Hauptmann in der „N. Fr. Pr." gab es eine Natürlichere und deshalb festere und schwerer zu besiegende Bundesge- nossenschaft, als die Oesterreich -Ungarns und Deutsch­ lands . Nie ist ein Fels, nie ist eine Burg, nie sind zwei europäische Miacht- und Kernvölker so gewaltig berannt worden. Es gibt unter!d»en wahnwitzigen Kapiteln der Weltgeschichte keines, das von einer so widersinnigen Treibjagd einen beschämenden Ueberzahl gegen zwei ar­beitsame und friedliche Völker berichten könnte. Wir wissen sehr wohl, warum man den allgemeinen unbarmherzigen Sturmlauf gerade gegen uns in die Wege leitete. Weil wir Europas Rückgrat sind. Gerade dieses Rückgrat ist es, dessen Bestehen weder England noch Rußland zu­billigen wollte. s

Die ersten fünf Monate des Weltkrieges haben die Ueberlegenheit deutscher Kraft und deutschen Geistes ge­zeigt und wir können mit freudiger Genugtuung auf das Ergebnis zurückblicken; mit Gottes Hilfe ist es unseren tapferen Heeren und ihren Lenkern gelungen, die Feinde von der heimatlichen Scholle fernzuhalten und im Westen sowie zum Teil auch im Osten den Kampf weit in Fein­desland hinein zu tragen. Unsere Gegner haben sich hinter dem üblen Omen von Serajewo her in ihren konfusen Kampf geworfen. Sie werden den Adel des Rechtes, den Adel des Mutes, den Adel innigster Bundestreue in Krieg und Sieg nicht erschüttern. Ter Sieg wird unser sein und der kommende Friede wird Oesterreich-Ungarn und Deutschland als seine Schützer finden.

Welches ist das reichste Volk.

Im Kriege ist die Frage, welches Volk über die größten Reichtümer verfügt, nicht ohne Bedeutung, wenn sie auch bei weitem nicht den Einfluß hat, den inan im allgemeinen vermutete. Es hat sich in den Balkankriegen gezeigt, daß die Balkanstaaten monatelang Krieg füh­ren konnten, ohne über nennenswerte Kriegsschätze zu verfügen. IM Jahre 1870 hat das damalige arme Deutsch­ land über das viel reichere Frankreich gesiegt. Ta aber Professor Clini in Padua aus Anlaß des Weltkrieges die Frage in umfassender Weise behandelt, so wollen wir einige Mitteilungen daraus des allgemeinen Interesses wegen, das diese Frage hat, wiedergeben: Tos reichste Land ist merkwürdigerweise nicht das Land der „Dollar- Milliardäre", sondern noch merkwürdigerweise Neusee­ land . Nicht als ob hier die größten Schätze der Welt versammelt wären, sondern der Gelddurchschnitt, der auf jede einzelne Person kommt, ist hier am größten. Jeder Einwohner Neuseeland hat nämlich ein durchschnittliches Vermögen von 9080 Märk. Das ärmste Land der Welt ist — Indien . Dieses Land der Märchenschätze und der Nabobs ist durch die englische Mißwirtschaft und Aus- heutttpa zu dem ärmsten Lande der Welt geworden, denn hier hat jeder Einwohner im Durchschnitt nur ein Ver­mögen von 264 Märk. Tatsächlich haben aber die mei­sten Einwohner hier gar nichts, sondern verhungern. Nur dadurch, daß einzelne Fürsten sehr reich sind, kommt dieses Ergebnis zustande. Sonst wäre es Noch viel trauri­ger. Durch diese Feststellung hat allerdings die Arbeit des Professors Clini für den heutigen Krieg einen Wert, denn man kann daraus erkennen, wie England seine Kolo­nien aussaugt. Bon den kriegführenden Maaten kommt auf den Kopf der Bevölkerung in England die Summe von 6080 Mark; der zweitreichste Staat ist Deutschland , wo jeder durchschnittlich 5600 Mark besitzt- Jü Frankreich hat jeder Einwohner genau 1000 M. weniger Vermögen als in Deutschland . Nimmt man aber dm gesamten Besitz an Werten, dann ist Deutschland sogar das reichste Land der Welt. Denn aus den Zahlen, die nicht das Vermögen der einzelnen, sondern das Gesamtvermögen der Völker betreffen, ergibt sich, daß Deutschland die meisten Milliar­den hat. Sein bewegliches und unbewegliches Vermögen beläuft sich nämlich nach der Feststellung des Professors Clini auf 340 Milliarden. England bleibt nur um 6 Milliardm zurück, denn es verfügt über 334 Milliarden. In weitem Abstand erst folgt Frankreich , da hier das gesamte Bolksvermögen 224 Milliardm beträgt. Das Vermögen der drei kriegführenden Völker beträgt zu­sammen rund 900 Milliarden Mark. Auch aus dieser Statistik geht hervor, daß wir es noch eine ganze Weile lang aushalten werden. (Pf. B.). ^ ^

Ein Bravourstück aus der Front bei Tpern.

