufenthaltsort von lichtscheuen Elementen gewesen. Fast jede Nacht treiben sich dort junge Burschen umher, die entweder kein Geld haben, um in die Herberge am Dö- beleplatz zu gehen oder die irgend etwas „erleben“ möchten.
Man findet dort aber auch anständige Reisende, die mit dem letzten Zug kommen und mit dem ersten Zug oder Schiff weiterfahren wollen, so daß sich eine Uebemachtung nicht löhnt. Im Sommer würden sie zu so später Stunde ohnehin kein Quartier mehr bekommen. Die Bundesbahn schließt aber den Bahnhof-Wartesaal nach dem Eintreffen des letzten Zuges und die Reisenden können dann schauen, wo sie Unterkommen.
* Es sind den ganzen Sommer hindurch Klagen laut geworden über diese Omnibus-Wartehalle, die man zudem etwas freundlicher ausgestalten könnte. Die Polizei nimmt zwar regelmäßig jede Nacht Kontrollen vor, aber die Burschen, die nicht mit der Polizei in Berührung kommen wollen, wissen sich diesen Kontrollen geschickt zu entziehen. Es gibt hier u. E, nur eines: Die städtischen Verkehrsbetriebe müssen dafür Sorge tragen, daß diese Wartehalle ein Gitter erhält, das nach der letzten Fahrt der städtischen Omnibusse geschlossen wird.
Außerdem geht ein Vorschlag an die Bundesbahn dahin: Den Wartesaal die ganze Nacht hindurch offenzuhalten, wie dies in anderen Städten auch geschieht. Der Wartesaal dürfte aber nur von den Personen betreten werden, die über eine Fahrkarte verfügen. Allerdings müßten dann auch regelmäßig Kontrollen durch die Bahnpolizei erfolgen. Um es bei dieser Gelegenheit noch anzubringen: Ein kleine Auffrischung könnte der Konstanzer Bahn
auch ertragen. Bei einem Schönheitswettbewerb würde er bestimmt nicht den ersteh Preis bekommen!
Vom Gebirgsträdhtenverein „Edelweiß“
Der Gebirgstrachten - Erhaltungsverein „Edelweiß“ hielt seine Jahreshauptversammlung in der „Gebhardshalle“ ab. Wie aus dem Jahresbericht des 1 Schriftführers und dem 'ausführlichen Bericht des 1. Vorstandes über das Internationale Trachtenfest in Konstanz hervorgimg, war dieses Jahr das bisher arbeitsreichste, aber auch erfolgreichste. Erfreulicherweise hatte der Verein im vergangenen Jahr wiederum 53 Neuaufnahmen zu verzeichnen. Mit 166 Mitgliedern zählt der Gebirgstrachtenver- ein „Edelweiß“ zu den größten Vereinen des Bodensee-Trachtenverbandes. 1. Vorstand Willy Jenny dankte allen Ausschuß- mitgliedem sowie den Mitgliedern für ihre rege Mitarbeit. Der neue Vorstand — die bisherigen Mitglieder wurden fast einstimmig wdedergewählt — setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorstand Willy Jenny, 2. Vorstand Max Liebhardt, 1. Schriftführer Kurt Huber . 2. Schriftführer Erwin Vogler, 1. Klassier Helmut Bürkert, 2. Kassier Kurt Hensier, 1. Vorplattler Willy Jenny, 2. Vorplattler Kurt Eisele. Leiter der Jugendgruppe wurde Willy Jenny, Musik- und Chorleiter Max Liebhardt, Leiter der Theatergruppe Edwin Baumann.
■ In Znknnft gemeinsame Seenachtsfeste
Die Vertreter der Verkehrsvereine Kreuzlingen und Konstanz besprachen kürzlich die Lehren, die aus dem gemeinsam veranstalteten Seenachtsfest Konstahz- Kreuzlingen zu ziehen sind. Es wurde beschlossen, in Zukunft die Seenachtsfeste in der Bucht von Konstanz -KreuzUngen gemeinsam zu veranstalten und weiter auszubauen. Das Seenachtsfest soll jeweils am letzten Samstag des Monats Juli stattfinden.
