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BADISCHES

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Jahrgang 5 / Nr. 114

Freitag, 19. Mai 1950

Preis 15 Pfg.

Separatisten weisenDeutsche aus

Saarbrücken . (EB.) Das Innenministerium der saarländischen Marionetten-Regierung hat das Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der Einheitsgewerkschaft im Saargebiet, Paul Obermeier, kurzfristig aus dem Saargebiet ausgewiesen. Ober­meier. der gleichzeitig dem Landesvorstand der KPD angehört, muß seine Heimat bin­nen drei Tagen verlassen. Die Ausweisung erfolgte trotz der Proteste der Gewerkschaf­ten, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und der Werktätigen zahlrei­cher Betriebe.

Protest afrikanischer Parlamentarier

gegen Schuman-Plan, der Afrika zur inter­nationalen Kolonie machen soll

Paris . Die Mehrheit der aus den französi­ schen Afrika -Besitzungen stammenden Ab­geordneten der Nationalversammlung hat sich einer Protestresolution gegen den Schuman-Plan zur gemeinsamen Führung der Kohle- und Stahlindustrie Frankreichs und Deutschlands angeschlossen.

„Nachdem man feierlich verkündet hat, daß das Kolonialregime abgeschafft sei kann man aus den französischen Afrika - Besitzungen keine internationale Kolonie machen, nicht einmal unter dem Vorwand einer Zusammenarbeit der USA und Euro­ pas zur politischen, sozialen und wirtschaft­lichen Entwicklung Afrikas “, heißt es in die­ser . Resolution. Weiter wird gesagt: „das Eurafrika, das auch wir für notwendig hal­ten darf nur in der Form einer Gemein­schaft gedacht werden, die sich auf der Ba-

„Mit großer Freude von dem hochherzigen Beschluß der UdSSR Kenntnis genommen.

Politbüro der SED an das Zentralkomitee der KPdSU über die Senkung der Reparations­kosten auf die Hälfte

„Das Politbüro der SED hat mit großer Freude von dem hochherzigen Beschluß der Sowjetregierung Kenntnis genommen, die Restsumme der Reparationszahlungen um 50 Prozent herabzusetzen. Dieser Beschluß, der die auf Vorschlag der SED ausgespro­chene Bitte der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik erfüllt, ist ein neuer Beweis für die selbstlose und edle Freundschaft des Sowjetvolkes zum deutschen lands auf demokratischer Grundlage und für doner) Kommuniques. Aber die Arbeitslo- Volke. Er bedeutet eine große Erleichterung für die Bemühungen des deutschen Volkes den Aufbau unserer Friedenswirtschaft, zur Wiederherstellung und Entwicklung der Volkswirtschaft in Deutschland . Hn der ruhmreichen Kommunistischen Par-

Der Edelmut und Großmut der Sowjetre- mahnen. Der Beschluß der Sowjetregierung tei der Sowjetunion und mit ihr dem ganzen gierung ist um so größer, als die Witwen wiegt um so schwerer, als die im Potsdamer Sowjetvolke unseren tiefempfundenen Dank und Waisen aus dem großen vaterländischen Abkommen festgelegte Reparationssumme für den hochherzigen Beschluß aus. Es lebe Krieg heute noch das Sowjetvolk an die un - von zehn Milliarden Dollar in keiner Weise die unverbrüchliche sowjetisch-deutsche geheueren Verbrechen des Hitlerfaschismus dem ungeheuren materiellen Schaden ent- Freundschaft!“

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Geheime Kriegskonferenz von Acheson beherrscht

Ein nichtssagendes Kommunique — Gefährliche Angriffspläne werden verschwiegen

London (EB). Die unter dem Vorsitz des amerikanischen Außenministers Ache­ son tagende Konferenz des Atlantikpaktes zeichnet sich genau wie die Deutschland - Konferenz der drei Westmächte durch strenge Geheimhaltung aller gefährlichen Be­schlüsse aus, die die Oeffentlichkeit alarmieren würden. Darunter fällt die Eingliede­rung Westdeutschlands in den Atlantikpakt — ein bereits offenes Geheimnis.

