Aus der Heimat am Oberrhein
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Vorbildliche Elsässer
„Für das Kind eines Stalingradkämpfers“
NSG. Wir berichteten dieser Tage wiederholt über den starken Widerhall, den das Opfer der Männer von Stalingrad , die sich mit ihren Leibern dem Ansturm der östlichen Barbarei bis zum letzten Atemzug entgegengestellt haben, bei der Bevölkerung unseres Gaues links und rechts des Rheines gefunden hat. Jetzt ist beim Rassenpolitischen Amt der NSDAP , in Straßburg wieder ein Paket aus Barr im Elsaß eingegangen mit Kinderwäsche, Jäckchen, Leibchen, Strümpfen, Stopfgarn, Hütchen, zwei Handtäschchen, Handschuhen, teils neu, teils tadellos hergerichtet; ferner Teig waren und Briefpapier. In der Sendung fand sich folgendes Schreiben:
Anbei erlaube ich mir, ein kleines Paketehen an Sie abzuschicken mit der höflichen Bitte, das Paketchen an ein Kind, das seinen lieben Vater bei Stalingrad verlor, weiter zu befördern. Es soll mir jeden Monat ein kleines Briefchen schicken und monatlich 5 RM. bei mir einziehen. Die zu klein werdenden Kleidchen meiner 12 Jahre alten Tochter werde ich dann an die Kleine immer abschicken. Also wenn möglich ein Mädchen von 10—12 Jahren. Auch bitte ich, meinen Namen nicht zu veröffentlichen und werde ich mein Mög
.. liebstes tun, um die Kleine zu erfreuen.
Frau (folgt Name).
Aus Monsweiler im Kreis Zabern schreibt eine Familie, es wäre ihr Wunsch einen Jungen, der durch die Ostkämpfe oder durch Bombeneinwirkung elternlos geworden ist. an Kindes Statt anzunehmen. Die Familie schreibt, da sie selbst kinderlos wäre, möchte sie einen Bub von einem Förster oder Berufsjäger adoptieren, um ihn später als Förster ausbilden zu können. Der Jflinn wäre selbst Berrffsjäger und möchte dem Jungen die Zukunft sichern.
a. Pforzheim. (8oo Jahre Eutingen.) Das ostwärts von Pforzheim im Tal der Enz gelegene Eutingen, heute 4000 Einwohner zählend, wird 1143, vor 800 Jahren, urkundlich erstmals genannt. Funde beweisen, daß Eutingen schon zur Römerzeit besiedelt war. 1564 kam Eutingen an die Markgrafen von Baden.
Baden-Baden . (Lehrabschlußprüfung im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe.) In den Wirtschaftsräumen des Kurhauses fand letzte Woche die Lehrabschlußprüfung im Gaststätten- und Be- herbergurigsgewerbe Frühjahr 1943 statt. Es waren beteiligt: 12 Kochlehrlinge, 5 Kellner und 3 Büroangestellte, darunter zwei weibliche. Alle Prüflinge unterzogen sich mit Eifer und Geschick ihrer Aufgabe, worauf in feierlicher Weise die Lossprechung erfolgte.
Bühl - Stadt. (Historische Gaststätten.) In Bühl kam dem Hang zum guten Schoppen schon sehr früh die große Zahl der einheimischen Gaststätten einladend entgegen. Eine ganze Reihe von Bühler
Gaststätten sind von historischer Bedeutung. Das Gasthaus zum „Storchen“ ist wahrscheinlich das älteste Bürgerhaus überhaupt; im Keller liest man die Jahreszahl 1381. — Die „Krone“ wird schon 1533 erwähnt. Der Gasthof zum „Goldenen Stern führte bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts den Wirtsschild zum „Pfauen“. Er war der Sitz der Küferzunft, also trinkfester Leute. Der „Badische Hof“ trägt an der Fassade ein Ritterwappen.
V i 11 i n g e n. (Alte Schwarzwälderin gestorben.) Im 90. Lebensjahr starb Witwe Katharina Neugart geh. Weißer, bekannt als „Sippenmutter“ des in ganz Deutschland verbreiteten Geschlechts der Neugart.
Sitzenkirdi. (Unfälle.) Ortsbauernführer Heß stürzte von seinem Fuhrwerk und erlitt mehrere Rippenbrüche. — Der 16jährige Sohn des Engelwirts Fritz Sänger kam in die Futterschneidmaschine und wurde an der Hand schwer verletzt.
