SÜDKURIER

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450 Kilometer im Auto durch das Schweizer Land

Ee ist schon so: Man muß zu schönen Dingen einen gewissen Abstand gewinnen. Wenn nachher der Film gewissermaßen zurückgedreht wird, ist die Freude um so größer. So geht es auch bei Fahrten in die Schweiz . Ob sie nun nach Lugano , ins Graubündner Land, ins Berner Oberland oder wie in diesem Fall über fünf Pässe führen: erst später kehren die erlebnis­reichen Stunden ins Gedächtnis zurück.

Auf dem Programm stand: Zweitägige Fünf-Pässe-Fahrt. Eine Zahl fiel dabei besonders ins Gewicht. Sie lautete: Furka- Paß 2431 Meter über dem Meer. Das heißt so hoch wie der Säntis geht die Fahrt. Nur mit dem Unterschied, daß sie hier mit dem Auto ausgeführt wird, dort in ihrem letz­ten Teil mit der Schwebebahn. So viel­seitig ist das Schweizer Land!

Der erste Paß, der Rickenpaß, führt hinter Wil hinein in die Innerschweiz . 805 Meter hoch zieht er langgestreckt dahin inmitten einer fruchtbaren Landschaft hinüber ins Glarner Land. Die Berge kom- mer näher. Trutzig schauen sie hernieder auf Glarus , der einzigen Stadt in der Schweiz , wo Protestanten und Katholiken gemeinsam eine Kirche benützen. Hinter Linthal beginnt der berühmte Klausen­paß, der Paß am Rande der Alpen . Die Schweizer sagen, ef sei der Repräsentant der 20 Bergpässe in seinem Hintergrund. Ganz plötzlich steht er da im Hügelland. Die Technik hat mit dieser Straße eine Spitzenleistung geschaffen, zumal sie be­reits vor einem halben Jahrhundert er­folgt ist. Schon hier kann der Autofahrer in den vielen Kurven seine Fahrkünste zeigen.

Hier rauschen die ersten Wasserfälle silbern von den Bergen. Und der „Berg- listüber“ ist ein gern besuchter Ort, um diese Wasserspiele aus nächster Nähe zu beobachten. Breit und behäbig dehnt sich der Umerboden, der Sommersitz der - Aelpler, aus. Die Schneefelder auf den Bergen lassen erkennen, daß selbst die Kraft der Sonne ihre Grenzen hat. Auf der Klausenpaßhöhe scheiden sich die Tä­ler. Der Paß führt hinunter in die Hei­mat Wilhelm Teils, in die Schweizer Ur- kantone. Die grünlichen Gewässer des UrnerSees locken in Fluelen zu einem erfrischenden Bade.

Es geht hinein in die echte Bergwelt. Der blaue Himmel hängt zwischen den Felszacken. Er schaut hernieder auf die Autofahrer, die sich zwischen Göschenen und Andermatt durch die romantische Schöllenenschlucht winden. Die Reuß tobt wild und bei der Teufelsbrücke grinst die Fratze desjenigen, -von dem die Brücke ihren Namen erhalten. Zwischen Fel6- mauem schlängelt sich die Gotthardbahn . Fröhliche Reisende winken frohen Auto­fahrern. Abendlicher Friede senkt sich auf die Landschaft. Es wird ein­sam. Der Strom der Autos versjegt langsam. Hinauf zum Furka-Paß führt die Straße.

Man schläft nicht jede Nacht in 2000 Meter Höhe. Manche können es nicht. Die . Luft macht ihnen zu schaffen. Im Hotel Galenstock am Furka-Paß ist nichts da­von zu spüren. Nur, daß die Sonne den Langschläfer zu ungewohnter Stunde aus dem Bett lockt, ’/c4 Uhr in der Frühe zeigt die Uhr, als 6ich die ersten Sonnen­strahlen schüchtern über den Bergen zei­gen. Nur Minuten dauert es, dann sind alle Gipfel in flammendes Rot gehüllt und die Landschaft wie in helles Feuer ge­

taucht. Stumm steht der Städter vor dieser göttlichen Offenbarung! Es wäre vermes­sen, nochmals das wärmende Bett aufzu­suchen! Die tägliche Wäsche wird im kri­stallklaren, frischen Bergwasser vorge­nommen. Herrlich liegt es sich am grünen Rain in der Sonne. Jeder neue Strauch ist eine Entdeckung, jede neue Blume bringt neue Freuden. Fröhlich stürzen die Was­serkaskaden über die Felsen herunter. Eine lustige Schneeballschlacht (im Juli!) bringt Appetit für das Frühstück.

