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Nummer 243

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Offenburg , Samstag/Sonntag, den 16./17. Oktober 1943

132. Jahrgang

Der Terrorangriff auf die Stadt Schweinfurt teuer bezahlt

Erbitterte Luftklmpte - Focke-Wutf- und Messerschmitt-Jiger in rollenden Angriffen

Alb. (PK) Der Erfolgsserie unserer Luftvertei- digungskräft« bei Terrorangriffen anglo-amerika- niscber Bomberverbände auf das Beidisgebiet füg­ten die deutsdien Luftverteidigungskräfte am ge­strigen Donnerstag beim Angriff auf die Stadt jhweinfurt einen weiteren Beweis der stetig wadisenden deutsdien Abwehrstärke zu. Der hohe Prozentsatz der abgeschossenen Feindflugzeuge Widmete ein für die Heimat eindrucksvolles ,und für die Feinde erschreckendes Bild unserer Kraft pnd der Möglichkeiten, die der deutschen Luftver­teidigung gegeben sind und die noch mehr ausge­baut werden, so daß sie mit weiter zunehmender Stärke den Schutz der Heimat gewährleisten.

Die Bomberverbände, die kurz vor Mittag in England zum Terrorflug gestartet waren, hatten ihre An- und Abflugwege so ausgeklügelt, daß sie mit größtmöglicher Sicherheit zum Ziele gelangen könnten — nach ihrer Meinung. Sie wollten sich das Vetter zum Bundesgenossen machen, als sie die Einflugszeit in die besetzten Westgebiete auf eine Stunde verlegten, wo sie glaubten, durch tief­liegende Wolken und Nebelbildung dem ersten Starken Luftverteidigungsgürtel an der Küste des Kanals zu entgehen oder ihn leicht durchbrechen zu können. Diez mißlang jedoch. Die Bomberver­bände flogen auf verschiedenen Kursen ein, um die eventuell doch auftretenden deutschen Jagdge­schwader zu zersplittern. Nun sahen sie sich beim Erreichen des Luftraumes westlich des Rheins starken deutschen Jagdkräften gegenüber, die so­fort zum Luftkampf übergingen.

Von diesem Augenblick an ließen die deutschen JSger keine Sekunde mehr von den feindlichen Anfluggruppen. In immer neuen Angriffen stürz­ten sich die deutschen Jagdgeschwader mit Ihren Gruppen und Staffeln auf den Feind, aus dessen wohlgeordneten und eng gestaffelt fliegenden Seihen bereits die ersten abgeschossenen Vier­motorigen brennend nach unten stürzten, während eine weitere Anzahl lahmgeschossen zurückblieb, hinterherhinkte oder kehrt machte.

Die Hauptmasse fliegt weiter, laufend aus allen Sichtungen den Angriffen unserer nicht locker lassenden Jäger ausgesetzt. Der Feind schließt sich wieder enger zusammen, faßt seine Feuer­kraft zusammen und jagt aus Maschinengewehren •ad Bordkanonen den Deutschen ein Abwehrfeuer Entgegen, in das hineinzufliegen nur der Helden­mut und das Vertrauen auf das eigene Können und die Kampfkraft der Flugzeuge die Kraft

S iben. In kühnem Drafgängertum stürzen sich e Jäger auf die Angreifer, schießen, stechen selbst Treffer ein, schreien jubelnd durch die Bordsprechfunkanlage, wenn wieder einer der Terrorbomber abstürzend aus dem Verband aus­schert.

Auf dem Gefechtsstand der Jagd­flieger herrscht fieberhafte Tätigkeit. In die­ser Atmosphäre des Ankommens und Abgehens von Meldungen, Befehlen, Einsatzweisungen, Zeit- und Zahlenangaben steht mit souveräner Ruhe die Stimme des Befehlshabers; Er leitet den Ein­satz seiner Geschwader und gibt seine Weisungen und Wahrnehmungen an die Führer der Nachbar­bereiche weiter zur Auswertung.

