schlägt and leiAte Schauer den Rücken OberrJesein. Doch die das Trommelfeuer überstanden, überwan­den auch den PanzersAreck. Es mangelte ihnen die „O sterfahrung“, nicht aber die Waffen, nicht der Kamerad zur Seite. Aus einem Gespür heraus, das plötzlich in sie fuhr, handelten sie, jeder an sei­nem Platz und unbeirrt durch den Geschoßhagel, der über die Gefechtsstände peitschte. Während die leich­ten Waffen den Angriff des Fußvolks zum Erliegen brachten, fällten Pak und Granatwerfer Stüde um Stück der stählernen Horde, deren Rest schließlich nur noch artilleristisch wirken konnte

Eines der Ungetüme brach dennoch aus der Herde aus, arbeitete sich bis zum Graben vor. Seine MG.- Garben und Geschosse bestrichen ihn von der Flanke und lähmten die Abwehrbereitschaft. Da robbte ein Unteroffizier aus Niederbayern , dicht an die Gra­bensohle gepreßt, durch das Schußfeld in die Nähe des Kolosses, blendete ihn mit Nebelhandgranatin und sprengte ihn mit einer Ladung, die er unter das noch feuernde Rohr klemmte. Kein Befehl — das Gebot der Stunde, die Stimme der Pflicht riefen ihn zu dieser Bravourleistung. Damit wendete er das Ge­schick der Grabenbesatzung. Mit noch stärkeren Kräften erneuerten die Sowjets tags darauf den Sturm auf den schmalen Kompanieabschnitt —_ wie­der ohne Erfolg. Die „jungen Soldaten“ bereiteten ihnen eine blutige Niederlage.

*

In den Nachbarabschnitten rafften sich die Bol­schewisten nach dieser Schlappe nur noch zu Späh- und Stoßtruppunternehmungen auf. Nirgendwo ge­lang ihnen der Einbruch in die deutschen Stellungen. Mt bewundernswertem Eifer aber führten die bay­rischen und hessischen Grenadiere eigene Stoßtrupp­unternehmen zu nachhaltigen Erfolgen. Sie rollten das feindliche Grabensystem auf, sprengten Wohn- und Schartenbunker, zerstörten Gefechtsstände und schwere Waffen und brachten Gefangene zurück. Mancher sowjetische Stützpunkt endete so unter den Erstlingsschlägen jener, die man als „junger Ersatz“ doch unterschätzt hatte. Nun sind auch sie gefeit gegen die Belastungen des Krieges. Der Osten hat lie ganz. Sie haben sich eingelebt — eingekämpft.

Der italienische Wehrmachtbericht

DNB. Rom, 25 . März. Der italienische Wehr­machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort­laut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt be­kannt: An der tunesischen Front wiesen die Ach­sentruppen weitere feindliche Angriffe kräftig ab. Die Luftwaffe entfaltete eine rege Tätigkeit. Die Stukabomber unternahmen mit sichtbaren Erfol­gen Angriffe auf Artilleriestellungen und feind­liche Panzeransammlungen. In wiederholten Zu­sammenstößen schossen deutsche Jäger 11 Flug­zeuge ab. Viermotorige amerikanische Bomber warfen zahlreiche Bomben auf das Gebiet von Bi- eerta ab. Beträchtliche Schäden. Man ist dabei, die Opfer festzustellen. Die Luftangriffe auf Mes­ sina und Catania beschädigten einige zivile Ge­bäude und verursachten 11 Tote und 13 Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Die Flak von Mes­ sina schoß zwei mehrmotorige Bomber ab.

Heldentod eines Ritterkreuzträgers

DNB. Berlin , 25 . März. Major Richard Grü- , r nert hatte als Chef einer mitteldeutschen Krad- ^.flglj^tftan-Kompanie das Ritterkreuz des Eisernen bereits beim Vormarsch im Sommer 1941 ”°fuf 1& £fne Reihe hervorragender Waffentaten er­halten. Beim Nehmen des Brückenkopfes Olita, beim Durchbruch durch die Stalin-Linie westlich Witebsk und bei der Vernichtungsschlacht von Wjasma hat er erheblichen Anteil an den Erfolgen seiner Division. Wie sein Vater, zuerst Steinar­beiter, besuchte er während des ersten Weltkrieges die Unteroffizier-Vorschule und diente dann als Unteroffizier und Feldwebel im 100 000 -Mann- Heer. Am 1 . 4 . 1937 wurde er zum Leutnant d. R. befördert. Schon im Polenfeldzug erwarb er sich beide Klassen des Eisernen Kreuzes . Jetzt hat dieser hohe Offizier bei den Kämpfen im Süden der Ostfront den Heldentod gefunden.

