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Badisches Volksecho

Dienstag, 8. November 1949

den Nationalismus und in den Krieg gehetzt wurde, erlebt Auferstehung. Ungeniert gehen die Dr. Otts in den Fußtapfen Hülers

Neben Dr. Ott macht von sich ein zwei­ter „Führer“ der Neofaschistischen „Notge­meinschaft“ von sich reden. Es ist dies Dr Heinzeimann, der Stuttgarter Vorsitzende des Kreisverbandes der „Notgemeinschaft“. Dr. Heinzeimann kündigte dieser Tage die Gründung einer „Deutschen Gemeinschaft“ bis Ende November an. Der frühere CDU - Abgeordnete Hausleiter soll mit von der Partie sein. Als Leitgedanke der „Deutschen Gemeinschaft“ nennt Dr. Heinzeimann: „Deutsch , christlich, demokratisch und so­zial.“

In seinen Reden eifert Dr. Heinzeimann seinem Kollegen Dr. Ott nach. Er wettert gegen alles, macht alle Parteien verantwort­lich, für das, was wirklich kritisierens Wert ist und verlangt den „Lebensraum der Vor­kriegszeit, einschließlich der Saar , den Ost­gebieten und dem Sudetenland .“ Es wird also getrommelt, so wie wir es sattsam ge­nug- kennen lernen mußten, als ob dieses Trommeln und diese Verhetzung nicht unser Unglück verursacht hätte.

Wenn die „Notgemeinschaft“ sich bei den Wahlen harmlos gab, jetzt tut sie es be­stimmt nicht mehr. Sie ist die Neuauflage ' der Nazipartei, ganz in der Art und Weise, wie es unsere Zeitverhältnisse erfordern. Eine nicht geringe Gefahr! Die Dr. Ott Dr* Heinzeimann, Feitenhansel und wie s:e . alle heißen mögen, sind nicht abgeschreckt vom katastrophalen Ende der Hitlerherr- schaft. Erblicken sie im Westen Zeichen der Ermunterung? Man kann es annehmen.

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Mit zweierlei Absicht

Eine Rede des USA -Verteidigungsministers

In Indianapolis hat der amerikani­ sche Verteidigungsminister Louis Johnson eine Propagandarede gehalten, mit der er dem amerikanischen Steuerzahler die riesi­gen Rüstungsausgaben der USA schmackhaft machen wollte. Dabei erklärte er, die USA . seien im Besitz von Waffen, die denjenigen . jedes nur denkbaren Gegners überlegen ..seien. Dieser Satz hatte natürlich eine außenpolitische Berechnung. Ebenso dieser:

* „Uns stand mehr Zeit als dem Gegner zur Verfügung, um uns auf die Abwehr der Folgen eines Atomangriffes vorzubere.ten“, Um dann festzustellen, daß, wenn auch im . Kriegsfälle ein eventueller Gegner über eine größere Anzahl von Arbeitskräften als die USA selbst verfügt, die Vereinigten Staaten führend in der Waffenproduktion seien. Er meinte, „aber wie alle, die bei einem Rennen an der Spitze liegen, fühlen wir den heißen Atem unserer Hintermänner in unserem Nacken.“ (dpa )

Dem amerikanischen Durchschnittsbürger

Die Ermordeten sind schuldig

Ein erschütterndes Fazitdes Manstein-Prozesses

Nach Kriegsende wäre sicherlich jeder für verrückt erklärt worden, der gewagt hätte, zu behaupten, daß in vier Jahren möglich sein werde, was sich gegenwärtig im Man st ein-Prozeß ereignet. Man hätte den einen Wahnsinnigen genannt, der die Stirn gehabt hätte, zu prophezeien, daß in vier Jahren deutsche und britische Verteidi­ger eines Hitler -Generals nicht nur das System des Mordes verteidigen, sondern die Ermordeten schuldig sprechen würden.

Aber das Ungeheuerliche ist Tatsache, wie so vieles andere, was wir noch vor we­nigen Jahren für unmöglich gehalten hätten. Und man hat sich schon so sehr daran ge­wöhnt, daß alles, was vor kurzem noch’ Un­vorstellbar war, heute nur mehr den Wert des Alltäglichen besitzt.