Ein nichtssagendes Kommunique sprach schlossen werden soll. Welche Gefahr ein lediglich vom „Meinungsaustausch über die solches „Aktionsprogrammm" der imperia-

__ _____ weltpolitischen Entwicklungen“. Reuter mel- listischen Mächte, das der Ausarbeitung von

sia ”der = Gleichheit frei’ zusammenfindet und det dagegen, Außenminister Acheson soll auf Hitlers berüchtigtem Barbarossa-Plan gleich­wirtschaftlichen Charakter hat. Es würde der ersten Sitzung „fast als einziger“ ge- käme, für die gesamte Welt mit sich bringt, unweigerlich, zum Scheitern führen, wollte sprochen haben. In britischen und franzö- darüber kann man in den Berichten der man diese Gemeinschaft — wie es der Schu- sisehen Zeitungen wird bereits lebhaft über westlichen Presseagenturen nur zwischen den manplan anscheinend vorsteht — unter dem das Für und Wider der Einsetzung eines Zeilen lesen. Diese Praxis der völligen Ge Aspekt einer Vorherrschaft Europas über amerikanischen Militärdiktators über den Afrika verwirklichen, wenn diese Vorherr- gesamten Atlantikpakt diskutiert, obgleich Schaft auch noch so geschieht getarnt wäre.“ das Kommunique kein Wort davon erwähnt.

Die afrikanischen Abgeordneten fordern Die amerikanische Nachrichtenagentur Asso- deshalb eine ausführlie Parlamentsdebatte ciated Press berichtet von einem „Aktions

Um was es geht!

Pressestimmen zur Londoner Konferenz Moskau . Die Moskauer „Prawda“ bezeich- nete den Schumanplan für eine deutsch­französische Industrieunion als „Teil der Vorbereitungen für einen neuen Krieg. Tat­sächlich geht es darum“, schreibt das Blatt, „alle Marshallplan-Länder zugunsten eines Kartells auszuplündern, in dem die ameri­ kanischen Kanonenkönige die Hauptrolle spielen wollen.“

Die Warschauer „Trybuna Ludu“ schreibt: „Neben der Ankündigung einer verschärf­spricht, den die Hitler -Soldateska dem So- ten Ausbeutung Afrikas und der Erregung wjetvolk zugefügt hat. neuer Wellen antikommunistischer Kriegs-

Der hochherzige Beschluß der Sowjetregie- hysterie ist der Plan für die Umsiedlung rung ist eine große Hilfe für den Kampf um von Europäern in weniger dicht bevölkert» die Wiedererlangung der Einheit Deutsch - Länder der wichtigste Teil des ganzen (Lon- ' ’ ' ’- l! - J — — J ’— — J *■'— doner) Kommuniques. Aber die Arbeitslo­

sigkeit ist ein wirtschaftliches und kein be­völkerungstatistisches Problem. Wenn man arbeitslose Italiener nach Kanada schickt, wo sie die Zahl der dortigen Arbeitslosen vermehren, wird man den Kapitalisten zwar billige Einwanderersklaven zur Ver­fügung stellen. Man kann jedoch auf diese Weise weder in Italien noch in Kanada der Krise beikommen.“

Die polnische Zeitung „Folska Zbrojna“ meint, daß Londoner Kommunique lasse darauf schließen, daß die Westmächte die Bundesrepublik wieder aufrüsten und re- nazifizieren und ihre Industrie auf Kriegs­zwecke umstellen wollen.“ (nach Reuter und pap)

Die Pariser „Liberation " setzt sich mit dem Lon-

die Unabhängigkeitsbestrebungen der unter­drückten Kolonialvölker. Niemand, der die gewundenen Berichte über diese Konferenz liest, zweifelt daran, daß in Sydney wie in London Kriegsmaßnahmen beschlossen wer­den, die man aus guten Gründen der Welt­öffentlichkeit verschweigt. Die Strategen des aggressiven Atlantikpaktes wissen, daß eine Aufdeckung ihrer Pläne einen Sturm der

, . , ,, .... „ . . , Empörung bei allen Völkern der Erde ent-

heimhaltung von wichtigen Konferenzen ist f ac ^ €n w ürde.

ten Länder Asiens . Auch hier wird von „So­fortmaßnahmen“ gegen die „Gefahr des Kommunismus“ gesprochen. Wie immer meint man jedoch brutale Maßnahmen gegen doner Außenminister-Konferenz gegebenen Aden-

über dieses Thema, (nach afp)

bisher nur von imperialistischen Staaten an­gewandt worden, die unmittelbar die Ent­fesselung eines neuen Krieges vorbereiten. Zu gleicher Zeit tagt in Sydney (Austra

Programm“, das auf dieser Konferenz be- lien) eine Konferenz der britisch beherrsch-

Warum ein so nichtssagendes Kommunique?