Atzenbach . (Mit dem Rad verunglückt.) Ein Radfahrer, der anscheinend die Gewalt über die Lenkstange verloren hatte, fuhr bei der oberen
Wiesenbrücke in einen Zug der Nebenbahn hinein und erlitt so schwere Verletzungen, daß er dem Krankenhaus zugeführt werden mußte.
Waldshut . (Wildschweinplage.) In der Gemarkung Bettmaringen wurden in letzter Zeit ganz; Rudel von Wildschweinen beobachtet, die großen Schaden verursachen.
Landau. (675jähriges Stadtjubiläum.) Die Stadt Landau kann in diesem Jahr auf eine 675jährige Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1268 wird Landau urkundlich zum ersten Male erwähnt, im Jahre 1290 wurden ihr von Kaiser Rudolf von Habsburg die Stadtrechte verliehen.
Saarbrücken . (Beide Beine abgefahren.) Im Bahnhof Neuburg an der Mosel wurden dem Weichenschlosser _ Albert Nock beim Uebersdireiten der Gleise von einem Zug beide Beine abgefahren.
Linz . (Kind aus dem Zug gestürzt.) Zwischen den Stationen Linz und Leubsdorf wurde die Leiche eines siebenjährigen Knaben auf den Schienen gefunden. Die Feststellungen ergaben, daß der Junge, der mit seiner Mutter und zwei kleineren Geschwistern reiste, sich allein aus dem D-Zugabteil auf den Gang begeben hatte. Vermutlich hat das Kind dann die Wagentür geöffnet und ist hinausgefallen.
Blich in die Ortenau
ng. D u r b a ch. (Eheaufgebot.) Reichsbahnbediensteter Franz Xaver Dreier von Durbach- Unterweiler, wohnhaft in Lindau , und Veronika Imm 1 er von Leutenhofen b. Kempten i. Allgäu.
e. Ortenberg . (Beerdigung.) Am Samstagvormittag verschied nach längerem Leiden , und doch unerwartet rasch der Eisenbahnsekretär Emil Hurst im 60 . Lebensjahr. Hurst hat sich im Jahre 1916 mit der Hebamme Josefine Steiner von hier verheiratet. Aus seiner Ehe ist ein Sohn vorhanden, der im Osten eingesetzt ist, ein weiterer Sohn ist im Kmdesalter verstorben. Er war ein ruhiger, pflichttreuer Beamter, bei seinen Kameraden und Vorgesetzten beliebt. Im Dorfe genoß er allgemeine Wertschätzung. Eine große Zahl Trauergäste begleiteten ihn auf dem letzten Gang am Dienstag auf den Friedhof. An seinem Grabe wurde er durch Nachrufe und Kranzniederlegungen geehrt von seiner Dienststelle, seinen Arbeitskameraden, der Kriegerkameradschaft, dem Sängerbünde Ortenberg , sowie dem Musikverein. Auch von der Ortsgruppe der NSDAP . Ortenberg wurde er durch Niederlegung eines Kranzes als Parteimitglied geehrt. Besonders hervorgehoben wurden seine Verdienste um die Pflege der Volksmusik. Er war Gründungsmitglied des Musikvereins, dann zunächst als Schriftführer tätig und später 6 Jahre als Leiter des Vereins. Als Abschiedsgruß erklang die Weise vom guten. Kameraden. Möge er im Frieden ruhen.
Sdiönberg. Uoojähriges Dorfjubiläüm.) Das am Fuß der Ritterburg Hohengeroldseck, zwischen Kinzig- und Schuttertal gelegene, 300 Einwohner zählende Schwarzwaldorf Schönberg wird 1443, jo r 500 Jahren, urkundlich erstmals genannt. Bis 1819, wo es an Baden fiel, zählte es zur Reichsgrafschaft Hohengeroldseck. Auf der Gemarkung befanden
sich einst, wie im nahen Prinzbach , Bergwerke. 1820 wurde der Betrieb in allen Gruben der Gegend eingestellt. Das alte Schönberger Paßwirtshaus zum „Löwen“ besteht seit dem 16. Jahrhundert. Die Frauen des Ortes tragen noch die schmucke Goldhaube.
a. Friesenheim . (Seit 55 Jahren Arzt.) Sein 80. Lebensjahr vollendet Dr. med. Scharschmidt hier, der gleichzeitig seit 55 Jahren als Arzt hier tätig ist. Noch heute übt der Jubilar seine Praxis aus. Im Aufträge des Gauamtsleiters Dr. Dichlau übermitelte Medizinalrat Dr. Schiffmann dem hoch- geschätzten Km tsgenossen die Glückwünsche der Aerztesdiaft des Gaues Baden.
