, ss zwischen Conöe" UN- Baittq. sowie der ganzen letzten Krtschast. Im Walde von Ville-sur-Bois mußte eine von uns emackrcistc beträchtliche Kampfeinheit die Waffen strecken. I3ÜV Gefangene wurden gemacht, 180 Maschinengewehre, die zur Kerstärkung des Waldes dienten, erbeutet. Um halb 5 Uhr nachmittags rüsteten die Deutschen einen sehr kräftigen Ge- »ermngriff in Stärke von 2 Divisionen gegen my-re Stellungen zwischen Iuvincourt und der Aisne . Sperrfeuer «rd Naschinengewehrseuer brachen den Angriff und fügte dem Feinde blutige Verluste zu, der an keiner Stelle an unsere Linie» herankommen konnte. Oestlich von Lourcy hat eine russische Vrigadc ihren Erfolg vervollständigt, indem sie sich Eines beköstigten Werkes bemächtigte und Gefangene machte. 2m Laufe »er Unternehmungen erbeuteten mir in dieser Gegend 24 schwere und Feldgeschütze, sowie drei unbeschädigte IS-Ctm.-Geschütze. Here» jedes mit 1000 Schuß versetzen war, die von unserer Artillerie gegen den Feind verwendet wurden. — In der Champagne bezwangen wir vereinzelten Widerstand und nahmen feit,dlichi- Stützpunkte. 20 Geschütze, darunter 8 schwere, und ßOO neue Gefangene fielen in unsere Gewalt. Die Zahl der unveimundeten, seit Beginn der Schlacht von uns zuriickgefiihr- ten Gefangenen übersteigt jetzt 17 000. (?) 75 Geschütze sind
bisher gezahlt.
Der englische Tagesbericht.
WTB London, 19. April. Amtlicher Bericht vom 18. April. Sn der Nacht rückten wir südöstlich und östlich von Epehy »eitrr vor. Am Morgen nahmen wir das Dorf Billers»
IU'LlM.
Fortschritte in der Nacht auf dem linken Ufer der Scarpc »nd östlich von Fampoux. Heute morgen eroberten wir einen weiteren Teil der vorderen feindlichen Linien südöstlich von ko«s. Britisch « Flugzeuge bewarfen in der Nacht einen feindlichen Zug. Autotransporte und einen Fuhrpark.
Der Krieg zur See.
Berlin , 19. April. (Amtlich.) Nach den Meldungen von Tauchbooten, die in der Zeit vom 13. bis 18. April zurückgekehrt sind, wurden neuerdings im Kanal, im Atlantischen Weltmeer und in der Nordsee feindliche und neutrale Handelsschiffe mit insgesamt S30S0 Brnttoregistertonne» versenkt.
Nach bisherigen Ergänzungsmeldungen der Tauchboote befanden sich unter den am 6. und 13. April bekannt gegebenen Erfolge folgende Schiffe: Der bewaffnete englische Dampfer Benheather (4741 T.) und der englische Dampfer Hindustan (3692 T.) je mit Holz nach England, der englische Tankdampfer Powhatan (6117 T.) mit 6800 Tonnen Teeröl, Kapitän gefangen genommen, der englische Schoner Silvia mit Tonerde nach Rouen , die englischen Fischerfahrzeuge Nord Scarborough , Gibraltar , Lord Kitchener , Netto, Magie Bas, die französischen Segler Perce Neige mit Kohlen nach Brest , La Tour d'Au- vergne mit Grubenholz nach England, St. Maudez und der französische Fischkutter Roland, der russische Dampfer Hesperus (2231 T.), das portugiesische Vollschiff Argo (1563 T.) mit Holz, Mehl und Milch nach England, der frühere deutsche Segler R. G. Rickmers mit 7500 Tonnen Zucker, Kapitän gefangen, die norwegischen Dampfer Duto mit Erzladung aus Geleitzug herausgeschossen, Camilla (2456 T.), Kongshaug (380 T.), die norwegischen Segler Fiskaa mit Oelkuchen, Snespurveh mit Teeröl, Premad I. mit Oelkuchen, Najada, der dänische Dampfer Gurre (1866 T.), der fchwedische Dampfer Ester (2632 T.), ferner 7 Dampfer und ein Dreimasterschoner, deren Namen nicht festgestellt werden konnte, darunter ein bewaffneter Dampfer von etwa 5000 T. unter norwegischer Flagge, ein bewaffneter großer Dampfer vom Typ Arabic oder Cretic.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Washington, 18. April. (Reuter.) Der Senat nahm einstimmig einen Gesetzentwurf an, der es den alliierten Staaten gestattet, ihre in den Vereinigten Staa ten sich aufhaltenden Staatsangehörigen für den Dienst in ihren eigenen Armeen in die militärischen Listen aufzunehmen.