Die Berge halten uns nun gefangen, stundenlang. Wir sind in einem anderen Reich. Märchenreich möchten wir es tau­fen. Der Bergwald ist längst verschwun­den. Hänge und Schluchten lösen einan­der ab. Bächlein und Bäche sprudeln zu Tal. Ein schmaler Schienenweg zwängt sich durch die Felswelt. Deren Blöcke liegen wild zerstreut umher. Rot, rot und nochmals rot leuchtet es: Alpenrosen. Große Blumenpolster könnten es sein, die nie zu Ende gehen. Dazwischen der letzte oder ewige Schnee. Man weiß es nicht ge­nau. Bis an die Paßstraßen reicht er her­an. Meterhoch sind oft die Schneewände. Darüber ein seidenblauer Himmel, aus dem ein einziger Kranz strahlender Firne herunterleuchtet. Sollten wir nach dem Namen fragen?

Die weite, laute Paßstraße endet an einem Gletscher, dem Rhonegletscher. Es ist eine eisige Vision in blau und grün. Eifrig bestaunt die Menschheit die kalte Eisgrotte, die 120 Meter in den Gletscher führt. Es ist ein Naturwunder, zum Grei­fen nahe. Allerdings hat Menschenhand kräftig nachgeholfen. Ein. nie versiegen­

der Strom von Autos zieht zu Tal und gegen den Paß. Enge und weite Kurven brauchen eine sichere Hand am Steuer.

Und schon leuchtet ein neuer Paß ent­gegen: der Grimsel-Paß-: 2164 Meter über dem Meer. Die Serpentinen hängen wie Schlangen in den Felsen. Noch ein Blick auf Matterhorn und Weißhorn und schon deutet der umsichtige Wagenführer auf die Walliseralpen. Der Totensee im tiefen Blau läßt nichts von seinem Namen ahnen. Das Grimselhospiz liegt wie eine Felsenfestung mitten im milchigen Stau­see. Es ist Sonntag: die Landschaft -muß einen Sturm von Menschen über sich er­gehen lassen. Neugierig wird der letzte Winkel durchforscht.

In steilen Kehren windet sich der Wa­gen durch Schnee und Fels wieder ab­wärts, im Hintergrund das gewaltige Pano­rama der Finsteraarhom-Gruppe. Tan­nenwälder machen sich breit. Das helle Grün der Wiesen hat die Oberhand. Steile Felsschluchten mischen sich dazwischen. Ab und zu schlängelt sich ein Flüßlein durch das grüne Tal. Sonnenstrahlen durchleuch­ten die Wasser; sie glänzen dann wie Seifenschaum. Noch gilt es, einen Paß zu überwinden: Den Brünig-Paß. In­mitten weiter, schöner Wälder werden seine 1000 Meter leicht genommen. Und nun ist die Fahrt in den Bergen beendet. Die Seen nehmen den Platz ein. Der Lungernsee, der Sarner-See ziehen vor­über, Luzern lockt, Zürich lädt ein.

Die Weltstadt hält uns für eine Stunde gefangen. Dann geht es dem Bodensee zu. Die Lichter von Konstanz leuchten herauf nach Bemrain. Wir sind wieder zu Hause. Freundlich streichen wir zum Abschied über den Opel-Kapitän. 450 Kilometer in zwei Tagen hat er spielend geschafft, über Berg und Tal, ohne auch nur im gering­sten zu mucken! A. B.

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Ueber drei „Höhenwege“ durdfi Deutschlands schönstes Waldbergland

Im Zeitalter der Flugzeuge, Femomni- busse und Schwebelifts mag sonderbar anmuten, Wandern zu empfehlen. Ge- birgserlebnisse von Reiz bieten sich im Schwarzwald aber erst so recht überzeu­gend beim Wandern über die hunderte Kilometer langen „Höhenwege“ an. Der Schwarzwaldverein hat sie angelegt, treu­lich beschildert und pflegt sie, soweit ihm dies die Zeitumstände erlauben.