Wie hier bei Upern jetzt der zähe Kampf um jeden Fußbreit Boden geführt wird, geht aus folgendem Er­lebnis hervor. Man ist nämlich davon abgekommm, den Feind mit verlustreichen Sturmangriffen zurückzudrSn- gen, sondern man versucht, ihn dadurch aus dm Schützen­gräben hinauszutreiben, indem man Laufgräben, soge­nannte Sappen, vom eigentlichen Schützengraben zum feindlichen treibt und dann in dm Graben des Gegners vordringt. Pioniere und Infanteristen wetteifern darin, diese schwierige und gefahrvolle Arbeit zu vollbringen. Von der feindlichen Artillerie mit todbringenden Grana­ten beworfen müssen sie Minen fürchten und ein etwaiges Vorgehen des Gegners aus dessen Schützengraben. Unter solchen Umständen hatte auch die bereits früher vom General gelobte 5. Kompagnie und ebenfalls die 7. Kom­pagnie des Reserve-Jnfanterie-Regiments . . . von einem Schützengraben in der Gegend von M. derartige Sappen in dm Richtung auf die feindliche Stellung vorgetriebm, um einen Teil dieses Grabens vom übrigen abzugrenzen und dann zu nehmen.

Am Abend des 2. Dezembers hatte die 7. Kompagnie ihren Laufgraben bis dicht an den feindlichen herange­bracht und war zum Durchbruch fertig; der der 5. Kom­pagnie hatte noch einige Meter zu seinem Ziel. Ta ent­schloß sich der tapfere und mutige Führer der Fünften, Leutnant Tr. R. aus Hamburg , zum Vorgehen. Tie Siebte sollte durchbrechen, während R. mit einem Häuf­lein von sieben feiner Getreuen die kurze vom feindlichen Graben noch trennende Strecke springend überschreiten sollte. So standen die Tinge abends etwa um 6 Uhr. Noch einmal musterte der Kompagnieführer der Fünf­ten, seine kleine mutige Schar. Er sieht nur tapsere ent­

schlossene Gesichter. Was wird sie Wohl erwarten? Sind Minen gelegt worden, so daß alle dem Tode geweiht sind? Werden die Franzosen durch wohlgezielte Salven die Mutigen begrüßen? Aber R. läßt nicht lange Zeit zum lleberlegen. Eine kurze Ermahnung, ein scharfes Kom­mando, dann durcheilen Oie Helden eilenden Schritts, dem feindlichen Gewehrfeuer preisgegeben, die Strecke und springen alsdann einer nach dem andern in den feind­lichen Graben. Es herrschte zunächst Totenstille. Was ist geschehen? Bald ertönen jedoch die lauten Rufe des Kom­pagnieführers. Er fordert die Franzosen , die nichts unter­nommen haben, auf, sich zu übergeben und, einer nach dem andern, kommen sie aus ihren Unterständen, in die sie sich vor Schrecken verkochen hatten, als die sieben Grauen wie aus der Erde gestampft vor ihnen erschienen, hervor und bitten um Gnade: karckoa, parckon, caine- rackes, wir sind Famili'-.wäter, so ertönen die Rufe der Ueberfallenen. Eine ganze Anzahl Gefangener wird ohne Mutvergießen gemacht, ein großer Teil der feindlichen Gräben erobert. Für alle Teilnehmer war das eiserne Kreuz der wohlverdiente Lohn. Wie sehr aber den Feind der Verlust dieses Abschnittes des Grabens schmerzte, bewies erst der folgende Abend, an dem sich die Rothosen zu einem verzweifelten Sturmangriff entschlossen, der aber zurückgeschlagen wurde, da man unserseits wohl auf der Hut gewesen war. Tag und Nacht war der Graben von Grauröcken dicht besetzt, und als das Erwartete eintrat, brachten einige Salven den Feind zum Stehen. Groß waren die Verluste des Gegners, während unserseits nur wenige Tote und Verwundete an beiden Tagen zu ver­zeichnen waren.