Ritterkreuz für beispielhafte Tapferkeit

DNB. Berlin , z;. März. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Gering, das Ritterkeuz des Eisernen Kreuzes an Major Claas, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader.

Die DAF. sammelt!

DNB. Berlin , 25 . März. Die 7 . Reichsstra­ßensammlung des Kriegs-WHW. 1942/43 wird am 27 ./ 28 . März von der DAF. durchgeführt. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß nur am Sams­tag und Sonntag gesammelt werden darf.

Wie werden Verwundete und Kranke der Ostfront transportiert?

Alles Menschenmögliche auf geboten — Ständige ärztliche Aufsicht und Betreuung

NSK. Der deutsche Verwundete ist der Ehren­bürger des deutschen Volkes. Er ist der besonderen Obhut aller damit beauftragten und freiwillig sich zur Verfügung stellenden helfenden Organisationen im Rahmen der Wehrmacht anvertraut Für ihn ständig zu sorgen, ist eine besondere Pflicht. Ueber erst Hilfe bei Verwundung und Erkrankung, über weitere ärztliche Behandlung sowie pflegerische Be­treuung ist der Heimat einiges aus Schilderungen der Kriegsberichter, Erlebnisberichten und zusammenfas­senden Aufsätzen bekanntgeworden Was geschieht nun mit den im Gefechtsgebiet versorgten und zum Abtransport sorgfältig vorbereiteten Verwundeten und Kranken? Diese Frage ist bei der Vorstellung über den Osten mit seinen Riesenräumen und beson­deren Witterungsverhältriissen, seinem mit Deutsch­ land nicht zu vergleichenden Verkehrsnetz und sei­ner mäßigen Bahnlage, den Gefahren der im Osten beheimateten ansteckenden Krankheiten und dem Man­gel an geeigneten Gebäuden für Lazaretteinrich­tungen besonders berechtigt.

Ist der verwundete oder kranke Soldat erst ein­mal in einer Lazaretteinrichtung und in ärztlicher Hand, dann wird er aus dem Gröbsten des Kampf­geschehens herausgenommen sein und bleibt gebor­gen. Aber nicht nur die Bergung und Versorgung der Verwundeten und Kranken, sondern die Sorge um seinen Schutz vor neuen Gefahren, die einer Heilung entgegenstehen und eine Verschlim­merung seiner Verwundung oder Erkrankung be­wirken können, ist die besondere Aufgabe des Sani­tätswesens des Feldheeres. Hinzu kommt die hohe Pflicht, den verwundeten und kranken Soldaten möglichst bald wieder herzustellen, um ihn gesund wieder an die Front entsenden, oder in den Arbeits­prozeß der Heimat eingliedern zu können.

Zu den Gefahrenquellen, die Verwundeten und Kranken leicht neue Schäden hinzufügen können, ge­hört der Abtransport aus dem weiten östlichen Kampfraum, dem deshalb ganz besondere Aufmerk­samkeit gewidmet wird. Der im Frieden Verun­glückte kommt sofort in ärztliche Behandlung und findet bis zur Genesung Aufnahme in einem Kran­kenhaus. Im Kriege muß der Verwundete während des Kampfgeschehens bei denkbar ungünstigen Wege­verhältnissen und weit auseinander liegenden, arm­seligen Ortschaften zum Verbandplatz getra­gen bzw. gefahren, sowie nach erster ärztlicher Ver­sorgung oft über lange Strecken in Sicherheit ge­bracht werden. Aber auch in den Feldlazaret­ten der Divisionen ist die Aufenthaltsdauer für alle nicht schweren Fälle begrenzt. Für neue Verwundete sind stets Betten freizumächen.