Wir sind wieder so weit, diese Worte sind mehr als ein Seufzer, sie lasten wie ein Alpdruck auf allen, die gehofft hatten, daß auch im Westen Deutschlands die Mächte des vergangenen Schreckens, .Fasch.smus und Militarismus, zum Tode verurteilt waren.

Im Zeichen des neuen Kreuzzuges gegen den Kommunismus ist der Nazismus ent-

nazisiert und der Militarismus entmilitari- sert worden. Kriegsverbrecher existieren nicht. Hitlers Generale haben einen ehrba­ren Krieg geführt. Hitler selbst hat im Osten nur in Notwehr gehandelt.

Wer es nicht glaubt, dem empfehlen wir die regelmäßige Lektüre der Berichte vom Manstein-Prozeß. Da wurde beispielsweise das folgende Frage- und Antwortspiel zwi­schen dem deutschen Verteidiger Dr. Latem- ser und Manstein vorgeführt:

Dr. Latemser: (nachdem Manstein die Frage, ob zwischen dem bolschewistischen System und dem Judentum Verbindungen beständen, bejahend beantwortet hatte) „Sahen Sie darin eine Gefahrenquelle für die deutschen Besät zungstruppen in Ruß­ land ?“ -

Manstein: „Ja. Es. war mit Sicherheit anzunehmen, daß in den jüdischen Ge­meinden ein großer Teil von Franktireu­ren und Partisanen sein würde. Das ist auch tatsächlich der Fall gewesen. Es war nicht zu bestreiten, daß die Politik der NSDAP mit Recht die Juden gegen uns aufgebracht hat. Unter diesen Umständen

war es nur natürlich, daß wir Vorsichts­maßnahmen dagegen trafen, daß die Ju­den ihren Haß gegen uns nicht in die Tat umsetzen konnten.“

Man muß diese Sätze mehr als einmal lesen, um sie in ihrer ganzen Ungeheuer­lichkeit zu begreifen. Das ist die Logik des Hitler-Generals: Die Juden hatten alle Ur­sache, gegen die Politik der NSDAP auf­gebracht zu sein. Ihr Haß war berechtigt. Es war zu befürchten, daß sich dieser Haß in Aktionen äußern würde. Um dem vor­zubeugen, mußte man die Juden ermorden.

Nun weiß es die ganze Welt: Die Er­mordung von sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen, Greisen, Kindern und Säuglingen war nur eine Vorsichts­maßnahme Bei der Errichtung der Gasöfen von Auschwitz und Maidanek, der Ghettos in Polen , Litauen , Weißrußland und in der Ukraine handelte es sich nur darum, vorzubeugen. Schuld an ihrem Tode sind die Ermordeten selbst, weil sie „mit Recht“ ihre Peiniger haßten. Nicht nur die Ueber- fälle auf Polen , Belgien , Holland , Frank­ reich , Dänemark , Norwegen und auf die

KPD verteidigt das Mitbestimmungsrecht

Adenauer -Regierung verdient kein Vertrauen

Bonn . (SID) Wir haben zu dieser Regie- Aehnüch liegen die Verhältnisse in Heesen, rung nicht das Vertrauen, das sie bei Durch- Bremen und Südbaden. Nachdem nunmehr führung des Antrages der CDÜ/C3U auf die Militärregierungen ihre Ansprüche zu­

rückgezogen haben, soll durch den CDU CSU -Antrag erreicht werden, daß die fort­schrittliche Regelung des Mitbestimmungs­rechtes in den genannten Ländern wieder­um nicht verwirklicht werde Die Mehr­heit dieses Hauses hat bisher ihren Willen

„Neuordnung der Rechtebestimmungen zwi­schen Arbeitnehmern und Arbeitgebern“ die berechtigten Forderungen der Arbeiter und ihrer Gewerkschaft erfüllt, erklärte Abg. Hermann Nuding (KPD ) im Bundes­tag. Wir halten an sich für richtig, daß das Mitbestimmungsrecht einheitlich für das rücksichtslos durchgesetzt, ohne Rücksicht Bundesgebiet geregelt wird. „Aber“, fragte auf den Willen der Maasen draußen. Es er, zur CDU gewandt, „was haben Sie unter besteht die Gefahr, daß bei Annahme des „zeitgemäß“ verstanden?“ CDU/CSU - Antrages ein Gesetz zustande

T . _ . , _ . kommt, das sich an die rüdeständigsten

In Württemberg-Baden wurde vom Land- Limciergesetze anlehnt. Die Unternehmer tag vor eineinhalb Jahren ein ziemlich fort- wo u en ihren Herr-im-Hause-Standpunkt

schriftliches Betriebsrätegesetz angenom­men, aber durch den Einspruch der Militär­regierung bis heute nicht verwirklicht

gesetzlich verankern. Um dies zu verhin­dern, sagte Abg. Nuding. stimmte die KPD - Fraktion gegen den Antrag der CDU .