Interessant war das Verhalten der feindlichen Artil­lerie. Während sie bei den ganzen Vorgängen unsere alte Stellung wie wahnsinnig beschoß, waren wir längst vor­gerückt und befanden uns im ehemaligen feindlichen Gra­ben, von dessen Eroberung sie entweder noch nichts wußte oder die neue Stellung wegen der Nähe der eigenen sGrä- ben nicht zu beschießen wagte. - - -

*

Ein Erlaß der Kaiserin znm Reuen Jahr!

WTB. Berlin , 29. Dez. Folgender Erlaß der Kai­serin und Königin wird veröffentlicht: Beim Jahres­wechsel gedenke ich mit besonderer Innigkeit und Dankbar­keit aller, die dem Vaterlande in Einmütigkeit uno größ­ter Opferwilligkeit mitgeholfen haben, unseren tapferen Kriegern durch Liebesgaben und den Verwundeten durch sorgsame Pflege Erleichterung zu schaffen. Staats- und Gemeindebehörden haben Hand in Hand mit Vereinen und Einzelnen in beständiger Arbeit sich bemüht, auch für die zurückgebliebenen Frauen und Kinder zu sorgen und den vor den Feinden stehenden Soldaten damit die Zu­versicht gegeben, daß in liebevoller Weise ihrer gedacht wird. Ich bitte, von der sonst üblichen Absendung von Glückwünschen an meine Person im Hinblick auf den Ernst tzer Zeit diesmal freundlichst abznsehen und in deutscher Treue auszuhalten und weiterzubanen an unseren Liebes- werken zum Segen des teuren Vaterlandes bis zu einem ehrenvollen Frieden, zu dem uns Gott bald führen möge. Berlin , 2?- Dez. 1914. Angusta Viktoria I. R.

Der Krieg im Elsaß .

GKG. Basel, 29. Dez. Tie „Basler Nat.-Ztg." schreibt: Bis zum sinkenden Abend dauerte gestern abend das gewaltige Artillerieduell im Sundgau auf der Linie Wolfersdors-Aspach-Dennheim-Wattweiler. Da und dort, so nordwestlich von Sennheim , und bei Aspach , kam es auch zu Nahkämpfen, wobei auf beiden Seiten kleinere Teilerfolge zu verzeichnen waren, doch ist die Situation an der Kampffront dadurch nicht verändert worden. Auch heute wieder war. den Tag über mit größeren Zwischen­pausen Geschützfeuer aus weiter Ferne vernehmbar. Es hat den Anschein, als ob die französische Heeresleitung den Gedanken eines Durchbruchsversuchs durch die Troue de Belfort gegen das Rheintal noch nicht aufgegeben habe. Die Möglichkeit, einen derartigen Plan auszuführen, scheint jedoch zur Zeit aus mehr als einem Grunde ferner denn je zu liegen. Es würde eine solche Operation eine Kräfteentwicklung voraussetzen, für die gegenwärtig der Raum und anderes mehr fehlen.

Wieder ei» Landesverräter

WTB. Stratzburg, 29. Dez. Wie aus Neu-Brei- sach berichtet wird, hat das dortige außerordentliche Kriegsgericht gegen den 43 Jahre alten Sägereibesitzer Xaver Sebastian Hornstein, zuletzt in Thann , und den Fabrikdirektor und Maschinenfabrikanten Joseph Beha, früher in Alt-Thann, Steckbriefe wegen Landesverrats erlassen.

Ei» Zeppelin «der Nancy .

WTB. Paris, 29. Dez. „Le Journal" meldet aus Nancy : Die Beschießung der Stadt durch einen Zeppelin verursachte besonders im Bahnhofviertel großen Schaden. Mehrere Soldaten wurden verletzt. Die Bevölkerung blieb ruhig. Der Zeppelin wurde h:ftig, aber erfolglos be­schossen.

Französische Stimmungen.