Washington, 18. April. (Reuter.) Der Senats- ausschuß hat das Heeresgesetz mit Einschluß der Aushebung angenommen. Der Ausschuß des Repräsentantenhauses hat das Gesetz dahin abgeändert, daß zuerst der Versuch gemacht wird, das neue Heer in der Form eines Freiwilligenheeres zu bilden. Präsident Wilson begab sich daraufhin auf das Kapitol und erklärte, ein Kompromiß sei nicht möglich, da die militärischen Sachverständigen sich dahin entschieden hätten, daß Aushebung mit Auswahl das einzige wirksame Mittel bilde, nn starkes Heer aufzustellen.
e? ard als -tricgsliigcnhctzcr.
Berlin , 19. April. Ter frühere Botschafter Wolf- Gcrard reist in den Bereinigten Staaten und in Kanada umher, um in Volksversammlungen zum Kriege aufzureizen. Dabei erzählt er, er habe selbst gesehen, wie in Deutschland Knaben, die mit Bogen und Pfeilen bewaffnet waren, sich an die Gefangenenlager heranschlichen und mit Pfeilen nach den wehrlosen Gefangenen schossen. Er habe ferner gesehen, daß Franzosen und Engländer in ein vom Typhus verseuchtes Russenlager gesperrt worden seien, damit die Verbündeten „auch im Tode vereint" seien. — Bemerkung überflüssig.
Köln , 19. April. Ter „Köln. Ztg." zufolge wird aus Haparanda berichtet, in Petersburg seien neue schwere Unruhen gegen die provisorische Regierung ausgebrochen. Tie Reisenden wurden in Haparanda zurückgehalten, weil der Zugsverkehr stockt. Alle Posten und Eisenbahn»« sind seit 4 Tagen aus geblieben.
Wilson kanns nicht erwarte».
Washington, 18. April. (Reuter.) Dem Vernehmen nach wartet die Regierung nur auf das entscheidende Wort seitens Rußlands bezüglich seiner Bedürfnisse, um Schritte zur Stärkung der neuen Regierung und zur Erhöhung ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Deutschland zu tun. Es ist noch kein bestimmtes Verlangen nach Unterstützung eingegangen, aber da die Regierung die Gewißheit hat, daß sie ermächtigt wird, den Ententemächten Geld zu leihen, wird es für ausgemacht angesehen, daß Ruß land eine bedeutende Summe geliehen wird, well man darüber einig ist, daß die Vereinigten Staaten der neue» Demokratie Hilfe in jedem Umfange gewähren solle.
Reues vom Tage.
Der Kaiser über die Kriegsanleihe.
Berlin , 19. April. Der Kaiser hat an den Schatz- sekretär v. Rödern ein Glückwunschtelegramm zu dem „prachtvollen Zeugnis von dem entschlossenen Siegeswillen des deutschen Volkes" gesandt.
Gerüchte von einem Waffenstillstand?
Berlin , 19. April. Tie Gerüchte über einen sechstägigen Waffenstillstand mit Rußland entbehren der Grundlage.
