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Bück ln die Ortenau

8 . Eckartsweier. (Aus der Partei.) Am Sil­vesterabend hatten sich die Partei, die NS.-Frauen- sdiaft und der BDM , in der „Linde' versammelt. Im Mittelpunkt stand die Ansprache des Ortsgrup­penleiters und Bürgermeisters Pg. König, der zu­nächst seinen nächsten Mitarbeitern den Dank aus- sprach. Sein Dank galt weiter den Parteigenossen, den Männern, Frauen und Mädchen in den Gliede­rungen und der Gesamtbevölkerung des Dorfes für ihre im abgelaufenen Jahre bewiesene Opferfreudig­keit, Besonderen Dank sagte er auch dem BDM. , dessen unermüdliche Mitarbeit bei den Sammlungen für das WHW. zu solch schönen Ergebnissen führ­ten. Bei dieser Gelegenheit hieß er die Pgn. Kran­kenschwester Liesel, welche aus Schwetzingen zu uns kam, und seit einiger Zeit in unserem Orte wirkt, in unseren Reihen herzlich willkommen. Die neue Führerin der Jugendgruppe, die frühere BDM. - Führerin Liesel Hetzel, wurde in ihrem Amt be­stätigt. Der Ortsgruppenleiter vermittelte dann die Grüße der Frontsoldaten. In all ihren Briefen kommt ein stolzes Siegesbewußtsein zum Ausdruck. Kampflieder, alte und neue Soldatenlieder kamen dann zu Gehör und gaben der Veranstaltung einen besonders festlichen Charakter. — (Todesfall.) Ge­stern früh, an ihrem Geburtstage, verstarb im Keh­ ler Krankenhaus, die ledige Anna Maria G ö p p e r, 47 Jahre alt. Sie war die Tochter des langjährigen Mesners Georg Göpper. Eine schwere Gallenstein­operation machte ihrem langen Leiden ein Ende.

y. Altenheim. (Reichsnährstandsversamm­lung.) Dienstagabend fand im Bahnhofsaale eine Reichsnährstandsversammlung statt, die sich eines guten Besuches erfreute. Als Redner des Abends waren Kreisbauernführer Zapf und Sachbear­beiter Pg. Meier erschienen. In längeren Aus­führungen berichtete Pg. Meier über den heutigen Stand der Ernährungslage Deutschlands und ins­besondere unseres Kreises sowie über den Stand der Brotfrucht-, Kartoffel- und Heuablieferung. Er ermahnte die säumigen Berufskollegen, unver­züglich ihrer Ablieferung nach zukommen, um schär­fere Maßnahmen zu verhüten. Weiter behandelte der Redner die Milch- und Fettfrage, wobei er besonders betonte, daß wir die Hoffnung unserer Feinde, an der Fettfrage zu scheitern, zunichte machen müssen, da wir sonst den Taten unserer Frontsoldaten nicht würdig wären. Interessante Ausführungen machte der Redner auch über die deutsche Aufbauarbeit im eroberten Osten, wie es durch die Erträge des neuerschlossenen Gebietes möglich war, verschiedene Rationserhöhungen vor­zunehmen. Scharf wandte sich der Redner gegen jegliches Schiebertum und drohte hier mit schärf­sten Maßnahmen. Auch über Maßnahmen zur Er­zielung gleichmäßiger Preise für Jungschweine berichtete er eingehend. Reicher Beifall lohnte den Redner für seine sachkundigen Ausführungen. Hierauf gab Tabakfachschaftsleiter Lutz die noch ausstehenden Verwiegungstermine für Tabakhaupt­gut bekannt sowie verschiedene Anordnungen für das neue Anbaujahr. Als letzter Redner ergriff Kreisbauemführer Zapf das Wort. Eingangs seinere Rede betonte er, wie er sich freue, gerade in Altenheim sprechen zu dürfen, das er immer als einen Hüter echten Bauerntums angesehen habe

unS da» durch «eine klimatische Lege von der Na­tur hervorragend begünstigt aei. Er betonte, daß dieses Bauerntum, das hier gehegt wird, gerade nach dem Kriege im deutschen Osten Znkunfts- möglichkeiten habe. Es kämen hierfür aber nur Menschen gesunden deutschen Blutes und natio­nalsozialistischer Weltanschauung in Betracht Weiter gab der Redner einen Rückblick über die stolzen Erfolge unserer Wehrmacht im vergange­nen Jahr, die ein gewaltiges Stück auf dem Weg zum Endsieg bedeuten. Zum Schlüsse ermahnte er nochmals alle Berufskollegen, eisern ihre Pflicht zu tun, um die Ernährung des deutschen Volkes und so auch ihren Teil beizutragen zum Endsieg. Mit Worten des Dankes und Sieg Heil auf den Führer schloß Ortsbauernführer Roth die Versammlung.