Aus den Sanitätseinrichtungen des Gefechtsgebie­tes erfolgt weiterer Transport je nach Art der Ver­wundung und Bettenlage nach rückwärts in die großen Lazarettzentren der Armeen und Heeresgruppen sowie der Wehrmachtbefehlshaber in der Ukraine und Ostland , in die Lazarettbasis an den Reichsgrenzen und schließlich in die Heimat fast ausschließlich mit der Bahn. Hierfür ist zwi­schen Front und Heimat ein Relains mit ärztlichen Versorgungspunkten, Verpflegungs- und Betreuungs­stellen eingerichtet. Da diese Züge nicht durchgängig sind wie die Lazarettzüge, überprüfen ärztliche Ver­sorgungspunkte bei allen Verwundetentransporten die Transportfähigkeit der Insassen und nehmen alle Nichttransportfähigen in ihren Lazaretten auf. Außerdem erneuern sie Verbände, verabreichen Arz­nei- und Verbandmittel. Die Verpflegungsstellen sorgen für warme Verpflegung und Mitgabe v Marschportionen. Die Betreuungskommandos ergän­zen Wasser. Licht und Heizmaterial und sorgen für Reinigung. Hier ist die NSV besonders erfolgreich tätig.

Wenn man berücksichtigt, daß die Luftlinie Sta- lina—Krakau ijjo km, die Luftlinie Smolensk — Warschau 780 km und die Luftlinie Kraßnog- wardesjk—Königsberg 780 km beträgt, so geht schon hieraus hervor, was an Aerzten, Pflege- und Betreu­ungspersonal, an rollendem Material und vor allem an Zeit für die Durchführung der tagelangen Trans­porte erforderlich wird. Die Haupteisenbahnlinien im Osten sind nicht nur ständig überlastet und die Bahnanlagen von allen möglichen Einflüssen ab­hängig, sondern wurden beim Rückzug der Sowjets nachhaltig zerstört und in einem durchweg schlech­ten Zustand übernommen. Wenn z. B. auf ein Strecke normalerweise eine Tagesleistung von 20 Zügen von der Bahnleitung veranschlagt wird, so be­deutet das, (laß diese Züge auf die verschiedenen Bedarfsträger für Truppentransporte aller Wehr­machtteile, für die Versorgung (Munition, Waffen, Betriebsstoff, Verpflegung, Unterkunftsgerät, Bau­stoffe, Bekleidung, Sanitätswesen, Veterinärwesen

Die Trauerfeierlichkeiten in Madrid für Botschafter von Moltke

Botschafter Graf von der Schulenfourg legte den Kranz des Führers am Sarge nieder

würdigen

DNB. Madrid, 25. März. Die letzten Stunden vor der Ueberführung der.sterblichen Hülle des Bot­schafters von Moltke vom Trauerhause zum Bahnhof verliefen außerordentlich feierlich. Botschafter Graf von der Schulenberg, der im Aufträge des Führers an den spanischen Feierlichkeiten für den ver­storbenen Botschafter teilnimmt, stattete sofort nach seiner Ankunft in Madrid am Donnerstagmittag dem spanischen Außenminister Graf Jordana einen Besuch ab und übermittelte im Trauerhaus Frau v. Moltke die persönliche Teilnahme des Führers. Graf von der Schulenburg legte dann einen Kranz des Führers am Sarge des verstorbenen Botschafters nieder. Ge­schäftsträger Gesandter Dr. Hemke, und der Lan­desgruppenleiter der NSDAP. , Tesmann, legten ebenfalls Kränze im Aufträge des Reichsministers von Ribbentrop und des Gauleiters der Auslands­organisation der NSDAP. , Bohle, nieder.