Geheimklauseln zur Eingliederung Westdeutschlands in den Atlantikpakt

Berlin . (EB) Das Londoner Kommunique zur Konferenz der westlichen Außen­minister sei dazu bestimmt, die in London vereinbarten Geheimklauseln über die Ein­gliederung Westdeutschlands in den aggressiven Atlantikpakt, die in dieser Woche auf der Konferenz der Antiantikpaktmächte erörtert werden sollen, zu tarnen, meldet „Telegraph “.

„Teegraph“ schließt mit dem Hinweis, daß die Unterdrückungskampagne gegen die KPD ein bedeutsames Symptom dessen ist, was in Westdeutschland vorgeht. Die KPD bildet die Vorhut der kämpferischen

Dies werde durch einen kürzlich aus Westdeutschland eingetroffenen Bericht über die Beschleunigung der Remilitarisie­rung bestärkt. In diesem' Bericht heiße es. die Aufstellung westdeutscher Söldnerein-

lin und Truman gerichtet, in denen sie sich verpflichtet, alle Kräfte zur Verhinderung eines dritten Weltkrieges aufzubieten. In dem Schreiben, das von 23 000 Müttern aus 42 Staaten der USA unterzeichnet wurde, heißt es u. a.: „Angesichts der Gefahr eines dritten Weltkrieges muß alles unternommen werden, um den Krieg zu verhindern. Wir haben unsere Kinder nicht geboren, damit sie als Kanonenfutter verwandt werden.“

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Malik fordert Intervention der UN in Griechenland

Berlin . (EB.) Der ständige Vertreter der Sowjetunion bei der Organisation der Ver­einten Nationen, Malik, hat dem General­sekretariat der UN den Wortlaut eines an die Regierung der UdSSR gerichteten Ap­pells des griechischen Komitees für die Auf-

Keine Hand für ROstnnosarbelt

hebung des Konzentrationslagers auf der Insel Makronissos und die Durchführung einer allgemeinen Amnestie in Griechen­ land übermittelt. Malik ersucht in einem

auer-Interview in der amerikanischen Zeitschrift „United States and World Report" auseinander und schreibt: „Wir wollen nicht noch einmal Opfer der machiavellistischen Verschlagenheit deutscher Grundherren werden, deren heuchlerischster und gefährlichster Vertreter Herr Adenauer ist, Herr Adenauer , der in einem Interview mit der „Monde " die Wohltaten einer deutsch -französischen Zusam­menarbeit auf Grund des Schuman -Vorschlages preist."

Trygve Lie

für Konferenz ohne Veto

Stockholm . Eine Konferenz ohne Veto soll der UNO -Generalsekretär Trygve Lie bei seiner Unterredung mit Stalin zur Lö­sung des Problems der chinesischen UNO - Vertretung vorgeschlagen haben.

Die schwedische Zeitung „Svenska Dag- bladet“ berichtet aus Lake Succeß, Lie habe empfohlen, das Chinaproblem als Verfah­rensfrage auf die Tagesordnung einer Son­dersitzung des Sicherheitsrates zu setzen. An dieser Sitzung sollten die Regierungs­chefs oder die Außenminister der Mitglied­staaten des Sicherheitsrats teilnehmen. Sta­ lin soll sich bei der Besprechung bereit er­klärt haben, erneut über die Atomfrage zu verhandeln, wenn vorher die Frage der

Schreiben an die UN , die Forderungen des griechischen Komitees zu unterstützen und Vertretung Chinas im Sicherheitsrat gelöst zu deren Verwirklichung beizutragen. werde, (dpa )

heiten werde durch die zwangsweise Regi- Opposition gegen die Wiederaufrüstung

strierung aller ehemaligen Soldaten der Naziwehrmacht durch die westdeutschen Arbeitsämter beschleunigt.