0 b e r k i r ch. (Hauptversammlung.) Die Haupt­versammlung der Progreß-Werk Oberkirch AG. in Stadelhofen beschloß die Erhöhung des Grund­kapitals um 300 000 RM. auf 600 000 RM.

11. N e s s e 1 r i e d. (Elternabend.) Am Neujahrs­tag veranstalteten die Mädel vom BDM. , im Gast­haus zum „Engel “ einen Elternabend, zu dessen Beginn die BDM. -Führerin Elise Vollmer die Erschienenen begrüßte. Heitere Szenen wurden auf­geführt und die Mädchen ernteten nicht nur herz­lichen Beifall, sondern auch wahre Lachsalven für ihr schönes Spiel. Erst in vorgerückter Stunde trennte man sich von diesem für das Dorf erleb­nisreichen Abend, nachdem der Vertreter des Orts- Gruppenleiters, Pg. Dreier, den Mädchen ge­dankt hatte.

Schutterwald . (Ehrung.) Dem beim Bahnhof Offenburg Rbf. beschäftigten Weichenwärter Michael H a n s e r t von Schutterwald -Höfen ist anläßlich

der Vollendung einer Dienstzeit von 40 Jahren das Treudienstehrenzeichen des Führers durch den Vor­steher des Bahnhofs Offenburg Rbf. überreicht wor­den. Der Anerkennung des Führers haben sich der Reichsverkehrsminister und der Präsident der Reichs­bahndirektion Karlsruhe mit besonderen Glück­wunschschreiben angeschlossen.

n. Elgersweier. (Auszeichnung.) An der Ost­front wurde Feldwebel Alfred K e m p f, Sohn des Metzgermeisters Josef Kempf, zur „Linde“, mit dem EK. I ausgezeichnet. Seit Kriegsbeginn ist er Sol­dat an der Front.

Reichenbach b.Gengenbach . (Heldentod.) Aus dem Osten kam die Nachricht, daß der Obergefreite Josef Ziegler, Sohn des Georg Ziegler, im Alter von 22 Jahren den Heldentod für Führer, Volk und Vaterland gestorben ist. Josef Ziegler war mit dem EK. II und dem Infanterie-Sturmabzeichen ausge­zeichnet. Die Einwohnerschaft bringt den Hinter­bliebenen herzliche Anteilnahme entgegen.

h. Oberharmersbach . (Todesfall.) Im Rhein­pfalzstädtchen Frankental verstarb ganz unerwartet rasch infolge eines Schlaganfalls unser Bürgerssohn, der verheiratete Gartenbaubetriebsbesitzer Josef Börsdiig im Alter von 77 Jahren. Noch während seiner Volksschulzeit und später war er als Hirten­bub bei unsern Schwarzwaldbauern tätig, um dann in die Fremde zu gehen und etwas tüchtiges zu wer­den und zwar Gärtner . Durch Fleiß und Sparsam­keit brachte der Verstorbene es in kurzer Zeit in Frankental zu einer eigenen Gärtnerei. Nebenbei wurde ihm von der Stadt Frankental die Betreuung der städtischen Gärten und Parkanlagen übertragen. Dies alles besorgte er zur Zufriedenheit bis vor we­nigen Jahren. Er übergab dann die Geschäfte seinem Schwiegersohn. Am j. Januar wurde er in Franken­tal zu Grabe getragen.

Vermischte Nachrichten

Schwein fraß Geldscheine und Lichtbilder

Horb . In einem landwirtschaftlichen Anwesen in Mühringen (Kreis Horb ) erhaschte ein schlachtreifes Schwein einen in der Nähe des Stalles liegenden Ueberrock, zerrte grunzend die Geldmappe aus der Tasche hervor, fraß mehrere Papiergeldsdieme, zer­malmte ein }0-Pfennigstü<k bis zur Unkenntlichkeit und verleibte sich noch einen Personalausweis samt Lichtbildern ein. Etwas über 10 RM Papiergeld rutschte glücklicherweise unter die Dielen, sonst wäre es auch um diese Summe geschehen gewesen.