Vor dem Beginn der Totenfeier, die der Ueber­führung vorausging, hielten der deutsche Geschäfts­träger, die Wehrmachtattaches und der Landesgrup­penleiter die Ehrenwache am Sarge . Formationen des spanischen Heeres, die dem deutschen Botschafter das letzte Geleit gaben, nahmen Aufstellung vor dem Trauerhaus. Die Zahl der spanischen Freunde, die sich noch in die Kondolenzlisten einzutragen wünsch­ten, stieg am Donnerstag hoch in die Tausende. Un­ter ihnen befanden sich alle früheren Freiwilligen der Blauen Division , Gauleiter der Falange, die zu diesem Zweck aus allen spanischen Provinzen ge­kommen waren, und Männer und Frauen aller Be­rufsstände. Die deutschen und deutsch -spanischen Firmen in 3 panien ließen anläßlich der Ueberfüh­rung die Arbeit ruhen. Die reithsdeutschen Gemein­schaften aller spanischen Städte, die für ihre Mit­glieder eine achttägige Trauer angeordnet haben, fan­

den sich mit ihren Hoheitsträgern zu Trauerfeiem zusammen.

Bei allen deutschen Konsulaten und besonders bei der deutschen Botschaft in Madrid , und dem Gene­ralkonsulat in Barcelona sind aus allen Gauen Spa­ niens Tausende von Beileidstelegrammen eingegan­gen, die ein überwältigendes Zeugnis für die große Zuneigung ablegen, deren sich der Botschafter er­freute und gleichzeitig für die vielen überzeugten Freunde, die das nationalsozialistische Deutschland unter der spanischen Bevölkerung hat. Auch sämt­liche Zeitungen der spanischen Provinzen veröffent­lichen ausführliche Kommentare über die Persönlich­keit von Moltkes und seine hohen menschlichen und politischen Qualitäten. Die Blätter veröffentlichen Photographien von den Besprechungen, die der Bot­schafter während seiner Tätigkeit mit General Franco und dem spanischen Außenminister gehabt hat.

Hohe Ehrung Botschafter Moltjees

DNB. Madrid, 25. März. Der Chef des mili­tärischen Kabinetts General Franco , Generalleutnant Munoz Grande , begab sich in Begleitung des Protokollchefs der Regierung in das Sterbehaus des Botschafters von Moltke und legte im Auftrag des Caudillo einen Kranz nieder. Munoz Grande wurde von dem Geschäftsträger Hencke, den WahimaAt- attaches der Botschaft und dem Landesgruppenleiter der NSDAP , empfangen Nach der Kranznieder­legung bat Munoz Grade, ihm in seiner Eigenschaft als Träger der höchsten deutschen Kriegsauzeich­nung (Ritterkreuz) und ehemaliger Kommandeur der Blauen Division zur Ehrenwache an der Bahre zuzulassen. Generalleutnant Munoz Grande trat dann die Wache am Sarge des Botschafters an.

Die „Vereinigten Staaten von Afrika“

Amerikas Machthunger überschlägt <ich

usw.), sowie für die Aufbaudienststellen in den be- „ (V -. A i '? e [ t , die Rücksichtslosigkeit der am*-

setzten Gebieten zu verteilen sind Wie. oft ist aber Machthaber gegenüber den Interessendes

der normale Ablauf auf Diesen Bahnen nicht mög- ? ntische ” Verbündeten bereits jetzt geht, zeigt sich lieh. Die riesige Länge der Strecken gibt zu den ver- tnuner deutliher in der Afrika -Politik Washing- • ■ • - - ------ - ton». Nicht nur, daß in den von britischen und

sdiiedensten Störungen mehr Anlaß als kurze Strek- ken. Es kommen dann Zeiten, in denen täglich nicht die vorgesehene Anzahl der erforderlichen Züge, son­dern nur ein Bruchteil gefahren werden kann.

In der Zugfolge für Versorgungsgüter sind auch die Lazarettzüge eingereiht. A11 sich verfügt das Feldheer über genügend Lazarett- und Leichtkran- kenzüge, um einem normalen Anfall an Verwunde­ten und Kranken gerecht werden zu können. Es ist aber nicht möglich, täglich für die einzelnen Front­abschnitte soviel Lazarettzüge im Kontingent für Verwundetentransportzüge vorzuziehen, wie not­wendig sind. Diese Leistung ist auf sowjetischen Bahnen nicht zu erreichen, es sei denn, die Ver­sorgung der Truppe würde in Frage gestellt.