Wie ernst es die Adenauer-Regierung mit ihrem Versprechen in der Regierungs­erklärung zur Regelung der Verhältnisse zwischen Arbeitern und Arbeitgebern nimmt, wurde dadurch bewiesen, daß Ar­beitsminister Storch bei der Beratung des CDU -Antrages nicht im Hause war und kein Vertreter der Regierung das Wort dazu ergriff. Für die FDP erklärte der Abg Wellhausen (Fabrikdirektor in Bayern ), seine Partei stimme dem Antrag zu, beson­ders deshalb- weil in ihm das Mitbestim­mungsrecht in keiner Weise umschrieben sei. Die Zustimmung der SPD begründend, forderte Abg. Richter, daß eine Reihe Be­stimmungen des Kontrollratsgesetzes Nr. 22 in das neue Gesetz aufzunehmen seien.

Sowjetunion waren „Vorsichtsmaß nahmen “. Auch Qradour, Lidice , die Vernichtung der polnischen Intelligenz, die Verschleppung von Millionen zur Sklavenarbeit, die Schreckensherrschaft in den besetzten Ge­bieten der Sowjetunion — es waren alles „Vorsichtsmaßnahmen“. Der ganze Hitler- Krieg war eine — „Vorsichtsmaßnahme“. Alles, alles eine einzige „Vorsichts­maßnahme“— gegen den Bolschewismus.

Wir wissen es nun vom Hitler-General und seinen Verteidigern, daß Europa von jüdischen Säuglingen und Greisen befreit werden mußte, well es sich bei ihnen um potentielle bolschewistische Partisanen handelte. Von dem „Sozialdemokraten “ Mr. Paget — einem Labour-Abgeordneten — haben wir nun erfahren, daß Hitler den be­reits vor Kriegsbeginn erlassenen Befehl, alle Kommissare der Roten Armee zu er­schießen — „Offensichtlich in Kenntnis der Kriegsgewohnheiten der Sowjets" erlassen hat. .

Man müßte es laut in die Welt hinaus­schreien können, was hier versucht wird, so daß es jeder hört — die überfallenen Völ­ker, die überlebenden Angehörigen der in den Todeslagem Vergasten und der auf den Schlachtfeldern Verbluteten, die Opfer der Bombennächte und der Schützengräben — die Mörder, die eine ganze Welt ins Verder­ben stürzten, sollen freigesprochen, Hitler und seine Generale und. seih Raubkrieg und seine Gaskammern sollen gerechtfertigt werden.

Warum? Man- braucht diesen Freispruch, man will nachträglich den Krieg und alle Verbrechen, insbesondere die in Osteuropa , segnen, um die Vorbereitung eines neuen Feldzuges gegen denselben Feind von vorn­herein zu rechtfertigen. Der Antikommu­nismus von heute muß Hitler , den Anti­kommunisten von gestern, mit allen seinen Schrecken heilig sprechen, um das jetzige Liebäugeln und das kommende Bündnis mit dem Faschismus, um seine eigenen Tenden­zen zum Faschismus zu begründen. Das ist der Sinn der Ungeheuerlichkeiten, die sich die Welt von einem Hitler-General und sei­nen Verteidigern heute schon wieder ge­fallen lassen muß. J. Sch.

Kommunistische Fraktion hilft den Kriegsopfern

Ueberbrtickungsgesetz soll rückwirkend in Kraft treten

Bonn . (SID) Auf Antrag der KPD -Frak- ner betonte, es müßte endlich Schluß damit soll mit derartigen Aeußerungen das Gru- tion beschäftigte sich der Bundestag mit gemacht werden, daß die Kriegsopferbezüge sein beigebracht werden, damit er in heil­loser Angst zum amerikanischen Rüstungs­wahnsinn ja sagt und bereitwilligst die Steuern zahlt.