Blumenschau ln der Wallgutschule
Die Prämiierung der den Viertkläßdem seinerzeit übergebenen rund 600 Topfpflanzen ist nunmehr endgültig auf Sonntag, den 30. September, festgesetzt. Sie findet im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Wallgut-Tumhalle statt Die Schüler und Schülerinnen sämtlicher Kon- stanzer Volksschulen bringen am Samstag, den 29. September, vormittags, ihre Topfpflanzen in die Wallgut-Schule, wo sie in den Gängen zu einer kleinen iBIumenschau aufgebaut werden. Diese Schau ist am Sonntag von 9—11 Uhr zur Besichtigung frei, an die sich der Festakt in der Turnhalle anschließen wird.
Herbst- und Ernteliedersingen der Jugend
Die Jugend der badischen Bodenseekreise kommt am Samstag und Sonntag dieser Woche auf der Insel Reichenau zusammen, um unter der Leitung von Ulli Ulner ihr Herbst- und Ernteliedersingen abzuhalten. Treffpunkt Samstag 19.30 Uhr im Mohrensaal in Mittelzell und wiederum am Sonntag um 9 Uhr. Es wird von 9—12 Uhr und von 14—18 Uhr gesungen. Für ein einfaches Mittagessen ist gesorgt. Alle Teilnehmer werden gebeten, auch noch den Sonntagabend auf der Insel zu verbringen, um mit der ganzen Gemeinde einen frohen Liederabend zu veranstalten.
Achtung, Evakuierte!
Wie einer Bekanntmachung im Anzeigenteil zu entnehmen ist, ist für bevorstehende gesetzgeberische Maßnahmen auf dem Gebiet der Wohnraumbeschaffung für Evakuierte von allen Evakuierten ein Er- klärungsbcgen •auszufüllen, der beim Städt. Fürsorgeamt Konstanz — Bürgersaal, Haus der Jugend, Zimmer 27, Döbele- straße 2, I. Stock und bei allen Polizeirevieren erhältlich ist. Die Ausfüllung dieses Bogens liegt im Interesse der evakuierten Personen. Es besteht keine Verpflichtung, daß Evakuierte in ihren früheren Wohnort zurückkehren müssen. Die Erhebungen bilden lediglich die Grundlage für gesetzgeberische Maßnahmen in der Frage des Lastenausgleichs und der Wohnversorgung der Evakuierten.
Sie erfreuten fich nicht mehr lange her Freiheit
Täter des Radolfzeller Raubüberfalles bei Stetten (Hegau ) gefaßt
Den vereinten Bemühungen der Gendarmerieposten des Landkreises Konstanz gelang es, die drei Personen, die in der Nacht zum Sonntag einen Konstanzer Taxi-Chauffeur bei Radolfzell überfallen hatten, im Laufe des Dienstag zwischen Leipferdingen und Stetten (Hegau ) zu fassen. Man war bei den beteiligten Gendarmerieposten der Auffassung, daß die drei Flüchtigen ihren Weg über Steißlin gen , Volkertshausen , Aach nach Engen und weiter nehmen würden und machte daher einen größeren Personenkreis auf die Täter aufmerksam. Auf diese Weise erhielt auch der Wirt des Gasthauses zum
Eine roenig bekannte neue Sieblung
Fast unbemerkt. von den Konstanzem ist lm Gewann „Kuhmoos“, dem großen Wiesengelände nahe der Schießstände am Riesenberg, in den letzten zwei Jahren eine Siedlung entstanden. Heimatvertriebene und auch Einheimische haben sich dort mit Hilfe städtischer Baudariehen ein Eigenheim geschaffen. Oft wurde von den Hauseigentümern beim Bau der Heime selbst fleißig mit Hand angelegt, um die Baukosten so niedrig als möglich zu halten. Eine Reihe von Einfamilienhäusern ist bereits bezogen. Zwei Mehrfamilienhäuser sind bald bezugsfertig. Schon ist man dabei, weitere Baugruben für neue Häuser auszuheben. Ein in der Siedlung wohnender Kaufmann beabsichtigt, ein Lebensmittelgeschäft zu eröffnen. Das neu erschlossene Gelände ist an das städtische Licht-, Gas- und Wassemetz angeschlossen. Von der Friedrichstraße , oberhalb des „Königsbau“, ist die Siedlung über den „Stockacker“- oder „Kuhmoos- Weg“ zu erreichen.. — Unsere Aufnahme, die vom Bismarck-Turm aus gemacht wurde, zeigt einen Teil der neuangelegten Siedlung. (Aufnahme: Pohle)
„Kreuz“ in Stetten Kenntnis über den Vorgang. Als er aus dem „Südkurier“ noch mehr erfahren hatte, war er überzeugt, daß drei Gäste, die bei ihm eingekehrt waren, die Gesuchten seien. Er verständigte sofort den nächsten Gendarmerie- Posten in Engen . Die Gendarmerie Engen, die bereits die ganze Nacht zuvor in dieser Sache unterwegs war, stieß kurz vor dem Orteeingang auf französische Gendarmen, so daß die weitere Verfolgung gemeinsam erfolgen konnte.