Aus dieser bahntechnischen Notlage, oft erschwert durch besondere militärische Lagen und Witterungs­einflüsse, werden Versorgungszüge, die Gü­ter aller Art zur Front bringen und nunmehr leer zurückrollen, für den Verwundeten- und Kranken­transport ausgenutzt. Ausschließlich den Schwer- und Sdiwerstverwundeten und -kranken bleiben La­zarett jüge Vorbehalten. Die Masse der Leichtverwun­deten und -kranken, die nach ärztlichem Urteil für derartigen Transport fähig sind — diese Auswahl wird sehr sorgfältig getroffen —, kommt in der Regel in die sogenannten behelfsmäßigen Verwun­detenzüge (BVZ.). Ein BVZ. besteht im allgemeinen aus 30 bis 40 gedeckten Güterwagen. Jeder Wagen faßt etwa ij bis 20 Verwundete und Kranke. Die Wagen sind nach bester Möglichkeit ausgestattet. Die Wände werden mit hochgestellten Strohsäcken ausge­polstert. Mehrere hundert Güterwagen sind bereits für den Verwundetentransport mit doppelten Böden, Wänden und Dächern gefertigt. Weitere werden folgen. In jedem Wagen befindet sich ein Ofen mit Heizmaterial, außerdem Wasch­schüsseln, Wasserkannen, Sitzaborte, Steckbecken, Urinflaschen usw. Als Beleuchtung befinden sich in den Wagen Sturmlaternen oder Hindenburgliditer. An Stelle der bei G-Wagen üblichen Luftklappen sind Glasfenster eingesetzt. In jedem Wagen befin­det sich ein Sanitätsdienstgrad.

Die Verpflegung der Verwundeten und Kranken erfolgt durch Verpflegungseinheiten auf den Bahnhöfen. Sie wird dem Zustand der Verwun­deten und Kranken angepaßt Speisen werden bei Halten an die Wagen herangetragen. Hierzu ist ein Zugmeldedienst eingerichtet, der für rechtzeitige Anmeldung des Umfangs der zu Verpflegenden und der Art der Verpflegung sorgt. Auch für Diät­kost für Magen-, Darm-, Nierenkranke ist gesorgt. Sogenannte kalte Verpflegung (Marschverpflegung) wird für mehrere Tage mitgegeben und unterwegs erneuert. Sie wird durch die Sanitätsdienstgrade oder sonstigen Helfer an die Verwundeten und Kranken verteilt. Für Getränke ist durch Mitgabe von gefüllten Thermosflaschen gesorgt. Die Beglei­tung des Zuges erfolgt durch ein Zugbegleitkomman­do unter Führung eines Offiziers und eines Siche­rungskommandos, das in der Regel aus Ur­laubern besteht.

So sind mehrere tausend Helfer zwischen Front und Heimat eingesetzt, um Verwundete und Kranke auf ihrem behelfsmäßigen Transport zu versorgen und zu betreuen. Soweit die Bahn- und taktische Lage es zulassen, erfolgt nach einer gewissen *Trans- portdauer Umschlag der Verwundeten und Kranken in Zwischenlazarette, um sie für neuen Transport zu stärken.

Wenn auch diese Transportart keine Ideallösung bedeutet und nur auf Grund der. bestehenden Ostver­hältnisse erfolgen muß, so wird doch ständig weiter an der Verbesserung gearbeitet und das Menschen­möglichste getan, um unseren Verwundeten und Kranken ihr Los zu erleichtern.

Oberstabsarzt Dr. Wegerhoff beim OKU.

Stockholm. Nach einer Reutermeldung wird Washington bestätigt, daß „wenigstens zwei amerikanische Geleitzüge, die im Atlantik von U- Boqtcn angegriffen wurden, Verluste erlitten haben“.

amerikanischen Truppen besetzten Gebieten Nord­ afrikas die Politiker und Militärs der Vereinigten Staaten nach und nach alle wichtigen Aemter be­setzen und die Briten und Franzosen nu- noch in abhängigen Stellen dulden, holt die amerikanische Politik jetzt offensichtlich zu einem großen Schlage gegen seine eigenen Verbündeten aus. Washington läßt nämlich in dem zivilisatorisch fortgesAritten- sttn afrikanischen Land, nämlich in der südafrika­nischen Union, durch seine dort zahlreich vertre­tenen Sendboten aller Art in Gestalt von Politikern, hohen Militärs, Ingenieuren und Wirtschaftlern die Idee der „Vereinigten Staaten von Afrika“ propa­gieren.