„Telegraph “ schließt mit dem Hinweis tige Schätzungen die vorläufige Gesamt­zahl der Angehörigen militärischer Forma­tionen Westdeutschlands mit 1,2 Millionen Mann veranschlagen.

Westdeutschlands und gewinne durch die Mobilisierung der Friedenskämpfer von Tag zu Tag an Kraft.

Mütter gegen den Krieg

New York . (Eig. Ber.) Die amerikanische Frauenorganisation „Mütter gegen den Krieg“ hat gleichlautende Schreiben an Sta-

Z um südbadischen Landesfriedenskongreß am 21. Mai 1950

Was erhoffe ich vom Landesfriedenskongreß?

Aktive Freiburger Friedensfreunde geben Antwort

Freiburg . Unser Berichterstatter suchte schaffen. Aus eigenen Erlebnissen im letz- Kampf für den Frieden. Daß dieser Kampf einige Freiburger Friedensfreunde auf, um ten Krieg hat er eine Vorstellung von der keine Phrase sein darf, beweisen die vielen sle anläßlich des am Sonntag, dem 21. Mai ungeheuren Zahl von unbekannten Toten Stimmen, die schon wieder zu einem neuen m Freiburg stattfindenden Landesfriedens- die in allen Ecken Europas verscharrt sind Kriege hetzen. Ich bin der Ansicht, daß sich Kongresses zu befragen, was sie veranlaßt und auf die die Angehörigen heute noch jeder vernünftige Mensch für diesen Frie- habe, sich aktiv für den Kampf um den warten. Er glaubt weder daran daß diese denskampf einsetzen muß.“

Frieden einzusetzen. Vermißten noch in der SU leben, ’ noch, daß

Herr Hans G i e s 1 e r, ein 44jähriger Dro - sie dort gestorben sind.

Ein Todesurteil im Freiburger Werwolf- schwer verletzt worden. Der Staatsanwalt sprach aus Freiburg , Richard Strauß-Str. 6, gab - Geschlossen gegen die Kriegshetzer Prozeß von einem trostlosen FamUienbild und das Gericht uns au f unsere Frage zur Antwort: kämpfen

Freiburg (dpa ). Im Freiburger Werwolf-Prozeß verhängte Gefängnisstrafen. „Ich habe schon vor 1933 gegen die faschi- __ «Ich bin deswegen für den Frieden“, sagte

verurteilte das französische Militärgericht am Dienstag den im britischen Besatungsgebiet wohn­haften ehemaligen HJ -Bannführer Werner Rahäuser in Abwesenheit zum Tode und den ehemaligen SS-Unterscharführer Eugen Walz aus Lörrach zu le­benslänglicher Zuchthausstrafe.

Die Verurteilten sind nach den Feststellungen des Gerichtes für die am 23. April 1945 erfolgte

als vor dem Krieg. Der einzige staatliche Wein­kontrolleur des Landes, Gessinger, teilte am Diens­tag mit, daß bei 732 staatlichen Kontrollen im Vor-

Erschießung von neunzehn polnischen und russi- jahr bei Winzern, bei dem Weinhandel und bei sehen Zwangsarbeiten! verantwortlich. Sie gehör- Gastwirten 300 Weine beanstandet werden muß­

ten einer Werwolfeinheit an.

ten. Die Weine würden oft beim Verlassen des

Sechs jugendliche Mitangeklagte, die als HJ - Winzerkellers und auch beim Weinhandel gefälscht Mitglieder zum Werwolf gekommen waren und zur

Zeit der Tat nur 16 Jahre zählten, erhielten Ge­fängnisstrafen von drei Monaten bis zu sieben Jahren. Das Verfahren gegen zwei Jugendliche, die im amerikanischen Besatzungsgebiet wohnen und zur Verhandlung nicht erschienen waren, wurde abgetrennt.