Xenin über Kritik und Setbslkritik

„9as Verhalten einer politischen Partei

einem Ausschußbericht, der einige Sofort- unter den Sätzen der Wohlfahrt liegen,- Die maßnahmen zur Behebung der Not der KPD -Fraktion fordere darum in Uberein- Kriegsopfer forderte. Das geforderte Ueber- Stimmung mit den Kriegsopferverbänden, brückungsgesetz für die Regelung der Bezüge daß in dem Ueberbrückungsgeseti die Ren- der^Kriegabeschädigten-uncL Hinterbliebenen ten .nacheinern .lahresarheiteverdieJMt . von SteUenbesetzung in den, Ministerien rpinde- :mitese,/rückwirkend Kraft erhalten von dem DM. 2880,—.berechnet .werden^se daß sieh Stens sehn; ; Prozent alter Stellen mit Schwer

einstimmig angenommen. Vorher waren Er­suchen des Bundestages an das Kabinett schnellstens ein Arbeitsbeschaffungspro­gramm, erhöhte Zuschüsse für Hausratsbe- scheSung, sowie eine Erhebung über die Lage der Flüchtlinge einstimmig angenom­men worden. Ebenso ein Antrag, daß bei der

KPFührer freigelassen

Protestwelle in der ganzen Welt erzwingt Freilassung

New York . N. L. Dem verstärkten Druck der demokratischen Oeffentlichkeit, der Protestwelle, welche durch alle Länder der Welt ging, nachgebend, mußte das amerika­ nische Bundesberufungsministerium die elf kommunistischen Führer gegen .Kaution von 260 000 Dollar freilassen, nachdem es erst kürzlich einen entsprechenden Antrag der Verteidigung abgelehnt hätte. Eine rie­sige Menschenmenge erwartete die frei- gelassenen Führer der Kommunistischen Par­tei vor dem Gefängnis und veranstalteten einen Fackelzug, der aber von der Polizei wegen angeblicher Feuergefahr brutal aus- eip.füjßpjge.triebeh wurde. . ^

Die Freilassung der kommühütisefaen

Tage r *"änj • an- -dem-^deri-Wirtschaftsratt«sein ^Volkeßte^ftiw de»sLOlWB«iti*Bn.vKrtegi- ,,he$*84igtimwerfen,/müssen/ ,Zu : Führer .der USA ist das ErgebBÜbdeföPro-

Kriegsbeschädigten-Leistungsgesetz beschlos- beschädigten auf 160 DM monatlich erhöhe, sen hat, dem 20. Juli 1949, forderte Abg. Weiter forderte Abg. Renner, müssen end-

^ _ _ _ ^_ _ Renner (KPD ). Diese Forderung begrün- lieh die Brüningschen Notverordnungen

'zu "ihren Fehlem ist eines der wichtigsten dend f ührte er unter größter Aufmerksamkeit außer Kraft gesetzt werden, die bestimmen, ff - des ganzen Hauses aus, jeder elfte Bewohner daß auf die Kriegsopferbezüge, Unfall- oder

Westdeutschlands hat heute in irgendeiner Invalidenrenten ganz oder teilweise anzu- Ponn Ans P ruch auf Versorgung als Kriegs- rechnen sind. Bei den Wehrmachtsbeamten flirer Pflichten gegenüber ihrer Klasse und opfer Die Renten aber, die gezahlt werden, werde in NRW schon jetzt ein Einkommen

allen diesen fragen nahm kein Vertreter der Regierung das Wort

testentschließungen und Resolutionen, die aus der ganzen Welt in New York einiiefen. Auch Sektionen der rechtsstehenden ameri­ kanischen Gewerkschaft AFL hatten sich der Protestwelle angeschlossen. In Berlin fand am Freitagabend eine Protestversammlung im Haus Valand statt, in der Gerhard Eis­ ler mit scharfen Worten die USA -Lynch- justiz geißelte. Mitten in cj/er überfüllten

Erdbeben im Hohenzollerngebiet 'Stuttgart Die Erdbebenwarte in Stutt­ gart , Messtetten und Ravensburg verzeich- neten am Sohntagvormittag 8.49 Uhr ein