Eine zeitgemäße Ausstellung in Straßburg
In einem Schaufenster der Vereinigten Kaufstätten Union in der Straße des 19. Juni, unmittelbar neben dem Haupteingang, haben die Schülerinnen der Gewerblichen Berufsschule Gebweiler während ihrer Freizeit in den Abendstunden unter der Leitung der Techn. Lehrerin Frl. E. Moßbrugger eine größere Anzahl selbst gefertigter Hausschuhe ausgestellt, die für die verwundeten Soldaten in den Lazaretten bestimmt sind. Diese Hausschuhe sind nach eigenen Entwürfen aus Stoffabfällen im Haushalt, aus getragenen Filzhüten, aus alten Damenstrümpfen und aus sonstigem Material kunstgewerblich verarbeitet und in den mannigfaltigsten Techniken ausgeführt. Die einzelnen Arbeiten stellen hervorragende Leistungen dar und dürften daher die Anerkennung aller Kreise finden. Vor allem zeigt die Schau, wie man gerade in der heutigen Kriegszeit alte, von Mottenfraß teilweise beschädigte, nicht mehr tragfähige Kleidungsreste praktisch verwerten kann. Die Besichtigung dieser von bestem Handwerksgeist geschaffenen Ausstellung kann jedermann empfohlen werden.
10 OSO Mark Belohnung
für Aufklärung eines Verbrechens
Seit dem 2. Januar 1942 wird der achtjährig» Schüler Karl August Brauers, wohnhaft in Düsseldorf , Kölnerstraße 260, und seit 16. 6. 1942 der siebenjährige Schüler Werner Blankenstein, wohnhaft in Düsseldorf , Flügelstraße 51, vermißt. Beschreibung: Brauers ist etwt t,io Meter groß, schmächtig und hat schwarze Haare. Er war bekleidet mit grauer Hose, braunem Pullover, grauem Ueberzieher. gelben Strümpfen, schwarzen Halbschuhen und trug eine graue Sportmütze. Blankenstein ist etwa 1,10 Meter groß und hat blondes Haar. Bekleidet war er mit brauner Hose, die mit Koppelriemen gehalten wurde, dunkelgrauem Rock, graugestreiftem Sporthemd, heller Sportmütze und schwarzen Halbschuhen. Er führte einen Beutel von gelbrosa Farbe bei sich, der seine Badehose aus Dirndlstoff mit Kreuzträgern und Seife enthielt.
Den Umständen nach muß mit der M ö g - lichkeit eines Verbrechens an den beiden Kindern gerechnet werden. Für die Aufklärung der beiden Fälle sind vom Reichskriminalpolizeiamt, falls Verbrechen vorliegen, 10 000 RM als Belohnung ausgesetzt worden. Die Verteilung dieser Belohnung erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges. Sie ist nur für Zivilpersonen bestimmt, durch deren Angaben oder sonstige Mitwirkung die Aufklärung der Verbrechen möglich war. Beamte, zu deren Berufspflidh- ten die Erforschung strafbarer Handlungen geholt, sind von einer Beteiligung an der Belohnung ausgeschlossen.
Die Bevölkerung wird um rege Mitwirkung bei der Aufklärung der beiden Fälle gebeten. Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nehmen alle Polizeidienststellen entgegen.
Sowjets holen iranische Arbeiter zur Zwangsarbeit
DNB. Istanbul, 4 . März. (Funkdienst de» 0 . T.) Sobald ein Land erst einmal unter der Knute des Bolschewismus steht, wird es unweigerlich als Ausbeutungsobjekt betrachtet und entsprechend behandelt. Das beweist wieder einmal eine Meldung aus dem von den Sowjets besetzten Nordiran. Dort sind bolschewistische Agenten dabei, eine hohe Zahl von Arbeitern »für di» Sowjetunion zu rekrutieren, weil sich dort der Arbeitermangel bereits empfindlich bemerkbar macht Der sowjetische Botschafter in Teheran , Smirnoff, erklärte bei Verhandlungen mit hohen iranischen Behörden, daß man im Kaukasus dringend Arbeiter brauche. Dagegen wäre nun an sich nicht» einzuwenden, wenn sich die Sowjets ausländisch» Arbeitskräfte auf die gleiche Weise wie Deutsch land sichert. Während aber Deutschland sich ausschließlich auf eine auf freiwilliger Basis beruhende Werbung beschränkt und es stets verschmäht hat, einen Zwang auf die fremden Arbeiter auszuüben, gehen die Sowjetagenten mit der bei ihnen sattsam bekannten Rücksichtslosigkeit vor, indem sie die Arbeiter zwangsweise zum Abtransport nach der Sowjetunion buchstäblich ausheben.