GKG. Frankfurt, 29. Dez. Die „Franks. Ztg." schreibt: Die Enttäuschung der Franzosen über die rus­sischen Schlappen in Polen haben den Gedanken der Be­rufung japanischer Hilfstruppen nach Europa neu be­lebt. In der französischen Presse mehren sich die Stim­men, die für die Einleitung rascher Verhandlungen mit Japan eintreten. Die abwinkende Reuternote wird dabei in gereiztem Ton erwähnt und zurückgewiesen. Ueber- haupt ist beachtenswert, daß in einigen dieser Artikel eine gewisse Verstimmung gegen England zum Ausdruck kommt, da dieses nicht genügend berücksichtige, wie sehr Frankreich unter dem Krieg zu leiden habe. Herve führt in einem von der Zensur stark zerzaustenLeitartikel der „Guerre sociale " aus, das Volk verstehe nicht, warum nicht das Unmögliche geschehe, um die Deutschen zu ent­fernen. Deutschland , das als erstes Land der Welt an­erkannt werden müsse, soweit industrielle Kühnheit und methodischer Geist in Frage komme, sei wohl im Stand, den Krieg noch ein Jahr länger hinauszuziehm, als man jetzt in Frankreich glaube. Das französische Volk in seiner

großen Mehrheit werde lieber Japans Hilfe mit Ab­tretung ferner Gebiete erkaufen, als noch ein Jahr länger die Leiden des Krieges ertragen zu müssen. Der Abg. Millevoye erklärte in der Presse, jetzt sei nicht der Augen­blick, über Rassenfragen zu philosophieren, heute sei'der Japaner, der Frankreich Hilfe biete, als Bruder zu be­trachten, während der Deutsche der Feind sei.

GKG. Die „Franks. Ztg." meldet: Las Erscheinender Pariser Telegraphenagentur „Fournier" wurde am Frei­tag auf 24 'Stunden verboten. Das „Petit Journal" glaubt zu wissen, daß diese Maßregelung erfolgt ist, weil die Agentur ohne Erlaubnis den in Deutschland veröffentlich­ten Tagesbefehl des Generals Jloffre vom 17. Dezember wiedergegeben hat.

Schifssunglück.

WTB. Kopenhagen, 29. Dez. Der dänische Damp­fer „Rigmor" ist an der Küste von Westray, einer der Ork­neyinseln, gestrandet. Die Besatzung konnte von einem Fischdampfer gerettet werden.

Deutsche Flieger in Polen .

GKG. Rom, 29. Dez. lieber.Sochatschew an der Bsura in Polen erschienen fünf deutsche Flugzeuge und warfen vierzig Bomben ab. Viele Holzhäuser gerieten in Brand und eine große Anzahl Menschen wurde getötet oder verwundet.

Russische Spionage in Galizien

GKG. Köln , 29. Dez. Die „Kölnische Bolkszei- tung" erinnert an eine von ihr am 18. Febraur 1914 gebrachte Mitteilung über die Aufdeckung eines russi­schen 'Spionage-Netzes. Es hieß darin: ,/Der Krakauer Polizei ist es gelungen, einer weitverzweigten Organi­sation von Spionage, die zu Gunsten Rußlands betrieben wurde, auf die Spur zu kommen und drei ihrer Mit­glieder zu verhaften. Weitere Verhaftungen stehen be­vor. Einer der Verhafteten ist der 21jährige Hörer der Krakauer Kunstakedemie Wladislaus Mäecher aus Lem­ berg , der sich durch feine häufigen Reisen nach Rußland verdächtig gemacht hatte. Mäecher, der ein guter Zeichner ist, hatte durch Aufnahme militärischer Objekte in Ga­ lizien dem russischen Generalstab gute Dienste geleistet, wofür er ansehnliche Belohnungen erhielt. Insgesamt wurden in der letzten Zeit in Krakau 11 russische Spione verhaftet." Damals dachte noch niemand an den Krieg; heute gewinnt diese Mitteilung über den aus­gedehnten russischen 'Spionagedienst in Galizien eine ganz andere Bedeutung.

Russische Verleumdung.

GKG. Berlin , 29. Dez. Aus Stockholm wird der „B. Z. " gemeldet: Die T-reikönigsznsammenkunft in Mal­ mö gibt dem „Rußkoje Slovo" Anlaß zu folgender wun­derlicher Auslegung: „Die skandinavischen Monarchen überlegten Maßnahmen, wie sie Deutschland an einem Angriff gegen die nordische Neutralität hindern könnten. Eine vereinigte skandinavische Armee von mehreren 100000 Mann sollte nach Jütland geworfen werden. Dann würde Deutschland feine herausfordernde Haltung gegen Dänemark und Schweden bitter bereuen." — Das große Moskauer Matt ist so gnädig, hinzuzufügen, daß es deshalb doch nicht unbedingt zu einem kriegerischen Zusammenstoß zu kommen brauche. Die schwedischen Zei­tungen weisen darauf hin, daß eine derartige Diversion, an die in Skandinavien kein Mensch denkt, nur den Zweck haben könnte, den ruffischen Truppen in Polen Luft zu schaffen. ^ ^ .