Analog den Vereinigten Staaten * von Amerika soll es in Zukunft nach amerikanischen Wünschen auch die Vereinigten Staaten von Afrika geben, an deren Spitze die südafrikanische Union stehen würde. Damit ginge ein alter Machttraum Smuts in Erfüllung, aber wohl in etwas anderer Form, als er es sich gedacht hatte, denn selbstverständlich würden die Vereinigten Staaten von Nordamerika die Schutzherrschaft über die Vereinigten Staaten übernehmen und damit — das ist ja ihr letzte» politisches Ziel — den ganzen afrikanischen Kon­tinent zu einer riesigen amerikanischen Kolonie ma­chen, deren Ausbeutungsmöglichkeiten schon jetzt den amerikanischen Kapitalisten sozusagen da» Wasser im Munde zusammenlaufcn lassen. In die­sem Großraum hoffen die USA . dann ein unge­heures Rohstoffpotential aufziehen zu können, dal sie politisch ganz unbedingt beherrschen. Hier »ol­len also riesige Kautschukplantagen entstehen, und der Kaffee, den die USA . brauchen, soll hier wach­sen. Dann kommen noch die großen Lager an Kupfer, Zinnerz, an Gold undl Diamanten, die die Gewinngier der Amerikaner so reizen und deren Produktion sie gern ausschließlich unter rücksichts­loser AussAaltung aller britischen Ansprüche für sich annektieren möchten.

Wie einzelne Pressestimmen in London zeigen, beginnt man jetzt allmählich auch in England zu ahnen, — wenn man es auch offiziell noch nicht wahr haben möchte — was der amerikanische Im­perialismus mit Afrika vorhat. Aber die Engländer mögen sich in diesem Falle beruhigen, denn wa* die Amerikaner mit Afrika auch Vorhaben und planen mögen, letzten Endes wird auch über dies* Frage der Ausgang des jetzigen Weltkrieges ent­scheiden, der für uns nicht zweifelhaft ist.

Der künftige burmesische Staat

DNB. Tokio, 25 . März. In seiner Reichstags- rede deutete Premierminister To jo am Donners­tag bereits das Gebiet an, welches den künftigen neuen burmesischen Staat umfassen soll. Dabei sind die Shan sowie das Karenni-Gebiet ausge­nommen, die sich Heide an der Ostgrenze de» jetzigen Burma , und zwar nördlich entlang 1 der chinesischen Provinz Yuennan sowie weiter süd­lich an der thailändischen Grenze erstrecfceö. ünd von einer Bevölkerung bewohnt werden, die sich rassisch und sprachlich von den übrigen Burme­sen unterscheidet. Die Shan-Staaten, die sich au» den nördlichen und südlichen Shan-Staaten zu­sammensetzen, erstrecken sich über einen Flächen­raum von annähernd 100 000 Quadratkilometern (Burmas gesamter Flächraum beträgt 605000 qkm), und werden im Osten von Thailand und der chinesischen Provinz Yuennan, im Westen unge­fähr von der Eisenbahnlinie Mandalay—Rangun sowie im Norden von der Linie Mandalay—Lashio begrenzt. Die südliche Grenze ist ungefähr der 20 . Breitengrad.

Die Zahl der In Burma lebenden Angehörigen der Shan-Rasse beträgt ungefähr 1,1 Millionen. Unter der britischen Herrschaft standen die Shan- Staaten unter der direkten Verwaltung des Gou­verneurs von Burma . Südlich von den Shan- Staaten schließt sich das als „Karenni“ bekannte Gebiet an, das 5000 qkm groß ist.

Zeitgeschehen in Kurze

Berlin . Fast ein Viertel des gesamten brasi silianAen Handelsschiffsraumes ist dem Seekrieg im Atlantik und insbesondere den deutschen U- Booten zum Opfer gefallen.