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Letzte Aufforderung an die meldepfllchtigen Personen
Am Dienstag, den 16. Februar 1943, ist der erste Aufruf der Verordnung des Generalbevollmächtigten für Arbeitseinsatz über die Meldung von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichs Verteidigung vom 27. Jan. 1943 in der Presse erschienen.
Die Prüfung der eingegangenen Meldungen hat ergeben, dag viele Meldepflichtige diesem ersten Aufruf bisher nicht nach gekommen sind.
Es ergeht hiermit nochmals und letztmalig die Aufforderung an sämtliche säumigen Meldepfllchtigen, sich bis spätestens Samstag, O. März 1943 beim Arbeitsamt Offenburg bezw. der zuständigen Arbeitsamtsnebenstelle zu melden. Wer bis spätestens Samstag, 6. III. 43 dieser Aufforderung nicht Folge geleistet hat, wird gemäß §5 der Verordnung mit Gefängnis und Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft.
Es wird hierbei nochmals darauf aufmerksam gemacht, dag sich nur der im ersten Aufruf bezeichnet Personenkreis zunächst zu melden hat. Zu diesem meldepflichtigen Personenkreis gehören auch die Haustöchter und Mithelfenden im elterlichen Geschäft usw., soweit dieselben auch freiwillig, aber nicht pflichtversichert sind.
Die übrigen unter die Verordnung fallenden Personen werden später noch zur Meldung aufgerufen.
Für die uns beim Heimgang unserer lieben unvergeglichen Mutter
Frau Luise Link geh. Jodcerst erwiesene Anteilnahme sowie für die vielen Kranzspenden sagen wir herzl. Dank. Besonderen Dank der Krankenschwester für ihre liebevolle Pflege, sowie allen denen, die ihrer im Gebete gedenken.
Bohlsbacb, den 3. März 1943.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Josef Link.
Nach kurzer, schwerer Krankheit starb am 27. Februar 1943, in einem Helmatlazarett, unser Haber guter Sohn, Bruder, Neffe und Vetter
Panzerschütze
Günther Hummel
Abiturient
im blühenden Alter von 19 Jahren. Offenburg , den 1. März 1943.
Friedenstraße 28
In tiefer Trauer:
Familie Guido Hummel und Anverwandto.
Die Beerdigung findet Freitag, 14 Uhr, statt. Rosenkranz Donnerstag, 18.45 Uhr und Seelenamt Samstag, 8.15 Uhr in der Drel- faltigkeitsklrche.
Ab Freitag steht ein frlschor Transport hochträchtig.
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Hügel, z. „Löwen., Altenheim Telephon Altenheim 16.
Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem schweren Verluste, der uns durch den Heldentod meines lieben, unvergeßlichen Mannes und guten Vaters
Obergefr. Franz Stürzal getroffen hat, sagen wir allen denen, die uns durch liebe Worte Trost zukommen liegen, ein herzliches Vergelts üott
Zell-Weierbacb, den 4. März 1943. ln tiefem Leid: Margarata Stürze! geh. Brog und Kind Rita.
Nach Gottes heiligem Willen wurde heute unsere Hebe und treubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Grogmutter und Urgroßmutter
Frau Maiia Franziska Hofmaon Wwe.
geh. Trautmann
Inh. des goldenen Mutterehrenkreuzes
nach einem arbeitsreichen Leben, kurz vor ihrem 80. Geburtstage in die ewige Heimat*, abgeruten. v
Bohlsbach, den 3. März 1943.
In tiefem Leid:
Josef Hofmann, Reichsbahn-Amtmann, und Familie, Karlsruhe-Durlach Emil Hofmann, Pfarrer in Ruhrdorf Mathias Hotmann, Hauptlehrer, z.Z.Wehr- macht, und Familie, Uberkirdt Maria Kappler, geh. Hofmann, u. Familie
Beerdigung Samstag, den 6. März 1943, um 9.30 Uhr in Bohlsbach.
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