An den drei Höhenwegen trumpft der Schwarzwald gehörig auf — mit vielge­staltigen Landschaftsbildem, Bergsichten, Talidyllen, Wäldern und Wiesen, mitten- inne ein kraftvoller Bauernhof oder ein Dorf mit trachtenbunten Frauen, kurz allem, was das Gebirge an Eigenart und Schönheit zu bieten hat. Allein die un­gewöhnliche Ausdehnung der „Höhen- wege“ mit ihrer unablässigen-Folge groß­artigster Natureindrücke, bedeutet den Gipfelpunkt des Erlebens der Mittelge- birgsberge. Diese Höhenwege haben 310 bis 350 km Länge. Der Westweg.(350 km) verläuft, als der bekannteste, von Pforz­ heim nach Basel. Wer hierfür 12 bis 14 oder besser noch 18 Wandertage aufwen­det, gelangt zu einem in Europa wohl einzigartigen Wandergenuß.

Wanderweg I, der Höhen und Täler im stetigen Wechsel berührt, u. a. das hoch­gerühmte Wildbad an der Enz mit seinem großzügigen Kurleben, als Abschluß des ersten Wandertages, stimmt die Erwar­tungen von vornherein hoch. Durch das Murgtal und zur Badener Höhe geht es hurtig hinauf. Die gerühmte Schwarz-

METERHOCH sind die Schneewehen auch heute noch am Grimrsipaß. Zwis-icn den öinee- wehen schlängeln sich Autos, Omnibusse und Motorräder mit größter Selbstverständlichkeit aneinander vorbei. (Aufnahmen (2): Bodensee -Reisebüro. Konstanz )

waldhochstraße, diese Paradestraße des Gebirges, führt in durchgehend 800 m Höhe am Gebirgshang entlang, zur Hor­nisgrinde in 1164 m Höhe über NN, dem höchsten Gipfel des Nordschwarzwaldes, und unser Höhenweg läuft dicht neben ihr. Immer wieder steigt und fällt unser Weg, führt hoch hinaus, zu freier Sicht, leitet durch Hochwald, über Bergwiesen, den weitverwogenden grünen Bergwellen entgegen. Nach Kniebis und anderen Berghäuptern, den gerühmten Aussichts­rastpunkten „Auf der Hark“ und Hohen- lohn, erreicht der Höhenwänderer die Schwarzwaldbahn bei Hausach . Nach An­stieg auf die aussichtsweiten Höhen, ob dem trachtberühmten Preehtal, mit dem überwältigenden Aussichtspunkt Land­wassereck, straks ins Kurbereich der Kur- und Wasserfallstadt Triberg , zu ihren vielbewunderten größten Wasserfällen Deutschlands .

Was aber ist schon ein lautstimmig ge­lobter Wasserfall gegenüber den Herr­gottswegen in den Hochwaldrevieren des Kurortes der 1000 Wege! Hier in Triberg sollte der Wanderer ausgiebig rasten, zur Stärkung und zur Gewinnung unverlier­bar bleibender Eindrücke, in diesem glei­cherweise gebirgsgewaltigen, wie mit in­timen Naturschönheiten begnadeten Schwarzwaldherzstück!

Wer nicht den gesamten Höhenweg durchwandern will, kann in Triberg (700 bis 1000 m) seine Wanderung beenden oder — was ebenso oder noch empfehlens­werter ist — sie hier erst, nach Süden, beginnen. Die ausgewogene Schönheit der Bergwelt erschließt sich gerade hin­ter Triberg ; im Gebiet eines der Quell­bäche der Donau , nahe der bergeinsamen, aussichtsweiten Martinskapelle in rund 1100 m über dem Meer, wo die Alpen­sicht zu den gerühmtesten Schwarz­walderlebnissen zählt. Von hier auf herr­gottseinsamen Pfad südwärts zum Thur - ner und darauf, durch das ausgedehnte Kurbereich von Hinterzarten 1 Titisee, „ganz hoch“ hinauf zum fast 1500 m ho­hen Feldberg. Die Pracht und Weite der Aussicht — Alpen, Alb, Vogesen , Schwarz­ wald , Rhein — stellt noch nachdrück­licher der 1415 m hohe Belchen zur Schau, der über Notschrei und das großartige Wiedener Eck anschließend erreicht wird. — Ein Zweigweg leitet vom Feldberg über Todtnau Hütte und Stübenwasen nach dem 1284 m hohen Schauinsland , dem „Hausberg“ von Freiburg (Bergbahn), der Hauptweg über Todtmoos , den Weiß­bachsattel und die hohe Möhr und dann hinab nach Lörrach , unfern des grenzver­sperrten Basel (Paß mit Visum).