_ _ _ _ _ mäßig-starkes Nahbeben, dessen Herd ln

den werktätigen Massen. Einen Fehler offen sind' wahre Hunäerrenten "betrage YödTdFe bis zu 160 DM monatlich bei der Rentenge- dem bekannten Erdbebengebiet der Hohen- Kundgebung traf ein Telegramm aus New Zugeben, seine Ursachen aufdecken, die Um- Vollrente für einen lOOprezentigen Kriegs- Währung nicht in Anrechnung gebracht Zum f ml

Stände, die ihn hervorgerufen haben, analy- beschädigten zur Zeit im Monat 100 DM und Sc “u ß forderte^ Heinz Renner , daß das vor- zv töL(triligä S^a*erreicht Bis^ie? Z twur- Zuhörer Nahmen dies^B^tsdiiaf^mit unbe- dte Mittel B,heta* Fehfcfc <fe H5oh.ta.fc Kr eta .rboltahlählge St ÄKmSK SS**. «SrtT ÄSSÄSoS. B °“ ‘ “

sorgfUU« prüf«, - to W ä„ M**™1 W.: eo DM- Demgegenüber M m S“ °p äSSÄ ÄÄÄ einer ernsten Partei, das heißt Erfüllung l-*ande Nordrhein-Westfalen vor einiger Zeit aestag beraten werden könne ihrer Pflichten, das heißt Erziehung und beschlossen worden, die Pensionen der Wehr- ^

machtsbeamten wieder auf 160 DM je Monat , Ausschuß bericht, das Ueberbrük-

zu erhöhen. In anderen Ländern gebe es Be- ^ gef “Sf e Te * Ue '

ten und Offizieren sogar die vollen alten sowie Versicherung gegen Krankheit für Pensionsansprüche anzuerkennen. Abg. Ren- nicht-sozialversicherte Kriegsopfer wurde

Schulung der Klasse und dann Masse.“

auch der (Lenin )

Eugen Kogon und Franz von Papen

Ein altes Bündnis aufgefrischt

auf seinem jetzigen

„Sowjetunion hat bessere Panzer“

~ Washington . Der USA -Generalstabschef, General Collin, erklärte in Washington , die amerikanischen Panzer seien den sowjeti­ schen unterlegen. Er fügte jedoch hinzu, er h&be soeben in Detroit das Modell eines leichten Panzers gesehen, der den besteh ausländischen Schiffen gleichwertig sei. Man brauche nur Geld zu seiner Produktion, (dpa ) Wer die besseren Panzer hat, wissen wir nicht gewiß. Können es auch kaum wissen. Aber das eine wissen wir, daß der General­stabschef der USA derartige Feststellungen wie obige nur wegen dem Schlußsatz macht: „Man brauche nur Geld zu seiner (des Pan­zers) Produktion“.

Mehr als 21 Milliarden Dollar, die in den USA für Rüstungszwecke ausgegeben wer­den, ist riesenvieL Dabei wird immer noch mehr gebraucht. Das verlangt Propaganda- Anstrengungen, dem eigenen Volk und auch der Welt'die« als notwendig weiszumachen. Verteidigungsminister Johnson und sein Ge- nieralstabschef versuchen es. Wir glauben nicht an den Erfolg dabei.

*

Bonner Minister in Paris

Regierungstechnik im Kolonialstaat

»• • wird innerhalb 24 Stunden der Hohen Kommission vorgelegt“

Stuttgart Vor der Presse gab der ameri­ kanische Landeskommissar für Württem­ berg-Baden , Charles Gross, über eine Frage Aufschluß, die bezeichnend für unseren Zu­stand in Westdeutschland ist. Von den vom

rungen des amerikanischen Landeskommis­sars die Technik einer kolonialen Verwal­tung vor Augen geführt bekommen. Es wird dabei sehr sinnfällig der Charakter des Be­satzungsstatutes und die Unselbständigkeit

„Wir verlangen den Kopf dieses Mannes“, schrieb der westdeutsche SPD -Varsitzende Dr. Kurt Schumacher im Jahre 1946 — er meinte den Vizekanzler und Botschafter Hitlers , Herrn Franz von Papen . Aber Dr. Schumachers Worte rühren die Herren des Westens nicht: Die Amerikaner setzten Papens Freispruch in Nürnberg durch, spä­ter erhielt er acht Jahre Arbeitslager, aber diese brauchte er natürlich nicht abzusitzen — stillschweigend wurde er wieder in Frei­heit gesetzt und konnte Anfang November