Der türkische Krieg.

WTB. Konstantinopel, 28. Dez. Das Haupt­quartier teilt mit: Heute von der Kaukasusarmee angelangte Nachrichten besagen: Wir haben den Feind verfolgt und eine beträchtliche Anzahl Gefangene gemacht, sowie viel Kriegsmaterial erbeutet. Ein französisches Torpedoboot feuerte einige Granaten auf unsere Küstenwache bei Ki- kili, gegenüber der Jftsel Tenedos , ab, aber erfolglos. Die Engländer haben neuerdings eine Landung bei Aka- baka versucht. Zwei feindliche Boote wollten sich der Küste nähern, mußten aber unter dem Feuer unserer Gen- darmeriepositen umkehren. Sie hatten vier Tote.

WTB. Konstantinopel, 29. Dez. Das Haupt­quartier teilt mit: Unsere Truppen lieferten dem Feinde eine 'Schlacht im Tale des Muradflusses und brachten ihm eine völlige Niederlage bei. 'Sie nahmen zwei Kano­nen mit Zubehör, ein Maschinengewehr, zwei Artillerie­munitionswagen, 36 Maultiere und 115 Pfere weg und machten zwei höhere, sieben Subaltern-Offiziere und 96 Mann zu Gefangenen. Tie russische amtliche Mitteilung vom 23. Dezember erklärt, daß die Russen bei Tarjkamjsch die Offensive ergriffen. Nun liegt dieser Ort im Kaukasus , sodaß hier zugestanden wird, daß die türkische Armee sich auf russischem Gebiet befindet.

Zur Besetzung von Balona .

GKG. Athen, 29. Dez. Aus Athen meldet, nach einem Telegramm der „Frankfurter Zeitung " aus der Schweiz , Hävas, der italienische Gesandte in Athen habe Venizelos erklärt, die Besetzung von Valona habe einen provisorischen Charakter und sei nur erfolgt angesichts des drohenden Einmarsches der Rebellen in die Stadt.

WTB. Balona, 29. Dez. (Agenzia Stefani.) Heute früh ivurden unter der Begeisterung der Bevölkerung die italienische und die albanesische Fahne auf dem Präfektur­palaste gehißt. Die Landung des Regiments Bersaglieri , das sich an Bord der in der Bucht ankernden Dampfer befindet, steht bevor.

Weshalb England Aegypten nicht annektierte.

„Manchester Guardian " und andere englische Zeitungen, welche die Erklärung einer britischen Schutzherrschast über Aegypten als gleichbedeutend mit Annexion aufgefaßt hatten, werden, und zwar wie es scheint auf Beranlgssung von Lord Lromer durch die .Times" dahin belehrt, daß, und weshalb von Annexion keine Rede sein könne. Der Grund ist überaus lehrreich und erinnert an d en bekannten Satz, daß zwar die Deutschen bis zum letzten Blutstropfen, die Engländer aber dis zum letzten Penny Kämpfen. Pfunde und Schillinge sind der Grund, weshalb man die Schutzherrjchast der Annexion vorgezogen hat, die, wie die .Times" bemerkt, die Tür für eine spätere anderweitige Regelung offen lasse. Die Türkei erhielt als Suzerän Aegyp­ tens dem Namen nach — wohlverstanden dem Namen nach ^7 einen Iahrestribut von etwas über 650200 Pfund, der letzt au England übergeht, mit der Annexion dagegen seine Daseins- bexechtigung .verloren staben, würde. Auch 0 isher_lü^.al lerZing?

Sollmo Ms da! js Mo prahlen Men '

l-) i

hatten

Mersch

«bun l

Vorher

jahlreic

Dnde

(-) 4 Wer MmentI »roch« Her ni fänden rm, w Liter

(-) ur die »ie Re geliehen ßostgeb spende; durch di Meister cfreulft rfahren tzuß d Post- Ui öerufsg 100 000

rer. gu sinterbl mnschr oölkerun

tehende «n Ne» Zeldbet» »er Na: Münz »eit vr kinschlief ogar a Beitrag« gegennel

-erich gmde Ui Schwab! »arten ( träfe er on Be prechun,

(-) S Landst.l »lach Hei

»zarett rächte iie Her? lenen V

(-) vnmer kncs E »»Haft wc Vs im hl si e Sri. H Whrig imhalb iefängn rdacht.

»vstbrief Ncksicht Mdung« hen de 'S. Dez kommen »en bis iachrich mit ihne

A den a ken, Sch» smt 9! -344 n Aerzte r 913 w