Die Luftschlacht, die sich jetzt über weite Strecken hinzieht, tobt weiter. Die angreifenden Feindverbände fliegen, soweit die Viermotorigen

ihren Zielraum erreichten und ihren Terrorangriff auf die 'Stadt Schweinfurt durchführen konnten, nun in breiter Front auf Gegenkurs. Nicht einen Augenblick sind sie vor unseren Jägern sicher. Schon wähnen sie sich bei Erreichung der Grenze der besetzten Gebiete ln Sicherheit, da stürzen sich frische Kräfte unserer Jagdwaffe auf die Ter­rorbomber. Die schon gelichteten Reihen der Viermotorigen werden noch mehr gerupft. Zeit­weilig stehen acht, neun, zehn schwarze Fahnen gleichzeitig in der Luft. Zersplitternd schlagen die brennenden Flugzeugtrümmer unten auf dem Erd­boden des herbstlicken Landes auf. Fallschirme hängen bündelweise in der Luft.

jAIs die Luftschlacht zu Ende geht, die Stunden dauerte und sich über eine kilometermäßig außer­ordentliche Länge erstreckte, zeugen die zahl­

reichen Brüche der abgeschossenen Feindflugzeuge in den Feldern und Wäldern Südwestdeutschlands und der besetzten Westgebiete von der Härte des Kampfes und dem erfolgreichen Einsatz unserer Luftverteidigungskräfte. Mögen die feind­lichen Reklame-Maulhelden den Mund auch noch so voll nehmen und sich mit den „Erfolgen" der Terrorangriffe auf deutsche Städte brüsten oder von der Unangreifbarkeit ihrer Viermotorigen fa­seln, die deutschen Jäger stellen ihnen ihr über­legenes Können gegenüber, gegründet auf eigenen Mut und das Vertrauen zur Stärke und Kampf­kraft ihres Flugzeuges. Das hohe Abschußergeb­nis dieses einen Nachmittags spricht für sich selbst, nämlich für unsere täglich wachsende Stärke in der Luftverteidigung.

Kriegsberichter Hans Herbert Hisch.

121 Flugzeuge beim Angriff auf Schweinfurt abgeschossen

U-Boote versenkten elf FeindschUfe mit 74000 BRT. and zwei Zerstörer

dnb. Aus dem Führerhauptquartier , 15. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nördlich des Asowschen Meeres und am mittleren Dnjepr führte der Feind an mehreren Abschnitten heftige, aber erfolglose Angriffe. Der Brücken­kopf von Saporoshje wurde von unseren Truppen befehlsgemäß nach Zerstörung wichtiger Anlagen geräumt.

Am Dnjepr , an der Pripjet-Mündung und am Ssosh brachten eigene Angriffsuntemehmungen weitere Erfolge. Einige feindliche Landeköpfe auf dem Westufer der FlüsSe wurden beseitigt. Andere eingeengt.

Westlich Kritschew und besonders westlich Smo­ lensk scheiterten auch gestern starke Durchbruchs- versucke der Sowjets. Allein im Kampfraum süd­westlich Smolensk wurden dabei 46 Sowjetpanzer vernichtet. In den letzten drei Tagen verlor der Feind bei seinen vergeblichen Angriffen insgesamt 354 Panzer und 233 Flugzeuge.

Hauptmann Nowotny, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, erzielte gestern an der Ostfront den 250. Luftsieg.

In den schweren Abwehrkämpfen im mittleren Frontabschnitt hat sich die 1. ff-Freiwilligen-Gre- nadier-Brigade (mot.) besonders ausgezeichnet.

In Süditalien traten die britisch-nordamerika­nischen Truppen am Nachmittag des 14. Oktober mit überlegenen Infanterie- und Panzerkräften zu dem erwarteten Angriff gegen unsere vorgescho­benen Stellungen am Voltumo beiderseits Capua an. Schwere und erbitterte Kämpfe sind noch im Gange.