Stockholm . „Manchester Guardian " schreibt: „In Indien wie früher in Irland hönnen wir die Forderungen der Nationalisten nicht mit einer un­aufhörlichen Unterdrückungspolitik beantworten. Eines Tages werden wir gezwungen sein, zu ver­handeln und eine Lösung auf politischem Gebiet zu finden.“

Stockholm . Der USA. -Vizepräsident Wäl- lace antwortete in Panama-Stadt auf einer ameri­ kanischen Pressekonferenz auf die an ihn gerichtete Frage, ob es für die südamerikanischen Länder zweckmäßig sei, die Sowjetunion anzuerkennen, mit einem uneingeschränkten Ja.

Madrid . Im Staatsanzeiger wurde ein Re­gierungserlaß über die Einführung der diesjährigen Sommerzeit veröffentlicht. Hiernach werden am 17. April zwischen 2 und 3 Uhr alle spanischen Uhren um eine Stunde vorgestellt.

Madrid . Am Mittwoch liefen vier stark be­schädigte Frachter in Gibraltar ein, die — um das Schiff zu retten — ihre Ladung ins Meer hatten werfen müssen.

Vigo . Roosevelt ernannte den Brigadegeneral Patrik Hurley zu seinem persönlichen Vertreter im mittleren Orient.

Bangkok . Zahlreiche Mitglieder der nord­amerikanischen „Pacht- und Leihkommission für Indien “ trafen am Mittwoch in Delhi ein. Die USA. -Kommission hat ihr Hauptquartier in Neu- Delhi aufgeschlagen.

Schanghai . Nach Meldungen aus TsAungking sieht das am ij. März abgeänderte WehrpfliAt- gesetz nunmehr auch den Hilfsdienst für Frauen

>r.

Buenos Aires . Die argentinische staatliche Handelsflotte ist dem Marineministerium unter­stellt worden.

Vorbild an Opferbereitschaft

DNB. Berlin , 25. März. Eine niedersächsische Division, die seit dem 22. Juni 1941 im Osten kämpft und bei den schweren Abwehrschlachten de» Winters an verschiedenen Brennpunkten eingesetzt war, spendete 326 390 RM. für das Kriegs-WHW. Vierzehn Angehörige einer nach harten Kämpfen in Ruhestellung gegangenen Pionier-Kompanie brachten 1428 Reichsmark für das Hilfswerk „Mutter und Kind“ auf. Ein landeseigenes Ost-Bataillon gab aus eigenem Entschluß 10 000 RM. für das Kriegs- WHW. Soldaten deutscher Einheiten, die gemein­sam mit kroatischen Kameraden gegen die Banden in Bosnien kämpften, überreichten in treuer Waffen­brüderschaft dem kroatischen WHW . 13 500 RM.

Amerikanischer Film verherrlicht die Sowjetunion

DNB. Stockholm, 25 . März. Aus einer Mel­dung in Stockholms Feiertagszeitung „Stockholms Extrablad“ geht hervor, daß die amerikanisch - jüdische Filmgesellschaft Metro-Goodwyn-Maver einen Agitationsfilm plant, der die Sowjetunion verherrlicht und dessen Aufgabe es sein soll, dem amerikanischen Volk ein besseres Verständnis für den Bolschewismus zu übermitteln Der Titel des Filmes heißt „Russin“.

Anunziatenorden für Ditto Grandi

DNB. Rom, 25. März. Die römische Presse gibt die Verleihung des Anunziatenordens an den italie­ nischen Kammerpräsidenten Dino Grandi bekannt.

Dino Grandi war von 1929 bis 1932 italienischer Außenminister und von 1932 bis 1939 Botschafter in London . 1939 wurde er zum Jusn^minister und Kammerpräsidenten ernannt, welch letzteren Posten er jetzt noch inne hat. Graf Grandi ist 47 Jahre alt.

Verleger Alfred Reiff (bei der Wehrmacht ) Druck und Verlag: A. Reiff 8t Cie, Offenburg . Verlagsleiter: R. Hach, HauptsAriftleiter Carl Fürst. Anzeigenleiter: Rudolf Berton. (PL Nr. 8).