Eisenbahnunglück.
kragsburg. 19. April. (Amtlich.) I:i der Station Nannhofen stieß am Mittwoch abend 10 Uhr der von Augsburg nach München fahrende Schnellzug D 53 mit dem von Mün chen kommenden gemischten Zuge 926 zusammen. Zug 926 hatt- in der Station Nannhofen einen Wagen an das Ladehol- llcis abgestellt und war eben im Begriff über das Gleis Augs- urg-München aus das Gleis München -Augsburg überzuwechseln, um auf diesem die Fahrt fortzusetzen, als D-Zug 53 in voller Geschwindigkeit die Station durchfuhr und 926 durch- sehiitt. Bei dem Aufprall wurden vier Wagen des Zuges 926 zertrümmert und ei« weiterer Wagen umgeworfen. Die Lobcmotive des D-Zuges 53 stürzte mit dem Tender und dem nachfolgenden Postwagen um. Außerdem wurde der Packwagen des Schnellzugs in einen Personenwagen 3. Klasse bis zur Hälfte h'neingeschoben. Ein folgender Personenwagen entgleiste. Die übnaen blieben in der Spur. Die beiden Sta- tionsalcise sind gesperrt- Bon Augsburg und München wurden ans die Meldung des Unglücks sofort Hilfszüge mit Rettungswagen, Aerzten, sowie Führer und Mannschaften der Sa- nitätskolonne abgeschickt. Die Verwundeten wurden mit Rettungswagen in Sonderfahrt teils nach München , teils nach Augs-
griff genommen. Bei dem Unglück sind nach den bisherigen Feststellungen 2l Reifende, darunter 16 Soldaten, sofort getötet worden. 41 Pcrlonen wurden verwundet, darunter mehrere schwer. Das Unglück ist anscheinend darauf zurückzuführen, -aß der LokomoHwührer des Schnellzuas das auf Halt stehende ano Sie. U.b w ch ein-g de- Zugs 928 sichernd« S al'vns- signal überfuhr. Zur Zeit des Unglücks herrschte ein dichtes Schneegestöber.
Englischer Zucker.
London , 18. April. (Reuter.) Es wurde ein Plan zur Erzeugung von Zucker im Jnlande aufgestellt. Diesem Zwecke soll ein Kapital von 10 Mill. Mark dienen, wovon 2^2 Mill. das Schatzamt zum Ankauf von Land in Newark im Umfang von 2265 Hektar beigesteuert hat.
Einschränkungen in England.
London , 18. April. (Reuter.) Das Kriegsamt hat eine Bestandsaufnahme für Pferde, Maulesel, Rinder, Schafe, Schweine und Ackergeräte angeordnet. Der Lebensmittelkontrolleur hat durch eine Verordnung di« Herstellung und den Verkauf von Kuchen und Biskuits einschränkende Bestimmungen erlassen.
BaldigerISriede? __
Rotterdam » 19. April. Die italienischen Blätter sehen in der letzten Rede Lloyd Georges , welche die Londoner Blätter veröffentlichen, ein Zeichen des kommenden Friedens. „Stampa" meint, der Frieden werde jetzt , ebenso schnell kommen, wie der Krieg schnell und überraschend gekommen sei.
Aus Stadt und Land.
** Adelsheim , 20. April. Wir empfehlen unsem Lesern die Beachtung des heutigen Amtl. Verk.-Blattes, denn es enthält eine Reihe wichtiger Bekantmachungen. u. a. auch diejenige über Höchstpreise für Apfelwein.
** Adelsheim , 20. April. Zur 6. Kriegsanleihe wurden gezeichnet:
Sparkasse Adelsheim 415 000 Mk.
Vorschußkaffe Adelsheim 181 400 Mk.
Kreditkasse Großeicholzheim 36 000 Mk.
Kreditkaffe Hirschlanden 65 000 Alk.
Kreditkasse Hüngheim 9 000 Mk.
Spar- und Wais.nkasse Merchingen 312 900 Mk.
Postamt Merchingen 25 100 Mk.
Spar- und Waisenkasse Osterburken 350000 Mk.
Kreditkasse Rosenberg 47 000 Mk.
Postamt Rosenberg 39300 Mk.
Kreditkasse Schlierstadt 39 900 Mk.