Ueber den gegenwärtigen Aufenthalt des ehe­maligen Bannführers Rahäuser, der am Dienstag im

Mißglückter Bankraub Wiesbaden (dpa ). Mit dem Ruf „Hände hoch —

Geld her" stürmte in Wiesbaden ein jungen Mann mit geschwärztem Gesicht in den Kassenraum welcher Seite es kommt.“ einer Wiesbadener Bankfiliale. Der Filialleiter

Joliot-Curie nach Berlin eingeladen

Zum Ehrenpräsidenten im Kongreß Junger Friedenskämpfer vorgeschlagen Berlin . (Eig. Ber.) Der Zentralrat der FDJ richtete an den bekannten Wissen­schaftler und Friedenskämpfer, den Vorsit­zenden des Ständigen Ausschusses des Welt­friedens - Kongresses, Professor Joliot- Curie, ein Schreiben, in dem er den For­scher bittet, beim Kongreß der jungen Frie­denskämpfer die Ehrenpräsidentschaft zu übernehmen.

„Pfingsten wird in Berlin mit disziplinier­ter Kraft für den Frieden der Welt und das Glück der kommenden Generation demon­striert“, erklärte Oberbürgermeister Fried­ rich Ebert auf dem Parteitag der NDPD Großberlin.

Ebert sagte, er möchte diese Gelegenheit 5 Minuten vor dem Deutschlandtreffen be­nutzen, um allen Eltern zu versichern, daß

stische Kriegshetze gekämpft und habe für Herr Christian Reifs teck, ein 65jähriger

Jetzt mehr gefälschte Weine als vor dem meinen Friedenswillen unter der Naziherr- Freiburger Kaufmann, der Mitglied der reli-

Krieg Schaft drei Jahre im Zuchthaus gesessen, giösen Sozialisten ist, „weil ich im Krieg das

Düsseldorf (dpa ). Die Zahl der gefälschten Weine Auch heute ist die Kriegsgefahr wieder groß größte Uebel für die Menschheit sehe. Aus

ist in Nordrhein-Westfalen jetzt erheblich höher Und kann nur gebannt werden, wenn aUe meiner religiösen Ueberzeurung heraus ist

friedliebenden Menschen für den Frieden mir gewiß, daß vor Gott kein Mensch das

etwas tun. Aus diesem Grunde begrüße ich Recht hat, einem anderen Menschen das Le-

die Landesfriedenskonferenz in Freiburg ben abzusprechen oder zu nehmen. Wie im

auf der die Delegierten der südbadischen Einzelnen, so auch im Großen, zumal im

Bevölkerung ihrem Willen zum Frieden Krieg die Teilnehmer zum allergrößten Teil

Ausdruck verleihen werden. gezwungen werden, ihnen ganz unbekannte

Ich möchte nicht nur den Rest meines Jfenschen zu morden. Im Krieg sehe ich die Lebens in einer friedlichen Welt leben, son- allergrößte Vernichtung von Werten. Werte dern mithelfen, daß auch die nach mir kom- die in Jahrhunderten errungen und in Zeit menden Generationen einen wirklich dauer- von Minuten vernichtet werden. Krieg be- haften Frieden erleben. Darum bejahe ich deutet Not, Armut und Elend für unser alles, was dem Frieden dient, gleichviel von Volk.

Ich bin überzeugt, daß Kriege immer nur «j- . , . , . . von wenigen angestiftet werden, die um des

eilte jedoch .trotz der Drohung auf die Straße und Kein Krle gsmaterial — keine Volker- Profites und der Macht willen die Völker

holte Hilfe herbei. Daraufhin suchte der Räuber Verhetzung gegeneinanderhetzen und dadurch ungeheu- der Magistrat von Großberlin und die in

das Weite, sprang in einem bereitstehenden Kraft- Herr Franz Morsch, Freiburg , Gres- res Elend über die Welt bringen. Ich weiß, Berlin ansässigen Dienststellen der Deut-

Freiburger Werwolf-Prozeß in Abwesenheit zum wagen und fuhr davon. An Hand des polizeilichen sterstr. 6, Arbeiter in der Rhodiaseta, hofft daß die Völker, wenn sie gegen die einzelnen sehen Demokratischen Republik alles getan