Der Mittelweg beginnt, wie seine Geschwisterpfade, in Pforzheim . Er führt in großem Zug über den Dobel zwischen Herrenalb und Wildbad , berührt Freuden- stadt, die Sonnenstadt des Schwarzwaldes (Heilklimakurort), St. Georgen , den Kneippkurort Neustadt / Schwarzwald an der Höllentalbahn mitsamt dessen lobens­wert aussichtsreichem „Hausberg“ Hoch­first (1200 m), Lenzkirch (Heilklimakur­ort) und Rothaus , um schließlich am Hoch­ rhein , bei Waldshut , zu enden. Der O s t - weg erreicht 310 km. Länge und reiht, von Pforzheim an, über das heiter be­schwingte Bad Liebenzell an der Nagold, Bad Teinach im Teinachtal, wiederum Freudenstadt in die Glanzpunkte der be­rührten Orte ein. Ueberraschung bedeutet das tief in Wäldern geborgene, idyllische Königsfeld an der Schwarzwaldbahn, dann folcrfc die Uhrenstadt Schwenningen und endlich Tuttlingen , bis es zum zur Zeit nur gegen Paß mit Visum zu besuchenden Schaffhausen zum Rheinfall hinabgeht.

Jeder der drei Wege vermittelt Erleb­nisse der Bergwelt und der Wälder, wie sie kein anderes Gebirge in dieser Viel­falt und Großartigkeit bereitzustellen ver­mag. Karl Lütge

WiE EINE SCHLANGE winden sich die Straßenschleifen über den Klausenpaß, einer der

bekanntesten Pässe der Schweiz .

St. ©allen - 6ie Stabt im grünen Xing

Züge aus Zürich , die die Besucher aus Ita­ lien , Frankreich , England , Holland und aus Uebersee aufnehmen, und Züge vom Ufer des Sees, hinter dem sich Deutschland brei­tet, bringen die Gäste dieser Stadt weltwei­ter Handelsbeziehungen zusammen, und schon aim Hauptbahnfnof empfängt einen eine Atmosphäre von pulsierendem Wirt­schaftsleben und großzügigem Kaufmanns­geist. Der irische Glauibensbote Gallus , der im 7. Jahrhundert den „Arboner Forst“ hin­aufstieg, um in einem entlegenen rauhen Waldtal bei einem Felsensturz der kleinen Steinach eine einsame Zelle der Askese und des stillen Gebetes zu errichten, hat es sich gewiß nicht träumen lassen, was aus dieser Zelle im Laufe der Jahrhunderte alles wer-' den sollte. Aus der Klause wurde ein Klo­ster, ein früher Hort christlicher Kultur und antiken Geisteserbes nördlich der Alpen wie das Schwesterkloster im Inselfrieden der ‘Reichenau . Neben diesem Kloster aber wuchs eine Stadt, die die Nähe des alten deutsch -italienischen Handelsweges über die Bündnerpässe wohl zu nützen wußte, und mit ihrer Leinwand im 14. bis 16. Jahr­hundert das halbe Europa belieferte. Und den Ruhm' dieses Leinenhandels erneuert zu Beginn des 20. Jahrhunderts die St. Gal­ lischen Stickereien, die einmal auf dem of­fenen Weltmarkt kaum ihresgleichen hat­ten.

Heute ist St. Gallen eine Handels- und Gartenstadt, Mittelpunkt einer hochqualifi­zierten Textilindustrie, deren Fabriken weit über das.Land verstreut sind. In den blitzsauberen Straßen von St. Gallen aber stehen nur die Bankgebäude und die Ge­schäftshäuser, die genug Raum lassen für Parkanlagen, weite Plätze, auf denen Händler italienischer Herkunft Südfrüchte und Blumen feilbieten. Und überall in der Altstadt begegnet man liebevoll gehegter Bürgergotik und reich geschmückten Er­kern. Um den Stadtpark mit seinen alten Bäumen wiederum gruppieren sich Mu­seen. Tonhalle und Schulen — St. Gallen ist ein bedeutendes Schulzentrum und be­

herbergt die einzige Wirtschaftshochschule der Schweiz — und hüten die Tradition des Humanismus, die im kulturellen Leben die­ser Stadt noch so lebendig weiterwirkt.

Wahrzeichen der Stadt aber ist die Stifts­kirche der ehemals fürstl. Benediktiner­abtei — herbes alemannisches Spätbarock mit der taubenumflatterten Prunkfassade der Zwillingstürme, dem überwältigenden Raumeindruck der Mittelrotunde und dem reichen bildnerischen Schmuck des Chores. Dicht daneben findet sich auch die Stifts­bibliothek mit dem schönsten Rokokosaal der Schweiz , in dem noch die Schätze des alten Klosters ruhen.