Starke nordamerikanische Bomberverbände grif­fen gestern die Stadt Schweinfurt an und verur­sachten erhebliche Schäden in Wohn- und Ge­schäftsvierteln. Deutsche Jagd- und Zerstörer­geschwader warfen sich dem Feind entgegen und fügten ihm in einer heftigen Luftscklackt-im Zu­sammenwirken mit der Flakartillerie eine schwere Niederlage zu.

Von 250 bis 300 angreifenden Bombern wurden nach bisherigen Meldungen 121 zum Absturz ge­bracht. Der Abschuß weiterer Bombenflugzeuge ist wahrscheinlich.

Unterseeboote versenkten in schweren Kämp-

Englands Wunsch: Deutschlarfd für alle Zeiten verkrüppeln!

Die Bevölkerung soll auf die Hfilfte reduziert werden

dnb. Stockholm , 15. Okt. Die bekannte Lon­doner politische Zeitschrift „Spectator“ veröffent­licht in ihrer letzten Ausgabe Nr. 6009 die Aus­führungen eines gewissen W. B. Ho well zur Frage der britischen Kriegsziele. In dem von der Zeitschrift besonders hervorgehobenen Artikel eklärt der Verfasser wörtlich: „Ick halte es für richtig, Deutschland , sobald wir es besiegt haben, für alle Zeit zu verkrüppeln. Ich würde die deut­ sche Bevölkerung um ein Drittel oder vielleicht . auf die Hälfte zu reduzieren. Die Waffe, die ick dabei in Anwendung bringen würde, ist die Aushungerung. Wenn mich ein gutmütiger Engländer fragt: „Würden Sie dabei nicht auch (die deutschen Frauen und Kinder aushungern?", so antworte ich ihm: „Jawohl, ick würde es tun!“ *

" Wir sind bereits Ausbrüche britisch-jüdischer Haßphantasie gewohnt. Was sich dieser Howell hier aber augedacht hat, um das deutsche Volk zu vernichten, ist dann doch der Höhepunkt. Wir verzeichnen, dessen mag man sich in London ge- wiß sein, jede dieser verbrecherischen Vemich- tungsparolen sehr gewissenhaft. Es wird einmal . der Tag kommen, wo England solche Maßlosig­keiten und abgrundtiefen Gemeinheiten bitter be­dauern wird!

„Rücksichtsloser Bombenkrieg“

d. Genf . 15. Okt. Nack einer Meldung des Lon- . dotier „Star" wurde auf einer Jahrestagung des Verbandes britischer Seeleute in Clapham eine Entschließung angenommen, in der es u. a. heißt: „Wir lehnen entschieden das Geschrei jener Leute ab, die sich fürchertich darüber aufregen, wenn bei diesen Bombardements auch historische Denkmäler und Bauten in deutschen oder italienischen Städten zerstört werden, und be- F trachten diese Leute als Landesverräter. Die

rücksichtslosen Bombenangriffe müssen so lange fortgesetzt werden, bis die Achse zerschmettert am Boden liegt."

fen gegen britisck-nordamerikaniscke Geleitzüge elf Sckiffe mit zusammen 74 000 BRT. und zwei Zerstörer. Zwei weitere Schiffe und ein Zerstö­rer wurden durch Torpedotreffer schwer beschä­digt.

Wer neue Ritterkreuzträger

dnb. FShrerhanptqnarder, 15. Okt. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Lothar Zahn, Kommandeur eines Pan- zer-Grenadier-Bataillons; Oberleutnant Willi Wechsung, Kompaniechef in einem Grenadier- Regiment, sowie ff-Obersturmführer Hans Dre xel, stellv. Bataillonsführer im ff-Panzer-Gre nadier-Regiment „Westland" und an ff-Haupt­scharführer Paul Trabandt, Zugführer in ei ner Panzerjägerabteilung.

Vom Feindflug nicht zurückgekehrt

dnb. Berlin , 15. Okt. Von einem Feindflug an der Ostfront kehrte der erfolgreiche Jagdflieger Leutnant Berthold Korts am gleichen Tage, an dem ihm der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh, nickt zurück. Er hat 113 Luft­siege errungen.