Inzwischen hatten die drei Personen aber das Gasthaus verlassen — der Wirt hatte versucht, sie unter verschiedenen Vorwänden festzuhalten — und schlugen den bergigen Weg nach Leipferdingen ein. An einer unübersichtlichen Stelle konnten die zwei Franzosen und ihre Begleiterin überrascht werden. Das Trio wurde von der französischen Gendarmerie festgenommen und nach Singen gebracht. Hier wurde die deutsche Begleiterin, die am 23. Januar 1928 in Berlin geborene Kunstgewerblerin Klara Pechower von der deutschen Gendarmerie nach der Freigabe durch die Franzosen in Haft genommen. Gegen sie ist inzwischen aus Lindau ein Haftbefehl wegen Diebstahlsverdacht ergangen.
Modenschau im Insel-Hotel
Es gehört zur Tradition des Modenhauses Lohrer im Frühling und Herbst große Modenschauen zu veranstalten. Die Herbst-Modenschau findet am kommenden Samstagabend, am Sonntagnachmittag und -abend im Insel-Hotel statt. Es werden die neuesten Modeschöpfungen für die Saison 1951/52 gezeigt. Außer dem Modenhaus Lohrer wirken mit: Dobridis-Pelze, Hutsalon Liesel Kern, Schuhhaus Gru- mann, Brüder Holzherr, Frisiersalon Dinand und Radio-Mayer. Die Conference hat Fred Marion. Musikalisch wird die Modenschau von der Kapelle Fred Kleff umrahmt.
Bamberger Symphoniker in Konstanz
Wer Gelegenheit hatte, das erste Konzert der Bamberger Symphoniker (ehemalige Prager Philharmoniker ) vor einem Jahr zu besuchen, wird es begrüßen, dieses Orchester am kommenden Sonntag- nachmittag im Konzil wieder zu hören. Es ist das einzige Konzert, das die Bam berger Symphoniker in Süddeutschland veranstalten. Die Leitung hat Generalmusikdirektor Leopold Ludwig , Solistin ist die Münchner Pianistin Professor Rosel Schmid . Auf dem Programm stehen die Euryanthe-Ouvertüre, Beethovens Klavierkonzert in Es-dur und die vierte Symphonie von Brahms .
Die Kirche hat die zweifache Aufgabe, Gottes Wort zu lehren und zu erfüllen. Sie kann aber beides nur leisten, wenn sie eich nicht der Welt verschließt, sondern das Wort Gottes in der Welt wirken läßt. Deswegen darf sie die Forderungen und die Probleme des Lebens nicht übersehen, sondern sie muß prüfen, wie Gottes Wort und die Welt miteinander in Einklang zu bringen sind. So kann sid
s
Bundestagspräsident Oberkirchenrat Dr , Ehlers der im Rahmen der „Geistlichen Tage“ in Konstanz am Samstag über das Thema „Der Christ in der Oeffentlichkeit“ sprechen* wird.
auch die Kirche nicht dem das gesamte Leben umformenden Prinzip der Gleichberechtigung entziehen.