Ueber-Imperialismus Platz gelandet ist

Die gutnachbarlichen Beziehungen des Dr. Eugen Kogon und des Junkers Franz von Papen bestehen nicht erst seit gestern. Uns flattert die Berliner „Kreuz-Zei­ tung “, das Blatt der ostelbischen Junker und Monarchisten vom 4. April 1933 auf den Tisch, in dem ein Aufruf abgedruckt ist: „An die katholischen Deutschen ! Aufruf des Bundes .Kreuz und Adler* — unter Papens Führung Mitarbeit am neuen Reich!“ Dieser

Württemberg - Badischen Landtag verab- deutscher Regierungsstellen, über denen die

dem Blatt der türkischen Reaktion, „Cum- Aufruf glänzt durch nazistisches Geschwafel huriyet“, in alter Freundschaft mitteilen, die wie: *

schiedeten Gesetzen müssen je fünfzig Ko pien von seiner Dienststelle in deutscher, englischer und französischer Sprache inner­halb 24 Stunden der. Hohen Kommission vorgelegt werden. Innerhalb von sechs Tagen muß das Landeskommissariat Empfehlungen

Hohen Kommissare thronen, unterstrichen. In der gleichen Pressekonferenz äußerte

Türkei und Westdeutschland müßten „ge­meinsam das totalitäre Asien bekämpfen“ und die Türkei möge sich „weiter dafür ein­

sich Charles Gross zu der in Württemberg- setzen“, daß „die Anglo-Amerikaner West-

Baden vorgeschlagenen Verwaltungsreform. Im „bankerotten Deutschland“ müsse jeg­liche Reform, die eine allgemeine Ersparnis

über die betreffenden Gesetze der Hohen bringe, gut geheißen werden. Bis jetzt habe Kommission mitteilen. Wenn diese sich in- noch kein Amerikaner den Eindruck gewon- nerhalb von 21 Tagen nicht zu dem Gesetz nen, daß Deutschland nicht genügend Be- äußere, werde es nach dem Besatzungsstatut amte besitze. Das ist gewiß richtig. Das Wort rechtskräftig. vom „Bankerott Deutschlands“ wie das von

Wir haben sehr , plastisch mit den Aeuße- den vielen Beamten.

'PrewetfiHMien.

deutschland als gleichberechtigten Partner in ein vereinigtes Europa aufnehmen“, um die „Verteidigung der zivilisierten Welt“ — gegen die Sowjetunion natürlich — zu führen. *

Gleichzeitig mit Herrn von Papen setzt sich in Paris der „Präsident der Europa -

„Auch im stürmischen Aufinuch des Nationalbewußtseins lebt der Wille, zum Quellgrunde der deutschen Volkheit zu­rückzukehren und die Sehnsucht nach einem künftigen Reiche, das die gott­gegebene Sendung des Deutschtums ver­körpert“

Unterzeichnet ist diese „gottgegebene Sendung“ für ein .künftiges Reich“ von einer Bundesleitung, zu der Herr Ritter in Köln , Freiherr von Hertling in Berlin und

Union “ für dasselbe Ziel ein. Um „den einige andere Reichsdeutsche gehören, sowie

EÜlkOPA

Vor allem Senkung der militärischen Ausgaben

Vor allem müssen als erstes unsere militäri­schen Ausgaben (die 8 Prozent des britischen Nationaleinkommens betragen, d. Red.) auf ein Maß eingeschränkt werden, das England er­tragen kann, ohne den Lebensstandard seiner Bevölkerung zu senken,

zum Zweiten sollte die britische Regierung die Initiative zu neuen Anstrengungen ergrei­fen, um den kalten Krieg zu beenden und eine Schlichtung der Streitfragen, die die Welt quälen, herbeizuführen.