Berthold Korts ist Süddeutscher. Er wurde als Sohn eines Postamtmannes am 21. Mai 1912 in Karlsruhe geboren, studierte an der Universi­ tät Berlin und legte an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen die Diplomprüfung als Turn- und Sportlehrer ab. Ende Juni 1939 zu einer Uebung bei der Luftwaffe einberufen, war er seitdem Soldat, wurde zum Jagdflieger ausgebil­det und flog seit Sommer 1942 gegen die Sowjets. Er war ein schneidiger, draufgängerischer Jagd­flieger, der das EK. 2 fast auf den Tag genau ein Jahr vor der Verleihung des Ritterkreuzes er­hielt. In der Jagdgruppe des Häuptmanns Rail führte er eine Staffel, nachdem er durch seine rascke Siegeslaufbahn in den Kreis unserer besten und erfolgreichsten Jagdflieger eingetreten war.

Die Entjudung der rumänischen Wirtschaft

dnb. Bukarest , 15. Okt. Der Staatsssekretär für Rumänien , Titus Dragos, besuchte dieser Tage die drei Bezirke Jassy , Falciu und Bacau in der Moldau, deren Wirtschaftsleben besonders stark von Juden durchsetzt war. Zur Förderung des Rumänisierungswerkes soll in Jassy eine Zweig­stelle des Rumänischen Kreditinstituts errichtet werden. In Bacau , wo es vor zwei Jahren noch kein einziges rumänisches Geschäft gab, bestehen heute über 140.

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Der Feind wird nicht aus dem Auge gelassen

Der Bordschütze eines Nahaufklärers vom Typ FW 189 hält ständig Ausschau nach dem Feind, und wenn er sich zeigt, wird ihm Geschoßgarbe auf Geschoßgarbe entgegengefeuert.

PK.Kriegsberichter Lledtke (Atl — Sch)

Oie Frontverkürzung im Osten

Von unserem militärischen Mitarbeit^,

y. Wer in diesen Tagen mit Fronturlaubern aus dem Osten zusammengetroffen ist, der konnte sehr häufig die Tatsache feststellen, daß unser« Fronturlauber über die planmäßige deutsche Ab­setzbewegung ihr Erstaunen ausdrückten. Sie hatten in den Kämpfen ihrer Frontabschnitte dfk anstürmenden Sowjets stets zurückgeworfeh. Trotz der sowjetischen Ueberlegenheit an Men­schen und Material fühlten sich unsere Soldaten stets kampffähig dem Gegner überlegen und ha­ben die Notwendigkeit einer Loslösung vom Fein­de nicht eingesehen. Diese Tatsache ehrt gewifl unsere tapferen Kämpfer, aber es ist nun einmal so, daß die operative Lage naturgemäß nur vdn der obersten Führung beurteilt werden kann und nicht aus einem Grabenabschnitt heraus. Wir haben auch im Weltkriege und insbesondere auch noch im Jahre 1918 die Notwendigkeit der deut­ schen Rückzüge nickt einsehen wollen. Hier kann nur die Führung, bei der alle Nachrichten zusaht- menlaufen, erkennen, was zu tun zweckmäßig Ist. Wenn sich die Führung zu einer solchen Absetz­bewegung entschlossen hat, so deshalb, well b4l ihr Prestigegründe niemals eine Rolle gespielt haben, sondern lediglich die Gründe der militä­rischen Zweckmäßigkeit. Die jetzigen planmäßi­gen Bewegungen sind nicht infolge etwaiger sow­jetischer Durchbrüche notwendig geworden, son­dern wenn diese Bewegungen zweckmäßig erschei­nen, so deshalb, weil ein Blick auf die Front schon zeigt, daß eine Frontbegradigung und eine Frontverkürzung für den weiteren Verlauf deF Operationen von wesentlicher Bedeutung sein wird.