Wenn jpereits heute katholische Schriftsteller davon sprechen, daß das nächste Jahrhundert für die Kirche da® Jahrhundert des Laienchristentums sein wird und wir gleichzeitig die gewaltige Kundgebung des Kirchentages in Berlin betrachten, auf Grund deren wir heute noch nicht zu sagen vermögen, welche Bedeutung das Laienelement für die Kirche in Zukunft haben wird, so ergibt sich daraus, daß die Kirche nicht nur vor einem Aufbruch neuen Lebens, sondern auch vor einer Wandlung ihrer Lebensformen steht. Auch der Gläubige der Gegenwart will nicht nur Anteilnahme im religiösen und kirchlichen Leben, sondern-will-mitwirken an allem, was der Religion und der Kirche Inhalt und Gestalt gibt, an der Wahrheit des Glaubens und seiner Verkündung.
Daraus erwachsen auch für die Kirche neue Aufgaben. Mit Recht hat die Kirche selbst die Frage aufgeworfen, ob die bisherigen Formen des kirchlichen Lebens ausreichen, um den Gläubigen zu dem Glaubensziel, das die Gegenwart aufzeichnet, gelangen zu lassen. Die Kirche hat es
nun für notwendig erachtet, neue Wege zu beschreiten, die nicht nur zur öffentlichen Kundgebung und zum öffentlichen Bekenntnis der Gläubigen, wie zum Kirchentag in Berlin geführt haben, söhdem ebepso zur Stätte der ernsten Besinnung und der werktätigen Arbeit am Worte Gottes und an seiner Erfüllung.
Dieser Aufgabe haben sich die Evangelischen Akademien, die nach dem Zusammenbruch in allen Teilen der Bundesrepublik entstanden sind oder entstehen werden, angenommen. Sie wollen dazu beitragen, daß das Wort Gottes sowohl in dauernder Beziehung zum Leben und zur Welt bleibt, als auch das Gotteserlebnis in ständiger Erneuerung durch Besinnung und Vertiefung zum Wesensgehalt des Glaubens und zur zeugenden Kraft im Herzen der Gläubigen wird. Das Mittel hierzu ist das Gespräch der. Gläubigen miteinander, um sich trotz aller Gegensätze und aller Kämpfe im Leben im Glauben als Brüder wiederzufinden. Dieses Gespräch wird jedoch nur dann seinen Zweck erfüllen, wenn es dazu beiträgt, die Verbundenheit zwischen Gott und Welt zu klären und die Probleme des Lebens im Sinne christlicher Lebensauffassung zu lösen. Dagegen nicht, wenn es beherrscht wird vom Ungeist des Ver- neinens und Zerredens alle® dessen, was wertvoll ist. Daß dieses Gespräch auch erfüllt, worum es geführt wird, ist die Sorge der Evangelischen Akademien. Denn auch sie werden getragen von der Ueber- zeugung, daß allein' der Glaube an Gottes Gnade und Liebe, der die Demut vor Gott in sich einechließt, die Menschen mit einem Geist zu erfüllen vermag, der alles Trennende überwindet und ihnen zugleich die Kraft verleiht, das Leben so zu formen, daß es allen Menschen wieder lebenswert wird.
So werden in den Evangelischen Akademien alle Probleme des Glaubens und des Lebens, insbesondere das Verhältnis zwischen Kirche und Welt, aufgegriffen und in aller Offenheit und Aufgeschlossenheit, in gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Vertrauen, losgelöst von allem Parteipolitischem, im Sinne christlicher Glauben®- und Lebensauffassung in der Form des Gesprächs systematisch behandelt und geklärt. An diesem Gespräch •teilzunehmen, sind alle aufgerufen, gleich welcher Herkunft, welchen Standes und welchen Bekenntnisses, die willens sind, eich nicht von der Zeit in immer größere Wirrnisse treiben zu lassen, sondern mitzuhelfen, diese zu überwinden und den Menschen von der Gnade und der Liebe Gottes und der Macht seines Wortes zu zeugen als die ewigen Kräfte christlichen
Glaubens und Lebens.
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Die „Geistlichen Tage“, veranstaltet von dem Freundeskreis evangelischer Männer, Konstanz , im Einverständnis mit der Evangelischen Akademie Baden , beginnen morgen Freitag, 21. September, mit dem Vortrag von Universitätsprofessor Dr. Hahn, Heidelberg , über „Der Christ und die Krise der Gemeinschaft heute“ (20 Uhr) in der Luterkirche. (Anfragen an die Geschäftsstelle Brauneggerstr. 11, Telefon 359).