„ReynoM News“, London

Verfolgungen werden nicht bei den Kommunisten haltmachen

Unlängst gab das Kabinett Yoshida ein ge-

der Lehrer aufzustellen, die „beschuldigt wa­ren, mit den Kommunisten zu sympathisieren*. Viele kommunistische Professoren wurden be­reits entlassen, ohne daß es ihnen erlaubt wurde. Berufung einzulegen. Die Gewaltigen Osakas planen nun, mehrere hundert Lehrer aus den Volks-, Mittel- und höheren Schulen zu entlassen. Dr. Eels (das für Schulfragen zu­ständige Mitglied im Stab, des amerikanischen Hauptquartiers, d. Red.) machte klar, daß es der Wunsch der Militärregierung sei, alle kommu­nistischen Lehrer zu entlassen. Die Ausführung dieses Planes werde jedoch dem Geschick der japanicben Regierung überlassen. In Japan ist die Auffassung weit verbreitet, daß diese Ent­lassungswelle nicht auf die Kommunisten be­schränkt bleiben wird, sondern daß man ver­suchen wird, sich auch der liberalen Denker zu entledigen. Wenige Japaner haben den Fall

drohenden Gefahren zu entgehen“, müßte „die deutsche Bundesrepublik an der ge­meinsamen Verteidigung Europas teilneh­men“. Einer .Europäischen Bundesregie­rung“ sollten seiner Meinung nach die ein­zelnen Staaten noch „einen Teil ihrer Souveränitätsrechte abtreten“ — soweit ihnen diese der Marshallplan nicht schon genommen hat

Der „Präsident“, der sich hier in trauter Gemeinschaft mit Herrn von Papen zeigt, ist niemand anders als — Dr. Eugen Kogon , der als Schuschnig-Politiker auf der Seite des Austro-Faschismus gegen die Wiener Arbei­terschaft stand, dann als Vermögensverwal­ter eines schwerreichen deutschen Groß­grundbesitzers beim „Anschluß“ von den Nazis wegen De Visen vergehen ins KZ ge­steckt wurde, dort als „Oesterreichei-“ zur antifaschistischen Einheitsfront stieß, in der er viel über die Schlechtigkeit „der Deut­ schen “ zu flüstern wußte — bis er 1945 bei der Befreiung mit dem amerikanischen Ge-

als einziger Oesterreicher (fünf Jahre vor dem. „Anschluß“) Herr Dr. Eugen Kogon , Wien ! (Es dürfte nicht überflüssig sein, zu erwähnen, daß selbst das Aufrufungszeichen hinter dem Wort „Wien “ nicht von uns, son­dern aus dem Aufruf in der „Kreuz-Zei­ tung “ stammt, — offenbar, um die Bedeu­tung des Papen-Hitler-Freundes aus dem „uns entrissenen Geburtsland des Führers“ zu betonen.

1933 vereint unter dem Kriegsbrandstifter aus Braunau — und heute Hand in Hand unter den Losungen des amerikanischen Marshallplan-Administrators, der (das Wort klingt uns noch sehr bekannt im Ohr) schon wieder von „Europa als Großwirtschafts­raum“ zu reden weiß — fürwahr, Herr von Papen und Herr Dr. Kogon scheinen unlös­bar zusammenzugehören.

Dr. Schumacher verlangte den Kopf des Herrn von Papen. Niemand wird uns ver­übeln können, wenn wir zwar nicht den Kopf des Papenschen Busenfreundes Kogon , wohl

ueime* Dekret an aiu Rektoren nationalen *"** *** „'•“***— heim dienst nach Oberursel ging und sogar aber sein Verschwinden aus der deutschen

Universitäten heraus*in*dem angeordnet wur- ifh^w^dem ,eine Fan»iHe aus Oesterreich in das vielge- Oeffentlichkeit und sein Verstummen for-

'ästfrte DeutsÄland holte wo er bald für, dem, nachdem die Verwandlungskunst-

Verrug zu entlassen seien. Diese Säuberungs- ser kein Gott sei sondern 7 rin Glied deTstaa- bald gegendle VVN, bald für und bald gegen stücke, mit denen dieser Ritter vom politi-

aktion ist nun vollendet. Die japanische Polizei tes; es kommt eine tiefe Besorgnis auf daß die Remilitarisierung ein in allen Farben sehen Drahtseil bisher zu glänzen wußte, wurde ebemaua eingeweiht urvi nahm einige gleiche Art der Verfolgung nun wieder eineetzt. schillerndes Spiel vorführte, bis er schließ- durchschaut sind.

Gesinnungserforschungen vor, um eine Liste „The Times*, London lieh unter den Fittichen des amerikanischen y.mji Caxlebach

„Hier meine Herren stelle ich Ihnen die deut­ sche Wirtschaft zur Verfügung — Entschul­digen Sie den Meinen Demontagedefekt!“

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