Tode verurteilt wurde, ist, wie in Freiburg ergän- Kennzeichens konnte festgestellt werden, daß der da ® au ^ dem Landesfriedenskongreß Frie- Drahtzieher und Kriegshetzer geschlossen haben, um ihre Jungen und Mädel in Berlin

zend bekannt wird, nichts bekannt Er war ur- Wagen einer Verleihfinna gehörte, bei der ihn der densfreunde aller politischen Richtungen kämpfen, einen neuen Krieg verhindern bestens zu empfangen und zu versorgen,

sprünglich im britischen Besatzungsgebiet toter- Täter unter voller Angabe seiner Personalien ent- sicb näherkommen, die Schranken der können“. Von den 500 000 Friedenskämpfern brauche

niert, ist jedoch während eines kurzen Urlaubs liehen hatte. Bereits zwei Stunden später konnte Meinungsverschiedenheiten überwinden und Das Wichtigste ist Kampf um den Frieden niemand bei „Mutter Grün“ zu kampieren,

verschwunden. Seitdem fehlt von ihm jede Spur, er von der Polizei in seiner Wohnung verhaftet” einen gemeinsamen Weg zum Frieden fin- Fräulein Berthel Maier, Freiburg , Turn- denn mehr als 500 000 Quartiere ständen

werden. den. seestraße - 34, Angestellte,, erklärte unserem bereit.

f “ r l bedingt “f 1 - Korrespondenten: „Ich möchte hier mit aller Deutlichkeit

Vom Grabstein ihres Mannes erschlagen — e ? 1 . daß gerade die Arbeiter in den „Am 27. November 1944 wurde durch ame- sagen, daß derjenige, der aus eigenem Ent-

Wien. Die 75jährige Witwe Anna Neuhuber aus geg t? d *, e Herstellung von Kriegs- nkanische Bomber der größte Teil unserer Schluß oder im fremden Aufträge den Ver-

WieiTwurdeam Dienstag vom GrTbsteto tores ver ■ S iTL ^ S* 011 “ Stadt in Schutt und Asche gelegt, such wagen sollte, dieses Friedenstreffen der

hie- storbenen Ehemannes emch "gen al"tf Itm L r iSei^ng IrFriÄ“ erMär^^ “ irgendeiner Stelle, mit welchen

Grabe Blumen ufianzen wem» Fr.,, No„h„be, Sicherung des Friedens , erklärte er Kinder mußten ihr Leben lassen. Auch ich Mitteln es immer auch sei. zu stören“, er-

T A r- ,,r- „ , . habe hierbei Menschen verloren, die mir klärte Oberbürgermeister Ebert, „der wird

riger Sohn, waren Ende vorigen Jahres und Anfang Meter hohen Grabstein, der aus dem Gleichgewicht dieser ^agt*^ dfe UI Welt“ 1 nrotesripre < ^ rau ” d * e § anze Strenge und die Härte der demo-

-r t tt-T w- 4 r.-.T* ** «•»— Ä&ÄÄÄSiiSs: üäsä» tÄKa»

worden. Bei einem „Famüienunternehmen war gluckte aufgefunden wurde, war s.e bereits tot gfangenen“, sieht Herr Morsch nur ein nicht noch einmal solches Elend möglich ist. kommen feiern das Fest des FrfcdeJs im

Mittel, um eine neue Kriegsstimmung zu Das Wichtigste hierbei sehe ich heute im Schutze der demokratischen Ordnung.“

Der Name verpflichtet Aachen (dpa ). Noch nie fiel in einem Aachener Kaffeeschmuggelprozeß so oft das Wort Kaffee wie in einem Strafverfahren am Dienstag vor einem Schöffengericht Sämtliche vier Angeklagte

Ben nämlich tatsächlich Caffee . Der 47 Jahre alte Grabe Blumen pflanzen wollte. Frau Neuhuber Vater Cajfee, seine beiden Töchter und sein 18jäh- glitt aus und stieß beim Fallen an den anderthalb riger Sohn, waren Ende vorigen Jahres und Anfang

dieses Jahres mehrmals beim Schmuggel gefaßt kam und auf sie niederstürzte, worden. Bei einem „Famüienunternehmen" war glückte aufgefi der Sohn im Januar durch einen Unterleibsschuß (Nach Reuter.)