Kreditkasse Sindolsheim 61 400 Mk.
Durch Herrn Zimmermann in Zimmern bei der Vers.-Anstalt Karlsruhe 4 300 Mk.
Kreditkaffe Seckach 13 300 Mk.
Schülerzeichnungen bei der Süddeutschen Diskonto A. G. von Großeicholzheim 3 000 Mk.
Postagentur Sindolsheim 22 300 Mk.
zus. 1 737 800 Mk.
st Adelsheim , 20. April. Dieser Tage verschied nach längerem Leiden Herr Amtsgerichtsdirektor Ernst Bechtold in Freiburg . Herr Bechtold war in den 80 er Jahren lange Zeit als Amtsrichter und Oberamtsrichter hier tätig j und steht bei allen, die ihn kannten, im allerbesten An- ! denken. Stets zuvorkommend, für jedermann gerne und freudig seine Kenntnisse zur Verfügung stellend, war er immer zu sprechen. Im Verkehr äußerst leutselig, stets ein guter, humorvoller Gesellschafter. Allen, die die „streitige" und freiwillige Gerichtsbarkeit zu ihm „zog", war er ein guter Berater und gerechter Richter, den nächsten Bekannten ein lieber Gesellschafter und Freund.
(-) Bödigheim , 20. April. Am Samstag, den 28. April, wird hier und in Eberstadt durch den Gr. Bezirksarzt die Impfung der Kinder vorgenommen.
(-) Rosenberg, 20. April. Als schönes Ostergeschenk ' erhielt Landsturmmann Lorenz Grämlich, bei einem Ersatz-Jnf.-Regt., das Eiserne Kreuz 2. Klaffe für hervorragende Tapferkeit. Wir wünschen dem Dekorierten, sowie seinen 4 im Felde stehenden Brüdern gesunde und frohe Heimkehr. ^
(-) Hirschlanden, 19. April. Von den hiesigen Einwohnern und der Gemeinde sind beim Ländlichen Kreditverein Hirschlanden zur 6. Kriegsanleihe 65 000 Mark gezeichnet worden. Darunter sind 1500 Mark Schülerzeichnungen enthalten. Auch sind noch bei auswärtigen Kaffen und Banken und bei der Post erhebliche Beträge gezeichnet worden.
(-) Bobstadt , 19. April. Bei der 6. Kriegsanleihe wurden in unserer Gemeinde 67 800 Mark gezeichnet. Davon zeichnete der Kreditverein 30000 Mark. 86 private Zeichner 34600 Mark und 103 Schüler 3200. Die Höhe der gezeichneten Summe wurde noch bei keiner der bisherigen Kriegsanleihen in unserem Dorf erreicht. Besonders erfreulich ist, daß sich fast sämtliche Haushaltungen unseres Dorfes dieses Mal an der Zeichnung auf die Kriegsanleihe beteiligt haben. Neben dem patriotischen Sinn unserer hiesigen Bevölkerung ist das schöne Ergebnis einer eifrigst betriebenen Werbearbeit zu danken.
(-) Widdern » 19. April. Gestern Mittag brachte eine Gruppe Holzhauer vom Obernbergwald auf der Höhe zwischen Widdern und Roffach 4 russische Gefangene ein, welche vom Arbeitskommando Schwarzenbrunn, Gefangenenlager Tauberbischofsheim , entwichen sind. Dieselben sollen dort am 15. April fort gegangen sein.
(--) Mannheim , 19. April. Ans dem Schalter- raum des hiesigen Hauptbahnhofs wurde eine Ledertasche mit einem Sparkassenbuch und mehreren Hun- dertmark in bar enttvendet. Von dein Dieb hat man noch keine Spur.