Hinzu kommt nun der Ruf, den sich die Stadt seit geraumer Zeit mit ihrer gepfleg­ten Gastlichkeit erwirbt. Was diese Stadt als Ausflugszentrum des Fremdenverkehrs zu bieten hat, begreift man, wenn man sich einmal in der Drahtseilbahn über das Tal erhebt, in dem St. Gallen eingebettet liegt. Die Stadt breitet sich wie auf einer hochge­legenen Terrasse über dem blaugrünen See zwischen den zum Seespiegel abfallenden Obstgärten des Thurgau und dem Säntis, der sich hinter ihr auftürmt. Wie sehr die Stadt dem Bodenseeraum einbezogen ist, verrieten uns schon die Namen der Künst­ler, die an Stiftskirche und Stiftsbibliothek wirkten, Peter Thumb und Joseph Anton Feuchtmayer , die wir vor allem von Birnau her kennen, und Johann Kaspar Bagnato , der Erbauer des Schlosses Mainau . Neu be­stätigt wird es heute durch die Aüsflugs- fahrten, die die St. Gallener in wachsen­dem Maße nach Lindau -Bregenz und Kon­ stanz - Meersburg - Mainau unternehmen. Für uns ist die Gallusstadt aber auch das Einfallstor zum sonnigen Appenzell mit sei­nen grünen Matten und den reichen Bräu­chen seines eigenwilligen Xolksschlages, Zugang zum Toggenburg und zum Glarner Land. Und nicht zuletzt war es von dieser höchstgelegenen Stadt Europas aus, daß die mit schroffen Felsen aufragende Alpstein­gruppe mit dem Säntis verkehrsmäßig er­schlossen wurde. W.Q.

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Ausstellungen in Freiburg

Das Augustinermuseum zeigt neben sei­ner Dauerausstellung von Mittelalter­ lichen Kunstwerken des Oberrheingebiets zur Zeit in einer bis zum 31. Juli laufen­den Sonderausstellbung „Ostasiatische Kunst“. Vom 1. Juli bis 31. Oktober folgt eine Ausstellung „Oberbadische Volks­kunde“.

Ortenauer Bauerntag

Am 9. und 10. August dieses Jahres fin­det im alten ehemaligen Reichsstädtlein Gengenbach ein Ortenauer Bauerntag statt. Neben einer Kundgebung und Wett­kämpfen beruflicher Art der Jungbauem- schaft, einer Ehrung alter Landarbeiter, einer Ansprache des Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Hauptvereins, Lam­ bert Schill , wird ein Festzug alle Zweige bäuerlichen Schaffens in der Ortenau in Gruppen und Wagen veranschaulichen. Die Gestaltung dieses Festzuges wird sorgsam vorbereitet.

Die Bodenseeflotte 1952

Eine ohnehin schöne Fahrt über den Bodensee kann durch eine kleine neu­erschienene Bodenseeflotten-Fibel zu einem reizvollen Entdeckerspiel werden, denn anhand dieses Büchleins kann man alle

Schiffstypen feststellen. Das reichbebil­derte, von Ministerialrat Dr. Autenrieth und „Bodenseeadmiral“ Koudelka heraus­gegebene Bändchen enthält außerdem allerlei Wissenswertes aus Geschichte, Ma­schine und Betriebsdienst der Bodensee­schiffe. Es erschien im Neckar-Verlag Holtzhauer, Schwenningen , Preis 2.85 DM.

„Unser Wegweiser“

Unter diesem Titel bringt der Südwest­funk jeden Freitag 11.45 Uhr im Mittel­wellenprogramm Hinweise über lohnende Wanderwege in unserer Südwestecke. Der Sendeleitung gebührt dafür ganz beson­derer Dank, wird doch so wieder der. Ge­danke des Wanderns lebendig gemacht. Wenig bekannte Gebiete des Landes wer­den herausgestellt, geschichtliche Kennt­nisse vertieft und altes Brauchtum aufge­griffen. So leistet der Südwestfunk hier eine nicht zu unterschätzende kulturelle Arbeit und erfüllt auch der Jugend gegen­über eine wertvolle erzieherische Aufgabe. Die Hörer freuen sich jeden Freitag dar­auf, wieder ein neues Stück Heimat ken­nenzulernen, und sie wünschten nur, daß diese Sendung als Hinweis für die Sonn­tagswanderung zu günstiger Zeit jeweils am Samstag gebracht werden könnte.

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