Tod in der Badewanne

Breslau . Der Bäckermeister Scholz aus Arnsdorf nahm in seiner Wohnung ein Bad und berührte da­bei die schadhafte Leitung der Höhensonne, die er eingeschaltet hatte. Er bekam einen elektrischen Schlag, der zum Tode führte.

Seine geschiedene Frau erschossen

Berlin . Eine schwere Bluttat, die zwei Todes­opfer forderte, hat sich in einem Hause in der Loth­ringer Straße im Berliner Norden zugetragen. Dort erschoß der 48 Jahre alte Hubert L. seine geschie­dene Frau und verübte unmittelbar darauf Selbst­

mord. L. hatte in der letzten Zeit wiederholt ver­sucht, sich mit seiner geschiedenen Frau wieder aus­zusöhnen. Als er schließlich einsah, daß alle diese Bemühungen vergeblich waren, lauerte er dieser Tage der Frau im Hausflur ihres Hause auf, ver­steckte sich hinter einem Mauervorsprung in der Nähe ihrer Wohnungstür und feuerte dann einen Schuß auf die Ahnungslose ab, als diese von einem Besorgungsgang heimkehrte. Bevor noch Hausbe­wohner hinzureilen kontnen, richtet er die Pistole gegen sich selbst und brachte sich einen Kopfschuß bei, der seinen so/ortigen Tod zur Folge hatte. Die schwerverletzte Frau wurde nach dem Horst-Wessel - Krankenhaus verbracht, wo sie jedoch bald nach der Einlieferung ebenfalls starb.

Nachttischlanmpe verursachte den Tod Bonn . Auf tragische Weise kam in Beuel das zwölfjährige Töchterdien eines Arztes ums Leben. Vor dem Zubettgehen berührte das Mädchen eine Metallstelle der Nachttischlampe. Im gleichen Augen­blick sank das Mädchen tot zu Boden. Wie die Er­mittlungen ergaben, stand die Metallstelle infolge eines Schadens unter Strom.

Oiraud befürchtet neue Attentate

S t o ck h 0 1 m; 7. Jan. (Funkdienst des 0. T.) In General Giraud nahestehenden Kreisen befürch­tet man neue Attentate, so heißt es in einer Mel­dung von „Dagsposten“ aus Tanger . Die franzö­sische Verwaltung in Westafrika habe umfassend» Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um Giraud wäh­rend seines dortigen Aufenthaltes zu schützen. Aach Angaben des Rundfunks von Algier habe Giraud bereits umfangreiche Verhaftungen beson­ders unter den Anhängern de Goulles vornehmen lassen. Der Rundfunksender von Brazzaville ver­öffentlicht am Mittwoch eine Liste französischer Verräter, unter denen auch die Verräter Nogues und Juin sowie Boisson zu finden waren. Alle diese Verräter müßten verschwinden wie Darlan.

Beveridge-Gegner wollen „News Chronkle "

^ aufkaufen

DNB. Stockholm, 7. Jan. (Funkdienst de* O. T.) Die öffentlichen Auseinandersetzungen über den sogenannten Beveridge-Plan, der im Laufe de* Januar im Unterhaus erörtert werden soll, nehmen — schwedischen Meldungen aus London zufolge — immer schärfere Formen an. Die großen englischen Versicherungsgesellschaften, die ihr Monopol durch diesen Plan bedroht sehen, haben beschlossen, den Plan mit allen Mitteln zu sabotieren. Im Rahmen dieser Bemühungen versuchen — wie „Afton Tid- ningen" meldet — die Versicherungsgesellschaften die Zeitung „News Chronicle“ für eine Riesen­summe zu erwerben, um dieses Blatt für ihren Feldzug gegen den Beveridge-Plan einzuspannen. „News Chronicle" hatte sich von allen englischen Blättern am entschiedensten für die Pläne von Sir Wiliam Beveridge eingesetzt. Der Uebergang die­ses Blattes ins Lager der Gegner des Planes würde zweifellos' die weitere Entwicklung im Sinne d et Versicherungsgesellschaften beeinflussen.

Sybille I Albreeht |p|imltz I Schoenhals

Vom Sducksot vewebt!