Wenn die oberste Führung auf Prestigegründe verzichtet, so muß auch der Soldat auf den Un­mut verzichten, der nun einmal mit solchen Be­wegungen verbunden ist. Man kann es verstehen, daß die Soldaten, die den Gegner noch bei jeden Angriff geschlagen haben, den Kopf dann schüt­teln, wenn ihnen planmäßig die Loslösung von Feinde befohlen wird. Aber das Vertrauen auf die Führung wird den Soldaten davoh überzeugen, daß nur das befohlen wird, was wirk­lich befohlen werden muß. Auch unsere Soldaten im Osten müssen bedenken, daß die deutsche Kriegführung nach einheitlichen. Gesichtspunkten ausgerichtet Ist. Es kommt nicht nur auf einen Frontabschnitt an, sondern die Gesamtkriegslage muß Berücksichtigung finden, insbesondere dann , wenn es notwendig erscheint, operative Reserven infolge der Frontverkürzungen neu zu bilden.

In fünf Abwehrschlachten haben die Sowjets sich auf dem Kubanbrückenkopf blutige Köpfe geholt. Sie sind mit kampfstarken Armeen, Schützendivisionen, unzähligen schweren Waffen, zahlreichen Panzerbrigaden und unter Einsatz von Luftflotten immer wieder gegen den Kubanbrük- kenkopf angerannt, um die Abwehrstellungen der deutschen und rumänischen Truppen zu durch­brechen. Der Nahschubverkehr über die Straße von Kertsck ist in vorbildlichem Zusammen­wirken aller drei Wehrmachtteile stets gesichert gewesen. Charakteristis* für die Kämpfe auf dem Kubanbrückenkopf ist das Lagunengebiet ge­wesen. In Sckilf und Sumpf wurde der Soldat gezwungen, oft bis zur Brust durch Wasser zu waten. In unübersichtlichen Dschungeln, in dau­ernden Kämpfen mit den lästigen Mückenschwär­men hat der deutsche Soldat in einem Gefehts- feld gekämpft, das auf anderen Kriegsschauplät­zen nickt anzutreffen war. Die deutschen und verbündeten Truppen haben auf dem Kubanbrük- kenkopf Unvorstellbares geleistet und bewiesen, daß eine Front, solange sie im Sinne der Führung gehalten werden muß, auch gegen einen weit überlegenen Feind gehalten werden kann. An der Gesamtfront des Kubanbrückenkopfes hat der Feind unzählige Divisionen immer wieder neu einsetzen müssen. Stets war er den Verteidigern an Zahl und Material überlegen, aber stets hat die deutsche Führung gegen die sowjetischen Mas­sen die bessere Ausbildung und die weit überle­gene Kampfmoral des deutschen Einzelkämpfers eingesetzt. Nachdem der Hafen von Noworos- sisk geräumt worden war, hat der Brückenkopf auf der Taman-Halbinsel viel von Bedeutung ver­loren.

Ein Blick auf die Karte beweist, daß der bis­herige Frontverlauf eine Reihe von Nachteilen hatte,' insbesondere fehlten die natürlichen Ver­teidigungsmöglichkeiten. Der jetzige Verlauf der Absetzbewegungen zielt durchweg in Richtung auf den Dnjepr . Nur die oberste Führung weiß, wo diese Absetzbewegungen ihr Ende finden wer-

Deutscher Protest in Lissabon

dnb. Berlin , 15. Okt. Die Reihsregierung hat am Freitag durch ihren Gesandten in Lissabon bei der portugiesischen Regierung in einer formellen Note schärfsten Protest dagegen erhoben, daß Portugal dem englischen Druck nach Einräumung von milltärischen Stützpunkten auf deu Azoren nachgegeben und sich damit einer schweren Neu­tralitätsverletzung schuldig gemacht ' hat. Die Reihsregierung hat sich dabei Vorbehalten, die Maßnahmen zu treffen, die sich aus der veränderten Lage auf den Azoren ergeben.

Auch Japan protestiert

dnb. Tokio , 15. Okt. Die japanische Regierung hat am 15. Oktober durch ihren Gesandten in Lissabon bei der portugiesischen Regierung gegen die Besetzung der Azoren durch englische und amerikanische Truppen Protest erhoben.

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