(-) Mannheim , 19. Avril. Von dem Schwurgericht wurde der 41jährigc Schreiner Karl Dosier von Durlach wegen Vergehens gegen das keimende Leben zu 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Er hatte eine 16jährige Landwirtstochter aus der Wertheimer Gegend „in Behandlung" genommen. Als das Mädchen samt der Mutter verhaftet wurde, machte der Vater durch Erhängen seinem Leben ein Ende. Die Mutter des Mädchens war von der Strafkammer Mosbach zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dosier hatte schon einmal wegen des gleichen Vergehens vom Schwurgericht Heilbronn 2r/Z Jahre Zuchthaus er-! halten.
(-») Weinheim , 19. April Seit über 50 Jahren ist es in diesem Jahr wieder das erste Wal, daß die Blüte der Mandcfbänme erst in den April fällt. In dertchiedene». Rebgelände« und SÄrren erblickt man jetzt endinch die zarte Blüte der MandekbäWne. In gärtnerischer: Kreisen verspricht man sich von der Dpätblüte ein »»'es Ob'siahr.
Berlin , 19. April. Abends. (Amtlich.) Südöstlich von Arras lebhaftiges Feuer.
Beiderseits von Craonne starker Artilleriekampf. Längs des Aisne- Marnekanals französische Angriffe, deren stärkster auf den Brimont bereits gescheitert ist.
In der Champagne glich ein Gegenstoß Geländegewinn des Feindes von Auberive aus.
Nach nie dageweseue Uerlnste.
Berlin , 19. April. Nivelte erweist sich noch rücksichtsloser in schonungslosem Einsatz und Opfern von Menschenleben als Joffre. Aus allen Berichten unserer Kampftruppen geht hervor, daß die Verluste der Franzosen an einzelnen Stellen der Schlacht alles bisher Dagewesene übertreffen. Unsere Führer und Truppen sind mit jedem Quadratmeter des Geländes völlig vertraut und nehmen den Gegner, der vielfach aus der Verbindung mit seiner Artillerie gekommen ist, unter mörderisches Feuer. Besonders schwer waren die Verluste der Russen, denen Frankreich die Ehre einräumte, an einem der schwersten Abschnitte der ganzen Kampffront, am Brimont, sich Lorbeeren zu holen.
Das Jesuitrngesrtz anfgehobeu.
Berlin , 20. April. Der Bundesrat ist in seiner Sitzung vom 19. April 1917 dem Beschluß des Reichstags, das Gesetz betreffend den Orden des Gesellschaft Jesu vom 4. Juli 1872 aufzuheben, beigetreten.
In der gleichen Sitzung hat der Bundesrat dem Beschluß des Reichstags, den § 12 des Reichsvereinsgesetzes vom 19. April 1908 (Sprachenparagraph) zu beseitigen, seine Zustimmung erteilt.
Das spanische Kabinett xnrnckgetrete».
Madrid , 20. April. (Reuter.) Das Kabinett hat demissioniert.
Stockholm 19. April. Wie Svenska Dagbladet aus Haparanda erfährt, sollen sich in der Umgebung von Kiew ernste Unruhen abgespielt haben. Bewaffnete Banden rissen angeblich die Macht an sich. Militär, das von Kiew ausgesandt wurde, mußte den Banden eine richtige Schlacht liefern. In dem Marktflecken Brusiloff fand ein Judenpogrom statt. Weithin herrscht vollkommene Anarchie. Auch von Odessa gehen ähnliche Nachrichten ein. Dort wurden am Donnerstag 12 Gutsbesitzer aus Beffarabien verhaftet, weil sie für die alte Regierung agitiert hatten.
Privat-Telegramm.
600 000 Mann eingesetzt.
Berlin , 20. März. Der Lokalanzeiger meldet aus Zürich : Wie hier in bestunterrichteten Kreisen behauptet wird, hätten die Franzosen den Durchbruchsversuch mit 600000 Mann unternommen. Der Versuch sei gescheitert.
Eine Friedenstaube?
Berlin , 20. April. Das Berl. Tageblatt meldet aus Zürich : Der frühere serbische Minister des Innern, Sto- jan Protitsch, hält sich augenblicklich in der Schweiz auf. Da er als Teilnehmer bei künftigen Friedensverhandlungen gilt, wird von seinem Schwerzer Aufenthalt viel orakelt.