Nach dem gegenwärtig im „Offenburger Tageblatt“ erscheinend. Roman, u. a. mit

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Früher war die Küche Kohlenklau’* idealer Tummelplatz, egal, ob die Hausfrau mit Kohle, Gas oder Strom kochte. Das hat jetzt aufgehört, denn jede Hausfrau hat längst das „Turmkochen“ (Obereinanderstellen von mehreren Töpfen) gelernt. Audi kocht sie die Speisen immer nur mit großer Flamme een und mit kleiner Flamme far. Sie kocht — oder, was noch besser ist — sie dünstet me mehr ohne Deckel und sorgt für saubere Gasbrenner, ferner paßt sie auf, daß die Flamme nie über den Topf- Coden hinausgreift. Ja, sie hat eben ihre Gedanken bei­sammen und weiß — wie du und ich und wir alle — daß jede Kohle, die sie dem Kohlenklau abludist, der Front und auch der Heimat Nutzen bringt. Also, Kohlenklau, mit deinen Küchentrick» ist es nichts! Trotzdem wollen wir alle auf Kohlenklau weiter gut acht geben.

Hier ist für ihn nidits mehr zu machen,~ Paß auf, jetzt sucht er andre Sachenl

Diese. Ausgabe umfaßt 4 Seiten

Bekanntmachung

der Landeskreisselbstverwaltung in Offenburg , Okenstraße 29

Oeffentliche Zahlungsaufforderung (Mahnung)

Es sind fällig:

1. Schulgeld Höhere Handelsschule Offenburg Ja­nuar 1943 laut Forderungszettel

2. Friedrich August Haselwandergewerbeschule Of­fenburg: a) Vorbereitungskurs zur Meisterprüfung (voller Betrag) laut Bekanntgabe im Kurse; b) Meisterschule für das Friseurhandwerk Vorberei­tungskurs zur Meisterprüfung I. Rate mit jo RM laut Bekanntgabe im Kurse.

Die Zahlungspflichtigen werden hiermit aufgefor­dert, die fälligen Beträge bis spätestens if. Januar 1943 an die Unterzeichnete Kasse zu bezahlen. (Post­scheckkonto Nr. 7207 Karlsruhe, Girokonto Nr. 2054 Bezirkssparkasse Offenburg ).

Nach dem genannten Tage muß gegen säumige Zahler die Zwangsvollstreckung durchgeführt werden. Bei Ueberweisungen auf Postscheckkonto oder Bank­konto ist die betreffende Schulart und Nummer des Forderungszettels anzugeben.

Offenburg , den 7. Januar 1943.

Landkreiskasse Offenburg.

S ch a n g h a i. Wie Domei aus Hongkong mel­det, lief dort das erste große Holzschiff vom Stapel.

Anordnungen derNSDAP. u.deren Gliederungen

NSDAP. , Kreisleitung Offenburg . Aufnahme von Angehörigen der HJ. und des BDM. Jahrgang *92^ in die NSDAP . Es wird daran erinnert, daß zurzeit die Aufnahmeaktion des Jahrganges 192; in di« NSDAP , durchgeführt wird. Angehörige des Jahr­ganges 1925, die die Aufnahmevoraussetzungen er­füllen, haben sich bis spätestens 11. Januar 1943 bei ihrem zuständigen Ortsgruppenleiter zu melden.

' NS.-Frauenschaft , Deutsches Frauenwerk, Offen* burg-Nord. Heute, Donnerstag, pünktlich 20 Uhri Heimabend.

Motorgefolgschaft rhjo Offenburg. Heute, Don­nerstag, tritt die gesamte Motorgefolgschaft um so Uhr am NSKK. -Heim an.

Jungmädel- und BDM. -Handballmannschaft Of­ fenburg . Heute, Donnerstag, pünktlich 18 Uhr, fin­det das erste Training im neuen Jahr statt. Recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen in der Turn­halle der Reichsbahnsportgemeinschaft wird er­wartet.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unsern lieben Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel

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Wagner

unerwartet rasch, im Alter von 76 Jahren, in die Ewigkeit abzurufen.

Ebersweier , den 6. Januar 1943.

Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Josef Armbraster, Ortenberg Familie Leopold Wörter, Waltersweier Familie Helnr. Glanzmann, Ebersweier Farn. Nikol. Ramsteln, Elgersweier

Beerdigung Freitag, 8. Januar, nachmittags 3 Uffr, in Waltersweier. ,/,

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