Smutje Stöbtncufjricfctim
Das Fest der goldenen Hochzeit begehen heute die Eheleute Schneidermeister Ludwig Heiden und Frau. Schneidermeister Heiden war über 20 Jahre bei der Firma Stromeyer als Zuschneider tätig.
Ihren 75. Geburtstag feiern heute Frau Berta Widmann, Rosenlächerweg 3 und Frau Maria Knapp, Witwe, Eichhom- straße 3. 90 Jahre alt wird morgen Frau Marie Müller, Witwe, Salmannsweiler- gasse 2, 80 Jahre Frau Anna Sorg, Witwe, Konradigasse 27.
Aus einem auf der Marktstätte parkenden und verschlossenen Auto, dessen Seitenfenster nicht ganz geschlossen war, wurden ein hellgrauer Herrenanzug und ein hellgrauer Uebergangsmantel entwendet. Der Wert der gestohlenen Kleidungsstücke beläuft sich auf 620 DM.
Ein zwölfjähriger Schüler wurde am Schänzle beobachtet, als er ein Paddel und auch ein Segel zu stehlen versuchte. Der Junge versuchte auf einem Fahrrad zu fliehen, ließ dieses aber schließlich im
Stich und entkam. Später stellte sich heraus, daß auch das Fahrrad gestohlen war; es konnte seinem Besitzer wieder zurückgegeben werden.
Bei einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einem Motorrad an der Kreuzung Allmannsdorf er Straße—Mainaustraße entstand an beiden Fahrzeugen ein Sachschaden von 300 DM. Personen wurden nicht verletzt.
Der Aeroclub Konstanz hat mit dem Bau eines Gleitflugzeuges begonnen.
Die 29. ordentliche Jahreshauptversammlung der Oberbadischen Metzgereigenossenschaft Konstanz findet am kommenden Sonntag im Hotel „Löwen-National“ in Triberg statt.
Der Skiclub Konstanz führt am Sonntag eine Bergwanderung nach dem Widderstein (Oesterreich ) durch. Anmeldungen bei H. Leonhardt, Hussenstr. 3, bis spätestens Donnerstagabend. Näheres siehe Aushangkasten.
Diözefan»Carltaetagung in Konfitanz
Die diesjährige Diözesan -Caritastagung findet vom 23. bis 26. September in Kon stanz statt. Die Tagung, die unter dem Gesamtthema „Die Bildung de® barmherzigen Menschen“ steht, beginnt am kommenden Sonntag mit einer öffentlichen Versammlung im Oberen Konzilsaal, in der Caritasdirektor Ferdinand Steimer- Karlsruhe über den „Ruf der Zeit nach dem barmherzigen Menschen“ und FräuL Elisabeth ZiUkem-Dortmund über „Die Begegnung mit der Jugend unserer Zeit“ sprechen werden. Es wirken mit das Schanitt-Bohn-Trio und der Kirchenchor von St. Stephan unter Leitung seines. Dirigenten Studien rat H. Müller.
Der Montag bringt die ordentliche Mitgliederversammlung sowie Versammlungen der Geistlichen und der Mitarbeiter der caritativen Organisationen, des kath. Fürsorgevereins und der Arbeitsgemeinschaft
für Eheberatung. Am Dienstag und an Mittwoch tagen u. a. die Leiter und Mitarbeiter in Kinder-, Erziehungs- und Al tersheimen und die Leiter und Helferinnen der kath. Kindergärten. Alle Veranstaltungen von Montag bis Mittwoch finden im Marienhaus statt Es werden dabei u. a. folgende Themen behandelt: Domkapitular Alois Eckert-Freiburg: „Die Grundlagen des Caritasverbandes in der Gegenwart“; Caritasdirektor Dr. Koch- Konstanz: „Pfarrcaritas und Nachbarschaft“; Dr. med. habil. F. G. Schmieder- Gailingen : „Psychologieund Eheberatung“; Chefarzt Dr. med. Haas-Ueberlingen: „Die Gemeindeschwester im Dienste der Volksgesundheit“.
Konstanzer Hafenpegel: 19. September: 359 Zentimeter. — Wasserwärme: 19. September: Freibad Hom: 17 Grad.
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